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Google Analytics 4: Was ändert sich und wie gelingt der Umstieg?

Bereits im Jahre 2020 stellte Google mit Google Analytics 4 (GA4 abgekürzt) die neue Version des Analytics-Dienstes vor. Diese löst nach und nach die alte Version der Universal Analytics ab. Anfang Juli 2023 wird dann vollständig auf die Version vier umgestellt. Doch was genau bedeutet das für Marketer und Webseitenbetreiber? Im Folgenden klären wir über die Änderungen auf und zeigen, wie der Umstieg gelingen kann.

Im Überblick: Das ist Google Analytics 4

Google Analytics 4 wurde von Google im Jahre 2020 vorgestellt. Das Unternehmen aus den USA erklärte, man wolle mit dem Service eine neue Art der Analytics-Dienste zur Verfügung stellen. Besonderer Fokus liegt dabei vor allem auf der künstlichen Intelligenz, den X-Channel-Messungen und dem sogenannten „Privacy First“-Tracking. Google Analytics 4 soll dabei mit Hilfe des maschinellen Lernens Daten wie das Besucherverhalten ermitteln können, ohne hierfür auf Einflüsse und Daten von verschiedenen Stellen angewiesen zu sein.

GA 4 orientiert sich dabei am App+Web-Standard, der bereits im Jahre 2019 von Google veröffentlicht wurde. Mit diesem ist es Marketern möglich, die Nutzer und ihre Aktivitäten über verschiedene Webseiten, Apps und Softwareprogramme hinweg zu verfolgen.

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Analytics 4 vs. Universal Analytics: Was ändert sich?

Mit der Einführung von Google Analytics 4 gehen einige Änderungen einher – über solche grundlegenden Veränderungen klärt der Suchmaschinen-Riese in der Regel transparent auf. Hier gibt es einen Einblick in die wichtigsten Änderungen:
Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick

  • Treffertypen
  • Datenströme ersetzen Datenansichten
  • Berichte
  • Events
  • Sitzungen
Google Analytics 4

Treffertypen

Künftig etwas anders gewertet werden von Google die verschiedenen Aktivitäten wie Seitenaufrufe, einzelne Ereignisse oder Transaktionen. In Universal Analytics umfassen diese Treffertypen also jeweils eine einzelne Aktion. Bei Google Analytics 4 hingegen sind alle diese Daten ereignisbasiert und können so als Ereignis erfasst werden. Treffertypen von Universal Analytics werden deshalb in der GA4-Property als Ereignis übertragen. Aus einem Seitenaufruf wird so schlicht ein Ereignis. Ebenso aus den Transaktionen oder auch dem Nutzertiming.

Datenströme ersetzen Datenansichten

Auf Basis des App+Web-Standards ermöglicht es Google Analytics 4, die Datenansichten von Universal Analytics mit Datenströmen zu ersetzen. Konkret macht sich das vor allem in der Property bemerkbar. Üblicherweise wurden hier verschiedene Properties geführt. Eine für die mobile App, eine andere für die Web-Version. In GA4 werden künftig beide Datenansichten in Datenstreams in einer Property zusammengefasst. Diese würde also bei einer App für iOS und der Web-Version zwei Datenströme beinhalten. Kommt eine App für Android hinzu, wird diese in einem dritten Stream erfasst. Wichtig: Datenstreams sollten immer so aufgesetzt werden, dass die Daten zwischen ihnen nicht gedoppelt werden können. Andernfalls kann das Einlaufen der Daten eines Users in mehrere Streams zu verfälschten Daten führen.

Berichte

Nachgebessert hat Google laut eigenen Angaben auch im Bereich der Berichte und des Reportings. So waren die Berichte in Universal Analytics vergleichsweise starr und konnten nicht angepasst werden. In GA4 sind diese sehr leicht zu bearbeiten und können nach eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Daten lassen sich so in den Berichten miteinander kombinieren. Das funktioniert simpel per Drag-and-Drop-System. Der Nachteil: Gerade in den ersten Tagen kann die umfangreiche Reporting-Ansicht dazu führen, dass sich GA4-Einsteiger etwas überfordert fühlen.

Events

Einen großen Vorteil bietet Google Analytics 4 mit Blick auf die Erfassung der Events. Diese können in Universal Analytics nicht über den Standard-Codeschnipsel getrackt werden, sondern lediglich über eine Anpassung. Bei GA4 stellt Google wiederum einen Tracker für verschiedene Events bereit, die somit ohne Anpassung erfasst werden können. Darunter zum Beispiel das Scroll-Verhalten auf einer Webseite, ausgehende Klicks, Downloads oder auch die Klicks innerhalb einer App.

Zusätzlich dazu bietet GA4 die Gelegenheit, bis zu 25 Event-Parameter frei einzusetzen und zu benennen. Das ist bei Universal Analytics nicht möglich. Hier stehen lediglich eine Handvoll festgelegter Parameter zur Verfügung.

Sitzungen

Unterschiede zwischen GA4 und Universal Analytics finden sich auch im Bereich der Sitzungen. Bei einer Sitzung handelt es sich um eine Gruppe von Interaktionen mit Ihrer Webseite, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums durchgeführt werden. In UA umfasst eine Sitzung zum Beispiel mehrere Ereignisse und Seitenaufrufe, soziale Interaktionen oder auch Einkäufe bzw. Transaktionen. Beendet wird eine solche Sitzung in der Regel nach einer Inaktivitätszeit von 30 Minuten.

Bei GA4 werden die Messwerte für die Sitzungen von einem automatisch erfassten Ereignis abgeleitet, welches als „session_start“ bezeichnet wird. Die Dauer der Sitzung richtet sich dabei nach dem ersten und dem letzten Ereignis in der Sitzung. Im Vergleich zu UA kann dies zu kleinen Sitzungsunterschieden bei GA4 führen.

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Darauf sollten Marketer bei der Umstellung achten

Google wird ab dem 1. Juli 2023 keine Standard-Properties mehr in Universal Analytics verarbeiten. Bedeutet: Ab jenem Datum ist GA4 der neue, unumgängliche Standard. Clevere Marketer sollten sich bereits frühzeitig auf diese Umstellung vorbereiten und bestenfalls so früh wie möglich die Umstellung anschieben. Es empfiehlt sich, zunächst beide Varianten parallel laufen zu lassen. Dies hilft auch dabei, einen guten Eindruck über die Unterschiede zu bekommen und sich mit den Neuerungen vertraut zu machen.

Ratsam ist es zudem, das Thema GA4 laufend weiter zu verfolgen. In den vergangenen Jahren wurden regelmäßig neue Anpassungen und Veränderungen von Google bekanntgegeben. Nicht auszuschließen also, dass auch bis 2023 noch einige Änderungen vorgestellt werden.

Fazit: GA4 als neuer Standard

Ab 2023 ist Google Analytics 4 der neue Standard bei Google Analytics. Viele Änderungen kommen auf die Marketer zu, diese sollten sich deshalb möglichst frühzeitig mit der Umstellung auf den neuen Service befassen. Sowohl die Benutzeroberfläche als auch die technischen Parameter verändern sich zum Teil spürbar. Empfehlenswert ist es daher, zunächst beide Varianten parallel zu nutzen und sich so in den neuen Service einzufinden. Spätestens ab Sommer 2023 müssen Sie sich dann aber vollends von Universal Analytics verabschieden.

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