Elevator Pitch – 6 Schritte zur wirkungsvolle Kurzpräsentation

Elevator Pitch – 6 Schritte zur wirkungsvolle Kurzpräsentation
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Auch wenn der Name den Eindruck vermittelt – ein Elevator Pitch findet weder zwangsweise in einem Aufzug statt, noch geht es um den Verkauf von Aufzügen. Basierend auf der Idee US-amerikanischer Vertriebler, Kunden und Vorgesetzte binnen einer Aufzugfahrt von einem Projekt zu überzeugen, ist vom Aufzug heute nur noch der Name geblieben. Die grundlegende Idee ist jedoch die Gleiche. Alle relevanten Informationen sowie die Fähigkeit, zu begeistern, in einer Kurzpräsentation von etwa 60 Sekunden zu meistern – das ist die Kunst des Elevator Pitchs. Welche Schritte es zu beachten gilt auf dem Weg zur eindrucksvollen Kurzpräsentation, finden Sie im folgenden Artikel übersichtlich zusammengefasst.

Elevator Pitch im Berufsalltag – wo einsetzen?

Der Elevator Pitch ist immer eine Selbstdarstellung – entweder einer Person oder eines Projekts, eines gewissen Produkts oder eines Plans zum weiteren Vorgehen. Dementsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten, in denen sich Situationen für einen Elevator Pitch bieten.

Besonders hervorzuheben sind hier sämtliche Netzwerksituationen. Besonders auf Fachmessen, Kongressen und Tagungen bieten sich Gelegenheiten, in denen neue Kunden oder Investoren in kurzer Zeit von Innovationen oder neuen (Geschäfts-)Ideen überzeugt werden wollen. Mit dem Gedanken des Elevator Pitchs in der Tasche fällt es leichter, in Fach-Small-Talk zum Punkt zu kommen. Dasselbe gilt für Vorstellungsgespräche für eine neue Stelle: Gerade im Marketing ist wenig überzeugender, als eine gelungene Selbstpräsentation – ist sie doch die Visitenkarte des Bewerbers für seine Arbeit.

Die wohl klassischste Form des Elevator Pitches findet sich im Kundengespräch – aber auch am Telefon sollte die Macht eines guten Elevator Pitches nicht unterschätzt werden, schließlich steht hier das Wort noch mehr im Fokus der Aufmerksamkeit der Zuhörer als bei einem persönlichen Aufeinandertreffen.

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Das Ziel vor Augen halten – der Schlüssel zum gelungenen Elevator Pitch

Was den Elevator Pitch von einer gewöhnlichen Geschäftsvorstellung unterscheidet, ist die knapp bemessene Zeit. Doch wie wirkt sich das auf den Fokus der Kurzpräsentation aus? Der Elevator Pitch ist nicht gedacht, um einen ausgereiften Plan vorzulegen. Vielmehr ist entscheidend, ihn als ersten Schritt zu begreifen, um das Gegenüber sofort davon zu überzeugen, dem gesamten Businessplan überhaupt Aufmerksamkeit zu schenken.

In der Kürze der Zeit gilt besonders: für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Darin liegt gleichzeitig die Stärke des Elevator Pitchs: Wem es gelingt, seine Zuhörer in nur 60 Sekunden zu erreichen, der bleibt in Erinnerung.

Mit den folgenden Schritten gelingt der perfekte erste Eindruck bei der Kurzpräsentation:

Elevator Pitch

1. Markanter Einstieg

Das Interesse der Zuhörer sofort zu fesseln, ist eine Frage des ersten Satzes. Hier hilft zum Beispiel eine bestimmte These, eine Frage oder ein kontroverser Fakt. Wichtig ist, dass das Interesse des Publikums geweckt wird.

2. Glaubwürdige Kurzpräsentation

Wer begeistern will, sollte auch selbst begeistert sein. Jedoch überzeugt ein authentischer Vortragsstil eher, als eine aufgesetzt enthusiastische Präsentation. In allen Fällen gilt: Blickkontakt zu seinen Gesprächspartnern und eine aufrechte Körperhaltung vermitteln Selbstbewusstsein. Wer seinem persönlichen Vortragsstil folgt – egal, ob dieser eher sachlich oder eher humorvoll ist – liegt auf der sicheren Seite.

3. Verständliche Sprache

Um in kurzer Zeit das Wichtigste hervorzuheben, sind eine klare Sprache und das Aussparen von unnötigen Informationen unerlässlich. Fachjargon und zu viele Zahlen können Zuhörer überfordern. Beschränkung auf das Notwendigste verdeutlicht die Aussageabsicht. Gleichzeitig sollte der Adressat auf emotionaler Ebene angesprochen werden. Wirkungsvolle Elemente sind rhetorische Fragen und Metaphern.

4. Fokus auf das Wesentliche

Mit nur 60 Sekunden Zeit will klug ausgewählt werden, was gesagt wird. Statt weit auszuholen sollte der Kern des Elevator Pitches klar und deutlich herausgearbeitet werden. Hervorzuheben ist das Besondere, zum Beispiel: Was ist speziell an diesem Angebot? Was hebt es von der Masse ab?

5. Adressat in die Präsentation einbeziehen

Der Elevator Pitch stellt den Adressaten in den Mittelpunkt. Daher ist es elementar, genau auf die Zielgruppe einzugehen und den Nutzen für sie zu betonen. Welchen Mehrwert können die Zuhörer von diesem Angebot erwarten? Eingeplante kurze Pausen geben dem Gegenüber Möglichkeit zur Reaktion und für Rückfragen. Als Abschluss ist ein Call-to-Action entscheidend – wie soll es nun weitergehen? Die Eröffnung der Möglichkeiten für den weiteren Austausch, z.B. zur konkreten Terminabsprache oder von Kontaktdaten, rundet den Elevator Pitch professionell ab.

6. Praxistipp – Vorbereitung als Schlüssel

So wichtig alle genannten vorherigen Punkte sind – kaum jemand wird all diesen Anforderungen improvisierender Weise in 60 Sekunden gerecht. Daher gilt als Herzstück des erfolgreichen Elevator Pitchs die gute Vorbereitung, als der Schlüssel zum Erfolg. Es kann helfen, sich die Kernpunkte mit der “Blank-Canvas-Methode“ zu verdeutlichen. Notieren Sie auf einem weißen Blatt Papier die Nummern eins bis zehn. Füllen Sie die zehn Punkte mit den wichtigsten Informationen, die Sie über sich, die Dienstleistung oder das Produkt vermitteln möchten. Was exakt tun Sie? Was haben Sie erreicht, was sind Ihre Ziele? Wem dient das Unternehmen und warum? Fokussieren Sie sich auch auf interessante und leicht einprägsame Fakten – solche, die Sie von Wettbewerbern abheben. Üben Sie mit der Hilfe von Freunden oder Kollegen Ihren Kurzvortrag – so werden Sie mit der Zeit auch spontan und können aus dem Stehgreif sich bietende Elevator-Pitch-Situation nutzen.

Im hektischen Arbeitsalltag ist effiziente Kommunikation wichtig wie nie. Wer in der Lage ist, seine wichtigsten Themen seinem Gesprächspartner direkt zu kommunizieren, macht das Beste aus jedem noch so kurzen Gespräch. Und auch wenn weder Vorgesetzter noch Kunde ausdrücklich einen Elevator Pitch verlangen, es schadet nie, die Kernpunkte einer Situation anschaulich und prägnant darlegen zu können!

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