Content-Seeding: Eine Kampagne erfolgreich verbreiten

Content-Seeding: Eine Kampagne erfolgreich verbreiten
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Beim Aufbau einer Seeding-Strategie ist es wichtig, dass die Inhalte einen Mehrwert bieten und dass das Präsentationsmedium passend ist. Im Fokus stehen bei allen Maßnahmen die Zielgruppe und der Nutzer. Viel wesentlicher ist es allerdings, die Inhalte an vielversprechende Linkgeber zu streuen.

Ein Kampagnenthema finden

Das Thema der Kampagne trägt maßgeblich zum Erfolg bei. Für das Sammeln von Ideen eignet sich vor allem die Kreativmethode Brainstorming. Dabei ist es essenziell, die Regeln des kreativen Denkens zu beachten:

  • Jeder Gedanke zählt.
  • Keine Kritik äußern.
  • Gesammelte Ideen nicht bewerten.
  • Tabus außer Acht lassen.
  • Ideen kurz und knapp formulieren.

Erst nach dem Brainstorming erfolgt die Bewertung der Ideen. Mögliche Kriterien dafür sind:

  • Bietet das Thema genügend Inhalte?
  • Ergibt sich ein Mehrwert für den Nutzer?
  • Ist das Thema neu oder bereits vorhanden?
  • Ist zudem eine interessante und informative Aufbereitung möglich?

Anhand dieser und auf Wunsch weiterer Punkte wird ein Thema ausgewählt.

Kooperationspartner für eine Linkmarketingkampagne finden und diese begeistern

Wurde ein Kampagnenthema festgelegt, steht die Recherche möglicher Kooperationspartner für die Content-Erstellung an. Diese erhöhen die Glaubwürdigkeit und bringen sowohl Fachwissen als auch eine neue Perspektive ein. Partner sind zum Beispiel Unternehmen, Organisationen, Vereine oder Einzelpersonen. Voraussetzung ist, dass sie zum gewählten Thema folgende Eigenschaften besitzen:

  • Jahrelange Erfahrung haben.
  • Gute Qualifikationen vorweisen.
  • Nach außen sympathisch wirken.
  • Themenautorität aufweisen.
  • Hohe Bekanntheit besitzen.
  • Ein positives Image innehaben.

Beispielsweise sind ein Tierarzt, die PETA oder ein Hundetrainer mögliche Experten für einen Giftköder-Ratgeber.

Ist der geeignete Experte identifiziert, gilt es, diesen von der Kooperation zu überzeugen. Im Vorfeld steht eine detaillierte Überlegung von Argumenten. Mögliche Gründe können sein:

Content Seeding
Abbildung 1: Argumente, um potenzielle Partner zu überzeugen; Quelle: eology

Sobald die Argumentation vorbereitet wurde, folgt die Ermittlung des passenden Zuständigen für das Anliegen. Ohne den richtigen Ansprechpartner wird vor allem bei großen Organisationen der Erfolg ausbleiben. Ist die richtige Person bekannt, muss diese mit den vorbereiteten Gründen für die Kooperation begeistert werden. Ist dies passiert, wird im Anschluss daran der Content in Abstimmung mit dem Partner erstellt.

Mit einem Pre-Outreach erste Linkgeber sammeln

Beim Pre-Outreach geht es darum, die Kampagne schon vor der Fertigstellung in Stichpunkten bei redaktionellen Entscheidern vorzustellen. Das erleichtert die spätere Verbreitung des Contents und steigert schon im Vorfeld die Bekanntheit. Der Pre-Outreach beginnt mit der Recherche von geeigneten Linkgebern. Das können Magazine, Zeitungen, Blogs, Zeitschriften oder themenspezifische Portale sein. Darauf folgt die Kampagnenvorstellung mittels einer E-Mail. Diese sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Kampagnenthema
  • Publikationsformat (bspw. E-Book, Online-Tool, Grafik)
  • Mehrwert der Kampagne
  • Argumente für das Unterstützen der Kampagne
  • Kampagnenstart
  • Angebot: Nach Veröffentlichung der Kampagne erneute Zusendung des Contents

Nach Erhalt der E-Mail ist der Ansprechpartner einer Website über das Kampagnenthema informiert. Er kann bereits im Vorfeld Überlegungen zu einer möglichen Kampagneneinbindung anstellen und gegebenenfalls Rückfragen stellen. Ein Pre-Outreach ist aber nur dann sinnvoll, wenn vor dem Kampagnenstart genügend Zeit vorhanden ist.

Potentielle Linkgeber kontaktieren

Findet kein Pre-Ourtreach statt, entfällt die E-Mail mit den Vorabinformationen. Dennoch ist es sinnvoll, sich Gründe zu überlegen, warum Kooperationspartner die Kampagne unterstützen sollten. Eine durchdachte Argumentationsgrundlage erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kooperation mit dem potentiellen Linkgeber zustande kommt. Im nächsten Schritt gilt: Persönlicher Kontakt bricht das Eis schneller. Die telefonische Kontaktaufnahme zum Linkgeber ist vor allem bei großen Verlagen, Portalen und Zeitschriften sinnvoll. Denn eine E-Mail an eine allgemeine Adresse geht meistens unter. Auch bei Artikelergänzungen ist ein Telefonat zielführend, da die Relevanz der Kampagne für den Artikel genau erläutert werden kann.

Artikelergänzung:
Bei einer Artikelergänzung wird ein Link zur Kampagne in einem bereits bestehenden, aktuellen und thematisch passenden Artikel untergebracht. Angelehnt an oben genanntes Beispiel berichtet und warnt eine Tageszeitung über ausgelegte Giftköder. Hier kann ein ergänzender Link zu einem Giftköder-Ratgeber gesetzt werden.

Freundlichkeit ist am Telefon zentral, egal wie der Gegenüber reagiert. Bei einem „Nein“ hilft es nachzufragen, was die Gründe für eine Absage sind. Im Gespräch können Unklarheiten beseitigt und eventuell doch eine Zusammenarbeit vereinbart werden. Eine E-Mail im Nachgang des Telefonats fasst das Besprochene zusammen.

Mit Influencer-Marketing die Reichweite erhöhen

Mittlerweile sind nicht nur Links auf eine Webseite wichtig, auch der Traffic über soziale Medien gewinnt an Bedeutung. Indikatoren hierfür sind die Social Signals – also Likes, Shares und Kommentare. Offiziell hat Google diese noch nicht als Rankingfaktor bestätigt. Allerdings zeigen Studien, dass gut rankende Seiten überdurchschnittlich hohe Social Signals aufweisen. Interessante Inhalte über Soziale Netzwerke zu verbreiten, erhöht die Reichweite einer Linkmarketing-Kampagne. Hier hilft das Influencer-Marketing, denn Influencer erreichen viele Menschen. Außerdem sind deren Follower durch das bestehende Vertrauensverhältnis eher bereit, Inhalte weiter zu verbreiten. Auch ohne eigene Profile pusht das Influencer-Marketing die Reichweite in Sozialen Netzwerken.

Den passenden Influencer auswählen

Die Auswahl des passenden Influencers ist essenziell für den Erfolg einer Influencer-Kooperation. Er muss eine Persönlichkeit haben, authentisch kommunizieren sowie zum Unternehmen, zur Kampagne und zur Zielgruppe passen. Die Facebookseite „Perlen des Influencer Marketings“ zeigt Beispiele, die genau das nicht beachten. Beliebte Branchen für das Influencer-Marketing sind:

  • Mode
  • Beauty & Make-up
  • Food
  • Computerspiele & Konsolen
  • Gesundheit & Fitness
  • Reisen

Die Reichweite des Influencers ist kein ausschlaggebendes Kriterium. Followerzahlen, -verhalten sowie die Engagement-Rate lassen sich leicht fälschen. Außerdem geht bei steigender Followerzahl oft die Authentizität des Influencer verloren. Sogenannte Micro-Influencer mit etwa 1.000 – 25.000 hingegen genießen hohes Vertrauen bei den Followern. Die Kontaktaufnahme zum Influencer läuft ähnlich ab wie bei anderen Linkgebern. Wichtig ist eine individuelle Ansprache, also kein Massenbrief. Ob dies über Telefon, E-Mail oder die Sozialen Netzwerke geschieht, ist zweitrangig, solange der Influencer selbst keine Präferenzen angibt.

Fazit

Mit einer im Vorfeld festgelegten Seeding-Strategie stellen sich nachhaltig Erfolge ein. Die Zusammenarbeit bei der Content-Erstellung mit Experten erhöht die Glaubwürdigkeit und die Reichweite. Außerdem helfen sie, die Inhalte von einer anderen Seite zu beleuchten. Bei einem aktuellen Thema bietet es sich an, noch während der Erstellungsphase einen Pre-Outreach zu machen. Eine Liste mit den Kontaktdaten der Ansprechpartner und dem aktuellen Stand der Kontaktaufnahme hilft, den Überblick zu bewahren. Alternativ dazu gibt es Tools wie Contentbird, die den Linkmarketing-Workflow vereinfachen. Bei der Kontaktaufnahme zu möglichen Linkgebern gilt: Wer den persönlichen Kontakt nicht scheut, wird erfolgreicher sein. Weiterhin lohnt es sich, mit Influencern zu kooperieren. Hier ist jedoch die Auswahl des passenden Influencers wesentlich.

Tiefergehende Informationen zum Thema Linkmarketing bietet das Whitepaper „Modernes Linkmarketing für Ihren SEO-Erfolg“ der eology GmbH. Es zeigt anschaulich den Aufbau einer Linkmarketing-Kampagne, gibt Einblick in Praxisbeispiele sowie in die Grundzüge des klassischen Linkmarketings.

Ann-Kathrin Grottke

Autorin

Ann-Kathrin Grottke hat Medienmanagement studiert und ist Teil des eology Marketing Teams. Sie kümmert sich um die Verbreitung des gesammelten eology Wissens und teilt ihr Knowhow in Magazinen und Blogs.

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