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Scrum Master – Definition, Aufgaben und Rolle

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Mit dem Einzug von agilen Arbeitsweisen in Unternehmen bzw. dem Bestreben, Agilität in die Projektprozesse zu integrieren, sticht insbesondere ein Jobtitel in aktuellen Stellenanzeigen ins Auge: Scrum Master. In unserem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte zu dieser Rolle und den Besonderheiten, die mit dieser Rolle einhergehen.

Was ist ein Scrum Master?

Zu den drei Scrum-Rollen zählt neben dem Product Owner und dem Entwicklungsteam auch der Scrum Master. Ein Scrum Master ist für die Umsetzung von Scrum verantwortlich. Das heißt, er stellt optimale Arbeits- und Rahmenbedingungen für eine agile Projektarbeit sicher. Er agiert dabei als Facilitator und Servant Leader. Als Facilitator hilft er, dass ein Scrum-Projekt erfolgreich verläuft, indem er für eine gute Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten und einen effektiven Ablauf sorgt. Als Servant Leader kümmert er sich darum, dass Hindernisse beseitigt werden und schafft zudem Sicherheit und Vertrauen im Team. Ein Scrum Master nimmt in dem Fall die Rolle eines Dozenten, Coaches, Moderators, Unterstützers und Vermittlers ein.

Warum werden Scrum Master immer gefragter?

Heutzutage setzen Unternehmen diverser Branchen zunehmend auf agile Methoden, wodurch neue Rollen und Jobtitel entstehen. Da viele Unternehmen vermehrt mit dem Scrum-Modell arbeiten, wird der Scrum Master ebenfalls immer gefragter. Bei Scrum handelt es sich um ein Vorgehensmodell, welches im Projekt- und Produktmanagement eingesetzt wird. Ein Produkt oder Service kann durch Scrum schrittweise verbessert werden, indem es zuerst strukturiert und dann umgesetzt wird. An den Punkten ist der Scrum Master gefragt, da dieser eine Schnittstelle zwischen den verschiedenen Rollen darstellt und daher als ein wichtiges Element in der agilen Projektentwicklung fungiert. Er sorgt zudem auch dafür, dass eine gute Kommunikation im Team herrscht und steuert den Informationsaustausch zwischen den Kollegen.

Was sind die Aufgaben eines Scrum Masters?

Um einen sauberen und reibungslosen Prozess sicherzustellen, gibt es verschiedene Tätigkeiten, die für einen Scrum Master anfallen:

Er legt den Beteiligten die Bedeutung und Wichtigkeit von Scrum nahe. Vor allem Teams, die wenig Erfahrung mit Scrum haben, sollten über die grundlegenden Inhalte informiert werden. Weiterhin werden die Teammitglieder im Hinblick auf ihr Selbstmanagement und einer funktionsübergreifenden, produktiven Zusammenarbeit gecoacht.

Eine weitere Aufgabe ist das Moderieren von Scrum-Meetings. Damit alle Teammitglieder über den Sinn und Zweck des Scrum-Projekts informiert sind, sollte eine Tagesplanung aufgestellt und den Teilnehmern präsentiert werden. Folglich kann durch diese Unterstützung und Moderation die Kommunikation verbessert werden.
Zudem hilft er dem Scrum-Team dabei, hochwertige Inkremente zu erstellen und sorgt dafür, dass die Defintion of Done eingehalten wird. Die Definition of Done stellt eine Art Checkliste dar, bei der bestimmte Qualitätskriterien festgelegt werden.

Ein Scrum Master moderiert daneben auch das Daily Scrum, bei dem sich das Entwicklungsteam täglich über bereits ausgeführte und noch ausstehende Aufgaben austauscht, welche für die Erreichung des Sprint-Ziels nötig sind. Er übernimmt außerdem auch die Moderation des Sprint Reviews und präsentiert damit auch die erzeugten Inkremente. Das Sprint Review ist ein Treffen aller Teammitglieder am Ende eines Sprints, welches zur Kontrolle der erledigten Aufgaben im Hinblick auf das Sprint-Ziel dient.

Scrum Master

Darüber hinaus nehmen Scrum Master insbesondere für den Product Owner und das Entwicklungsteam die Rolle als Coach, Berater und Unterstützer ein. Beispielsweise unterstützt er diese Rollen beim Sprint Planning und hilft dabei, aus dem Product Backlog bestimmte Backlog Items (erforderliche Eigenschaften und Funktionen eines Produktes) auszuwählen. Beim Sprint Planning wird zu Beginn eines Sprints (Projektprozess) das Sprint-Ziel definiert sowie Aufgaben, die während des Sprints erledigt werden müssen.

Er übernimmt zudem die Leitung der Retrospektive (Rückblick), die in der Regel am Ende eines Sprints stattfindet. Hier hat er die Möglichkeit, seine Beobachtungen aktiv mitzuteilen und eine Rückmeldung für seine eigenen Tätigkeiten zu erhalten.

Zum Aufgabenbereich eines Scrum Masters gehört ebenfalls das Vermeiden und Beseitigen von Hindernissen, indem das Team vor störenden Einflüssen geschützt wird. Dies bewirkt, dass die Zusammenarbeit im Team verbessert und den Kollegen die Arbeit erleichtert wird. Um eine ausgezeichnete Organisation zu garantieren, sorgt er zusätzlich für die Einhaltung der festgelegten Regeln sowie für die Überwachung der Timebox (fixer Zeitrahmen für das Projekt) und organisiert zudem diverse Events.

Damit ein effektiver Scrum–Prozess sichergestellt und das Vorgehen im Unternehmen gefestigt werden kann, arbeitet ein Scrum Master auch mit anderen Scrum Mastern zusammen.

Um Hürden zu erkennen und zu beseitigen, ist eine objektive Betrachtung der Hindernisse wichtig. Daher steht ein Scrum Master zwar in engem Kontakt zu den Teilnehmern, ist aber grundsätzlich kein Bestandteil des Teams, da durch solche Doppelfunktionen andernfalls Konflikte entstehen könnten.

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Scrum Master

Beziehungen des Scrum Masters

Wie oben bereits beschrieben, gehören auch der Product Owner und das Entwicklungsteam zu den Scrum-Rollen. Doch in welcher Beziehung steht der Scrum Master zu diesen anderen zwei Rollen und welche Dienste führt er gegenüber diesen Rollen aus?

Scrum Master und Product Owner
Es gehört zu den Aufgaben eines Scrum Masters den Product Owner durch unterschiedliche Dienste zu coachen und zu unterstützen. Beispielsweise ist er dafür zuständig, dass dem Product Owner Techniken vermittelt werden, die für eine effektive Verwaltung des Product Backlogs hilfreich sein können. Zusätzlich werden ihm auch andere Kenntnisse wie z.B. ein Verständnis für die Produktplanung in einem empirischen Wirkungsbereich, weitergegeben. Ebenfalls kann bei Bedarf der Product Owner dabei unterstützt werden, bestimmte Scrum Ereignisse durchzuführen.

Scrum Master und Entwicklungsteam
Ähnlich wie beim Product Owner nimmt der Scrum Master auch für das Development-Team die Rolle als Coach und Unterstützer ein. Das Entwicklungsteam wird dabei in puncto Selbstorganisation und funktionsübergreifender Zusammenarbeit unterstützt. Darüber hinaus hilft der Scrum Master auch bei der Entwicklung von hochwertigen Produkten. Schaffen es die Entwickler nicht, bestimmte Hindernisse zu bewältigen, dann sorgt er außerdem auch für die Beseitigung dieser Hürden.

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Welche Fähigkeiten sollte ein Scrum Master besitzen?

Es ist vor allem wichtig, dass ein Scrum Master mit den grundlegenden Inhalten und Konzepten des Scrum vertraut ist und daneben viel Branchenerfahrung mitbringt. Insbesondere Projekt- und Teamerfahrungen sind in diesem Berufsfeld optimal. Ebenfalls sind sehr gute Englischkenntnisse wichtig. Um das fehlende Wissen nachzuholen oder zu ergänzen, können Seminare und Lehrgänge absolviert werden. Scrum Master Zertifizierungen sind hierbei von Vorteil.

Damit das Team vor Störungen geschützt werden kann, ist zusätzlich eine hohe Konfliktfähigkeit sowie Entscheidungsbereitschaft gefragt.

Außerdem zeichnet sich ein Scrum Master durch eine gute Kommunikationsfähigkeit und ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen aus.

In welchen Branchen ist ein Scrum Master grundsätzlich tätig?

Scrum Master sind insbesondere in Unternehmen gefragt, die mit der agilen Softwareentwicklung arbeiten. Dazu gehören beispielsweise Softwareunternehmen mit einer eigenen Produktentwicklung. Daneben werden auch bei Dienstleistern und Consultants, die agiles Projektmanagement betreiben, Scrum Master benötigt. Weiterhin werden Scrum Master in der Automobilbranche, in der Medizintechnik oder im agilen Marketing gebraucht.

Der Kern des agilen Marketings besteht darin, sich ein Vorteil im Wettbewerb zu verschaffen, indem man in der digitalen Welt flexibler und schneller agiert. Da im agilen Marketing Erkenntnisse aus der Softwareentwicklung genutzt werden, spielen Scrum-Teams eine wichtige Rolle. Da es vorkommen kann, dass bei der Entwicklung von Softwareprodukten die Spezialisten aneinander vorbei arbeiten und dazu auch die Softwareprojekte immer komplexer werden, ist die Unterstützung der Spezialisten wichtig. Diese Funktion übernimmt in dem Fall der Scrum Master, indem er in engem Kontakt zu diesen Experten sowie den internen Auftraggebern steht.

Scrum Master Zertifizierung: Qualifizierung zum Professional Scrum Master I

Um den Jobtitel „Scrum Master“ zu erlangen, ist keine spezifische Ausbildung nötig, weshalb es durchaus auch für Quereinsteiger möglich ist, als Scrum Master zu arbeiten.

Allerdings könnte durch ein Scrum Master Zertifikat im Lebenslauf die Chance auf eine Anstellung erhöht werden. Um die vielfältigen Aufgaben allerdings professionell angehen zu können und somit ein erfolgreiches Scrum-Projekt erzielt werden kann, können Qualifikationen erworben werden. In Deutschland werden daher eine Vielzahl Möglichkeiten geboten, um an diversen Seminaren, Lehrgängen und Coachings teilzunehmen.

Die Dauer einer Zertifizierung beträgt in der Regel nur wenige Tage. Es gibt hierbei verschiedene Organisationen, die Zertifizierungen anbieten. Zu den bekannten Organisationen gehören unter anderem die Scrum Alliance und Scrum.org.

Zu den beliebtesten Zertifizierungen zählen insbesondere zwei Angebote:

  • Certified Scrum Masterv (CSM)
  • Professional Scrum Master (PSM)

Der Unterschied zwischen den PSM- und CSM- Zertifizierungen liegt in der Art der Zertifizierung. Während sich der CSM aus einer von einem zertifizierten Trainer durchgeführten Schulung und einem anschließenden Test zusammenschließt, ist der PSM durch einen reinen Test erwerbbar.

Scrum Alliance und Scrum.org bieten darüber hinaus noch weitere Zertifizierungen für den Scrum Master I an:

  • Certified Scrum Professional (CSP)
  • Certified Scrum Trainer (CST)
  • Advanced CSM (A-CSM)
  • Certified Team Coach (CTC),
  • Certified Enterprise Coach (CEC)

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Fazit

Scrum Master tragen die Verantwortung für einen reibungslosen Scrum-Prozess. Dies gelingt durch eine erfolgreiche Bewältigung der damit verknüpften Aufgaben und Herausforderungen. Hierzu gehören insbesondere das Ausbilden sowie das Unterstützen und Coachen der Teams sowie die Beseitigung von Hindernissen.

Ein guter Scrum Master sollte sich daher sowohl über die fachlichen als auch über die persönlichen Fähigkeiten auszeichnen. Bei Bedarf können die fachlichen Kenntnisse durch Seminare, Coachings und Lehrgänge verbessert und erweitert werden.

Durch die zahlreichen Tätigkeiten sowie die verschiedenen Einsatzgebiete stellt die Arbeit eines Scrum Masters ein abwechslungsreiches und spannendes Berufsfeld dar.

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Das Product Backlog – Wie Sie Ihr agiles Projekt organisieren

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Das Product Backlog ist eine zentrale Praktik, die insbesondere im agilen Projektmanagement Anwendung findet. Dabei geht es um die Entwicklung eines Produktes auf der Basis hoher Flexibilität und Anpassung. Bei optimalem Einsatz des Product Backlogs wird die Bearbeitung von Kundenaufträgen signifikant erleichtert.

1. Anwendung eines Product Backlogs

Das Product Backlog wird hauptsächlich im agilen Projektmanagement (zum Beispiel Scrum) eingesetzt. Scrum gilt als Rahmenwerk, innerhalb dessen unterschiedliche Prozesse und Techniken angewendet werden. Ziel der Scrum-Methode ist die Entwicklung eines Produktes mit höchstmöglichem Wert. Das Product Backlog ist eine geeignete Methode zur schnellen und optimalen Zielerreichung, denn im darin wird die ausstehende Arbeit festgehalten, die zur Produktentwicklung notwendig ist. Zudem werden in dem Dokument Kundenbedürfnisse untersucht, Aufgaben der Markteinführung festgelegt und Fehler identifiziert, um diese schnellstmöglich beseitigen zu können.

Agiles Projektmanagement Seminar

Lernen Sie im Seminar Agiles Projektmanagement die wichtigsten Aspekte, Techniken und Prinzipien des agilen Projektmanagements kennen. Mit dem Input aus dem Seminar sind Sie in der Lage, zukünftige Projekte agil umzusetzen. Informieren Sie sich über die Inhalte des Seminars:

2. Die 5 Eigenschaften des Product Backlogs

Verantwortlich für das Product Backlog ist der Product Owner. Er sollte das Dokument kontinuierlich an die geänderten Bedingungen anpassen. Dabei gilt es, die folgenden Eigenschaften einzuhalten, um eine optimale Nutzung des Product Backlogs sicherzustellen.

2.1 Adäquat detailliert

Das Product Backlog muss angemessen detailliert sein. Dabei stellt sich die Frage: Was bedeutet angemessen? Wie detailliert ein Eintrag sein soll, ist abhängig von der Position des Eintrags im Product Backlog, was wiederum vom Grad der Priorisierung abhängt. Es gilt: Je höher die Priorität des Eintrags ist, desto weiter oben befindet sich der Eintrag im Product Backlog. Zudem gilt, dass der Detaillierungsgrad der Einträge abnimmt. Somit werden hochpriorisierte Einträge sehr detailliert abgebildet und niedrigpriorisierte Einträge nur grob skizziert. Schließlich müssen Einträge, die im nächsten so genannten Sprint (regelmäßige und wiederholbare Arbeitsabläufe) bearbeitet werden sollen, detaillierter dargestellt werden, als vage Ideen, die sich am Ende des Product Backlogs befinden. Durch diese Eigenschaft wird das Product Backlog insgesamt kurz und knapp gehalten. Während des gesamten Projektverlaufs werden Anforderungen identifiziert und verfeinert.

2.2 Abgeschätzt

Das Abschätzen der Product Backlog Einträge hilft dabei, die ungefähre Größe der Anforderung auszudrücken. Dies ist hilfreich, um die Einträge zu priorisieren und den Projektfortschritt zu verfolgen. Die Abschätzungen der Einträge finden normalerweise regelmäßig im Sprint statt, da neue Einträge abgeschätzt und die Abschätzung bestehender Einträge angepasst werden muss.

2.3 Veränderlich

Das Product Backlog ist kein Dokument, das zu Beginn des Projektes erstellt wird und dann final ist. Es wird kontinuierlich an die aktuellen Bedingungen angepasst. Dazu zählt unter anderem das Hinzufügen neuer Einträge, die Veränderung der Reihenfolge der Einträge, das Entfernen sowie die Modifizierung und Verfeinerung bestehender Einträge. Wie stark sich das Product Backlog über den Projektverlauf hinweg verändert, wird durch den Innovationsgrad des Produktes beeinflusst. Die Veränderungen des Backlogs werden nicht nur durch das eigene Scrum-Team angestoßen, auch das Feedback der Kunden, Anwender und anderer Interessenvertreter bietet Anpassungsmöglichkeiten des Product Backlogs.  Durch die agilen Prozesse werden Anforderungen sehr zeitnah in Produktinkremente (Ergebnis eines Sprints) umgesetzt. Dies ermöglicht das regelmäßige Einholen von Feedback und die anschließende Einarbeitung ins Product Backlog. Dadurch wächst und verändert sich das Product Backlog ständig.

Product Backlog

2.4 Priorisiert

Die Einträge werden nach ihrer Priorisierung in das Product Backlog eingebaut. Dadurch wird dem Team eine Richtung vorgegeben und die wichtigsten Einträge stehen im Fokus. Alle Einträge sollten nach denselben festgelegten Kriterien priorisiert werden. Hierzu lassen sich die Faktoren Wert, Risiko, Auslieferbarkeit und Abhängigkeiten aufstellen. Ein wertvoller Eintrag ist einer, der zur Entstehung des Produkts wirklich notwendig ist. Bekannt ist, dass Produktentwicklungen mit Risiken einhergehen. Ein Risiko erfolgt aus Unsicherheit, Unsicherheit wiederum entsteht durch Wissensmangel. Somit kann ein risikoreicher Eintrag den Erfolg der Produktentwicklung beeinflussen. Aus diesem Grund sollten risikobehaftete Anforderungen mit der höchsten Priorität eingestuft werden. Unter der Auslieferbarkeit eines Produkts wird die Aktualisierung der Software verstanden. Die Software sollte frühzeitig und regelmäßig aktualisiert werden, sodass das Produkt mit der richtigen Funktionalität realisiert wird. Weiterhin gelten Abhängigkeiten als Kriterium für die Priorisierung der Einträge. Abhängigkeiten können zwischen verschiedenen Anforderungen entstehen, sie können aber auch angestoßen durch mehrere Teammitglieder im Scrum-Projekt zustande kommen. Falls Abhängigkeiten mit einer Anforderung einhergehen, so muss der Eintrag, der von anderen abhängt, zuerst implementiert werden und hat im Regelfall einen höheren Aufwand. Aus diesem Grund sollten Abhängigkeiten so weit wie möglich aufgelöst werden.

2.5 Sichtbar

Die letzte wichtige Eigenschaft eines Product Backlogs ist die der Sichtbarkeit. Das Product Backlog sollte für alle Scrum-Teammitglieder sichtbar und leicht zugänglich sein, da es als zentrales Kommunikationsmittel für die noch ausstehenden Arbeiten dient.

Zertifizierter Produktmanager (DIM)

3. Gestaltung des Inhalts eines Product Backlogs

Product Backlog Einträge werden, wie zuvor beschrieben, über den gesamten Projektverlauf hinweg identifiziert, verfasst, weiter detailliert und entfernt. Hierzu dient das Feedback der Kunden, Anwender und anderer Interessenvertreter. Bei der Erstellung des Product Backlogs werden die notwendigen Einträge zur Produktentwicklung vom gesamten Scrum-Team sowie von den Interessenvertretern gesammelt und eingetragen. Wichtig dabei ist, die Einträge zunächst nur zu skizzieren und die minimale Produktfunktionalität aufzuzeigen. Dabei ist es hilfreich, sich auf die Produktvision zu konzentrieren. Detaillierungen der am höchsten priorisierten Einträge können im nächsten Schritt erfolgen. Dadurch bleibt das Product Backlog übersichtlich und Veränderungen der Einträge sind leicht umzusetzen. Bevor eine Anforderung eingetragen wird, sollte stets das Kundenbedürfnis fokussiert werden. So werden nur die Anforderungen eingetragen, die auch zur Produktentwicklung beitragen.

User Stories

Das Verfassen der Anforderungen im Product Backlog kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen. Eine Art ist das Verfassen der Anforderungen mit User Stories. User Stories sind Geschichten, die verdeutlichen, wie das Produkt verwendet werden soll. Konkret umfasst eine User Story einen Namen, eine kurze Erzählung und Akzeptanzkriterien. Zur Erstellung einer Benutzergeschichte gelten 3-C-Kriterien: Card, Conversation und Confirmation. User Stories sollen kurz und knapp gehalten werden.

  • Card steht dafür, dass jede User Story auf einer Papierkarte abgebildet werden kann, denn so können die Anforderungen nicht bis ins kleinste Detail beschrieben werden.
  • User Stories stellen keine Kommunikationsmethode zwischen Projektmitgliedern oder zwischen Projektmitgliedern und Kunde dar. Sie sollen einzig die Bedeutung und Aussage der Anforderungen festhalten. Hierfür steht das zweite C – Conversation.
  • Zuletzt beinhaltet Confirmation, dass jede User Story messbar bzw. testbar ist. So kann der Product Owner die Umsetzung der Einträge überprüfen.

Zur Strukturierung der Einträge im Product Backlog werden diese ebenso nach Themen gruppiert. Anschließend werden zunächst die Themenblöcke nach Priorität strukturiert und im nächsten Schritt wird die Struktur der Einträge innerhalb eines Themas nach der Priorität angepasst.

Da das Product Backlog bei häufiger Bearbeitung und Anpassung schnell unübersichtlich wird, ist eine regelmäßige Pflege des Dokuments notwendig. Der Product Owner ist dafür verantwortlich, dass die Eigenschaften des Product Backlogs erfüllt werden, das gesamte Team setzt jedoch die Pflegemaßnahmen um. Zu den Pflegemaßnahmen zählen die Aufbereitung, Anpassung und Entfernung bestehender Einträge und das Hinzufügen neuer Anforderungen, die Priorisierung der Einträge sowie die Schätzung der bestehenden und der neuen Backlog-Einträge.

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4. Product Backlog: Fazit

Im Product Backlog werden die ausstehenden Arbeitsschritte, die zur Produktentwicklung notwendig sind, durch den Product Owner festgehalten. Dazu werden Kundenbedürfnisse untersucht, Aufgaben der Markteinführung festgehalten und Fehler identifiziert, um diese schnellstmöglich zu beheben. Das Dokument sollte angemessen detailliert formuliert und fortlaufend angepasst werden. Die Einträge werden vorher abgeschätzt, nach Themen gruppiert und nach Priorität sortiert. Abschließend ist es wichtig, dass alle Team-Mitglieder Zugriff auf das Dokument besitzen, um über alle noch anstehenden Arbeitsschritte informiert zu sein.

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5. Product Backlog: Zusammenfassung

Fassen wir noch einmal die wichtigsten Statements zum Product Backlog zusammen:

  • Das Product Backlog ist eine sortierte Liste von User Storys. Diese sind beschrieben, priorisiert und verfügen über Akzeptanzkriterien.
  • Es ist nicht vollständig, da es kontinuierlich ergänzt wird. Es ist nicht als interne Liste zu sehen, da mit ihm gearbeitet wird.
  • Die Priorisierung des Product Backlog wird auschlißelich vom Product Manager am Produktziel (value) ausgerichtet.
  • Bei der Verfeinerung des Product Backlogs werden Elemente in kleinere Elemente zerlegt. Dies ist ein kontinuierlicher Prozess.
  • Der Zeitaufwand zur Pflege des Product Backlogs ist nicht mit einer Timebox limitiert, sondern muss den Aufwand einnehmen, den es benötigt.
  • Das Product Backlog ist die Basis für die Sprint Planung. In der Sprint Planung werden die wichtigsten Anforderungen aus dem Product Backlog in das Sprint Backlog überführt. Es muss zu Beginn eines Sprints nicht vollständig sein und kann auch während des Sprints modifiziert werden, da es ein lebendiges “Artefakt” ist.
  • Das Product Backlog ist die einzige Arbeitsquelle des Scrum Teams.
  • Das Product Backlog wird nur vom Product Owner gepflegt und gemanagt, selbst wenn er kooperativ mit dem Scrum Team und den Stakeoldern zusammenarbeitet.
  • Die Ordnung von Anforderungen im Product Backlog wird vom Product Manager vorgenommen und richtet sich ausschließlich nach dem Business / Produktnutzen.
  • Der Product Owner ist dafür verantwortlich, den Wert des Produktes, der sich aus der Arbeit des SCRUM Teams ergibt, zu maximieren.

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Agile Methoden im Marketing: Definition, Nutzen, Empfehlungen

Agile Methoden im Marketing haben in den vergangenen Jahren bewiesen, dass sie ihre Daseinsberechtigung haben. Ursprünglich stammt der Gedanke hinter einer agilen Arbeitsweise aus dem Bereich der Software-Entwicklung. Heutzutage ist die Agilität jedoch auch im Marketing oftmals ein großer Erfolgsfaktor. Besser also, wenn Sie mit der Begrifflichkeit etwas anfangen können, die Vorteile und Nutzen des agilen Marketings kennen und wissen, auf welche Software Sie zurückgreifen sollten. Alles, was Sie über agile Methoden im Marketing wissen müssen, erfahren Sie im Folgenden.

Definition von Agilität

Agilität ist ein Begriff, den viele Menschen vor allem mit dem Sport oder körperlicher Bewegung in Verbindung bringen. Tatsächlich ist die Agilität aber auch im Marketing ein wichtiger Begriff. Gleichzusetzen ist die Agilität in diesem Fall durchaus mit der Beweglichkeit. Nur ist nicht die körperliche Beweglichkeit, sondern die Beweglichkeit eines Unternehmens gemeint. Sie müssen also schnell handeln können. Oder anders gesagt: Agil bleiben. Doch was bedeutet das genau? Der Fokus liegt hier in erster Linie natürlich auf der Schnelligkeit. Sie sollten mit Ihren Marketingkampagnen schnell auf Geschehnisse reagieren können und Ihre Strategien dementsprechend ausrechnen.

Ein einfaches Beispiel für das leichtere Verständnis ist die Senkung der Mehrwertsteuer im Jahr 2020. Hat Ihr Unternehmen auf diese Entwicklung reagiert und vielleicht schon wenig später passende Kampagnen starten können, haben Sie die agile Handlungsweise bereits unter Beweis gestellt. Kurz und knapp: Die Agilität beschreibt im Marketing die Fähigkeit, auf kurzfristige Entwicklungen schnell reagieren zu können.

Seminar Agiles Marketing

Nutzen Sie agile Methoden für Ihr Marketing, um langfristig den Erfolg Ihrer Marketingmaßnahmen zu steigern. Im Seminar Agiles Marketing lernen Sie die wichtigsten Tools und Methoden kennen. Infomieren Sie sich hier über aktuelle Termine und genaue Inhalte:

Vorteile und Nutzen von agilen Methoden im Marketing

Agile Methoden im Marketing Vortelile

Mit Ihrem agilen Marketing sollten Sie immer das Ziel verfolgen, Ihrem Kunden oder Interessenten den richtigen Content zum richtigen Zeitpunkt präsentieren zu können. Zusätzlich dazu profitieren Sie von einigen Vorteilen, wenn Sie Ihre Strategien agil ausrichten und planen. Einige dieser Vorteile haben wir hier für Sie aufgeführt:

  • Kurze und transparente Prozesse
  • Einfache Überprüfung von Ergebnissen
  • Schnelles Feedback durch Kunden möglich
  • Intensivere Zusammenarbeit der einzelnen Teams und Mitarbeiter
  • Bessere Einbringung einzelner Arbeitskräfte und Ideen
  • Ungeahnte Herausforderungen können frühzeitig erkannt werden
  • Optimal auf individuelle Kunden zugeschnittene Kampagnen

Mit Hilfe von agilen Methoden im Marketing können Sie die jeweiligen Prozesse zum Beispiel deutlich abkürzen. Zusätzlich überprüfen Sie im besten Fall mehrfach die Zwischenergebnisse und Zwischenziele, anstatt erst am Ende einer Kampagne die Ergebnisse zu überprüfen. Mit den kürzeren Prozessen geht zudem auch ein schnelleres Feedback durch den Kunden einher. Dieses ermöglicht Ihnen wiederum, Ihre Prozesse künftig noch einfacher optimieren zu können. So ergeben sich Kampagnen, die optimal auf die Bedürfnisse einzelner Kunden und Auftraggeber zugeschnitten werden können.

Darüber hinaus sorgen agile Methoden im Marketing dafür, dass die Teams und Mitarbeiter intensiver miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. So können Sie das Leistungspotenzial einzelner Mitarbeiter deutlich fördern. Eine wichtige Grundvoraussetzung für den Erfolg mit den agilen Methoden im Marketing sind die passende Software oder Applikationen. In Frage kommen hier vor allem Scrum und Kanban Board.

Scrum

Das Agile Marketing Tool Scrum ist eines der bekanntesten und beliebtesten Tools in diesem Segment. Mit Hilfe des Tools können Sie Ihre Teammitglieder miteinander in Verbindung bringen. Diese arbeiten eigenverantwortlich nach vorher festgelegten Regeln zusammen und konzentrieren sich so auf eine schnelle Umsetzung der Prozesse. Ein weiterer Vorteil: Die oftmals komplexen Prozesse können in Einzelteile zerlegt werden. Gearbeitet wird in jedem Scrum-Team mit den unterschiedlichen Rollen für Product Owner, das Entwicklungsteam oder den Scrum Master. Zusätzlich werden die Aufgaben und Teilaufgaben in sogenannte Sprints eingeordnet, um innerhalb der Teams für größtmögliche Transparenz zu sorgen. Geeignet ist Scrum insbesondere für Unternehmen, die innovativ arbeiten und ihre Arbeitsprozesse nach getaner Arbeit gründlich analysieren möchten.

Scrum

Seminar Kundenfokussierte Strategien im agilen Umfeld

Sie möchten mehr über agiles Marketing und Kundenorientierung erfahren? In unserem Seminar Kundenfokussierte Strategien im agilen Umfeld lernen Sie einen modernen Ansatz der Strategieentwicklung, die sogenannte Wardley Map kennen. Lernen Sie, wie Sie kundenfokussierte Strategien im dynamischen Marktumfeld einsetzen können. Infomieren Sie sich hier über aktuelle Termine und genaue Inhalte:

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Kanban Board

Kanban Board

Das Kanban Board ist ein echter Allrounder im Bereich des agilen Marketings und des Projektmanagers. Hinter der Kanban-Entwicklungsmethode verbirgt sich eine Methode zur Steuerung von Produktionsprozessen. In vielen Unternehmen wurde jahrelang auf Whiteboards oder Ähnliches zurückgegriffen, wenn die Kanban-Entwicklungsmethode verfolgt wurde. Mit dem Kanban Board ist nun eine Möglichkeit vorhanden, auch digital die Prozesse effizienter gestalten zu können. Der Grundgedanke hinter dem Kanban Board ist dabei denkbar einfach: Unterschiedliche Spalten klären über den aktuellen Fortschritt bzw. Status im Projekt auf. Hierzu gehören zum Beispiel Spalten für die Formulierung der Aufgabe, für die Bearbeitung, die Prüfung oder die abgeschlossene Aufgabe. Das strukturierte Arbeiten in den einzelnen Teams wird also wesentlich leichter. Einsetzbar ist das Kanban Board für Unternehmen aus zahlreichen Bereichen. Nicht nur im Content Marketing oder der Projektplanung, sondern zum Beispiel auch im Vertrieb. Diese Umstände sorgen dafür, dass das Kanban Board speziell in den letzten Jahren massiv an Beliebtheit gewonnen hat.

Digital Brand Manager

Fazit: Agil bleiben, Erfolg haben

Die Agilität ist im Marketing heutzutage wichtiger denn je. Nutzer können durch das Internet und die sozialen Medien alle wichtigen Ereignisse binnen weniger Augenblicke verfolgen. Insgesamt wird die Welt zudem immer schnelllebiger. Auch im Marketing gilt: Wer im Trend ist, ist in. Genau deshalb sollten Sie zu den agilen Methoden im Marketing greifen, um Ihren Kunden die möglichst aktuellsten Kampagnen zu bieten. Erforderlich ist hierfür immer auch eine genaue Analyse. Dabei sollten Sie sowohl den Ist-Zustand als auch die Ziele (erreicht oder nicht) mehrfach überprüfen. Hilfreiche Tools wie Scrum oder Kanban Board können Ihnen bei der Planung und Verwirklichung Ihrer agilen Prozesse behilflich sein.

Sie benötigen Hilfe bei der Konzeption und Strategieentwicklung Ihres Marketing?

Unsere erfahrenen Marketingspezialisten und Marktforschungsexperten helfen Ihnen gerne. Kontaktieren Sie uns für ein persönliches Beratungsgespräch!

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#AgileMethodenimMarketing #AgilesMarketing #Scrum #KanbanBoard #Agil

User Story – Kundenanforderungen an Funktionalitäten korrekt definieren

Eine hohe Kundenorientierung ist im Marketing sowie im agilen Projektmanagement von besonderer Bedeutung. Schon immer gilt der Grundsatz „Der Kunde ist König“. Sie richten Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung an Ihrem Kunden aus und stellen diesen in den Fokus. Natürlich haben die Nutzer Ihres Produktes auch gewisse Ansprüche an die Funktionalität des Angebots. Es ist wichtig, dass Sie die Ansprüche Ihrer Kunden kennen und auch erfüllen können. Anhand der Erstellung einer User Story gelingt es Ihnen, diese Anforderungen der Nutzer an die Funktionalität Ihres Produktes präzise und anschaulich darzustellen. Welche weiteren Vorteile und Möglichkeiten sich Ihnen durch User Stories eröffnen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Definition – was ist eigentlich eine User Story?

User Story bedeutet übersetzt Anwendererzählung bzw. Nutzererzählung. Das heißt, die Anforderungen an ein Produkt werden aus der Sicht des Nutzers bzw. Verbrauchers beschrieben. User Stories sind Geschichten, die verdeutlichen, wie das Produkt verwendet werden soll. Somit ist die User Story ein zentrales Kommunikationstool zwischen Nutzern und Entwicklern. Sie dient dem gegenseitigen Verständnis und setzt den Kunden in den Fokus. Die erfassten Anforderungen beziehen sich auf die Funktionalität der Verwendung des Produktes und nicht auf die Art und Weise der Verwendung. Demnach geht es nicht um die konkrete Umsetzung, sondern lediglich darum, was das Produkt aus Verbrauchersicht „können“ bzw. welche Anforderungen es erfüllen muss.

Das Konzept der User Story stammt ursprünglich aus dem agilen Modell des Extreme Programming (XP). User Stories sind ein wichtiges Werkzeug in der agilen Softwareentwicklung und werden häufig im agilen Projektmanagement wie auch in Scrum genutzt. Scrum schreibt es zwar nicht vor, User Stories zu nutzen, dennoch sind diese oft im Product Backlog zu finden.

Prof. Dr. Michael Bernecker"Eine User Story bildet die Basis eines guten Anforderungsprofils an ein Produkt. Sie beschreibt die geforderte Funktionalität aus Sicht des Kunden und fasst somit die wichtigsten Ansprüche an das Entwicklungsteam kurz und präzise zusammen."

– Prof. Dr. Michael Bernecker, GF des Deutschen Instituts für Marketing

 

Bestandteile einer User Story

Konkret umfasst eine User Story einen Namen, eine kurze Erzählung und Akzeptanzkriterien. Die Erstellung kann formlos erfolgen oder anhand der folgenden Vorlage:

User Story

Die elementaren Bestandteile (User, Funktionalität, Nutzen und Akzeptanzkriterium) sollten jedoch in jeder User Story enthalten sein. Dabei werden die Fragen nach dem „WER“ [Nutzer], „WAS“ [Funktionalität] und „WARUM“ [Nutzen] durch die Nutzererzählung geklärt. Das „WIE“, also die Art und Weise der Umsetzung, ist dabei nicht von Bedeutung. Theoretisch ist der Autor Story natürlich der Nutzer, praktisch verfasst sie jedoch das Entwicklungsteam des Produktes. Die User Story wird nicht zwangsläufig vom Product Owner geschrieben, da oft das gesamte agile Entwicklungsteam dahintersteckt. Letztendlich ist es nicht von Bedeutung, wer die Nutzergeschichte schreibt, sondern, dass die Sicht des Nutzers bestmöglich repräsentiert wird.

Marketingleiter

Die drei C’s einer gelungenen User Story

Für eine gute User Story sollten Sie die drei C’s berücksichtigen, die ursprünglich von Ron Jeffries formuliert wurden:

1. Card

Jede Story wird auf einer kleinen (Papier)-Karte abgebildet, denn so können die Anforderungen nicht bis ins kleinste Detail beschrieben werden. Durch die Größe der Story Card, sind Sie dazu gezwungen, sich kurz zu halten. Idealerweise besteht die User Story nur aus ein bis zwei Sätzen. Die Story Card hat somit eine repräsentative Funktion.

2. Conversation

Die Card ist der Anfang eines Gesprächs (Conversation) und dient der Schaffung eines gemeinsamen Verständnisses, indem ganz einfach über die User Stories gesprochen wird. Das kann in Anforderungsworkshops, in der Schätzklausur bei Sprint Meetings zwischen Kunden und Projektmitgliedern sowie zwischen Projektmitgliedern oder zwischen Projektmitgliedern und Kunden erfolgen.

3. Confirmation

Jede User Story muss messbar bzw. testbar sein. So kann der Product Owner die Umsetzung der Einträge überprüfen. Aus diesem Grund wird auf der Rückseite der Story Card meistens das Akzeptanzkriterium (Confirmation) festgehalten.

Das Akzeptanzkriterium ist also nicht direkt Teil der eigentlichen User Story, muss jedoch immer mit festgehalten werden, um die Nutzergeschichte messbar zu machen. Das Akzeptanzkriterium wird, im Gegensatz zur tatsächlichen Story, nicht aus Sicht des Nutzers oder sogar direkt vom Nutzer formuliert, sondern durch den Anforderer bzw. Entwickler selbst. Demnach muss das Entwicklerteam festlegen, wie die korrekte Umsetzung gemessen und getestet werden kann. Das Akzeptanzkriterium definiert, zu welchem Zeitpunkt die User Story verwirklicht ist, indem es festlegt, welche Kriterien dafür erfüllt sein müssen. Dadurch definiert das Entwicklungsteam die Anforderungen, die erfüllt sein müssen, damit das Produkt auch von den Stakeholdern akzeptiert wird. Das bedeutet, die Anforderungen der Nutzer werden nochmals konkretisiert bzw. der Zeitpunkt, wann diese als erreicht gelten. Nachdem alle Akzeptanzkriterien festgelegt wurden, erfolgt ein Akzeptanztest, mit welchem die User Stories anhand verschiedener Testdurchläufe geprüft werden.

Seminar Agiles Marketing - Methoden und Tools

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Tipps zur Erstellung einer guten User Story

Für eine zielführende User Story sollten Sie folgende Grundsätze beherzigen:

  • Knapp & Präzise!
    Achten Sie darauf, in kurzen Sätzen zu schreiben. Eine detaillierte Beschreibung der Anforderungen verfehlt den Sinn der User Story. Durch knappe Formulierungen können Sie die wesentlichen und wichtigsten Anforderungen konkretisieren und genau veranschaulichen.
  • Bleiben Sie einfach!
    User Stories sollten für alle Mitglieder des agilen Teams verständlich sein. Nutzen Sie also eine einfache Sprache beim Verfassen der Story und verzichten Sie auf Fachwörter, die von Teammitgliedern aus anderen Abteilungen nicht unbedingt verstanden werden.
  • In die Rolle des Users schlüpfen
    Nehmen Sie die Sicht des Nutzers ein und stellen Sie sich vor, Sie möchten das Produkt für einen bestimmten Zweck nutzen. Versuchen Sie, Ihren Kunden zu verstehen – nur so können Sie korrekt formulieren, welche Anforderungen der User tatsächlich an das Produkt stellt.
  • Mehrwert
    Versuchen Sie, einen echten Mehrwert und Nutzen zu formulieren. Nur so kann Ihr Entwicklungsteam auch konkrete Produkteigenschaften und Umsetzungsmöglichkeiten ausarbeiten. User Stories dienen der Kommunikation zwischen User und Entwickler – durch den Fokus auf den wesentlichen Nutzen bzw. Mehrwert, stärken Sie somit das Verständnis und tragen zu einer effizienteren Arbeit bei.
  • Die drei W’s
    Unabhängig davon, ob Sie Ihre User Story anhand einer Vorlage formulieren, sollte diese immer die drei W-Fragen beantworten – Wer möchte was und warum?
  • Ideen in User Stories formulieren
    Versuchen Sie, neue Anregungen, Ideen und Innovationen zuerst einmal in User Stories zu verpacken. Gelingt dies nicht, sollten Sie eventuell Ihre Idee noch einmal überdenken. Jede Produktinnovation sollte auf Ihren Kunden zugeschnitten sein, eine gewisse Funktionalität vorweisen und ihm einen Vorteil bzw. Nutzen liefern.

Unterschied zwischen Epic, Theme und User Story

Im agilen Projektmanagement kommen zudem häufig die Begriffe Epic und Theme vor. Sie fragen sich, was nun der Unterschied zwischen Epics, Themes und User Stories ist? Je nach Organisation werden diese Begriffe und deren Bestandteile teilweise unterschiedlich definiert und klassifiziert:

  • EPIC
    Prinzipiell stellt ein Epic eine große User Story dar und beschreibt die Anforderungen in einer detaillierteren Form. Ab welcher Größe ein agiles Team eine User Story als Epic klassifiziert ist unterschiedlich. Epics sind demnach größere Einheiten von Aufgaben und können in kleinere User Stories zerlegt werden.
  • THEMES
    Themes beschreiben tatsächlich nur Themen und Ideen des gesamten Unternehmens. Ein Theme stellt den Überbegriff mehrerer User Stories dar. Um ein Thema im Unternehmen abzuarbeiten, ist die Umsetzung mehrere Epics und sich daraus ergebender User Stories notwendig.

Weiterführende Nutzung von User Stories

User-Story-Mapping

Um Ihre User Stories bzw. Kundengeschichten nun richtig zu nutzen, kann das User-Story-Mapping für Sie von Vorteil sein. Die User Story Map skizziert die Customer Journey, also die Reise des Kunden mit dem jeweiligen Produkt. Demnach ist die User Story Map eine Übersicht über mehrere User Stories. Die Story Map ist viel ausführlicher und stellt die verschiedenen User Stories in ihren Details und Varianten grafisch dar. Mithilfe des Instruments der User Story Map können Sie einzelne Anwendergeschichten zu einem zweckdienlichen Modell zusammenfassen. Anhand dessen identifizieren Sie Anforderung-Leistung-Lücken und können Produktentwicklungen ganzheitlich planen, um einen echten Mehrwert für Ihre Kunden zu generieren.

Die grafische Darstellung einer User Story Map erfolgt nach dem Top-Down Ansatz und stellt die Anforderungen in einer Art Baumdiagramm zusammen. Das kann beispielsweise wie folgt aussehen:

User Story Mapping

Mehr zum User-Story-Mapping finden Sie hier.

Story Decomposition

Zur genaueren Ausführung der User Stories dient Ihnen auch die Story Decomposition. Dieser Begriff umfasst die detaillierte Beschreibung der User Story. Denn erst durch die Beschreibung des Mehrwerts bzw. Nutzens können auch die nachfolgende Umsetzung akkurat geplant und zielführende Entscheidungen getroffen werden.

Fazit: Warum machen User Stories Sinn?

Generell erleichtern User Stories die Kommunikation in agilen und interdisziplinären Teams. Die User Story verhilft allen Teammitgliedern zu einem besseren Verständnis der Kunden. Durch die knappe und präzise Formulierung werden die wichtigsten Anforderungen für jeden konkret offengelegt. Infolgedessen sind Anwenderwünsche leichter verständlich. Zudem schafft die User Story eine Brücke zwischen Nutzern und Entwicklern. So wird die Zusammenarbeit im agilen Projektmanagement gefördert.

Weiterhin können Sie mit diesem Konzept flexibel arbeiten und die Story an neue Veränderungen schnell anpassen. Die Nutzergeschichte stellt ein wichtiges Feedback dar und umfasst die Validierung und Bewertung diverser Nutzeranforderungen. So können Sie auch den Aufwand Ihrer Arbeit besser einschätzen.

Vor allem aber generieren Sie durch User Stories eine hohe Benutzer- bzw. Kundenorientierung, denn der Fokus liegt bei der Erstellung auf dem Kunden und seiner Sicht der Dinge. Das führt zu einem besseren Verständnis zwischen Anwendern und Entwicklern. Durch die schnelle und einfache Erstellung wird die User Story zu einem zentralen und sehr repräsentativen Mittel, um Wünsche und anwendungsbezogene Bedürfnisse der Kunden überschaubar darzustellen.

Die Umsetzung ist für die User Story zwar unerheblich, jedoch ergibt sich diese aus einer gut formulierten Story automatisch. Mithilfe der Nutzergeschichten wird der Kontext und der Wert verdeutlicht, was wiederum zu kreativeren Lösungen führt. Nur durch die Darstellung eines echten Mehrwerts bzw. Nutzens können die Anforderungen an die Produktfunktionalität optimal geplant und umgesetzt werden.

Das DIM als Ihr Partner im agilen Projektmanagement

Sie brauchen Hilfe, um User Stories erfolgreich in Ihrem agilen Team zu implementieren?

Unsere erfahrenen Experten helfen Ihnen gerne! Kontaktieren Sie uns für ein persönliches Beratungsgespräch:

Bastian FoersterBastian Foerster

Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 16
Fax: +49 (0)221 - 99 555 10 77
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Product Owner – Welche Rolle spielt er im Produktmanagement?

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Die Rolle des Product Owners stellt eine verantwortungsvolle und wichtige Position innerhalb des Entwicklungsprozesses im agilen Projektmanagement dar. Der Product Owner steht dabei in Beziehung zu allen Projektbeteiligten und muss verschiedene Aufgaben gewissenhaft umsetzen sowie bestimmte Fähigkeiten innehaben. Was ein Product Owner genau macht, erklären wir im folgenden Beitrag.

Was ist ein Product Owner?

Der Product Owner ist meist der Leiter der Produktentwicklung, der Geschäftsführer oder hat eine andere hochrangige Position im Unternehmen. Im Rahmen von Scrum, einer der bekanntesten Vorgehensweisen im agilen Projektmanagement, besitzt er die Autorität, alle Entscheidungen bezüglich der Produktentwicklung zu treffen. Doch auch wenn er über die Anforderungen und Vorgehensweise des Produktes bestimmt, berücksichtigt er die Vorschläge des Entwicklungsteams und der Stakeholder. Er ist allein dafür verantwortlich, die Entwicklung und Einführung des Produkts erfolgreich umzusetzen. Ein Product Owner arbeitet vor allem mit dem Product Backlog. In diesem sind alle Arbeitspakete aufgelistet, die vom Entwicklungsteam umgesetzt werden müssen. Der Product Owner trägt dabei die Entscheidung, wie die Arbeitspakete zu priorisieren sind.

Product Backlog

Beziehungen des Product Owners

Product Owner und Entwicklungsteam

Ein Product Owner muss dafür sorgen, dass das Entwicklungsteam genau versteht, wie ihre Arbeitspakete aussehen und ob die schon abgeschlossenen Arbeitspakete das gewünschte Ziel erreicht haben. Außerdem gehört es zu den Aufgaben des Product Owners, dem Team Hilfe zu leisten.

Product Owner und Stakeholder

Ein Product Owner bezieht die Stakeholder mit in seine Arbeit ein, indem er ihre Bedürfnisse erkennt und die Arbeitspakete dementsprechend priorisiert. Zudem stellt der Product Owner den Kontakt zwischen dem Entwicklungsteam und den Stakeholdern her. Durch diesen direkten Kontakt bekommt das Team die Möglichkeit, die Wünsche der Produktnutzer besser zu verstehen. Für die Kommunikation mit den Stakeholdern sowie mit dem Entwicklungsteam benötigt der Product Owner ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten.

Product Owner und höheres Management

Das höhere Management, das nicht direkt für das Produkt zuständig ist, sollte dem Product Owner die Verantwortung für den Erfolg des Produkts übertragen, d.h. er sollte die Transparenz der Entwicklungsschritte gewährleisten und die Aufgaben des höheren Managements umsetzen.

Product Owner und Scrum Master

Die Beziehung zwischen dem Prodcut Owner und dem Scrum Master zeichnet sich dadurch aus, dass der Scrum Master ihn in allen Belangen bezüglich seiner Arbeit coacht. Egal, ob es um Herausforderungen, Sorgen oder Fragen geht. Ein Scrum Master beobachtet den Product Owner bei seiner Arbeit und kann ihm Rückmeldung geben und ihn damit sowohl menschlich als auch fachlich unterstützen.

Lehrgang Produktmanager

Fähigkeiten und Aufgaben eines Product Owners

Um als Product Owner erfolgreich agieren zu können und mit dem Entwicklungsteam sowie mit den Stakeholdern souverän umgehen zu können, muss er verschiedene Fähigkeiten besitzen und Aufgaben professionell umsetzen.

  • Vision vermitteln: Ein Product Owner muss in der Lage sein, dem Entwicklungsteam die Vision des Produkts zu vermitteln. Dadurch kann sich das Team besser in die Kunden hineinversetzen und sich auf das Wesentliche konzentrieren.
  • Probleme lösen: Im Falle eines Problems erarbeiten der Product Owner und das Team gemeinsam verschiedene Lösungsvorschläge mit entsprechenden Vor- und Nachteilen. Der Product Owner gibt dem Team keine Lösungsansätze vor, um der Motivation der Produktentwickler nicht zu schaden.
  • Input managen: Wie schon erwähnt, können Stakeholder ebenfalls ihre Vorschläge und Wünsche einbringen. Ein Product Owner muss dafür sorgen, dass diese transparent für alle Beteiligten sind und diskutiert werden.
  • Transparenz schaffen: Da ein Product Owner die Entwicklungsschritte eines Produkts überprüfen muss, kontrolliert und aktualisiert er nach jedem Arbeitspaket, wie zügig das Team arbeitet und wie viel Arbeit noch erledigt werden muss. Der Product Owner kann dann die Arbeitspakete entsprechend anpassen.
  • Prioritäten setzen: Ein Product Owner kann, wie schon erwähnt, die Arbeitspakete im Product Backlog selbst priorisieren. Er kann sich dabei auf verschiedene Modelle stützen oder auf Informationen, die ihm zur Verfügung stehen.

Online-Zertifikatslehrgang: Scrum Master:in Zertifizierung (DIM)

Der:die Prooduct Owner:in ist eine zentrale Rolle im agilen Scrum Framework. Als Product Owner:in ist man für das Produkt verantwortlich und arbeitet mit dem Ziel den Wert des Produktes kontinuierlich zu steigern.
Scrum ist aus dem agilen Projekt-Umfeld seit Jahren nicht mehr wegzudenken und wird in vielen Branchen bereits erfolgreich eingesetzt.
In unserem Zertifikatslehrgang Scrum Master:in Zertifizierung (DIM) führen wir Sie in die Arbeit mit Scrum ein, zeigen Ihnen welche Rollen und Events es gibt und mit welchen Werten und Artefakten Scrum agiert. Nutzen Sie unseren nächstmögichen Einstiegstermin und tauchen Sie ab in die Welt von Scrum.

Scrum Master

Verantwortung des Product Owners aus der Sicht von SCRUM

Der Produkt Owner hat zusammenfassend Verantwortung über die folgenden Punkte:

  • Den wirtschaftlichen Erfolg seines Produktes
  • Die Kommunikation mit den relevanten Stakeholdern
  • Den Leistungsumfang und den Liefertermin des Produktes
  • Die Priorität und die Umsetzung von Produkt Backlog Items
  • Die Berücksichtigung von Customer Insights bei der Gestaltung des Produktes

Das wesentliche Instrument des Produkt Owners ist das Product Backlog. Dort werden die umzusetzenden Produktmerkmale transparent priorisiert und dem Team zur Verfügung gestellt.

 

Fazit

Product Owner haben eine hochrangige und verantwortungsvolle Position inne. Sie müssen verschiedene Fähigkeiten besitzen, um die Produktentwickler zu motivieren und müssen dafür sorgen, dass sie ein umfangreiches Verständnis für ihre Arbeit aufbringen. Sie müssen mit den Stakeholdern professionell und souverän umgehen können und diese mit dem Entwicklungsteam vernetzen. Der Scrum Master steht dem Product Owner dabei zur Seite und unterstützt ihn im Hinblick auf Fragen oder bevorstehenden Herausforderungen.

Das agile Marketing-Meeting – 10 Tipps für mehr Effizienz in Meetings!

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Jetzt mal ganz ehrlich, wie viele Stunden haben Sie schon in Meetings verbracht und haben sich anschließend gedacht: was für eine Verschwendung! Was mach ich hier eigentlich? Musste das sein?

Fast jedem ergeht es so und trotzdem sind wir auf Meetings angewiesen. Das muss nicht so sein! Und was ist der Schlüssel zu einer produktiven Besprechung statt Zeitverschwendung? Organisation. Mit einer effizienten Gestaltung eines Marketing-Meetings lässt sich die Anzahl der Besprechungen, die unproduktiv sind und kein Mehrwert liefern, reduzieren. Denn die Optimierung Ihrer Besprechung wirkt sich nicht nur positiv auf Teams aus, sondern sogar auf die gesamte Organisation.

Wir sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, um den Wert der von uns veranstalteten Marketing-Meetings zu verbessern. Wir haben für Sie 10 einfache, aber effiziente Tipps zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, Ihre nächstes agile Meeting zu planen und erfolgreicher zu gestalten. Hier sind unsere 10 Lieblingstipps.

Meeting-Tipp Nr. 1: Warum muss das Meeting eigentlich sein

Fragen Sie sich, warum Sie das Meeting abhalten. Liegt es daran, dass Sie es immer haben? Ist es notwendig oder hat es seinen Nutzen oder Zweck überlebt? Eine abgesagte Besprechung ist viel besser als eine, bei der alle Zeit verlieren. Nur wenn Sie ein wirkliches Ziel haben, können Sie ihr Marketing-Meeting auch effizient gestalten. Mit unserem Workshop Canvas planen wir zumindest besondere Workshops & Marketing-Meetings.

Workshop Canvas

Meeting-Tipp Nr. 2: Laden Sie die richtigen Personen zum Meeting ein

Weniger ist mehr, wenn es um Meetings geht: Sie müssen nicht jeden einladen. Meetings sind teuer und blockieren oftmals produktive Ressourcen. Je mehr Teilnehmer ein Meeting hat, um so unproduktiver wird es. Fragen Sie sich, warum jeder Mensch da ist und welche Rolle er spielt. Wenn sie keine Rolle haben oder wenn ihre Rolle von einer besser geeigneten Person wahrgenommen wird, laden Sie sie nicht ein (wahrscheinlich werden sie sich bei Ihnen bedanken). Laden Sie sich selber auch nicht zu jedem Meeting ein. Es sei denn Sie wollen eine aktive Rolle spielen und sich einbringen. Wenn wichtige Entscheidungsträger oder Stakeholder es nicht zu Ihrer Besprechung schaffen, sollten Sie eine Verschiebung in Betracht ziehen. Es hat keinen Sinn, eine Besprechung abzuhalten, um sie erneut durchzuführen, wenn alle verfügbar sind.

Meeting-Tipp Nr. 3: Geben Sie an, welche Art von Besprechung Sie haben

Es gibt unterschiedliche Arten von Besprechungen. Klären Sie vorher um welche Art von Meeting es sich handelt. Dann ist der Ablauf auch klar und Beteiligte können sich darauf optimal vorbereiten.

Prinzipiell gibt es folgende Besprechungen:

  • Regelmäßige Besprechungen mit kleiner Teilnehmeranzahl
  • Formelle Meetings mit einer großen Teilnehmerzahl
  • Ad-hoc Besprechungen mit kleiner Teilnehmerzahl

Man kann natürlich auch noch Check-in / Check-up Mettings, Projekt-Status-Meetings, Steuerungs-Meetings und Strategie-Meetings unterscheiden. Egal welche Terminologie Sie haben, machen Sie nur allen Teilnehmern vorher transparent, um was für ein Meeting es sich handelt.

Meeting-Tipp Nr. 4: Fügen Sie der Besprechungseinladung eine Tagesordnung hinzu

Eine Agenda ermöglicht es den Menschen, sich auf das Meeting vorzubereiten, anstatt erst im Meeting sich auf das Thema einzulassen. Die meisten Menschen bevorzugen eine klare Struktur in Meetings. Dabei sollte natürlich auch die TIME-BOX, also die Meetingdauer klar sein.

Wir finden diese Strukturabbildung sehr hilfreich. Statten Sie alle Meetingräume damit aus. Dann geht es einfacher!

Team

PS: Danke an das Team von YouMagnus  für die Abbildung.

Meeting-Tipp Nr. 5: Machen Sie sich gemeinsam Notizen

Wenn jeder seine eigenen Notizen macht, kann dies zu Verwirrung führen, da jeder Teilnehmer möglicherweise andere Dinge hört und für wichtig erachtet. Machen Sie sich stattdessen gemeinsam Notizen. Wir arbeiten zum Beispiel mit Collaborationslösungen wie Nureva SPAN, Microsoft OneNote und Microsoft Tasks in den verschiedenen Meetingsituationen. Damit stellen wir sicher, dass jeder im Meeting direkt sieht was notiert wird und jeder erhält direkt ein (digitalbasiertes) Protokoll. Damit sind

(I) Informationen,

(E) Entscheidungen und

(A) Aufgaben für jeden transparent.

Für wiederkehrende Besprechungen (z.B. Daily SCRUM Meeting) benutzen wir dasselbe Dokument. So kann man immer wieder auf die Besprechungsinfos der Vergangenheit zugreifen. Die neuesten Inhalte werden immer an den Anfang des Dokumentes gesetzt.

Kleiner Tipp: Oft wird die Rolle des Protokollschreibens an Frauen delegiert. Das ist ein No-Go! Lassen sie die Protokollschreiber-Rolle rotieren. Das Aufnehmen von Notizen sollte eine gemeinsame Verantwortung sein.

Meeting-Tipp Nr. 6: Beginnen und enden Sie pünktlich (Timeboxing)

Es gibt unzählige Gründe, warum Meetings zu spät beginnen, aber es kommt viel zu oft vor. Verspätete Besprechungen in den frühen Morgenstunden können zu einem Kaskadeneffekt führen, der sich auf den Zeitplan aller Teilnehmer für den Rest des Tages auswirkt. Respektieren Sie Ihre Kollegen, indem Sie pünktlich beginnen und pünktlich enden.

Meeting-Tipp Nr. 7: Beenden Sie das Meeting mit einem Zeitfenster, um den Maßnahmenplan zu klären

Beenden Sie ein Meeting nicht, ohne zuvor Aktionselemente festgelegt zu haben. Wenn Sie am Ende des Meetings Zeit haben, um Aktionen festzulegen und Verantwortungen zuzuweisen, dann haben Sie ein direktes Commitment von den Teilnehmern. Der Microsoft Planner ist sehr gut geeignet, um direkt die Aufgaben transparent zuzuordnen, mit Prioritäten und Zuständigkeiten auszustatten.

Meeting-Tipp Nr. 8: Schalten Sie die Kameras standardmäßig ein, einschließlich der Personen, die sich mit Ihnen im Raum befinden

Hybride Meetings sind immer häufiger an der Tagesordnung und bieten Vorteile. Zeitersparnisse, weniger Reisezeiten und Reisekosten und im Zeitalter von standortübergreifenden Teams ein echte Alternative. Nutzen Sie moderne Tools wie Zooms oder Microsoft Teams und schalten Sie immer die Kameras ein. So sind die Teilnehmer auch immer mit dabei und niemand kann sich „ausklinken“.

Meeting-Tipp Nr. 9: Wirkung statt Output

Wenn Sie regelmäßige Besprechungen mit demselben Team führen, finden Sie heraus, wie Sie gemeinsam mehr Wirkung entfalten. Es geht nicht darum möglichst viele Aktivitäten in einem Meeting zu produzieren. Es sollten sich auf die reduziert und fokussiert werden, die auch eine Wirkung produzieren.

Wir finden den Mobius Loop hier ganz hilfreich.

Meeting-Tipp Nr.10: Überprüfen Sie den Wert des Meetings und suchen Sie nach Verbesserungsmöglichkeiten

Die gesamten Tipps helfen nur, wenn Sie auch richtig umgesetzt werden. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Meetings im Marketing und Vertrieb. Macht das Sinn? Sind die Meetings wertvoll? Sind wir alle mit dem Outcome zufrieden?

Ein einfaches Feedback erhalten wir durch eine Stimmungsabfrage. Wie geht es den einzelnen, was ist für ihn/ Sie gut und was können wir tun, um die Situation zu verbessern.

Sie möchten sich oder Ihre Mitarbeiter im Bereich Marketing und Vertrieb weiterbilden? Nehmen Sie Kontakt mit unserem Weiterbildungsexperten auf!

Jonas Gran

Herr Jonas Gran

Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 17
Fax: +49 (0)221 - 99 555 10 77
E-Mail senden

Seminar Agiles Marketing - Methoden und Tools

Sie möchten in Ihrem Unternehmen agile Marketingmethoden erfolgreich umsetzen? Dann ist unser Seminar Agiles Marketing - Methoden und Tools das richtige für Sie! Informieren Sie sich jetzt über die genauen Termine und die Inhalte:

Fazit

Schlechte Marketing-Meetings kosten Zeit, sind ineffizient und haben negative Auswirkungen auf das Arbeitsklima. Trotzdem bleiben Besprechungen fester Bestandteil des Arbeitsalltags und sind wichtig für interne Abstimmungen, Ideenkreation sowie Aufgabenverteilungen und sollten daher gut organisiert und strukturiert sein.

Wie? Schon 10 Tipps fertig? Wir könnten noch weitere nennen. Doch welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Was wäre Ihr Lieblingstipp für bessere Meetings? Nutzen Sie doch das Kommentarfeld für mehr Tipps, um auch im Jahr 2020 mehr Perfomance hinzubekommen.

#meeting #arbeitssorganisation #produktivität #effizienz

Is Agile Dead? Diskussion zu agilen Methoden & Organisationsprinzipien

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In immer mehr Unternehmen häufen sich zunehmend misslungene agile Projekte (SCRUM). Denn ein Tool macht scheinbar noch keinen Sommer! Der Einsatz von SCRUM ist nicht in jedem Kontext sinnvoll und eine zweitägige Schulung mit einem Multiple Choice Test macht noch keinen erfahrenen SCRUM Projektmanager!

Also: Wie geht es richtig? Welche Tools machen Sinn? Und auf welche Rahmenbedingungen müssen wir beim erfolgreichen Einsatz achten?

Meetup: Reinventing Organizations

Am kommenden Montag, den 03.12.2018 ab 19:00 Uhr, führen wir gemeinsam mit Holger Gelhausen unser Meetup: Reinventing Organizations durch.

First come, first serve!

Digitales Board Nureva

Die Agenda:

  1. Welche agilen Methoden bzw. Methoden neuen Arbeitens gibt es?
  2. Wie sehen agile Organisationsprinzipien aus?
  3. Welche Organisationsprinzipien werden bei welchen Methoden angewandt?

Zum Einsatz kommt das innovative digitale Board von Nureva: https://www.nureva.com/visual-collaboration

Melden Sie sich schnell an: Wir haben nur noch wenige Plätze für den kommenden Montag frei!

Wann?
Montag, 03.12.2018, ab 19 Uhr

Wo?
DIM Deutsches Institut für Marketing GmbH
Hohenstaufenring 43-45
D-50674 Köln