Das Image des Unternehmens verbessern – 10 wichtige Punkte

Bitte bewerten Sie diesen Artikel!

Jedes Unternehmen hat, genau wie jede Einzelperson auch, ein ganz bestimmtes Image. Es handelt sich dabei um ein Bild, dass sich andere Menschen von einem machen. Dieses Bild machen sich leider auch Menschen von einem, die vielleicht noch nie in persönlichem Kontakt mit dem Unternehmen standen und nur von anderen irgendetwas aufgeschnappt haben. Gerade in der heutigen Zeit der schnellen und einfachen digitalen Kommunikation ist es unvermeidbar, ein bestimmtes Image zu haben. Es bildet sich aus individuellen Meinungen und Erfahrungen der Öffentlichkeit und es trägt in entscheidender Weise zum Erfolg jedes Unternehmens bei. Wichtig ist, dass ein Image gezielt transportiert und vor allem auch verbessert werden kann.

Unternehmensimage verbessern
Neben guten Leistungen trägt auch der Umgang mit Kund*innen und Geschäftspartner*innen maßgeblich zum Image eines Unternehmens bei. stock.adobe.com © ASDF (DATEI-NR.: 329000254)

1. Die Bedürfnisse aller Beteiligten erfüllen

Wer Arbeit am eigenen Image betreiben möchte, wendet den Blick am besten zunächst auf diejenigen, die das Bild des Unternehmens als Anlass zur Beurteilung nehmen. Dabei handelt es sich um Kund*innen, Lieferant*innen, Mitarbeiter*innen und um oder weitere Beteiligte, wie Anteileigner*innen.

  • Die Endkund*innen sind natürlich vor allem an überzeugenden Produkten und Dienstleistungen interessiert. In vielen Branchen geht es dabei vor allem um Qualität. Diese Qualität muss in einem gesunden Verhältnis zum Preis stehen. Je besser das Image einer Marke, desto höher kann natürlich aber auch der Preis sein. Ein Image ist dabei aber nicht immer homogen. Luxusmarken beispielsweise bedeuten für die einen Prestige, für die anderen sind sie Zeichen einer Gesellschaft mit falschen Wertvorstellungen. Hier muss immer darüber nachgedacht werden, für was man mit seinem Unternehmen stehen möchte. Wichtig ist, dass das Image auf die Zielgruppe angepasst wird.
  • Lieferant*innen schätzen es, wenn sie mit Unternehmen zusammenarbeiten können, die zuverlässig sind und fair bezahlen. Besonders hoch im Kurs stehen klare und penibel eingehaltene Verträge sowie vergleichsweise gute Konditionen oder Vorteile, die sie bei anderen Unternehmen nicht finden. Lieferant*innen sind maßgeblich am Image beteiligt, da sie im Kontakt mit anderen Unternehmen stehen und mit ihnen oft offen kommunizieren.
  • Mitarbeiter*innen tragen das Image des Unternehmens alleine schon im eigenen Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis immer direkt weiter. Das passiert ganz ohne bewusstes Zutun, denn die Arbeit ist das Gesprächsthema Nummer 1 in Deutschland. Gute und faire Arbeitsbedingungen und eine attraktive Bezahlung machen ein Unternehmen für Mitarbeiter*innen sympathisch. Zufriedenheit stellt sich aber oft auch durch abwechslungsreiche und im Sinne des Allgemeinwohls sinnvolle Tätigkeiten ein. Wichtig sind darüber hinaus ein angenehmes Arbeitsklima, die Möglichkeit, sich beruflich fortzubilden sowie interne Karrieremöglichkeiten.

2. Jeden Angestellten zum Markenbotschafter*innen machen

Die Angestellten sind nicht nur automatisch Vermittler des Unternehmensimages, sie können auch gezielt zu Markenbotschafter*innen gemacht werden. Das bedeutet natürlich nicht, dass man sie manipulieren sollte oder dazu zwingen kann immer nur „Gutes“ über das Unternehmen zu verbreiten. Es geht vielmehr darum, sie beispielsweise zu schulen und zu erklären, welche Leistungen man sich wünscht, die sich vermeintlich stark auf das Image auswirken.

Wichtig ist, dass alle Angestellten verstehen, dass sie in entscheidender Weise zum Image des Unternehmens beitragen und damit alle eine wichtige Funktion für die Außenwahrnehmung haben. Nicht nur die Leistungen des Unternehmens im Gesamten, sondern auch die jedes einzelnen Gliedes wird etwa von Kund*innen bewertet.

Gerade Angestellte, die direkten Kontakt mit Kund*innen haben, sollten geschult werden, wie sie deren Erfahrung am positivsten gestalten können. Guter Service, eine kompetente Beratung und vor allem Geduld im Umgang mit Kund*innen sind ganz entscheidend. Manchmal ist es wichtiger für Kund*innen, dass man ihnen respektvoll gegenübertritt und freundlich ist, als dass ein Produkt zu einhundert Prozent perfekt ist.

3. Mit Leistung überzeugen

Natürlich spielt die Leistung eines Unternehmens aber grundsätzlich eine wichtige Rolle. Ein Unternehmen kann noch so viel für sich werben und noch so viel Geld in Marketingkampagnen stecken – stimmt die Leistung nicht, wird es auch kein gutes Image bekommen. Im Gegenteil: Passen die Leistung und die Versprechen, die gegeben werden, nicht zusammen, kann das dem Image enorm schaden. Denn dadurch sinkt das Vertrauen der Kund*innen und sie geben dem Unternehmen vielleicht nicht einmal mehr eine zweite Chance.

Gute Leistung heißt einerseits, eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und Werte zu erfüllen, die man sich gesetzt hat. Andererseits misst sich die Leistung auch an der Erfüllung der Bedürfnisse der Kund*innen an etwa ein bestimmtes Produkt. Diese zu analysieren ist heute so einfach, wie nie zuvor, stehen doch meist viele Daten zur Verfügung, aus denen wichtige Rückschlüsse gezogen werden können.

4. Nicht allein mit Leistung überzeugen

Eigenlob stinkt? Jein! Wenn es unangebracht kommuniziert wird und wie Prahlerei wirkt, stimmt das in der Regel. Allerdings gilt gerade in der Arbeitswelt, dass Unternehmen ihr Licht auch nicht unter den Scheffel stellen müssen.

Image des Unternehmens

Erfolge dürfen gefeiert UND im Rahmen der Imagebildung nach außen kommuniziert werden. stock.adobe.com © NDABCREATIVITY (DATEI-NR.: 316778870)

Denn wenn die Leistungen stimmen, müssen sie nicht das einzige bleiben, mit dem Unternehmen überzeugen können, um ihr Image zu stärken. Anerkennung entsteht oft auch daraus, für diese Leistungen erst einmal entdeckt oder wahrgenommen zu werden. Deshalb sollten Unternehmen auch lernen, wie sie intelligent und subtil, aber wirksam kommunizieren können, was sie geleistet haben und leisten.

Dazu gehört eine ganze Spur Selbstbewusstsein, letztlich sollte sich dieses aber im Grunde auch von ganz allein entwickeln. Ist ein Unternehmen von den eigenen Leistungen überzeugt, sollte es auch den Drang haben, zu vermitteln, warum es die Welt braucht. Der positive Einfluss, den man durch bisher Geleistetes hatte, kann als Mittel dienen, von sich Reden zu machen.

5. Nachhaltigkeit als Wert festlegen

Nachhaltigkeit ist Kund*innen heute enorm wichtig. Viele Unternehmen haben nachhaltiges Handeln daher schon als verpflichtenden Wert in ihrer Philosophie verankert. Wer das eigene Image stärken möchte, macht damit also nichts falsch.

Nachhaltigkeit besteht im Grunde aus drei Aspekten, die alle zusammenkommen und vereinbart werden sollten:

  1. Ökologische Nachhaltigkeit: Meint, dass durch das eigene Handeln die Umwelt und Natur nur in dem Maße beansprucht wird, wie sie sich auch wieder regenerieren kann. Umweltschutz und Erneuerbare Energien sind die Themen der Stunde. Mit Hilfe automatisierter und selbstlernender Prozesse, lassen sich Energieverbräuche detailliert voraussagen. So kann die Energieeffizienz optimiert und einerseits Geld eingespart sowie der Ruf des Unternehmens durch umweltbewusstes Handeln gestärkt werden.
  2. Image verbessern

    Nachhaltiges Handeln als gemeinsamer Beschluss im Unternehmen – Eine gute Maßnahme, um das Image zu verbessern. stock.adobe.com © Viacheslav Iakobchuk (DATEI-NR.: 220393392)

    Ökonomische Nachhaltigkeit: Unternehmen, die ökonomisch nachhaltig handeln, denken nicht nur an schnelle Profite. Vielmehr sollten Konzepte erarbeitet werden, die dauerhaft verfolgt werden können.

  3. Soziale Nachhaltigkeit: Soziale Nachhaltigkeit meint unternehmerisches Handeln, unter dem kein Mensch leiden muss. Ausbeutungen, Billiglöhne und gesundheitlich fragwürdige Arbeitsbedingungen sind Gegenbeispiele für soziale Nachhaltigkeit. Unternehmen, über die bekannt wird, dass sie nicht alle Menschen gleich wertschätzen, bekommen heute schnell ein Image, das sich kaum mehr reparieren lässt.

6. Authentisch sein

Egal, in welchen Bereich der „Imagestärkung“ man blickt, es ist immer wichtig, authentisch und glaubwürdig zu bleiben. Sich ein positiveres Image zuzulegen heißt nämlich nicht, sich eine Rolle zuzuschreiben, die man nicht erfüllen kann. Oder sich eine Philosophie auf die Fahne zu schreiben, die man im Herzen gar nicht vertritt oder deren Werte man (vielleicht noch) nicht erfüllen kann.

Stattdessen geht es bei der Verbesserung des Images darum, sich zwar in manchen Punkten zu verbessern, aber auch transparent zu sein, wenn es etwa um eigene Schwächen geht. Authentizität spricht auch für Kompetenz. Denn wer Schwächen einsehen kann, ist in der Regel auch in der Lage, an diesen Schwächen zu arbeiten, um sich zu verbessern.

7. Eine professionelle Corporate Identity aufbauen

Das Image eines Unternehmens wird auch durch die Corporate Identity (CI) mitbestimmt. Anders als die Markenidentität meint die CI nicht nur die Präsentation einer Marke nach außen hin. Stattdessen schließt sie alle Merkmale und Charakteristika eines Unternehmens mit ein.

Zur CI zählt natürlich, dass das gesamte Unternehmen die gleichen Werte verfolgt, kommuniziert und letztlich auch auslebt. Entscheidend ist für die Außenwahrnehmung neben bereits erwähnten Punkten zudem auch das Corporate Design. Gerade in Zeiten von Social Media wird ein Image auf visuellen Kanälen, wie Instagram, vor allem durch ein zeitgemäßes, stilsicheres Erscheinungsbild geprägt. In gute Designer*innen zu investieren, die es vielleicht sogar schaffen, eine Unternehmensfarbe zu entwickeln, die sich einbrennt, wie das Nivea-Blau oder das Cola-Rot, lohnt sich für das Image allemal.

8. Kanäle, wie Social Media nutzen

Wo wir schon beim Stichwort Social Media sind: Kanäle, wie das erwähnte Instagram, aber auch Twitter, Facebook, Xing & Co. sollte heute jedes moderne Unternehmen bespielen. Sie eignen sich hervorragend, um Pressemitteilungen oder jeglichen anderen Content in kürze an eine breite Masse herauszugeben. Und das, ganz ohne Abhängigkeiten von irgendwelchen Publishern, wie es bei klassischer PR-Arbeit meist der Fall ist.

Wenn es darum geht, das Image über Social Media zu stärken, sollten allerdings auch hier echte Expert*innen ans Werk. Sie wissen auch, dass Social-Media-Kanäle sind unterscheiden. Während beispielsweise produktbezogene Meldungen eher auf Facebook oder Instagram gehören, sind wirtschaftliche oder organisatorische Mitteilungen XING, LinkedIn oder Twitter besser aufgehoben.

Der Gedanke übrigens, Social Media den Praktikant*innen zu überlassen – frei nach dem Motto: „Damit kennen sich die Jüngsten ja am besten aus“ – geht oft nach hinten los. Zumindest sollten PR-Expert*innen immer nochmal einen Blick über Posts und Content werfen, bevor diese dem Image auf irgendeine Weise eher noch schaden.

9. Direkten Kontakt suchen

Neben digitalem Kontakt etwa zu Kund*innen oder Geschäftspartner*innen, ist es selbstverständlich auch wichtig, persönlich ins Gespräch zu kommen.

Messen, verschiedene Veranstaltungen sowie jegliche geeignete öffentliche Anlässe sind eine gute Möglichkeit, das Image des Unternehmens gezielt und mit vollem Einsatz zu stärken und zu verbessern. Nicht nur ist hier die Chance hoch, dass etwa potenzielle Kund*innen den Namen des Unternehmens direkt schon einmal aufschnappen. Im Gespräch klären sich sofort auch jegliche Fragen, die sonst vielleicht offengeblieben und eventuell für Zweifel gesorgt hätten.

Freundliche Verantwortliche, die das Unternehmen mit einem Lächeln und offenem Ohr für Nachfragen vertreten sowie gute und ästhetisch ansprechende Werbegeschenke hinterlassen schließlich bleibenden Eindruck.

10. Kritik annehmen

Selbst, wenn nachhaltig und bewusst gehandelt wird und ein Unternehmen wert auf Qualität und die Zufriedenheit aller Beteiligten legt, können Dinge schiefgehen. Mit Kritik müssen vor allem junge Unternehmen oft erst einmal umgehen lernen. Es ist aber wichtig, nicht stur zu sein und an anfänglichen Überzeugungen festzuhalten, sondern Flexibilität zu beweisen.

Unternehmen, die in der Lage sind, Kritik anzunehmen, können sich viel besser und schneller weiterentwickeln als jene, die sich gegen jegliche Einwände und Verbesserungsvorschläge immunisieren. Ein Image baut sich auch dadurch auf, dass von außen sichtbar wird, dass Unternehmen harmonisch wachsen. Wie auch ein Kind nicht immer weiß, was richtig und falsch ist, müssen auch Unternehmen erst durch Ausprobieren, Interaktion und Kommunikation lernen, um erfolgreich und akzeptiert sein zu können.