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Planning Poker: Alles Wichtige zum Scrum Poker

Planning Poker ist eine hilfreiche Methode für die Aufwandsschätzung, denn wohl jeder von uns weiß, dass es nicht immer einfach ist, den Aufwand für etwas genau einzuschätzen. Das trifft im Privaten zu, aber vor allem auch im Beruflichen. Viele Unternehmen müssen Produkte oder Projekte entwickeln und benötigen hierfür einen präzisen Überblick über den zu erwartenden Aufwand. Diese Herausforderung wird umso schwerer, wenn es sich um ein gänzlich neues und unbekanntes Projekt handelt. Planning Poker setzt genau an dieser Stelle an und hilft als agiles Verfahren beim Einschätzen des Aufwands. Angenehmer Nebeneffekt: Der Spaß bleibt in diesem Fall nicht auf der Strecke. Was mit Planning Poker gemeint ist und wie dieses funktioniert, zeigen wir im Folgenden.

Definition: Was ist Planning Poker?

Planning Poker wird oftmals auch als Scrum Poker bezeichnet, da es sich um eine agile Methode zur Aufwandsschätzung handelt.

Wie der Name bereits vermuten lässt, werden beim Planning Poker keine klassischen Schätzungen vorgenommen. Das Prinzip gleicht eher einem Spiel. Die Mitglieder des jeweiligen Teams schätzen hierbei den Aufwand und die Komplexität der anfallenden Aufgaben. Beim Planning Poker kommen hierfür Spielkarten ins Spiel, die mit unterschiedlichen Zahlenwerten belegt sind. Anhand dieser Zahlenwerte können alle Teilnehmer ihre Einschätzungen vorlegen.

Für wen eignet sich die Methode?

Vereinfacht gesagt eignet sich Planning Poker für alle Unternehmen und Abteilungen, die den Aufwand für etwas einschätzen müssen. Im klassischen Sinne wurde Planning Poker vor allem bei der Softwareentwicklung eingesetzt. Mittlerweile findet das Verfahren aber auch in vielen anderen Branchen und Bereichen Anwendung. Integriert werden sollten in die Spielrunden möglichst alle am Produkt oder Projekt beteiligten Abteilungen. Darüber hinaus werden oftmals auch die externen Auftraggeber integriert, um diesen einen Überblick zu ermöglichen. Je nach Unternehmen kommen oftmals auch die sogenannten „Scrum Master“ zum Einsatz, die hier in der Planungsrunde die Rolle des Moderators übernehmen.

Ablauf/Durchführung

Bevor es losgehen kann, müssen die Spielrunden und die Spielkarten erst einmal vorbereitet werden. Zur Vorbereitung gehört zum Beispiel das Definieren der anfallenden Aufgaben. Zudem muss ein spezielles Kartendeck erstellt werden. Nach der Spielrunde werden die Resultate im Rahmen einer Ergebnisfindung ermittelt.

  • Vorbereitung der Spielrunde und Spielkarten
  • Durchführung der Spielrunden
  • Ermittlung der Ergebnisse
Planning Poker

Vorbereitung der Spielrunde und Spielkarten

Die Grundvoraussetzung für die Spielrunden beim Planning Poker liegt in der Definition der Aufgaben. Je größer das Projekt, desto mehr Aufgaben müssen eingeschätzt werden. Und umso länger wird die Spielrunde insgesamt dauern. Wurden die Aufgaben klar definiert, können die Spielkarten erstellt oder ausgeteilt werden. Wichtig: Bei der Definition der Aufgaben sollten Sie so präzise wie möglich Vorgehen. Nur dann ist die Einschätzung der Komplexität am Ende auch wirklich vielversprechend.

Die Spielkarten beim Planning Poker

Die Spielkarten sind beim Planning Poker der wichtigste Bestandteil. Diese dienen zum Schätzen des Aufwands der jeweiligen Aufgabe. Insgesamt besteht ein Set beim Planning Poker standardmäßig aus 13 Spielkarten. Die einzelnen Spielkarten und ihre Bedeutungen haben wir hier aufgeführt:

  •  0: Der geringste Aufwand - die Aufgabe ist so gut wie abgehakt
  • 0.5: sehr geringer Aufwand
  • 1-5: tendenziell Aufgaben mit eher geringem Aufwand
  • 8-13: Aufgaben mit mittlerem Aufwand
  • 13: Aufgabe mit maximalem Aufwand, die innerhalb des festgelegten Zeitraums erfüllt werden kann
  • 20 + 40: Komplexe Aufgaben, die in Unteraufgaben aufgeteilt werden sollten
  • 100: umfangreicher Aufwand, der zum aktuellen Zeitpunkt nicht genau einschätzt werden kann
  • Fragezeichen-Karte: Keine Einschätzung möglich, da zum Beispiel die Expertise in diesem Bereich fehlt
  • Kaffeetassen-Karte: Wie sollte es anders sein? Die Kaffeetassen-Karte wird gelegt, wenn die Spieler eine Pause wünschen.

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Durchführung der Spielrunden

Für die Spielrunden beim Planning Poker erhält jeder Teilnehmer einen eigenen Satz der Spielkarten. Der jeweilige Moderator stellt nun die Aufgaben vor und liefert ein paar weitere Details und Informationen. Eröffnet wird dann eine kurze Diskussionsrunde, in der zum Beispiel mögliche Fragen beantwortet werden können. Ist diese Diskussionsrunde beendet, legen alle Mitspieler ihre Karte für die Einschätzung des Aufwands auf den Tisch. Zunächst mit der jeweiligen Zahl nach unten, also verdeckt. Aufgedeckt werden die Zahlenwerte anschließend von allen Spielteilnehmern gleichzeitig. Eine Beeinflussung durch andere Werte soll so verhindert werden. Gleichzeitig fördert das verdeckte Ablegen der Karte, dass alle Spielteilnehmer offen ihre Einschätzung kundtun.

Ermittlung der Ergebnisse

Nach jeder Bewertungsrunde erfolgt eine Auswertung der Ergebnisse. Generell sind dabei drei unterschiedliche Ausgänge möglich:

  • Konsens: Ein Konsens liegt vor, wenn alle Spielteilnehmer die gleiche Aufwandsschätzung umgedreht haben.
  • Geringe Abweichungen: Liegen die Schätzwerte eng beieinander, liegen lediglich geringe Abweichungen vor. In diesem Fall wird der Mittelwert der Schätzungen als Grundlage genommen.
  • Dissens: Bei einem Dissens sind die Abweichungen der Spielteilnehmer groß. Die Teilnehmer mit dem höchsten Wert und dem niedrigsten Wert können ihre Gründe darstellen und erhalten Input von den anderen Teilnehmern. Abgestimmt wird dann erneut. Und zwar bis ein Konsens erreicht wurde.
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Vorteile

Planning Poker ist eine sehr interessante Methode der agilen Aufwandsschätzung. Nicht zuletzt deshalb, weil sie einige Vorteile aufweisen kann. Die Aufwandsschätzung ist hier einfach, gleichzeitig durch die gemeinsame Schätzung aber auch sehr effektiv. Ein Begleiteffekt: Die Einschätzungen werden besser von den Mitarbeitern akzeptiert, da sie diese selbst abgegeben haben. Während der Diskussionsrunden wird zudem der Ideenaustausch gefördert. Ebenso das Teambuilding und der Lernaspekt. Mitarbeiter, die sich oftmals mit ihren Meinungen zurückhalten, werden beim Planning Poker ebenfalls direkt mit eingebunden. Dadurch kommen Sichtweisen zum Vorschein, die unter anderen Umständen möglicherweise verborgen geblieben wären. Nicht zuletzt sorgt der spielerische Charakter für zusätzlichen Spaß. Meetings zur Aufwandsschätzung dürften von den Mitarbeitern künftig also wesentlich freudiger erwartet werden.

  • Einfache und schnelle Schätzung des Aufwands
  • Hohe Qualität durch die gemeinsamen Schätzrunden
  • Große Akzeptanz bei den Mitarbeitern
  • Förderung des Ideenaustauschs
  • Förderung von Teambuilding und des Lernaspekts
  • Integration von zurückhaltenden Mitarbeitern
  • Aufdecken neuer Sichtweisen
  • Spielerischer Charakter sorgt für Spaß
Planning Poker

Fazit: Unbedingt ausprobieren

Die Meetings zur Aufwandsschätzung von Aufgaben und Projekten sind nicht unbedingt für ihren hohen Unterhaltungswert bekannt. Planning Poker ist eine interessante Möglichkeit, um diese „eingerosteten“ Strukturen etwas aufzulockern. Die Vorbereitung gelingt vergleichsweise einfach, die Funktionsweise ist zudem enorm effektiv. Zahlreiche Mitarbeiter und ihre Meinungen können in die Bewertung des Aufwands mit einbezogen werden. So ergeben sich weitere Vorteile wie eine vergrößerte Akzeptanz, das Aufdecken neuer Sichtweisen oder auch die Förderung des Teambuildings. Gerade auch die Mitarbeiter, die sich normalerweise mit ihren Meinungen zurückhalten, werden aktiv in den Prozess integriert. Eine hohe Qualität in der Schätzung ist normalerweise die Folge. Wer bislang ausschließlich auf „trockene“ Planungsrunden gesetzt hat, sollte diese neue Herangehensweise also durchaus ausprobieren.

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Definition of Done: Erklärung, Nutzen und Beispiele

Ein Grund für Konflikte in Unternehmen ist oftmals ein mangelndes Einverständnis darüber, wann ein Projekt oder eine Idee als umgesetzt bezeichnet werden kann. Schätzt die eine Abteilung dies bereits als erledigt ein, könnte eine andere Abteilung den Fall ganz anders bewerten. Missverständnisse, Konflikte und damit vielleicht auch nachhaltige Probleme könnten die Folge sein. Mit der Definition of Done können Sie genau an dieser Stelle ansetzen und nachhaltige Schwierigkeiten umgehen. Um was es sich bei der Definition of Done handelt, wann diese zum Einsatz kommt und welchen Nutzen diese hat, erläutern wir im Folgenden.

Definition: Was ist Definition of Done?

Vereinfacht gesagt lässt sich eine Definition of Done (DoD) mit einer Checkliste vergleichen. Wer beispielsweise im Haushalt Aufgaben erledigen muss, kann diese auf einer Checkliste sammeln und Stück für Stück nach der Erfüllung abhaken. Da in diesem Fall nur eine Person an der Bewertung und Erfüllung der Aufgaben beteiligt ist, herrscht immer Klarheit darüber, wann die Aufgabe erfüllt wurde. Anders sieht es in Unternehmen und Multiprojektmanagement aus. Hier herrschen oftmals unterschiedliche Verständnisse, wenn es darum geht, ob eine Aufgabe bereits fertiggestellt wurde. Die Definition of Done schafft hierbei Abhilfe. Gesammelt werden auf dieser Checkliste alle Aktivitäten, die für jede User Story abgehakt werden müssen.

Vorrangig verfolgt die Definition of Done damit zwei große Ziele. Zum einen soll die Abstimmung zwischen dem Product Owner und dem Entwicklungsteam verfeinert werden. Auf der anderen Seite soll die Arbeitsgeschwindigkeit erhöht werden. Weitere Vorteile ergeben sich durch den Einsatz. So sinkt etwa das Konfliktpotenzial wenn Einigkeit darüber herrscht, wann eine Aufgabe oder Teilaufgabe als erledigt betrachtet werden kann.

Nutzen

Schon aus der Definition ergibt sich, dass die Definition of Done einen vielseitigen Nutzen vorweisen kann. Generell ist ein gemeinsames Verständnis von Aufgaben, deren Bearbeitung und der Bewertung der Ergebnisse für die Arbeit in Teams oder Projekten unerlässlich. Neben der möglichen Konfliktvermeidung ergibt sich aus dem Nutzen ein weiterer Vorteil. Durch das gemeinsame Verständnis der Prozesse und Aufgaben können verschiedene Personen mit fast gleichbleibender Qualität an unterschiedliche Aufgaben arbeiten. Sollten neue Mitglieder in die Teams integriert werden, hilft die Definition of Done bei der Eingliederung. Ein weiterer Vorteil des Nutzens ist die Tatsache, dass auch teamübergreifend besser kommuniziert und gearbeitet werden kann. Darüber hinaus wird durch die DoD gewährleistet, dass jede Unteraufgabe entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Projektes umgesetzt wird.

Ganz besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Eingliederung des Teams. Die Definition of Done sollte bestenfalls nicht allein vom Produkt Owner vorgeben werden. Stattdessen empfiehlt es sich, diese gemeinsam im Team zu erarbeiten. Auf diesem Wege wird das „Commitment“ des Teams gesteigert, so dass die beteiligten Personen leidenschaftlich für das Projekt einstehen. Achten Sie zudem darauf, dass jeder der Beteiligten stets einen aktuellen Überblick über den Fortschritt des Prozesses hat. Die Definition of Done könnte also beispielsweise als übersichtliche Checkliste im Konferenz- oder Projektraum an der Wand veröffentlicht werden.

Definition of Done

Wann wird Definition of Done genutzt?

Die Definition of Done wird klassischerweise vor allem in der Informatik oder Software-Entwicklung eingesetzt. Schon längst ist diese aber nicht mehr nur auf diese Bereiche begrenzt. Auch in der agilen Projektabwicklung und Scrum Projekten ist die DoD etabliert. Wer mit der DoD arbeiten möchte, sollte diese gemeinsam mit dem Team so früh wie möglich erarbeiten. Warum, dürfte auf der Hand liegen. Für ein Team wäre es unmöglich, mit der Arbeit voranzukommen, wenn keine Definition vorliegt, wann eine Aufgabe erledigt ist. Zusätzlich wäre es dann unmöglich abzuschätzen, wie viel Arbeit überhaupt in die Aufgabe oder die jeweilige Sprintwoche investiert werden muss.

Unbedingt beachten müssen Sie, dass die Definition of Done nicht dauerhaft in „Stein gemeißelt“ sein muss. Es kann hilfreich sein, diese regelmäßig zu überprüfen und anzupassen. Das muss nicht unmittelbar nach einer Sprintwoche geschehen, sollte aber ein stetiger Prozess sein. Auf diesem Wege können sie einfach Fehler für künftige Projekte ausmerzen oder den Arbeitsaufwand geschickt mindern. Noch vor einigen Jahren etwa legte man bei der Gestaltung einer Webseite vor allem Wert auf die Darstellung am Desktop. Immer wichtiger wurde dann jedoch die mobile Darstellung. Die Definition of Done hätte in diesem Verlauf also dahingehend angepasst werden sollen, dass neue Webseiten direkt für mobile Endgeräte optimiert werden. Andernfalls würden die Webseiten klassisch erstellt werden und würden dann allesamt eine Optimierung für die mobilen Endgeräte benötigen.

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Definition of Done Beispiele

Die Definition of Done kommt vor allem in der Informatik zum Einsatz. Beispielsweise etwa bei der Entwicklung einer neuen Software oder beim Re-Design einer Webseite. In diesem Fall werden zunächst die einzelnen Aufgaben definiert und dann in der Checkliste zusammengefasst. Abteilungsübergreifend kann diese Liste ausgeweitet werden. Eine beispielhafte und verkürzte Checkliste für das Re-Design einer Webseite haben wir im Folgenden aufgeführt:

  • Designvorschlag durch Design-Abteilung erstellt
  • Sicherung vorhandener Daten durch Back-Up
  • Verfassen des neuen Webseiten-Codes (bestenfalls im Pair Programming)
  • Überprüfung des Codes durch Code-Review
  • Einhalten der Coding Standards und Guidelines erfüllt
  • Einhaltung der Compliance Vorgaben vollständig erfüllt
  • Tests auf der Stage wurden für Mobile und Desktop erfolgreich durchgeführt
  • Keine kritischen Bugs und Probleme nach Test aufgetreten
  • Übertragung der Test-Umgebung auf die Live-Umgebung der Webseite abgeschlossen

Einer der Vorteile aus dem Beispiel wird sofort ersichtlich. Zwar sind einzelne Bestandteile der DoD oftmals projektspezifisch. Viele der Unteraufgaben lassen sich jedoch auch problemlos auf andere Aufgaben übertragen und allgemein verwenden. So könnte die Checkliste aus dem Beispiel für das Re-Design für alle künftigen Re-Designs übernommen werden.

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Fazit: Förderung des Verständnisses

Die Definition of Done löst ein für viele Unternehmen schwerwiegendes Problem. Das Verständnis darüber, wann eine Aufgabe erledigt ist, ist längst nicht immer identisch. Oftmals können sich daraus horrende Folge-Schwierigkeiten ergeben. Mit der Definition of Done werden die Aufgaben im Vorfeld durch das Team definiert und ein gemeinsames Verständnis darüber geschaffen, wann die Aufgabe als erledigt betrachtet werden kann. Zahlreiche Vorteile sind die Folge. Durch den Einbezug der Mitarbeiter steigt das Commitment, zudem können die Arbeitsprozesse in der Regel spürbar beschleunigt werden. Einsetzen lässt sich die DoD schon längst nicht mehr nur im Bereich der Informatik und Software-Entwicklung. Übertragbar ist das Prinzip auf nahezu jede Branche und jedes Projekt.

#DefinitionofDone #DoD #Scrum #Agil #AgilesProjektmanagement #UserStory #ProductOwner

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Prince2Agile: Definition, Bestandteile und Erklärung

Im Projektmanagement haben sich in den vergangenen Jahren verschiedene Anwendungsmethoden einen Namen machen können. Eine der bekanntesten Methoden ist das Prince2Agile, welches auf einem verbesserten Projektmanagement-System aus längst vergangenen Zeiten basiert. Heute wird ein Prince2-Zertifikat in vielen Ländern für Projektmanager oder Projektleiter als Standard angesehen. Ohne eine entsprechende Zertifizierung sind derartige Jobs zum Beispiel in Großbritannien denkbar schwer zu bekommen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie sich Prince2Agile definiert, welche Bestandteile die Methodik aufweist und was Sie noch darüber wissen sollten.

Prince2Agile Definition: Was ist Prince2Agile?

Für die Definition des Princ2Agile lohnt sich der Blick zurück in die Vergangenheit. Bereits im Jahre 1989 wurde das Programm Prince2 von der britischen Regierung in Auftrag gegeben. Dieses sollte dazu dienen, um bisher gesammelte Projekterfahrungen zu dokumentieren, zu bewerten und anschließend eine Art Framework zu erarbeiten. Mit Hilfe dieses Frameworks sollten bisher gemachte Fehler bei künftigen Projekten vermieden werden. Entwickelt wurde die Methode „Prince“ schließlich als neuer Standard für IT-Projekte der Regierung. Innerhalb weniger Jahre wurde deutlich, dass sich die Methodik auch außerhalb der IT-Bereiche anwenden lässt. Die Methode wurde deshalb verbessert, vereinfacht und im Jahre 1996 als Projektmanagement-Methode Prince2 veröffentlicht. Mittlerweile handelt es sich dabei um eine der am häufigsten genutzten und gelehrten Projekt-Management-Methodiken überhaupt.

Aus dieser Methodik wiederum hat sich das Prince2Agile entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine Art Leitlinie, mit der die Anpassungen in der Projektumgebung für agile Aufgaben optimiert werden kann. Das besondere: Prince2Agile kann mit zahlreichen Frameworks wie Kanban oder SCRUM genutzt werden und stellt so eine optimale Ergänzung zu diesen oftmals IT-limitierten Frameworks dar.

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Bestandteile

Die Prince2-Methodik besteht aus unterschiedlichen Bestandteilen. Jedes der insgesamt vier Bestandteile ist dabei von großer Bedeutung.

  • Grundprinzipien
  • Themen
  • Prozesse
  • Anpassung an die Projektumgebung

Die Prince2 Grundprinzipien
Ein elementarer Bestandteil der Prince2Agile-Methodik sind die insgesamt sieben Grundprinzipien. Diese Grundprinzipien werden als Leitsätze verstanden und sind dementsprechend zwingend einzuhalten. Dies gilt für alle Prince2-Projekte - unabhängig davon, in welchem Bereich diese initiiert werden sollen.

Prince2 Themen
Der zweite wichtige Bestandteil sind die Themen. Auch hiervon sind insgesamt wieder sieben Stück in der Methodik zu finden. Diese Themen geben vor, welche Inhalte im Projekt umgesetzt werden wollen. Bezeichnet werden die sieben Themen deshalb oftmals auch als Projektstruktur.

Prince2 Prozesse
Ergänzend zu den sieben Themen gehören zur Prince2Agile-Methodik auch sieben Prozesse. Diese legen fest, wie die genaue Ablaufplanung der einzelnen Themen aussieht. Festgelegt wird also, wer im Projekt für welche Arbeiten zuständig ist, wer welche Inhalte erstellen muss und ähnliches.

Anpassung an die Projektumgebung
Der wohl wichtigste Bestandteil der Prince2-Methodik ist die Anpassung an die Projektumgebung. Dieser Teil legt fest, dass der Projektmanager die Methodik für sämtliche Projektumgebungen passend gestalten muss.

Prince2Agile

Agile Aspekte

Im Projektmanagement hat sich längst die Erkenntnis durchgesetzt, dass Projekte agil bearbeitet werden sollten. Verstanden wird darunter die Fähigkeit, Prozesse zeitnah und möglichst flexibel handhaben zu können. Unbeeindruckt von möglichen äußeren Einflüssen sorgt die Agilität dafür, dass auch im Falle von überraschenden Entwicklungen eine passende Reaktion erfolgen kann. Bezogen auf die Produktion etwa bedeutet Agilität, dass in kurzen Zyklen Produkte auf den Markt gebracht werden, der Produzent das Feedback des Marktes aufnimmt und mögliche Änderungen zügig umsetzt.

Agile Aspekte sind auch in der Prince2Agile-Methodik zu finden. Und das sogar in einem spürbaren Ausmaß. So wird der Kunde ins Zentrum der Bemühungen gestellt: Die sogenannte User-Fokussierung. Ein agiler Aspekt der Prince2-Methodik ist zudem die Kurzfristigkeit. Eben jene ist es, die einen Prozess oder ein Projekt erst agil werden lässt. Immerhin wird auf lange Entwicklungs- und Planungsphasen verzichtet und bei Bedarf auf kurzfristige Anpassungen schnell reagiert. Genau hier kommt ein weiterer agiler Aspekt der Methodik ins Spiel. Die Anpassungsfähigkeit oder Änderungsfähigkeit. Nur mit Hilfe von Anpassungen und Änderungen lassen sich Fehler aus vorherigen Projekten oder Projektphasen in den kommenden Phasen und Projekten vermeiden.

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Fazit

Die Princ2Agile-Methodik kann durchaus als einer der großen Fortschritte im Projektmanagement bezeichnet werden. Mit Hilfe dieser Methodik lassen sich Anpassungen definieren, mit denen das Projektmanagement bzw. die Initiierung von Projekten künftig erfolgreicher gehandhabt werden kann. Auf Fehler aus vorherigen Prozessen wird flexibel und agil reagiert. Künftige Prozesse werden auf diesem Wege optimiert und effizienter gestaltet. Geprägt ist Prince2Agile von verschiedenen Bestandteilen, wobei die Anpassungen an die Projektumgebung in der Regel die größten Herausforderungen für den Projektleiter mit sich bringen. Klar definiert werden müssen jedoch auch die Themen, die Grundprinzipien und die Prozesse.

#Prince2Agile #Prince2Methodik #Agil #AgilesProjektmanagement #Scrum

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Blogcharts 2021: Die Top-10-Beiträge des DIM-Blogs

Auch im Jahr 2021 standen Unternehmen wieder vor einigen Herausforderungen, die nicht nur mit der anhaltenden Pandemie zusammenhängen. Für Marketeer war das Jahr besonders wegen der vielen Google Updates spannend, die in zahlreichen Branchen Rankings komplett durcheinandergewürfelt haben. In Sachen Unternehmenskommunikation war vor allem das Thema Gendern allgegenwärtig. Nun blicken auch wir auf das vergangene Jahr zurück – mit den Top-10-Beiträgen aus dem DIM-Blog. Viele, viele spannende Themen aus den Bereichen Business Development, Agiles Projektmanagement, Performance Marketing und mehr haben die User bereichert.

Top 1: Zielgruppen definieren

Erneut befindet sich der Beitrag zur Zielgruppendefinition auf dem ersten Platz. Sie kennen den Beitrag noch nicht? Dann lesen Sie jetzt mehr darüber, wie Sie Ihre relevanten Zielgruppen definieren – es wird Sie in der Strategieentwicklung und bei Ihren Marketingmaßnahmen voranbringen:

https://www.marketinginstitut.biz/blog/zielgruppen-definieren/

Top 2: Corporate Identity

Eine starke Corporate Identity gehört zum Erfolg einer Marke oder eines Unternehmens dazu. Umso wichtiger, sich Wissen darüber anzueignen, was ein einheitliches Auftreten ausmacht und wie man dieses schafft. Hier geht’s zum Beitrag:

https://www.marketinginstitut.biz/blog/corporate-identity/

Top 3: Agiles Projektmanagement

Agilität gehört für zukunftsorientierte Unternehmen zum Geschäftsalltag dazu. Kein Wunder also, dass sich viele Lesende in diesem Jahr für das agile Projektmanagement interessiert haben. In unserem umfassenden Beitrag erfahren Sie mehr über die Unterschiede zum klassischen Projektmanagement, den Grundprinzipien und den Vorteilen:

https://www.marketinginstitut.biz/blog/agiles-projektmanagement/

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Top 4: Werbeplan

Mit dem Werbeplan zu erfolgreichen Kampagnen: In diesem Beitrag führen wir 10 Punkte auf, die Sie in Ihrem Werbeplan berücksichtigen sollten.

https://www.marketinginstitut.biz/blog/werbeplan/

Top 5: Influencer Marketing

Das Influencer Marketing ist längst kein kurzlebiges Phänomen, sondern ein fester Bestandteil vieler Marketingstrategien. Auch in diesem Jahr haben sich viele User über das Thema informiert. Erfahren auch Sie mehr über den Einsatz von Influencern im Marketing:

https://www.marketinginstitut.biz/blog/influencer-marketing/

Influencer Marketing

Top 6: Mobile First Strategie

Was ist Mobile First? Und wie setzt man diese Strategie um? Diese Fragen haben zahlreiche User zu unserem Blogbeitrag rund um die Mobile First Strategie geführt. Lesen Sie darin, warum Mobile First unentbehrlich ist und welche Aspekte dabei zu beachten sind:

https://www.marketinginstitut.biz/blog/mobile-first-strategie/

Top 7: Kommunikationspolitik

Kommunikation ist im marketing-Mix zentral. Im Blog erklären wir, welche Bestandteile zur Kommunikationspolitik gehören, welche Ziele im Fokus stehen und welche Aufgaben damit verbunden sind:

https://www.marketinginstitut.biz/blog/kommunikationspolitik/

Top 8: Customer Journey

Die Reise der Kunden beschäftigt Unternehmen jeder Branche. Aber wie genau nutzt man die Customer Journey und wie erstellt man überhaupt eine Customer Journey Map? Lesen Sie das uns mehr im Beitrag nach:

https://www.marketinginstitut.biz/blog/customer-journey/

Customer Journey

Top 9: Scrum

Und noch ein agiles Thema hat es in die Top-10-Blogbeiträge geschafft: im Beitrag zu Scrum werden die Rollen, Ereignisse und Artefakte erklärt. Wenn auch Sie mehr zur Anwendung und den Vorteilen von Scrum wissen möchten, finden Sie hier den passenden Beitrag:

https://www.marketinginstitut.biz/blog/scrum/

Scrum Master:in Zertifizierung (DIM)

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Top 10: Marktsegmentierung

Für eine fundierte, zukunftsfähige Marketingstrategie ist es wichtig, den Markt zu kennen. Die Marktsegmentierung hilft dabei, das relevante Geschäftsfeld besser greifen und zielgereichtet bearbeiten zu können.

https://www.marketinginstitut.biz/blog/marktsegmentierung/

Im nächsten Jahr dürfen Sie sich weiterhin auf spannende Beiträge rund um Strategien, Methoden und Trends freuen. Wenn Sie keine Top-Beiträge mehr verpassen möchten, melden Sie sich für unseren Newsletter an.

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Scrum Master – Definition, Aufgaben und Rolle

Mit dem Einzug von agilen Arbeitsweisen in Unternehmen bzw. dem Bestreben, Agilität in die Projektprozesse zu integrieren, sticht insbesondere ein Jobtitel in aktuellen Stellenanzeigen ins Auge: Scrum Master. In unserem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte zu dieser Rolle und den Besonderheiten, die mit dieser Rolle einhergehen.

Was ist ein Scrum Master?

Zu den drei Scrum-Rollen zählt neben dem Product Owner und dem Entwicklungsteam auch der Scrum Master. Ein Scrum Master ist für die Umsetzung von Scrum verantwortlich. Das heißt, er stellt optimale Arbeits- und Rahmenbedingungen für eine agile Projektarbeit sicher. Er agiert dabei als Facilitator und Servant Leader. Als Facilitator hilft er, dass ein Scrum-Projekt erfolgreich verläuft, indem er für eine gute Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten und einen effektiven Ablauf sorgt. Als Servant Leader kümmert er sich darum, dass Hindernisse beseitigt werden und schafft zudem Sicherheit und Vertrauen im Team. Ein Scrum Master nimmt in dem Fall die Rolle eines Dozenten, Coaches, Moderators, Unterstützers und Vermittlers ein.

Warum werden Scrum Master immer gefragter?

Heutzutage setzen Unternehmen diverser Branchen zunehmend auf agile Methoden, wodurch neue Rollen und Jobtitel entstehen. Da viele Unternehmen vermehrt mit dem Scrum-Modell arbeiten, wird der Scrum Master ebenfalls immer gefragter. Bei Scrum handelt es sich um ein Vorgehensmodell, welches im Projekt- und Produktmanagement eingesetzt wird. Ein Produkt oder Service kann durch Scrum schrittweise verbessert werden, indem es zuerst strukturiert und dann umgesetzt wird. An den Punkten ist der Scrum Master gefragt, da dieser eine Schnittstelle zwischen den verschiedenen Rollen darstellt und daher als ein wichtiges Element in der agilen Projektentwicklung fungiert. Er sorgt zudem auch dafür, dass eine gute Kommunikation im Team herrscht und steuert den Informationsaustausch zwischen den Kollegen.

Was sind die Aufgaben eines Scrum Masters?

Um einen sauberen und reibungslosen Prozess sicherzustellen, gibt es verschiedene Tätigkeiten, die für einen Scrum Master anfallen:

Er legt den Beteiligten die Bedeutung und Wichtigkeit von Scrum nahe. Vor allem Teams, die wenig Erfahrung mit Scrum haben, sollten über die grundlegenden Inhalte informiert werden. Weiterhin werden die Teammitglieder im Hinblick auf ihr Selbstmanagement und einer funktionsübergreifenden, produktiven Zusammenarbeit gecoacht.

Eine weitere Aufgabe ist das Moderieren von Scrum-Meetings. Damit alle Teammitglieder über den Sinn und Zweck des Scrum-Projekts informiert sind, sollte eine Tagesplanung aufgestellt und den Teilnehmern präsentiert werden. Folglich kann durch diese Unterstützung und Moderation die Kommunikation verbessert werden.
Zudem hilft er dem Scrum-Team dabei, hochwertige Inkremente zu erstellen und sorgt dafür, dass die Defintion of Done eingehalten wird. Die Definition of Done stellt eine Art Checkliste dar, bei der bestimmte Qualitätskriterien festgelegt werden.

Ein Scrum Master moderiert daneben auch das Daily Scrum, bei dem sich das Entwicklungsteam täglich über bereits ausgeführte und noch ausstehende Aufgaben austauscht, welche für die Erreichung des Sprint-Ziels nötig sind. Er übernimmt außerdem auch die Moderation des Sprint Reviews und präsentiert damit auch die erzeugten Inkremente. Das Sprint Review ist ein Treffen aller Teammitglieder am Ende eines Sprints, welches zur Kontrolle der erledigten Aufgaben im Hinblick auf das Sprint-Ziel dient.

Scrum Master

Darüber hinaus nehmen Scrum Master insbesondere für den Product Owner und das Entwicklungsteam die Rolle als Coach, Berater und Unterstützer ein. Beispielsweise unterstützt er diese Rollen beim Sprint Planning und hilft dabei, aus dem Product Backlog bestimmte Backlog Items (erforderliche Eigenschaften und Funktionen eines Produktes) auszuwählen. Beim Sprint Planning wird zu Beginn eines Sprints (Projektprozess) das Sprint-Ziel definiert sowie Aufgaben, die während des Sprints erledigt werden müssen.

Er übernimmt zudem die Leitung der Retrospektive (Rückblick), die in der Regel am Ende eines Sprints stattfindet. Hier hat er die Möglichkeit, seine Beobachtungen aktiv mitzuteilen und eine Rückmeldung für seine eigenen Tätigkeiten zu erhalten.

Zum Aufgabenbereich eines Scrum Masters gehört ebenfalls das Vermeiden und Beseitigen von Hindernissen, indem das Team vor störenden Einflüssen geschützt wird. Dies bewirkt, dass die Zusammenarbeit im Team verbessert und den Kollegen die Arbeit erleichtert wird. Um eine ausgezeichnete Organisation zu garantieren, sorgt er zusätzlich für die Einhaltung der festgelegten Regeln sowie für die Überwachung der Timebox (fixer Zeitrahmen für das Projekt) und organisiert zudem diverse Events.

Damit ein effektiver Scrum–Prozess sichergestellt und das Vorgehen im Unternehmen gefestigt werden kann, arbeitet ein Scrum Master auch mit anderen Scrum Mastern zusammen.

Um Hürden zu erkennen und zu beseitigen, ist eine objektive Betrachtung der Hindernisse wichtig. Daher steht ein Scrum Master zwar in engem Kontakt zu den Teilnehmern, ist aber grundsätzlich kein Bestandteil des Teams, da durch solche Doppelfunktionen andernfalls Konflikte entstehen könnten.

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Scrum Master

Beziehungen des Scrum Masters

Wie oben bereits beschrieben, gehören auch der Product Owner und das Entwicklungsteam zu den Scrum-Rollen. Doch in welcher Beziehung steht der Scrum Master zu diesen anderen zwei Rollen und welche Dienste führt er gegenüber diesen Rollen aus?

Scrum Master und Product Owner
Es gehört zu den Aufgaben eines Scrum Masters den Product Owner durch unterschiedliche Dienste zu coachen und zu unterstützen. Beispielsweise ist er dafür zuständig, dass dem Product Owner Techniken vermittelt werden, die für eine effektive Verwaltung des Product Backlogs hilfreich sein können. Zusätzlich werden ihm auch andere Kenntnisse wie z.B. ein Verständnis für die Produktplanung in einem empirischen Wirkungsbereich, weitergegeben. Ebenfalls kann bei Bedarf der Product Owner dabei unterstützt werden, bestimmte Scrum Ereignisse durchzuführen.

Scrum Master und Entwicklungsteam
Ähnlich wie beim Product Owner nimmt der Scrum Master auch für das Development-Team die Rolle als Coach und Unterstützer ein. Das Entwicklungsteam wird dabei in puncto Selbstorganisation und funktionsübergreifender Zusammenarbeit unterstützt. Darüber hinaus hilft der Scrum Master auch bei der Entwicklung von hochwertigen Produkten. Schaffen es die Entwickler nicht, bestimmte Hindernisse zu bewältigen, dann sorgt er außerdem auch für die Beseitigung dieser Hürden.

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Welche Fähigkeiten sollte ein Scrum Master besitzen?

Es ist vor allem wichtig, dass ein Scrum Master mit den grundlegenden Inhalten und Konzepten des Scrum vertraut ist und daneben viel Branchenerfahrung mitbringt. Insbesondere Projekt- und Teamerfahrungen sind in diesem Berufsfeld optimal. Ebenfalls sind sehr gute Englischkenntnisse wichtig. Um das fehlende Wissen nachzuholen oder zu ergänzen, können Seminare und Lehrgänge absolviert werden. Scrum Master Zertifizierungen sind hierbei von Vorteil.

Damit das Team vor Störungen geschützt werden kann, ist zusätzlich eine hohe Konfliktfähigkeit sowie Entscheidungsbereitschaft gefragt.

Außerdem zeichnet sich ein Scrum Master durch eine gute Kommunikationsfähigkeit und ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen aus.

In welchen Branchen ist ein Scrum Master grundsätzlich tätig?

Scrum Master sind insbesondere in Unternehmen gefragt, die mit der agilen Softwareentwicklung arbeiten. Dazu gehören beispielsweise Softwareunternehmen mit einer eigenen Produktentwicklung. Daneben werden auch bei Dienstleistern und Consultants, die agiles Projektmanagement betreiben, Scrum Master benötigt. Weiterhin werden Scrum Master in der Automobilbranche, in der Medizintechnik oder im agilen Marketing gebraucht.

Der Kern des agilen Marketings besteht darin, sich ein Vorteil im Wettbewerb zu verschaffen, indem man in der digitalen Welt flexibler und schneller agiert. Da im agilen Marketing Erkenntnisse aus der Softwareentwicklung genutzt werden, spielen Scrum-Teams eine wichtige Rolle. Da es vorkommen kann, dass bei der Entwicklung von Softwareprodukten die Spezialisten aneinander vorbei arbeiten und dazu auch die Softwareprojekte immer komplexer werden, ist die Unterstützung der Spezialisten wichtig. Diese Funktion übernimmt in dem Fall der Scrum Master, indem er in engem Kontakt zu diesen Experten sowie den internen Auftraggebern steht.

Scrum Master Zertifizierung: Qualifizierung zum Professional Scrum Master I

Um den Jobtitel „Scrum Master“ zu erlangen, ist keine spezifische Ausbildung nötig, weshalb es durchaus auch für Quereinsteiger möglich ist, als Scrum Master zu arbeiten.

Allerdings könnte durch ein Scrum Master Zertifikat im Lebenslauf die Chance auf eine Anstellung erhöht werden. Um die vielfältigen Aufgaben allerdings professionell angehen zu können und somit ein erfolgreiches Scrum-Projekt erzielt werden kann, können Qualifikationen erworben werden. In Deutschland werden daher eine Vielzahl Möglichkeiten geboten, um an diversen Seminaren, Lehrgängen und Coachings teilzunehmen.

Die Dauer einer Zertifizierung beträgt in der Regel nur wenige Tage. Es gibt hierbei verschiedene Organisationen, die Zertifizierungen anbieten. Zu den bekannten Organisationen gehören unter anderem die Scrum Alliance und Scrum.org.

Zu den beliebtesten Zertifizierungen zählen insbesondere zwei Angebote:

  • Certified Scrum Masterv (CSM)
  • Professional Scrum Master (PSM)

Der Unterschied zwischen den PSM- und CSM- Zertifizierungen liegt in der Art der Zertifizierung. Während sich der CSM aus einer von einem zertifizierten Trainer durchgeführten Schulung und einem anschließenden Test zusammenschließt, ist der PSM durch einen reinen Test erwerbbar.

Scrum Alliance und Scrum.org bieten darüber hinaus noch weitere Zertifizierungen für den Scrum Master I an:

  • Certified Scrum Professional (CSP)
  • Certified Scrum Trainer (CST)
  • Advanced CSM (A-CSM)
  • Certified Team Coach (CTC),
  • Certified Enterprise Coach (CEC)

Online- Lehrgang Scrum Master Zertifizierung (DIM)

Marketingleiter Lehrgang

Online Zertifikatslehrgang Marketingleiter (DIM)

In unserem Online Zertifikatslehrgang Marketingleiter (DIM) lernen Sie unter anderem, wie Sie agile Methoden und Ansätze im Marketing und in der Führung einsetzen. Für die optimale Vereinbarkeit von Job und Weiterbildung können Sie diesen Lehrgang zu 100 Prozent online absolvieren. Steigen Sie jederzeit ein.

Fazit

Scrum Master tragen die Verantwortung für einen reibungslosen Scrum-Prozess. Dies gelingt durch eine erfolgreiche Bewältigung der damit verknüpften Aufgaben und Herausforderungen. Hierzu gehören insbesondere das Ausbilden sowie das Unterstützen und Coachen der Teams sowie die Beseitigung von Hindernissen.

Ein guter Scrum Master sollte sich daher sowohl über die fachlichen als auch über die persönlichen Fähigkeiten auszeichnen. Bei Bedarf können die fachlichen Kenntnisse durch Seminare, Coachings und Lehrgänge verbessert und erweitert werden.

Durch die zahlreichen Tätigkeiten sowie die verschiedenen Einsatzgebiete stellt die Arbeit eines Scrum Masters ein abwechslungsreiches und spannendes Berufsfeld dar.

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Möchten Sie Scrum oder agile Methoden in Ihrem Unternehmen integrieren?

Wir unterstützen Sie von der Konzeption bis zur Umsetzung.
Kontaktieren Sie uns für ein persönliches Beratungsgespräch:

Bastian FoersterBastian Foerster

Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 16
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Das Product Backlog – Wie Sie Ihr agiles Projekt organisieren

Das Product Backlog ist eine zentrale Praktik, die insbesondere im agilen Projektmanagement Anwendung findet. Dabei geht es um die Entwicklung eines Produktes auf der Basis hoher Flexibilität und Anpassung. Bei optimalem Einsatz des Product Backlogs wird die Bearbeitung von Kundenaufträgen signifikant erleichtert.

1. Anwendung eines Product Backlogs

Das Product Backlog wird hauptsächlich im agilen Projektmanagement (zum Beispiel Scrum) eingesetzt. Scrum gilt als Rahmenwerk, innerhalb dessen unterschiedliche Prozesse und Techniken angewendet werden. Ziel der Scrum-Methode ist die Entwicklung eines Produktes mit höchstmöglichem Wert. Das Product Backlog ist eine geeignete Methode zur schnellen und optimalen Zielerreichung, denn im darin wird die ausstehende Arbeit festgehalten, die zur Produktentwicklung notwendig ist. Zudem werden in dem Dokument Kundenbedürfnisse untersucht, Aufgaben der Markteinführung festgelegt und Fehler identifiziert, um diese schnellstmöglich beseitigen zu können.

Agiles Projektmanagement Seminar

Lernen Sie im Seminar Agiles Projektmanagement die wichtigsten Aspekte, Techniken und Prinzipien des agilen Projektmanagements kennen. Mit dem Input aus dem Seminar sind Sie in der Lage, zukünftige Projekte agil umzusetzen. Informieren Sie sich über die Inhalte des Seminars:

2. Die 5 Eigenschaften des Product Backlogs

Verantwortlich für das Product Backlog ist der Product Owner. Er sollte das Dokument kontinuierlich an die geänderten Bedingungen anpassen. Dabei gilt es, die folgenden Eigenschaften einzuhalten, um eine optimale Nutzung des Product Backlogs sicherzustellen.

2.1 Adäquat detailliert

Das Product Backlog muss angemessen detailliert sein. Dabei stellt sich die Frage: Was bedeutet angemessen? Wie detailliert ein Eintrag sein soll, ist abhängig von der Position des Eintrags im Product Backlog, was wiederum vom Grad der Priorisierung abhängt. Es gilt: Je höher die Priorität des Eintrags ist, desto weiter oben befindet sich der Eintrag im Product Backlog. Zudem gilt, dass der Detaillierungsgrad der Einträge abnimmt. Somit werden hochpriorisierte Einträge sehr detailliert abgebildet und niedrigpriorisierte Einträge nur grob skizziert. Schließlich müssen Einträge, die im nächsten so genannten Sprint (regelmäßige und wiederholbare Arbeitsabläufe) bearbeitet werden sollen, detaillierter dargestellt werden, als vage Ideen, die sich am Ende des Product Backlogs befinden. Durch diese Eigenschaft wird das Product Backlog insgesamt kurz und knapp gehalten. Während des gesamten Projektverlaufs werden Anforderungen identifiziert und verfeinert.

2.2 Abgeschätzt

Das Abschätzen der Product Backlog Einträge hilft dabei, die ungefähre Größe der Anforderung auszudrücken. Dies ist hilfreich, um die Einträge zu priorisieren und den Projektfortschritt zu verfolgen. Die Abschätzungen der Einträge finden normalerweise regelmäßig im Sprint statt, da neue Einträge abgeschätzt und die Abschätzung bestehender Einträge angepasst werden muss.

2.3 Veränderlich

Das Product Backlog ist kein Dokument, das zu Beginn des Projektes erstellt wird und dann final ist. Es wird kontinuierlich an die aktuellen Bedingungen angepasst. Dazu zählt unter anderem das Hinzufügen neuer Einträge, die Veränderung der Reihenfolge der Einträge, das Entfernen sowie die Modifizierung und Verfeinerung bestehender Einträge. Wie stark sich das Product Backlog über den Projektverlauf hinweg verändert, wird durch den Innovationsgrad des Produktes beeinflusst. Die Veränderungen des Backlogs werden nicht nur durch das eigene Scrum-Team angestoßen, auch das Feedback der Kunden, Anwender und anderer Interessenvertreter bietet Anpassungsmöglichkeiten des Product Backlogs.  Durch die agilen Prozesse werden Anforderungen sehr zeitnah in Produktinkremente (Ergebnis eines Sprints) umgesetzt. Dies ermöglicht das regelmäßige Einholen von Feedback und die anschließende Einarbeitung ins Product Backlog. Dadurch wächst und verändert sich das Product Backlog ständig.

Product Backlog

2.4 Priorisiert

Die Einträge werden nach ihrer Priorisierung in das Product Backlog eingebaut. Dadurch wird dem Team eine Richtung vorgegeben und die wichtigsten Einträge stehen im Fokus. Alle Einträge sollten nach denselben festgelegten Kriterien priorisiert werden. Hierzu lassen sich die Faktoren Wert, Risiko, Auslieferbarkeit und Abhängigkeiten aufstellen. Ein wertvoller Eintrag ist einer, der zur Entstehung des Produkts wirklich notwendig ist. Bekannt ist, dass Produktentwicklungen mit Risiken einhergehen. Ein Risiko erfolgt aus Unsicherheit, Unsicherheit wiederum entsteht durch Wissensmangel. Somit kann ein risikoreicher Eintrag den Erfolg der Produktentwicklung beeinflussen. Aus diesem Grund sollten risikobehaftete Anforderungen mit der höchsten Priorität eingestuft werden. Unter der Auslieferbarkeit eines Produkts wird die Aktualisierung der Software verstanden. Die Software sollte frühzeitig und regelmäßig aktualisiert werden, sodass das Produkt mit der richtigen Funktionalität realisiert wird. Weiterhin gelten Abhängigkeiten als Kriterium für die Priorisierung der Einträge. Abhängigkeiten können zwischen verschiedenen Anforderungen entstehen, sie können aber auch angestoßen durch mehrere Teammitglieder im Scrum-Projekt zustande kommen. Falls Abhängigkeiten mit einer Anforderung einhergehen, so muss der Eintrag, der von anderen abhängt, zuerst implementiert werden und hat im Regelfall einen höheren Aufwand. Aus diesem Grund sollten Abhängigkeiten so weit wie möglich aufgelöst werden.

2.5 Sichtbar

Die letzte wichtige Eigenschaft eines Product Backlogs ist die der Sichtbarkeit. Das Product Backlog sollte für alle Scrum-Teammitglieder sichtbar und leicht zugänglich sein, da es als zentrales Kommunikationsmittel für die noch ausstehenden Arbeiten dient.

Zertifizierter Produktmanager (DIM)

3. Gestaltung des Inhalts eines Product Backlogs

Product Backlog Einträge werden, wie zuvor beschrieben, über den gesamten Projektverlauf hinweg identifiziert, verfasst, weiter detailliert und entfernt. Hierzu dient das Feedback der Kunden, Anwender und anderer Interessenvertreter. Bei der Erstellung des Product Backlogs werden die notwendigen Einträge zur Produktentwicklung vom gesamten Scrum-Team sowie von den Interessenvertretern gesammelt und eingetragen. Wichtig dabei ist, die Einträge zunächst nur zu skizzieren und die minimale Produktfunktionalität aufzuzeigen. Dabei ist es hilfreich, sich auf die Produktvision zu konzentrieren. Detaillierungen der am höchsten priorisierten Einträge können im nächsten Schritt erfolgen. Dadurch bleibt das Product Backlog übersichtlich und Veränderungen der Einträge sind leicht umzusetzen. Bevor eine Anforderung eingetragen wird, sollte stets das Kundenbedürfnis fokussiert werden. So werden nur die Anforderungen eingetragen, die auch zur Produktentwicklung beitragen.

User Stories

Das Verfassen der Anforderungen im Product Backlog kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen. Eine Art ist das Verfassen der Anforderungen mit User Stories. User Stories sind Geschichten, die verdeutlichen, wie das Produkt verwendet werden soll. Konkret umfasst eine User Story einen Namen, eine kurze Erzählung und Akzeptanzkriterien. Zur Erstellung einer Benutzergeschichte gelten 3-C-Kriterien: Card, Conversation und Confirmation. User Stories sollen kurz und knapp gehalten werden.

  • Card steht dafür, dass jede User Story auf einer Papierkarte abgebildet werden kann, denn so können die Anforderungen nicht bis ins kleinste Detail beschrieben werden.
  • User Stories stellen keine Kommunikationsmethode zwischen Projektmitgliedern oder zwischen Projektmitgliedern und Kunde dar. Sie sollen einzig die Bedeutung und Aussage der Anforderungen festhalten. Hierfür steht das zweite C – Conversation.
  • Zuletzt beinhaltet Confirmation, dass jede User Story messbar bzw. testbar ist. So kann der Product Owner die Umsetzung der Einträge überprüfen.

Zur Strukturierung der Einträge im Product Backlog werden diese ebenso nach Themen gruppiert. Anschließend werden zunächst die Themenblöcke nach Priorität strukturiert und im nächsten Schritt wird die Struktur der Einträge innerhalb eines Themas nach der Priorität angepasst.

Da das Product Backlog bei häufiger Bearbeitung und Anpassung schnell unübersichtlich wird, ist eine regelmäßige Pflege des Dokuments notwendig. Der Product Owner ist dafür verantwortlich, dass die Eigenschaften des Product Backlogs erfüllt werden, das gesamte Team setzt jedoch die Pflegemaßnahmen um. Zu den Pflegemaßnahmen zählen die Aufbereitung, Anpassung und Entfernung bestehender Einträge und das Hinzufügen neuer Anforderungen, die Priorisierung der Einträge sowie die Schätzung der bestehenden und der neuen Backlog-Einträge.

Agiles Projektmanagement und agiles Marketing im Seminar

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4. Product Backlog: Fazit

Im Product Backlog werden die ausstehenden Arbeitsschritte, die zur Produktentwicklung notwendig sind, durch den Product Owner festgehalten. Dazu werden Kundenbedürfnisse untersucht, Aufgaben der Markteinführung festgehalten und Fehler identifiziert, um diese schnellstmöglich zu beheben. Das Dokument sollte angemessen detailliert formuliert und fortlaufend angepasst werden. Die Einträge werden vorher abgeschätzt, nach Themen gruppiert und nach Priorität sortiert. Abschließend ist es wichtig, dass alle Team-Mitglieder Zugriff auf das Dokument besitzen, um über alle noch anstehenden Arbeitsschritte informiert zu sein.

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5. Product Backlog: Zusammenfassung

Fassen wir noch einmal die wichtigsten Statements zum Product Backlog zusammen:

  • Das Product Backlog ist eine sortierte Liste von User Storys. Diese sind beschrieben, priorisiert und verfügen über Akzeptanzkriterien.
  • Es ist nicht vollständig, da es kontinuierlich ergänzt wird. Es ist nicht als interne Liste zu sehen, da mit ihm gearbeitet wird.
  • Die Priorisierung des Product Backlog wird auschlißelich vom Product Manager am Produktziel (value) ausgerichtet.
  • Bei der Verfeinerung des Product Backlogs werden Elemente in kleinere Elemente zerlegt. Dies ist ein kontinuierlicher Prozess.
  • Der Zeitaufwand zur Pflege des Product Backlogs ist nicht mit einer Timebox limitiert, sondern muss den Aufwand einnehmen, den es benötigt.
  • Das Product Backlog ist die Basis für die Sprint Planung. In der Sprint Planung werden die wichtigsten Anforderungen aus dem Product Backlog in das Sprint Backlog überführt. Es muss zu Beginn eines Sprints nicht vollständig sein und kann auch während des Sprints modifiziert werden, da es ein lebendiges “Artefakt” ist.
  • Das Product Backlog ist die einzige Arbeitsquelle des Scrum Teams.
  • Das Product Backlog wird nur vom Product Owner gepflegt und gemanagt, selbst wenn er kooperativ mit dem Scrum Team und den Stakeoldern zusammenarbeitet.
  • Die Ordnung von Anforderungen im Product Backlog wird vom Product Manager vorgenommen und richtet sich ausschließlich nach dem Business / Produktnutzen.
  • Der Product Owner ist dafür verantwortlich, den Wert des Produktes, der sich aus der Arbeit des SCRUM Teams ergibt, zu maximieren.

Sie möchten Ihr Produktmanagement agil organisieren? Wir beraten Sie gerne!

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Agile Methoden im Marketing: Definition, Nutzen, Empfehlungen

Agile Methoden im Marketing haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie ihre Daseinsberechtigung haben. Ursprünglich stammt der Gedanke hinter einer agilen Arbeitsweise aus dem Bereich der Software-Entwicklung. Heutzutage ist die Agilität jedoch auch im Marketing oftmals ein großer Erfolgsfaktor. Besser also, wenn Sie mit der Begrifflichkeit etwas anfangen können, die Vorteile und Nutzen des agilen Marketings kennen und wissen, auf welche Software Sie zurückgreifen sollten. Alles, was Sie über agile Methoden im Marketing wissen müssen, erfahren Sie im Folgenden.

Definition von Agilität

Agilität ist ein Begriff, den viele Menschen vor allem mit dem Sport oder körperlicher Bewegung in Verbindung bringen. Tatsächlich ist die Agilität aber auch im Marketing ein wichtiger Begriff. Gleichzusetzen ist die Agilität in diesem Fall durchaus mit der Beweglichkeit. Nur ist nicht die körperliche Beweglichkeit, sondern die Beweglichkeit eines Unternehmens gemeint. Sie müssen also schnell handeln können. Oder anders gesagt: Agil bleiben. Doch was bedeutet das genau? Der Fokus liegt hier in erster Linie natürlich auf der Schnelligkeit. Sie sollten mit Ihren Marketingkampagnen schnell auf Geschehnisse reagieren können und Ihre Strategien dementsprechend ausrechnen.

Ein einfaches Beispiel für das leichtere Verständnis ist die Senkung der Mehrwertsteuer im Jahr 2020. Hat Ihr Unternehmen auf diese Entwicklung reagiert und vielleicht schon wenig später passende Kampagnen starten können, haben Sie die agile Handlungsweise bereits unter Beweis gestellt. Kurz und knapp: Die Agilität beschreibt im Marketing die Fähigkeit, auf kurzfristige Entwicklungen schnell reagieren zu können.

Seminar Agiles Marketing

Nutzen Sie agile Methoden für Ihr Marketing, um langfristig den Erfolg Ihrer Marketingmaßnahmen zu steigern. Im Seminar Agiles Marketing lernen Sie die wichtigsten Tools und Methoden kennen. Infomieren Sie sich hier über aktuelle Termine und genaue Inhalte:

Vorteile und Nutzen von agilen Methoden im Marketing

Agile Methoden im Marketing Vortelile

Mit Ihrem agilen Marketing sollten Sie immer das Ziel verfolgen, Ihrem Kunden oder Interessenten den richtigen Content zum richtigen Zeitpunkt präsentieren zu können. Zusätzlich dazu profitieren Sie von einigen Vorteilen, wenn Sie Ihre Strategien agil ausrichten und planen. Einige dieser Vorteile haben wir hier für Sie aufgeführt:

  • Kurze und transparente Prozesse
  • Einfache Überprüfung von Ergebnissen
  • Schnelles Feedback durch Kunden möglich
  • Intensivere Zusammenarbeit der einzelnen Teams und Mitarbeiter
  • Bessere Einbringung einzelner Arbeitskräfte und Ideen
  • Ungeahnte Herausforderungen können frühzeitig erkannt werden
  • Optimal auf individuelle Kunden zugeschnittene Kampagnen

Mit Hilfe von agilen Methoden im Marketing können Sie die jeweiligen Prozesse zum Beispiel deutlich abkürzen. Zusätzlich überprüfen Sie im besten Fall mehrfach die Zwischenergebnisse und Zwischenziele, anstatt erst am Ende einer Kampagne die Ergebnisse zu überprüfen. Mit den kürzeren Prozessen geht zudem auch ein schnelleres Feedback durch den Kunden einher. Dieses ermöglicht Ihnen wiederum, Ihre Prozesse künftig noch einfacher optimieren zu können. So ergeben sich Kampagnen, die optimal auf die Bedürfnisse einzelner Kunden und Auftraggeber zugeschnitten werden können.

Darüber hinaus sorgen agile Methoden im Marketing dafür, dass die Teams und Mitarbeiter intensiver miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. So können Sie das Leistungspotenzial einzelner Mitarbeiter deutlich fördern. Eine wichtige Grundvoraussetzung für den Erfolg mit den agilen Methoden im Marketing sind die passende Software oder Applikationen. In Frage kommen hier vor allem Scrum und Kanban Board.

Scrum

Das Agile Marketing Tool Scrum ist eines der bekanntesten und beliebtesten Tools in diesem Segment. Mit Hilfe des Tools können Sie Ihre Teammitglieder miteinander in Verbindung bringen. Diese arbeiten eigenverantwortlich nach vorher festgelegten Regeln zusammen und konzentrieren sich so auf eine schnelle Umsetzung der Prozesse. Ein weiterer Vorteil: Die oftmals komplexen Prozesse können in Einzelteile zerlegt werden. Gearbeitet wird in jedem Scrum-Team mit den unterschiedlichen Rollen für Product Owner, das Entwicklungsteam oder den Scrum Master. Zusätzlich werden die Aufgaben und Teilaufgaben in sogenannte Sprints eingeordnet, um innerhalb der Teams für größtmögliche Transparenz zu sorgen. Geeignet ist Scrum insbesondere für Unternehmen, die innovativ arbeiten und ihre Arbeitsprozesse nach getaner Arbeit gründlich analysieren möchten.

Scrum

Seminar Kundenfokussierte Strategien im agilen Umfeld

Sie möchten mehr über agiles Marketing und Kundenorientierung erfahren? In unserem Seminar Kundenfokussierte Strategien im agilen Umfeld lernen Sie einen modernen Ansatz der Strategieentwicklung, die sogenannte Wardley Map kennen. Lernen Sie, wie Sie kundenfokussierte Strategien im dynamischen Marktumfeld einsetzen können. Infomieren Sie sich hier über aktuelle Termine und genaue Inhalte:

Legende:
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Nur noch wenige Plätze frei!
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Kanban Board

Kanban Board

Das Kanban Board ist ein echter Allrounder im Bereich des agilen Marketings und des Projektmanagers. Hinter der Kanban-Entwicklungsmethode verbirgt sich eine Methode zur Steuerung von Produktionsprozessen. In vielen Unternehmen wurde jahrelang auf Whiteboards oder Ähnliches zurückgegriffen, wenn die Kanban-Entwicklungsmethode verfolgt wurde. Mit dem Kanban Board ist nun eine Möglichkeit vorhanden, auch digital die Prozesse effizienter gestalten zu können. Der Grundgedanke hinter dem Kanban Board ist dabei denkbar einfach: Unterschiedliche Spalten klären über den aktuellen Fortschritt bzw. Status im Projekt auf. Hierzu gehören zum Beispiel Spalten für die Formulierung der Aufgabe, für die Bearbeitung, die Prüfung oder die abgeschlossene Aufgabe. Das strukturierte Arbeiten in den einzelnen Teams wird also wesentlich leichter. Einsetzbar ist das Kanban Board für Unternehmen aus zahlreichen Bereichen. Nicht nur im Content Marketing oder der Projektplanung, sondern zum Beispiel auch im Vertrieb. Diese Umstände sorgen dafür, dass das Kanban Board speziell in den letzten Jahren massiv an Beliebtheit gewonnen hat.

Digital Brand Manager

Fazit: Agil bleiben, Erfolg haben

Die Agilität ist im Marketing heutzutage wichtiger denn je. Nutzer können durch das Internet und die sozialen Medien alle wichtigen Ereignisse binnen weniger Augenblicke verfolgen. Insgesamt wird die Welt zudem immer schnelllebiger. Auch im Marketing gilt: Wer im Trend ist, ist in. Genau deshalb sollten Sie zu den agilen Methoden im Marketing greifen, um Ihren Kunden die möglichst aktuellsten Kampagnen zu bieten. Erforderlich ist hierfür immer auch eine genaue Analyse. Dabei sollten Sie sowohl den Ist-Zustand als auch die Ziele (erreicht oder nicht) mehrfach überprüfen. Hilfreiche Tools wie Scrum oder Kanban Board können Ihnen bei der Planung und Verwirklichung Ihrer agilen Prozesse behilflich sein.

Sie benötigen Hilfe bei der Konzeption und Strategieentwicklung Ihres Marketing?

Unsere erfahrenen Marketingspezialisten und Marktforschungsexperten helfen Ihnen gerne. Kontaktieren Sie uns für ein persönliches Beratungsgespräch!

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