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Die wichtigsten ERP-Funktionen fürs Marketing

Die wichtigsten ERP-Funktionen fürs Marketing
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Marketingmaßnahmen bilden den Dreh- und Angelpunkt, wenn Firmen Kunden ansprechen und so für sich und ihre Produkte gewinnen wollen. Bedingt durch die Corona-Krise lassen viele Betriebe mittlerweile ihre Marketing-Teams im Homeoffice arbeiten. Die weitere Zusammenarbeit verlangt daher, dass Mitarbeiter optimal vernetzt sind, wenn Unternehmen garantieren wollen, dass es nicht zu Problemen, Engpässen u. Ä. kommt. Schließlich arbeitet es sich deutlich leichter, wenn die Kommunikationswege kürzer sind – also Angestellte schnell Daten und Informationen austauschen können. Einen wertvollen Beitrag, um eine lückenlose Kommunikation und den unkomplizierten Austausch von Daten zu garantieren, leisten ERP-Systeme.

Diese gewährleisten, dass Mitarbeiter von vielen verschiedenen Standorten aus auf firmeninterne Daten zugreifen können und verbinden sämtliche Geschäftsbereiche und -prozesse miteinander. Sie garantieren also unter anderem, dass Firmen den Betrieb aufrechterhalten können, selbst wenn ein großer Teil der Angestellten von zu Hause aus arbeitet. Eine Cloud-Lösung, die auch auf Tablets und Smartphones nutzbar ist, eignet sich in diesem Zusammenhang besonders gut. Die Hauptfunktion von ERP-Systemen ist somit, die verschiedenen Geschäftsbereiche eines Unternehmens zu verwalten und Betriebsabläufe zu vereinheitlichen. Dadurch werden firmeninterne Prozesse in ihrer Gesamtheit deutlich beschleunigt und vereinfacht.

ERP-Systeme Funktionen

Funktionsarten von ERP-Systemen:

Auch mit Blick auf den Marketing-Sektor sind ERP-Softwarelösungen interessant, da sie ein breites Spektrum von Hilfsmitteln bieten, die Firmen gezielt im Bereich des Online-Marketings nutzen können.

Wichtige Funktionen in diesem Zusammenhang sind:

  • CRM (Customer-Relationship-Management):
    Durch ein integriertes CRM können Betriebe einen umfassenden Überblick über das Nutzerverhalten ihrer Kunden gewinnen. Sie können beispielsweise durch Reportings und Trackings jederzeit einsehen, wer was zu welchem Zeitpunkt gekauft hat. Kundengruppen können so besser eingegrenzt und gezielter angesprochen werden.
    Wenn also Unternehmen ihr jeweiliges Marketing-Ressort ans ERP-System anbinden, ist es ihnen möglich, neue Zielgruppen ausfindig zu machen und dadurch neue Marketingstrategien zu entwickeln.
  • Flexible Eventplanung:
    Veranstaltungen – sofern Ausgangsbeschränkungen diese nicht verbieten – sind ein gutes und gerne genutztes Mittel, um in Kontakt mit Kunden und Kollegen zu treten. ERP-Systeme können die Planung und Durchführung derselben deutlich vereinfachen. Dies ermöglichen sie Nutzern beispielsweise, indem sie eine übersichtliche Adressdatenbasis erstellen, die Termine, Veranstaltungsorte, etc. festhält. Auch alle diesbezüglich wichtigen Kontakte und Aktivitäten beinhaltet die Datenbank.
  • Integration von Telefonie:
    Das Telefon ist nach wie vor das Instrument, das sich am besten eignet, um sehr unmittelbar mit Kunden und Interessenten in Kontakt zu treten. Adressdaten aus einem ERP-System lassen sich mit einer geeigneten Telefonanlage verbinden – so müssen die zuständigen Personen nicht mühsam einzelne Telefonnummern heraussuchen.
    Auch Serienmails und -Briefe können Firmen mithilfe dieser Kontaktdaten erstellen und verschicken.
  • Dynamische Datenauswertung:
    Wie bereits beschrieben, sammeln und speichern ERP-Systeme Daten. Vom Sales-Funnel und Kampagnenmanagement bis hin zur Auswertung von Verkaufszahlen liefert das System aktuelle Werte, die das Marketing-Team verwenden kann, um neue Verkaufsstrategien zu planen.
  • Lagerung von Dokumenten und Textbausteinen:
    Die Ablage von Dokumenten aller Art an einem zentralen Ort kann viel Zeit einsparen. Wenn sich diese im ERP-System befinden, lassen sie sich gezielt mit gespeicherten Geschäftsfällen verbinden. So können Firmen Verträge, Besprechungsnotizen etc. und Kundenaufträge zusammenführen.

Zusammengefasst helfen ERP-Systeme Marketing-Abteilungen also dabei, Daten von Kunden zu sammeln, zu ordnen und auszuwerten. Der einheitliche Datenpool, den solche Softwares gewährleisten, ist aber außerdem hilfreich beim Erstellen und Pflegen der Firmen-Website. Wenn alle Informationen durch ein ERP-System zentral und in Echtzeit einsehbar sind, kann es nicht mehr passieren, dass eine Website veraltete Daten enthält. Ein Kunde, der die jeweilige Firmenseite aufruft und dort beispielsweise veraltete Öffnungszeiten oder nicht mehr verfügbare Telefonnummern vorfindet, wird möglicherweise davon abgeschreckt sein. Ein Unternehmen, das seine Website nicht regelmäßig aktualisiert, wirkt unprofessionell.

Fazit

ERP-Softwares bilden ein zuverlässiges Werkzeug in Verbindung mit Marketingmaßnahmen, um Kunden zu erreichen. Firmen können mit ihrer Hilfe Arbeitsprozesse vereinheitlichen, Daten sammeln und aus diesen Strategien zur Vermarktung ihrer Produkte ableiten. Das richtige Vernetzen von ERP-Systemen mit Marketing-Tools kann Zeit und Energie kosten – der Mehrwert, den Firmen aber auf diese Weise schaffen, gleicht die so investierten Mühen auf lange Sicht aber aus.

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Es tut sich was im ERP-Markt. Zum einen gibt es mit Software as a service, kurz SaaS, eine Alternative zum Betrieb eines ERP-Systems im eigenen Unternehmen. Zum anderen kann man mit Open Source ERP-Systemen künftig auf proprietäre Software verzichten.

In Westeuropa kann man davon ausgehen, dass SaaS sich explosionsartig verbreiten wird, insbesondere im Mittelstand. Vor allem die drei Gründe "Kosten", "IT-Fachkräfte" und "Altanwendungen" sprechen für ein schnelles Wachstum. "Die mit SaaS mögliche unverzügliche Reduzierung der IT-Kosten um den Faktor 5 bis10 werden mittelständische Unternehmer schnell verstehen", so Sempert, Beiratsmitglied des US-Unternehmens Saugatuck Technology.

Ähnlich wie bei ERP als SaaS lassen sich Installationen von Open Source ERP-Systemen hierzulande nur spärlich finden. Zwar hat Linux bei Betriebssystemen für Server nachhaltig Einzug gehalten, wirft Dr. Christian Knoll, CEO der Kinamu Business Solutions AG ein, kommerziellen Open Source-Lösungen fehle jedoch noch der Bekanntheitsgrad und es herrsche ein gewisses Misstrauen vor, da es sich um geschäftskritische Anwendungen handelt. Dabei gibt es bereits international etablierte ERP-Systeme auf Basis von Freier Software. Zu den bekanntesten zählen Compiere und Openbravo (s.u.). Weiterlesen