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Warum Anbieter von Commodity-Produkten online eine geringe Sichtbarkeit zeigen & und wie man das Problem elegant löst

Austauschbare Produkte müssen nicht austauschbar wirken. Erfahren Sie, wie Commodity-Anbieter mit Nutzenorientierung, Anwendungslösungen und starken Content-Formaten entlang der gesamten Customer Journey sichtbar werden.

Unternehmen, die Commodity-Produkte anbieten, also Leistungen und Materialien, die objektiv austauschbar wirken, stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie verkaufen etwas, das für viele Kunden „gleich“ aussieht, gleich klingt und vermeintlich nur über den Preis vergleichbar ist.

Das Ergebnis:

  • Sichtbarkeit ist gering
  • Leads sind teuer
  • Margen sinken
  • Wettbewerber unterscheiden sich kaum
  • Content klingt überall gleich

Und genau deshalb fällt es vielen Marketing- und Vertriebsabteilungen schwer, online relevante Aufmerksamkeit zu erzeugen. Doch der Kern des Problems ist nicht das Produkt. Der Kern ist die Wahrnehmung. In diesem Beitrag zeigen wir, warum Commodity-Angebote online oft unsichtbar bleiben und welche Strategien funktionieren, um Sichtbarkeit, Nachfrage und Differenzierung nachhaltig aufzubauen.

Sichtbarkeit: Warum Commodity-Angebote online verlieren

Commodity Anbieter Don´ts

1. Produktzentrierte Kommunikation statt Nutzenorientierung

Viele Anbieter stellen online vor allem technische Daten, Preise und Basismerkmale ihrer Produkte in den Vordergrund. Dadurch entsteht Kommunikation, die sich kaum von anderen unterscheidet, weil genau diese Informationen überall ähnlich verfügbar sind. Typische Aussagen wie „hohe Qualität“ oder „zuverlässige Lieferung“ wirken zwar positiv, bleiben aber völlig allgemein. Für potenzielle Kundinnen und Kunden wird so nicht erkennbar, warum gerade dieses Angebot für ihr konkretes Problem relevant sein soll. Sichtbarkeit entsteht jedoch vor allem dann, wenn die Kommunikation klar zeigt, welches Problem gelöst wird und welchen Nutzen die Lösung bringt.

2. Alle Anbieter verwenden dieselbe Sprache – Google erkennt keinen Unterschied

Wenn zahlreiche Wettbewerber ihre Produkte mit nahezu denselben Formulierungen beschreiben, fehlt Google ein Signal dafür, welche Seite besonders hilfreich ist. Häufig verwendet die Mehrheit identische Keywords, kurze Produkttexte und wenig wirklich nutzerorientierten Inhalt. Dazu kommen strukturelle Schwächen wie fehlende interne Verlinkungen oder eine unklare Zielgruppenansprache. Aus Sicht der Suchmaschine wirkt das Angebot dadurch austauschbar und nicht besser als andere Treffer. Das führt zu schlechteren Rankings und damit zu geringerer Sichtbarkeit im Netz.

3. Fehlende Anwendungsszenarien

Kundinnen und Kunden suchen online selten nach dem Produktnamen, sondern nach Lösungen für konkrete Herausforderungen. Sie geben also eher Suchanfragen ein wie „Material für hohe Temperaturbeständigkeit“ oder „Alternativen bei Lieferengpässen“. Viele Anbieter reagieren darauf aber nur mit reinen Produktlisten oder Katalogseiten. Dadurch fehlt der Bezug zum tatsächlichen Nutzungskontext und zu den Problemen, die Menschen lösen wollen. Ohne diese Anwendungsszenarien bleibt das Angebot unsichtbar für Suchende, die genau nach solchen Lösungen schauen.

4. Lange und komplexe Entscheidungsketten

Commodity-Produkte werden oft nicht von einer einzelnen Person gekauft, sondern von ganzen Buying Centern mit unterschiedlichen Rollen. Typischerweise sind Technik, Einkauf, Qualitätssicherung, Produktion und Management beteiligt, die jeweils eigene Fragen und Kriterien haben. Damit ein Anbieter gewählt wird, müssen Sichtbarkeit und Vertrauen über mehrere Berührungspunkte hinweg aufgebaut werden. Viele Unternehmen konzentrieren sich jedoch nur auf den ersten Kontakt und liefern danach zu wenig Orientierung. Ohne begleitende Inhalte entlang der Entscheidungsreise verlieren sie potenzielle Käuferinnen und Käufer auf dem Weg zur finalen Auswahl.

5. Fehlende Differenzierung – online und offline

Wenn austauschbare Produkte nicht klar differenziert werden, entscheiden Käufer automatisch nach Preis, Verfügbarkeit oder einer bereits bekannten Marke. Online ist Differenzierung aber die Voraussetzung dafür, überhaupt wahrgenommen zu werden. Ein Anbieter muss deshalb deutlich machen, wofür er steht, was er besser kann und welche konkreten Probleme er zuverlässig löst. Ebenso wichtig ist es, Expertise und Glaubwürdigkeit erkennbar zu zeigen, statt nur Eigenschaften aufzuzählen. Ohne eine solche narrative Abgrenzung bleibt ein Commodity-Anbieter sowohl im Markt als auch bei Google praktisch unsichtbar.

Wie Commodity-Anbieter online sichtbar werden: was wirklich funktioniert

Damit Commodity-Anbieter online sichtbar werden, müssen sie ihre Kommunikation und Inhalte konsequent an den tatsächlichen Entscheidungs- und Suchlogiken der Kunden ausrichten:

Commodity Anbieter Sichtbarkeit

Nutzenorientierung statt Produktsprache

Der wichtigste Hebel besteht darin, das Produkt nicht über seine Eigenschaften, sondern über seinen konkreten Beitrag im Einsatz zu erklären. Statt technisch oder materialbezogen zu sprechen, übersetzen erfolgreiche Anbieter ihr Angebot in klare Werttreiber wie Sicherheit, Effizienz, Lieferperformance, Kostenvorteile im Betrieb, Compliance, Risikominimierung, Nachhaltigkeit und Prozessoptimierung. Auf diese Weise wird deutlich, welchen praktischen Mehrwert das Commodity liefert, unabhängig davon, wie austauschbar es auf Produktebene wirkt. Entscheidend ist also nicht Form oder Material, sondern der Nutzen, der im Alltag der Kundinnen und Kunden entsteht. Genau diese Nutzenlogik macht Angebote verständlich, relevant und damit besser auffindbar.

Aufbau von Anwendungslösungen statt Produktseiten

Besonders sichtbar werden Anbieter dann, wenn sie nicht nur Produkte listen, sondern konkrete Anwendungslösungen beschreiben. Dafür erstellen sie Use-Case-Landingpages, die sich am Problem der Zielgruppe orientieren und die komplette Lösungskette abbilden: vom Problem über die Konsequenzen und Anforderungen bis zu technischen Kriterien, Produktempfehlung und Vergleich. Ergänzt wird das oft durch passende Grafiken oder Fotos sowie durch Downloads, manchmal auch durch die Möglichkeit, direkt ein Muster anzufordern. Solche Seiten ranken überdurchschnittlich gut, weil sie die echte Suchintention treffen und nicht nur Produktdaten wiederholen. Kunden fühlen sich dadurch eher abgeholt und bleiben länger in der Informationsreise.

Content-Formate, die Commodity-Produkte differenzieren

Zusätzliche Inhalte erhöhen die Sichtbarkeit, weil sie Orientierung bieten und Unterschiede erklärbar machen. Besonders wirksam sind Formate wie Vergleichstabellen für konkrete Anwendungen, Checklisten zur Produktauswahl, Entscheidungsguides, Whitepaper, kurze Use-Case-Videos, interne Experten-Interviews und kleine SEO-optimierte Microdatenblätter. Diese Inhalte schaffen nicht nur mehr Reichweite, sondern auch Vertrauen, weil sie Kompetenz zeigen. Dadurch steigen sowohl die Qualität der Leads als auch die Wahrscheinlichkeit, in eine engere Anbieterwahl zu kommen. Für Commodity-Produkte ist das ein zentraler Weg, aus der Austauschbarkeit herauszukommen.

Thought-Leadership statt Produktwerbung

Commodity-Anbieter verfügen in der Regel über viel Expertenwissen, lassen dieses Potenzial online aber oft ungenutzt. Wer systematisch Themen wie Markttrends, technische Herausforderungen, Regulatorik, Qualitätsmanagement, Lieferketten, Innovationen in Standardsystemen oder Nachhaltigkeitsanforderungen besetzt, wird als relevante Stimme im Markt wahrgenommen. So entsteht Schritt für Schritt Autorität, Expertenstatus und eine klare Differenzierung gegenüber Wettbewerbern. Gerade im Commodity-Umfeld, in dem Produkte ähnlich wirken, ist diese Wahrnehmung ein echter Wettbewerbsvorteil. Thought-Leadership ersetzt dabei nicht das Produkt, sondern macht es erst erklärungswürdig und sichtbar.

Digitale Customer Journeys statt einzelne Touchpoints

Für austauschbare Produkte reicht es nicht, nur einen Kontaktpunkt wie eine Produktliste zu pflegen, weil Kaufentscheidungen über mehrere Stufen entstehen. Erfolgreiche Anbieter strukturieren Inhalte entlang einer klaren Customer Journey: Awareness über das Problem, Consideration über Vergleiche, Evaluation über Detailwissen, danach Purchase und schließlich Loyalty. Viele Unternehmen decken nur die mittlere Phase ab und verlieren dadurch Suchende, die sich noch orientieren oder bereits evaluieren wollen. Wird die Journey sauber aufgebaut, wächst Sichtbarkeit nicht zufällig, sondern systematisch über alle Entscheidungsphasen hinweg. So bleibt der Anbieter im Prozess präsent und wird am Ende auch eher gewählt.

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Fazit: Commodity-Produkte sind nie das Problem – die Wahrnehmung ist es

Ein Commodity-Produkt wirkt erst dann austauschbar, wenn auch die Kommunikation austauschbar bleibt. Genau hier liegt die Chance: Unternehmen können sofort Profil gewinnen, wenn sie statt reiner Produktlisten echte Anwendungslösungen zeigen, statt technischer Floskeln klare Wertversprechen formulieren und statt Preisargumenten mit Thought Leadership Vertrauen aufbauen. Ergänzend sorgen datengetriebene Inhalte, eine durchdachte Multi-Touchpoint-Kommunikation und KI-gestützte Content-Optimierung dafür, dass Sichtbarkeit und Relevanz entlang der gesamten Customer Journey entstehen.

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Prof. Dr. Michael Bernecker
Geschäftsführung

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