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Künstliche Intelligenz – Was ist das eigentlich?

Künstliche Intelligenz – Was ist das eigentlich?
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Künstliche Intelligenz (KI) gilt als ein bedeutendes Trendthema, mit dem man sich im Business Development und Marketing aktuell auseinandersetzen muss. Doch was versteht man genau unter Künstlicher Intelligenz? Inwieweit beeinflusst und verändert Künstliche Intelligenz Geschäftsfelder und schafft neue Möglichkeiten für Märkte, Dienstleistungen, Produkte und damit auch Geschäftsmodelle?

1. Was ist Künstliche Intelligenz?

Der Begriff der Künstlichen Intelligenz (KI) wird als abstrakter Begriff, der vielfältige Aspekte und Themenkomplexe abdeckt, unterschiedlich definiert. Im Kern lassen sich verschiedene Richtungen abgrenzen, um sich dem Begriff der Künstlichen Intelligenz (KI) zu nähern. Sie ist ein Teilgebiet der Informatik und beinhaltet u.a. den Prozess des Maschinellen Lernens.

Die AI (Artificial Intelligence) bzw. KI bietet ein breit gefächertes Feld und unendliche Möglichkeiten. Was man alles wissen sollte, um in der digitalen Zukunft mitreden zu können:

Künstliche Intelligenz ist ein Begriff der in Wissenschaft und Praxis nicht eindeutig definiert ist. Da auch der Begriff der Intelligenz nicht eindeutig definiert ist, hat auch der Begriff der Künstlichen Intelligenz einige Unschärfen. Das Deutsche Institut für Marketing hat in Anlehnung an den Turing-Test folgendes Grundverständnis von KI:

Künstliche Intelligenz setzt sich damit auseinander, wie Computer Wahrnehmungen verarbeiten, mit erlernten Algorithmen abgleichen und dadurch eine zielgerichtete Response / Handlung auslösen.

Bei KI unterscheidet man zwischen maschinellem Lernen (Machine Learning), dem Verarbeiten natürlicher Sprache (NLP – Natural Language Processing) und dem tiefgehenden Lernen (Deep Learning). Die Maschinen sollen mithilfe von Algorithmen Aufgaben bewältigen, die dem Menschen zugeschrieben werden. Dies beinhaltet menschliche Leistungen, wie z.B. Lernen, Urteilen und Problemlösen.

1.1 Teilgebiete der Künstlichen Intelligenz

Das Forschungsgebiet der Künstlichen Intelligenz gliedert sich in verschiedene Teilgebiete, welche in der nachfolgenden Grafik aufgeführt sind.

Künstliche Intelligenz - Teilgebiete

Abbildung 1: Die Teilgebiete der Künstlichen Intelligenz

Die Künstliche Intelligenz setzt sich aus den drei Gebieten Wahrnehmung, Handeln und Lernen zusammen. Diese beruhen wiederum auf weiteren Teildisziplinen, die essenziell für die Künstliche Intelligenz sind.

Das Teilgebiet der Wahrnehmung besteht aus der Bildverarbeitung, die mithilfe von Algorithmen unter anderem industrielle Prozesse analysiert. Die Spracherkennung, ebenfalls dem Teilgebiet der Wahrnehmung zugehörig, kommt als digitaler Assistent in Form von Chatbots oder Sprachassistenten zum Einsatz. Die Texterkennung ermöglicht die Umwandlung verschiedener Dokumente in bearbeitbare Dateien. Dabei handelt es sich unter anderem um gescannte Papierdokumente oder PDF-Dateien, die mithilfe der so genannten Optical Character Recognition (OCR) zugänglichen sind und dadurch bearbeitbaren Inhalt erlangen. Die Gesichtserkennung ist auch ein Segment der Wahrnehmung und ermöglicht mit bestimmten Programmen das eindeutige Identifizieren von Personen in Digitalbildern anhand bestimmter Merkmale.

Das maschinelle Lernen, das tiefgehende Lernen, das verstärkende Lernen und das Crowdsourcing bilden zusammen das Teilgebiet des Lernens ab. Die elementaren Techniken, das maschinelle Lernen und das tiefgehende Lernen, werden unter 1.2 und 1.3 näher erläutert. Unter verstärkendem Lernen, im englischen Reinforcement Learning, wird das selbständige Erlernen einer Strategie durch ein System verstanden, wodurch erhaltene Belohnungen verstärkt werden. Das System erhält also zu bestimmten Zeitpunkten eine Belohnung, wobei es sich dabei auch um eine negative Belohnung handeln kann. Dadurch kann das System eine Nutzenfunktion aufstellen, die der Aktion einen bestimmten Wert zuordnet. Beim Crowdsourcing, auch Human Computation genannt, wird automatisiert menschliches Fachwissen eingebunden, um Probleme zu lösen, die Computer alleine nicht bewerkstelligen können. Diese Art des Lernens dient der Erweiterung von Computersystemen.

Das Handeln umfasst das Natural Language Processing, Expertensysteme, Predictive Analytics und die Robotik. Das Natural Language Processing (NLP) befasst sich mit Techniken und Methoden, die der maschinellen Verarbeitung natürlicher Sprache dienen. Das Ziel dabei ist es, eine direkte Kommunikation zwischen Mensch und Computer in natürlicher Sprache zu ermöglichen. Mit Expertensystemen bezeichnet man Programme, welche dazu beitragen Lösungen für Probleme anzubieten. Sie fungieren als Unterstützung und Entlastung für die menschlichen Experten. Unter der Anwendung von Predictive Analytics werden, basierend auf gesammelten Datenmengen, zuverlässige Aussagen über die Zukunft getroffen. Als Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz ist es vor allem für Unternehmen zunehmend möglich und nützlich, datengestützte Entscheidungen auf der Grundlage dieser wertvollen Informationen zu treffen. Mit Robotik sind Roboter oder Agentensysteme gemeint, die der Steuerung, sensorischen Rückkopplung und Informationsverarbeitung dienen. Gerade die sensorische Rückkopplung ist im Rahmen der Künstlichen Intelligenz von besonderer Bedeutung. Dabei wird zwischen der Sensorik und der Aktorik unterschieden. Die Sensorik bezieht sich auf eine gemessene physikalische oder chemische Größe, die in ein geeignetes elektrisches Signal umgewandelt wird. Ein Beispiel für die Sensorik sind Abstandssensoren, die die Entfernung zwischen dem Sensor und einem Gegenstand messen. Die Aktorik hingegen beschreibt die beweglichen Bauteile eines Roboters, die die Form, Position oder Orientierung des Roboters verändern.

Der Begriff der Künstlichen Intelligenz weist Überschneidungen zum einen mit anderen modernen Themenfeldern wie z.B. der Digitalisierung und Big Data auf und zum anderen mit klassischen Themen wie Mathematik und Statistik. Die Eingliederung der Künstlichen Intelligenz in verwandte Themenfelder wird in der nachfolgenden Abbildung veranschaulicht.

Verwandte Themenfelder der Künstlichen Intelligenz

Abbildung 2: Verwandte Themenfelder der Künstlichen Intelligenz (Darstellung nach Nisarg Dave)

1.2 Turing-Test

Mithilfe des 1950 entwickelten Turing-Tests, welcher nach dem Naturwissenschaftler Alan Turing benannt wurde, kann man untersuchen, ob ein Computer wie ein Mensch denken und handeln kann und ob dessen Intelligenz mit der eines Menschen zu vergleichen ist.

Beim Turing-Test erfolgt die Kommunikation über eine Tastatur und ohne Hör- und Sehkontakt zwischen den Testteilnehmern. Die Testteilnehmer sind ein Computer (A) und zwei reale Personen (B und C). Hierbei versuchen nun der Computer A und eine Testperson B die Testperson C davon zu überzeugen, dass die Interaktion mit einem Menschen abläuft. Dies kann beispielsweise mithilfe eines Gesprächs oder eines Schachspiels erfolgen. Am Ende muss Testperson C mittels verschiedener Fragen entscheiden, welcher Testteilnehmer ein Mensch oder ein Computer ist. Der Test gilt zugunsten des Computers als bestanden, wenn Testperson C nicht mehr einwandfrei bestimmen kann, ob es sich anhand der vorliegenden Antworten um einen Menschen oder einen Computer handelt.

Heutzutage begegnen wir diesem Test in veränderter Form täglich im Internet. Auf vielen Internetseiten wird man zur Überprüfung dazu aufgefordert eine angezeigte Buchstaben- und Zahlenkombination abzuschreiben. Hierdurch soll bewiesen werden, dass hinter der Eingabe ein menschlicher Nutzer steht. Dieses Verfahren wird mit dem Wort CAPTCHA abgekürzt, welches für „completely automated public Turing test to tell computers and humans apart“ steht. Bereits im Jahre 1996 gelang es IBM und deren Computer namens Deep Blue im Duell Mensch gegen Maschine den damaligen Schachweltmeister Garri Kasparow zu besiegen. Dieser Wettkampf sollte die immense Entwicklung der Künstlichen Intelligenz beweisen und war sowohl für Schachspieler als auch für Wissenschaftler und Forscher von Relevanz und Interesse. Momentan arbeitet Google an dem Sprachassistenten Duplex, welcher selbstständig Anrufe tätigt und Termine vereinbart. Dies kann beispielsweise ein Friseurtermin sein oder eine Restaurantreservierung. Bei einem Anruf lässt sich die Stimme des Assistenten nicht von einer menschlichen Stimme unterscheiden und erledigt somit alltägliche organisatorische Aufgaben für den Nutzer. Hierbei lässt sich nicht mehr unterscheiden, ob es sich bei dem Gegenüber um eine Maschine oder einen Menschen handelt. Verschiedene Laute oder vorsätzlich eingebaute Denkpausen verstärken diesen Eindruck und sorgen für menschliche und natürliche Komponenten in der Künstlichen Intelligenz.

In welchen Bereichen kommt es bereits zur Anwendung von KI?

Die bereits erwähnten Schachcomputer dienten lange Zeit als Exemplar für eine angewandte KI. Doch unser heutiger Alltag bietet offensichtlichere Beispiele für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Dazu zählen beispielsweise die Übersetzungsmaschine Google Translate, die ständig dazu lernt und mittlerweile dazu in der Lage ist, korrekte Sätze wiederzugeben. Digitale Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Cortana, die die Sprachsuche anbieten oder online eingesetzte Chatbots, die menschliche Kommunikation übernehmen und Kundenangelegenheiten betreuen.

Abbildung 3: Der Turing-Test

Turing-Test: Kriterien

Welche Kriterien sind für die Durchführung erheblich und welche Bedingungen muss der Computer erfüllen? Der eingesetzte Computer sollte dazu in der Lage sein eine natürliche Sprache (Englisch) zu verwenden, um eine einwandfreie Kommunikation zu gewährleisten. Darüber hinaus ist die Wissensrepräsentation von Bedeutung, damit der Computer abspeichern kann, was er weiß oder hört. Daraus resultiert das automatische logische Schließen. Dies dient einem Computer dazu mithilfe der bereits gespeicherten Informationen die Fragen des Chatpartners zu beantworten und infolgedessen neue Schlüsse für weitere Handlungen zu ziehen. Das Maschinenlernen trägt dazu bei, dass sich der Computer an die neuen Gegebenheiten adaptiert und daraus neue Muster zu identifizieren, um in Zukunft darauf zurückzugreifen.

Wie bereits beschrieben, sollte die physische Nähe zum menschlichen Chatpartner ausgeschlossen werden, da die physische Simulation des Gegenübers für die Intelligenz bei diesem Test nicht von Relevanz ist.

Der „totale Turing-Test“, welcher unter der Verwendung eines Videosignals bzw. einer Videoübertragung durchgeführt wird, umfasst hingegen zwei weitere Kriterien. Dabei handelt es sich einerseits um die Computervision, die es dem Computer ermöglicht Objekte wahrzunehmen und andererseits Robotik, um die besagten Objekte einschätzen und sowohl manipulieren als auch bewegen zu können.

1.3 Maschinelles Lernen

Das maschinelle Lernen bezeichnet man als Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz. Dabei ist es einem Computer möglich mithilfe von Algorithmen und Beispielen zu lernen. Die Maschine bezieht ihr Wissen aus Erfahrungen. Bei diesem Prozess eignet sich der Computer selbstständig Muster und Gesetzmäßigkeiten an und kann diese folglich für Problemlösungen einsetzen. Dies dient sowohl dazu Daten miteinander zu verknüpfen und Zusammenhänge zu erschließen als auch Vorhersagen und Entscheidungen zu treffen.

Um den immer weiterwachsenden und sich mehrenden Daten(mengen) heutzutage Herr zu werden, bietet sich das maschinelle Lernen an, da es präziser, schneller und automatisierter vonstattengeht. Unternehmen haben dadurch die Möglichkeit genauere Ergebnisse und Erkenntnisse zu erhalten und zudem effizientere Analysemodelle anzufertigen und zu ihren Gunsten zu nutzen.

Aufgrund dieser Hilfe ist es beispielsweise möglich Risiken zu minimieren oder gänzlich zu vermeiden, aber auch Potenziale auszuschöpfen und sich einen gewissen Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern zu sichern.

1.4 Tiefgehendes Lernen

Das tiefgehende Lernen (Deep Learning) stellt eine spezielle Informationsverarbeitungsmethode dar, die das menschliche Lernen imitiert und dabei die menschlichen Gehirnfunktionen aufgreift. Dies geschieht mithilfe von künstlichen neuronalen Netzwerken, die der Computer sich durch das Nachahmen zu eigen macht. Hierbei generiert eine Maschine Wissen aus Erfahrung. Die Maschine erhält Informationen, analysiert diese im Anschluss und zieht eine Schlussfolgerung daraus. Dabei bedient sich der Computer den künstlichen neuronalen Netzwerken, um große Datenmengen zu verarbeiten.

Der Computer ist bei diesem Prozess in der Lage Dinge eigenständig zu erkennen und zu unterscheiden. Des Weiteren kommt diese Methode auch in der Sprachübersetzung oder beim Börsenhandel zum Einsatz. Weitere Anwendung findet sie beispielsweise in der heutzutage omnipräsenten Sprachassistenz (Siri, Alexa, Cortana etc.). Der Begriff „Deep“ leitet sich von den verschiedenen Schichten (Eingabe-, Ausgabeschicht und Zwischenschichten) ab, die sich während des Prozesses anhäufen.

Zusammenfassend lässt sich konstatieren, dass das tiefgehende Lernen die Algorithmen in Schichten anlegt, um mithilfe des konstruierten künstlichen neuronalen Netzwerks, den Computer dazu befähigt Dinge zu erlernen. Wie bereits erwähnt, wird das tiefgehende Lernen bei komplexeren und großen Datenmengen beinhaltenden Systemen verwendet. Dazu zählen z.B. Gesichts- und Spracherkennungssysteme.

1.5 Big Data

Der Begriff Big Data stammt aus dem Englischen und steht für eine große Datenmenge oder einen großen Datensatz. Dabei handelt es sich beispielsweise um Daten aus den Bereichen Internet, Finanzindustrie, Energiewirtschaft, Gesundheitswesen und Verkehr. Des Weiteren zählen Datenmengen aus neuen Quellen, wie z.B. den sozialen Medien, Kredit- und Kundenkarten, Assistenzgeräte, Überwachungskameras und sowohl Flug- als auch Fahrzeuge ebenfalls dazu. Diese immensen Datenmengen werden aus den verschiedenen Bereichen gespeichert, verarbeitet und schließlich ausgewertet.

Seit Entstehung des Internets und in Verbindung mit dem Internet der Dinge (IoT) sind mehr Geräte mit dem Internet verbunden, welche Daten sammeln. Diese Daten geben u.a. Aufschluss über Kunden(verhalten), Geräte und Produktleistungen. Die täglich entstehenden Datensätze gelten als die Währung der Zukunft. Infolgedessen können sich die Wirtschaft bzw. Unternehmen diese zunutze machen, indem sie mithilfe von Analysen Erkenntnisse über das Kaufverhalten ihrer Kunden gewinnen, Potenziale und Risiken erkennen oder auch Produktionsprozesse innerhalb des Unternehmens zu optimieren.

Allerdings steht Big Data auch im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Die Künstliche Intelligenz hilft dabei große Datenmengen zu verwalten und aufzubereiten. Dies bedeutet konkret, dass ein KI-System eine effektivere Datenanalyse vornehmen kann, je größer die Datenmengen sind. Dadurch kann Künstliche Intelligenz neue Muster und Trends erfassen, die ohne ihre Zuhilfenahme nicht erkennbar und nicht einzuordnen wären. Big Data wird beispielsweise im Straßenverkehr der Zukunft eine große Rolle spielen, da das autonome Fahren riesige Datenmengen erzeugen wird.

Das Hauptaugenmerk wird darauf liegen die Daten korrekt zu erfassen und wirkungsvoll zu analysieren. Es kommt nicht darauf an, wie viele Daten man sammelt, sondern darauf, wie man mit ihnen umgeht. Aus unternehmerischer Sicht geht es darum mithilfe von Big Data Kosten zu senken, Produkte und Prozesse zu optimieren und zu entwickeln, sowie in Zukunft richtige Entscheidungen zu treffen.

2. Die 4 Arten der Künstlichen Intelligenz

Als omnipräsenter Oberbegriff beinhaltet die Künstliche Intelligenz die bereits zuvor erklärten Teilgebiete, wie z.B. maschinelles und tiefgehendes Lernen. Man differenziert zudem zwischen 4 verschiedenen Typen.

2.1 Rein reaktive Künstlicher Intelligenz

Die rein reaktive KI gilt als die elementarste Art von Künstlicher Intelligenz. Dabei ist der Computer imstande eine einzige Aufgabe zu erledigen, indem er sich der aktuellen Situation hinnimmt. Es besteht nicht die Möglichkeit auf vergangene Erfahrungswerte oder Erinnerungen zurückzugreifen und sich dieser zu bedienen, um seine gegenwärtigen Entscheidungen und Handlungen zu steuern. Eine Vorstellung der Welt oder der Zeit um den Computer herum ist nicht existent. Ein Beispiel für diese Art bietet der Schachcomputer Deep Blue.

2.2 Begrenzte Speicher

Eine weitere Art ist der begrenzte Speicher. Bei dieser Art kann sich der Computer auf vergangene Daten beziehen und an das vorherige Wissen anknüpfen. Diese kann er folglich für weitere Entscheidungen nutzen, indem er das Gelernte mit der aktuellen Situation kombiniert. Unter Berücksichtigung seiner Erfahrungen lassen sich dementsprechend Urteile fällen und Handlungen ausführen. Die bekanntesten Beispiele für diese Art von Künstlicher Intelligenz finden sich in der Anwendung autonomer Fahrsysteme wieder. Die selbstfahrenden Autos sind dazu in der Lage Hindernisse, wie z.B. den Gegenverkehr oder Ampeln zu erkennen und diese zu umfahren. Weitere allgegenwärtige Beispiele der Verwendung dieses Typus finden wir in unseren Smartphones vor: Die Google-Suche, der Google-Übersetzer oder auch Chatbots beinhalten diese Technik und stellen damit die am häufigsten verwendete Art von Künstlicher Intelligenz dar.

2.3 Theorie des Denkens

Die dritte und vierte Art sind eine erweiterte Version der ersten beiden Arten und heutzutage noch nicht existent. Dabei handelt es sich um die Theorie des Denkens und das Selbstbewusstsein. Die Theorie des Denkens besagt, dass Maschinen ein eigenes Bewusstsein entwickeln und dadurch fähig sind menschliche Emotionen wahrzunehmen und ihr Verhalten an die vorgegebene Situation anpassen zu können. Sie können Gefühle, Motivationen und Intentionen deuten und auf diese Weise mit Menschen interagieren. R2-D2 aus der Science-Fiction-Reihe Star Wars und der Film I, Robot stehen beispielhaft für diese Art der Künstlichen Intelligenz.

2.4 Selbstbewusstsein

Das Selbstbewusstsein stellt die vierte Art der Künstlichen Intelligenz dar und hat die Gleichstellung des Computers mit dem Menschen zum Inhalt. Der Computer besitzt dabei ein menschliches Bewusstsein inklusiver einer kompletten Wahrnehmungsfähigkeit, sowie menschlicher Emotionen und Reaktionen. Sie sind sich ihres Zustandes bewusst und dazu hochintelligent. Sie repräsentieren die zukünftige Generation von Computern.

3. Methoden der Künstlichen Intelligenz

Die Methoden der Künstlichen Intelligenz lassen sich grob in die neuronale und die symbolische Künstliche Intelligenz, bzw. in die Simulationsmethode und die phänomenologische Methode unterteilen.

3.1 Symbolische Künstliche Intelligenz

Die symbolischen Künstlichen Intelligenz ist auch als regelbasierte Künstliche Intelligenz bekannt und beruht auf der Idee, dass menschliche Intelligenz ohne Erfahrungswerte und allein über die logisch-begriffliche Ebene rekonstruiert werden kann (Top-down-Ansatz). Hierbei lernen Maschinen über Symbolmanipulation. Sie eignen sich die Erkennung abstrakter Symbole – wie zum Beispiel Schrift- und Lautsprache – mithilfe von bestimmten Algorithmen an. Die symbolische Künstliche Intelligenz bezieht seine Informationen und Schlussfolgerungen aus sogenannten Expertensystemen. In diesen Systemen werden Informationen eingeordnet und anschließend Antworten nach den logischen Wenn-dann-Prinzip ausgegeben. Also ähnlich wie beim bekannte Programmierparadigma “Wenn X, dann Y, sonst Z”.

Zu den Anwendungsgebieten der symbolischen Künstlichen Intelligenz gehört zum einen die Textverarbeitung sowie Spracherkennung. Auf der Grundlage formalisierten Fachwissens können logische Schlussfolgerungen gezogen werden. Zum Beispiel gewann mithilfe der symbolischen Künstlichen Intelligenz der Roboter DEEP Blue von IBM im Jahr 1966 gegen den damaligen Schachweltmeister Garri Kasparow.

Video: 20 years after Deep Blue, a new era in human-machine collaboration

Die Problematik der symbolischen Künstlichen Intelligenz liegt allerdings darin, dass sie zu undynamisch ist und Schwierigkeiten hat mit unsicherem Wissen umzugehen – ganz egal, wie komplex ihr Expertensystem ist.

3.2 Neuronale Künstliche Intelligenz

Es dauerte einige Jahre, bis die Forschung diese Grenzen der Künstlichen Intelligenz überwinden konnte. Schließlich gelang ihr dieser Fortschritt durch die Entwicklung der selbstlernenden Systeme bzw. des maschinellen Lernens. Dieser Ansatz belebte die KI-Forschung aufs Neue und die neuronale Künstliche Intelligenz wurde ins Leben gerufen.

Die neuronale Künstliche Intelligenz hat das Ziel die Strukturen des menschlichen Gehirns möglichst präzise wiederzugeben. Sie ähnelt der Struktur des menschlichen Gehirns insofern, dass das Wissen zunächst in winzige Funktionseinheiten unterteilt ist, welche sich dann zu immer größeren Gruppen vernetzen können (Bottom-up-Ansatz). Dadurch entsteht ein vielschichtiges Netzwerk aus künstlichen Neuronen.

Durch diese Fähigkeiten entwickelt sich das neuronale Netzwerk immer weiter und ist auch in der Lage stetig dazuzulernen. Dies gelingt der neuronalen Künstlichen Intelligenz unteranderem mit dem Deep Learning.

4. Einsatzgebiete der Künstlichen Intelligenz im Marketing

Künstliche Intelligenz spielt bereits heutzutage eine große Rolle im Marketing und ist für Unternehmen von immenser Bedeutung. Die Künstliche Intelligenz wird vor allem im digitalen Marketing dafür verwendet, um Daten zu analysieren und diese auszuwerten. Neben den bereits thematisierten Themen, wie z.B. digitale Sprachassistenten, Big Data und autonome Fahr- und Flugsysteme gibt es weitere Anwendungsfelder der Künstlichen Intelligenz im Marketing. Mit den zunehmend auftretenden Chatbots, die mittels sozialer Medien eingesetzt werden, eröffnen sich neue Kommunikationswege für Unternehmen und Kunden.

4.1 Chatbots

Insbesondere der Kundenservice und Supportbereich diverser Unternehmen setzen in den sozialen Medien und auf den eigenen Webseiten Chatbots ein, um die Kundenwünsche und Anfragen zu bearbeiten und Mitarbeiter zu entlasten. Einfache Produktfragen über die Verfügbarkeit von Artikeln aus einem Onlineshop, Essensbestellungen, Wetterauskünfte oder Reiseinformationen können die Chatbots dank des maschinellen Lernens beantworten.

Abbildung 4: Der Chatbot der Arag Versicherungen auf Facebook

Beim Betrachten der Facebookseite eines Unternehmens öffnet sich das Chatfenster am unteren rechten Bildrand selbstständig und der Chatbot bietet dem Nutzer die Möglichkeit eine eigene Nachricht zu verfassen oder zwischen zwei vorgefertigten Optionen („Kann ich mit jemandem chatten?“ oder „Ich habe eine Frage. Kannst du helfen?“) zu wählen, die dem Chatbot signalisieren, worauf das Anliegen hinauslaufen soll. Bei der individuellen Nachricht ist der Chatbot eigenständig dazu in der Lage bestimmte Signalwörter zu erfassen und darauf zu reagieren. Selbstlernende Algorithmen verbessern die Fähigkeiten des Chatbots ständig.

Eine weitere Form des Chatbots bietet die tagesschau an. Der Nachrichten-Bot „Novi“ versendet aktuelle News mit Bildern und Grafiken und stellt dem Nutzer frei, ob er durch direkte Nachfragen detailliertere Informationen zu einer Nachricht haben möchte oder weitere News ansehen will. Diese Art der Informationsverbreitung eröffnet neue Möglichkeiten für das Content Marketing und gewährt den Unternehmen präzisere Einblicke in das Nutzerverhalten und Nutzerinteresse. Zudem ist ein Chatbot ständig erreichbar. Man kann rund um die Uhr für jeden Kunden verfügbar sein und kann eine direkte Rückmeldung an die Kunden geben. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Unternehmen die Mitarbeiter entlasten können und sowohl Zeit als auch Geld einsparen können. Durch die vielseitigen Fähigkeiten des Chatbots hat der Nutzer die Möglichkeit von seiner Anfrage hin bis zu einer finalen Bestellung alle Schritte über diesen Kanal abzuwickeln, somit sinkt die Absprungrate und der Nutzer verweilt auf der Seite.

Obwohl es derzeit bereits ca. aktive 300.000 Chatbots im Facebook Messenger gibt, wird die Anzahl weiter anwachsen und die Zukunft im Messenger Marketing darstellen.

4.2 Social Bots

Social Bots – auch Social Networking Bots genannt – können als eine Weiterentwicklung der Chat Bots angesehen werden. Die automatisierten Programme werden überwiegend für Social-Media-Kanäle genutzt, wo sie zahlreiche Aufgaben übernehmen und vielfältig auf den sozialen Plattformen interagieren können. Dazu gehört, dass sie in der Lage sind Beiträge zu teilen, zu liken und zu kommentieren. Aber genauso können sie auch eigene Beiträge erstellen.

Zudem können Social Bots ein sehr realistisch wirkendes Profil – inklusive Fotos, Verlauf und Kontakten – haben und dank der einprogrammierten Künstlichen Intelligenz sogar menschliche Verhaltensmuster simulieren. Das heißt, sie sind imstande anderen Nutzern zu folgen, sich an Diskussionen zu beteiligen und eigenständig in Interaktion zu treten.

Social Bots analysieren zahlreiche Posts und Tweets und werden automatisch aktiv, wenn sie bestimmte Keywords oder Hashtags erkennen. Durch die Analyse unterschiedlichster Inhalte sind sie sogar in der Lage, sich Allgemeinwissen und Informationen zu aktuellen Ereignissen anzueignen.

Im Marketing können Social Bots insofern eingesetzt werden, als dass sie Produkte positiv bewerten, diese empfehlen und somit potenzielle Konsumenten bei ihrer Kaufentscheidung signifikant beeinflussen. Dies setzt natürlich voraus, dass die Bots über eine vorprogrammierte Meinung oder Einstellung verfügen.

Für eine Vielzahl von Unternehmen ist Social-Media-Marketing heutzutage unabkömmlich und genau deswegen sind Social Bots so interessant für ihre Arbeit. Im Vergleich zu realen Personen können Social Bots rund um die Uhr und ohne Unterbrechung Beiträge anderer Nutzer analysieren, teilen und kommentieren, aber auch eigene Beiträge verfassen. Außerdem kann ein Social Bot eine Aufgabe deutlich preiswerter erledigen als ein menschlicher Angestellter.

4.3 Hyper Targeting

Mithilfe Künstlicher Intelligenz bietet das Hyper Targeting neue Wege der Personalisierung und der gezielten Kundenansprache. Was vor dem Zeitalter der Künstlichen Intelligenz mit großem Aufwand verbunden war, gestaltet sich nun durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz einfacher. Große Datenmengen sind ohne die Zuhilfenahme von KI-Systemen nahezu unmöglich zu bewältigen. Diese Datenmengen umfassen beispielsweise die Interessen, Fragen, Probleme und Wünsche eines Nutzers oder sein Klickverhalten und tragen dazu bei, personalisierte Angebote und Werbeanzeigen zu erstellen, die den Nutzer tatsächlich erreichen und exklusiv an ihn adressiert sind. Diesem Prozess geht eine kontinuierliche und präzise Analyse der vorliegenden Daten voraus, um die Kundenbindung effektiv zu stärken. Die Analyse erfolgt, indem ein Algorithmus herangezogen wird, der die Nutzerdaten bündelt und analysiert. Der Algorithmus greift die Ergebnisse der Analysen auf und lernt anhand der Ergebnisse fortlaufend dazu.

Hierbei profitiert der Kunde gleichermaßen wie das Unternehmen, denn der Kunde erhält auf ihn zugeschnittene und relevante Angebote und das Unternehmen kann aus dem Nutzerverhalten Rückschlüsse auf den Kunden und dessen Entscheidungsprozess ziehen. Zudem hilft das Hyper Targeting dabei Streuverluste zu vermeiden und gleichzeitig den maximalen Werbeeffekt zu bewirken, da die Botschaft den richtigen Nutzer erreicht.

4.4 Verhaltensbasierte Vorhersagen durch Künstliche Intelligenz

Kundenbedürfnisse identifizieren und verstehen, ist für viele Unternehmen eine Herausforderung. Mithilfe der Künstlichen Intelligenz können Kundenbedürfnisse nicht nur identifiziert, sondern zudem prognostiziert werden. Dabei basieren die Vorhersagen nicht mehr auf vagen Vermutungen, ihnen liegen datengesteuerte Einsichten zugrunde. Auf verschiedenen Online-Kanälen wie Webseiten, Apps, etc. kann das bisherige Verhalten eines jeden Kunden analysiert werden, denn aus den gewonnenen Daten können Zusammenhänge zwischen Nutzen- bzw. Kaufverhalten der Kunden untersucht werden. Daraus lassen sich wiederum Rückschlüsse auf das zukünftige Kaufverhalten treffen. Diese Einsatzmöglichkeit der Künstlichen Intelligenz basiert auf einem selbstlernenden System: Erfahrungen und Beispiele werden nach Beendigung der Lernphase verallgemeinert, woraus anschließend Wissen generiert wird. Durch zuverlässige Vorhersagen können Unternehmen die richtigen Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt anstoßen.

Ein Beispiel zum Thema verhaltensbasierte Vorhersagen zeigt Amazon, einer der weltweit größten Online-Händler. Schon während der Suche nach einem geeigneten Produkt werden dem Kunden Alternativprodukte angezeigt. Aber gerade das Cross-Selling, also das Verkaufen eines zweiten Produktes mit möglichem Zusatznutzen zum Erstkauf, wird bei Amazon deutlich. Dem Kunden werden während des gesamten Online-Kaufprozesses Produkte angezeigt, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz als empfohlenes Zusatzprodukt analysiert wurden. Diese Empfehlung basiert zunächst auf den Erfahrungen vergangener Käufe, mittlerweile spielt aber zusätzlich die individuelle Kaufhistorie eine entscheidende Rolle. Somit erhält jeder Kunde individuelle Produktempfehlungen. Auch der Streaming-Anbieter Netflix nutzt Künstliche Intelligenz zur spezifischen Kundenansprache. Algorithmen ermitteln, welcher Film- und Serientyp der Kunde ist und empfehlen auf dieser Basis weitere Inhalte. Mittlerweile werden die Empfehlungen sogar mit Prozentwerten versehen, die die Übereinstimmung der Empfehlung mit dem spezifischen Kunden darstellt. Das Empfehlungssystem dient der Kundenbindung, denn eine passende Empfehlung regt den Kunden zum weiteren Konsum an.

4.5 Optimierte Platzierung von Werbeinhalten

Mithilfe der KI-Technologie ist es nun möglich, die Internetwerbung gezielt einzusetzen und somit die relevante Zielgruppe direkt zu erreichen. Dadurch werden die für den Content irrelevanten Werbeflächen nicht unnötig eingenommen. Die entsprechenden Algorithmen ermöglichen eine Beurteilung des Umfeldes, um daraus zu schließen, ob und in wie weit dieses Umfeld für die Werbeinhalte geeignet ist. Abhängig von dieser Beurteilung kann die Ausspielung der Werbung auf dieser Webseite unterbunden werden. Die methodische Vorgehensweise ist das A/B-Testing, durch das ermittelt wird, welche Version eine optimale Schaltfläche bietet. Der Unterschied zum Hyper Targeting (siehe Kapitel 7.2) liegt darin, dass es sich bei der Klassifizierung der Werbeinhalte nicht um den personalisierten Inhalt, sondern um die passende Schaltfläche der Werbeinhalte handelt.

Ob eine Werbefläche für den Content geeignet ist und der Betrachter die geschaltete Werbung anklickt, ist abhängig von verschiedenen Kriterien. Dabei geht es nicht nur um die Gestaltung und den Inhalt der Werbung, vielmehr geht es um die Kombination aus der Botschaft, der Position der Werbung und der Motivation des jeweiligen Betrachters. Auf Webseiten, auf denen Personen Informationen genau prüfen, funktionieren auch Werbungen mit detaillierten Informationen. Hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Werbung mit relevanten Informationen genau betrachtet wird, relativ hoch. Andererseits sollten Webseiten einfach gestaltete Werbungen anzeigen, wenn erwartet werden kann, dass Besucher die Informationen der Webseite nur überfliegen. Mithilfe der Künstlichen Intelligenz wird dieses Wissen basierend auf Erfahrungswerten automatisch umgesetzt und die Werbeinhalte werden entsprechend platziert.

4.6 Sentiment-Analyse

Die Sentiment-Analyse beschreibt die Auswertung unstrukturierter Daten. In Bezug auf das Marketing sind die zu untersuchenden Daten hauptsächlich Kommentare, Beiträge oder Rezensionen im Internet bzw. in den relevanten Social-Media-Kanälen. Deshalb wird die Sentiment-Analyse im Marketing als Instrument des Social-Media-Monitorings bezeichnet. Die Sentiment-Analyse, auch Stimmungsanalyse genannt, liefert Erkenntnisse über den Ruf einer Marke sowie über Kritikpunkte einer Marke, eines Produktes oder einer Dienstleistung. Zudem liefert sie Ansätze für Verbesserungsmöglichkeiten des Kundenservices und Möglichkeiten der Optimierung von Marketingkampagnen.

Die Künstliche Intelligenz wird hier im Rahmen des maschinellen Lernens eingesetzt. Einer Software werden Beispieldaten geliefert, anhand welcher sie erkennen soll, ob es sich um positive oder negative Äußerungen handelt. Das erlangte Wissen ermöglicht der Software die Analyse ihr unbekannter Daten. Dabei wird die Tonalität eines gesamten Satzes und nicht nur einzelner Wörter analysiert. Dies ist ein wichtiger Teil der maschinellen Sentiment-Analyse, denn so können komplexe Sprachmuster verstanden und grundlegende Formen von Sarkasmus und Ironie erfasst werden. Die Sentiment-Analyse beschränkt sich jedoch nicht nur auf Texte, sie analysiert zudem Videos, Bilder und Podcasts.

4.7 Methode der logischen Schlussfolgerung

Die Methode der logischen Schlussfolgerung, auch Inferenz genannt, kommt vor allem bei der Neukundenakquise zum Einsatz. Hierbei werden die Technologien der Künstlichen Intelligenz dazu verwendet, um bereits vorhandene Kundendaten auszuwerten und daraus logische Schlussfolgerungen, im Bezug auf die Identifizierung von potenziellen Neukunden, zu ziehen.

Mithilfe dieser Methode können Unternehmen nicht nur herausstellen, welche Zielgruppe zu ihren potenziellen Neukunden gehört, sondern auch herausfinden, welche Investitionen sich am meisten lohnen. Beispielsweise können Unternehmen dann ihre Marketingkampagnen für die Neukundenakquise effizienter gestalten und gezielter einsetzen.

Ein erfolgreiches Praxisbeispiel hierfür liefert Foodora. Der Lieferdienst hat sein Marketingbudget parallel in verschiedene Kampagnen investiert. Zum einen lief eine Displaykampagne, welche die Kernzielgruppe ansprechen sollte und zum anderen wurde eine Werbekampagne zur Neukundenakquirierung durchgeführt. Die zusätzliche Kampagne, konnte – dank der Technologien der Künstlichen Intelligenz – so ausgerichtet werden, dass sie erfolgreich potenzielle Kundengruppen angesprochen hatte. Foodora konnte in kürzester Zeit einen immensen Erfolg verzeichnen: über 3,7 Millionen Neukunden wurden mit der Marketingkampagne erreicht und der Kundenstamm dadurch langfristig ausgebaut.

4.8 Intelligente Preise

Dass Benzinpreise an Tankstellen je nach Tageszeit geändert werden oder Hotelpreise an Wochenenden und Feiertagen ansteigen, ist bereits bekannt. Mit Künstlicher Intelligenz ist es möglich, Preise nicht nur zeitbezogen, sondern individuell an den Konsumenten und seine Zahlungsbereitschaft anzupassen. Die intelligente Preisgestaltung findet schon seit längerem im Online-Handel, basierend auf Big Data Analysen, statt. Dabei fließen neben den unternehmensbezogenen Faktoren personenbezogene Faktoren in die Analyse mit ein. Bei den personenbezogenen Faktoren handelt es sich zum Beispiel um Muster im Kaufverhalten, um die Art und Marke des Endgerätes, mit dem online gekauft wird, die Region, in der man wohnt, oder die Größe des Wohnortes. Aufgrund dieser Daten kann die Preisakzeptanz eines jeden Kunden analysiert und dem Kunden als Produktpreis angezeigt werden.

Auch im Offline-Handel kann die Datenanalyse der Kunden mithilfe Künstlicher Intelligenz stattfinden. Mit dem Einsatz von Electronic Shelf Labels (ESL) – digitalen Preisschildern – gelingt es dann, die Produktpreise im stationären Handel individualisiert zu gestalten. Dabei können Kundendaten, wie die Häufigkeit und die Dauer des Produktkontaktes gemessen, weiteres passendes Zubehör angezeigt oder personalisierte Gutscheine vergeben werden. Dabei werden die digitalen Preisschilder mit NFC-Technologie kombiniert, sodass kontaktlose Datenübertragung mit dem Smartphone stattfinden kann.

4.9 Personalisierte Content-Erstellung

Künstliche Intelligenz kann auch im Bereich des Content Marketings vielfältig eingesetzt werden. Da vor allem heutzutage eine individuelle Kundenansprache von großer Bedeutung ist, sind Unternehmen auf moderne Technologien angewiesen.

Dank der Künstlichen Intelligenz können nicht nur Zielgruppen herausgestellt werden, sondern auch einzelnen Webseitenbesuchern unterschiedliche Inhalte angezeigt werden. Deren Wirkung und Erfolg wird anschließend evaluiert und analysiert. Dabei wird betrachtet, welcher Teaser zu welchem Erfolg führt und anschließend wird der erfolgreichste Teaser den Webseitenbesuchern am häufigsten angezeigt.

Diese Methode kann zum einen an der gesamten Gruppe angewendet werden, aber auch zielgruppenorientiert oder sogar individuell. Bei der zielgruppenorientierten Methode ordnet die KI-Technologie die Besucher zunächst in unterschiedliche Gruppen ein und zeigt ihnen anschließend den zielgruppenorientierten Inhalt an. In ähnlicher Weise erfolgt dies auch bei der individuellen Content-Optimierung. Im Personalisierungsprozess wird eine Vielzahl von Daten verwendet, wie zum Beispiel frühere Käufe, Alter und Interessen.

In der Praxis bieten die Technologien der Künstlichen Intelligenz zahlreiche Vorteile für die personalisierte Content-Erstellung. Zum Beispiel kann ein Reiseanbieter individuell Teaser einrichten. Wenn ein Webseitenbesucher in den vergangenen Jahren nach Mallorca gereist ist und vor Kurzem das Wetter auf Mallorca gegoogelt hat, dann werden dem Besucher Mallorca Teaser ausgespielt. Sollten diese aber erfolglos bleiben, lernt die Künstliche Intelligenz daraus und spielt der Zielperson zukünftig vielleicht Teaser für Skiurlaube aus, weil der Betroffene vor Kurzem online Skier gekauft hat.

5. Wissenschaftsjahr 2019

Das Wissenschaftsjahr 2019 befasst sich dieses Jahr mit einer zukunftsträchtigen Technologie. In diesem Jahr steht das Thema Künstliche Intelligenz auf der Agenda der Bundesregierung bzw. des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Anknüpfend an das Wissenschaftsthema 2018 „Arbeitswelten der Zukunft“ und in Anbetracht der Erforschung, Entwicklung und Anwendung von künstlicher Intelligenz hat die Bundesregierung das Ziel ausgerufen, ein weltweit führendes Niveau auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz zu erreichen.

Vorangetrieben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales ein Strategiepapier entwickelt, welches aufzeigt wie Deutschland diesbezüglich zukünftig eine Vorreiterrolle einnehmen soll (vgl. 4. E-Books zu Künstlicher Intelligenz).

Zentrale Fragen, die mit diesem Thema einhergehen sind u.a. welche Chancen entstehen? Welche Herausforderungen kommen auf uns zu? Und zu guter Letzt, wie wirkt sich diese Entwicklung auf unser gesellschaftliches Zusammenleben aus bzw. wie verändert die Künstliche Intelligenz unsere Gesellschaft und unseren Alltag? Mit diesen und weiteren spannenden Fragen beschäftigen sich Bildungseinrichtungen, Institutionen, Hochschulen und Unternehmen in Deutschland (Alle Partner). Bis zum Jahre 2025 stellt die Bundesregierung drei Milliarden Euro für die Forschung und Umsetzung der Strategie zur Verfügung.

6. Künstliche Intelligenz in der Praxis

Natürlich wird Künstliche Intelligenz nicht nur im Marketing eingesetzt, sondern in einer Vielzahl von unterschiedlichen Bereichen, welche von naturwissenschaftlichen bis hin zu künstlerischen Themengebieten reichen.

Die Künstliche Intelligenz wird sowohl in der Theorie stetig weiterentwickelt als auch in der Praxis immer vielseitiger eingesetzt. Es konnten vor allem in den letzten Jahren erstaunliche Durchbrüche mithilfe der Künstlichen Intelligenz erzielt werden. Natürlich beschränken sich diese Erfolge nicht nur auf die Themengebiete des Marketings, sondern sind thematisch sehr breit gefächert. Daher geben diese Praxisbeispiele einen guten Überblick über die aktuellen Möglichkeiten und Fortschritte der KI-Technologien sowie einen Ausblick auf mögliche, zukünftige Weiterentwicklungen, die auch den Bereich des Marketings betreffen werden.

6.1 The Next Rembrandt

Im Jahr 2016 erschien das Gemälde „The Next Rembrandt“. Dabei handelt es sich nicht um ein verschollenes Werk des Künstlers Rembrandt von Rijn, welches nach über 300 Jahren nach seinem Tod aufgetaucht ist. Dieses Gemälde wurde tatsächlich 2016 erschaffen, allerdings von keinem Menschen, sondern durch die Technologien der Künstlichen Intelligenz. Im Zeitraum von anderthalb Jahren hat Microsoft in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität von Delft, der Bankenkette ING und zwei niederländischen Museen dieses Kunstwerk realisiert.

Zunächst wurden 346 Gemälde von Rembrandt hinsichtlich ihrer Geometrie, Komposition, Farbzusammensetzung sowie vieler anderer Faktoren analysiert. Anschließend wertete der Computer die vorhandenen Daten aus und entwarf ein Porträt, welches auch von Rembrandt erschaffen sein könnte. Damit es nicht nur ein Ausdruck, sondern ein richtiges Gemälde wird, wurde ein 3D-Drucker eingesetzt, wodurch sogar Rembrandts Pinselführung nachgeahmt werden konnten.

Video: The Next Rembrandt

Dieses Praxisbeispiel verdeutlicht auf eindrucksvolle Art und Weise, dass die Technologien der Künstlichen Intelligenz längst nicht nur in der Lage sind, komplexe mathematische Problemstellungen zu lösen, sondern auch in kreativen Fachgebieten – die auch im Marketing eine große Rolle spielen – beeindruckende Leistungen erbringen können.

6.2 Künstliche Intelligenz vollendet Schuberts „Unvollendete Sinfonie“

Franz Schuberts achte Sinfonie in h-Moll zählt zu den faszinierendsten Kompositionen weltweit. Jedoch wurde sie nie vollendet. In einem Projekt von Huawei sollte die Künstliche Intelligenz sich genau dem annehmen und ein Ende für die fast 200 Jahre alte, unvollendete Sinfonie schreiben.

Bei diesem musikalischen Projekt wurden KI-Technologien des Huawei Mate 20 Pro Smartphones eingesetzt. Die Technologien haben zunächst einige Werke Schuberts analysiert und ausgewertet. Anschließend verfasste die Künstliche Intelligenz einige Melodien, die auch von Schubert stammen könnten – wobei einige mehr und andere weniger brauchbar waren. An dieser Stelle wurde trotzdem noch die Hilfe des Komponisten Lucas Cantor benötigt. Dieser wählte geeignete Melodien aus, fügte sie zusammen und arrangierte das Werk für ein Orchester.

Die gemeinsam vollendete Sinfonie hatte ihre Weltpremiere in London, wo sie vom English Session Orchestra gespielt wurde.

Video: Huawei präsentiert: Schubert’s „Unvollendete“ 8. Sinfonie

7. Künstliche Intelligenz – Fachbücher

Auch in der Literatur ist die Künstliche Intelligenz angekommen. Wer sich einen schnellen und trotzdem kompetenten Überblick verschaffen möchte:

7.1 Künstliche Intelligenz für Sales, Marketing und Service

Das Forschungsgebiet der Künstlichen Intelligenz ist in aller Munde und hat in den vergangenen Jahren in vielen Unternehmen Einzug gehalten. Wie die Industrie sich die KI zunutze machen kann und wie man als Unternehmen davon profitiert, illustriert dieses Buch.  Zudem erfahren Sie, wie Unternehmen mithilfe von AI und Bots ein Algorithmic Business aufbauen können und welche Best Practice Beispiele dabei helfen.

7.2 Künstliche Intelligenz - Mit Algorithmen zum wirtschaftlichen Erfolg

Dieses Buch trägt dazu bei, die neuen Technologien und Anwendungspotenziale besser zu verstehen, die mit der Künstlichen Intelligenz einhergehen. Anhand von konkreten Beispielen verschiedener Unternehmen, wie z.B. Amazon, IBM, Microsoft, SAP oder VW wird veranschaulicht, wie das Zusammenspiel von Chatbots, Gesichtserkennung oder sprachbasierten Systemen und den Bereichen Marketing, Finanzen, Vertrieb, Personalwesen und Logistik funktioniert. Wer sich einen Überblick über das womöglich spannendste Thema der digitalisierten Zukunft verschaffen möchte und diese einschneidende technische Entwicklung nachvollziehen möchte, greift zu diesem Buch.

7.3 Künstliche Intelligenz - Ein moderner Ansatz

Dieses Buch deckt das gesamte Themenfeld der heutigen Künstlichen Intelligenz ab. Selbst mathematisch weniger interessierte Leser werden an der Darstellung zur Logik und Wahrscheinlichkeitstheorie der KI Gefallen finden. Darüber hinaus werden dem Leser die Bereiche Wahrnehmung, Denken, Lernen, Handeln und auch Roboter nähergebracht und anschaulich erklärt. Dieses Buch behandelt die neuesten Entwicklungen der KI und befasst sich mit modernen Such- und Sprachalgorithmen, welche zunehmend an Relevanz gewinnen.

8. Künstliche Intelligenz – E-Books

Die folgenden E-Books und PDF-Ausführungen bieten einen Überblick über den derzeitigen Stand der deutschen KI-Forschung und wagen einen Ausblick in die Zukunft.

Die aus dem November 2018 stammende Ausarbeitung (Strategien Künstliche Intelligenz) der Bundesregierung demonstriert Strategien, welche sich mit der Entwicklung und Anwendung der KI in Deutschland befassen.

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz hat in Zusammenarbeit mit Bitkom die wirtschaftliche Bedeutung, gesellschaftliche Herausforderungen und menschliche Verantwortung, die mit der Künstlichen Intelligenz einhergehen, thematisiert.

Zudem hat Bitkom einen Leitfaden erstellt, der sich der Gestaltung der Digitalisierung mithilfe eines KI-Periodensystems widmet. Diese Annäherung zeigt auf, welche KI-Systeme bereits heute eine Rolle spielen.

In Trends für die Künstliche Intelligenz legt die Fraunhofer-Gesellschaft dar, welche Entwicklungen und Projekte uns in der Zukunft hinsichtlich Künstlicher Intelligenz erwarten.

 

Künstliche Intelligenz – Ein moderner Ansatz von Stuart Russell und Peter Norvig behandelt den Status quo der KI-Entwicklung und erläutert diverse Themenfelder, die der KI zugeordnet werden.

Online Marketing Trends

Online Marketing Trends
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Online Marketing ist ein sehr dynamischer und schnelllebiger Bereich. Fortlaufend gibt es aktuelle News, Entwicklungen und neue Online Marketing Trends. Marketeer müssen immer am Ball bleiben, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, aktuelle Entwicklungen abzubilden und erfolgreiches Online Marketing zu betreiben. Damit Sie immer auf dem aktuellsten Stand sind, haben wir Ihnen im Folgenden eine Übersicht über alle Online Marketing Trends erstellt, die wir kontinuierlich für Sie ergänzen und aktualisieren. So verpassen Sie keinen wichtigen Trend mehr und bleiben immer auf dem Laufenden! Jetzt die Online Marketing Trends für 2019 prüfen und für Ihr Unternehmen nutzen.

Online Marketing Trends 2019 – Das kommt auf uns zu

Das Rad der Zeit dreht sich und mal wieder ist ein Jahr vorbei. Als Online Marketer sollte man sich täglich auf die Liste der guten Vorsätze schreiben, dass man mit aktuellen Trends gehen möchte – sofern Sie für das eigene Unternehmen erfolgversprechend sind. Instagram, Snapchat & Co haben gezeigt, dass sich regelmäßig neue Märkte öffnen. Wer sich mit ihnen gut auskennt, kann ein riesiges Publikum erreichen. Die Überholspur ist für jene reserviert, die stets Up-to-Date sind.

Auch 2019 wird uns mit einigen interessanten und lukrativen Trends überraschen. Mal wieder wagen wir eine Prognose und versuchen in die Zukunft zu blicken. Dabei hilft es zu beobachten, was in der Online Marketing Landschaft anderer Länder geschieht und wie Werbetreibende und Nutzer ihr Verhalten an die aktuellen Gegebenheiten anpassen.

1. Online Marketing Trend 2019 – Artificial Intelligence auf dem Vormarsch

Künstliche Intelligenz (engl. artificial intelligence) gehörte bereits im letzten Jahr zu den wichtigsten Trends. Im Laufe der Zeit haben sich immer mehr Einsatzgebiete im Online Marketing gezeigt und erleichtern den Marketern ihre Arbeit. Darum setzt sich der Trend fort.

Das Jahr 2019 wird zeigen, dass auch kleine und mittelständige Unternehmen künstliche Intelligenz für sich nutzen können. Ein ausgezeichnetes Beispiel dafür sind Chatbots, die eine Vielzahl von Kundenfragen in Echtzeit beantworten können.
Bei komplexen Fragestellungen helfen sie dem Kundendienst dabei, die Anfrage bereits einer Kategorie zuzuordnen, sodass diese an einen dafür zuständigen Mitarbeiter geleitet werden kann. Auf diese Weise wird der Kundendienst entlastet, was Kosten einspart und bei der Skalierung des Geschäfts hilft.

Künstliche Intelligenz wird außerdem zunehmend bei der Analyse des Kundenverhaltens eingesetzt. Via Facebook & Co sind Werbetreibende so in der Lage, ihre Zielgruppe genauer einzugrenzen und fortwährend zu optimieren, ohne selbst Hand anlegen zu müssen. Bereits im Einsatz sind solche intelligenten Algorithmen bei Native Advertising Plattformen wie Taboola und Outbrain. Hier muss keine Zielgruppe mehr ausgewählt werden. Die künstliche Intelligenz kümmert sich darum, dass die Inhalte an interessierte Besucher ausgespielt werden.

2. Online Marketing Trend 2019 – Werbung in der Sprachsuche

Immer mehr Haushalte nutzen smarte Sprachassistenten, wie beispielsweise Alexa. Sie erleichtern den Alltag und sind eine interessante, neue Technologie. Selbst trotz verschiedener Skandale sind Sprachassistenten von Amazon, Google und Co sehr beliebt und erfreuen sich eines riesigen Absatzes.

Online Marketer sollten sie vor allem unter die Lupe nehmen, da über diese Systeme Suchanfragen ausgeführt werden können. Das macht sie zu einer Trafficquelle. Während es im Jahre 2018 vornehmlich darum ging, in Google #0 zu erreichen und somit den eigenen Content dem Sprachsuchenden zu präsentieren, werden sich 2019 neue Möglichkeiten ergeben.

Wir rechnen damit, dass sich der Markt bald für Werbetreibende öffnen wird.

„Man wird also dafür bezahlen können, dass Sprachsuchende die eigenen Inhalte ausgespielt bekommen.“

Alexa und Konsorten werden somit zu monetarisierten Werbeplattformen. Besonders interessant ist das für Werbetreibende, da hier aktuell nur ein einziges Suchergebnis präsentiert wird.  Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass Nutzer die Werbung zunächst nicht als solche erkennen. Dieser Effekt tritt immer dann auf, wenn werbefreie Plattformen geöffnet werden.

3. Online Marketing Trend 2019 – Werbung in Whatsapp

Auf Whatsapp entfällt ein Großteil der geschriebenen, persönlichen Kommunikation. Schon jetzt nutzen findige Online Marketer die Chat-App für die Kundenkommunikation, da die Öffnungsraten annährend 100% betragen. Derzeit muss der Empfänger dazu jedoch sein Einverständnis geben.

WhatsApp für Unternehmen

Es ist damit zu rechnen, dass Whatsapp im Jahre 2019 monetarisiert wird. In einem ersten Schritt sollen in den Stories, ähnlich wie bei Instagram, Werbeinhalte präsentiert werden können. Auch hier wird es sich lohnen als Erster am Ball zu sein und die überraschten Nutzer zu bewerben. Wahrscheinlich wird es im Anschluss nicht lange dauern, bis Werbung auch per Direktnachricht versendet werden kann.

4. Online Marketing Trend 2019 – Influencer werden zur Kasse gebeten

Influencer Marketing war das Thema 2018. Ganze Marken haben auf diese Weise ihren Absatz generiert. Auch die Influencer haben gutes Geschäft gemacht und von der riesigen Reichweite auf Instagram profitiert.

Im Jahr 2019 wird die Plattform daran arbeiten, endlich ein Stück des Kuchens abzubekommen und die Reichweite nicht länger zu verschenken. In Zukunft werden Influencer einen Teil ihrer Einnahmen an Instagram abtreten müssen. Wahrscheinlich ist, dass sie in ihrer Reichweite beschnitten werden und diese anschließend entgeltlich verlängern müssen. Eine ähnliche Veränderung wurde auf Facebook beobachtet.

Bereits angekündigt wurde zudem, dass an einem hauseigenen Tool gearbeitet wird, über welches Werbetreibende Ads bei verschiedenen Influencern buchen können. Die generierten Einnahmen werden anschließend zu einem noch ungewissen Prozentsatz zwischen der Plattform und dem Influencer aufgeteilt.

5. Online Marketing Trends 2019 – Hochauflösende Ads

Die Internetabdeckung in Deutschland wird nahezu täglich in den Medien thematisiert. In den USA wird damit gerechnet, dass 2019 flächendeckend 5G ausgerollt wird. Das wird dazu führen, dass mehr Ads besonders hochauflösend aufgenommen und ausgestrahlt werden.

Viele Tablets und Smartphones sind schon jetzt in der Lage 4K-Videos aufzunehmen und abzuspielen. Durch schnelles mobiles Internet werden diese Funktionen häufiger genutzt werden. Auf einem 4K-Display ist der Unterschied schnell zu erkennen und die optisch hochwertigen sts werden mehr Aufmerksamkeit generieren.

6. Online Marketing Trends 2019 – Voice Search

Nachdem die bereits zuvor erwähnten Sprachassistenten, wie z.B. Alexa (Amazon) oder Cortana (Microsoft), im letzten Jahr einen regelrechten Hype erlebt haben, sind nun Unternehmen gefragt, die Möglichkeiten der Voice Search für sich zu nutzen. Einige Unternehmen haben damit begonnen, Voice Search in ihre Digitale Marketingstrategie mit einzubeziehen. So ermöglicht beispielsweise die internationale Restaurantkette Domino’s Pizza ihren Kunden, Bestellungen über Alexa zu tätigen.

Alexa-Skills-Büro

Zudem setzt Google auf neue Technologien, die dem Nutzer das Lesen abnehmen, indem die Sprachassistenten einfache Textpassagen aus Artikeln vorlesen und somit mehr Zeit für andere Dinge übrig bleibt. Diese Innovationen bieten große Chancen, jedoch muss sich das Marketing bereithalten, um das veränderte Zusammenspiel zwischen Voice Search und Marken nicht zu versäumen.

7. Online Marketing Trends 2019 – Personalisierung

Jeder Internetnutzer hinterlässt heutzutage beim Stöbern, Arbeiten oder alltäglichen Surfen im Netz einen digitalen Fußabdruck. Große Unternehmen, wie beispielsweise Netflix oder Amazon, machen sich die Webaktivitäten zunutze, indem sie personalisierte Werbung oder Empfehlungen einbauen, die individuell auf die Person bzw. ihre Vorlieben und Aktivitäten zugeschnitten sind.

Dies geschieht meist durch Algorithmen oder mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Beispiele dafür sind die persönliche Anrede in E-Mails und Newslettern oder Kaufvorschläge und Empfehlungen an den Kunden. Eine persönliche und individuelle Ansprache weckt das Interesse der Nutzer und suggeriert Wertschätzung. Darüber hinaus hebt man sich als Unternehmen durch Personalisierung von der Masse an Werbung und Informationen ab. Personalisierte Kaufvorschläge aus Online Shops oder Serienempfehlungen erlauben es den Unternehmen außerdem, den Nutzer besser zu verstehen und maßgeschneiderte Werbung gezielter einzubringen.

Online Marketing Trends 2018

Reichweiteneinschränkung Facebook-Marketing

Mark Zuckerberg teilte am 12. Januar 2018 über seinen eigenen Facebook-Account mit, dass er die Menschen auf Facebook näher zusammenbringen möchte und öffentliche Posts, beispielsweise Nachrichtenseiten und Unternehmensposts, in letzter Zeit überhandgenommen hätten.

Diese Aussage lässt tief blicken: Facebook wird die Reichweite von Unternehmensbeiträgen weiter einschränken, sodass Beiträge von Freunden und Familien präsenter im Newsfeed sind. Reichweiteneinschränkung

 

 

 

 

 

 

 

Für das Facebook-Marketing bedeutet das, dass Unternehmen vermehrt auf kostenpflichtige Facebook-Werbung setzen müssen, um weiterhin eine akzeptable Reichweite zu erzielen. In manchen Ländern wie Guatemala, Bolivien oder der Slowakei spielt Facebook nicht beworbene Unternehmensinhalte sogar überhaupt nicht mehr im regulären News-Feed aus. Der sogenannte Entdecker-Feed von Facebook, welcher in die Desktop-Version implementiert wurde, zeigt „verpasste“ Beiträge, die nicht im Hauptnews-Feed angezeigt wurden. Laut Facebook handelt es sich in diesen Ländern um einen bloßen Test, es ist aber nicht auszuschließen, dass die Reichweite von Unternehmenspost in dieser Weise in Zukunft grundsätzlich verändert wird.

Sollte Facebook im regulären News-Feed tatsächlich nur noch Posts von Freunden enthalten, muss das Budget für Social Media Marketing signifikant erhöht werden, da nur noch kostenpflichtige Werbeanzeigen in den News-Feed durchdringen würden. Der Entdeckerfeed wird wahrscheinlich nur geringfügig genutzt werden und auch hier würde ein Unternehmenspost unter den Milliarden von anderen ausgeblendeten Beiträgen untergehen.

Die neue Datenschutzverordnung (DSGVO)

Ab dem 25.05.2018 wird die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in den EU-Mitgliedsstaaten die nationale Datenschutzverordnung ablösen. Das Gesetz trat vor zwei Jahren bereits in Kraft, den Institutionen wurde zur Umstellung eine zweijährige Übergangsphase eingeräumt, sodass das DGSVO dieses Jahr in der EU wirksam wird.

Das neue Gesetz gilt zum Beispiel für die Datenerhebung, -verarbeitung und -speicherung, erhöht Bußgelder und passt Meldepflichten des Unternehmens an. Konkret bedeutet dies beispielsweise, dass Kunden Ihres Unternehmens auf die Möglichkeit hingewiesen werden müssen, ihre Einwilligung zur Speicherung und Verarbeitung von Daten widerrufen zu können. Außerdem dürfen ab Ende Mai nur noch jene Daten in Eingabemasken erfragt werden, für die ein gerechtfertigtes Interesse besteht. Beispielsweise dürfen Unternehmen nicht nach der Telefonnummer des Users fragen, um den Zugang zu beschränktem Content zu erlangen.

Bei Verstößen gegen die neuen Regelungen droht ein saftiges Bußgeld von bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Jahresumsatzes.

Bis zum 25.05.2018 haben Unternehmen noch Zeit, ihren Umgang mit dem Datenschutz anzupassen, um einem hohen Bußgeld aus dem Weg zu gehen. Insbesondere das Online Marketing, für welches Daten für Leadgenerierung und Erfolgsmessung Gold wert ist, wird durch das DSGVO beeinflusst.

Mobile First – Google

Ende 2016 kündigte Gooogle an, eine Anpassung seines Suchalgorithmus vorzunehmen, der zu Beginn des Jahres 2018 langsam ausgerollt wird. Die Änderung betrifft die Priorisierung von Webseiten, die eine gute mobile Seite besitzen, d.h. Google rankt diese höher als Webseiten mit ausschließlicher Desktop-Version. Diese Anpassung ist grundsätzlich nicht neu, weil Google schon häufiger darüber informiert hat, dass für Mobilgeräte angepasste Seiten höhere Rankings erzielen.

Die kürzliche Änderung bezieht sich auf das grundsätzliche Vorgehen des Google-Bots beim Crawlen des Internets nach zum Suchbegriff passenden Inhalten. Google wird zuallererst prüfen, inwiefern die mobile Seite wichtige Rankingfaktoren erfüllt. Ein zusätzlicher positiver Faktor ist dann die Verfügbarkeit einer Desktop-Version. Aktuell besitzt Google noch die Desktop-Sicht, aus welcher eine optimierte Desktop-Seite auch das Ranking der mobilen Seite beeinflusst.

„Mobile First“ führt dazu, dass eine übersichtliche und informative mobile Webseite Pflicht wird und genauso hochwertige Inhalte liefern muss wie die Desktop-Version. Webseitenbetreiber müssen zwingend Rankingfaktoren wie Ladezeit, Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit der mobilen Seite optimieren, um nach dem Update weiterhin gut zu ranken.

Künstliche Intelligenz: Voicesearch und Socialbots

Künstliche Intelligenz bezeichnet das selbstständige Lernen einer Software, die mit zunehmender Benutzungsdauer auf Basis von Eingabemustern und Interaktionen mit der Software „intelligenter“ wird. Künstliche Intelligenz wird zum Beispiel in digitalen Sprachassistenten eingesetzt, die durch die verbale Interaktion dem Benutzer individuell passendere Informationen zur Verfügung stellt. Künstliche Intelligenz soll in Zukunft außerdem die Servicequalität von Socialbots verbessern.

Voice Search und Socialbots sind nicht nur ernstzunehmende Trends, sie werden in Zukunft sogar Standard im Online Marketing werden.

Voice Search

Sprachassistenten sind vielleicht DER Trend 2018. Mit der zunehmenden Verbreitung und Akzeptanz stehen virtuelle Assistenten kurz vor dem Durchbruch als massentaugliches Produkt. Mithilfe eines Sprachassistenten, wie beispielsweise Amazons Echo oder Google Home, kann der Benutzer mithilfe einfacher Sprachkommandos sein vernetztes Haus (Smart Home) steuern, Informationen aus dem Internet abrufen oder über das Internet Produktbestellungen aufgeben. Die Fähigkeiten der Sprachassistenten hängen unter anderem von installierten Applikationen ab (im Falle von Amazons Geräten heißen sie Alexa-Skills).

Die Art und Weise wie Benutzer von digitalen Assistenten heute und in Zukunft Informationen suchen, ändert sich grundlegend. Die Spracheingabe ist komfortabler als die mechanische Eingabe per Tastatur, sodass viele die Google-Suche in derselben Art befragen, wie sie einen Freund fragen würden: nämlich in ganzen Sätzen! Die Suchmaschinenoptimierung wird dadurch maßgeblich beeinflusst. Sie müssen darauf achten, mitunter ganze Fragen der Suchenden in Ihrem Content zu beantworten.

Socialbots

Chat- und Socialbots haben in der jüngsten Vergangenheit stark an Bedeutung und Nutzungshäufigkeit zugenommen. Dieses Jahr werden weitere Unternehmen den Nutzen von Socialbots für sich entdecken.

Kein Wunder: Triviale Auskünfte, beispielsweise zu Öffnungszeiten oder zum Lieferstatus der Bestellung können Socialbots über Facebook und Website-Live-Chat bereits jetzt zuverlässig und in zufrieden stellender Qualität geben, wodurch Personalkosten für Unternehmen sinken. Ein Chatbot antwortet umgehend, sodass der Fragensteller sofort die relevanten Informationen erhält. Außerdem kann der Chat zu Terminkalendern verlinkt werden. Der Chatbot prüft freie Termine, storniert bestehende oder kümmert sich um Terminverschiebungen, sodass die Reservierung eines Tisches im Restaurant oder das Buchen eines Friseurtermins vollautomatisch und einfach vonstattengeht und Personalressourcen freigesetzt werden.

Bei Zalando wird der Kunde zum Beispiel bereits zu einem Beraterbot weitergeleitet, wenn alle menschlichen Kundenberater im Gespräch sind.

Die Herausforderung für die Chatbot-Technologie besteht darin, auch in Detailfragen den Kunden zufriedenstellend zu betreuen. Durch die rasante Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz kann der Chatbot der Zukunft auf Basis von Kundeninteraktionen selbstständig dazulernen und seinen Service verbessern. In Zukunft werden Socialbots auch detaillierte Beratungsleistungen übernehmen können. Gegenwärtig sind menschliche Kundenberater aber den Socialbots überlegen - insbesondere für selten auftretende und komplexe Probleme.

Microinfluencer

Einer der großen Marketing Trends 2017 war das Influencer Marketing, das mittlerweile zum Buzz-Word erwachsen ist. Influencer Marketing beschreibt eine Art von Werbeform, bei der Influencer, zu deutsch Meinungsmacher, dazu genutzt werden, die Produkte eines Unternehmens vorzustellen oder aktiv zu bewerben. Solche Meinungsmacher sind auf den relevanten Social Media Kanälen wie Instagram, Snapchat und Blogs aktiv und besitzen eine hohe Anzahl an Fans und Followern, welche der Meinung und Produktempfehlungen der von ihnen abonnierten Influencern vertrauen.

Durch das Vertrauen der Follower in die Social Media Stars wirkt das Produktversprechen der beworbenen Marke glaubwürdiger. Außerdem erfährt die Marke positive Ausstrahlungseffekte, wie beispielsweise eine positivere Beurteilung und eine höhere Markenbekanntheit.

Viele Unternehmen haben den Nutzen von Influencer Marketing für sich erkannt und dieses auch erfolgreich betrieben.

Der neueste Trend in diesem Jahr heißt jetzt Microinfluencer Marketing. Dieser ist schnell erklärt: Anstatt die Social Media Stars mit Millionen von Followern anzusprechen, werden Influencer mit weniger Reichweite (etwa 1.000 – 40.000 Fans) angesprochen. Microinfluencer zeichnen sich dadurch aus, dass sie trotz geringerer Reichweite als die Stars der Szene häufig treuere Fans besitzen, die intensiv durch Shares, Likes und Kommentaren intensiv mit ihm interagieren.

Dies wird durch eine Studie von Makerly verdeutlicht, die herausgefunden hat, dass Microinfluencer, relativ zu ihrer Anzahl an Followern gesehen, die meisten Interaktionen generieren.

Microinfluencer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Voraussetzung, um als Microinfluencer zu gelten, ist also nicht allein die relativ geringe Anzahl an Followern, sondern die Intensität mit der die Fans sich mit dem Content des Microinfluencers auseinandersetzen.

Insbesondere Nischenthemen mit kleinerer Zielgruppe profitieren von einer intensiven Beziehung zwischen Influencer und Fan, weil das Influencer Marketing zielgruppengenau ausgerichtet werden kann, wodurch Streuverluste verringert werden. Zuletzt ist die Zusammenarbeit mit Microinfluencern schlichtweg günstiger als mit den Top-Stars der Social Media.

Kurzlebiger Content

Neben Microinfluencer Marketing ist kurzlebiger Content eine weitere Möglichkeit, die Authentizität von Marken und Unternehmen und das Engagement mit der Zielgruppe zu erhöhen. Kurzlebige Inhalte sind beispielsweise Facebook-Livestreams oder sogenannte Stories auf Instagram, Snapchat und Facebook, deren Inhalte nach 24-Stunden unwiderruflich verschwinden und besonders bei Millenialls sehr beliebt sind.

Livestreams in dem Sinne, dass sie nur zeitlich begrenzt live mitverfolgt werden und die zeitlich limitierte Verfügbarkeit von Instagram- / Snapchat-Stories lösen die sogenannte Fear Of Missing Out (FOMO) aus. Die Idee dahinter: Die Angst, etwas verpassen zu können, soll eine bestimmte Handlung schneller auslösen, im besten Fall sofort. Die Kaufhandlung kann beispielsweise durch in Stories eingebettete und exklusive Angebote, die nach 24 Stunden verschwinden, beschleunigt werden.

Kurzlebiger Content ist ein gutes Mittel, um in Zeiten von Informationsüberfluss an Werbebotschaften und Angeboten der rückläufigen Aufmerksamkeitsspanne entgegen zu kommen. Zeitlich begrenzte Inhalte sind authentisch, transparent und interessant. Passt der Inhalt zur Zielgruppe und ist er auf deren Interessen und Erwartungen ausgerichtet, erzeugen kurzlebige Inhalte mehr Interaktionen als herkömmliche Inhalte.

Online Marketing Trends 2017

Chatbots

Wer sich heute nicht mit dem Thema Chatbots und der KI (künstliche Intelligenz) befasst, hat den Kampf um den Kunden verloren. Immer mehr Onlineshops experimentieren mit Chatbots, die verinnerlichen, was dem Kunden gefällt. Ist von Chatbots die Rede, lassen sich verschiedene Varianten unterscheiden: Chatbots, die per Text interagieren und Assistenten, die per Sprache interagieren. Dabei leitet sich das Wort Chatbot Folgendermaßen ab:

  • to chat: plaudern, sich unterhalten
  • bot: Roboter
  • Chatbot: Programm, mit dem man sich in natürlicher Sprache unterhalten kann

Chatten per Messenger

Das Chatten per Messenger funktioniert als Telefon-  oder Online-Variante. In beiden Fällen sind Bots dazu da, bestimmte Vorgänge zu vereinfachen. Häufig stößt die Bot-Technologie aber noch an ihre Grenzen, bspw. bei der Erkennung des Sinns hinter einer menschlichen Aussage. Verwendet man Aussagen, die der Bot nicht kennt oder aufgrund seiner Programmierung nicht korrekt einordnen kann, wird nicht das gewünschte Ergebnis ausgegeben.

Siri, Alexa, Cortana

Sprachassistenten werden über kurz oder lang das Suchverhalten von Nutzern ändern. Bislang gibt es allerdings nur wenige Möglichkeiten sich zu engagieren. Anstatt einer Liste von Suchergebnissen geben die Assistenten die Antwort. Amazon will allerdings bezahlte Suchanzeigen anbieten. Die Herausforderung besteht darin, Werbung und Nutzererlebnis zusammenbringen.

Online Marketing Trends

Virtual Reality

Virtual Reality, kurz VR, ist die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung. Unter Augmented Reality (deutsch: erweiterte Realität), kurz AR, wird die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung verstanden. Mit AR lassen sich alle menschlichen Sinnesmodalitäten ansprechen, aber häufig wird unter erweiterter Realität nur die visuelle Darstellung von Informationen verstanden, also die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung / Überlagerung.

In der Praxis findet Virtual Reality Anwendung in folgenden Bereichen:

  • Mit Virtual Reality können aufregend neue Markenerlebnisse entstehen
  • Werbung wird spielerischer werden
  • Virtuelle Events (NBA Spiele via VR ansehen)
  • Virtuelle Rundgänge (A380-Führung von Ethiad)
  • Virtuelles Shopping (Vorstufe dafür: IKEA App „VR Experience“)
  • Virtuelle Meetings (zum Beispiel Facebook VR mit eigenem Avatar, der sogar Mimik und Gestik nachahmt)
  • Gaming
  • ...

Livestreaming

Immer mehr Plattformen haben die Live-Funktion eingeführt oder sind dabei sie einzuführen. Livestreaming auf Facebook dürfte mittlerweile bereits allen einen Begriff sein, spätestens seitdem viele Prominente ihren Alltag mit den Usern auf Facebook teilen oder Fragestunden einberufen. Twitter hat mit Periscope ein Pendant und Instagram ist erst vor kurzem ebenfalls auf diesen Zug aufgesprungen. Allerdings ist der Rollout noch nicht abgeschlossen – die Funktion ist noch nicht für jeden verfügbar und es dauert noch ein wenig, bis sich dies an die breite Masse verteilt hat.

Für Unternehmen bietet das Livestreaming eine gute Möglichkeit, kostenlose „Werbung“ an die Zielgruppe zu bringen. So wird die schon bestehende Fanbase erreicht, jedoch gibt es zusätzlich die Möglichkeit, neue User anzusprechen (Beispiel: 300 Millionen Nutzer täglich auf Instagram). Zu beachten ist die Wahl des richtigen Contents. Ist der Content interessant, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Viewer erneut zuschaltet.

Social Media Buy Buttons

Nutzer verbringen täglich mehrere Stunden in sozialen Medien, wodurch sich große Potenziale für Unternehmen ergeben. Kein Wunder also, dass Buy Buttons auf Social Media Plattformen immer häufiger vorkommen und auf dem Weg sind, alltäglich zu werden. Webseiten, wie Facebook und Tumblr verwenden detailliertere Formate, um Produkte zur Verfügung zu stellen, während Instagram und Pinterest eine visuellere Bereitstellung der beworbenen Produkte ermöglichen. Durch Buy Buttons und Lead Ads kann ein erhöhter Traffic auf Webseiten und Online-Shops generiert werden.

Online Marketing Trends

Lean Marketing

Das Lean Marketing ist ein Managementkonzept, das durch das Überdenken von Marketingstrukturen Stoßrichtungen für die Entwicklung von Unternehmenskonzepten aufzeigen will. Wie beim klassischen Marketing geht es im Lean Marketing darum, den möglichst perfekten „Fit“ zwischen Zielgruppe, Anzeige und Placement zu generieren. Dabei wird jedoch auf eine lange Vorabplanung verzichtet. Dieses Vorgehen wird häufig von Start-Ups verwendet, um Zeit und Kosten zu sparen. Das vorrangige Ziel ist es, schneller, besser und effizienter zu werden.

Das Vorgehen in Kürze:

  • Ziel definieren
  • Hypothese aufstellen
  • Test-Szenario anlegen
  • Test durchführen
  • So schnell wie möglich auswerten und Strategie anpassen

Lead Generierung

Lead Generierung ist ein Begriff aus dem Marketing und beschreibt die Erzeugung von zukünftiger Kunden- und Nutzernachfrage nach einem bestimmten Produkt oder einer bestimmten Dienstleitung. Leads können z.B. über die Anmeldung zu einem Newsletter, die Teilnahme an einem Gewinnspiel oder eine Neukundenregistrierung generiert werden. Dabei lassen sich unterschiedliche Arten der Lead Generierung ausmachen:

  • Telefon: Callcenter können Inbound Calls (deutsch: eingehende Anrufe) entgegennehmen und Interessenten für ein bestimmtes Thema gewinnen. Auch Outbound Calls (deutsch: ausgehende Anrufe) sind möglich. Zu beachten sind jedoch die gesetzlichen Regelungen zur Kaltakquise.
  • Outdoor: Messen, Promotionsstände, Verlosungen oder Kooperationen bei Events
  • Print: Anzeigen in Zeitschriften mit Rabattcoupons oder direkte Werbebriefe
  • Online: Webseiten, Emails, Newsletter, Whitepaper, Webinare, Landing Pages, Social Media, Blogs oder Online-Magazine können Leads erzeugen. Auch Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing sind zu erwähnen.

Mit der Entwicklung des E-Commerce verändern sich die Möglichkeiten der Lead Generierung. Der potenzielle Kunde kann zwar immer noch direkt angesprochen werden, aber vermehrt wird versucht, ihn durch indirekte Methoden als Interessenten zu gewinnen. Gerade im Bereich Social Media gibt es immer mehr Plattformen, die eine ausreichende Größe haben, um separat bespielt zu werden. Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat etc., aber auch die vielen anderen Plattform sollten getestet und strategisch bespielt werden.

Online Marketing Trends

Online Marketing Trends 2016

 

 

Mobile Marketing - SoLoMo

SoLoMo steht für eine aktuelle Bewegung im Online Marketing hinter der sich die drei Dimensionen Social, Local und Mobile verbergen. Social steht für den Social Media Trend, d.h. die Nutzung von sozialen Netzwerken (Facebook, XING etc.), Blogs, Microblogging-Dienste (z.B. Twitter) sowie Foto- und Video-Sharing-Portale (z.B. Instagram oder YouTube). Ausschlaggebende Faktoren für diese Bewegung stellen die zunehmende Popularität und Technik des mobilen Internets dar. Der mobile Internetzugang ist alltäglich geworden und die Nutzer sind nahezu überall und jederzeit online. Dies zeigt sich auch an der wachsenden Zahl mobiler Internetnutzer. Mittlerweile nutzen weltweit 2,5 Milliarden Menschen das mobile Internet, und das fast täglich.

Online Marketing Trends

Durch die Zunahme der mobilen Internetnutzung steigt die Nachfrage an mobil nutzbaren Inhalten. Des Weiteren steigt das Angebot an Internetseiten, die speziell auf mobile Internetnutzer ausgerichtet wurden. Durch die neuen lokalen Funktionen mobiler Endgeräte rückt auch die geografische Umgebung der User immer mehr in den Fokus. Dafür wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Dienste entwickelt. Mit den Smartphones und dem mobilen Internet können sich User problemlos in unbekannter Umgebung orientieren, Freunde über ihren aktuellen Standort informieren oder sich einen Überblick über das gastronomische Angebot in ihrer unmittelbaren Umgebung verschaffen. Grund für diesen Fortschritt ist auch das veränderte Suchverhalten der User, die immer häufiger lokale Suchanfragen senden. Bei SoLoMo an sich handelt es sich jedoch nicht um eine Neuheit, denn es hat bereits in der Offlinewelt immer existiert. Die neuen technischen Entwicklungen ermöglichen jedoch eine Verschmelzung dieser drei Komponenten und bilden das soziale, lokale und mobile Leben der User online ab. Auf der Unternehmensseite eröffnen sich durch die Kombination von Social Media, Location-based Services und dem mobilen Internet vielfältige neue Marketing-Möglichkeiten.

App-Indexierung

Durch den Anstieg mobiler Suchanfragen, die die Anzahl der Anfragen über Desktop-Geräte mittlerweile übersteigen, beginnt ein neuer Abschnitt im Mobile Marketing. Daher gehört die App-Indexierung für uns zu den Online Marketing Trends 2016. Google hat im April 2015 offiziell die Mobilfreundlichkeit einer Webseite als Rankingfaktor bekannt gegeben. Dies hat zufolge, dass mobile Webseiten und Apps bei der Optimierung der eigenen Webseite eine entscheidende Rolle spielen. Bei den Suchergebnissen werden nun häufig Apps angezeigt, da Google die Inhalte der Apps liest und diese in das Ranking einbezieht. Unternehmen können also Apps in ihre Google AdWords-Anzeigen einbinden und bewerben.

Online Marketing Trends

Die Veränderung bei Google eröffnet Unternehmen völlig neue Möglichkeiten. Zum einen kann die Sichtbarkeit auf mobilen Endgeräten erhöht werden und Unternehmen können sich auf eigene Apps konzentrieren. Google unterscheidet App Packs und App-Deep-Links als zwei unterschiedliche Kategorien beim App-Ranking. App-Packs sind sozusagen die eigenen Suchergebnisse nur für Apps. Klickt der User auf die App, wird er direkt zum jeweiligen App-Store weitergeleitet. Rankingfaktoren sind dabei die App-Description und die Bewertungen (Sternchen-Bewertungen und Kommentare). Ob dem User jedoch das App-Packs ausgespielt wird, hängt stark von der Intention der Suchanfrage ab. Dem User werden also nur dann Apps angezeigt, wenn Google in der Suchanfrage eine Interaktion mit einer App impliziert. Im Vergleich dazu wird der User beim Klicken auf einen App-Deep-Link direkt in eine bereits auf dem Gerät installierte App weitergeleitet. Der Nutzer kann hier zwischen der mobilen Webseite und der App entscheiden. Aktuell gibt es verschiedene grafische Varianten der Deep-Links. Die am häufigsten eingesetzte Anzeigemöglichkeit unterscheidet sich jedoch kaum von den normalen Suchergebnissen. Es wird lediglich ein kleines Icon der App angezeigt. Die Indexierung von App-Inhalten beeinflusst die SEO-Strategie daher immer deutlicher. Der Wettbewerbskampf um die Top-Plätze im Ranking hat sich durch den Einbezug von Apps erhöht und Unternehmen müssen einen weiteren Faktor bei ihrer SEO-Strategie berücksichtigen.

 

Digitale Customer Journey

Die Customer Journey ist auch im Online Marketing ein bekannter Begriff und beschreibt den Weg des Users vom Erstkontakt bis hin zum Kauf in einem Onlineshop. Marketeer müssen sich zunehmend auf alle Kontaktpunkte des Users im Web konzentrieren. Dabei gilt es alle Touchpoints, Social-Media-Plattformen und traditionelle Marketing-Maßnahmen inbegriffen, zu optimieren und bisher ungenutzte Potenziale aufzudecken. Da die Customer Journey sehr individuell ist, muss der Weg des Users im Internet genau analysiert werden, damit zielgerichtet die optimalen Marketingmaßnahmen eingesetzt werden können.

 

Content Marketing

Einen weiteren Trend für das Jahr 2016 bildet die Kommunikationsstrategie Content Marketing zur Gewinnung von Neukunden. Entscheidend beim Content Marketing ist, dass diese Art von Werbung nicht wie Werbung aussieht, sondern viel mehr informierend, inspirierend und unterhaltend sein soll. Das Ziel des Content Marketing ist das Verbessern der Reichweite, das Erstellen von Interaktionen zwischen Verkäufern und potenziellen Neukunden und die anschließende Transaktion der Ware. Die Frage, die sich hieraus ableitet, lautet: Welcher Content passt zum Unternehmen und den dazugehörigen Produkten bzw. Dienstleistungen?

Online Marketing Trends

Beim Verfassen eines geeigneten Contents gilt es, unterschiedliche Aspekte zu beachten. Dazu gehören unter anderem die Customer Journey (Woher stammt der Kunde?) und das Buying Center (Welche Personen sind an der Kaufentscheidung beteiligt?). Darüber hinaus gelten Webinare als eine innovative Lösung im Content Marketing. Sie verbessern vor allem die Reichweite und stillen das Informationsbedürfnis durch Interaktionen zu unterschiedlichen Fachthemen. Zudem eignen sie sich zur Lead-Generierung.

 

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Real-Time-Content

Bedingt durch die sozialen Medien hat sich in den Köpfen der User die Einstellung entwickelt, zu jeder Zeit aktuelle Informationen online zu erhalten. Aus diesem Grund bieten sich genau hier neue Möglichkeiten für das Content Marketing. Das Real-Time-Content im Social Media Bereich beschreibt die Verwertung von Echtzeitinformationen für eine marketingorientierte, digitale Aktivität. „Trending Topics“ können genutzt werden, um eine Interaktion mit der Community auszulösen. Durch kreative Inhalte, die sich auf ein aktuelles Thema beziehen, kann das Interesse der Follower geweckt und ein Überraschungseffekt ausgelöst werden. Der Einsatz von Real-Time-Content wirkt bei den Usern nicht wie eine klassische Marketingmaßnahme, sondern wird meist als eine Bereicherung im Newsfeed wahrgenommen. Auch die Bereitschaft zum Teilen solcher Inhalte ist höher. Um passende aktuelle Themen für die eigene Marke / das eigene Unternehmen zu identifizieren, können Social Media Monitoring Tools wie Brandwatch helfen.
Es gibt aber auch einige Punkte, die Sie beim Real-Time-Content beachtet sollten:

  • Der geplante Real-Time-Content sollte sich mit Ihrer Unternehmensstrategie vereinen lassen.
  • Sie sollten unbedingt im Voraus ein Kommunikationsziel definieren (Soll der Content humorvoll oder seriös wirken? Soll durch diese Maßnahme kurzfristig eine Awareness erreicht oder nachhaltig das Unternehmensimage gesteigert werden?).
  • Sie sollten sich zuvor die Frage stellen, ob die Message des Contents eine Relevanz für Ihre Follower hat. Aus diesem Grund sollte es im Fokus stehen, dem User einen Mehrwert durch den bereitgestellten Content zu liefern.

 

Digitales Employer Branding

Employer Branding wächst durch die Nutzung sozialer Medien auch im Web zu einem immer wichtigeren Thema heran. Wie auch schon 2015 gehört das digitale Employer Branding auch im Jahr 2016 zu den Online Marketing Trends. Hinter dem Begriff „Digitales Employer Branding“ verbirgt sich die Darstellung einer attraktiven Arbeitgebermarke durch den Einbezug von sozialen Medien, um neue Mitarbeiter zu finden und bestehende an das Unternehmen zu binden. Das Unternehmen kann durch diese Maßnahmen einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Ein besonderer Vorteil der Nutzung sozialer Medien ist, dass die Zielgruppe heutzutage am besten über diesen Kanal erreichbar ist und somit eine hohe Reichweite erzielt werden kann. Aber wie wird das digitale Bild der Arbeitgebermarke überhaupt richtig in den neuen Medien kommuniziert? Hiermit sollte sich jedes Unternehmen vorab ausführlich auseinandersetzen und eine entsprechende HR-Strategie für die sozialen Kanäle entwickeln. Die wohl wichtigste und vor allem am besten steuerbare Plattform zur Präsentation der Arbeitgebermarke ist die eigene Karriere-Webseite. Die am häufigsten für das Employer Branding eingesetzten Social Media Kanäle sind Facebook, XING, Linked-In, Twitter und YouTube. Dort haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Vorteile als Arbeitgeber der Zielgruppe zu präsentieren. Bei der Suche nach dem richtigen Arbeitgeber werden als Informationsquelle auch häufig Arbeitgeber-Bewertungsplattformen genutzt. Diese kann das Unternehmen jedoch nicht direkt steuern. Durch den gezielten Einsatz von digitalen Medien kann das Erleben die Employer Brand der Zielgruppe vermittelt und ein langfristiger Erfolg angestrebt werden.

 

Chatbot

In und außerhalb von Chatrooms finden sich vermehrt sogenannte Chatbots. Ein Chatbot besteht aus zwei Masken, der Texteingabe und der -ausgabe. Das System reagiert bzw. antwortet zum Beispiel auf Fragen, die der Nutzer in die Maske eintippt. Ein Chatbot verarbeitet also Texte und lässt sich mit einer Volltextsuche vergleichen. Einige Chatbots sind so programmiert, dass der Eindruck entsteht, man kommuniziere mit einer natürlichen Person. Andere Chatbots können nur eine bestimmte, begrenzte Anzahl von Befehlen bearbeiten. Üblicherweise basieren die Antworten eines Chatbots auf speziellen Datenbanken. Um die Fragestellung zu erkennen, betrachtet der Chatbot die einzelnen Wörter des Textes und entschlüsselt die Frage nach dem programmierten Erkennungsmuster.

Chatbot

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/facebook-f8-chatbots-als-interface-der-zukunft-a-1086765.html

Conversational Commerce

Conversational Commerce beschreibt den Dialog zwischen Unternehmen und Kunden. Vielfach wird dazu ein Chatbot verwendet. Unternehmen können intelligente Chatbots einsetzten, die für einen festgelegten Bereich autonom handeln und reagieren. Chatbots sind eine günstige Alternative zu Servicetelefonen, sind leicht zu bedienen und antworten schnell und kompetent. Allerdings möchten Nutzer insbesondere bei Problemen einen konkreten Ansprechpartner haben, der ihnen weiterhilft. Deshalb schätzen Nutzer das persönliche Gespräch mit Unternehmensvertretern über Messenger wie Facebook oder WhatsApp. Denn im Gespräch können sie nicht nur Fragen stellen sondern erhalten auch Empfehlungen.

 

Artificial Intelligence

Nicht nur in Filmen, spielt Artificial Intelligence eine Rolle. Auch das Online Marketing bedient sich selbstlernender Systeme, vor allem für die Analyse von Big Data. Das System lernt durch gesammelte Erfahrungswerte, auf deren Basis es Prognosen erstellt und Muster entwickelt. Marketingmaßnahmen, zum Beispiel in Form von Werbung, richten sich mithilfe von Künstlicher Intelligenz zielgenauer an Kunden. Sie sind individuell auf seine Person abgestimmt. Im Rahmen des Display Advertising liefert sogenanntes Programmatic Buying eine einfache und schnelle Lösung, um in kürzester Zeit zu ermitteln, welche Werbefläche für welche Anzeige die profitabelste ist. Des Weiteren setzt unter anderem Google selbstlernende Programme ein, die den Such-Algorithmus stetig weiterentwickeln. Daneben gibt es Systeme der Bild- sowie Spracherkennung oder Recommendation Engines.

 

Programmatic

Im Online Marketing erleichtert Programmtic Advertising die Zuteilung von freien Werbeflächen auf Websites. Auf Grundlage von Themengebieten und Nutzerdaten entscheidet das System in jedem Einzelfall und in Echtzeit, welcher Banner der effizienteste ist und den größten Nutzen stiftet, sowohl für den Nutzer als auch für die Werbetreibenden. Auf diese Weise sind Banner individuell auf den Nutzer abgestimmt. Im Rahmen der Auktion, die auch „Real Time Bidding“ genannt wird, wird das höchste Gebot ermittelt. Programmatische Werbung geht über reines Real Time Bidding hinaus. Es beschreibt auch Automated Guaranteed Modelle oder private Geschäfte zwischen dem Werbenden und dem Veröffentlicher des Banners. Im Vergleich zu direkten Verhandlungen reduziert Programmatic Advertising menschliche Fehler, die Zeit bis zur Entscheidung sowie die anfallenden Kosten. Insgesamt wird die Kampagne erfolgreicher sein, weil nahezu ausschließlich die Zielgruppe angesprochen wird und somit wenige Streuverluste entstehen.

 

Internet of Things

Intelligente Systeme verdrängen immer mehr den klassischen Computer. Das Internet der Dinge oder Internet of Things (IoT) umfasst die Themengebiete „Wearables“ über „connected Cars“ bis hin zu „Smart Homes/ Cities“. Beispielsweise unterstützen kleine, mit dem Internet vernetzte Gegenstände (Wearables) den Träger im alltäglichen Leben. Teilweise sind diese Geräte und Sensoren unmittelbar in Kleidung eingenäht und fallen somit nicht ins Auge. Die Funktionen von Wearables sind vielfältig, entweder messen und erheben sie Daten, geben Warnzeichen und Notfallsignale oder sind für eine automatische Bestellung zuständig. Bestes Beispiel hierfür ist der Amazon Dashbutton.
Amazon Dash Button

 

Wearables

Sogenannte Wearables sind kleine Geräte mit Sensoren, die oftmals körpernah getragen werden und mit dem Internet verbunden sind. Zu den bekanntesten Wearables zählt die Apple Watch. Die Anzahl der Nutzer von Wearables nimmt stetig zu. Wearables sollen unser Leben erleichtern und lassen sich bislang in folgende Kategorien einteilen: bargeldloses Bezahlen, Sport sowie Gesundheit. In Deutschland steht man intelligenten Zahlungssystemen noch kritisch gegenüber, Datenschutz ist in diesem Zusammenhang ein umstrittenes Thema. Währenddessen sind Wearables in den USA längst im Alltag angekommen. Nutzer von Wearables legen vor allem Wert auf Selbst-Erkenntnis und Selbst-Optimierung durch Werte, die die Geräte während des Tragens messen. Sie möchten von intelligenten Systemen profitieren, die bestimmte Aufgaben für sie wahrnehmen. In der Medizin werden Wearables in den Körper implantiert, um durchgehend Daten zu erheben, die wertvolle Informationen zur Früherkennung von Krankheiten liefern.

Wearables

Quelle: http://www.wareable.com/

 

Virtual Reality

VR-Brillen erzeugen eine künstliche Realität, die Virtual Reality. Es gibt von mehreren Anbietern verschiedene Ausführungen der VR-Brille, einige benötigen ein Smartphone, andere sind über einen Computer oder Laptop mit dem Internet verbunden. Auf Messen wie der Gamescom oder der CeBIT, sind VR-Brillen das neue Spielzeug, das getestet werden will. Auch wenn gegenwärtig Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Bildqualität besteht ist die Faszination der VR-Brille und der Wunsch, eine VR-Brille zu besitzen, ungebrochen. Der Preis der VR-Brillen, die derzeit am Markt erhältlich sind, lässt Verbraucher zögern, diese lediglich für den privaten Bedarf zu erwerben. Die Funktionalität von Virtual Reality geht weit über reines Gaming hinaus. Virtual Reality ist ein zusätzlicher Kanal, den das Marketing verwendet, um Kunden zu erreichen - ihr Vorteil ist das Eintauchen in eine künstlich erzeugte, virtuelle Welt - das Eintauchen in ein 360 Grad Erlebnis. Vorstellbar ist, dass im Zuge des Marketing beispielsweise Wohnungsmakler virtuelle Rundgänge anbieten, die die Wohnungssuche wesentlich vereinfachen, effizienter und weniger zeitintensiv machen. Analog kann die Hotelbranche VR-Brillen einsetzen. Denkbar sind ebenfalls virtuelle Simulationen, wie Testfahrten mit einem neuen Auto, und Animationen, die die Kunden begeistern. Es geht dabei vor allem um das Erlebnis.

Virtual Reality

Quelle: http://img.welt.de/img/videos/mobile145696968/7480714993-ci16x9-w1050/title.jpg

 

Bewegtbild

Was haben YouTube, Facebook, Instagram und Twitter gemeinsam? Sie alle bieten eine Plattform, um Bewegtbilder zu verbreiten. Doch wieso sind Videos in den Sozialen Netzwerken so viel beliebter als schlichte Fotos? Es gibt einige Vorteile, die nur Bewegtbilder bieten. Sie kombinieren Bild, Text bzw. Ton mit Inhalten, teils sogar Geschichten. Auf diese Weise lösen sie beim Zuschauer Gefühle aus und übermitteln eine Botschaft, zum Beispiel eine Werbebotschaft eines Unternehmens. Sie wecken bestimmte Emotionen, die den Nutzer sehr stark in ihren Bann ziehen. Diese Gefühle und Assoziationen werden dann beim Nutzer wieder hervorgerufen, sobald er erneut in Kontakt mit dem Unternehmen oder der Marke kommt. Nutzer können sich an Bewegtbilder im Allgemeinen besser erinnern, da mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen werden. Deshalb ist der Effekt des Werbens mit Bewegtbildern sehr nachhaltig. Insbesondere werden Tutorials, Image- sowie Produktvideos oder auch Unboxings geteilt. Sie ersparen dem Nutzer zum Beispiel das Lesen und Verstehen langer, unter Umständen schwieriger Anleitungen. Die Videos veranschaulichen direkt und eingängig, wie etwas funktioniert. Zudem besteht die Möglichkeit, Video-Advertising und Banner zeitgleich zum Bewegtbild im Video oder daneben einzublenden.

 

Cross-Channel

Cross-Channel beschreibt den Trend mehrere Kanäle mit harmonisierten Werbebotschaften zu bespielen und Kaufvorgänge über jeden der Kanäle abschließen zu können. Der Nutzer kann sogar problemlos von einem zum anderen Kanal wechseln, um sich weiterführende Informationen einzuholen oder den Kauf fortzusetzen. Es besteht eine Konsistenz der Inhalte, die über die verschiedenen Kanäle vermittelt werden. Zu den Vorteilen des Cross-Channels zählen der Aufbau des Kundenstamms, vor allem durch Generierung von Neukunden sowie eine höhere Konvertierungsrate. Letzere erklärt sich daraus, dass der Nutzer genau dort und dann abgeholt wird, wo er Informationen sucht und zwar auf die Weise, die er präferiert.

Cross Channel

 

Mobile Marketing Trend - Mobile First

Der Mobile Marketing Trend scheint sich auch im Jahr 2016 fortzusetzen. Googel hat angekündigt in Zukunft in den Suchergebnissen Mobile Ergebnisse und Desktop Ergebnisse zu trennen. Das Google Mobile Update wurde im April 2015 ausgerollt und hat sich mitterweile etabliert. Damit ist klar, dass sich jedes Unternehmen Gedanken machen muss, wie die eigene Webseite in den verschiedenen Kanälen und Verwendungsrichtungen aussieht und dargestellt wird. Google misst dem Mobilen Trend eine hohe Bedeutung zu, da man davon ausgehen kann, dass der Internet Traffic sich zugunsten der Mobilgeräte verschoben hat. Gerade im Konsumgüterbereich kann man davon ausgehen, dass mehr Traffic durch Mobile Endgeräte anfällt als durch Desktop Geräte.

 

Mobiler Traffic

 

Influencer Marketing

Kaum ein Marketingbegriff wird im Jahr 2016 so oft strapaziert wie der Begriff Influencer Marketing. Alternativ wird das Thema auch als Blogger Relations bezeichnet. Für viele Marketingabteilungen sind die Kontakte zu Bloggern und Youtube Stars mittlerwiele an der Tagesordnung. Social Media Stars haben oftmals eine hohe Reichweite und eine gute Reputation bei der Zielgruppe. Damit sind sie interessant, Passgenauigkeit vorausgesetzt, um die eigenen Produkte und Dienstleistungen vorzustellen oder zu präsentieren. Influencer Marketing steht zwar unter dem Verdacht der Schleichwerbung, aber dieser Trend ist nicht zu unterschätzen. Auch viele Amazon Händler arbeiten mit der Ansatz, Produkttestern ihre Produkte zu senden, um damit Bewertungen zu generieren. Für viele Blogger ist dieser Trend die Möglichkeit, ihre Arbeit zu kommerzialisieren. Für Unternehmen bieten diese Kanäle glaubwürdige und reichweitenstarke Kommunikation.

 

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Online Marketing Trends 2015

  1. Mobile Marketing
  2. Statische und bewegte Bilder
  3. Technisches SEO
  4. Enterprise Social Networks & Enterprise Marketing Suits
  5. Digitales Employer Branding

 

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Mobile Marketing

Der Begriff Mobile Marketing sollte den meisten Unternehmen bereits bekannt sein. Da bereits 20 – 40 % aller Zugriffe auf Webseiten mobil erfolgen, liegt der Trend im Jahr 2015 ganz klar bei der Optimierung von Webseiten für mobile Endgeräte (responsive Design). Wichtig hierbei ist, dass eine „mobile friendly“ Gestaltung der Webseite nicht nur einen Teil der Umsatzgenerierung darstellt, sondern viel mehr ein bedeutsamer Rankingsfaktor innerhalb mobiler Suchergebnisseiten ist. Zudem bietet es eine große Chance zur Verbesserung der Konversionsrate. Im Jahr 2015 wurde bereits ein Umsatz von 7,9 Mrd. Euro allein durch das mobile Internet generiert; die Tendenz für die kommenden Jahre ist steigend.

Online Marketing Trends

Mithilfe unterschiedlicher Tools, wie z.B. Google Analytics, lassen sich Daten überprüfen und anschließend verbessern. Unternehmen sollten bei der Optimierung insbesondere darauf achten, dass sich die ausgewählte Webseite ohne Probleme öffnen und anzeigen lässt. Alle Bestandteile sollten in einer anschaulichen Art und Weise dargestellt werden. Ein weiterer Anhaltspunkt im Bereich Mobile Marketing bietet die mobile Display-Werbung. Hierbei ist z.B. an Facebook als Reichweitenkanal zu denken. Auch E-Mail Newsletter, die immer häufiger mobil geöffnet werden, sollten bei dem Thema Mobile Marketing nicht vergessen werden. Hier spielt vor allem ein responsives E-Mail Template eine entscheidende Rolle.

 

Statische und bewegte Bilder

Plattformen wie YouTube und Instagram sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Doch was macht sie eigentlich zu einem der Online Marketing Trends? Die Antwort auf diese Frage liefern die Bilder und Videos, die täglich auf die unterschiedlichen Kanäle online gestellt werden. Für viele Menschen sind Bilder leichter zu verstehen als lange anspruchsvolle Texte. Das liegt vor allem daran, dass Bilder meist auf den ersten Blick zu erschließen sind. Darüber hinaus bieten Bilder (statisch und bewegt) auf Instagram oder YouTube häufig Einblicke in das Privatleben der Blogger und Youtuber, mit denen sich viele User identifizieren können. Einige Unternehmen haben bereits reagiert und arbeiten mit den YouTubern oder Instagrammern zusammen, um die gewünschte Zielgruppe direkter zu erreichen. Die YouTuber und Blogger fungieren in diesen Fällen als Leader einer Community und Werbegesicht.

 

Sie haben Fragen rundum das Thema Online Marketing? Dann nehmen Sie Kontakt auf!

Technisches SEO

Das technische SEO bildet einen weiteren Aspekt der Online Marketing Trends 2015. Zwar ist es schon seit mehreren Jahren aus dem Online Marketing nicht mehr wegzudenken, sollte aber nunmehr noch intensiver und vor allem fokussierter bearbeitet werden. Es ist mittlerweile eine eigenständige Disziplin geworden und sollte in den Marketing-Mix integriert werden, d.h. SEO muss wie Marketing denken und Marketing, PR & Vertrieb müssen wie SEO denken. Zudem gibt es unterschiedliche Faktoren, die bei der Ausarbeitung eine Rolle spielen:

Online Marketing Trends

 

Enterprise Social Networks & Enterprise Marketing Suits

Fast jedes Unternehmen sowie fast jeder Mitarbeiter verfügt mittlerweile über ein eigenes Profil in diversen sozialen Netzwerken wie Facebook, XING usw. Damit die unterschiedlichen Komponenten sich gegenseitig integrieren und ergänzen können ist es wichtig, dass ein regelmäßiger Informationsaustausch innerhalb des Unternehmens erfolgt. Enterprise Social Networks & Enterprise Marketing Suits ermöglichen Unternehmen und Kunden sich an Echtzeit-Marketing-Kampagnen zu beteiligen sowie Prozesse zu verwalten. Das Enterprise Marketing Management (EMM) besteht unter anderem aus Marketing-Software-Kategorien, wie Web Analytics, Kampagnenmanagement, Digital Asset Management, Web Content Management, Marketing Resource Management, Marketing Dashboards, Lead Management, Event-Driven Marketing, Predictive Modeling etc. Das Ziel besteht darin, Marketing effizienter zu gestalten und durch Automatisierungen die dazugehörigen Kosten zu reduzieren.

Online Marketing Trends

 

Digitales Employer Branding

Den letzten Aspekt der Online Marketing Trends (2015) bildet das digitale Employer Branding. Beim digitalen Employer Branding geht es hauptsächlich um das Finden und Binden neuer Mitarbeiter über das Medium Internet. Karriereportale sind dabei keine Seltenheit mehr. Sie bieten Unternehmen und Arbeitsuchenden die Möglichkeit, diverse Hintergrundinformationen abzurufen, zielgruppenorientiert zu suchen und spezifische Bewerbungstipps zu erhalten. Zudem steigern sie die Auffindbarkeit (SEO). Innerhalb des digitalen Employer Brandings gibt es drei Optionen für das Online Marketing, die über den weiteren Bewerbungsprozess entscheiden:

  1. Minimalstrategie: Kein SEO, kein Text, kein Formular = keine Bewerber
  2. Online: Zielgruppenorientiertes Portal mit Texten, Videobotschaften und Interaktionsmöglichkeiten
  3. Social: Nutzung der sozialen Plattformen, um neue Ziele zu erreichen (Facebook, Whatsapp…)

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