Methode 635 – Mit Brainwriting zu mehr Ideen

Methode 635 – Mit Brainwriting zu mehr Ideen
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Die Methode 6-3-5 ist seit Jahrzenten eine etablierte Methode in Gruppenreaktivprozessen. Sie lässt sich gut einsetzen, um in Innovationsprozessen mit einem ausgewählten Team von Probanden (Kunden, Mitarbeitern, Vertriebspartnern) eine Vielzahl von Ideen zu produzieren. Die Methode 635 wird gelegentlich auch als Brainwriting bezeichnet.

Die Methode hat ihren Namen von der Inszenierung der Kreativitätsmethode:

  • 6 Teilnehmer
  • 3 Ideen
  • 5 Minuten / 5x weitergeben

6 Teilnehmer erhalten ein Blatt Papier und eine konkrete Aufgabenstellung, zu der sie Ideen bzw. Alternativideen sammeln sollen. Die Teilnehmer notieren 3 konkrete Ideen. Dann wird der Zettel weitergegeben und auf der Basis der drei Ideen des Vorgängers werden drei weitere Ideen notiert. Jeder Proband sollte nur die drei Ideen seines Vorgängers sehen. Nachdem der Zettel 5x weiter gereicht wurde, ist die Methode 635 abgeschlossen. So werden 6 x 3 x 5 Ideen produziert.

Methode 635

Die Qualität und Nachhaltigkeit der Ideen sollte in der ersten Runde noch nicht diskutiert und kommentiert werden. Dies ist regelmäßig Aufgabe eines weiteren Schrittes im Innovationsprozess. Die Qualität der Ideen und damit der Output der Methode lässt sich positiv beeinflussen, wenn man die Probanden frühzeitig mit dem Thema bzw. der Aufgabestellung konfrontiert (etwa bei der Einladung) und die Probanden heterogen, aber doch kompatibel auswählt.

Ein wenig Flexibilität im Einsatz schadet der Methode 635 übrigens nicht. Also: Wenn Sie fünf oder sieben Teilnehmer haben, ist dies auch kein Problem. Dann machen Sie halt ein Kreativmeeting nach 735. Haben Sie 24 Personen, dann lassen Sie einfach 4 Gruppen parallel die Übung ausführen!

Gelegentlich wird ein Formular für die Methode eingesetzt, dies ist aber nicht unbedingt notwendig. Ein einfacher DIN A4 Zettel reicht in aller Regel aus.

Methode 635

Die Methode des Brainwriting hat einige Vorteile

  • Ideen können nicht versehentlich in der Diskussion untergehen, da sie schriftlich fixiert sind.
  • Es ist nicht notwendig, ein Protokoll zu führen. Ein Protokollant entfällt deshalb.
  • Die Anonymität der Teilnehmer kann meist gewahrt werden. Die Teilnehmer sind somit nicht persönlich angreifbar.
  • Es herrscht Gleichberechtigung in der Gruppe. Introvertierte Teilnehmer haben dieselbe Chance, ihre Ideen einzubringen wie Extrovertierte. Auch hat die Stellung der Teilnehmer keinen Einfluss auf die Besprechung der Ideen, sofern Anonymität vorherrscht. In der Diskussion werden beispielsweise die Ideen des Abteilungsleiters dann nicht aus Furcht vor Kritik ausgespart.

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