Die Weihnachtsgeschichte 3.0

Die Weihnachtsgeschichte 3.0
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Die Weihnachtsgeschichte

Maria und Josef hatten Lust, an den Weihnachtstagen zu verreisen. Sie dachten: Jetzt oder nie! Endlich mal raus aus Nazareth, denn in Bethlehem war immer so einiges los.

Die mittlerweile google-runde Maria war schon immer jemand gewesen, die schnell und viele Kontakte knüpfen wollte. So kam sie irgendwann auf die Idee, einen Kaffeekränzchen-Club namens Plus ins Leben zu rufen. Tatsächlich meldeten sich viele an, aber die Lust auf Kaffee und Kuchen verging schnell. Daher hatte sie genug Zeit für ein Abenteuer zusammen mit Josef, der seitdem er denken konnte beim städtischen Auskunftshäuschen in Nazareth arbeitete. Hier hielt er allerdings nur die Stellung, denn es hatte, trotz neuer Chefin, schon seit Jahren niemand mehr angerufen. Die Strategie bei erfolgreicher Auskunft den Kunden mit einem lauten „Yahoo“ anzubrüllen hatte sich einfach nicht ausgezahlt.

Ohne besondere Vorbereitungen zu treffen, ging die Reise los. Sie erlebten das Fest des Jahrhunderts in Bethlehem. Schließlich überkam Maria jedoch die Müdigkeit. Einen Schlafplatz für die Nacht hatten sie allerdings nicht gebucht, denn ihr Motto lautete: Mal spontan sein!

Ein gemütliches Bett zu finden, gestaltete sich schwierig. Zwei relativ neue Gasthöfe, das Mozilla Plaza und das Chrome Inn, in denen sie einchecken wollten, verwehrten ihnen den Zutritt. Die hausinternen Sicherheitsmänner waren gar nicht erfreut, als sie erfuhren, dass Maria und Josef nur auf Rat eines Drittanbieters, bei dem sie sich zwischenzeitlich erkundigt hatten, vorbeigekommen waren. Hinzu kam, dass Maria und Josef den Sicherheitsmännern unbekannt waren und sie ihnen deshalb kein Vertrauen entgegen brachten.

Josef hatte eine Idee. Er zückte sein Smartphone und checkte schnell die Bewertungen und die Websites einiger Gasthöfe in der Nähe ihres Standortes.

Beim dritten Gasthof, dem schon etwas heruntergekommenen IExplorer-Hostel, angekommen, wurden Sie sehr freundlich empfangen und es schien, als wäre es überhaupt kein Problem, einen Unterschlupf für die Nacht zu buchen. Da in Bethlehem zur Weihnachtszeit aber immer reges Treiben herrschte, waren sie verwundert, dass es so einfach zu sein schien. Maria und Josef fragten sich, ob die guten Bewertungen im Web vielleicht nur von Eseln geschrieben wurden und die Werbeversprechen auf der Website des Gasthofes nur Blendung und eigentlich gar keiner in diesem Gasthof übernachten wollte. Tatsächlich bot man ihnen statt des gewünschten Zimmers mit Kingsize-Bett nur einen Stall im Hinterhof an. Viel Stroh und nahezu keine Sicherheitsvorkehrungen erwarteten sie.  Trotz sperrangelweit offen stehenden Türen und ein- und ausgehenden Räubern, gaben sie sich mit dieser Schlafmöglichkeit zufrieden.

In der Nacht bekam Maria überraschend ihr Kind. Das Jesuskind war geboren und kam aus dem Nichts. Josef bestand auf den Zweitnamen Detlef-Ingo-Manfred. Eines Tages würde es groß und stark werden und vielen Menschen helfen. Da waren sich Maria und Josef einig.

Der Stern über Bethlehem wies allen den Weg – so auch den heiligen drei Königen, Balthazon, Melchando und Kaspar-Ebay. Die drei waren tüchtige Geschäftsmänner. Balthazon besaß eine Großhandelsfiliale, Melchando DEN Schuhladen in Bethlehem und Kaspar-Ebay einen Trödelladen. An diesem besonderen Tag nahmen sie sich frei. Morgens Google News gelesen und vom Jesuskind erfahren, auf den Weg gemacht, kurz verlaufen, Google Maps gefragt und die schnellste Route eingeschlagen. Im Schlepptau: drei riesige Pakete, um das Jesuskind zu begrüßen. Mal was neues? Klar! Von wegen Weihrauch, Myrrhe und Gold. Das gibt’s doch immer. Neue Schuhe, ein gebrauchtes, aber noch voll funktionstüchtiges Kinderbettchen und der neueste Kindle Fire HD, um auch die Bibel in gestochen scharfer Schrift bei schlechten Lichtverhältnissen zu lesen. Die drei Könige hatten Glück, dass die Drohnen zuvor nicht gestreikt hatten.

Angekommen im Stall begrüßten sie das Jesuskind. Es schrie vor Glück als es mit den Geschenken überhäuft wurde.

Erzengel Gabriel zwitscherte in 140 Zeichen vom Dach: „Das Jesuskind ist geboren. Ihr Menschen aus der ganzen Welt, kommt und begrüßt es. Irgendwann wird es auch gute Taten für euch vollbringen!“

 

Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und bis nächstes Jahr!


Achtung: Unsere Geschichte ist mit einem Augenzwinkern zu betrachten und will in keiner Weise den kirchlichen und christlichen Glauben anzweifeln oder
angreifen.

 

 

 

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