Englische Werbeslogans – Oft missverstanden, aber trotzdem erfolgreich?

Englische Werbeslogans – Oft missverstanden, aber trotzdem erfolgreich?
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Englische Werbeslogans haben längst Einzug die Marketingwelt gehalten. Um sich abzuheben von der Konkurrenz und Kunden trotz der Reizüberflutung im Supermarkt, im Internet und im Fernsehen für sich zu begeistern, werden häufig englische Werbeslogans verwendet. Auch Denglisch, also eine Mischung aus Deutsch und Englisch, im Slogan ist eine gängige Methode, um einen ausgefallenen Claim für ein Produkt zu entwickeln. Doch verstehen die Kunden diese fremdsprachigen Phrasen und Wortspiele überhaupt?

Englische Werbeslogans oft missverstanden

Englische Werbeslogans, Beispiel Lindt

„Nice to sweet you“, „Come in and find out” oder “Drive the change” – Englische Werbeslogans sollen modern und international wirken. Außerdem verstehen doch (fast) alle in Deutschland Englisch, oder etwa doch nicht? Auch wenn Werbeslogans meist nur aus einem einzigen kurzen Satz bestehen, gibt es laut Umfragen oft Verständnisprobleme bei englischen Claims. Der von Douglas genutzte Slogan „Come in and find out” gilt mittlerweile bereits als Klassiker der missverstandenen Werbesprüche – oft übersetzt als „Komm rein und finde wieder raus“. Dass das nicht die gewünschte Botschaft sein kann, liegt wohl nahe. Ebenso Wortspiele wie Lindts Slogan „Nice to sweet you“ anstelle von „Nice to meet you” verstehen deutsche Konsumenten allzu häufig nicht.

Aber: Englische Werbeslogans wirken – Englisch lernen lohnt sich

Paradoxer Weise sind zwar viele Deutsche nicht in der Lage, die englischen Werbeslogans richtig zu übersetzen – dennoch kommen sie häufig gut an. Die positive Wirkung englischer Claims in der Werbung hängt zum einen damit zusammen, dass Englisch als Weltsprache Offenheit und Internationalität suggeriert und dadurch modern und „cool“ wirkt. Zum anderen stammen viele Marken aus den Vereinigten Staaten oder Großbritannien und werden oft als Statussymbol oder Trendsetter wahrgenommen. Diese Wahrnehmung wird auch über die Sprache – im Markennamen sowie in der Werbung – vermittelt. Durch englische Werbesprüche als „hippe“ Marke oder innovatives Produkt zu erscheinen, machen sich auch deutsche Unternehmen zu eigen. Mal mehr und mal weniger erfolgreich.

Doch nicht nur in der Werbung ist Englisch mittlerweile fester Bestandteil des deutschen Alltags. Produktbezeichnungen und bestimmte Ausdrücke schwappen in den alltäglichen Sprachgebrauch über. Dass wir googeln, wo wir am besten shoppen gehen und dabei Selfies machen können, ist ein Beispiel dafür. Und nicht zuletzt ist auch im Berufsleben Englisch oftmals ein Muss. Fusionierungen mit ausländischen Firmen oder die Ausweitung auf internationale Märkte machen Sprachkenntnisse nicht nur nützlich, sondern zur Pflicht. Es empfiehlt sich, sich nicht auf sein Schulenglisch zu verlassen, sondern auch im Privaten seine Englischkenntnisse voranzutreiben und zu verbessern. Diverse Lösungen zum Sprachenlernen von Apps bis zu Englisch Nachhilfe online sind verfügbar. Effektiv Sprachen lernen funktioniert aber am besten in der direkten Kommunikation – Sprechen und Hörverstehen sind so effektiv erlernbar. Auf die Vorteile, die das persönliche Lernen mit einem Lehrer mit sich bringt, setzt Preply. Hier können Nutzer einen Nachhilfelehrer finden, entweder in ihrer Nähe für persönliche Nachhilfestunden in Englisch und Co. oder in der virtuellen Welt, nämlich über Skype. So hat jeder die Möglichkeit, seine Englischkenntnisse zu verbessern.

Das macht einen guten Werbeslogan aus

Werbeslogans bestehen üblicherweise aus einem kurzen Satz, der möglichst eingängig und kreativ sein soll. Slogans verfolgen drei grundlegende Ziele:

  • Aufmerksamkeit erregen
  • Den Marken- / Produktkern widerspiegeln
  • Die Marke / das Produkt im Gedächtnis der Kunden verankern

An einen guten Slogan erinnert man sich auch Wochen oder sogar Jahre später noch – Das wollen Unternehmen erreichen. Damit der Claim einprägsam ist, sollte er möglichst kurz und verständlich sein. Zungenbrecher oder Fremdwörter sorgen dafür, dass Kunden über den Werbeslogan „stolpern“, er ihnen also nicht leicht über die Lippen geht und dadurch auch nicht im Gedächtnis hängen bleibt.

Außerdem taugt auch der coolste Slogan nichts, wenn er nicht mit dem Produkt oder der Marke in Zusammenhang steht. Denn dann behalten Kunden zwar den Satz an sich, denken dabei aber nicht an das Unternehmen, das dahintersteckt. Somit verfehlt der Slogan sein Potenzial, die Markenbekanntheit zu steigern und das Produkt ins Mindset der Kunden zu befördern, sodass sie sich beim nächsten Kauf für das Produkt mit eben diesem Slogan entscheiden. Der Werbeslogan sollte also den Kern der Marke oder des Produktes enthalten. Der Unique Selling Point sollte durch den Werbespruch transportiert werden. Bei BMW zum Beispiel ist das „Freude am Fahren“, bei Audi „Vorsprung durch Technik“. Bei diesen beiden Beispielen liegt das Hauptaugenmerk auf komplett unterschiedlichen Aspekten, einmal auf dem Fahrspaß, den ein Auto von BMW verspricht, und einmal auf technischer Innovation, die Audi anpreist.

Fazit: Englische Werbeslogans mit Vorsicht genießen

Englische Werbeslogans werden zwar nicht immer richtig verstanden, werden von Kunden aber häufig als positiv wahrgenommen. Im Gegensatz zu deutschen Slogans wirken sie oft einfallsreicher und moderner. Dennoch sollten Unternehmen darauf achten, nicht nur einen eingängigen, gut klingenden Werbeslogan zu entwickeln. Nur wenn Kunden den Claim auch mit dem Unternehmen bzw. der Marke oder dem Produkt in Verbindung bringen, ist ein erfolgreicher Werbeslogan entstanden. Es lohnt sich daher, durch Marktforschung verschiedene Slogans zu testen, ehe man Kunden damit konfrontiert.

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