Schlagwort-Archive: Erhebungsmethoden

Gruppendiskussion

Gruppendiskussion
4.6, 12 Bewertungen

In unserem fünften und letzten Blogbeitrag zu den Methoden der Marktforschung möchten wir Ihnen die qualitative Methode Gruppendiskussion, die ebenfalls eine bedeutende Rolle in der Markforschung spielt, mit allen relevanten Informationen vorstellen.

Gruppendiskussion

 

Die qualitative Marktforschung zeichnet sich besonders durch einen geringen Standardisierungsgrad und den persönlichen Kontakt zu den Studienteilnehmern aus. Dies ermöglicht nicht nur die Erfassung der eigentlichen Antworten auf die Fragestellungen, sondern auch das nähere Eingehen auf interessante Aspekte oder das Setzen von Schwerpunkten, um wichtige Erkenntnisse zu sammeln. Diese Art der Forschung ist immer dann besonders sinnvoll, wenn nicht reine Statistiken und Zahlen interessant sind, sondern auch Hintergründe und Zusammenhänge hinterfragt werden sollen. Das Deutsche Institut für Marketing führt qualitative Marktforschung speziell im Rahmen von Gruppendiskussionen durch.

Was ist eine Gruppendiskussion?

Die Gruppendiskussion hat sich in der qualitativen Marktforschung als eines der am häufigsten eingesetzten Instrumente etabliert. Trotz der großen Beliebtheit dieser Methode wird ihr Erkenntniswert in der Regel unterschätzt. Eine Gruppendiskussion ist ein themenzentriertes Gespräch einer homogen zusammengesetzten Gruppe, das durch einen psychologisch geschulten Moderator geleitet wird. Die Gruppendiskussion ist ein hoch valides Instrument zur Gewinnung von entscheidungsrelevanten Informationen. Die Gruppe setzt sich meist aus sechs bis zehn Diskussionsteilnehmern zusammen, von deren Auswahl die Qualität der Ergebnisse abhängt.

Der Moderator leitet nicht nur die Gruppe, sondern regelt auch den formalen Ablauf und achtet auf ein ausgewogenes Verhältnis der Teilnehmerbeiträge während der Diskussion. Zeitlich werden die Diskussionsgruppen je nach Forschungsfrage auf ca. eineinhalb bis zwei Stunden angesetzt. Das Ziel einer Gruppendiskussion ist die Ermittlung aller relevanten Einflussfaktoren zu einem bestimmten Forschungsthema anhand von unterschiedlichen Meinungspositionen. Der gegenseitige Austausch von Überlegungen und Ideen zwischen den Teilnehmern ermöglicht eine tiefgehende Analyse der Wünsche und Gedanken der Zielgruppe und liefert wertvolle Anregungen.

 

Erfahren Sie mehr über die Leistungen im Bereich der Marktforschung beim DIM!

Die Vorteile von Gruppendiskussionen

Die Gruppendiskussion hat gegenüber anderen Erhebungsformen folgende Vorteile:

  • Durch die Situation einer alltäglichen Gesprächsrunde können spontane und freie Meinungen und Einstellungen der Teilnehmer erfasst werden.
  • Flexible Anpassung des Untersuchungsgegenstands je nach spezifischer Zielgruppe.
  • Ökonomische Erhebungsmethode: Die Gruppendiskussion ist im Vergleich zu anderen Erhebungsmethoden preiswert und nicht sehr zeitintensiv.
  • Vielfältige Einsatzmöglichkeiten von kreativen Techniken, Filmen und Stimulusmaterialien.
  • Neue Perspektiven und wertvolle Anregungen: Themen und Vorschläge werden wechselseitig aufgegriffen und weiterentwickelt, sodass sich die Teilnehmer gegenseitig stimulieren und eine Dynamik entsteht. Zudem kann der Moderator die Äußerungen hinterfragen und noch tiefgreifendere Antworten erzeugen.
  • Die Ergebnisse können live beobachtet werden.

Die Nachteile von Gruppendiskussionen

Trotz der vielseitigen Vorteile ist die Gruppendiskussion auch mit Nachteilen verbunden. Die meisten Schwierigkeiten liegen in der Moderation der Gruppe und einer mangelnden Möglichkeit der „richtigen“ Vorbereitung. Weitere Nachteile sind z.B.:

  • Einzelne Mitglieder können die Gruppe dominieren und somit den Erkenntnisgewinn verringern. Aufgrund der „sozialen Erwünschtheit“ ist es möglich, dass die Antworten der Teilnehmer von deren reellen Meinung abweichen.
  • Durch die Vielzahl an Meinungen und Diskussionsbeiträgen der Teilnehmer ist die Auswertung des Materials sehr aufwendig.
  • Eine geringe Repräsentativität aufgrund der kleinen Fallzahl.

Vor- und Nachteile Gruppendiskussion

 

Einsatzgebiete von Gruppendiskussionen

Gruppendiskussionen haben sich im Rahmen der qualitativen Datengewinnung besonders darin bewährt, umfassende Informationen über Sachverhalte zu erfassen sowie individuelle Meinungen und Einstellungen der Zielgruppe abzufragen. Sie eigenen sich beispielsweise für die folgenden Zwecke:

Customer Insights - Moderne Marktforschung
Di, 10.12. - Mi, 11.12.2019
Köln
Mo, 23.03. - Di, 24.03.2020
Köln
Mo, 15.06. - Di 16.06.2020
Köln
Di, 17.11. - Mi, 18.11.2020
Köln
Legende:
Ausreichend freie Plätze vorhanden.
Nur noch wenige Plätze frei!
Leider ausgebucht.

Gruppendiskussionen beim Deutschen Institut für Marketing

Das Deutsche Institut für Marketing blickt auf eine langjährige Erfahrung im Bereich qualitativer Marktforschung zurück. Unsere erfahrenen Moderatoren und Interviewer konnten schon zahlreiche Projekte erfolgreich abschließen und sind mit den Techniken effizienter Gruppen- und Interviewführung bestens vertraut. Als Full-Service-Institut führen wir alle Schritte einer Gruppendiskussion für Sie durch. Die Konzeption und Erstellung des Leitfadens findet in enger Absprache mit Ihnen statt, um genau die Fragestellungen zu formulieren, die für Ihre Erkenntnisziele notwendig sind.

 

Sie interessieren sich für die vorherigen Beiträge der Blogserie? Hier gelangen Sie zu Teil 1

 

#marktforschung #methodendermarktforschung #gruppendiskussion #fokusgruppe #marktforschungsmethoden

Telefonische Befragung

Telefonische Befragung
4.8, 4 Bewertungen

Teil 3 unserer Blogreihe „Methoden der Marktforschung“ beschäftigt sich mit der telefonischen Befragung. Alle relevanten Informationen zu dieser Befragungsform haben wir Ihnen in diesem Blogbeitrag zusammengefasst. Die telefonische Befragung wird auch heutzutage noch häufig eingesetzt, um effizient und relativ kostengünstig an Informationen zu gelangen.

Telefonische Befragung

 

Was ist eine telefonische Befragung?

Bei einer telefonischen Befragung werden die Probanden von einem Interviewer telefonisch kontaktiert und zum interessierenden Sachverhalt befragt. Es besteht also ein mittelbarer persönlicher Kontakt zwischen Interviewer und Proband. Wie bei Face-to-Face-Befragungen können telefonische Befragungen von vollständig bis überhaupt nicht standardisiert reichen. In den meisten Fällen werden über das Telefon jedoch standardisierte Befragungen durchgeführt.

 

Sie suchen einen Umsetzungspartner für eine telefonische Befragung? Nehmen Sie Kontakt mit unserem Marktforschungsexperten auf!

Bastian Foerster

Herr Bastian Foerster

Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 16

Fax: +49 (0)221 - 99 555 10 77

E-Mail senden[/vc_cta]

Die telefonische Befragung findet oftmals Verwendung, wenn Informationen kurzfristig eingeholt werden müssen, da der Organisationsaufwand geringer ist als beispielsweise bei Face-to-Face-Befragungen. Voraussetzung ist hier, dass die Zielgruppe telefonisch erreichbar ist, was nicht immer der Fall sein muss (beispielweise bei berufstätigen Privathaushalten). In der Regel findet diese Befragungsform computergestützt statt, d.h. der Interviewer liest die Fragen von einem Online-Fragebogen ab und trägt die Antworten des Probanden direkt dort ein. Diese Form wird auch als CATI (Computer Assisted Telephone Interview) bezeichnet. Immer seltener werden die gegebenen Antworten zunächst handschriftlich notiert und später in eine digitale Form übertragen.

 

Weitere Informationen zum Geschäftsbereich Marktforschung beim DIM erhalten Sie hier!

Die Vorteile der telefonischen Befragung

Diese Marktforschungsmethode weist gegenüber anderen Erhebungsformen spezifische  Vorteile auf:

  • Kostengünstige Befragungsform: Die Realisierung einer telefonischen Befragung ist mit erheblich weniger Kosten verbunden als z.B. eine Face-to-Face-Befragung. Fehlversuche kosten fast nichts, es muss kein Besuchsaufwand betrieben werden und es können so mehr Daten in kürzerer Zeit erhoben werden. Wenn Interviewer räumlich zentralisiert arbeiten, fällt die Schulung und Steuerung sowie eine Kontrolle durch einfaches, unbemerktes Hineinschalten eines Supervisors in das Gespräch leicht.
  • Schnellere Verfügbarkeit der Ergebnisse: Durch die direkte Eingabe der Daten in den Computer sind die Ergebnisse schnell verfügbar und immer auf einem aktuellen Stand.
  • Unmittelbare Hilfestellungen sind möglich: Wie bei einer persönlichen Befragung ergibt sich durch die Interviewsituation die Möglichkeit, Sachverhalte zu erklären, falls der Proband Rückfragen bzw. Verständnisschwierigkeiten hat.
  • Nachfragen sind möglich: Ebenfalls ermöglicht die Gesprächssituation zwischen Interviewer und Proband, dass der Telefoninterviewer Sachverhalte genauer erfragen kann. Die Zahl der Informationen, die man somit erhalten kann, fallen demnach größer aus als im Falle von schriftlichen oder Online-Befragungen.
  • Hohe Ausschöpfung: Die telefonische Befragung ermöglicht in der Regel eine hohe Stichprobenausschöpfung, da auch solche Personen erreicht werden können, die man beispielsweise persönlich oder per E-Mail nicht erreichen würde. So lassen sich z.B. auch im Telefonbuch nicht verzeichnete Personen per RDD (Random-Digit-Dialing) erreichen. RDD bedeutet dabei, dass die Telefonnummern durch eine Software randomisiert zusammengestellt werden.

Lehrgang Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)

Die Nachteile der telefonischen Befragung

Trotz einer großen Anzahl von Vorteilen weist die telenonische Befragung auch eine Reihe von Nachteilen auf:

  • Geringe Auskunftsbereitschaft: Im Vergleich zur persönlichen Befragung ist die Befragungssituation wesentlich anonymer. Durch diesen Umstand ist die Auskunftsbereitschaft der Probanden in der Regel geringer.
  • Begrenzte Fragebogenlänge: Durch die relativ anonyme Befragungssituation wird auch die Fragebogenlänge limitiert. Meist ist die Aufmerksamkeit der Probanden schon nach kurzer Zeit überstrapaziert, was im Vorfeld der Fragebogenerstellung bedacht werden muss. Telefoninterviews sollten tendenziell nicht länger als 15 Minuten dauern.
  • Kein Einsatz visueller Stimuli: Die telefonische Befragung ist die einzige Befragungsmethode, bei der man keine visuellen Stimuli einsetzen kann.
  • Interviewer-Effekt: Ähnlich wie bei Face-to-Face-Befragungen kann der Interviewer das Antwortverhalten des Probanden beeinflussen, so dass dieser beispielsweise sozial erwünscht antwortet und es somit zu Ergebnisverzerrungen kommt.

Vor- und Nachteile telefonische Befragung

 

Erhalten Sie durch unser Seminar "Customer Insights - Moderne Marktforschung" einen tieferen Einblick in den Bereich der Marktforschung!

Einsatzgebiete von telefonischen Befragungen

Telefonische Befragungen werden überwiegend im Rahmen von quantitativen Studien eingesetzt. Es lassen sich relativ viele Informationen in relativ kurzer Zeit und bei relativ hoher Ausschöpfung gewinnen. Telefoninterviews finden aber auch zum Teil im Rahmen qualitativer Studien Verwendung. So lassen sich beispielsweise Experteninterviews mithilfe von Telefoninterviews effizient durchführen. Durch die steigende Zahl an Mobiltelefonen und dem gleichzeitigen Rückgang von Festnetzanschlüssen ist die Zahl der telefonisch durchgeführten B2C-Studien in den letzten Jahren rückläufig. Im Rahmen von B2B-Studien sind Telefonbefragungen aber nach wie vor eine bewährte Methode, um relevante Informationen der Zielgruppe effizient und relativ kostengünstig zu gewinnen.

Lehrgang Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)

Telefonische Befragungen beim Deutschen Institut für Marketing

Das Deutsche Institut für Marketing blickt auf eine langjährige Erfahrung im Bereich telefonischer Befragungen zurück. Mit einem festen Stamm an Telefoninterviewern haben wir bereits mehr als 40 Studien mithilfe von Telefoninterviews durchgeführt. Im Vorfeld jedes Projektes werden die Telefoninterviewer umfassend geschult und mit den Besonderheiten der jeweiligen Studie vertraut gemacht. Jeder Anruf(versuch) wird in einer Liste inklusive des Gesprächsergebnisses dokumentiert. Die Interviews werden stichprobenartig durch einen Supervisor kontrolliert und es finden regelmäßig Feedbackrunden statt. So stellen wir sicher, dass wir unseren Kunden die bestmögliche Datenqualität liefern.

 

Sie interessieren sich für die gesamte Blogserie? Hier gelangen Sie zu Teil 1!

#methodendermarktforschung #telefonischebefragung #telefoninterviews #marktforschungsmethoden

Schriftliche Befragung

Schriftliche Befragung
4.8, 4 Bewertungen

In unserem heutigen Blogbeitrag aus der Reihe „Methoden der Markforschung“ möchten wir Ihnen die Methode schriftliche Befragung einmal näher vorstellen. In Zeiten der Online-Forschung verliert die schriftliche Befragung als Befragungsmethode zunehmend an Bedeutung. Trotzdem ist dieses Befragungsinstrumentarium in der Marktforschung für zahlreiche Zwecke weiterhin unverzichtbar.

schriftliche Befragung

 

Klicken Sie hier um zu Teil 1 unserer Blogserie zu gelangen!

Was ist eine schriftliche Befragung?

Im Rahmen von schriftlichen Befragungen wird ein Fragebogen erarbeitet, der von den Probanden selbst ausgefüllt wird. Im Vergleich zu telefonischen oder persönlichen Befragungen ist kein Interviewer anwesend, der die Fragen vorliest und die Antworten notiert. Im Normalfall ist diese Marktforschungsmethode durch einen hohen Standardisierungsgrad geprägt.

 

Sie suchen einen Partner für Ihre schriftliche Befragung? Nehmen Sie Kontakt mit unserem Marktforschungsexperten auf!

Bastian Foerster

Herr Bastian Foerster

Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 16

Fax: +49 (0)221 - 99 555 10 77

E-Mail senden[/vc_cta]

Schriftliche Befragungen sind insbesondere bei Themen mit geringem Erklärungsbedarf ein probates Instrumentarium der Datengewinnung. Klassisch erfolgt die schriftliche Befragung auf dem Postweg, über den die Probanden den Papierfragebogen erhalten. Unter schriftlichen Befragungen werden aber auch beispielsweise Fragebögen in Zeitungen oder Zeitschriften verstanden. Daneben unterscheidet man auch schriftliche Befragungen, die mit persönlicher Unterstützung stattfinden, wie z.B. das Klassenzimmerinterview. Die anwesende Person fungiert dabei meist als Informationsquelle für Rückfragen sowie als Organisator der Befragung. Die verschiedenen Typen der schriftlichen Befragung lassen sich insgesamt folgendermaßen kategorisieren:

Typen der schriftlichen Befragung

Die Vorteile der schriftlichen Befragung

Das Instrument bietet im Vergleich zu den alternativen Befragungsformen einige Vorteile:

  • Abdeckung eines großen räumlichen Gebietes: Durch eine postalische Zustellung der Fragebögen lassen sich genau definierte Gebiete abdecken, die fast beliebig groß sein können.
  • Keine Beeinflussung durch einen Interviewer (Interviewer-Effekt): Beeinflussungen, die auf die Anwesenheit eines Interviewers zurückzuführen sind, sind bei dieser Befragungsform ausgeschlossen.
  • Vergleichsweise niedrige Kosten: Da die Befragungen nicht durch einen Interviewer durchgeführt werden, sondern der Proband selbst die Fragen liest und beantwortet, sind schriftliche Befragungen vergleichsweise günstiger als z.B. telefonische Befragungen oder Face-to-Face-Befragungen.

 

Erhalten Sie durch unser Seminar "Customer Insights - Moderne Marktforschung" einen tieferen Einblick in den Bereich der Marktforschung!

Die Nachteile der schriftlichen Befragung

Auf der anderen Seite weist diese Erhebungsmethode auch etwaige Nachteile auf, die im Vorfeld eines Projektes berücksichtigt werden müssen:

  • Nur Personen mit bekannter Adresse erreichbar: Voraussetzung für eine postalische Befragung ist, dass die Adressen der Zielgruppe vorliegen.
  • Teilweise geringe Rücklaufquoten: Schriftliche Befragungen, die auf dem Postweg an die Probanden versendet werden, haben meist nur Rücklaufquoten von fünf bis 30 Prozent zu verzeichnen. Telefonische Befragungen und Face-to-Face-Befragungen können deutlich bessere Rücklaufquoten erzeugen.
  • Limitierter Fragebogenumfang: Durch die unverbindliche Befragungssituation ohne Interviewer ist die Fragebogenlänge von vornherein limitiert, denn nur die Wenigsten werden in der Regel eine Vielzahl von Fragen freiwillig ohne Anwesenheit eines Interviewers beantworten. Natürlich gibt es hierbei auch Ausnahmen. Insbesondere wenn ein hohes Themeninvolvement seitens der Stichprobe zu erwarten ist, können auch mit diesem Befragungsinstrumentarium längere Fragebögen zum Einsatz kommen.
  • Limitierte Komplexität: Neben der Fragebogenlänge ist bei schriftlichen Befragungen auch die Komplexität der Fragen limitiert, denn bei postalischen Befragungen steht kein Interviewer zur Verfügung, der den Probanden bei Verständnisschwierigkeiten zur Seite steht. Somit müssen die Fragen möglichst selbsterklärend und unkompliziert formuliert sein.
  • Keine Kontrolle der Ausfüllsituation: Die Abwesenheit eines Interviewers bringt ebenfalls das Problem mit sich, dass man nicht mit absoluter Sicherheit sagen kann, wer die Fragen letztlich beantwortet hat.

Vor- und Nachteile schriftliche Befragung

Einsatzgebiete der schriftlichen Befragung

Schriftliche Befragungen werden heutzutage oftmals im Rahmen von Studien angewandt, bei denen die Zielgruppe wenig internetaffin oder schwierig über das Telefon zu erreichen ist. So versprechen sie z.B. bei älteren Zielpersonen große Erfolge. Teilweise werden schriftliche Befragungen auch als zusätzliche Methode genutzt, um, z.B. in Kombination mit einer Online-Befragung, möglichst viele Zielpersonen zu erreichen. Dadurch, dass es keinen Interviewer gibt, der auf einer persönlichen Ebene Vertrauen zum Probanden aufbauen und diesen zur Teilnahme bewegen kann, sollten einige Faktoren beachtet werden, damit der Rücklauf erfolgreich ausfällt. Hierzu gehören zum Beispiel die folgenden Faktoren:

  • Ankündigung der Studie im Vorfeld (z.B. telefonisch)
  • Verdeutlichung des Zwecks / Nutzens der Umfrage
  • Nutzerfreundliche Gestaltung des Fragebogens
  • Relevante Informationen im Anschreiben
    • Offizieller Briefkopf der durchführenden Institution
    • Untersuchungsthema und Untersuchungszweck
    • Begründung der Auswahl der Probanden
    • Genaue Anleitung zur Durchführung der Befragung
    • Zeitliche Daten, wie Dauer der Beantwortung und Frist zur Rücksendung
    • Ansprechpartner und Kontaktdaten bei Rückfragen
    • Zusicherung der Vertraulichkeit

  • Adressierter und frankierter Rückumschlag

 

Sie möchten einen professionellen Fragebogen erstellen? Hier erfahren Sie wie es geht!

Schriftliche Befragungen beim Deutschen Institut für Marketing

Das Deutsche Institut für Marketing führt bereits seit Jahren erfolgreich verschiedenste Projekte mit Kunden aus unterschiedlichen Branchen mithilfe schriftlicher Befragungen durch. In enger Abstimmung mit dem Kunden wird ein Konzept erarbeitet, das zu einem maximalen Rücklauf führt. Die ausgefüllten Fragebögen werden im Deutschen Institut für Marketing gesammelt, nummeriert und in einer Datenbank erfasst. Auf Wunsch werden die potenziellen Probanden im Rahmen einer Nachfassaktion noch einmal telefonisch kontaktiert und zur Teilnahme motiviert. So lässt sich die Rücklaufquote in vielen Fällen signifikant steigern.

Lehrgang Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)

#methodendermarktforschung #schriftlichebefragung #erhebungsmethoden #marktforschungsmethoden