Design ist nicht gleich Design: Print- vs. Web-Design

Design ist nicht gleich Design: Print- vs. Web-Design
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Zwei Medien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und genau so unterschiedlich sind auch deren Gestaltungsmöglichkeiten. Doch was macht Print-Design und was Web-Design aus? Wieso kann ein einzelnes Layout nicht sowohl im Print als auch online angewendet werden? Die Antwort ist einfach: Weil diese beiden Medien sich elementar unterscheiden. Denn jedes der Formate stellt seine eigenen Ansprüche an den Designer.

Kreativ, informativ, inspirativ – der Charakter des Print-Design

Print darf auf jeden Fall zeigen, was er hat. Hochauflösende Bilder, tiefgründiger Content, künstlerisches Layout – Hauptsache anspruchsvoll. Ein Katalog wird immer mehrmals durchgeblättert und mit größerer Aufmerksamkeit gelesen als eine Webseite. Sobald ein Print-Layout einmal abgedruckt wird, ist es unveränderlich und für alle Exemplare identisch. Man braucht sich hier also keinen Kopf über unterschiedlich große Bildschirme und verschiedene Betriebssysteme zu machen. Umgekehrt betrachtet kann der Content demnach auch ganz ohne technische Geräte abgerufen werden. Allerdings hat Druck eben auch seine Grenzen. So etwas wie Verlinkung gibt es nicht, ein Printprodukt steht praktisch alleine da und behält immer einen relativ übersichtlichen Umfang. Außerdem verliert ein gedrucktes Format schnell an Aktualität, denn schon im folgenden Monat kann die im Katalog vorgestellte Produktlinie schon wieder überholt sein.

Schlicht, einfach, nützlich – so sollte Web-Design aussehen

„Webdesign funktioniert ganz nach dem Motto: keep it simple“, wissen die Grafikexperten der Maxmedia Werbeagentur. Kleine Bilddateien und kurze Texte sorgen für geringe Ladezeiten. Die Web-Beiträge selbst sind einfach geschrieben und übersichtlich strukturiert. So gewinnt der Nutzer auch durch oberflächiges Lesen schnell und unkompliziert die wichtigsten Informationen. Die fehlende Komplexität des Contents kann durch interaktive Elemente und eine dynamische Gestaltung der Webseite ausgeglichen werden. Der Nutzer bindet sich stärker an einen Inhalt, wenn er sich aktiv damit beschäftigt. Was multimediale Gestaltung angeht, dürfen aber auch online die härtesten Geschütze aufgefahren werden. Im Webdesign ergeben sich viele Möglichkeiten, verschiedene Formate – wie Text, Bild, Video und Ton – zu mixen.  Allerdings besteht die Herausforderung darin, das multimediale Web-Layout für die verschiedenen Endgeräte, Softwares und Browser funktionsfähig zu machen. Da eine Webseite auf jedem Bildschirm anders dargestellt wird, gibt es so etwas wie ein beständiges Layout im Webdesign nicht. Es muss also flexibel gestaltet werden und anpassungsfähig sein. Auch durch die vielfältigen Navigationsmöglichkeiten auf verlinkte Unterseiten muss das Layout von Online-Formaten sehr wandelbar sein.

Fazit: Beide Designs stehen für sich

Ein für Print optimiertes Design kann nicht auf eine Webseite angewendet werden und umgekehrt. Dazu sind die beiden Design-Formen zu unterschiedlich. In der Gestaltung sollte darauf geachtet werden, dass im Print das Auge im Fokus steht und im Web die Hand. Kataloge, die nicht viel können, müssen ästhetisch ansprechend sein und Online-Beiträge, die nicht inhaltlich überladen sein dürfen, müssen eine Bindung zum Nutzer aufbauen. Das Web-Design hat in Zukunft noch viel ausbaufähiges Potenzial in Richtung Verbesserung der Interaktivität.

 

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