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Nachhaltiges Konsumentenverhalten – Der bewusste Käufer

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Begriffe wie Corporate Social Responsibility oder Sustainable Developement prägen mehr und mehr das Bild der Märkte und Unternehmen. Konsumenten haben wachsende Erwartungen an Unternehmen, wenn es um deren gesellschaftlichen Beitrag in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht geht. Aber auch der Blick auf den Konsumenten selbst verrät: Nachhaltiges Konsumentenverhalten nimmt vor allem in Zeiten von Fridays for Future als Trend eine wichtige Rolle ein.

Nachhaltiger Konsum als Begriff

In ihrem Kaufverhalten gehen Menschen habitualisierten Konsummustern nach (Konsumstile). Nachhaltige Konsumstile sind dabei umwelt- sowie sozialverträglich und beziehen folgende Aspekte in die Kaufentscheidung mit ein:

  • andere Menschen (intragenerative Gerechtigkeit)
  • und zukünftige Generationen (intergenerative Gerechtigkeit).

In Anlehnung an die Definition einer Nachhaltigen Entwicklung gemäß der Brundtlandt-Kommission wird der Begriff Nachhaltiger Konsum wie folgt definiert:

Nachhaltiger Konsum ist die Verwendung von Gütern und Dienstleistungen, die zur Bedürfnisbefriedigung der heute lebenden Menschen beiträgt, ohne die Bedürfnisbefriedigungsmöglichkeiten anderer Menschen und zukünftiger Generationen zu gefährden.

Nachhaltiges Konsumentenverhalten: Bedürfnis-Gelegenheits-Fähigkeits-Modell

Nachhaltiges Konsumentenverhalten zeichent sich durch die Reflexion sozialer und ökologischer Konsequenzen der eigenen Kaufentscheidung aus.

Nachhaltiges Konsumentenverhalten: aktuelle Entwicklungen

Die aktuellen Ergebnisse der Utopia-Studie 2020 zeigen, dass Nachhaltigkeit in fast allen Lebensbereichen an Bedeutung gewinnt. Im Vergleich zu der Studie im Jahr 2017 konsumieren Menschen heute bewusster und nachhaltiger. 18- bis 24-Jährige sind die einkaufsfreudigsten Konsumenten und können daher als wichtiger Treiber des Konsums gesehen werden.

Lebensmittel, Körperpflege und Kosmetik sowie Haushaltsartikel sind die Bereiche in denen Konsumenten besonders auf eine faire und nachhaltige Produktion achten. Knapp drei Viertel der Befragten (71 Prozent) legen großen Wert darauf, dass Lebensmittel umweltfreundlich und fair hergestellt werden. Auch der wachsende Wunsch nach weniger Verpackungsmaterial und Plastik wird deutlich.

Laut Umfragen steigt auch die Zahlungsbereitschaft für umweltfreundliche Produkte bei immer mehr Menschen. Zudem sind die Konsumenten bereit, für nachhaltige Verpackungen auch einen gewissen Aufpreis zu bezahlen. Wichtig ist hier aber die Transparenz zum ökologischen Fußabruck des Produktes. Mit detaillierten Informationen zur Nachhaltigkeit Ihres Angebots können Sie die Kaufentscheidung der Konsumenten positiv beeinflussen. Verbraucher informieren sich vor allem auf den Websites beziehungsweise in den Onlineshops der Anbieter über die Nachhaltigkeit eines Produktes.

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Auswirkungen auf Produkt- & Marketingentscheidungen

Das Umdenken der Konsumenten in Richtung nachhaltiger und umweltschonender Produkte bzw. Marken hat Konsequenzen auf alle markenpolitischen Entscheidungen sowie für die Gestaltung der Marketingmaßnahmen eines Unternehmens.

Der Trend des nachhaltigen Konsumentenverhaltens beeinflusst alle Phasen der Wertschöpfungskette und muss im gesamten Produktlebenszyklus bedacht werden. Neben der Rohstoffgewinnung und Produktion sind auch die Distribution sowie die Entsorgung bzw. Verwertung des Produkts relevante Kriterien bei der Konsumentenentscheidungen. All das muss auch im Marketing bedacht werden. Verantwortliche müssen diese neuen Marktanforderungen in all ihren Entscheidungen bedenken und diese richtig nach außen kommunizieren.

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Nachhaltigkeitsmarketing

Ein großer Teil der Reputation eines Unternehmens wird von seinem ökologischen und sozialen Engagement geprägt! Grund genug, dieses Potential zu nutzen und aktiv Nachhaltigkeitsmarketing zu betreiben. Dabei gibt es einige Tipps, auf die geachtet werden sollte:

  • Leben Sie Nachhaltigkeit authentisch: nicht nur reden, sondern auch handeln ist angesagt!
  • Nachhaltigkeit ist ein emotionales Thema: Emotionalisieren Sie daher auch Ihr Nachhaltigkeitsmarketing!
  • Vermeiden Sie Skandale: Im Fall der Fälle ist eine gute Krisenkommunikation wichtig.
  • Betreiben Sie kein Greenwashing, dabei setzen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden aufs Spiel.

Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, gelingt es Ihnen, das Vertrauen der Konsumenten zu gewinnen und das Potenzial des Nachhaltigkeitstrrends zu nutzen.

Labels und Nachhaltigkeitssiegel

Konsumenten begegnen einer größer werdenden Vielfalt an umweltschonenden Marken und Produktalternativen. Dass Gütesiegel die Kaufbereitschaft des Kunden in der Regel steigern, ist bekannt. Dem Einsatz von Labels und Nachhaltigkeitssiegeln als Determinanten der Kaufentscheidung kommt daher eine große Bedeutung zu. Sie sollen beim Kauf als Orientierungshilfe dienen und transparente Marktverhältnisse schaffen. Bekannte Beispiele sind der „Blaue Engel“ der Bundesregierung oder Siegel wie Naturland Fair und Fairtrade.

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Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 16
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Greta Effekt – Bedeutung und Stellenwert in Gesellschaft und Politik

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Der Greta Effekt ist auf die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg zurückzuführen. Als Initiatorin der Fridays-For-Future-Demonstrationen gilt sie als Gründerin der globalen Klimastreiks. Bei diesen Demos bleiben vorzugsweise Schüler und Studenten dem Unterricht und den Vorlesungen fern, um öffentlich gegen die derzeitige Klimapolitik zu demonstrieren. Sie plädieren für ein sofortiges Umdenken und fordern effiziente Klimaschutz-Maßnahmen.

Greta Effekt Fridays-For-Future

Greta Effekt: Die Fridays-For-Future-Bewegung

Als direkte Folge des Greta Effekts entwickeln die Menschen, allen voran Jugendliche und junge Erwachsene, ein ausgeprägtes Bewusstsein für ihr bisheriges Verhalten und dessen Auswirkungen auf unsere Umwelt. Primär geht es den Anhängern der Fridays-For-Future-Proteste darum, mahnend auf die Klimafolgen unseres Verhaltens aufmerksam zu machen. Eine dauerhafte Klimadebatte rund um das Thema Umweltschutz entbrannte. Die heute lebenden Generationen verwalten die Zukunft der jungen Generationen, für die in ihren Augen viel zu wenig getan wird. Sie beklagen den viel zu hohen CO2-Ausstoß, den die Nationen verursachen. Darum klagen die Demonstranten die derzeitige Lage der Politik mit dem Thema Klima an und wollen die Verantwortlichen in die Pflicht nehmen, endlich den Zahlen aus der Wissenschaft Glauben zu schenken und die Ernsthaftigkeit der Lage anzuerkennen. Auch in den sozialen Netzwerken und Medien ist das Thema Greta Thunberg nicht mehr wegzudenken.

Eine Momentaufnahme

Über die Hälfte der Deutschen interessiert sich für das Thema Nachhaltigkeit. Ein Drittel hat sich in letzter Zeit damit auseinandergesetzt. Diese Tatsache ist mit Sicherheit auch dem Umstand geschuldet, dass die Medien den Greta Effekt längst als relevante und ernstzunehmende Thematik begriffen haben. Jeder zweite Deutsche möchte auch generell mehr für die Umwelt machen, jedoch schrecken bis jetzt zumeist hohe Kosten vom Handeln ab. Des Weiteren sieht man sich oftmals einer mangelnden Verfügbarkeit entsprechender Produkte gegenüber. Fast drei Viertel der deutschen Bevölkerung kaufen mehr umweltfreundliche Produkte als noch vor fünf Jahren. Viele Menschen planen in den nächsten fünf Jahren immer mehr auf umweltfreundliche Produkte umzusteigen. Jeder Zweite von ihnen ist auch bereit, dafür tiefer ins Portemonnaie zu greifen. Die Nachfrage nach klimafreundlichen Produkten sowie nach deren Herstellung ist also durchaus gegeben und scheint einen langfristigen Bedarf in der Gesellschaft zu etablieren.

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Der Greta Effekt und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft

Greta Thunberg hat die Menschen weltweit zum Nach- und Umdenken inspiriert und dadurch als wesentlichste Folge ihres Schaffens die globalen Fridays-For-Future-Demonstrationen ins Leben gerufen. Eine der zentralen Folgen des daraus resultierenden Greta Effekts ist das generelle Reiseverhalten der Menschen. Immer mehr Menschen wollen auf Flug- und Fernreisen verzichten, steigen auf öffentliche Verkehrsmittel um oder stornieren eine geplante Reise komplett. Des Weiteren stehen die Klima-Aktivisten für eine Plastikmüllvermeidung, insbesondere wird hier der Verzicht von Einwegprodukten propagiert. Dazu kommen immer wieder gemeinsame Sammelaktionen, um die Umwelt von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien. Insgesamt wird der Wunsch nach CO2-neutralen Aktivitäten immer lauter, was sich auch auf das gesamte Konsumverhalten auswirkt.

Auswirkungen auf unser Konsumverhalten

In Zeiten des digitalen Wandels sparen sich immer mehr Menschen den Gang ins Ladengeschäft und bestellen ihre Produkte bequem und einfach im Internet. In den letzten Jahren sind regelmäßige Bestellungen im Onlinehandel immer weiter angestiegen. Durch den vermehrten Transport von Postpaketen kommen viel mehr Transportfahrzeuge und Verpackungsmaterialien zum Einsatz. Im Zuge des Klimaschutzes setzen auch in diesem Bereich die ersten Kunden ihre umweltfreundlichen Maßnahmen um. Jeder fünfte Deutsche wäre demnach bereit, höhere Preise beim Online-Shopping zu bezahlen, wenn dies zur ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit beträgt. 70 Prozent der Deutschen haben schon auf einen Online-Kauf verzichtet, weil in ihren Augen die Produkte eine mangelhafte nachhaltige Verpackung aufwiesen. Jeder Fünfte verzichtet regelmäßig auf den Kauf von Produkten, die nicht nachhaltig genug verpackt werden. Mit all diesen Maßnahmen wollen die Menschen den CO2-Ausstoß so weit wie möglich eindämmen.

Der Greta Effekt und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft

Greta Effekt - Einige Daten

Eine im Herbst 2019 durchgeführte Befragung von 4100 Haushalten zum Thema Nachhaltigkeit im Segment Fashion hat eine aktuelle Verteilung in der deutschen Bevölkerung aufgezeigt. Fazit: Stück für Stück wird Deutschland "grüner". 14 % der Befragen gelten demnach als Überzeugungstäter, 55% sind noch eher unentschlossen und immerhin 31% gelten als Ablehner.

Ein Warnung behaltet die Studie auch: Greenwashing wird von der Bevölkerung gar nicht gerne gesehen! 47% der Deutschen meiden Produkte, die nur augenscheinlich ökologisch sind.

Der Greta Effekt: Auswirkungen auf die Politik

Schon längst hat der Greta Effekt Einzug in unsere Politik gehalten. Das Thema Klimawandel ist aus dem deutschen Bundestag und öffentlichen Politikdebatten nicht mehr wegzudenken. In den vergangenen Monaten konnte ein vermehrtes und verändertes Wählen der Wahlberechtigten festgestellt werden. Die Menschen wählen anders, wählen „grüner“, was  hierzulande besonders dem Bündnis 90 / Die Grünen in jüngster Vergangenheit zugutegekommen ist. Der Greta Effekt wirkt sich zugleich negativ auf jene Politiker und Parteien aus, welche die Forderungen und Ziele zum Klimaschutz der Fridays-For-Future-Aktivisten kritisieren.
Jüngst trat Greta Thunberg als Sprecherin beim UN-Klimagipfel 2019 in New York City auf, bei dem die Umsetzung des Pariser‘s Klimaübereinkommens beschleunigt werden sollte. Die Einladung Thunbergs zeugt vom allmählichen Umdenken auch in der Politik. Die von ihr angetretenen Fridays-For-Future-Demonstrationen stellen auch die Politik vor neue Herausforderungen und zwingen die Volksvertreter weltweit dazu, sich ernsthaft der Debatte zu stellen und nachhaltige Lösungen für den Klimaschutz zu kreieren.

Der Greta Effekt: Auswirkungen auf Unternehmen

Die weltweiten Klima-Demonstrationen haben auch längst Gehör bei Unternehmen gefunden. Einige von ihnen versuchen mit umweltfreundlichen Initiativen bei ihren Kunden zu punkten. Sie verstehen das wachsende Ökobewusstsein in der Bevölkerung als echte Chance, um nachhaltige Veränderungen herbeizuführen. So erhebt der Lebensmittelkonzern Aldi bald zusätzliche Kosten für Obst- und Gemüseverpackungen. Auf diese Weise soll das Bewusstsein der Kundschaft geschärft werden, sodass immer mehr Menschen auf wiederverwendbare Alternativen zurückgreifen. Das Unternehmen Bosch hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2020 alle seine Werke weltweit CO2-neutral betreiben zu wollen. Die Otto Group bspw. verzichtet neuerdings auf Dienstreisen, und steigt stattdessen dank der technischen Möglichkeiten auf Videokonferenzen um.

Nachhaltigkeitsmarketing

Unternehmen stehen heutzutage vor der Herausforderung, Ökonomie und Ökologie miteinander in Einklang zu bringen. Dabei müssen die Unternehmen auch verstehen, dass sich Nachhaltigkeit zu einem echten Wettbewerbsvorteil entwickelt. Denn jeder zweite Deutsche achtet mittlerweile beim Kauf auf das ökologische Image eines Unternehmens. Eine klimafreundliche Unternehmenspolitik kommt bei den Konsumenten gut an. Gleichzeitig profitiert ein Unternehmen von sinkenden Energiekosten. Die EBIT-Marge steigt bei klimabewusst agierenden Unternehmen im Schnitt um sechs Prozent. Außerdem steigt die Nachfrage nach Investments bei Investoren jährlich an. Denn über 50 Prozent der institutionellen Anleger achten auf soziale und ökologische Aspekte in Unternehmen. Durch eine „grüne“ Ausrichtung verbessert sich die Mitarbeiterzufriedenheit in einem Unternehmen insgesamt. Junge Mitarbeiter können zudem leichter vom eigenen Unternehmen überzeugt und angeworben werden.

Junge Bewerber und ihre Berufswahl

Besonders junge Menschen entwickeln ein ausgeprägtes Bewusstsein für den Umweltschutz. Die Prinzipien, die sie dabei entwickeln und in ihr Leben integrieren, übertragen sie ebenfalls auf ihr Berufsleben. So erwarten heute immer mehr Menschen von ihrem potenziellen Arbeitsgeber, dass das Unternehmen sich umweltpolitisch engagiert und ernsthaft an dem Thema Nachhaltigkeit interessiert ist. So hat der Greta Effekt einen entscheidenden Anteil bei der Berufswahl junger Bewerber. Wenn ein Unternehmen sich den heutigen Bedingungen und geänderten Bedürfnissen der Bewerber nicht anpasst, wird es sich in Zukunft schwerer damit tun, neue junge Mitarbeiter anzuwerben. Immer mehr junge Menschen entscheiden sich gegen einen Arbeitgeber, wenn dieser sich nicht für Nachhaltigkeit einsetzt. Immer mehr Menschen haben schon ihren Arbeitsplatz gewechselt, weil ihnen das Unternehmen, bei dem sie angestellt waren, nicht umweltfreundlich genug war. Immer mehr Menschen spielen zudem mit dem Gedanken, ihren derzeitigen Arbeitsgeber zu wechseln, weil ihnen die Unternehmenspolitik nicht „grün“ genug erscheint.

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Ein weiterer Impuls: Der Ökostrom

Der Greta Effekt macht sich ebenfalls auf dem Energiemarkt bemerkbar. Laut dem Vergleichsportal Verivox hat die Zahl der neu abgeschlossenen Ökostromtarife kräftig zugenommen. Dies stehe nicht zuletzt mit der Fridays-For-Future-Bewegung und dem Umdenken der Bevölkerung in Zusammenhang. Die entfachte Klimadebatte zeigt also auch hier erste Verhaltensänderungen. Denn knapp 60 Prozent der Verivox-Kunden haben sich im Juni 2019 für einen Ökostromtarif entschieden. Das ist fast eine Verdopplung im Vergleich zum Juni des Vorjahres. Das letzte Mal konnte ein ähnlicher Zusammenhang festgestellt werden, als es in Fukushima zur Atomkatastrophe gekommen war. Nach diesem Unfall stiegen die Verkäufe der Ökostromtarife ebenfalls rasant an. Auch der Energiekonzern E.ON kann die Aussagen von Verivox bestätigen und berichtet von einem 30-prozentigen Zuwachs im Bereich der Ökostromtarife innerhalb eines Jahres. Hier ist besonders die junge Zielgruppe federführend, da sich jeder Fünfte von ihnen für sauberen Strom entscheidet.

Die Grenzen des Greta Effekts

Allerdings stößt der Greta Effekt auch an seine Grenzen. Gerade in dem fundamental wichtigen Bereich der Flugreisen konnten laut Angaben von Lufthansa und Easyjet keine relevanten Veränderungen festgestellt werden. Ganz im Gegenteil sogar: Beide Fluggesellschaften prognostizieren für die Zukunft weiter ansteigende Passagierzahlen. Dennoch habe laut der Klimaschutzorganisation Atmosfair die Bereitschaft der Menschen zugenommen, etwas für den Klimaschutz zu tun. So sollen bei der Organisation letztes Jahr 40 Prozent höhere Ausgleichszahlungen eingegangen sein als noch im Jahr davor. Im ersten Halbjahr 2019 haben sich die Entschädigungszahlungen sogar noch einmal verdoppelt. Dieses Verhalten zeigt ein deutliches Umdenken im Bewusstsein der Menschen. Bis jetzt versuchen die Fluggäste vermehrt ihr schlechtes Gewissen mit Ausgleichszahlungen zu kompensieren, statt auf die eigentliche Flugreise zu verzichten oder auf alternative Reisemittel umzusteigen.

Fazit

Abschließend bleibt festzuhalten, dass der Greta Effekt insgesamt betrachtet seine ersten Erfolge vorzuweisen hat. Das Umdenken innerhalb der Gesellschaft veranlasst Unternehmen dazu, neue Wege zu beschreiten und nachhaltiger zu wirtschaften. Gerade die junge Generation hat ein sehr starkes Interesse daran, ihre Meinungen zu äußern und sich für eine umweltfreundliche Klimapolitik stark zu machen. Dafür machen sie auch vor den höchsten Entscheidungsträgern nicht halt, um ihre Bedürfnisse wahrgenommen zu wissen. Während erste Umfragen bereits von einem ersten Abklang des Greta Effekts berichten, hat er die Flugbereitschaft der Menschen nicht maßgeblich beeinflusst, ganz im Gegenteil sogar. Es bleibt zukünftig abzuwarten, ob das Bewusstsein für den Klimawandel und die Umwelt tatsächlich langfristig in den Köpfen der Menschen verankert bleibt. Hier stehen ganz besonders die Unternehmen sowie die Politik in der Pflicht, um nachhaltige und dauerhafte Lösungen für ein umweltfreundliches Handeln zu schaffen.

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Nachhaltigkeit: Auch bei Werbeartikeln auf dem Vormarsch

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Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein nehmen in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert ein. Denn vielen Menschen liegt die Umwelt am Herzen. Deshalb achten sie darauf, Produkte zu kaufen, die unter ökologischen Aspekten hergestellt wurden. Denn sie möchten auch nachfolgenden Generationen eine Welt hinterlassen, die lebenswert ist. Aus diesem Grund legen auch immer mehr Unternehmen auf Nachhaltigkeit Wert und setzen ein Zeichen mit Werbeartikeln, die umweltbewusst hergestellt wurden.

Nachhaltige Werbeartikel: Das steckt dahinter

Werbeartikel, die unter der Berücksichtigung bestimmter ökologischer Gesichtspunkte produziert wurden, dürfen als nachhaltig bezeichnet werden. Sie bestehen in der Regel aus Rohstoffen, die nachwachsend sind oder recycelt wurden. Dazu zählen unter anderem:

  • Holz
  • Bambus
  • Papier
  • Baumwolle
  • Bio-Kunststoff

Zudem enthalten sie keinerlei Schadstoffe, die die Umwelt belasten könnten. Wichtig ist weiterhin, dass diese unter fairen Bedingungen hergestellt wurden. Das schließt vor allem die Arbeitsbedingungen sowie die Bezahlung der Arbeiter mit ein.

Nachhaltigkeit und Werbung

Deshalb lohnen sich „grüne“ Werbegeschenke

Wer bei den Kunden im Gedächtnis bleiben möchte, der muss sich von der breiten Masse abheben – so viel steht fest. Deshalb müssen sich Unternehmen etwas einfallen lassen und bezüglich ihrer Werbung kreativ werden. Insbesondere nachhaltige Werbeartikel kommen bei Kunden gut an. Denn mit diesen zeigen Firmen, dass ihnen die Umwelt am Herzen liegt und sie verantwortungsvoll handeln. Mit solchen Werbegeschenken können sich Unternehmen von der Konkurrenz abheben und einen positiven Eindruck bei den Beschenkten hinterlassen. Zudem können Firmen so ihr Image stärken. Denn Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein wichtiges Marketing-Instrument. Aus diesem Grund ist es essentiell, sich öffentlich dazu zu bekennen. So kann man das Unternehmensbild positiv beeinflussen. Deshalb gilt es, Kunden, Geschäftspartnern und Co. mit nachhaltigen Werbeartikel zu zeigen, dass dem Unternehmen Verantwortung gegenüber der Umwelt sehr wichtig ist. Wer seine Position deutlich macht, der hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Denn es spricht sich schnell in der Branche herum, dass einer Firma Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit ist. Das macht Eindruck und weckt Neugier bei potentiellen Kunden.

Werbeartikel Nachhaltigkeit Giveaway
© Polarpx/shutterstock

So können die umweltfreundlichen Give-aways aussehen:

Nachhaltige Werbeartikel sind keinesfalls langweilig und trist – denn mittlerweile gibt es zahlreiche verschiedene Produkte. Der Markt an solchen Werbegeschenken wird immer größer. Somit steigt auch die Auswahl für Unternehmen. Doch was bedeutet das konkret? Wie können nachhaltige Werbeartikel genau aussehen?

  • USB-Sticks:
    Zu den beliebtesten Werbegeschenken zählen ohne Zweifel USB-Sticks. Denn diese bieten den Beschenkten einen echten Mehrwert. Zudem kann das Unternehmen selbst wichtige Infos auf den Speichermedien hinterlegen – egal, ob Infobroschüren, Präsentationen oder Bilder. So können sich die Interessenten zu Hause in aller Ruhe über die Leistungen und Produkte der Firma informieren. Besonders gut kommt es an, wenn diese Give-aways nachhaltig hergestellt wurden. Ob aus recyceltem Papier, Bambus oder Bio-Kunststoff – mit solchen USB-Sticks punkten Unternehmen.
  • Notizbücher:
    Damit die Kunden nichts Wichtiges vergessen, können Firmen diesen mit Notizbüchern aus organischen Materialien eine Freude bereiten. Denn dank dieser verschwindet das Zettelchaos. Alle Notizen lassen sich übersichtlich in einem solchen Buch festhalten. So verlieren die Beschenkten sicherlich nicht den Überblick.
  • Kugelschreiber:
    Zu den Klassikern unter den Give-aways zählen außerdem Kugelschreiber. Doch auch bei diesen können Unternehmen auf Nachhaltigkeit setzen. Es gibt sie zum Beispiel aus Holz oder recycelter Pappe. Diese Materialien sind biologisch abbaubar und liegen dennoch gut in der Hand.
  • Kalender:
    Damit die Kunden ihre Termine stets im Blick haben, lohnt es sich außerdem, Kalender zu verschenken. Varianten, die aus 100 Prozent recyceltem Papier hergestellt wurden, kommen dabei besonders gut an.

Selbstverständlich gibt es noch zahlreiche weitere nachhaltige Werbeartikel, mit denen Firmen ihren Kunden und Geschäftspartnern eine große Freude bereiten können. Bei der Auswahl sollten die Betriebe jedoch unbedingt darauf achten, dass die Produkte den Beschenkten einen echten Mehrwert bieten. Denn das hinterlässt einen positiven Eindruck. So bleiben die Unternehmen mit ihren umweltbewussten Werbegeschenken sicherlich in guter Erinnerung.