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Werbeanzeige – Klassiker in der Unternehmenskommunikation

Werbeanzeige – Klassiker in der Unternehmenskommunikation
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Sie interessieren sich für klassische Werbeanzeigen? Ernsthaft? Spielt denn Klassische Werbung in der aktuellen Zeit überhaupt noch eine Rolle? – Wer glaubt, die Werbeanzeige habe sich längst überlebt, irrt gewaltig. Dabei sei an dieser Stelle ausdrücklich Werbung über digitale Medien ausgenommen. Glaubt man den Zahlen, so haben sich die Budgets für Klassische Werbung kaum verändert. Grund genug, sich neben dem boomenden Bereich der Online-Kommunikation den klassischen Instrumenten zuzuwenden. Jeder Marketer mit Verantwortung für die Unternehmenskommunikation sollte dem Einsatz und den Möglichkeiten der klassischen Werbeanzeige hinreichend Beachtung schenken.

1. Klassische Werbung – Anzeigen und mehr

Die Werbeanzeige als ein Instrument der Klassischen Werbung umfasst alle Printmedien. Damit sind sehr unterschiedliche Medien angesprochen. In der Praxis erfolgt eine Klassifizierung in

  • Tageszeitungen
  • Wochenzeitungen
  • Anzeigenblätter
  • Supplements
  • Zeitschriften
  • Fachzeitschriften
  • Standes-, Berufs- und Verbandszeitschriften
  • Kunden-, Haus- und Werkzeitschriften
  • Lesezirkel
  • Adressbücher
  • Branchenverzeichnisse
  • Festschriften
  • Prospektwerbung

Sehr printnah, zumindest historisch betrachtet, zählen zur Klassischen Werbung noch die Außenwerbung sowie der große Bereich der Radio-, Fernseh- und Kinowerbung. Außenwerbung umfasst neben der weit verbreiteten Plakatwerbung auch Verkehrsmittelwerbung (Buswerbung, Taxiwerbung usw.) auch Lichtwerbung. Als Basismedium in der Unternehmenskommunikation fungiert die Plakatwerbung hauptsächlich bei Markteinführungen oder z.B. für Tabakhersteller, denen andere klassische Medien wie TV oder Hörfunk verwehrt werden. Radiowerbung bzw. Hörfunkwerbung wird über das Programm von Radiosendern ausgesendet und ist wegen der rein akustischen Übermittlung der Werbebotschaft im Vergleich zu Kino und TV entsprechend beschränkt. Letztere Medien erweitern den Gestaltungsspielraum um bewegte Bilder. Die Werbeträger Kino bzw. TV-Sender stellen spezielle Zeitfenster für die Ausstrahlung eines Werbespots bereit.

2. Vielfalt der Werbeanzeigen

Augenscheinlich existieren schon allein in der Printwerbung vielschichtige Unterscheidungsmerkmale, die sich bereits durch die Unterschiedlichkeit der Werbeträger begründet. Eine Werbeanzeige muss dies berücksichtigen und darauf abgestimmt sein:

  • Nutzungssituation und Funktion des Mediums gibt u.a. Hinweise darauf, mit welcher Aufmerksamkeit der Adressat der Anzeige diese wahrnimmt.
  • Darstellungs- und Wahlmöglichkeiten beeinflussen ganz wesentlich den Gestaltungsspielraum der Anzeige, wie z.B. die Farbdarstellung.
  • Reichweite in räumlicher, zeitlicher, quantitativer und qualitativer Hinsicht, was insbesondere auch im Verhältnis zum Nutzungspreis zu bewerten ist.

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Aufgrund der Vielfalt der Möglichkeiten ist eine konsequente und zielgerichtete Planung in Form einer Inter- und Intramediaselektion zwingend erforderlich.

3. Gestaltungs- und Erfolgsregeln

Um einen bestmöglichen Erfolg mit der Werbeanzeige zu erzielen, gilt es auf die Besonderheiten eines jeden Werbemittels Rücksicht zu nehmen. Grundsätzlich gilt: Eine Werbeanzeige sollte innerhalb von wenigen Sekunden inhaltlich die Werbebotschaft transportieren. Ganz anschaulich: Eine Person, die in einem Wartezimmer eine Zeitschrift durchblättert, muss auch ohne besonderes Interesse an der beworbenen Leistung die Botschaft innerhalb von 2 bis 3 Sekunden verstanden und aufgenommen haben.

Werbeanzeige Gestaltung

Wesentliche Gestaltungsmerkmale einer Werbeanzeige sind:

  • Die Bildauswahl sollte optimal auf die Zielgruppe abgestimmt sein und dabei Aufmerksamkeit erzielen, die inhaltliche Botschaft unterstützen und Vertrautheit erzeugen.
  • Titel und Untertitel sollten das angesprochene Bedürfnis des Adressaten direkt emotional ansprechen und im Titel lediglich 3 bis 7 Wörter umfassen. Behauptungen und aufgeworfene Fragen wecken dabei die Neugierde und Erwartungshaltungen beim Betrachter. Auch wenn der weitere Text meist gar nicht gelesen wird, erhöht allein die Existenz die Glaubwürdigkeit, da der Leser sich potenziell weiter informieren kann.
  • Platzierung der Basisbotschaft, also das Logo des Absenders der Botschaft. Traditionell findet sich das Logo der Marke oder des Anbieters unten rechts. Zu bedenken ist aber, dass diese wichtige Information an dieser Stelle erst sehr spät gesehen wird. Eine Größe von mindestens 4 % Bildanteil, in eventuell zentraler Platzierung und mit guter Verknüpfung sollten bei der Gestaltung einer Anzeige berücksichtigt werden. Die Blickführung über die gesamte Anzeige ist hier zu optimieren.

Um wirkungsvoll und damit erfolgreich Anzeigen zu gestalten, empfiehlt sich die Beachtung der folgenden Regeln:

  1. Beschränken Sie sich auf folgende Grundelemente: Titel – Bild – Text – Logo.
  2. Anzeigen werden angeschaut und nicht gelesen, also sollte nur das Wichtigste kommuniziert werden.
  3. Bilder dominieren die Anzeige und sollten sorgfältig ausgewählt werden und mit dem Produkt oder dem Leistungsversprechen in Zusammenhang stehen.
  4. Der Titel bzw. die Headline sollten durch das Bild getragen werden.
  5. Beachten Sie die bevorzugte Leserichtung des Adressaten.
  6. Platzieren Sie Wichtiges oben oder mittig mit ausreichender Größe.
  7. Gesichter erzielen eine starke Wirkung (Eye-Catcher) und können die Blickrichtung des Betrachters steuern, ebenso wie bildliche Bewegungsrichtungen oder Tiefendarstellungen.
  8. Vermeiden Sie typische Fehler wie das Überfrachten einer Anzeige z.B. durch zu viele Produkte, oder das Fehlen von Reizen und Hinguckern, von Leistungsversprechen oder von überzeugenden Argumenten.

Da jede einzelne Werbeanzeige immer im Kontext von langzeitlich überdauernden Kampagnen zu sehen ist, sollte eine konzeptionelle Konformität herrschen. Ein spontaner Schnellschuss kann dabei großen Schaden anrichten.

4. Checkliste zur Analyse

Die Notwendigkeit der genauen Analyse einer Werbeanzeige ist offenkundig. Ein erster Zugang zur Analyse bietet die klassische Kommunikationsformel nach Lasswell: WER (Sender) sagt WAS (Werbebotschaft) in WELCHEM KANAL (Werbeträger) zu WEM (Adressat) mit WELCHEM EFFEKT (Werbewirkung).

Der Sender kann ein einzelnes Produkt, eine Produktgruppe bis hin zu dem gesamten Unternehmen oder eine Gruppe von Unternehmen zum Gegenstand der Werbeanzeige machen. Auf der anderen Seite beschreibt der Adressat die angesprochene Zielgruppe, an die die Botschaft gerichtet ist. Die Konkretisierung des Werbeträgers ist das Resultat der Mediaselektion. Die Werbebotschaft ist auf drei Ebenen zu betrachten:

  • Die Basisbotschaft ist die deutliche Information über den Absender. Der Adressat soll wenigsten in Erinnerung behalten, wer um ihn geworben hat.
  • Zentrale Bedeutung spielt die Nutzenbotschaft. Dieser Benefit, der sogenannte „reason why“, muss dem Adressaten vermitteln, welches Nutzenversprechen hier gegeben wird.
  • Schließlich bedarf es einer Begründung, einer nicht zwangsläufig rationalen oder ernsthaften Argumentation, weshalb das Nutzenversprechen glaubhaft ist.

Die Werbewirkung einer Werbeanzeige lässt sich auf verschiedenen Stufen ermitteln. Weit verbreitet dient hier das AIDA-Schema als Orientierung.

  1. Attention (Aufmerksamkeit)
  2. Interest (Interesse)
  3. Desire (Wunsch)
  4. Action (Aktion/Kauf)

Letztendlich muss sich die Werbung daran messen lassen, wie wirksam sie ist, hinsichtlich der Zielsetzung, die damit verbunden ist. Natürlich muss letztendlich Umsatz, also ein hinreichender Erwerb in der Zielgruppe, angestrebt werden, um die Kosten zu rechtfertigen.

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5. Werbeanzeigen in der Praxis

Ob eine Anzeige als „besonders gut“ oder „eher schlecht“ kategorisiert wird, ist sicherlich auch eine sehr subjektive Entscheidung. Zumeist sind es überraschende oder witzige Elemente, die dafür sorgen, dass die Werbung gut beim Betrachter ankommt. Unabhängig vom persönlichen Geschmack kann aber leicht nachvollzogen werden, dass z.B. die hier aufgeführten Anzeigen handwerklich sehr sauber erstellt wurden. Es ist auch anhand der Beispiele gut erkennbar, dass kaum eine Rolle spielt, ob es sich um materielle Konsumgüter, Institutionen, Handel oder Dienstleister dreht, das Rezept für funktionierende Werbeanzeigen ist das gleiche.

Werbeanzeige Porsche
Quelle: Porsche AG

Ob es der Hersteller sportlicher Automobile ist, der für seinen Technologieschwenk zur E-Mobilität Faszination zu wecken versucht, oder die Bundeswehr mit einer auf die Zielgruppe abgestimmten Kampagne um Auszubildende wirbt, Basisbotschaft, Nutzenbotschaft und Begründung sind ebenso erkennbar wie Titel, Absender und Eye-Catcher.

Werbeanzeige Bundeswehr
Quelle: Bundeswehr

Mit Humor begründet der Discounter Netto, dass man nicht an falscher Stelle sparen sollte, sondern lieber beim Einkauf von Lebensmittel, wobei zwar gleichzeitig mehre Angebote an Produkten feilgeboten werden, was aber für die Kernaussage eher nebensächlich ist.

Werbeanzeige Netto
Quelle: Netto Marken-Discount

Schon als Klassiker können die Kampagnen der Autovermietung Sixt betrachtet werden. Hier werden im Sinne des Agilen Marketing gerne aktuelle Themen aus der öffentlichen Diskussion aufgegriffen, um sehr kreativ auf eigene Botschaften und Leistungsversprechen zu verweisen.

Werbeanzeige Sixt
Quelle: Sixt

6. Zukunft der Werbeanzeige

Es ist nicht zu leugnen, dass Printmedien (gemessen in Auflage und Reichweite) sowie Zuschauerquoten in Hörfunk und TV rückläufige Entwicklungen zugunsten von neuen digitalen Medien aufweisen. Dennoch ist unter dem Strich die Reichweite dieser Massenmedien sehr hoch, und besonders geeignet sofern eine breite Streuung gewünscht ist. Klassische Werbung ist nicht als Alternative zu digitalen Medien zu sehen, sondern bietet eine hervorragende Ergänzung. Das Zusammenspiel von digitalen und klassischen Medien in der Werbung kann zusätzliche Effekte erzielen. Synergetische Kommunikationsmöglichkeiten müssen hier erkannt und genutzt werden.

Wer vermutet hatte, dass aufgrund der rasanten Entwicklung neuer Medien die klassischen Werbeträger verdrängt würden, hat sich geirrt. Totgesagte leben länger! Für viele Leistungen bildet die klassische Werbung zurecht eine wichtige Basis in der Unternehmenskommunikation. Die Werbeanzeige erreicht Adressaten auf anderen Ebenen. So weisen Studien nach, dass z.B. die Glaubwürdigkeit von Werbeanzeigen in Zeitungen im Vergleich deutlich höher ist als entsprechende Aktivitäten in anderen Medien. Ungestützte Erinnerung und der Aktionsimpuls sind weitere Stärken von Werbeanzeigen in Zeitungen.

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Printmailing – zukunftsfähig, statt veraltet!

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Trotz des zunehmenden Fokus auf webbasierte Werbemaßnahmen ist das Printmailing auch in der heutigen Zeit ein wichtiges Mittel zur Werbekommunikation, das seine Daseinsberechtigung keinesfalls verloren hat. Heutzutage wird vor allem online für Produkte und Dienstleistungen geworben und potenzielle sowie bestehende Kunden werden von einer Welle an Newsletter- und anderen E-Mail-Benachrichtigungen täglich überhäuft. Klassisches Printmailing wird daher von vielen Unternehmen allzu oft unterschätzt und als veraltete Maßnahme abgestempelt. Es bietet jedoch entscheidende Vorzüge gegenüber Online-Werbekonzepten. Die Wirkung moderner, digitaler Werbung kann durch den gezielten Einsatz von Printmailing ergänzt werden. Hierdurch können wichtige Synergieeffekte zur Optimierung von Werbestrategien zu begünstigen werden.

Mischkonzepte, statt Extreme

Ein Risiko, dass bei der Fokussierung auf Online-Werbekommunikation besteht, ist die sinkende Aufmerksamkeit der Rezipienten. Oft wird eine E-Mail beispielsweise gar nicht erst geöffnet oder nur unaufmerksam gelesen, wenn deutlich wird, dass es sich um eine Werbemaßnahme handelt. Insbesondere aufgrund der großen Masse an Werbekontakten im Internet resignieren viele Kunden sehr schnell, wenn Sie eine E-Mail mit Werbeinhalt erhalten und verschieben diese oft direkt in den Spam-Ordner. Einen Brief hingegen muss der Empfänger aktiv öffnen, wodurch er ihm mehr Aufmerksamkeit schenkt, als einer von hundert E-Mails im digitalen Postfach. Jede der beiden Vorgehensweisen hat ihre Vorteile, aber auch Nachteile. Deshalb lohnt sich eine Mischung aus digitaler und analoger Kommunikation – zumal sich online und offline bestens verknüpfen lassen. Über einen QR-Code auf dem postalischen Schreiben motivieren Sie Kunden beispielsweise zum Wechsel vom Offline-Kanal zu einem Online-Kanal.

Digital kontaktieren und durch Printmailing ködern

Um Kunden heutzutage trotz Zeitknappheit und einem Überfluss an Informationen erfolgreich anzusprechen, ist ein durchdachtes Kommunikationskonzept unverzichtbar. Kunden sollten entsprechend ihrer Lukrativität und Kaufkraft über mehrere Ebenen „angesprochen“ werden. Im ersten Schritt eignet sich die Kontaktaufnahme über kosten- und zeiteffiziente Online-Werbung. Dieser Schritt kann bereits zum Erfolg führen, jedoch ist auch im Falle des Scheiterns der Werbemaßnahme ein Kontakt entstanden. Sollte der erfolgreiche Kontakt zum jeweiligen Kunden von erhöhter Bedeutung sein, z.B. bei treuen Bestandskunden, bietet es sich an, im zweiten Schritt auf ein Printmailing zurückzugreifen. Aufgrund des ersten Kontakts wird die Neugier erzeugende Wirkung eines verschlossenen Briefs noch weiter verstärkt. Zudem signalisiert eine postale Zustellung den Einsatz des Unternehmens. Auch wenn eine erste Interaktion nicht zum Kauf geführt hat, sollte dies keineswegs als grundsätzliches Scheitern interpretiert werden, sondern kann als Beginn der Customer Journey verstanden werden.

Umsetzung eines Printmailings

Bei der Umsetzung des Printmailings gilt es diverse Auflagen, Formate und Individualisierungen abzustimmen und anzupassen. Zur Unterstützung der Erstellung von Printmailings können deshalb Druckereien und andere Dienstleister im Kopier- und Druckbereich hinzugezogen werden. Somit werden die eigenen Mitarbeiter logistisch sowie zeitlich zu entlastet. Die Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister sorgt meist auch dafür, dass Sie hohen Qualitätsstandards gerecht werden können. Einige Anbieter bieten zudem zusätzliche Services und Dienstleistungen an, welche die Planung und Konzeption des Printmailings noch weiter vereinfachen. Dadurch wird das Werbekonzept noch zeitgemäßer machen. Das Druck- und Kopierzentrum Tiedeke bietet beispielsweise einen Express-Service, sodass ein hochwertiges Mailing auch kurzfristig aufgesetzt und versendet werden kann. Die Druckerei in Hamburg nutzt hierzu ein Digitaldruckverfahren. Es stellt eine schnellere und flexiblere Alternative zum klassischen Offsetdruck bei vergleichbarer Qualität dar. Im Zusammenhang mit dem hauseigenen Lieferservice wird so zügig die Umsetzung von Aufträgen gesichert.

Seminar Kampagnenmanagement

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Fazit zum Printmailing

Abschließend ist festzustellen, dass Printbasierte Werbemethoden wie das Printmailing eine wichtige Ergänzung zu den aktuellen vorwiegend webbasierten Maßnahmen darstellen. Kunden schätzen nach wie vor die persönliche, individuelle Behandlung, die klassische Werbeformate suggerieren. Zusätzlich machen Dienstleister das Werbemedium im Printformat durch diverse Services auch in der heutigen Zeit relevant und konkurrenzfähig. Eine gut konzeptionierte Werbestrategie sollte sich deshalb die Vorzüge diverser Medien zu Nutze machen, um sich besondere Wettbewerbsvorteile und eine starke Kundenbindung zu sichern.

 

Printwerbung

Printwerbung
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Internet, Handy, Social Media – alles spielt sich online ab. Werbung im Internet ist nicht mehr wegzudenken. Ist Printwerbung folglich veraltet oder aktuell im Marketing überhaupt noch zu gebrauchen? Selbst heute, im Zeitalter des Internets, ist die Printwerbung ein wichtiges Instrument und sollte nicht vernachlässigt werden. Zum Beispiel lesen tausende Menschen jeden Morgen Zeitung. Ebenso werden Zeitschriften mit verschiedenen Themenschwerpunkten gekauft und gelesen und genau dort kann ein Kontakt zwischen Ihnen und Ihrer Zielgruppe mit Werbung geschaffen werden. Es lohnt sich also auch in diesem Bereich zu werben. Print ist also nicht tot!

Definition Printwerbung

Michael BerneckerPrintmedien oder Inserationsmedien zählen zu der klassische Form der werblichen Zielgruppenansprache. Werbeträger sind in diesem Zusammenhang periodisch erscheinende Druckerzeugnisse, die sich hinsichtlich verschiedener Kriterien, wie zum Beispiel Erscheinungshäufigkeit und Reichweite, unterscheiden. Dabei lassen sich verschiedene Gruppen von Werbeträgern unterscheiden: Tageszeitungen & Wochenzeitungen, Zeitschriften und Sonderwerbeformen in Zeitschriften.

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Gruppen der Werbeträger

Die verschiedenen Gruppen werden wir Ihnen im Folgenden genauer erläutern. Zuerst schauen wir auf die Gruppe der Tages- und Wochenzeitung. Hier werden wir auch einige Vor- und Nachteile vorstellen. Danach folgt eine detailiertere Sicht auf die Gruppe der Zeitschriften und zuletzt folgt die Gruppe Sonderformen der Printwerbung in Zeitschriften.

Tages- und Wochenzeitung

Tageszeitungen und Wochenzeitungen stellen den bedeutendsten Anteil an den Ausgaben für Werbung dieser Gruppen dar. Die Aktualität dieses Mediums ist wie geschaffen für informierende und argumentierende Werbung. Ein typisches Kennzeichen für Print ist die kurzfristige und flexible Disponierbarkeit gegenüber beschränkten Gestaltungsmöglichkeiten (z.B. Farbdarstellungen). Durch die rasante Entwicklung der neuen Medien nimmt die Bedeutung der Tageszeitungen im Marketing allerdings stetig ab. Die verkaufte Auflage aller Tageszeitungen in Deutschland, die Reichweite in der Gesamtbevölkerung über 14 Jahren und auch die Anzahl der verfügbaren Tageszeitungen in Deutschland ist in den letzten 20 Jahren stark zurückgegangen. Zeitungen bieten verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten, wobei Printanzeigen und Beilagen den Schwerpunkt bilden.

Vor- und Nachteile der Tages- und Wochenzeitung

Zeitungswerbung hat einige Vorteile:

  • Breite Orientierung und hohe Reichweite
  • Schnelle Verbreitung und kurzfristig disponierbar
  • Regionale bis hin zu lokaler Differenzierung möglich
  • Hohe Akzeptanz und Glaubwürdigkeit
  • Relativ hohe Kontaktqualität
  • Kann zusätzlich online geschaltet werden

Demgegenüber stehen aber auch einige Nachteile:

  • Geringe Möglichkeiten der zielgruppenspezifischen Selektion
  • Begrenzte Druckqualität, insbesondere bei farbiger Gestaltung
  • Jüngere Zielgruppen eher unterrepräsentiert
  • Relativ teurer Werbeträger / online Werbung billiger
  • Rückläufige Bedeutung im Marketing gemessen an der Reichweitenentwicklung von Tageszeitungen

Zeitschriften

Zeitschriften besitzen gegenüber der Tageszeitung neben den Informationen die übermittelt werden zusätzlich eine Unterhaltungsfunktion. Zeitschriften haben im Gegensatz…

  • einen längeren Erscheinungsturnus (z.B. monatlich) und damit eine geringere Aktualität
  • eine höhere formale Qualität
  • ein verstärktes Vorkommen von gehäuftem Lesen (mehr als nur ein Werbekontakt) und gedehntem Lesen (das Lesen einer Ausgabe erstreckt sich über das Erscheinungs¬intervall hinaus)

Zeitschriften dienen stärker der Vertiefung von aktuellen Nachrichten und sind damit besser geeignet, um imageorientierte Kommunikation umzusetzen. Es gibt verschiedene Arten die unterschieden werden: Publikumszeitschriften, Fachzeitschriften und Kundenzeitschriften. Kundenzeitschriften (Hauszeitschriften oder Corporate Publishing Produkte) haben in den letzten 20 Jahren einen enormen Zuwachs zu verzeichnen. Es existieren sowohl Zeitschriften im B2C- (Business to Consumer) als auch im B2B-Umfeld (Business to Business). Unter den Fachzeitschriften sind branchenorientierte Titel, welche Entscheider einer bestimmten Branche ansprechen (z.B. Tabak-Zeitung), funktionsorientierte Titel, die auf Leser aus ähnlichen Funktionsbereichen unterschiedlicher Branchen zielen (z.B. Beschaffung aktuell) und themenorientierte Titel mit branchen- und funktionsunabhängigen gemeinsamen Themengebieten (z.B. Management & Seminar) zusammengefasst. General-Interest-Titel als Publikumszeitschriften sprechen die Gesamtbevölkerung an und behandeln allgemein interessierende Themen. Hierzu zählen aktuelle Illustrierte und Programmzeitschriften wie z.B. Stern, Focus und TV-Today. Zielgruppenzeitschriften sprechen bestimmte Bevölkerungssegment (Frauen, Männer, Jugendliche usw.) an und erreichen mit einem relativ breitem Themenfeld eine hohe Reichweite in dieser Zielgruppe wie z.B. Brigitte und Bravo. Special-Interest-Titel sprechen wiederum die gesamte Bevölkerung an, beschränken sich aber auf spezielles Themen und haben eine hohe Sachkompetenz und Beratungsfunktion, wie z.B. Schöner Wohnen, Auto Motor und Sport und Computerzeitschriften.

Sonderformen der Printwerbung in Zeitschriften

Neben den vielen Möglichkeiten der Gestaltungen und Platzierungen von Anzeigen in Zeitschriften existieren zudem unterschiedliche Sonderwerbeformen in Zeitschriften. Diese Sonderwerbeformen haben den Vorteil, dass sie in der Art online nicht umzusetzen sind:

  • Beikleber: Aufgeklebte Postkarten oder Gegenstände, häufig mit Response-Möglichkeiten
  • Beihefter: Fest mit der Zeitschrift verbundene Drucksachen
  • Beilage: Lose hinzugefügte Postkarten oder sonstige Gegenstände
  • Duftlackanzeigen: In mikroverkapselter Form aufgebrachte Duftstoffe, die i.d.R. durch Reibung den Geruch freigeben
  • Warenproben: Vom Leser zu lösende Gegenstände, die den Leser zum Probieren einladen
  • Ausschlagbare Seiten: An Außenkanten der Zeitschrift angeschlagene Anzeigen, wodurch das Anzeigenformat über die der Zeitschrift hinausgehen kann
  • Geschlossene Anzeigen: An mindestens einer Außenkante geschlossene Doppelseite, die erst geöffnet werden muss und so die Neugierde des Lesers weckt
  • Pop-Up: Dreidimensionale Seitengestaltung einer Doppelseite, die sich durch Aufschlagen entfaltet
  • Advertorials: Bilden den Grenzbereich zwischen Werbung und redaktionellen Texten, d.h. ein Zeitschriftenbeitrag wird über die Marke, das Unternehmen oder einem dem Unternehmen nahe stehendes Thema unter Einbeziehung von dessen Corporate Identity geschrieben

Unterscheidungsarten der Printwerbung

Printwerbung lässt sich weiterhin nach folgenden Kriterien unterscheiden:

  • Werbeträger: Zeitungen, Zeitschriften, Fachblätter, Gratisblätter etc.
  • Art der Gestaltung: Bild-, Text-, Couponanzeige sowie Kombinationen aus diesen
  • Ort der Schaltung: im Anzeigenteil oder Textteil
  • Berechnungsmodus: nach Seiten, nach Zeilen oder nach Buchstaben
  • Werbezweck: unmittelbares oder mittelbares Angebot
  • Sonstige Gesichtspunkten: z.B. Druckart und Werbegegenstand

Gestaltung der Printwerbung

Bei der Gestaltung sollte man darauf achten, dass die zentrale Werbebotschaft schnell erfasst und die Aufmerksamkeit des Lesers erregt wird, da dieser die Anzeige meist nur wenige Sekunden beachtet. Empfohlen ist eine Gestaltung, welche es in nur wenigen Sekunden ermöglicht, die wesentliche Botschaft zu verstehen. Eine Anzeige beinhaltet vier wichtige Elemente: Das Bild, um die Aufmerksamkeit zu erregen (Eyecatcher). Die Überschrift, um ebenfalls Aufmerksamkeit zu erzeugen und zum Lesen zu animieren. Den Textteil, der ein leichtes Lesen und Aufnehmen der Werbebotschaft ermöglicht. Und zuletzt die Marke, die typischerweise unten rechts auf einer Seite vom Leser vermutet und gesucht wird. Werden diese Elemente beachtet, sollte Ihre Printanzeige Erfolg haben.

Quelle: t3n.de, 10.01.2017

Kosten der Printwerbung

Die Kosten einer Printwerbung sind schwer zu bestimmen, als Anzeige in einem Printmedium aber meist kostspielig. Verschiedenen Einflussgrößen spielen hierbei eine Rolle. Die Preise für die Gestaltung müssen beachten werden. Es muss entschieden werden ob man ein eigenes Printmedium druckt oder eine Anzeige in einem bestehenden Medium für die Form der Werbung wählt. Beim Print kommen ebenso Kosten hinzu, die zum Beispiel durch das Material entstehen. Die Kosten für das Format, die Farbwahl, die Positionierung oder die Reichweite des gewählten Mediums können variieren. Deshalb kann es vorkommen, dass Visitenkarten z.B. Kosten in Höhe von 40€ beanspruchen, eine Anzeige in einem bekannten Magazin aber in den sechsstelligen Bereich steigt.

 

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Allgemeine Vorteile von Printwerbung im Überblick

  • Kann an Zielgruppe ausgerichtet werden
  • Intensiveres wahrnehmen
  • Mehrfachwahrnehmung möglich
  • Glaubwürdigkeit
  • Haptik
  • Benötigt kein Internet (offline möglich)

#Printwerbung

Ein ungewöhnliches Werbeformat: der MemoStick

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Viele Printmedien bestehen heute zu 50% aus Werbung - teilweise sogar noch mehr. Für den einzelnen Werbetreibenden sinkt damit die Chance, überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Damit entbrennt natürlich auch ein Kampf um die besten Anzeigenpositionen. Immer neue Sonderplatzierungen versuchen, die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen: Titelumhefter, Flip Covers, Titelaltarfalz oder Jet Label sind nur einige Beispiele prominent platzierter Werbemöglichkeiten.

Ein neues Werbeformat verspricht jetzt noch mehr Aufmerksamkeit: der MemoStick. Nein, dabei handelt es sich nicht um einen USB-Stick, sondern um einen auf die Titelseite einer Zeitschrift geklebten Werbezettel. Die Vorteile? Prominente Platzierung, haptisches Element, dreidimensional und neuartig. Der MemoStick kann auch von der Form und Gestaltung her auffallen. So sind zum Beispiel außergewöhnlich geformte Sticker möglich und sogar kleine Heftchen lassen sich auf der Umschlagseite platzieren.

Die Responseraten sind laut Erfinder des Mediums außergewöhnlich hoch - bis zu 20% sollen es schon gewesen sein.

Aktuell kann der MemoStick bereits bei ca. 5.000 Zeitungstiteln weltweit gebucht werden, Tendenz steigend. In einem praktischen Online-Shop können Kunden ihren persönlichen MemoStick erstellen.

Internetwerbung unter den Top 3

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Die Investitionen in Online-Werbung wachsten 2009 wie prognostiziert um 10%. Das teilt der Online-Vermarkterkreis (OVK) passend zur dmexco mit. Das gesamte Budget wird dieses Jahr erstmals die Marke von 4 Milliarden Euro überschreiten.

Damit befindet sich Internetwerbung erstmals unter den Top 3 der Werbemedien. Während die klassischen Medien TV (36,7% am gesamtem Bruttowerbeaufkommen) und Zeitung (21,9%) noch immer die Spitzenreiter sind, löst das Internet mit 16,6% die Publikumszeitschriften (14,1%) auf Platz 3 ab. Damit wird erstmals mehr als dreimal soviel Geld in Online-Werbung wie in Radiowerbung investiert. Experten gehen davon aus, dass Online auch das Potenzial hat, die Investitionen in Zeitungen zu überholen.

Quelle: OVK Online-Report 2009/II, Horizont