Personal Branding – sich selbst zur Marke machen

Personal Branding – sich selbst zur Marke machen
4.8, 103 Bewertungen

Promis wie Sängerin Christina Aguilera, Model Heidi Klum oder Ex-Fußballer David Beckham haben eines gemeinsam: Wiedererkennungswert. Sie haben es verstanden, sich selbst zu gefragten Influencern zu machen und zu einer Marke zu erheben, die sofort erkennbar und unverwechselbar ist. Genau dieser Effekt ist mit Personal Branding gemeint. Nicht nur Produkte können einen starken Namen führen (z. B. Apple, Coca-Cola oder Ferrari), sondern auch Menschen. Durch das Personal Branding wird darauf hingearbeitet, in der Öffentlichkeit über ein positives Image sowie über eine hohe Reputation zu verfügen.

Definition: Was ist Personal Branding?

Beim Personal Branding geht es darum, eine Personen-Marke zu etablieren. Es steht also statt eines Unternehmens und seiner Produkte ein Mensch im Vordergrund, der vermarktet werden soll.  Durch das Auftreten sowie Marketing- und Content-Kampagnen soll die Person auf eine bestimmte Art und Weise wahrgenommen werden, beispielsweise als Experte für ein Fachgebiet. Die Marke und ihre Werte sind dementsprechend eng mit der Persönlichkeit, den Kompetenzen und der Reputation der Person verknüpft.

Ziele und Zielgruppen von Personal Branding

Warum betreibt jemand eigentlich diesen Aufwand bezüglich des Personal Brandings? Als Hauptziele werden von vielen vor allem der Aufbau eines positiven Images sowie die Verbesserung der eigenen Reputation genannt. Wer sich selbst zur Marke erheben möchte, dem geht es darum:

  • die eigenen Erfolge sowie seine Qualifikation und Kompetenz nach außen hin bekannt zu machen;
  • die eigene Positionierung deutlich zu machen (beispielsweise zur Verbesserung der beruflichen Möglichkeiten);
  • eine bewusste Inszenierung/Darstellung der eigenen Person zum Zweck der Selbstvermarktung durchzuführen;
  • die Erarbeitung eines Expertenstatus zu einem ganz speziellen Themenbereich;
  • das Erringen der Meinungsführerschaft (z. B. als Influencer).

Die Zielgruppen sind von der Person abhängig, die Personal Branding verwendet. Das können die eigenen Follower sein, die man dank eines starken Namens erreicht und die man mit Details aus dem eigenen Leben oder auch mit ganz bestimmten Informationen zum eigenen Thema versorgen kann. Die Zielgruppe können aber auch potenzielle Kunden sein, denen man über seine Kanäle bestimmte Produkte schmackhaft macht. Nicht selten verschwimmen die Zielgruppen. Follower tendieren schnell dazu, ein Produkt zu kaufen, das ihnen im Video oder auf einem Bild ihres Idols vorgestellt wurde.

Wie funktioniert Personal Branding?

Das wichtigste Stichwort im Bereich Personal Branding ist die Selbstvermarktung. Um nichts anderes geht es, wenn man sich dazu entschließt, diesen Weg zu gehen. Allerdings gelingt das nur, wenn man:

  • zu einem ganz speziellen Thema hohe Fachkompetenz besitzt;
  • in der Lage ist, sich selbst zu präsentieren;
  • hohe Verbindlichkeit vermittelt;
  • gewillt ist, auch für Werte einzustehen;
  • mit dem eigenen Namen für etwas einstehen möchte;
  • eine große Fangemeinde besitzt bzw. sich diese erarbeiten kann;
  • über eine gute Vernetzung verfügt (auch zu den Medien).

All diese Eigenschaften finden sich bei den oben genannten Persönlichkeiten und versetzen sie in die Lage, als Influencer ganz eigene Visionen, Ideen und Werte an andere weiterzugeben. Sie nutzen ihr Personal Branding also dazu, die Follower an ihren Gedanken, Zielen und auch an ihrem Geschmack teilhaben zu lassen.Am ehesten führt die Selbstvermarktung zum Erfolg, wenn die Person ein optimales Gleichgewicht zwischen Fachkompetenz, Charakter und Kommunikationsfähigkeit besitzt.

Es geht beim Personal Branding prinzipiell darum, die eigenen Follower und damit potenzielle Kunden mithilfe des eigenen Wesens und Wissens von einem Produkt oder einer Meinung zu überzeugen. Dabei muss es sich nicht um Produkte handeln, sondern beispielsweise auch darum, sich verstärkt für etwas einzusetzen (z. B. Umwelt- und Tierschutz). Gerade in diesem Bereich sind viele Persönlichkeiten des öffentlichen oder kulturellen Lebens engagiert und setzen ihren Namen gezielt ein. Als Beispiel kann etwa der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore gelten. Al Gore wurde nach seiner Amtszeit zu einem bekannten Vorkämpfer für den Umweltschutz.

Seminar Erfolgreiches Markenmanagement

Wenn Sie mehr über die professionelle Präsentation und Gestaltung Ihrer Marke erfahren möchten, informieren Sie sich über unser Seminar „Erfolgreiches Markenmanagement“:

Erfolgreiches Markenmanagement

Mi, 13.03. - Do, 14.03.2019
Köln
Mo, 12.08. - Di, 13.08.2019
Köln
Legende:
Ausreichend freie Plätze vorhanden.
Nur noch wenige Plätze frei!
Leider ausgebucht.

Personal Branding – Selbstvermarktungsstrategie für Unternehmen und Personen

Die Grundfrage beim Personal Branding lautet, warum sich Kunden dazu entschließen, ein Produkt bei einer bestimmten Firma zu kaufen, zu einem Fachmediziner zu gehen oder die Dienste eines Fachhandwerkers in Anspruch zu nehmen. Sie handeln so, weil sie demjenigen vertrauen, um seine Fähigkeiten wissen oder ihn gar persönlich kennen. Die entsprechenden Personen oder Unternehmen haben also in der Öffentlichkeit ein bestimmtes Standing, einen guten Ruf und damit ein ganz spezielles Personal Branding.

Schon lange ist zudem bekannt, dass sich mit bekannten Persönlichkeiten gutes Geld verdienen lässt. Deshalb arbeiten immer mehr Unternehmen inzwischen nicht nur an der Optimierung ihres eigenen Markennamens, sondern nutzen darüber hinaus das Personal Branding bekannter Persönlichkeiten, um so für ihre Produkte zu werben. Meist geschieht dies heute über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube oder Instagram. Und der Erfolg spricht für die Methode. Was Stars für Modetrends setzen, als Pflege- oder Nahrungsmittel verwenden oder in Form von Produkten anpreisen, wird als gut empfunden. Also werden diese Dinge auch von den Followern gekauft.

4 Tipps, wie man sich ein Personal Branding erarbeitet

Man wird nicht über Nacht und schon gar nicht ohne gezielte Maßnahmen zu einer eigenen Marke. Damit man irgendwann ein Personal Branding besitzt, sind einige Dinge zu beachten. Es gibt verschiedene Tipps, wie sich Personal Branding umsetzen lässt, um damit erfolgreich zu werden. Die hier genannten Vorschläge bilden die Grundlagen:

  1. Sich selbst finden: Wer ist man? Was möchte man erreichen? Was sind die eigenen Fähigkeiten?
  2. Positionierung: Welche Motive und Wünsche haben die Kunden oder Follower? Welche Probleme können für Kunden bzw. Follower gelöst werden?
  3. Selbstvermarktung: Werbung auf allen digitalen Kanälen, Linksetzung, Fachdiskussionen, etc.
  4. Pflege der eigenen Marke: Weiterentwicklung, Kontaktpflege, Reagieren auf Feedback.

Die Vor- und Nachteile von Personal Branding

Ein Vorteil des Personal Brandings ist, dass man auf diese Weise zu einem erfolgreichen Werbeträger werden kann. Unternehmen suchen stets nach bekannten Gesichtern und sind daher bereit, hohe Summen für deren Dienste zu zahlen. Hat man als eigene Marke erst einmal einen bestimmten Bekanntheitsgrad erreicht, kann man sich häufig aussuchen, mit welchen Unternehmen man zusammenarbeiten möchte und ist dementsprechend in der Lage, finanzielle Forderungen zu stellen. Hinzu kommt, dass solch eine Persönlichkeit tatsächlich über ein großes Maß an Einfluss verfügt. Immerhin haben wichtige Personen viele Millionen Follower und diese sind beeinflussbar.

Aber auch die Nachteile des Personal Brandings sollten nicht unberücksichtigt bleiben. Wer es einmal geschafft hat, sich durch kluge Selbstvermarktung zu einer eigenen Marke zu machen, der muss dafür sorgen, dass er im Gespräch bleibt und seine Fans bzw. Follower täglich neu mit interessanten Inhalten versorgt. Dieser Umstand kann einen unglaublichen Leistungsdruck erzeugen. Wer durch seinen Namen in der Öffentlichkeit steht und ständig präsent ist, der muss oft ein sehr eingeschränktes Privatleben in Kauf nehmen. Ein unrühmliches und tragisches Beispiel hierfür ist Lady Diana, die letztlich auch ihrer medialen Präsenz zum Opfer fiel. Deshalb gilt es, ein gesundes Gleichgewicht zu schaffen und dafür zu sorgen, dass man sich trotz großem Bekanntheitsgrad Freiräume für Privates offenhält.

Ebenfalls von Nachteil ist es, dass durch die extreme Vernetzung jeder noch so kleine Fehltritt sofort geahndet wird. Jüngstes Beispiel könnte die bekannte US-Schauspielerin Roseanne Barr sein. Sie hat durch einen einzigen Post in den sozialen Netzwerken ihren bis dahin guten Namen fast vollständig eingebüßt. Als Inhaber eines Personal Brandings kann man nicht mehr vollkommen frei agieren, sondern muss jede Geste, jedes Wort und jeden Schritt auf die Goldwaage legen. Ein guter Ruf und das damit verbundene Personal Branding sind unglaublich schnell verspielt.

#PersonalBranding #Influencer #Werbeträger

Ihre Kontaktanfrage

Wir unterstützen Unternehmen durch Seminare, Schulungen, Beratungsansätze und Coachings!
Wie können wir Sie unterstützen?






Hier können Sie uns mitteilen, wann wir Sie zwischen 09.00 Uhr und 18.00 Uhr am besten telefonisch erreichen.
captcha