Die lustigsten Marketing und PR-Ausrutscher

Die lustigsten Marketing und PR-Ausrutscher
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In Zeiten zunehmender Werbeflut, der die Konsumenten ausgesetzt sind und dem daraus resultierenden „Information Overload“, sehen viele Unternehmen Kreativität und die Erlangung der uneingeschränkten Aufmerksamkeit als Allheilmittel für eine erfolgreiche Werbekampagne an. Grundsätzlich ist daran nichts auszusetzen. Jedoch sollte jedes Unternehmen auch wissen, wo die Grenze ist, an der die Werbung eher einen negativen Effekt erzielt. Für das Deutsche Institut für Marketing ein Grund mehr, die lustigsten Marketing- und PR-Ausrutscher der letzten Jahre aufzuzeigen:

 

Ausrutscher Nr. 1

Ein gutes Beispiel hierfür: eine Guerilla-Marketingaktion von Vodafone. Vor einigen Jahren stürmten zwei von Vodafone engagierte „Flitzer“ das Spielfeld eines Rugby-Matches zwischen den Erzrivalen Australien und Neuseeland – mit nichts bekleidet außer dem Vodafone-Logo.

Quelle: The Sun

Eines der wichtigsten Kriterien einer guten Werbung; Aufmerksamkeitsstärke – hatte Vodafone damit erfüllt. Dennoch wirkte sich die Guerilla-Aktion für Vodafone eher schädlich aus. Bevor die „Flitzer“ das Spiel unterbrachen, bereitete sich die neuseeländische Mannschaft gerade auf einen wichtigen Strafstoß vor, den sie nach der Spielverzögerung nicht verwandelten. Konzequenz: Sauer auf Vodafone waren nach der Aktion nicht nur Polizei, Ordner und die Spieler, sondern zudem noch die neuseeländischen Fans!

 

Ausrutscher Nr.2

Anfang 2002 schaffte es die Tankstellenkette Jet mit ihrer Printkampagne neben katholischen Familienverbänden selbst die Familienministerin in Bayern sichtlich zu verärgern. Die Werbung zeigte eine Großfamilie mit dem Slogan „Günstiger tanken, Geld für Kondome haben.“

Quelle: www.spiegel.de

Für manche mag das witzig gewesen sein, kinderreiche Familien hingegen fühlten sich verhöhnt. Wohl auch der Grund, weshalb die Kampagne kurz nach dem Launch wieder eingestellt wurde.

 

Ausrutscher Nr. 3

Wenn die Umsätze zurückgehen, bieten sich unter anderem Werbe-Mailings hervorragend als Gegenmaßnahme an. Das dachte sich wohl auch die Unternehmensberatung Roland Berger. Und welcher zählt zu den wichtigsten Faktoren, die man in Werbe-Mailings minimieren sollte? Richtig, die Streuverluste! Wie erzielt man geringe Streuverluste? Zum Beispiel durch eine gewissenhafte Adressbereinigung und die daraus resultierende höhere Adressqualität. Sollte das Roland Berger wissen? Als renommierte Unternehmensberatung, durchaus! Wie konnte es aber dann dazu kommen, dass ein solches Mailing auch an Herrn Jürgen Kluge gesendet wurde? Für alle, die Jürgen Kluge nicht kennen: Zum damaligen Zeitpunkt war er Leiter des deutschen Büros von McKinsey & Company, dem größten Konkurrenten von Roland Berger Strategy Consultants. Herr Kluge nahm das Ganze mit Humor. Er bedankte sich artig bei seinem Wettbewerber für die „gehobene Supermarkt-Postwurfsendung“ und bot gleichzeitig Hilfe an, damit Roland Berger so etwas in Zukunft nicht wieder passiert.

 

Ausrutscher Nr. 4

Was ist schöner als Bahnfahren? Viele werden auf diese Frage „Fliegen“ nennen. Kümmert das Herrn Hartmut Mehdorn? Nein, anscheinend nicht. Sonst hätte er vor einigen Jahren als damaliger Bahnchef bei einem Interview des TV-Senders „Phoenix“ sicherlich nicht erwähnt, dass er eine Bahnreise von über vier Stunden als „Tortur“ empfindet. Für solche Strecken nutze er doch lieber ein Flugzeug.

 

Ausrutscher Nr. 5

Böse Zungen sagen Marketing sei, einem Eskimo erfolgreich einen Kühlschrank zu verkaufen, obwohl er den eigentlich überhaupt nicht will und schon gar nicht braucht. Ebenso kann man mit einsprechendem Marketing ein relativ einfaches Produkt zu einem Premium-Produkt pushen. Das dachte sich wohl auch der Coca-Cola Konzern, als er vor einigen Jahren das Premium-Mineralwasser „Dasani“ in England einführte.

Quelle: www.killercoke.org

Ein 0,5l Flaschen kostet dort umgerechnet knapp 1,30 Euro. Ist 1,30 Euro zu teuer für ein Premium-Wasser? Mitnichten. Wenn jedoch publik wird, dass das Wasser aus einem ganz normalen Wasserhahn in Sidcup (südöstlich von London) entspringt und nur noch mit ein paar unnennenswerten Mineralien zur Geschmacksverbesserung angereichert wird, fragt man sich, was genau den Preis rechtfertigt.

 

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