Ist der Ruf erst ruiniert! Tipps gegen unerwünschte Spuren im Internet

Ist der Ruf erst ruiniert! Tipps gegen unerwünschte Spuren im Internet
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Tipps gegen unerwünschte Spuren im Internet!

Web 2.0 wird immer beliebter. Ganz egal, ob Webblogs, Social Networks (z.B. Facebook, StudiVZ) oder Videoplattformen (z.B. YouTube, myVideo), die Deutschen nutzen immer öfter interaktive Onlineangebote und bringen oftmals unbewusst ihren eigenen Ruf in Gefahr. Partyfotos, Jugendsünden und persönliche Probleme zählen zu den Inhalten, die unbedacht und frei zugänglich ins Netz gestellt werden, sich jedoch später als unangenehm herausstellen – etwa in Bewerbungs- gesprächen, Kundenakquise oder Ähnlichem.

Das Internet vergisst nichts: Wer im Internet unterwegs ist, hinterlässt selbstverständlich auch eine Datenspur. Aus diesem Grund ist ein bewusster Umgang mit den eigenen Daten besonders wichtig. Wer seinen eigenen Namen in eine Suchmaschine eingibt, findet vielleicht Privates, was nicht in die Öffentlichkeit gehört. Doch wie kann man unerwünschte Spuren im Internet vermeiden oder Einträge sogar löschen?

Hier die Tipps gegen unerwünschte Inhalte im Netz:

  • Regelmäßig nach eigenen Treffern suchen
    Wer viel mit dem Internet zu tun hat oder in der Öffentlichkeit arbeitet, sollte regelmäßig seinen Ruf überprüfen. Dazu ist einfach der eigene Name in eine Suchmaschine einzugeben. Wer einen häufig vorkommenden Namen hat, gibt Vor- und Nachname in Anführungszeichen ein (Max Müller“) und danach zum Beispiel Wohnort, Beruf oder Sportverein. So lassen sich Suchergebnisse filtern.
  • Nicht zu viel preisgeben
    Im Alltag würde kaum jemand einem Unbekannten sein Privatleben offenbaren. Auch im Web haben Nutzer die Möglichkeit, den Zugang zu ihren privaten Infos einzuschränken. In Communities lässt sich zum Beispiel das Profil vor Fremden schützen. Somit haben ausschließlich gute Freunde Zugriff auf die privaten Fotos.
  • Eigene Einträge auf Webseiten entfernen
    Peinliche Einträge in Foren sollten direkt gelöscht werden. Wenn Sie es nicht selbst entfernen können, bitten Sie den Verantwortlichen der Webseite darum, Ihren Eintrag zu löschen. Die Adresse steht meist im Impressum oder in der Rubrik „Kontakt“. Bei Webseiten mit der Endung „.de“ lässt sich der Inhaber unter www.denic.de feststellen.
  • Auf Angriffe parieren
    Schwarze Schafe missbrauchen Internet-Foren als Möglichkeit, um mit missliebigen Nachbarn oder Konkurrenten abzurechnen. Hier führt Höflichkeit nur bedingt zum Ziel. Bei strafbaren Inhalten wie Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung wenden sich Betroffene besser an den Betreiber des Forums oder Blogs. Er muss illegale Beiträge auf Wunsch vom Netz nehmen. Wichtig: Vorher alles speichern und ausdrucken, um Beweise zu haben. Außerdem ist bei rechtswidrigen Angriffen eine Anzeige oder Unterlassungsklage möglich.
  • Eigene Fotos und Texte schützen
    Hat jemand unerlaubt Ihre Fotos und Texte ins Netz gestellt, dann können Sie verlangen, dass er sie löscht. Im privaten Umfeld sollte eine Aufforderung per Telefon oder E-Mail ausreichen. Passiert nichts, können sie vom Anwalt eine Abmahnung und Unterlassungserklärung schicken lassen.
  • Recht am eigenen Bild durchsetzen
    Auch wenn ein anderer Fotos von Ihnen gemacht hat, darf er sie nicht beliebig veröffentlichen. Jeder hat ein Recht am eigenen Bild“. Das heißt, Sie dürfen selbst bestimmen, ob und in welchem Zusammenhang Bilder von Ihnen veröffentlicht werden. Vor allem bei Fotos aus dem Freundes- und Bekanntenkreis dürfte ein Anruf oder eine E-Mail reichen. Im Übrigen ist eine Klage möglich.
  • Veraltete Einträge in Suchmaschinen tilgen
    Auch wenn Sie einen Text im Web gelöscht haben, kann er noch lange in Suchmaschinen auftauchen. Grund: Die Maschinen verfügen über einen Zwischenspeicher, in dem Kopien gesuchter Dokumente abgelegt werden. Wenn es um Ihre Homepage geht, können Sie den Cache-Speicher bei manchen Suchmaschinen selbst löschen. Dazu müssen Sie sich beim Anbieter registrieren. Geht es um fremde Webseiten oder öffentliche Foren und Communitys, bitten Sie deren Betreiber darum.
  • Profis engagieren
    Reputation Manager“ nennen sich die Spezialanbieter, die für Ihre Kunden das Erscheinungsbild im Netz beeinflussen. Sie kümmern sich um das Entfernen unerwünschter Einträge und beeinflussen auch die Ergebnisse von Suchmaschinen. Mit entsprechendem Fachwissen lassen sich positive Nennungen prominenter Einträge platzieren und dadurch unangenehme nach hinten verschieben.

Quelle: BITKOM – Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V.

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