Marketingmaßnahmen, um die Brand-Awareness auch international zu steigern

Marketingmaßnahmen, um die Brand-Awareness auch international zu steigern
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Jedes Unternehmen muss am Image und an der eigenen Bekanntheit – der sogenannten Brand-Awareness – arbeiten. Dies ist vor allem dann noch wichtiger, wenn ins Ausland expandiert wird. Ohne aktives Zutun wird man höchstwahrscheinlich keine große Zielgruppe erreichen. Erfolgt ein solcher Schritt, ist man im Heimatland meistens sehr bekannt und hat sich einen großen Kundenstamm aufgebaut. Bei den Kunden im Ausland sieht das allerdings ganz anders aus. Im besten Fall sind die Produkte immerhin schon bei Geschäftsreisenden und Touristen bekannt und sie erinnern sich, sobald sie diese dann im eigenen Land im Supermarkt entdecken. Da davon aber nicht ausgegangen werden kann, muss aktiv Marketing betrieben werden.

Um die eigene Marke in die Köpfe der Kunden zu bekommen, gibt es viele verschiedene Kanäle, die man hierfür nutzen kann. Neben Anzeigen in Magazinen und Zeitungen, wie man sie beispielweise von vielen Autoherstellern kennt, gibt es noch zahlreiche andere mögliche Werbeplattformen. Klassische Printmedien wie Flyer und Prospekte sind ebenso wichtig wie die digitalen Lösungen. Hierbei muss der Markt genau beobachtet und Maßnahmen entsprechend angepasst werden.

Statistik Mediennutzung EU 2014 bis 2019
Quelle: European Commission © Statista 2020

Im EU-Schnitt ist festzustellen, dass die Nutzung von Printerzeugnissen immer weiter abnimmt. Viele lesen die Zeitung digital oder informieren sich direkt über das Internet. Die Fernsehnutzung ist ebenso gesunken, wohingegen eine zunehmende Anzahl auf das Internet und soziale Netzwerke entfällt. Dass die Radionutzung nicht stark schwankt oder abnimmt, ist naheliegend. Viele Menschen hören im Auto oder bei der Arbeit Radio und das ändert sich tendenziell nicht so schnell.

Eine Auswahl der möglichen Marketingmaßnahmen im Zusammenhang mit B2C-Marketing wird hier aufgezeigt. International unterscheiden sich die reinen Maßnahmen an sich nicht zu sehr von Kampagnen in der D/A/CH-Region, ein paar Besonderheiten gilt es allerdings dennoch zu beachten. Neben sprachlichen Aspekten und kulturellen Besonderheiten, ist jeder Markt unterschiedlich. Die Statistik zeigt Durchschnittswerte, die zu einer ersten Orientierung und Planung des Marketingbudgets herangezogen werden können.

Printmedien

Um auf ein Unternehmen aufmerksam zu machen, ist der klassische Weg über Printmedien ein erster guter Ansatz. Nach wie vor werden Zeitungen, Magazine und Zeitschriften gelesen – allerdings zunehmend digital. Wenn auch der Absatz an Gedrucktem sinkt, so gehört doch für einige das Durchblättern von Prospekten und der Sonntagszeitung fest zum Wochenende dazu. Diesen Umstand kann man gezielt nutzen, um seine eigene Werbung einfließen zu lassen. Zeitungsanzeigen mit Informationen zum Unternehmen oder Beilagen mit Angeboten sind eine Möglichkeit.

Eine weitere, sehr effektive und leicht umzusetzende Maßnahme ist die Postkarten- und Flyerwerbung. Wurde das Möbelgeschäft gerade frisch renoviert oder feiert ein Restaurant um die Ecke seine Neueröffnung, ist ein Hinweis darauf im Briefkasten eine gute Wahl. Fast jeder wird die Situation kennen, dass man erst durch den Flyer auf einen Lieferservice aufmerksam wurde und daraufhin eine Bestellung beim Restaurant einging. Am besten kombiniert man das noch mit einem Gutschein oder einem Rabatt, um die Bereitwilligkeit des Kunden zu stärken. Außerdem wird dadurch eine positive Verbindung geschaffen, was die Kundenbeziehung nachhaltig beeinflussen kann. Plakatwerbung, Gehwegaufsteller und andere Outdoor-Formen können außerdem gezielt an gut besuchten Orten platziert werden.

Der wichtigste Punkt ist hierbei die korrekte Sprache! Man möchte sich schließlich nicht blamieren, indem man bei seiner ersten Bekanntmachung über die Existenz eines Unternehmens eine Werbebotschaft voller falscher Syntax und fehlerhaftem Vokabular verbreitet.

Social Media und Online Marketing

Egal, ob mobil, im Browser oder über andere Geräte wie Smart TVs: Social Media Werbung ist nicht mehr wegzudenken. Hier tun sich ganz neue Türen auf, die man allerdings mit Bedacht durchschreiten sollte. Zu viel Werbung kommt beim Verbraucher grundsätzlich nicht so gut an und führt im schlimmsten Fall zum Gegenteil des angestrebten Effektes und die potenziellen Kunden wenden sich ab.

Für viele ist YouTube eine gute Werbeplattform, die in diesem Fall eine Einspielung auf unterschiedliche Art und Weise ermöglicht:

  • Ein Video kann einen Sponsor haben, der vom Uploader aktiv erwähnt wird.
  • Ein Werbeclip kann vor oder während eines Videos laufen.
  • Links können in die Infobox eingebunden werden.
  • YouTube bietet je nach Endgerät die Möglichkeit, Banner zu platzieren.

Einen sehr großen Bereich decken Influencer ab. Die gezielte Platzierung von Produkten oder Aufenthalte in Hotels und anderen Einrichtungen sind inzwischen ein nicht mehr wegzudenkender Markt geworden. Bei entsprechender Reichweite und Sympathie eines Influencers sollte man je nach Unternehmen Kooperationen in Erwägung ziehen. Der Großteil der Zusammenarbeit läuft über Instagram oder Blogs ab. Das funktioniert auch, wenn man als Unternehmen ein Content Seeding Produkt (wie zum Beispiel ein E-Book oder eine Infografik) erstellt und dem User zur Verfügung stellt. Was man hierbei bei der Recherche nach geeigneten Seiten beachten sollte und worauf es in welchem Land ankommt, zeigt das Whitepaper zum internationalen Outreach von eology.

Darüber hinaus bieten noch viele andere Plattformen die Möglichkeit, Werbung zu schalten oder Kooperationen einzugehen. Facebook ist hierbei gesondert zu erwähnen, da eine große Bandbreite an Nutzern verschiedenster Interessen darauf zugreift. Sowohl mobil als auch in der Desktop-Variante werden Banner und Anzeigen ausgespielt.

Statistik Investitionen Online-Werbung Europa
Quelle: IAB (IAB Europe) © Statista 2020

TV und Radio

Wichtig hierbei: Unbedingt an den Markt anpassen! Eine sterile, mit seichter Musik hinterlegte Werbung zu einem Waschmittel wird in anderen Ländern nicht funktionieren. Außerhalb der EU bietet Japan hierfür ein gutes Beispiel. Denn die Werbespots sind oft schrill, grell und auffällig. Expandiert ein Unternehmen und möchte die Brand-Awareness steigern, braucht es mehr als reines Sprachverständnis. Die jeweilige Kultur und die Besonderheiten im jeweiligen Raum zu kennen, ist noch wichtiger.

Gerade bei Neueröffnungen in einer Stadt lohnt sich ein Gespräch mit den ortsansässigen Medien und die Schaltung von Werbung im lokalen Radio oder TV-Sender. Dadurch erreicht man eine nicht zu unterschätzende Masse auf dem Weg zur Arbeit und nach Hause. Viele hören im Büro Radio oder schalten abends einmal durchs TV-Programm.

Internationale Besonderheiten

Setzt man Marketingmaßnahmen in andere Sprachen um, muss man auf ein paar Dinge achten. Unter anderem ist die korrekte Verwendung der Sprache wichtig. Man lässt die Inhalte am besten immer von einem Muttersprachler übersetzen. Alternativ dazu kann man auch auf Sprachtalente zurückgreifen, die ein paar Jahre im jeweiligen Land verbracht haben. Wichtig ist, sprachliche und kulturelle Besonderheiten zu kennen. Was für den einen Kulturkreis völlig normal ist, wird im anderen als Beleidigung aufgefasst. Vor allem im Zusammenhang mit Gesten und der Darstellung von Symbolen ist hier Vorsicht geboten. Schließlich geht es um die Kundengewinnung und nicht die Kundenabschreckung.

eologyÜber die Autorin

Patricia Unfried ist Teil des Content-Outreach-Teams bei eology und betreut Kunden im nationalen und internationalen Raum. Neben ihrer Aufgabe als Outreach Expert verfasst die studierte Germanistin und Anglistin Fachbeiträge zu aktuellen SEO-Themen.

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