Die vier Hidden Champions des Paid Advertisings

Die vier Hidden Champions des Paid Advertisings
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Wenn es um Paid Advertising geht, denken die meisten sofort an Google oder Facebook. Dabei vergessen sie oft, dass es auch abseits des Mainstreams Plattformen gibt, die Werbung anbieten. Dort eröffnet sich eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Bing

bing
Quelle: bing

Verschiedene Dienste wie Yahoo oder MSN nutzen nicht Google, sondern Bing als Suchmaschine. Bing hat zwar weniger User als Google, trotzdem sind dort viele potenzielle Kunden unterwegs. Die Kampagnenstruktur, Anzeigengruppen und Form der Anzeigen sind nahezu identisch, weshalb Google-Kampagnen einfach gespiegelt werden können. Da Bing gerne stiefmütterlich behandelt wird, sind der Wettbewerb und somit auch die Klickpreise viel geringer. Viele Agenturen und Kunden von Bing berichten, dass die Kaufbereitschaft bei Bing-Nutzern höher ist als die von Google-Nutzern. Außerdem gibt es bei Microsoft Ads die Möglichkeit des LinkedIn-Profile-Targetings. Anhand folgender Merkmale können Unternehmen Anzeigen ausrichten:

  • Arbeitgeber
  • Unternehmensbranche
  • Berufliche Qualifikation
  • Konkrete Jobposition

Das Targeting ist vor allem im B2B-Bereich interessant, da hoch spezialisierte Branchen (z. B. IT, Gesundheitswesen) angesprochen werden können. Hier liegt also einiges an Potenzial versteckt, welches sich zu entdecken lohnt. 

YouTube

YouTube
Quelle: YouTube

Der Videokonsum steigt immer weiter an, der durchschnittliche Nutzer sieht sich jeden Tag bis zu 40 Minuten lang Inhalte auf YouTube an. Auf YouTube gibt es beispielsweise ein Anzeigenformat, bei dem man nicht pro Ausstrahlung zahlt, sondern nur, wenn der Nutzer mindestens 30 Sekunden der Anzeige anschaut oder daraufklickt. Die Cliplänge ist in diesem Fall nicht relevant; sie kann zwischen 5 Sekunden und 50 Minuten andauern. Wichtig sind bei den Spots die ersten 5 Sekunden. Hier muss das Produkt den Zuschauer abholen, da es bei manchen Anzeigeformaten die Möglichkeit gibt, sie zu überspringen. Kampagnen können auf eine definierte Zielgruppe ausgerichtet werden, sodass nur interessierte Nutzer die Anzeige sehen. Bei YouTube ist allerdings wichtig, in gutes Videomaterial zu investieren. Es sollte ferner im Sinne des Content-Marketings und Storytellings eine Geschichte erzählen, um den Nutzer bei der Stange zu halten.

Pinterest

Pinterest
Quelle: Pinterest

Bezahlte Werbung auf Pinterest ist in Deutschland nicht weit verbreitet. Pinterest ist eine Online-Pinnwand, bei der die Bilder kachelförmig angeordnet werden. Diese Pinnwand kann frei gestaltet, an ein Thema geknüpft und geteilt werden. Die Werbeanzeigen auf Pinterest werden in die Reihe von Bildern eingespielt. So unterscheiden sie sich kaum von den organischen Bildkacheln. Die Stärke von Pinterest ist, dass User mit einer konkreten Intention nach neuen Ideen suchen. Dabei sind sie offen gegenüber unbekannten Marken und Produkten, was Unternehmen für sich nutzen können. Sie sollten allerdings beachten, auch regelmäßig werbefreie Inhalte zu posten, die den Nutzern einen Mehrwert bieten. Folgende Themen sind auf Pinterest besonders interessant für den User:

  • Beauty
  • DIY-Produkte
  • Interieur
  • Kochen
  • Fitness
  • Mode

Für Unternehmen dieser Branchen ist Pinterest auf jeden Fall einen Blick wert.

Amazon

amazon
Quelle: amazon

Wenn Kunden auf der Suche nach einem bestimmten Produkt sind, bemühen sie nicht zwangsläufig eine Suchmaschine wie Google oder Bing. Oft geben sie das Produkt direkt in den Suchschlitz auf der jeweiligen E-Commerce-Plattform ein. Schaltet ein Unternehmen nur Suchmaschinenanzeigen, entgehen ihm deshalb potenzielle Kunden. Abhilfe schaffen Anzeigen auf Amazon, beispielsweise in Form eines Banners, der bei der Produktliste ganz oben erscheint. Eine Alternative ist, Produkte als Sponsored Products auf der Ergebnisseite hervorzuheben. Auch am Rand oder auf einer Produktseite ist eine Platzierung von Werbeanzeigen möglich. Bevor Unternehmen allerdings eine Anzeige auf Amazon schalten, sollten sie ihre Produkte optimieren. Denn dann sind die Kampagnen erfolgreicher. Dazu gehört zum einen, dass ein Produkt gute Bilder, Texte und Rezensionen aufweist. Diese erhöhen nämlich die Click-Trough- und Conversion-Rate des Produkts, was sich auch auf die Kampagne auswirkt. Zum anderen sollte die Produktseite auf relevante Keywords optimiert sein. Amazon spielt nur dann Werbeanzeigen zu einem Suchbegriff aus, wenn das Keyword auch auf der Produktseite vorkommt.

Neben diesen vier Hidden Champions gibt es noch viele weitere Kanäle, auf die sich ein genauerer Blick lohnt. Im Whitepaper von eology "Paid Advertising – Dein Guide für performancestarke Kampagnen" erfahren Interessierte mehr über diese Kanäle und bekommen Tipps für die erfolgreiche Durchführung von Online-Werbekampagnen.

Über die Autorin

Ann-Kathrin Grottke hat ihr Medienmanagementstudium mit dem Bachelor abgeschlossen und ist Teil des eology-Marketing-Teams. Sie kümmert sich um die Verbreitung des gesammelten eology-Wissens, indem sie ihr Know-how in Magazinen, Blogs und Zeitschriften teilt.