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Internationalisierung: Vorteile, Chancen und Herausforderungen

Die Internationalisierung ist heutzutage der Grundstein für den Erfolg vieler Unternehmen. Große Marken wie Apple oder Nike wären ohne Internationalisierung und Globalisierung nicht das, was sie heute sind. Gleichzeitig scheuen sich viele Unternehmensführer davor, international aktiv zu werden. Warum ist das so? Und welche Chancen und Herausforderungen bringt dieser Schritt mit sich? Im Folgenden klären wir über die Vorteile, Chancen, die unterschiedlichen Stufen und die Herausforderungen der Internationalisierung auf. 

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Definition: Was bedeutet Internationalisierung? 

Mit Blick auf die Unternehmenswelt ist die Definition der Internationalisierung recht einfach. Wichtig zu wissen ist, dass die Internationalisierung nicht mit der Globalisierung gleichgesetzt werden kann. Durch die Globalisierung allerdings ist die Internationalisierung zu einer zunehmenden Prominenz gekommen. Als Internationalisierung wird dabei ein dezentrales Marktverhalten eines Unternehmens bezeichnet. Dieses fokussiert sich also nicht mehr nur auf den Heimatmarkt oder das Heimatland, sondern expandiert die eigenen Dienstleistungen oder Produkte in andere Länder. 

Die Motivationen und Gründe für die Internationalisierung sind vielseitig. In der Regel gehören hierzu die Erschließung neuer Absatzmärkte, die Senkung von Lohn-, Neben- und Produktionskosten oder die Realisierung von Transportkostenvorteilen und Umgehung von möglichen Importbeschränkungen. 

Die 6 Stufen der Internationalisierung 

Internationalisierung meint im Grund genommen immer dasselbe. Allerdings gibt es verschiedene Ausprägungen, die auch als Stufen bezeichnet werden. Diese unterscheiden sich vor allem dahingehend, welche Ressourcen für das internationale Geschäft benötigt werden. Insgesamt sechs Stufen der Internationalisierung gibt es:

  1. Export 
  2. Lizenzvergabe 
  3. Franchising 
  4. Joint Venture 
  5. Auslands-Niederlassung oder Produktionsbetrieb 
  6. Tochtergesellschaft
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Export 

Der Export ermöglicht einen vergleichsweise leichten Einstieg in internationale Märkte. Hier werden die eigenen Produkte und Dienstleistungen ins Ausland verkauft. Ein erhöhter Ressourcenaufwand oder eine besondere Expertise sind hierfür in vielen Fällen nicht notwendig. 

Lizenzvergabe 

Eine weitere Form der Internationalisierung ist die Lizenzvergabe ins Ausland. Auf diesem Wege können zum Beispiel Unternehmen aus Deutschland ein Nutzungsrecht an einer Marke ins Ausland übertragen. Die Lizenz kann vom Lizenzgeber in Abstimmung mit dem Lizenznehmer beliebig beschränkt werden und sich zum Beispiel ausschließlich auf den Verkauf oder die Herstellung der Produkte beziehen. 

Franchising 

Auf der dritten Stufe der Internationalisierung steht das sogenannte Franchising. In diesem Fall ist das Risiko vergleichsweise gering, da Unternehmen nicht selbst ins Ausland investieren. Stattdessen wird die Nutzung des jeweiligen Geschäftskonzeptes auf Franchisenehmer im Ausland übertragen. Eine Herausforderung ist dabei die Weitergabe des Know-Hows ins Zielland. Dafür fallen Markteinschätzungen und Co. in die Hände des Franchisenehmers. 

Joint Venture 

Das Joint Venture ist eine Steigerung des Franchisings. In diesem Fall kooperiert das eigene Unternehmen mit einem oder mehreren Unternehmen im jeweiligen Zielland. Das finanzielle Risiko teilen sich die Partner, wobei jedes Unternehmen eigenständig bleibt. Der Vorteil liegt im vergleichsweise geringen Ressourcenaufwand durch die Kooperation mit den Partnern. Dafür werden an diese aber auch Zuständigkeiten abgegeben. 

Auslands-Niederlassung oder Produktionsbetrieb 

Mit einer eigenen Niederlassung oder einem Produktionsbetrieb wird ein Unternehmen geschaffen, welches rechtlich dem Mutterkonzern im Heimatland zuzuordnen ist. Die Niederlassung ist aber geografisch vom Hauptsitz getrennt und wird von diesem mit allen wichtigen Mitteln wie dem Geschäftsvermögen oder der Ausstattung versorgt. Zusätzlich ist auch die Hauptniederlassung für das Personal, die Finanzierung oder das Marketing zuständig. 

Tochtergesellschaft 

Mit der Gründung einer Tochtergesellschaft wird im Zielland ein eigenständiges Unternehmen geschaffen, welches jedoch wirtschaftlich vom Mutterkonzern abhängig ist. Das Risiko ist im Vergleich zu anderen Stufen erhöht, ebenso benötigen Unternehmen vergleichsweise viel Kapital. 

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Vorteile und Gründe der Internationalisierung 

Die Gründe und Vorteile der Internationalisierung sind vielseitig. So lassen sich neue Märkte erschließen, mit denen der Absatz für Produkte und Dienstleistungen gesteigert werden kann. In anderen Fällen spielen möglicherweise günstigere Produktions- und Herstellungskosten oder die Senkung von Lohn- und Nebenkosten eine Rolle. Auch Transportkostenvorteile können sich aus der Internationalisierung ergeben. Zudem können Unternehmen etwaige Beschränkungen im Importhandel umgehen. 

  • Erschließung neuer Märkte für erhöhten Absatz von Produkten und Dienstleistungen 
  • Günstigere Produktions- und Herstellungskosten 
  • Senkung von Lohn- und Nebenkosten 
  • Mögliche Transportkostenvorteile 
  • Mögliche Importbeschränkungen können umgangen werden 

Herausforderungen 

Während die Internationalisierung einige Chancen bietet, sollten auch die Herausforderungen nicht unterschätzt werden. Ganz deutlich werden immer wieder geopolitische Spannungen und daraus resultierende Handels- oder Dienstleistungsbeschränkungen. Auch Unsicherheiten rund um die kulturellen Ausprägungen, mögliche sprachliche Barrieren oder die finanzielle Absicherung im Zielland sind eine Herausforderung. Darüber hinaus müssen sich Unternehmen auf veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen einstellen, die im Vorfeld oftmals nur aufwändig ermittelt werden können. Gerade bei produzierenden Unternehmen ist zudem die Wahrung der Qualität eine weitere Herausforderung. Diese ist eng mit der Weitergabe des Know-Hows verbunden. Auch bei veränderten Rahmenbedingungen in der Produktion muss die Qualität gewahrt werden. 

  • Geopolitische Herausforderungen 
  • Unsicherheiten rund um kulturelle Ausrichtungen 
  • Mögliche Unsicherheiten über finanzielle Absicherung im Zielland 
  • Andere Markt- und Wettbewerbsbedingungen 
  • Informationsbeschaffung oftmals mit viel Aufwand verbunden 
  • Mögliche sprachliche Barrieren 
  • Wahrung der Qualität auch bei veränderten Rahmenbedingungen in der Produktion 

Tipp: Vor der Expansion sollte immer eine genaue Zielmarktanalyse durchgeführt werden. Darüber hinaus sollten Sie nicht starr auf die in Ihrem Ursprungsland bewährten Dienstleistungen oder Produkten beharren, sondern diese dem Zielmarkt entsprechend anpassen. 

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Fazit 

Die Internationalisierung bietet Chancen und Risiken zugleich. Wer erfolgreich sein möchte, muss sich intensiv mit den Gegebenheiten auf dem Zielmarkt und in der Zielnation auseinandersetzen. Es ist nicht ratsam, starr an eigenen Strukturen festzuhalten und zu versuchen, die Produkte vom Heimatmarkt auch in der Fremde „durchzudrücken“. Je intensiver die Strategie für die Internationalisierung herausgearbeitet wird, desto besser stehen die Chancen auf einen langfristigen Erfolg. Möglichkeiten für die internationale Expansiom gibt es dabei in verschiedenen Ausführungen, die sich vor allem im Ressourcenaufwand und der notwendigen Expertise unterscheiden. Als risikoärmster Einstieg in andere Nationen wird der Exporthandel angesehen. Den meisten Aufwand und das größte Risiko bringt wiederum die Gründung eines Tochterunternehmens im Ausland mit sich. 

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DIM-Team