Der UX Score – Eine Vorstellung des GfK-Tools zur Messung der Nutzererfahrung

Der UX Score – Eine Vorstellung des GfK-Tools zur Messung der Nutzererfahrung
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Für jedes Unternehmen ist es essenziell, dass die Produkte und Services genau auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Je schneller und intuitiver ein Nutzer mit einem Produkt oder einer Dienstleistung zurechtkommt und je stärker er sich emotional damit identifizieren kann, desto positiver ist das Nutzererlebnis (User Experience), was wiederum steigende Verkaufszahlen und hohe Markenloyalität hervorruft. Vor diesem Hintergrund sollte die User Experience bei der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung im Fokus stehen. Untersuchungen zur Nutzererfahrung werden aus diesen Gründen immer umfang- und detailreicher. Um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, hat die GfK ein Tool entwickelt, das Entscheidern bei der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung maßgeblich unterstützen soll: Der UX Score. Dieses Tool wird im folgenden kurz vorgestellt.

UX Score – Das Tool

Mit dem UX Score der GfK werden drei Dimensionen der Nutzererfahrung erhoben, um einen ganzheitlichen Betrachtungsansatz zu garantieren.

UX Score GfK

Das Grundgerüst des UX Scores sind die nutzungsbezogenen Aspekte, wozu Erlernbarkeit und Bedienbarkeit zählen, also typische Usability-Aspekte. Daneben werden nutzerbezogene Aspekte in den Score mit aufgenommen, d.h. inwieweit kann sich der Nutzer z.B. mit dem Produkt identifizieren. Als dritte Komponente werden die ästhetischen Aspekte betrachtet – dem „Look & Feel“ des Produktes. Die Komponenten werden im Rahmen einer zehn Fragen umfassenden Fragebatterie abgefragt und anschließend im UX Score zusammengefasst. Dieser Messwert erlaubt Vergleichbarkeit zu ähnlichen Produkten, wodurch Benchmarking möglich wird.

Ein Beispiel des UX Scores: Apple iPad 4 vs. Samsung Galaxy Note 10.1

Um den UX Score zu veranschaulichen, soll an dieser Stelle ein Vergleich zwischen dem Apple iPad 4 und dem Samsung Galaxy Note 10.1 gezeigt werden, den die GfK mit je 100 Probanden u.a. in Deutschland und den USA durchgeführt hat. Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft die UX Scores mit den jeweiligen Unterscores für diese beiden Nationen.

UX Score Beispiel

Die UX Scores zeigen, dass das iPad in Deutschland und das Galaxy Note in den USA besser abschneidet. Bei den Einzelaspekten vergeben die deutschen Probanden beim iPad durchgängig positivere Bewertungen. In den USA gewinnt das iPad nur in den Kategorien Erlernbarkeit sowie Look & Feel.

Die UX Scores zeigen hierbei nicht nur auf, an welchen Stellen noch Optimierungsbedarf besteht, sondern sie zeigen auch, dass es durchaus internationale Unterschiede gibt. Somit lassen sich Produkteigenschaften auf spezielle Zielgruppen anpassen, um typischen Anforderungen in vollem Maße gerecht zu werden.

Fazit

 Der UX Score hebt sich mit seinem mehrdimensionalen Ansatz teilweise deutlich von anderen Usability-Messinstrumenten ab. Dadurch erfahren Entwickler nicht nur, ob ein Produkt oder ein Service eine gute Usability besitzt, sondern beispielsweise auch, inwieweit sich Anwender hiermit identifizieren können. Dadurch gewinnt man weitergehende Informationen, die für die Produktentwicklung und dem damit verbundenen zukünftigen Erfolg sehr wichtig sind.

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