LinkedIn Content schafft Vertrauen, wenn er fachlich relevant, glaubwürdig und nachvollziehbar ist. Persönliche Profile zeigen vor allem Erfahrung, Haltung und individuelle Expertise. Unternehmensseiten vermitteln dagegen, wofür eine Organisation steht, wie sie arbeitet und welche Kompetenzen sie besitzt.

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Warum schafft LinkedIn Content Vertrauen?
LinkedIn Beiträge geben potenziellen Kunden, Bewerbenden, Geschäftspartnern und anderen Kontakten einen Einblick, bevor ein persönliches Gespräch stattfindet. Vertrauen entsteht vor allem dann, wenn Inhalte konkrete Fragen beantworten, Erfahrungen einordnen oder hilfreiche Einblicke vermitteln. Reine Werbung reicht dafür nicht aus. Leserinnen und Leser möchten erkennen, ob eine Person oder ein Unternehmen ihr Thema versteht und relevante Lösungen anbieten kann.
Welche Inhalte eignen sich für persönliche LinkedIn Profile?
Auf persönlichen Profilen sollte die individuelle Perspektive erkennbar sein. Der Beitrag darf zeigen, wie eine Person denkt, entscheidet und arbeitet.
Geeignete Themen sind:
- Fachliche Einordnungen: Erklären Sie, wie Sie eine Entwicklung in Ihrer Branche bewerten
- Erfahrungen aus Projekten: Zeigen Sie, welche Herausforderung bestand und was Sie daraus gelernt haben
- Häufige Fragen: Beantworten Sie eine Frage, die Ihnen Kunden, Mitarbeitende oder Geschäftspartner regelmäßig stellen
- Erkenntnisse aus Veranstaltungen: Teilen Sie eine konkrete Aussage oder Beobachtung und ordnen Sie diese ein
- Einblicke in die eigene Arbeit: Erklären Sie, wie Sie an Aufgaben, Entscheidungen oder Probleme herangehen
- Anerkennung anderer: Stellen Sie die Leistung eines Teams oder einer beteiligten Person heraus
Der Beitrag sollte nicht nur beschreiben, was passiert ist. Der Mehrwert entsteht durch die persönliche Einordnung. Statt „Wir hatten eine erfolgreiche Veranstaltung“ zu schreiben, könnten Sie beispielsweise erklären:
„In den Gesprächen wurde deutlich, dass viele Unternehmen zwar regelmäßig auf LinkedIn posten, aber keine klare Trennung zwischen Unternehmensseite und persönlichen Profilen vornehmen. Genau dadurch entstehen häufig austauschbare Inhalte.“
So wird aus einer einfachen Rückschau eine hilfreiche fachliche Erkenntnis.
Welche Inhalte eignen sich für LinkedIn Unternehmensseiten?
Unternehmensseiten sollten zeigen, was eine Organisation kann, wie sie arbeitet und welche Menschen hinter ihr stehen. Dabei geht es nicht nur um Produkte, Stellenangebote oder Unternehmensmeldungen.
Vertrauensbildender LinkedIn Content für Unternehmensseiten umfasst beispielsweise:
- Fachwissen: Erklären Sie wichtige Begriffe, Entwicklungen oder typische Herausforderungen Ihrer Zielgruppe
- Projekte: Zeigen Sie Ausgangssituation, Vorgehensweise und Ergebnis
- Mitarbeitende: Stellen Sie Personen, Rollen und fachliche Schwerpunkte vor
- Arbeitsweisen: Geben Sie Einblicke in Prozesse, Qualitätsstandards oder Zusammenarbeit
- Kundenfragen: Beantworten Sie Fragen, die im Beratungs- oder Vertriebsalltag regelmäßig auftreten
- Unternehmenskultur: Machen Sie Werte anhand konkreter Situationen und Entscheidungen sichtbar
- Veranstaltungen: Zeigen Sie nicht nur, dass eine Veranstaltung stattgefunden hat, sondern welche Erkenntnisse relevant waren
Die Unternehmensseite sollte dabei für sich verständlich bleiben. Sie ist häufig eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die das Unternehmen noch nicht näher kennen.

Wie persönlich sollte LinkedIn Content sein?
Persönlicher LinkedIn Content muss nicht privat sein. Entscheidend ist ein nachvollziehbarer Bezug zur beruflichen Rolle.
Persönlich sind beispielsweise:
- eigene Erfahrungen
- begründete Meinungen
- berufliche Learnings
- Einblicke in Entscheidungen
- Veränderungen der eigenen Sichtweise
Ideen für den ersten LinkedIn Content
Für den Einstieg eignen sich Inhalte, die nah an der eigenen Arbeit liegen und einen konkreten Einblick geben. Dabei unterscheiden sich die passenden Themen für Unternehmensseiten und persönliche Profile.
Ideen für Unternehmensseiten:
- Leistungen erklären: Zeigen Sie, was Ihr Unternehmen anbietet, warum diese Leistung relevant ist und wem sie konkret hilft.
- Erfolge sichtbar machen: Stellen Sie Projekte, Ergebnisse oder erreichte Ziele nachvollziehbar vor. Case Studies eignen sich besonders dafür, die Ausgangssituation, das Vorgehen und den konkreten Nutzen einer Lösung verständlich und glaubwürdig zu zeigen.
- Mitarbeitende vorstellen: Geben Sie Einblicke in Rollen, Aufgaben und fachliche Schwerpunkte im Unternehmen.
- Branchenherausforderungen aufgreifen: Benennen Sie typische Probleme Ihrer Zielgruppe und erklären Sie, wie Ihr Unternehmen bei deren Lösung unterstützt.
Ideen für persönliche Profile:
- Learnings aus Projekten teilen: Beschreiben Sie, welche Erkenntnisse Sie aus einer konkreten Aufgabe oder Zusammenarbeit mitgenommen haben.
- Branchenthemen einordnen: Bewerten Sie aktuelle Entwicklungen fachlich und teilen Sie Ihre eigene Einschätzung.
- Erfahrungen und Lösungen zeigen: Berichten Sie von beruflichen Herausforderungen und erklären Sie, wie Sie damit umgegangen sind.
Welche Fehler sollten Einsteiger vermeiden?
Einige Inhalte wirken zwar aktiv, schaffen aber kaum Vertrauen.
- Ausschließlich werbliche Inhalte: Unternehmensseiten dürfen Angebote, Leistungen und Veranstaltungen bewerben. Eine ausgewogene Mischung aus informativen Beiträgen mit echtem Mehrwert und gezieltem werblichem Content wirkt jedoch glaubwürdiger.
- Allgemeine Aussagen: Formulierungen ohne konkrete Erkenntnis bleiben austauschbar.
- Fehlende Einordnung: Bilder von Veranstaltungen oder Projekten benötigen einen erkennbaren fachlichen Bezug.
- Zu viele Themen: Ein Beitrag sollte sich auf eine zentrale Aussage konzentrieren.
- Künstliche Geschichten: Persönliche Erzählungen sollten glaubwürdig sein und zum Thema passen.
- Identische Beiträge auf mehreren Kanälen: Persönliche Profile und Unternehmensseiten können dasselbe Thema behandeln, sollten aber unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte setzen. Die Unternehmensseite kann beispielsweise das Projekt und sein Ergebnis vorstellen, während eine beteiligte Person ein konkretes Learning daraus beschreibt.
- Unklare Zielgruppe: Der Beitrag sollte erkennen lassen, für wen die Information relevant ist.
Muss man regelmäßig auf LinkedIn posten?
Vertrauen entsteht nicht allein durch eine hohe Veröffentlichungsfrequenz. Wichtiger sind relevante Inhalte und eine gewisse Kontinuität.
Ein hilfreicher Beitrag pro Monat kann für den Einstieg ausreichen. Wer noch keine eigenen Beiträge veröffentlichen möchte, kann zunächst:
- fachliche Beiträge kommentieren
- Unternehmensbeiträge mit einer eigenen Einordnung teilen
- Fragen aus dem eigenen Arbeitsbereich beantworten
- Erkenntnisse aus Veranstaltungen zusammenfassen
Kommentare und geteilte Beiträge können ebenfalls zeigen, wofür eine Person fachlich steht.
So spielen persönliche Profile und Unternehmensseiten zusammen
Unternehmen sollten LinkedIn Content nicht nur über die Unternehmensseite denken. Persönliche Profile von Führungskräften und Mitarbeitenden können zusätzliche Perspektiven und größere Nähe schaffen.
Eine sinnvolle Aufgabenverteilung kann so aussehen:
- Unternehmensseite: vermittelt Informationen über das Unternehmen, Leistungen, Projekte und Teams
- Führungskräfte: ordnen strategische Themen, Entscheidungen und Entwicklungen aus Führungsperspektive ein
- Mitarbeitende: zeigen Fachwissen, Arbeitsweisen und Erfahrungen aus der Praxis
Die Inhalte sollten aufeinander abgestimmt sein, aber nicht identisch ausfallen. Dadurch entsteht ein glaubwürdiger Gesamtauftritt.
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LinkedIn Content passend zur eigenen Rolle entwickeln
Vertrauen entsteht auf LinkedIn durch relevante Inhalte, klare Positionierung und nachvollziehbare Erfahrungen. Dabei übernehmen persönliche Profile und Unternehmensseiten unterschiedliche Aufgaben. Das Deutsche Institut für Marketing unterstützt Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeitende dabei, geeignete Themen zu entwickeln und LinkedIn Content professionell auf die jeweiligen Profile und Zielgruppen abzustimmen.
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