Digitales Marketing – Ein Überblick

Digitales Marketing – Ein Überblick
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Digitales MarketingDas Marketing der „alten Schule“ tritt in der heutigen Zeit mehr und mehr in den Hintergrund – Das scheint der allgemeine Tenor zu sein. Im Zeitalter der Digitalisierung haben Marketeer zunehmend die Aufgabe, das Potenzial neuer Technologien zu nutzen. Und sicherlich ist es das Gebot der Stunde, durch kreative, effiziente Marketingstrategien und unter Einsatz digitaler Marketinginstrumente erfolgreicher zu sein. Möglichkeiten in der Kommunikation mit den Zielgruppen, die sich durch  die Digitalisierung und technologische Entwicklung neu ergeben, sind die treibende Kraft hierbei. Doch was ist Digitales Marketing? Bedeutet es die Übertragung klassischer Marketinginstrumente in digitale Medien? Ist es nur im Bereich E-Commerce von Interesse?

 

1. Definition Digitales Marketing

„Digitales Marketing ist die Anwendung von Marketing-Strategien im Bereich der digitalen Medien und umfasst somit eine Vielzahl von Aufgaben, Instrumente und Methoden des Marketings, welche digitale Technologien nutzen.“

Das Digitale Marketing durchdringt dabei alle Stufen des Marketing-Managementprozesses und unterstützen somit die Analyse, Planung, Umsetzung sowie Kontrolle aller Marketingaktivitäten.

Digitales Marketing

Konkrete Maßnahmen des Digitalen Marketings lassen sich anhand verschiedener Gesichtspunkte strukturieren:

  • Anwendungsbereich
    Hier kann hinsichtlich der Märkte (z.B. Absatz-, Beschaffungs-, Finanz- oder Personalmarkt) der Wirkung (nach innen oder nach außen) oder der Phase des Marketingprozesses (Planung, Umsetzung oder Kontrolle) differenziert werden.
  • Digitalisierungsgrad
    Angefangen von unterstürzender Digitalisierung einzelner Aufgaben im Marketing (z.B. Data Warehouse oder OLAP) über die Ersetzung traditioneller Marketingaufgaben durch Systeme des Digitalen Marketings (z.B. eCommerce) bis hin zu einer Neudefinition von Marketingaufgaben durch den Einsatz digitaler Systeme (z.B. Data Mining).
  • Zielsetzung
    Nach der primären Zielverfolgung kann Digitales Marketing zur Vereinfachung oder Beschleunigung bestimmter Prozessen, Nutzung von Kostensenkungspotentialen, Verbesserung der Informationsgewinnung oder z.B. Erschließung neuer Teilmärkte verfolgen.
  • Technologie und Systeme
    Telefonmarketing, Multimediale Kommunikationskanäle, digitale Absatzkanäle (E-Commerce), Außendienststeuerung, Warenwirtschaftssysteme, Marketinginformationssysteme, etc.
  • Unternehmensinterne Informationsquelle
    Aus welchen Unternehmensbereichen werden die Informationen generiert: Marktforschung, Kundendienst, Einkauf, Forschung & Entwicklung, Produktion, etc.
  • Marketing-Mix
    Welche Bereiche der Marketingpolitik werden primär unterstützt: Marketingforschung, Leistungspolitik, Kommunikation, Preispolitik, eCommerce, etc.

2. Strategisches Digitales Marketing

Doch was begründet die hohe Aufmerksamkeit und fast schon spürbare Aufregung, die sich rund um das Thema Digitales Marketing zeigt? Sollen die Marketeer es doch zufrieden hinnehmen, dass zur Umsetzung von Marketingstrategien nun weitere moderne Instrumente hinzukommen – Die Thematik damit abzuschließen wäre eindeutig zu kurz gegriffen. Die neuen Möglichkeiten durch Nutzung digitaler Instrumente verändern die Prozesse grundlegend, und ein Paradigmenwechsel bei den Marketingtechniken wird gefordert. Hatten bisher die Produzenten, die Medien bzw. die Verteiler das Sagen, richtet sich der Fokus heute auf die Benutzer der digitalen Medien. Diese Nutzer sind selbständig in der Lage, Informationen über Leistungen zu suchen und zu finden und kann darüber hinaus Bewertungen und Meinungen anderer Nutzer weltweit zu erhalten.

Michael Bernecker„Marketing ohne Digital sollte es 2017 nicht mehr geben. Bei fast allen Marketingabteilungen ist noch Luft nach oben. Digital first! Sollte das Motto sein.“

Prof. Dr. Michael Bernecker , GF Deutsches Institut für Marketing

 

Eine Strategie für Digitales Marketing muss entsprechend alle relevanten Bereiche, in den die Zielgruppe interagiert, berücksichtigen. In den relevanten Kanälen muss versucht werden, die Meinungen sowie die Meinenden zielgerichtet zu beeinflussen sowie in den relevanten Suchroutinen und Suchmaschinen besser platziert zu sein. Dazu ist es ebenso notwendig, Informationen, welche diese Kanäle in großem Umfang zur Verfügung stellen, hinreichend zu analysieren, um den Einsatz der betreffenden Medien weiter zu optimieren. Digitales Marketing verspricht eine zweckdienliche Einheit aus Analyse, Kreativität, Design und Wirtschaftlichkeit.

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3. Instrumente des Digitalen Marketings

Die Instrumente des Digitalen Marketings haben alle gemeinsam, dass sie computerbasierte Systeme oder Hilfsmittel nutzen. Konkret sind hier das Internet und soziale Netzwerke als Träger dieser Aktivitäten vorrangig zu nennen. Schnell zeigt sich, dass die enorme Vielfalt der Möglichkeiten auch die Gefahr in sich birgt, dass einzelne Aktivitäten in der Masse untergehen. Um das zu verhindern, ist die Einbettung in ein strategisches Gesamtkonzept notwendig.

Digitales Marketing

Die am häufigsten genutzten Instrumente sind die Unternehmens-Homepage, das E-Mail-Marketing und Marktforschungsaktivitäten. Eine moderne Internetpräsenz bietet den Besuchern sowohl Nutzen und Mehrwert durch attraktive Inhalte und sorgt durch die erforderlichen Qualitätskriterien für ein gutes Ranking in den Suchergebnissen. Dazu dienen das sogenannte Content-Marketing sowie das Suchmaschinen-Marketing (SEM), die abgeleiteten Aufgabenbereiche der Suchmaschinen-Optimierung (SEO) und des Suchmaschinen-Advertising (SEA). Mit unterschiedenen Formen des E-Mail Marketing werden Zielpersonen persönlich und individuell angesprochen. Dieses Instrument hatte lange Zeit als unerwünschte Werbung einen sehr schlechten Ruf, wird aber zunehmend akzeptiert, sofern es Inhalte liefert, die dem Empfänger einen echten Nutzen bietet. Untersuchungen zeigen, dass durch Marketing-Aktionen mittels E-Mails wesentlich mehr neue Kunden generiert werden als über Social Media Portale wie z.B. Facebook oder Twitter. Neben den klassischen Aufgaben der Informationsgewinnung soll die digitale Marktforschung darüber hinaus sicherstellen, dass die richtigen Zielgruppen über die richtigen digitalen Kanäle angesprochen werden. Dies erfolgt beispielsweise mittels Datenauswertungen vorhandener CRM-Systeme. Durch Onlinestudien und -umfragen können Informationen erheblich schneller ermittelt und genutzt werden.

4. Wie Kunden digitale Kanäle nutzen

Verschiedene Studien belegen die stark zunehmende Bedeutung digitaler Medien für die Konsumenten. Liegt mit 3:39 Stunden der tägliche TV-Medienkonsum eines Erwachsenen 2016 noch knapp über dem Konsum digitaler Medien (3:32 Stunden), werden in den kommenden Jahren bereits die digitalen Medien mit knapp vier Stunden das Fernsehen vom ersten Platz verdrängen. Sowohl die Mediennutzung als auch die Ausstattung mit digitalen Endgeräten nimmt kontinuierlich zu. Insbesondere bei jüngeren Zielgruppen fällt dieser Trend noch deutlicher aus. Der Anteil der Internetnutzer hat sich in den letzten 15 Jahren von 37% auf 79% gestiegen und hat sich dadurch mehr als verdoppelt. Nicht nur die jüngeren Zielgruppen nutzen digitale Medien und den Zugang in das Word Wide Web ständig. Kommunikation in sozialen Netzwerken, Unterhaltung durch das Streamen von Filmen, Serien oder Musik aber auch das schnelle Erlangen von Informationen über z.B. Öffnungszeiten oder Produktbewertungen und Preisvergleiche sind alltägliche Verhaltensmuster von Menschen. Dieses Nachfrageverhalten ist dabei keines Wegs auf Konsumgüter beschränkt. Ebenso bei Dienstleistungen, langlebigen Gebrauchsgütern oder im B2B-Bereich spielen digitale Kanäle und das Internet eine immer wichtigere Rolle.

5. Digitales Marketing Reifemodell

Die steigende Akzeptanz und Verbreitung digitaler Medien und die Nutzung des Internets als zunehmend bedeutsamere Informations- und Kommunikationstechnologie macht die kommerzielle Nutzung sowie die Entstehung von digitalen Geschäftsmodellen zwangsläufig erforderlich. Nicht zuletzt das sogenannte Web 2.0 und die damit involvierte interaktive Nutzung durch Einstellung von Informationen seitens aller Nutzer bedeuten entscheidende Herausforderungen für Unternehmen und stellen neue Anforderungen an das strategische Digitale Marketing bis hin zu vollständig neuen Geschäftsmodellen. Wie aus unterschiedlichen Studien hervorgeht, scheinen die Marketingverantwortlichen in Unternehmen mitunter Probleme zu haben, den rasanten Entwicklungen des Digitalen Marketings zu folgen. Daraus können Wettbewerbsnachteile für Unternehmen entstehen. Solche Defizite müssen so schnell wie möglich ausgeglichen werden. Aus der Studie Digital Roadblocks 2014 des Softwareanbieter Adobe geht z.B. hervor, dass 81% der europäischen Unternehmen überzeugt sind, dass sich ihre Rolle im Markt aufgrund der zunehmenden Digitalisierung gravierend verändert, jedoch lediglich 14% verfügen über konkrete Pläne, sich diesem Innovationsprozess anzupassen. Obwohl 75% der deutschen Marketingverantwortlichen der Überzeugung sind, dass digitale Technologien das Marketing in den letzten zwei Jahren stärker verändert hat als die letzten 50 Jahre zuvor, nutzen 65% der Befragten innovative Technologien erst dann, wenn sie Mainstream geworden sind. Und nur knapp ein Drittel beurteilen die Leistungen des eigenen Unternehmens hinsichtlich Kundenakquise und -pflege positiv, obwohl eine klare Mehrheit diesem große Bedeutung beimisst. Ebenso bemerkenswert ist, dass mehr als die Hälfte das Content Marketing für erfolgsentscheidend hält, aber nur etwa ein Viertel von den Leistungen ihres eigenen Unternehmens im Bereich Content Marketing überzeugt ist.

 

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Hinsichtlich der Kompetenzen im Digitalen Marketing lassen sich einzelne Unternehmen den folgenden Entwicklungsstufen zuordnen.

Digitales Marketing

Auf unterster Stufe des Modells findet sich höchstens ein sporadischer Einsatz von Instrumenten des Digitalen Marketings. Z.B. existiert eine Internetpräsenz, die lediglich Basisinformationen des Unternehmens enthält und inhaltlich keine aktuellen Informationen wiedergibt. Das Marketing baut ausschließlich auf den klassischen Instrumenten auf. Die nächste Entwicklungsstufe ist gekennzeichnet durch einen reaktiven Einsatz ausgewählter Instrumente. Das Unternehmen entwickelt zögerlich bestimmte digitale Instrumente weiter, weil die Kunden bzw. der Markt dies erzwingen. Würde man an dieser Stelle darauf verzichten, stellt sich meist umgehend ein Verlust an Umsatz oder Marktanteilen ein. Ein proaktiver zielgruppenorientierter Einsatz ausgewählter Instrumente des Digitalen Marketings ist kennzeichnend für das mittlere Level der Entwicklungsstufen. Besonders erfolgsversprechende digitale Medien werden genutzt, um bestimmte Zielgruppen zu erreichen, ohne jedoch konzeptionell in eine übergreifende Marketingstrategie eingebettet zu sein. Der zweithöchste Reifegrad zeigt sich durch die konzeptionelle Abstimmung sowohl digitaler als auch klassischer Marketinginstrumente. Eine hohe Wiedererkennung und Authentizität werden hier über unterschiedliche Instrumente hinweg erreicht. Die Einbettung des Strategischen Digitalen Marketing in das Konzept der gesamten Unternehmens- und Marketingstrategie bildet den höchsten Level des Digitalen Marketing eines Unternehmens. Die Möglichkeiten digitaler Instrumente werden vollständig ausgeschöpft und sind das Gesamtkonzept eingepasst.

6. Expertentipps zum Digitalen Marketing

Das sich eine Marketingabteilung und ein Unternehmen mit dem Digitalen Marketing auseinander setzen muss, ist so langsam in den meisten Unternehmen angekommen. Doch wie? Das ist eine spanende Frage, zu der wir zahlreiche Experten befragt haben und die Tipps für den Einsatz von Digitalem Marketing haben wir hier gesammelt.

Expertentipp Digitales Marketing #1

Die digitale Kompetenz jedes einzelnen Mitarbeiters ist die Voraussetzung zur alltäglichen Nugoetz-piwinger-profilbildtzung von digitalem Marketing. Die Nutzung sozialer Medien durch Mitarbeiter einer Organisation ist für alle sichtbar. Die Digitale Kompetenz ist zudem eine Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität (die mit digitalem Marketing einhergeht). Der digitale Reifegrad der Menschen ist spielerisch messbar und kann mit einfachen Methoden
optimiert werden. Lernen und Wissen sind die neuen Wertschöpfungsanker moderner Unternehmen. Dafür müssen die Methoden, Talentsysteme und Marketingtools im Einklang stehen.

Götz Piwinger – Chief Digital Officer ML Gruppe

Expertentipp Digitales Marketing #2

Christian SolmeckeMarketing klingt zunächst einmal nach aufwendigen Kampagnen großer Konzerne, nach Zielgruppenanalysen und Kundenbedürfnissen. Das mag für viele Unternehmen auch weiterhin zutreffen. Allerdings hat die Zeit gezeigt, dass das Internet Unternehmen völlig neue Möglichkeiten im Marketing bietet. Daher gilt heute mehr denn je: Wen es im Internet nicht gibt, der existiert einfach nicht. Wer nicht in Vergessenheit geraten will, der muss sich mit digitalem Marketing befassen. Hierzu zählen Instrumente wie Email- und Newsletter-Marketing, Social-Media-Marketing, sowie Content- oder Affiliate-Marketing und Suchmaschinenmarketing, um nur einige zu nennen. Digitales Marketing befindet sich in einem steten Wandel, auch rechtlich gesehen, so dass Rechtsverstöße in diesem Bereich keine Seltenheit sind. Mit am häufigsten sehen wir in der Praxis noch immer Abmahnungen, die wegen fehlender oder unzureichender Erkennbarkeit werblicher Inhalte beziehungsweise kommerzieller Kommunikation erfolgen. Um Vorhaben frei von Bedenken rechtskonform umzusetzen, sollten Unternehmer daher immer zu Beginn bereits Rechtssicherheit schaffen und sich juristisch absichern, um später kein böses Erwachen zu erleben.

Christian Solmecke – Rechtsanwalt und Partner der Kölner Medienrechtskanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE

Expertentipp Digitales Marketing #3

tobias-engelsleben-foto-256x256Wer glaubt, seine „Stammkundschaft“ eins zu eins im digitalen Marketing wiederzusehen, irrt sich.  Im Digitalen Marketing werden Sie Kontakte generieren können, an die Sie bislang nicht gelangt sind. Umgekehrt werden Sie auch einige Teilnehmer der ehemaligen Stammkundschaft durch den technologischen Sprung zwangsläufig verlieren. Noch mehr als im konventionellen Marketing ist eine Kundensegmentierungsstrategie notwendig.

Prof. Dr. Tobias Engelsleben – Präsident Hochschule Fresenius

Expertentipp Digitales Marketing #4

christian-matzkaGerade in Gesprächen mit Kunden fällt mir immer wieder auf, dass das Thema „digitales Marketing“ gar nicht richtig verstanden wird. Ebenfalls interessant ist die fast ausschließliche Fokussierung auf die vermeintlich übermächtige Suchmaschine „Google“. Darum mein Tipp: Schluss mit der Fokussierung auf Google. Unternehmen die sich mit dem Thema digitalen Marketing auseinandersetzen, sollten sich intensiv über alternative Suchmaschinen, wie zum Beispiel Branchenportale Gedanken machen. Gerade im B2B-Bereich erzielen Unternehmen durch zielgerichtete Optimierung ihrer Präsenz in den nicht so bekannten Suchportalen, oft bessere Erfolge als bei Google. Suchanfragen in speziellen Branchenportal, sind in der Regel qualifizierter.

Christian Matzka – Geschäftsführer Kopfsprünge GmbH

Expertentipp Digitales Marketing #5

gerd-theobaldContent-Marketing wird an Bedeutung weiter zunehmen, daran besteht aus meiner Sicht kein Zweifel. Allerdings müssen Unternehmen im Hinblick auf das digitale User-Verhalten weiter denken. Das Besucher-Verhalten verliert zunehmend an (voraussehbarer) Kontinuität. Das Wahrnehmungs- und Interaktions-Muster von Besuchern ist tendenziell disruptiv – Rezeption und Aktion der User sind in jeder Hinsicht hochgradig sprunghaft (bezüglich der genutzten Portale und der investierten Aufmerksamkeit). Unternehmen sollten daher ihr Content-Management flexibel aufsetzen. Eine Seite des Content-Marketing zeichnet sich nach wie durch Kontinuität aus; hierauf basiert ein vertrautes und markentreues Unternehmensbild. Das Userverhalten fordert noch eine andere Seite des Content-Marketings: die mediale Improvisation. Hier sind Real-Time-Monitoring und kreative Aktionsbereitschaft in den Unternehmen mehr denn je gefordert.

Dr. Gerd Theobald – Business Development Manager eSphere.de

Expertentipp Digitales Marketing #6

thomas_tibroniGezieltes Targeting statt Gießkannentaktik! Setzen Sie bei Kampagnen im digitalen Marketing auf messbare Erfolge und Performance. Durch Tools wie beispielsweise Google Analytics, Piwik oder Etracker können Sie die gewünschte Conversion messen und auswerten. Am Ende sollte Ihnen immer klar sein, was Ihnen Ihr eingesetztes Budget konkret gebracht hat.

Thomas Tibroni – Geschäftsführer Online Akademie

Expertentipp Digitales Marketing #7

Oliver HannusDigital unerfahrene Unternehmen müssen vor dem Start des Digitalen Marketing zunächst von der „Digitalen Überforderung“ befreit werden. Besonders die starke Präsenz der sozialen Medien überfordert viele Entscheider und bewirkt anfänglich Ablehnung. Des Weiteren ist es für die Unternehmen neu und ungewohnt, selbst als Produzent von Inhalten in Erscheinung zu treten. Somit steht am Anfang eines jeden digitalen Vorhabens eine gründliche Beratung darüber, welcher Inhalt mit welchem Kanal an welche Zielgruppe ausgeliefert werden kann. Einfach mal loslegen verwirrt die Zielgruppe anstatt sie für sich zu gewinnen

Oliver Hannus – Oliver Hannus Webentwicklung und Online-Marketing

Expertentipp Digitales Marketing #8

Britta SippelDigitales Marketing ist gerade für kleine und mittelständische Unternehmen eine große Herausforderung aufgrund der rasanten Entwicklungen und Veränderungen in diesem Bereich. Gleichzeitig ist es aber auch eine Riesenchance, da mit kleinen Budgets sehr erfolgreiche Marketingaktionen umgesetzt werden können. Eins ist aber aus meiner Sicht dabei entscheidend: vorab ein klares Ziel formulieren, die Zielgruppe auswählen und alle Maßnahmen bei Umsetzung immer wieder daraufhin überprüfen und fokussieren. Ansonsten kann auch digitales Marketing sehr teuer werden.

Britta Sippel – Verkaufs- und Marketingleiterin Westfunk GmbH & Co. KG

Expertentipp Digitales Marketing #9

Martin TappeWeniger glauben, mehr wissen und dann noch akzeptieren.

„Die Hälfte des Werbeetats ist verschwendet. Leider wissen wir nicht welche Hälfte.“ Diese alte Aussage prägte die klassische Werbelandschaft. Im Digitalen sieht es allerdings ganz anders aus. Der viel kritisierte gläserne Kunde ist für Werbetreibende ein Geschenk. Nun wissen wir, ob unsere Werbebotschaften ankommen – und zwar genau bei wem, wann und wie derjenige darauf reagiert hat. Die Digitalisierung bietet uns völlig neue Informationen über unsere Kunden. Wir wissen was sie in ihrer Freizeit tun, welche Interessen sie haben und wie das soziale und demografische Umfeld aussieht. Einmal im Netz eingefangen, kann der Kunde uns nicht mehr entkommen. Natürlich eignet sich das Thema hervorragend um in eine vollideologische Grundsatzdiskussion einzusteigen, allerdings hilft es keinem. Ich empfehle die neue Technik zu akzeptieren, sich an den neuen Möglichkeiten zu erfreuen und diese zu nutzen.

Martin Tappe – Bereichsleiter eBusiness Alliance Möbel Marketing GmbH & Co. KG

Expertentipp Digitales Marketing #10

Alexander StierDigitales Marketing endet nicht im konventionellen Internet. Die Vielfalt digitaler Endgeräte, die vom potentiellen Kunden genutzt werden, wächst stetig. Waren die letzte Jahre Smartphones und Tablets im Fokus, rücken aktuell Smartwatches, Virtual Reality Headsets und nicht zuletzt SmartTVs und andere Home-Entertainment-Schnittstellen immer mehr in den Fokus. Hier gilt es die eigene Kompetenz, neben dem responsiven Internetauftritt, für die entsprechenden Endgeräte optimiert zu präsentieren. Jedes digitale Informationsgerät bietet individuelle Möglichkeiten zur Kommunikation mit den unterschiedlichsten Zielgruppen. Push-Informationen, in digitalen Erlebnissen eingebettete Informationen und die Nutzung von Hardwarefunktionen zur Generierung von Mehrwerten für den Nutzer sind dabei nur ein Teil der derzeit genutzten Möglichkeiten. Mit der wachsenden Vielfalt der Geräte werden auch neue Möglichkeiten für „digitales Marketing“ geschaffen.

Alexander Stier – Geschäftsführer cuti und stier gbr

Expertentipp Digitales Marketing #11

Mark LeinemannDigitales Marketing bedeutet nicht allein auf Automation, Algorithmen und Chatbots zu setzen, mit denen Marken ihre Botschaften effizient an ihre Zielgruppen verteilen können. 2016 hat gezeigt, dass es nicht mehr Content und Werbung braucht, sondern weniger, aber relevantere Inhalte. Trotz – oder gerade wegen – der zunehmenden Digitalisierung wünschen sich Konsumenten eine wertschätzendere Beziehung mit Marken. Gerade hier kann die Digitalisierung helfen, den Dialog in Markencommunities optimal zu gestalten. Sie gibt Marken die Möglichkeit, sich intensiver mit ihren Konsumenten auszutauschen und zusammen zu arbeiten. Insbesondere die Consumer Collaboration bietet Marken dabei neue wirkungsvolle Marketingoptionen. Denn Kunden können mehr als nur Werbung anschauen und konsumieren: Sie können Produkte per Word of Mouth bekannter machen und helfen, den Absatz zu steigern, User generated Content erstellen und damit mehr Glaubwürdigkeit erzeugen oder per CoCreation neue Produkte mitgestalten.

Mark Leinemann – Gründer MR. WOM | Word of Mouth Marketing

Expertentipp Digitales Marketing #12

Christa WeißEs wird viel geschrieben über den so schwierigen Arbeitsmarkt. Man sagt, heute bewirbt „man“ sich nicht mehr, heute wird „man“ umworben. Klingt ganz nach Kundenstatus. Da ist es logisch, im Personalmarketing diesen Perspektivwechsel als Chance zu sehen und offene Stellen wie Produkte zu behandeln. Ich finde, gerade mit Onlinemarketing kann hier nach allen Regeln der Marketing-Kunst zielgruppengenau geworben werden.  Auch wenn sich der Arbeitsmarktkuchen kaum vergrößern lässt (Divergenz-Marketing), so könnte das eigene Kuchenstück etwas größer werden.

Christa Weiß – Markenentwicklung und Design LVR-InfoKom

Expertentipp Digitales Marketing #13

Stephanie SobolaFür uns als praxisHochschule ist der persönliche Kontakt zu unseren Interessenten enorm wichtig. Wir erreichen über digitales Marketing mittlerweile mehr potentielle Studierende und praxisPartner (die Arbeitgeber der Studierenden) als über klassische Werbemaßnahmen. Per Social Media kontaktieren wir unsere Zielgruppe am effektivsten – unterstützt wird dies durch unsere Blogger und Vertrauensstudenten, die bei Facebook und in Blogs Fragen von Interessenten beantworten, so dass beim persönlichen Auswahlgespräch schon jeder zweite Kontakt über digitale Plattformen mit uns hatte.

Stephanie Sobola – Leiterin Hochschulmarketing, Vertrieb & Kommunikation der praxisHochschule

Expertentipp Digitales Marketing #14

Sebastian HeithoffBei den meisten Unternehmen und auch bei vielen Online-Agenturen wird das Thema Marketing leider nicht ganzheitlich betrachtet. Dadurch geht eine Menge Potential verloren, das man bei der Verwendung einer Gesamtstrategie aus Online-Kommunikation, Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO) im abgestimmten Schulterschluss erfolgreich ausnutzen könnte. Dies ist vor allem deshalb schwierig, da sich viele Unternehmen beim Thema Digitalisierung inhouse nur unzureichend auskennen und sie sich die Kompetenzen von extern einkaufen, dann jedoch meist mehrere Agenturen auswählen, die jeweils für sich auf einem oder maximal auf zweien der o.g. Gebiete wirklich spitze sind.
Setzte man jedoch alle Experten an einen Tisch und entwickelte daraus eine Strategie, die alle Elemente aus Kommunikation, Marketing und SEO miteinander verknüpft und aufeinander aufbaut, könnte man starke Synergieeffekte erzeugen – wie einige besonders erfolgreiche Marketing-Agenturen es auch schon getan haben. Doch diese sind in der Minderheit! Ganzheitliches Denken hat im digitalen Marketing nichts mit Globuli und Heilpflanzen zu tun, sondern steht für eine potente Kombination schlagkräftiger Online-Instrumente. Nutzen wir sie!

Sebastian Heithoff – Leiter Online-Kommunikation und Marketing bei versicherungsberatercheck.de

Expertentipp Digitales Marketing #15

Thomas GrundheberDer Erfolg von Marketing- und Servicekommunikation hängt wesentlich davon ab, wie spezifisch sie auf den einzelnen Kunden abgestimmt ist. Jetzt erreicht die individuelle Kundenansprache eine neue Dimension: die Hyper-Individualisierung.
Dabei genügt es nicht mehr, die Kundenansprache einfach nur auf Datenbestände, wie z.B. die Kaufhistorie, aufzubauen. Künftig entscheiden Nutzungskontexte des Kunden, Aktualität und Geschwindigkeit über den Verkaufserfolg. Komplexe Themen wie Real Time Marketing, Contextual Marketing, Programmatic und Big Data bestimmen also die Zukunft der Digitalwerbung. Wer jeden Kunden wirklich individuell ansprechen will, muss dabei auf Marketing Automation zurückgreifen. Um also hyper-individualisierte Kommunikation zu konzipieren und die richtigen Mechanismen dafür aufzusetzen, braucht es Digital Marketer mit entsprechenden Skills. Sie sind so gefragt und wichtig wie nie zuvor.

Thomas Grundheber – Marketing Manager WSW Software GmbH

Expertentipp Digitales Marketing #16

Profil Hanspeter ReiterAls Weiterbildner fragte ich mich: Was kann digitales Marketing von eLearning lernen, von digitaler Weiterbildung also? Tatsächlich ist das Ziel von Marketing ja genau das: Lerneffekte erzielen, weg von Ablenkung, hin zu Angeboten, zu Marken. eLearning ist wirksam, wenn es die Filter von „Fernlernen“ durchbricht. Das heißt z.B.: 1. Kommunizieren auf vielen Kanälen, die polysensual wirken, siehe Audio & Video zu Text und Bild. 2. Viele kleine Häppchen bieten, weil menschliche Hirne nur 7 Bit in einem Durchgang verarbeiten können. 3. Wiederholt Feedback mit Belohnung bieten, damit Dopamin ausgeschüttet wird. Wie Sie das schaffen? Auffordern, etwas zu tun, Dankeschön versprechen. Siehe Umfrage mit Verlosung, ob auf Facebook, Twitter – oder via Google & Co.
Hanspeter Reiter – Dialog-Profi, Trainer/Berater Marketing, Vorstandssprecher GABAL e.V.

Expertentipp Digitales Marketing #17

Serpil UensalMarken stehen in der digitalen Revolution vor neuen Herausforderungen. Die technologische Weiterentwicklung ermöglicht das Blockieren jeglicher Werbeformate. Der Siegeszug der Adblocker ist nur ein Beispiel hierfür. Marken waren bisher erfolgreich, weil sie die ausgewählten Zielgruppen erreicht haben und Kulturen durchbrochen haben. Unternehmen müssen ihre Marken jetzt neu definieren. Digitale Technologien ermöglichten nicht nur den Aufbau von Social Media Plattformen, sie haben auch einen starken Einfluss auf die Communities. Diese Communities bilden und pflegen ihre eigene Kultur. Sie verändern die Regeln und die Anforderungen an die Marken. Unternehmen müssen diese Communities verstehen und neue Strategien entwickeln.

Serpil Uensal – Inhaberin UENSAL Interim Management, Training & Consulting

7. Digitale Marketing Trends 2017

Der umwälzende Charakter der Digitalisierung wird sich – wie in der Vergangenheit – auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Dementsprechend lassen sich vielzählige Trends ausmachen:

Digitales Marketing

  • Die Bedeutung des Content Marketing wird weiterhin wachsen. Die Zielgruppen werden immer mobiler und wollen mit spannenden Inhalten angesprochen werden.
  • Der sogenannte Customer Journey muss im Blick gehalten werden, d.h. sämtliche Touchpoints einschließlich aller sozialer digitaler Plattformen aber auch traditioneller Marketinginstrumente sind aufeinander abzustimmen und zu optimieren.
  • Reichweite, z.B. gemessen in Follower oder Umfang des E-Mail-Adressen-Verteilers, allein sagt nichts über die Intensität der Beziehung zum Kunden aus. Die Inhalte müssen Aufmerksamkeit erzeugen und für die Angesprochenen eine Relevanz besitzen.
  • Anstelle einer breit gestreuten Werbung tritt ein authentischer Dialog zwischen Unternehmen und Kunden.
  • Wiedererkennbarkeit über unterschiedlichste Kanäle hinweg verstärkt die Wirkung von Unternehmen und Marken auf den Kunden.
  • Customer Experience bzw. das Kundenerlebnis ist nach wie vor äußerst wichtig.
  • (Super-)Personalisierung / Individualisierung und Content-Optimierung genießen höchste Priorität.
  • Die wachsenden Möglichkeiten innovativer Kommunikationsinstrumente erfordern ein gesteigertes Maß an Kreativität, um in der Masse aufzufallen und das Aufmerksamkeitspotential zu nutzen.

 

Wir beraten und unterstützen Sie gerne im Digitalen Marketing!

#Digitales Marketing #Digitalisierung #Marketingstrategie

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