Emotionalisierung im digitalen Marketing – Buchrezension

Emotionalisierung im digitalen Marketing – Buchrezension
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Emotionalisierung im digitalen Marketing ist der Titel des im Mai 2018 erschienen Herausgeberbandes. Ein Herausgeberbeirat hat diesen Sammelband mit sechs grundlegenden Kapiteln und neun Best-Practice Cases zusammengestellt. Auf 243 Seiten setzen sich 25 Autoren in 14 Beiträgen mit der Emotionalisierung im Marketing der heutigen Zeit auseinander.

Emotionalisierung im Marketing – Die Relevanz

Emotionalisierung ist im Marketing insbesondere seit der gestiegenen Relevanz von Social Media Tools immer wichtiger geworden. Marken finden nicht mehr nur in einer rationalen Welt des Kunden statt, sondern eben auch in einer emotionalen Welt. Diverse Studien haben aufgezeigt, dass emotionale Kundenbindung besonders stark und damit auch besonders erfolgreich ist. Demnach ist ein solcher Sammelband auch schon längst überfällig, um verschiedene Facetten der Emotionalisierung im Marketing aufzuzeigen, zu diskutieren und Ansätze zu zeigen, die sich in der Praxis als erfolgreich herausgestellt haben.

Viele theoretische Grundlagen, wenig Tiefe

In den ersten Kapiteln finden sich grundlegende Beiträge zum Thema Emotionen und deren Rolle für Konsumenten. Dem Titel folgend steigen dann die Beiträge drei und vier etwas intensiver in den digitalen Kontext ein und zeigen Ansätze, wie Emotionen im digitalen Marketing eingesetzt werden können. Leider kratzen diese Beiträge oft nur an der Oberfläche: Sie setzen sich mit den grundlegenden Begriffen des Content Marketing und digitalen Marketing auseinander, lassen hier jedoch etwas Tiefe vermissen und bieten keinen nachvollziehbaren Ansatz, inwieweit eine Emotionalisierung der Marketingtools hiermit gelingt. Die Praxis-Cases setzen sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema auseinander und kombinieren klassisches Marketing mit einzelnen Online Marketing Aktivitäten. Leider werden die modernen Ansätze des Online Marketing und hier insbesondere die visuellen Möglichkeiten aus den Bereichen UX Design und visueller Kommunikation ausgelassen. Einige Beiträge hinterlassen den Eindruck, als ob der Begriff Digitalisierung lediglich ergänzt wurde, um in den Sammelband zu gelangen. Der Sammelband gibt dementsprechend einen guten Überblick über die theoretischen Konzepte, die Emotionalisierung und Emotionen bleiben dabei, insbesondere im digitalen Marketing, hinter den aktuellen Möglichkeiten zurück. Einzelne Tools aus dem digitalen Marketing werden in den Beiträgen erwähnt, inwieweit und auf welche Weise sie jedoch wirklich der Emotionalisierung der Kommunikation dienen, muss der Leser selbst identifizieren.

Fazit

Es wäre ehrlicher gewesen, dem Buch den Titel „Emotionalisierung im Marketing“ zu geben. Der Titel baut die Erwartungshaltung auf, dass der Bezug von digitalen Marketingtools und Emotionalisierung hergestellt wird und dementsprechend praktische Ansätze beinhaltet sind, wie man die eine Emotionalisierung mit digitalen Marketingtools umsetzen kann. Dies liefert das Buch, trotz des unmissverständlichen Titels, nicht.

Wer sich für den Herausgeberband „Emotionalisierung im digitalen Marketing“ interessiert, kann ihn hier bestellen.

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