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Printwerbung – Sind Print-Anzeigen tot oder doch noch lohnenswert?

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Internet, Handy, Social Media – alles spielt sich online ab. Werbung im Internet ist nicht mehr wegzudenken. Ist Printwerbung folglich veraltet oder aktuell im Marketing überhaupt noch zu gebrauchen?

Selbst heute, im Zeitalter des Internets, ist die Printwerbung ein wichtiges Instrument und sollte nicht vernachlässigt werden. Zum Beispiel lesen tausende Menschen jeden Morgen Zeitung. Ebenso werden Zeitschriften mit verschiedenen Themenschwerpunkten gekauft und gelesen und genau dort kann ein Kontakt zwischen Ihnen und Ihrer Zielgruppe mit Printwerbung geschaffen werden. Es lohnt sich also auch in diesem Bereich zu werben. Print ist somit nicht tot!

Definition Printwerbung

Michael BerneckerPrintmedien oder Inserationsmedien zählen zu der klassische Form der werblichen Zielgruppenansprache. Werbeträger sind in diesem Zusammenhang periodisch erscheinende Druckerzeugnisse, die sich hinsichtlich verschiedener Kriterien, wie zum Beispiel Erscheinungshäufigkeit und Reichweite, unterscheiden. Dabei lassen sich verschiedene Gruppen von Werbeträgern unterscheiden: Tageszeitungen & Wochenzeitungen, Zeitschriften und Sonderwerbeformen in Zeitschriften.

Printwerbung im Überblick

Printmedien sind nach wie vor ein wirksames Mittel, um potenzielle Kunden zu erreichen. Angesichts der enormen Popularität der digitalen Medien mag es den Anschein haben, als sei Printwerbung obsolet geworden. Die traditionelle Form der Werbung bleibt jedoch ein wichtiger Bestandteil jeder Marketingstrategie.

Im Folgenden werden wir die verschiedenen Arten von Printwerbung genauer untersuchen. Von Tages- und Wochenzeitungen über Zeitschriften bis hin zu Sonderwerbeformen wie Flyern und Broschüren werden wir die Vor- und Nachteile der einzelnen Medien beleuchten. Machen Sie sich ein genaueres Bild von der Vielfalt der Printmedien und finden Sie heraus, welche Form für Ihre Bedürfnisse am besten geeignet ist.

Werbeanzeigen in Tages- und Wochenzeitung

Tages- und Wochenzeitungen bieten eine effektive Möglichkeit, ein großes Publikum zu erreichen. Anzeigen, die in diesen Publikationen geschaltet werden, werden in der Regel von Menschen aller Altersgruppen gesehen, was sie zu einer idealen Plattform für Unternehmen macht, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Außerdem sind die Kosten für eine Kampagne in einer Tages- oder Wochenzeitung überschaubar, womit diese Form der Printwerbung auch für ein überschaubares Marketingbudget geeignet ist.

Die Aktualität dieses Mediums ist wie geschaffen für informierende und argumentierende Werbung. Ein typisches Kennzeichen für Print ist die kurzfristige und flexible Disponierbarkeit gegenüber beschränkten Gestaltungsmöglichkeiten (z.B. Farbdarstellungen). Durch die rasante Entwicklung der neuen Medien nimmt die Bedeutung der Tageszeitungen im Marketing allerdings stetig ab. Die verkaufte Auflage aller Tageszeitungen in Deutschland, die Reichweite in der Gesamtbevölkerung über 14 Jahren und auch die Anzahl der verfügbaren Tageszeitungen in Deutschland ist in den letzten 20 Jahren stark zurückgegangen. Zeitungen bieten verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten, wobei Printanzeigen und Beilagen den Schwerpunkt bilden.

Printwerbung in Tages- und Wochenzeitungen bietet also einige Vorteile:

  • Breite Orientierung und hohe Reichweite
  • Schnelle Verbreitung und kurzfristig disponierbar
  • Regionale bis hin zu lokaler Differenzierung möglich
  • Hohe Akzeptanz und Glaubwürdigkeit
  • Relativ hohe Kontaktqualität
  • Kann zusätzlich online geschaltet werden

Demgegenüber stehen aber auch einige Nachteile:

  • Geringe Möglichkeiten der zielgruppenspezifischen Selektion
  • Begrenzte Druckqualität, insbesondere bei farbiger Gestaltung
  • Jüngere Zielgruppen eher unterrepräsentiert
  • Relativ teurer Werbeträger / online Werbung billiger
  • Rückläufige Bedeutung im Marketing gemessen an der Reichweitenentwicklung von Tageszeitungen

Anzeigen in Zeitschriften

Zeitschriften besitzen gegenüber der Tageszeitung neben den Informationen die übermittelt werden zusätzlich eine Unterhaltungsfunktion.

Zeitschriften haben im Gegensatz zu Tageszeitungen...

  • einen längeren Erscheinungsturnus (z.B. monatlich) und damit eine geringere Aktualität
  • eine höhere formale Qualität
  • ein verstärktes Vorkommen von gehäuftem Lesen (mehr als nur ein Werbekontakt) und gedehntem Lesen (das Lesen einer Ausgabe erstreckt sich über das Erscheinungsintervall hinaus)

Zeitschriften dienen stärker der Vertiefung von aktuellen Nachrichten und relevanten Themen sowie Interessenbereichen. Sie sind damit gut geeignet, um imageorientierte Kommunikation umzusetzen.

Es gibt verschiedene Arten die unterschieden werden: Publikumszeitschriften, Fachzeitschriften und Kundenzeitschriften.

Publikumszeitschriften richten sich an die Gesamtbevölkerung und berücksichtigen allgemein interessierende Themen. Fachzeitschiften konzentrieren sich auf ein bestimmtes Fachgebiet oder eine spezielle Branche. Kundenzeitschriften sind Zeitschriften, die von Unternehmen oder Organisationen herausgegeben werden und an deren Kunden oder Mitglieder verschickt werden.

Printwerbung durch Anzeigen in Zeitschriften haben den Vorteil, dass sie sich an eine bestimmte Zielgruppe richten können, da Zeitschriften sich meistens auf spezielle Themen oder Interessenbereiche konzentrieren. Sie können auch länger zugänglich sein als Tages- oder Wochenzeitungen, da sie in der Regel über eine längere Lebensdauer verfügen. Ein Nachteil von Anzeigen in Zeitschriften ist, dass sie in der Regel teurer sind als Anzeigen in Tages- oder Wochenzeitungen und sich die Kosten für eine Anzeige schnell summieren können.

Marketingleiter (DIM)

Marketingleiter/in

Sonderformen der Printwerbung in Zeitschriften

Neben den vielen Möglichkeiten der Gestaltung und Platzierung von Anzeigen in Zeitschriften existieren zudem unterschiedliche Sonderwerbeformen für Printwerbung in Zeitschriften. Diese Sonderwerbeformen haben den Vorteil, dass sie in der Art online nicht umzusetzen sind.

Beikleber: Aufgeklebte Postkarten oder Gegenstände, häufig mit Response-Möglichkeiten

Beihefter: Fest mit der Zeitschrift verbundene Drucksachen

Beilage: Lose hinzugefügte Postkarten oder sonstige Gegenstände

Duftlackanzeigen: In mikroverkapselter Form aufgebrachte Duftstoffe, die i.d.R. durch Reibung den Geruch freigeben

Warenproben: Vom Leser zu lösende Gegenstände, die den Leser zum Probieren einladen

Ausschlagbare Seiten: An Außenkanten der Zeitschrift angeschlagene Anzeigen, wodurch das Anzeigenformat über die der Zeitschrift hinausgehen kann

Geschlossene Anzeigen: An mindestens einer Außenkante geschlossene Doppelseite, die erst geöffnet werden muss und so die Neugierde des Lesers weckt

Pop-Up: Dreidimensionale Seitengestaltung einer Doppelseite, die sich durch Aufschlagen entfaltet

Advertorials: Bilden den Grenzbereich zwischen Werbung und redaktionellen Texten, d.h. ein Zeitschriftenbeitrag wird über die Marke, das Unternehmen oder einem dem Unternehmen nahe stehendes Thema unter Einbeziehung von dessen Corporate Identity geschrieben

Printwerbung durch Flyer und Broschüren

Flyer sind kleine Drucksachen, die in der Regel in größeren Mengen produziert und verteilt werden, um auf bestimmte Produkte, Dienstleistungen oder Veranstaltungen aufmerksam zu machen. Sie können in verschiedenen Formen erscheinen, wie zum Beispiel als einseitige oder beidseitige Drucksachen, in Farbe oder schwarz-weiß, auf normalem Papier oder speziellem Papier. Flyer werden häufig in gedruckter Form an öffentlichen Orten ausgelegt, zum Beispiel in Geschäften, Cafés, Bars oder an Haltestellen. Sie können aber auch per Post verschickt werden oder an Kunden oder Interessenten persönlich verteilt werden.

Ein Vorteil von Flyern ist, dass sie günstig herzustellen sind und somit auch für kleine Unternehmen oder Organisationen erschwinglich sind. Sie sind auch einfach zu verteilen und haben eine gute Reichweite, insbesondere wenn sie an vielen öffentlichen Orten ausgelegt werden. Ein Nachteil von Flyern ist, dass sie in der Regel wenig Platz für detaillierte Informationen bieten und somit weniger geeignet sind, um komplexe Themen oder Produkte zu vermitteln. Sie haben auch in der Regel eine geringere Lebensdauer als andere Printmedien und werden schnell entsorgt.

Broschüren sind ähnlich wie Flyer, aber in der Regel umfangreicher und detaillierter.

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Weitere Arten von Printwerbung

Darüber hinaus gibt es weitere Arten von Printwerbung wie Plakate, Kataloge und Prospekte.

Plakate sind eine wirksame Form der Printwerbung. Es handelt sich um große Drucksachen, die an Wänden, Litfaßsäulen oder anderen öffentlichen Orten aufgehängt werden, um die Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes zu lenken. Plakate sind ein hervorragendes Mittel, um Menschen auf ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung aufmerksam zu machen.

Kataloge sind ein weiteres wichtiges Element bei der Kommunikation von Informationen über Produkte und Dienstleistungen. Diese Printmedien bieten einen detaillierten Überblick über die angebotenen Produkte und Dienstleistungen. Durch den Versand von Katalogen, Drucksachen oder der Verteilung an Kunden erhalten diese einen guten Einblick in das jeweilige Angebot.

Ähnlich wie Kataloge nur weniger umfangreich sind Prospekte als eine Form der Printwerbung. Sie sind einzigartig, visuell attraktiv und können eine unglaubliche Menge an Informationen enthalten. Broschüren bieten Ihnen die Möglichkeit, sich auf eine bestimmte Nische zu konzentrieren und die Aufmerksamkeit Ihres Publikums auf ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung zu lenken.

Unterscheidungsarten der Printwerbung

Printwerbung lässt sich weiterhin nach folgenden Kriterien unterscheiden:

  • Werbeträger: Zeitungen, Zeitschriften, Fachblätter, Gratisblätter etc.
  • Art der Gestaltung: Bild-, Text-, Couponanzeige sowie Kombinationen aus diesen
  • Ort der Schaltung: im Anzeigenteil oder Textteil
  • Berechnungsmodus: nach Seiten, nach Zeilen oder nach Buchstaben
  • Werbezweck: unmittelbares oder mittelbares Angebot
  • Sonstige Gesichtspunkte: z.B. Druckart und Werbegegenstand

Gestaltung der Printwerbung

Bei der Gestaltung einer Werbeanzeige in Printmedien sollte man darauf achten, dass die zentrale Werbebotschaft schnell erfasst und die Aufmerksamkeit des Lesers erregt wird, da dieser die Anzeige meist nur wenige Sekunden beachtet. Empfohlen ist eine Gestaltung, welche es in nur wenigen Sekunden ermöglicht, die wesentliche Botschaft und die Relevanz zu verstehen. Eine Anzeige beinhaltet vier wichtige Elemente: Das Bild, um die Aufmerksamkeit zu erregen (Eyecatcher). Die Überschrift, um ebenfalls Aufmerksamkeit zu erzeugen und zum Lesen zu animieren. Den Textteil, der ein leichtes Lesen und Aufnehmen der Werbebotschaft ermöglicht. Und zuletzt die Marke, die typischerweise unten rechts auf einer Seite vom Leser vermutet und gesucht wird. Werden diese Elemente beachtet, sollte Ihre Printanzeige Erfolg haben.

Quelle: t3n.de, 10.01.2017

Kosten für Printwerbung

Die Kosten von Printwerbung sind schwer zu bestimmen, als gedruckte Anzeige in einem Printmedium aber meist kostspieliger als Online-Anzeigen. Verschiedene Einflussgrößen spielen hierbei eine Rolle. Die Preise für die Gestaltung müssen beachten werden. Es muss entschieden werden ob man ein eigenes Werbemittel druckt oder eine Anzeige in einem bestehenden Printmedium für die Form der Werbung wählt. Beim Druck eines Werbeträgers kommen ebenso Materialkosten hinzu. Die Kosten für das Papier, das Format, die Farbwahl, die Positionierung oder die Reichweite des gewählten Mediums können variieren. Deshalb kann es vorkommen, dass Visitenkarten ein eher geringeres Budget beanspruchen, eine Anzeige in einem bekannten Magazin aber sehr kostspielig ist.

Fazit zur Printwerbung

Printwerbung hat als gedruckte Werbung einige Vorteile im Vergleich zu anderen Werbekanälen:

  1. Hohe Glaubwürdigkeit: Printwerbung wird oft als glaubwürdiger angesehen als Online-Marketing, da sie in der Regel von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt.
  2. Langfristige Wirkung: Offline Werbung bleibt in der Regel länger sichtbar als Online-Werbung und kann daher auch länger effektiv wirken.
  3. Gute Zielgruppenansprache: Printwerbung kann gezielt an bestimmte Zielgruppen und verschiedene Altersgruppen ausgerichtet werden, indem sie in entsprechenden Publikationen platziert wird.
  4. Hohe Aufmerksamkeit: Eine Werbekampagne im Printbereich kann durch ihre Präsenz in der realen Welt die Aufmerksamkeit von Menschen auf sich ziehen.
  5. Tangible Präsenz: Offline Marketing hat eine körperliche Präsenz und kann somit besser in Erinnerung bleiben als reine Online Werbung.
  6. Integration in die Kaufentscheidung: Print-Anzeigen können Einfluss auf die Kaufentscheidung von Kunden nehmen, indem sie zum Beispiel über Produkte informiert oder Vorfreude auf kommende Events weckt.

Die Vorteile von Printwerbung sind und bleiben auch zu Zeiten der Digitalisierung und des World Wide Web aktuell und es handelt sich bei der Printwerbung keineswegs um ein Auflaufmodell. In einem erfolgreichen Marketing-Mix sollte diese Werbeform also nicht fehlen!

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Herr Bastian Foerster

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