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Marketingkonzept: Wieso es nicht ohne geht

Ohne Marketingkonzept kein Marketing. Wieso ist das so? Die kurze Antwort dafür lautet: Weil Erfolge ohne einen strukturierten Plan schwer zu erzielen sind. Ein Zitat des berühmten Gründers Henry Ford verdeutlicht die Wichtigkeit des Marketing an sich:

"Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, kann ebenso seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen."  – Henry Ford, Gründer der Ford Motor Company

Das Problem dabei: Marketing ist ein sehr breites Themengebiet und umfasst unzählige Bereiche. Zum Beispiel Suchmaschinenoptimierung, Direkt- und Performance Marketing, E-Mail-Marketing oder auch Content Marketing. Durch diese große Auswahl der jeweiligen Marketingtechniken verlieren viele Werbetreibende den Überblick. Daher investieren sie letztendlich Zeit und Geld in Marketing, ohne die gewünschten Effekte herbeizuführen. Um solche Fehlschläge zu vermeiden, empfiehlt sich für jeden Unternehmer sowie jeden Selbstständigen und Freiberufler die Erstellung eines tragfähigen Marketingkonzepts.

Was ist ein Marketingkonzept?

Ein Marketingkonzept ist ein Leitfaden, an dem alle Marketingaktivitäten im Unternehmen ausgerichtet werden. Vorrangiges Ziel des Marketingkonzepts ist, die Ziele im Unternehmensmarketing schneller und effizienter zu erreichen und damit den Umsatz zu maximieren.

Prof. Dr. Michael Bernecker"Die strukturierte Konzeption aller Marketingmaßnahmen wird von Unternehmen häufig unterschätzt. Dabei gibt ein gutes Marketingkonzept den Ausschlag für langfristigen Unternehmenserfolg." – Prof. Dr. Michael Bernecker, GF des Deutschen Instituts für Marketing

Durch das Marketingkonzept wird ein einheitlicher Rahmen für das Marketing gesetzt, und die einzelnen Maßnahmen lassen sich planen und kontrollieren. Ein solches Konzept besteht aus folgenden Komponenten. Diese berücksichtigen auch die aufeinanderfolgende Phasen von Marketingaktivitäten:

Situationsanalyse

Die Phase der Situationsanalyse beschreibt den Status quo des Unternehmens. Im Rahmen der Marktforschung werden sowohl das aktuelle Umfeld als auch die zukünftige Entwicklung analysiert und beschrieben. Aus der sogenannten SWOT-Analyse lassen sich die Stärken und Schwächen des Unternehmens mit den entsprechenden Chancen und Gefahren ableiten. Wichtig ist hier, dass der Status quo nicht nur unternehmensintern untersucht wird. Auch der externe Wettbewerb wird analysiert.

Marketingziele

Aus der erfolgreich erstellten Situationsanalyse können schließlich die Marketingziele für das Marketingkonzept abgeleitet werden. Diese Ziele orientieren sich dabei eng an den übergeordneten Unternehmenszielen. Die Marketingziele können in qualitative und quantitative Ziele unterteilt werden. Unter qualitative Marketingziele fallen Faktoren wie Kundenzufriedenheit, Kundenbindung und Unternehmens- bzw. Markenbekanntheit. Zu den quantitativen Zielen zählen marktökonomischen Belange, z. B. Umsatz, Preisgestaltung und Marktanteile. Für den Erfolg bei der Umsetzung der Ziele ist es wichtig, diese nach dem Smart-Modell zu formulieren:

  • spezifisch (konkret und unmissverständlich)
  • messbar (quantitative und qualitative Messgrößen)
  • akzeptiert (Ziele, die motivieren und erreicht werden wollen)
  • realistisch (Ressourcen sind mit Soll-Zustand vereinbar)
  • terminiert (konkrete Deadlines bestimmen)

Marketingstrategie

Den Kern des Marketingkonzepts bildet die Marketingstrategie. Sie beschreibt, wie die anvisierten Ziele im Marketing erreicht werden sollen. Dazu gehören die unterschiedliche Bearbeitung verschiedener Märkte und Zielgruppen. Außerdem zählen dazu die Marketinginstrumente, die hierfür verwendet werden. Die Marketingstrategie beschreibt hierbei die langfristige Organisation des Unternehmens.

Marketingmaßnahmen

Die Marketingmaßnahmen fassen alle operativen Marketingaktivitäten zusammen, die zur Umsetzung der Marketingstrategie eingesetzt werden. In der Regel handelt es sich hierbei um einen Mix verschiedener Maßnahmen. Im Marketing-Mix oder im englischsprachigen Raum mit den "4 Ps“, werden diese folgendermaßen zusammengefasst: Product (Produktpolitik), Place (Distributionspolitik), Price (Preispolitik) und Promotion (Kommunikationspolitik). Eine Erweiterung des Marketing-Mix ist das Konzept der "7Ps". In diesem werden neben den klassischen Marketing-Mix Begriffen noch weitere hinzugefügt: People (Mitarbeiterpolitik), Process (Kundenorientierte Prozesse) und Physical Facilities (Standort- und Austattungspolitik). Der Marketing-Mix gibt somit die Grundbausteine für das Marketingkonzept vor. Daraus werden dann die verschiedenen Maßnahmen zur Umsetzung abgeleitet.

Marketingbudget

Hier wird im Marketingkonzept das zur Verfügung stehende Werbebudget festgelegt. Zudem wird die Verteilung beschrieben. Wichtig ist, dass dazu auch eine entsprechende Reserve zählt, die mindestens zehn Prozent des Budgets umfassen sollte.

Marketing-Controlling

Das Marketing-Controlling überwacht und analysiert die Umsetzung aller Marketingmaßnahmen inkl. Einsatz des Marketingbudgets. Damit liefert das Controlling auch die notwendigen Hilfen für die Steuerung und Kontrolle des Unternehmens.

Die Praxis: Wie wird ein Marketingkonzept erstellt?

Grundsätzlich ist die Erstellung eines Marketingkonzepts Aufgabe zweier Instanzen im Unternehmen: der Marketingabteilung und des Controllings. Während die Marketingabteilung die fachlichen Kompetenzen einbringt, ist das Controlling im Unternehmen dafür zuständig, die gesamtunternehmerischen Ziele zu verfolgen und zu erreichen. Dabei kann das Controlling auch bei der Einschätzung des Status quo eine wertvolle Hilfe sein. Um ein funktionierendes Marketingkonzept zu erstellen, gilt es, einige Fragen zu beantworten:

  • Wer stellt die perfekte Zielgruppe dar?
  • Wie sehen die Bedürfnisse der Zielgruppe aus?
  • Wie ist der Status quo des Unternehmens zu bewerten, insbesondere im Vergleich zum Wettbewerb?
  • Wie werden die Unternehmensziele im Marketing definiert? Konnten diese Ziele in der Vergangenheit bereits erreicht werden?
  • Welche Marketingmaßnahmen haben welchen Stellenwert im Unternehmen? Wie gestalten sich die Erfahrungen aus bereits durchgeführten Marketingmaßnahmen? Was passt zur Zielgruppe?
  • Welche Faktoren wirken sich direkt auf die Kundenbindung aus?

Anhand der Antworten auf diese Fragen ergibt sich die Basis, auf der das anschließend auszuarbeitende Marketingkonzept fußt. Die Ausarbeitung erfolgt dann in Form der bereits beschriebenen Komponenten, die Schritt für Schritt zur Umsetzung gebracht werden.

Arbeit sparen durch Marketingkonzept-Vorlagen

Marketingkonzepte werden nicht nur einmal erstellt. Marketingziele und Kundenbedürfnisse sind wandelbar. Daher ist es ratsam, sich eine Vorlage zu bauen, die auf individuelle Projekte angewendet werden kann. Mithilfe von Excel können Sie z.B alle Punkte aufzählen, die für Ihre Marketingaktivitäten relevant sind. Daher spart Ihnen eine Vorlage Zeit, die Sie für die Realisierung ihres Marketingkonzeptes gebrauchen können.

Das DIM liefert Ihnen mit dem DIM-Marketingplaner eine Vorlage, die Sie bei der Strukturierung Ihres strategischen Marketingvorhabens sinnvoll unterstützt. Mit einem Klick auf das Bild können Sie sich diesen herunterladen.

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Marketingkonzept überwachen und anpassen

Im Idealfall greift das Marketingkonzept im vollem Umfang und ermöglicht damit die gewünschten Resultate. Allerdings ist dies eher die Ausnahme als die Regel. Wenn die Maßnahmen nicht wie geplant funktionieren, muss das Marketingkonzept in einem fortlaufenden Prozess entsprechend verändert und angepasst werden. Dazu ist zunächst eine Evaluation der Resultate notwendig. Diese umfasst insbesondere folgende Fragen:

  • Welche Maßnahmen haben funktioniert?
  • Welche haben nicht funktioniert?
  • Welche Ziele konnten erreicht werden?
  • Welche Ziele wurden verfehlt?
  • Gibt es weiteres Optimierungspotenzial?
  • Was könnte beim nächsten Mal besser / anders gemacht werden?

Die Antworten auf diese Fragen fließen in die Optimierung und Überarbeitung des Marketingkonzeptes ein. Idealerweise beginnt man dabei wieder mit der ersten Komponente (Situationsanalyse) und passt auch alle weiteren Komponenten an die neuen Erkenntnisse an.

Kurz und knapp: Die besten Tipps für ein erfolgreiches Marketingkonzept

Es gibt einige grundsätzliche Faktoren, die über den Erfolg oder Misserfolg eines Marketingkonzeptes entscheiden. Die wichtigsten hiervon haben wir im Folgenden zusammengestellt:

  1. Lernen Sie die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Zielgruppe kennen.
  2. Behalten Sie stets Ihre Mitbewerber im Auge.
  3. Setzen Sie klare Ziele und verfolgen Sie diese konsequent.
  4. Jede Strategie muss über einen ausreichend langen Zeitraum durchgeführt werden.
  5. Überwachen und messen Sie alle Aktivitäten laufend. Nur so kann festgestellt werden, welche Marketingmaßnahmen funktionieren.
  6. Verfolgen Sie stets den Leitsatz: „Es ist deutlich günstiger, einen bestehenden Kunden glücklich zu machen, als einen neuen Kunden zu gewinnen“.
Marketingkonzept

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Fazit: Warum es ohne ein Marketingkonzept nicht geht

Marketing ohne entsprechendes Konzept ist in den meisten Fällen nicht zielführend und damit ineffizient. Es lässt sich mit einem Schuss ins Dunkle vergleichen. Ein sorgfältig ausgearbeitetes Marketingkonzept bringt jedoch Licht ins Dunkel.

Das Unternehmen erschafft sich daher mit einem Marketingkonzept selbst einen Leitfaden, der die Planung, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Marketingaktivitäten umfasst. Nur so lässt sich das zur Verfügung stehende Budget sinnvoll und effizient einsetzen. Dies ist unbedingt notwendig, um sich gegen die starke in- und ausländische Konkurrenz durchzusetzen, seine Position am Markt zu behaupten und diese im Idealfall kontinuierlich auszubauen.

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Jahresplanung – Erfolge kontrollieren und Unternehmensziele neu ausrichten

Jahresplanung für 2021? Das bringt doch nichts – wer weiß schon, wie sich die aktuelle Situation entwickelt. Stimmt das? Nicht ganz – eine Jahresplanung kann auch agil gestaltet werden und hilft Ihnen dabei, Ihre Ziele effizient zu verwirklichen. Viele Unternehmen sind der Meinung, ihre Branche sei generell zu kompliziert und der Markt nicht ausreichend vorhersehbar, um effizient vorauszuplanen. Aus diesem Grund wird eine Jahresplanung immer mehr zur Seltenheit. Insbesondere in diesen Zeiten und im Hinblick auf die aktuelle Corona-Pandemie steht allerdings fast jedes Unternehmen vor dem Problem, nicht zu wissen, wie es weitergeht. Wir befinden uns aktuell wieder in einem Lockdown, der auch im unternehmerischen Kontext viele Fragen aufwirft – wie wird sich die Wirtschaft entwickeln? Welchen Herausforderungen muss sich Ihr Unternehmen weiterhin stellen? All das sind Fragen, die nicht oder nur bedingt beantwortbar sind – Marketing in Krisenzeiten ist eine Challenge für fast jedes Unternehmen und wirft viele strategische Fragen auf.

Das ist jedoch kein Grund für Unternehmen, nicht zu planen – im Gegenteil: eine Jahresplanung ist umso notwendiger! Allerdings ist eine fixe und endgültig festgelegte Jahresplanung veraltet. Stattdessen hilft Ihnen eine agile Planung dabei, langfristige Erfolge zu erzielen. Es geht nicht um die Festlegung konkreter Maßnahmen, sondern um die Definitionen realisierbarer Ziele und deren strategische Planung sowie Umsetzungsmöglichkeiten. Allerdings können und müssen Sie regelmäßige Anpassungen vornehmen. Klar, eine Jahresplanung kostet Zeit – aber wir zeigen Ihnen, warum es sich lohnt, diese zu investieren.

Strategische Jahresplanung

Definition – was fällt alles unter eine Jahresplanung?

Häufig wird gegen Ende des Jahres noch einmal das Tempo angezogen und teilweise versucht, alle Jahresziele in einem Monat abzuarbeiten. Das ist meist wenig zielführend. Ein Grund dafür kann eine fehlende Unternehmensstrategie oder eine unvollständig konkretisierte Planung darstellen. Die Jahresplanung beinhaltet die Definition und Spezifikation übergeordneter Unternehmensziele und strukturiert darauf aufbauend verschiedene Maßnahmen und Projekte.

Eine effiziente Jahresplanung setzt sich aus Retrospektion, prospektiver Antizipation sowie regelmäßiger Anpassung zusammen. Elementar für jede Jahresplanung ist über die Definition von Jahreszielen hinausgehend auch das Aufsplitten in jeweilige Teilziele. Damit bauen Sie ein Fundament für unternehmerisches Wachstum und Fortschritt. So können Sie vermeidbare Fehler frühzeitig identifizieren und notwendige Prozesse im Vorfeld organisieren.

Business Development Manager

Warum ist eine Jahresplanung sinnvoll? – Chancen und Möglichkeiten

Strukturierte Jahresplanungen ersparen Ihnen und Ihren Mitarbeitern unnötigen Stress zum Jahresende und sorgen dafür, dass Sie die letzten Tage des Jahres ganz entspannt genießen können. Aber natürlich ist das nicht der ausschlaggebende Punkt – Jahresplanungen dienen dazu, den Überblick zu behalten und sich die Jahresziele strukturiert vor Augen zu führen. Diese Organisation ist das Manifest der Erreichung langfristiger Erfolge. Ohne Zweifel hielt dieses Jahr aufgrund der Pandemie einige Stolperfallen und unvorhersehbare Rahmenbedingungen für die meisten von uns bereit, weshalb es dazu gekommen sein kann, dass Ziele nicht erreicht wurden. Eine adaptive und agile Jahresplanung kann aber grundsätzlich Licht ins Dunkle bringen und Sie grob auf auftretende bzw. kommende Herausforderungen und Aufgaben vorbereiten.

Der Markt wächst stetig und der Konkurrenzdruck ist so hoch wie noch nie, Herausforderungen stellen sich jedem Unternehmen und die Komplexität steigt. Eine raffinierte Strategie und Planung mit regelmäßigen Erfolgskontrollen und Aktualisierungen leisten den Beitrag zur Entwicklung eines erfolgreichen sowie agilen Business-Plan und dienen als Wegweiser. Dabei sollten Sie sich folgende zentrale Fragen stellen und in Ihrem Jahresplan festhalten bzw. für den nächsten Jahresplan berücksichtigen:

Wie lief dieses Jahr gut und worin waren Sie erfolgreich? Was wurde im letzten Jahr vernachlässigt oder nicht ausreichend berücksichtigt? Was sollte in Zukunft anders gemacht werden? Wo sehen Sie Optimierungspotenziale? Waren die festgesetzten Ziele erreichbar? Falls ja, ist da noch Luft nach oben? Können Sie Ihre Ziele im nächsten Jahr erweitern und ausbauen? Falls nein, woran kann das gelegen haben? Haben Sie sich zu hohe Ziele gesteckt? Oder gab es andere Probleme? Welche Ziele können sie für das nächste Jahr ableiten?

Die Jahresplanung dient der Bewertung vorangegangener Jahre und darauf aufbauend der Einschätzung zukünftiger Unternehmensziele. Sie fungiert als eine Art Erfolgskontrolle bzw. Controlling-Möglichkeit und gleichzeitig als systematische Planung und Entwicklung neuer Strategien und Umsetzungsmöglichkeiten für das neue Jahr.

Seminar Strategisches Marketing

Sie möchten alles zum Thema strategisches Marketing wissen? In unserem Seminar Strategisches Marketing eignen Sie sich ein vertieftes Wissen darüber an, wie Sie Ihr Marketing bestmöglich strategisch ausrichten können. Sie entwickeln eine strategische Perspektive und lernen die eigenen Aktivitäten zukunftsweisend zu konzipieren. Informieren Sie sich hier über die genauen Inhalte und Termine:

Legende:
Freie Plätze vorhanden.
Nur noch wenige Plätze frei!
Leider ausgebucht.

Planungsebenen der Jahresplanung – Spezifikation des Prozesses

Was fällt alles unter die Jahresplanung? Was genau muss geplant werden und wie sieht die Erstellung und Organisation aus? Eine Jahresplanung umfasst längst nicht mehr nur die typische Budgetplanung und konkrete Zahlen, die dann in irgendein Excel Sheet eingetippt und letztlich nicht weiter genutzt werden. Auch langfristige Planungen, beispielsweise im Sinne eines 7-Jahres-Plans, sind nicht mehr up-to-date und für die meisten Unternehmen kaum nutzbar. Der Kern einer professionellen Jahresplanung umfasst die Formulierung möglichst realistischer Prognosen – Ziele werden definiert und anhand einer systematischen Planung sowie zielführenden Strategie erreichbar gemacht. Für eine effiziente Vorgehensweise sollten Sie Ihren Business-Plan auf verschiedenen Ebenen realisieren und bestimmte Aspekte unbedingt abdecken.

Jahresplanung

Jahresplanung – mit der richtigen Content Planung keine Ereignisse verpassen

Jahresplanungen erweisen sich vor allem in der Planung inhaltlicher Themenbereiche bzw. direkt für das Content Marketing als besonders sinnvoll. Mithilfe einer effizienten Jahresplanung können Sie Ihren Content optimal auf das ganze Jahr abstimmen.

Schauen Sie sich zu Beginn an, welche Anlässe wann stattfinden und welche Feiertage wie liegen. Wann ist Muttertag? Was passt thematisch zu Ostern? Welcher Content passt besser in den Sommer als in den Winter? Anhand der Jahresplanung strukturieren Sie Ihren Content und passen diesen an die jeweiligen Ereignisse und Rahmenbedingungen an. Das heißt, Sie strukturieren und sammeln Ihre Content Ideen und planen im Vorfeld, welches Thema zu welchem Monat oder Tag im Jahr passt.

Durch die Ausrichtung und Planung Ihres Contents ersparen Sie sich Stress und Druck. Aber was noch viel wichtiger ist: Sie optimieren Ihre Angebote und passen diese an ihre Umgebung an. Sogenannte Saisonkalender können Ihnen helfen, vorausschauend zu planen. Halten Sie die wichtigsten Ereignisse fest und richten Sie Ihre Themen daran aus. Was können Sie passend zum Oktoberfest machen? Wann ist die Champions League oder sogar die EM bzw. WM? Wohin passt Ihr Angebot am besten? Zu welchem Zeitpunkt sollten Sie wichtige Kampagnen starten? Wie viel Zeit benötigen diese Kampagnen und wann sollten Sie mit der Vorbereitung beginnen? All das können Sie mithilfe einer Content-Jahresplanung antizipieren und im Vorfeld festlegen. So verpassen Sie keine Ereignisse mehr und sind bei jedem Event bestens vorbereitet!

Seminar Content Marketing

In unserem Seminar Content Marketing lernen Sie, wie Sie Ihre Content Marketing Strategie ausarbeiten und konkret umsetzen. Unsere erfahrenen Fachexperten zeigen Ihnen zudem hilfreiche Tools und zahlreiche Beispiele aus der Praxis. Informieren Sie sich über genaue Inhalte und die aktuellen Termine:

Strategie Development Canvas

Der Strategie Development Canvas des DIM hilft Ihnen dabei, in Ihre Jahresplanung Struktur zu bringen. Mithilfe des Canvas können Sie die verschiedenen Komponenten und Ebenen strukturiert abbilden und so besser aufeinander abstimmen.

1. Vision

Was möchten Sie erreichen? Wo sehen Sie Ihr Unternehmen langfristig? Was ist Ihr Idealbild? Was machen Sie, warum machen Sie das und für wen machen Sie das? All diese Fragen bilden das Vision-Statement Ihres Unternehmens. Die Vision steht für Ihre langfristigen Ziele und das Idealbild Ihres Unternehmens. Halten Sie in diesem Abschnitt fest, welche Absichten Ihr Unternehmen verfolgt. Die Vision stellt den Sinn und Nutzen der Arbeit für Ihre Mitarbeiter dar und beschreibt das gewünschte Zukunftsbild des Unternehmens.

2. Mission

Die Mission umfasst die Werte Ihres Unternehmens sowie dessen gesellschaftlichen Nutzen. Wie sieht es gegenwärtig bei Ihnen aus? Wofür stehen Sie? Welcher gesellschaftlicher Nutzen geht von Ihrem Unternehmen aus? Warum gibt es Ihr Unternehmen? Die Mission beschreibt den Unternehmensgrundsatz und die Leitlinien. Halten Sie fest, welchen Mehrwert Sie Ihren Kunden liefern und welches Leitbild Sie verfolgen.

3. Strategische Ziele

In diesem Abschnitt konkretisieren Sie die Grundsätze Ihrer Vision und Mission. Dadurch schaffen Sie die Rahmenbedingungen für das weitere Vorgehen. Welche Teilziele verfolgen Sie? Welche konkreten Ziele möchten Sie im nächsten Jahr umsetzen? Definieren Sie Ihr Ziele und richten Sie Ihre Maßnahmen an diesen langfristig gesetzten Unternehmenszielen aus.

5. Geschäftsfeld

In diesem Feld bilden Sie Ihr Kundensegment ab. Wen möchten Sie erreichen? Wer ist Ihre Zielgruppe? Halten Sie zudem fest, in welches Geschäftsfeld bzw. -segment Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung gehört? Wo befindet sich Ihr Unternehmen? Welche Technologie nutzen Sie? Definieren Sie Ihr Geschäftsfeld möglichst konkret und führen Sie sich die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Zielgruppe vor Augen.

6. Strategisches Muster

In diesem Feld legen Sie Ihre Strategie weitestgehend fest. Welches Muster verfolgen Sie in Ihrer Strategie? Welche Wettbewerbsstrategien nutzen Sie? Inwiefern kooperieren Sie mit anderen Unternehmen und auf welche Weise? Halten Sie fest, auf welche Weise Sie arbeiten und welche grundlegenden Funktionen Sie dabei erfüllen müssen.

7. Programme/Maßnahmen

Nachdem Sie alle Rahmenbedingungen festgelegt haben, können Sie im DIM Strategie Development Canvas nun Ihre Maßnahmen konkretisieren. Welche Projekte stehen im nächsten Jahr an? Legen Sie zudem Verantwortlichkeiten fest und setzten Sie terminierte Ziele. Was ist die Deadline für ein bestimmtes Projekt? Planen Sie dafür zur Verfügung stehende Budgets direkt mit ein.

Tipps für eine erfolgreiche Jahresplanung

  • Fokus und Sorgfalt!
    Es ist wichtig, dass Sie sich nicht ablenken lassen und fokussiert an der Jahresplanung arbeiten können. Beseitigen Sie mögliche Störquellen und sorgen Sie für ein ruhiges und angenehmes Arbeitsumfeld – beispielsweise ohne ständig eingehende Anrufe oder E-Mail-Anfragen.
  • Nehmen Sie sich Zeit!
    Die Planung „mal eben nebenbei“ zu machen wird zu wenig Erfolg führen und bewirkt eher eine Zeitverschwendung. In der Regel dauert eine effiziente und intensive Jahresplanung 1-2 Tage.
  • Bereiten Sie sich vor!
    Einfach drauf los funktioniert meistens nicht. Organisieren Sie sich, machen Sie sich Gedanken und gehen Sie diese Ideen dann gemeinsam durch.
  • Realistische Zielsetzung und Planung!
    Setzen Sie sich realistische Ziele. Sehr hoch gesteckte Neujahrsvorsätze werden in der Regel nicht realisiert – wie die meisten auch aus dem persönlichen Rahmen wissen, verfliegen diese Vorsätze oft sehr schnell. Erarbeiten Sie stattdessen einen strukturierten Plan mit erreichbaren und verpflichtenden Zielen.
  • Fakten nutzen!
    Berufen Sie sich auf aktuelle Zahlen und untermalen Sie Ihre Strategie mit tatsächlichen Fakten. Wie sah es im letzten Jahr aus? Nutzen Sie die Jahresplanung als eine Art Controlling-Methode und berücksichtigen Sie diese Kontrollkomponenten zugunsten optimierter Veränderungen.
  • Weniger ist mehr!
    Besprechen Sie einzelne Maßnahmen nicht zu detailliert und halten Sie sich nicht an Kleinigkeiten auf. Zu viele Themen können dazu führen, dass zentrale Bausteine verfehlt werden.
  • Erstellung eines agilen Plans!
    Wie bereits erwähnt, finden starre und endgültige Jahresplanungen nur noch wenig Anwendung. Stattdessen sollten Sie einen adaptiven Business-Plan entwerfen, der sich an neue Gegebenheiten und Herausforderungen anpassen lässt und einen gewissen Planungsfreiraum für Sie bereithält.

Fazit

Eine Jahresplanung ist im unternehmerischen Kontext sehr effektiv und dient der strategischen Zielsetzung und schnelleren -erreichung. Diese ist jedoch zeitaufwendig - die Zeit und der Aufwand zahlen sich am Ende aber auch aus. So können Unternehmensziele aufgesplittet und einzelne Schritte übersichtlich organisiert werden. Allerdings ist eine starre Jahresplanung nicht mehr zeitgemäß und wird durch agile sowie adaptive Planungen ersetzt. Die Szenariotechnik kann Abhilfe schaffen und Sie bei der Jahresplanung für alle Eventualitäten und Herausforderungen wappnen – so bleibt Ihre Planung adaptiv und anpassungsfähig!

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Kontaktieren Sie uns für ein persönliches Beratungsgespräch!

Bastian FoersterBastian Foerster

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