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Azubi Marketing: die besten 7 Tipps für Ihren Erfolg

Azubi Marketing: die besten 7 Tipps für Ihren Erfolg
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Azubi Marketing ist heutzutage für alle Ausbildungsbetriebe wichtig. Unabhängig von Branche, Produkt und Ausrichtung, eines haben alle Unternehmen gemeinsam: Für eine langfristig erfolgreiche Arbeit sind Azubis notwendig. Allerdings liegt genau da ein großes Problem. In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der freien Ausbildungsplätze kaum verändert. Die Anzahl der Bewerber jedoch sinkt bei vielen Unternehmen Jahr für Jahr. Ein erfolgreiches Azubi Marketing steuert dieser Entwicklung entgegen. Und sorgt ganz nebenbei dafür, dass Sie sich echte Top-Azubis ins Unternehmen holen können. Im Folgenden erfahren Sie, warum das Azubi Marketing von Bedeutung ist und wie Sie hier punkten können.

Warum ist Azubi Marketing wichtig?

Für Unternehmen ist die Suche nach geeignetem Nachwuchs in den letzten Jahren immer wichtiger, aber auch komplizierter geworden. Der Anteil der Schüler, die nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung starten wollen, hat in den vergangenen Jahren abgenommen. Immer öfter zieht es zum Beispiel Abiturienten in ein Studium, anstatt in eine Ausbildung. Für Unternehmen kann das ein Nachteil sein. Gute Azubis sind maßgeblich für den Fortbestand in der Zukunft erforderlich. Die jungen und innovativen Kräfte sorgen oftmals für wichtige Fortschritte oder bringen gute Ideen ein. Umso wichtiger, dass sich diese vielversprechenden Talente durch gezieltes Azubi Marketing für Ihr Unternehmen entscheiden – und nicht für einen Studienplatz oder gar die Konkurrenz.

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Die 7 besten Tipps: So können Sie Azubis ansprechen und für sich gewinnen

Wenn Sie Auszubildende ansprechen und überzeugen wollen, sollten Sie einige Dinge beachten. Wir zeigen Ihnen im Folgenden die sieben besten Tipps, mit denen Sie Ihre Erfolge in der Rekrutierung deutlich steigern können.

Azubi Marketing Grundlagen

1. Passende Kanäle wählen: Fischen Sie im richtigen Teich

Natürlich sind die guten und traditionellen Stellenanzeigen noch immer ein Weg für die Rekrutierung. Sie sollten jedoch bedenken, dass junge Menschen vor allem in sozialen Netzwerken unterwegs sind. Hier verbringen die Schüler und Absolventen teilweise einen großen Teil ihrer Freizeit. Optimal also, um genau hier mit dem Azubi Marketing anzusetzen. Auf sich aufmerksam machen können Sie auf ganz unterschiedlichen Kanälen. Zu diesen gehören zum Beispiel:

  • Instagram
  • Snapchat
  • YouTube
  • Twitter
  • Facebook
  • LinkedIn
  • XING

Wichtig: Facebook ist in dieser Hinsicht ein gewisser Sonderfall. Zwar ist die Reichweite hier sehr groß, allerdings nicht unbedingt in der jüngeren Generation. Im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken wie Instagram oder Snapchat ist das Durchschnittsalter der Facebook-Nutzer wesentlich höher.

2. Ansprache: Immer an die Zielgruppe anpassen

Möchten Sie bei den jungen Menschen Eindruck hinterlassen, sollten Sie Ihre Ansprache anpassen. Dieser Punkt ist speziell in sozialen Medien wichtig. Hier basiert die Ansprache weniger auf einem professionellen Ansatz. Humor und Lockerheit sind durchaus gestattet. Zudem sollten Sie überlegen, wie Sie Ihre möglichen Bewerber ansprechen wollen. Speziell bei Snapchat und Co. stehen Ihre Chancen mit einem „Sie“ eher schlecht. Mit einem „Du“ erreichen Sie bei der jungen Generation häufig mehr. Zudem sollten Sie versuchen, den Nachwuchs möglichst unterhaltsam und informativ anzusprechen. Schnöde Fakten zu Ihrem Unternehmen werden hier nicht zum Erfolg führen.

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3. Keine Theorie: Blick hinter die Kulissen gewähren

Eine weitere Möglichkeit für das Azubi Marketing ist der Einblick in die Praxis. Sie sollten möglichen Interessenten also einen Blick hinter die Kulissen gewähren. Das muss nicht immer in Form eines Tages der offenen Tür geschehen. Stattdessen können Sie auch hier auf die Kraft der sozialen Netzwerke setzen. Mit kurzen Videos zum Alltag in Ihrem Unternehmen können Sie im besten Fall viele Bewerber auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen und für die Ausbildung begeistern. Eine weitere Alternative ist ein Unternehmensblog. Hier informieren Sie die möglichen Bewerber vor allem schriftlich und nicht in Form von Videos. Eine Kombination beider Wege ist natürlich ebenfalls möglich.

4. Azubi Marketing durch die Hintertür: Zusammenarbeit mit Vereinen

Besonders kreative Recruiter gehen bei ihrem Azubi Marketing noch einen Schritt weiter. Hier kommt zum Beispiel die Zusammenarbeit mit Vereinen in Frage. Im kleinen Rahmen können hier zum Beispiel Sponsorings von Trikots oder Bandenwerbungen realisiert werden. Eine weitere Möglichkeit besteht zudem darin, die Mannschaften zu Besuchen in das eigene Unternehmen einzuladen. In der Regel sind die Vereine für derartige Aktionen offen. Die Kosten für Ihr Unternehmen halten sich bei der Zusammenarbeit mit regionalen Jugendvereinen meist in Grenzen. Gleichzeitig können Sie aktiv genau die Altersgruppe ansprechen, die Sie ansprechen möchten.

5. Aktiv werden in Schulen oder auf Elternabenden

Einen großen Einfluss auf die Wahl des Ausbildungsplatzes haben für junge Menschen die Eltern. Viele Schüler fragen ihre Mutter oder ihren Vater um Rat, ob und wo eine Ausbildung am meisten Sinn ergeben könnte. Genau hier können Sie als Unternehmen ansetzen. Es spricht nichts dagegen, zum Beispiel auf einem Elternabend in der Schule Flyer zu verteilen oder sogar selbst zu Gast zu sein. Das geht natürlich auch im Rahmen digitaler Treffen. So können Sie die Eltern auf Ihr Unternehmen hinweisen und dafür sorgen, dass diese ihren Eindruck an den Nachwuchs weitergeben. Wichtig: Eltern achten bei der Wahl des Ausbildungsplatzes meist auf ganz andere Dinge als die Kinder. Für die Eltern sind vor allem die Sicherheiten und Rahmenbedingungen interessant. Klären Sie also über mögliche Aufstiegschancen, die Arbeitsbelastung oder attraktive Vorteile der Ausbildung auf.

6. Zusammenarbeit mit den richtigen Online-Plattformen

Neben den Stellenanzeigen in Zeitungen oder Ähnlichem sollten Sie auf die Zusammenarbeit mit Online-Plattformen setzen. Viele Anbieter haben sich auf die Suche nach Nachwuchskräften spezialisiert. Hier können Sie meist nicht nur einfach eine Anzeige schalten, sondern ein ganzes Unternehmensprofil darstellen. Je mehr Informationen Sie zur Verfügung stellen, desto leichter fällt es, Interesse an Ihrem Unternehmen zu wecken und Bewerbungen zu generieren.

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7. Mutig sein: Mit spektakulären Kampagnen Aufmerksamkeit erzeugen

Für mutige Unternehmer kommen im Azubi Marketing auch besonders spektakuläre Kampagnen in Frage. Diese Kampagnen legen den Fokus darauf, provokativ und auffällig zu sein. So sorgen Sie für Gesprächsstoff und dafür, dass Ihr Unternehmen auch bei jungen Leuten in aller Munde ist. Wie genau Sie diese Kampagnen umsetzen, ist Ihnen überlassen. Sowohl für Anzeigen als auch für größere Aktionen über Plakate gilt: Seien Sie kreativ.

Fazit: Möglichkeiten ausschöpfen und Top-Talente sichern

Das Azubi Marketing ist für viele Unternehmen noch Neuland. Das Verhalten der Bewerber hat sich in den letzten Jahren allerdings massiv verändert. Unternehmen müssen selbst aktiv werden, um hochqualifizierten Nachwuchs von sich überzeugen zu können. Andernfalls entscheiden sich die besten Talente wohlmöglich für die Konkurrenz. Sie müssen nicht immer Unsummen in das Azubi Marketing investieren. Wichtiger ist, dass Sie kreativ sind und den jungen Leuten genau die Informationen bieten, die sie suchen. Authentizität ist der Schlüssel, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren.

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#AzubiMarketing #Azubis #Recruiting #Ausbildung #Personalentwicklung #Weiterbildung

Personalentwicklung: So machen Sie alles richtig

Personalentwicklung: So machen Sie alles richtig
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Die Personalentwicklung ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Gut geschultes und fähiges Personal kann auf dem Markt entscheidende Vorteile bringen und stellt damit eine der bedeutendsten Unternehmensressourcen dar. Genau deshalb sollten sich Unternehmer unbedingt intensiv mit der Qualifizierung des eigenen Personals beschäftigen. Wir werfen im Folgenden einen Blick darauf, was bei der Personalentwicklung wichtig ist. Zudem untersuchen wir die Ziele und die möglichen Instrumente bzw. Maßnahmen.

Definition: Was ist Personalentwicklung?

Der Begriff Personalentwicklung beschreibt sich in gewisser Hinsicht selbst. Gemeint sind hiermit verschiedene Maßnahmen, mit denen die Mitarbeiter im eigenen Unternehmen geschult und weitergebildet werden können. In der Regel werden hierfür spezifische Maßnahmen eingesetzt, mit denen je nach Mitarbeiter unterschiedliche Weiterbildungsstrategien genutzt werde können. Unterschieden wird dabei zwischen zwei Varianten: Der positionsorientierten Personalentwicklung und der potenzialorientierten Förderung.

Die positionsorientierte Entwicklung verfolgt das Ziel, einen Mitarbeiter für eine bestimmte Position zu „formen“. Die potenzialorientierte Förderung wiederum verfolgt die Absicht, einen Mitarbeiter unabhängig von einer Stelle weiterzuentwickeln. So kann bei Bedarf auf dessen Kompetenzen zurückgegriffen werden. Strukturiert umgesetzt bringt die Personalentwicklung somit Vorteile für den Arbeitgeber, aber auch den Arbeitnehmer.

Übrigens: Die Personalentwicklung und das Recruiting werden oftmals auf eine Stufe gestellt. Das ist jedoch nicht ganz korrekt. Beim Recruiting wird auch die Zeit des Arbeitnehmers vor dem Eintritt in das eigene Unternehmen betrachtet. Die Personalentwicklung setzt jedoch erst an, wenn der Mitarbeiter ein Teil des Unternehmens ist. Oder einfach gesagt: Ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie die Personalentwicklung auch wirklich in der Hand haben.

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Ziele der Personalentwicklung

Die Personalentwicklung verfolgt natürlich einige ganz klare Ziele. An erster Stelle stehen hier die Entwicklung und Förderung der Mitarbeiter. Dies bringt sowohl den Mitarbeitern Vorteile als auch dem Unternehmen. Gut ausgebildete Mitarbeiter können für einen Wissensvorsprung gegenüber Wettbewerbern sorgen. Hierfür wiederum sorgen zum Beispiel besondere Innovationen, eine genaue Kenntnis des Marktes oder Ähnliches. Je besser die Mitarbeiter geschult sind, desto leichter wird es diesen fallen, für Fortschritte zu sorgen. Diese wiederum resultieren im besten Fall in mehr Abschlüssen oder Verkäufen, was zu einer Steigerung von Umsatz und Gewinnen führen kann.

Personalentwicklung

Darüber hinaus ist die Personalentwicklung ein guter Begleiter für die Organisationsentwicklung innerhalb des Unternehmens. Bestimmte Mitarbeiter können gezielt für einzelne Stellen geschult werden und das Unternehmen so zukunftssicher aufstellen. Auf diesem Wege werden automatisch auch die Bindung und Motivation der Mitarbeiter gesteigert.

  • Verbesserung der Mitarbeiterbindung
  • Steigerung der Arbeitsmotivation
  • Unterstützung beim Erreichen der Unternehmensziele
  • Wissensvorsprung gegenüber Wettbewerbern
  • Wettbewerbsstärke durch Innovationen, mehr Abschlüsse

Geschäftsmodelle gestalten - Business Model Canvas

Im Seminar Geschäftsmodelle gestalten – Business Model Canvas lernen Sie Methoden und Techniken kennen, um innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und Ihre bestehenden Geschäftsmodelle zu optimieren. Informieren Sie sich über alle Termine und genauen Inhalte:

Instrumente und Maßnahmen

Um das Potenzial der eigenen Mitarbeiter voll ausschöpfen zu können, sollten Unternehmer auf verschiedene Instrumente und Maßnahmen der Personalentwicklung zurückgreifen. Welche dies sind und wie diese genau definiert werden, erläutern wir im Folgenden detailliert:

  • Leistungsbeurteilung
  • Potenzialanalyse
  • Potenzialeinschätzung
  • Zielvereinbarung
  • 360 Grad Feedback
  • Assessment Center
  • Kontinuierliches Feedback
  • Mitarbeitergespräche
  • Kalibrierungsrunden
  • Laufbahn- und Karriereentwicklung
  • Betriebliche Weiterbildung
  • Projektarbeit
  • Nachfolgeplanung

Leistungsbeurteilung

Die Leistungsbeurteilung ist eine der bekanntesten Maßnahmen der Personalentwicklung. Beurteilt werden in diesem Fall Leistungen aus der Vergangenheit, die in der Regel auf Skalenwerte und eine Gesamtbeurteilung aufgeteilt werden. Mit Hilfe von Software-Systemen lässt sich diese Art der Beurteilung mittlerweile bequem am Computer erledigen.

Potenzialanalyse

Die Potenzialanalyse ist ein umfangreiches Instrument in der Entwicklung von Mitarbeitern. Mit Hilfe verschiedener Analysen sollen hier zum Beispiel das Wissen und die Fähigkeiten der Arbeitnehmer untersucht werden. Diese Daten werden in einem Potenzialprofil zusammengefasst. Da dieses Verfahren sehr zeitaufwendig und kostenintensiv ist, wird die Analyse in der Regel nur bei Führungspositionen durchgeführt.

Potenzialeinschätzung

Mit der Potenzialeinschätzung werden Erwartungen für die Leistungen in der Zukunft definiert. Diese beruhen auf den Leistungen in der Vergangenheit und bilden daraus eine Einschätzung für die Zukunft. Diese Einschätzung liefert aber keine Garantie für die Arbeit der Mitarbeiter, denn nicht immer handeln Arbeitnehmer in der Zukunft so wie in der Vergangenheit.

Zielvereinbarung

Die Zielvereinbarung ist ein echter Klassiker in der Personalentwicklung. In dieser wird klar definiert, welche Ziele welcher Mitarbeiter in welchem Zeitraum erfüllen soll. Unterschieden wird in der Regel zwischen spezifischen Zielvereinbarungen für einen Mitarbeiter und den Team-Zielvereinbarungen.

360 Grad Feedback

Das 360 Grad Feedback dient zur Bewertung eines Mitarbeiters aus verschiedenen Blickwinkeln. Hierbei kann es sich zum Beispiel um Vorgesetzte, Kollegen und Kunden handeln, die möglichst ein „komplettes Bild“ eines Mitarbeiters zeichnen. Gemäß des Feedbacks erfolgt die Einschätzung bzw. Bewertung.

Assessment Center

Das Assessment Center ist aus der Personalgewinnung bestens bekannt, kann aber auch in der Personalentwicklung eingesetzt werden. Durch die strukturierten Prüfungen und Tests kann das Potenzial von Mitarbeitern erkannt und analysiert werden.

Kontinuierliches Feedback

Das kontinuierliche Feedback basiert auf dem dauerhaften Austausch zwischen Mitarbeitern und Führungskräften. Regelmäßig bekommen die Mitarbeiter Feedback, welche Ziele erreicht wurden und welche Verbesserungspotenziale noch bestehen. Dieses kontinuierliche Feedback fällt in der Regel kurz und knapp aus, ist für Mitarbeiter aber eine echte Hilfe in ihrer Entwicklung.

Mitarbeitergespräche

Mitarbeitergespräche sind noch immer einer der „Königswege“ in der Personalentwicklung. Im persönlichen Gespräch wird nicht nur das Verständnis gefördert, sondern auch die Einschätzung erleichtert. Zudem können mit den Mitarbeitern in den Gesprächen weitere Maßnahmen zur Weiterbildung und Entwicklung besprochen und erläutert werden.

Kalibrierungsrunden

Die Kalibirierungsrunden dienen in der Entwicklung von Arbeitnehmern zum Abgleich der Bewertungskriterien. Nicht immer ist die Einschätzung der Führungskräfte identisch. Das Potenzial ausgewählter Mitarbeiter wird in Kalibrierungsrunden untersucht, die Kriterien zur Einschätzung anschließend oftmals angepasst.

Laufbahn- und Karriereentwicklung

Mit Hilfe von fest angelegten Laufbahn- oder Karriereplänen gelingt die Mitarbeiterförderung ebenfalls gut. Mitarbeiter bleiben motiviert, wenn eine strategische Förderung durch den Arbeitgeber erfolgt. Der Vorteil: Bei dieser Art der Entwicklung können die Unternehmensziele sehr gut in den Fokus gestellt werden.

Betriebliche Weiterbildung

Gerade in großen Unternehmen spielt die betriebliche Weiterbildung eine wichtige Rolle. Mitarbeiter können mit Hilfe von Seminaren oder Schulungen zu echten Experten in bestimmten Bereichen werden. Ein Vorteil: In der Regel sind diese Weiterbildungen für mehrere Mitarbeiter zugänglich. Besonders angenehm ist es für die Personalentwicklung, wenn die Mitarbeiter selbst aus verschiedenen Fortbildungsangeboten wählen können.

Projektarbeit

Auch die Projektarbeit kann dabei behilflich sein, das Personal zu fördern. Werden mehrere Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen zusammen an einem Projekt beschäftigt, zeigen sich meist gute oder schlechte Arbeitsweisen. Aus diesen lassen sich Rückschlüsse ziehen, mit denen dann auch die Arbeit an kommenden Projekten optimiert werden kann.

Nachfolgeplanung

Die Nachfolgeplanung dient oftmals als Grundlage der Personalentwicklung. Unternehmen identifizieren, in welchen Positionen Nachfolger notwendig sind oder notwendig werden. Anhand der Vorgaben für die jeweilige Position werden dann zum Beispiel Karrierepläne für einzelne Mitarbeiter aufgestellt. Mit diesen können die Mitarbeiter gezielt für die Nachfolge geschult werden.

Fazit

Die vielfältigen Maßnahmen erleichtern es Unternehmen, die für sie passenden Wege der Personalentwicklung einzuschlagen. Oftmals lohnt es sich außerdem, nicht nur auf eines der Instrumente zu setzen, sondern unterschiedliche Maßnahmen zu kombinieren. Zielvereinbarungen und Feedbackgespräche lassen sich beispielsweise sehr gut kombinieren und in den Arbeitsalltag integrieren. Wer sein Personal als wertvolle Ressource erkennt und die vorhandenen Kompetenzen weiter fördert, sichert langfristig nicht nur die Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit, sondern auch die Position des Unternehmens am Markt.

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#Personalentwicklung #Weiterbildung #Personalförderung #Mitarbeiterbindung

Employer Branding im Mittelstand – Aufgabenfelder, Maßnahmen, Erfolgsfaktoren

Employer Branding im Mittelstand – Aufgabenfelder, Maßnahmen, Erfolgsfaktoren
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Employer Branding ist bedeutend wie nie. Denn laut aktueller Arbeitsmarktprognosen wird trotz der derzeitigen Bemühungen deutscher Unternehmen die Zahl der verfügbaren Fachkräfte weiter zurückgehen zurückgehen. Doch der verfügbare Fachkräftestamm schrumpft nicht nur, sondern er altert auch. Gerade deshalb müssen beim Employer Branding zukünftig traditionell gewachsene Unternehmensidentitäten den Autonomie- & Selbstentfaltungswerten jüngerer Generationen begegnen. Große wie auch mittelständische Arbeitgeber buhlen dabei schon lange nicht mehr nur lokal um die Gunst potentieller Bewerber. Zudem gilt gerade bei der stark umworbenen jüngeren Generation Y bei der Auswahl des potentiellen Arbeitgebers häufig der Glaubensgrundsatz, dass von einer starken Produkt- & Unternehmensmarke auch auf einen attraktiven Arbeitgeber zu schließen ist. Nicht verwunderlich, dass gerade die großen Vertreter der Automobilbranche immer wieder die ersten Ränge in den Top-Rankings Deutschlands begehrtester Arbeitgebermarken belegen. Dem gegenüber stehen im Mittelstand zumeist gesichtslose und damit für potentielle Fach- & Führungskräfte nicht sichtbare Arbeitgeber. Der Kampf mittelständischer Unternehmen gegen große Arbeitgebermarken erinnert dabei häufig an die Herausforderung Davids gegen Goliath. Richtig verstanden, kann Employer Branding jedoch der entscheidende Steinwurf im Wettbewerb sein.

Employer Branding wirkt intern und extern!

Viele Personalverantwortliche im Mittelstand sehen häufig nicht den Mehrwert von Employer Branding, geschweige denn dass sie dessen Notwendigkeit an die Unternehmensleitung greifbar herantragen können. Warum also Employer Branding im Mittelstand betreiben? Welche Erfolge ergeben sich aus den Maßnahmen? Wir haben Ihnen die wichtigsten Argumente zusammen getragen, welchen potentiellen Einfluss Employer Branding im Mittelstand auf bestehende Mitarbeiter wie auch Bewerber haben kann, wenn Sie sich erfolgreich positionieren:

INTERN

 

  1. Definiert die Identität des Unternehmens und bildet eine starke Unternehmenskultur
  2. Formt ein „Wir-Gefühl“ und ein leitungsförderndes Arbeitsklima
  3. Erhöht die Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft Ihrer Mitarbeiter!
  4. Erhöht die Motivation und Loyalität
  5. Senkt Krankheits- und Ausfallraten
  6. Bindet geeignete Fach- und Führungskräfte emotional an das Unternehmen
  7. Hilft Mitarbeiter im Sinne der Unternehmensziele zu führen
  8. Stärkt Mitarbeiter als Leistungs- und Innovationstreiber und bindet entscheidendes Know-how
  9. Führt zur Identifikation von Mitarbeitern als potentielle Markenbotschafter

EXTERN

 

  1. Verbessert maßgeblich Ihr Unternehmensimage
  2. Stärkt Ihre Position im Wettbewerb um geeignete Fach- und Führungskräfte (national und international)
  3. Unterstützt neue Mitarbeiter bei der Integration in das Unternehmen und fördert eine schnelle Leistungsentfaltung
  4. Nutzt Instrumente der Onlinekommunikation, um bei potentiellen Bewerbern junger Generationen sichtbar zu werden
  5. Verbessert die externe Kommunikation und hilft bei einer zielgerichteten und effektiven Rekrutierung von Bewerbern
  6. Senkt die Quote falscher Rekrutierungsentscheidungen und damit kostenintensive Frühfluktuationen
  7. Optimiert insgesamt nachhaltig Ihre Mitarbeitergewinnung

Zertifikatslehrgang Employer Branding Manager (DIM)

Im Zertifikatslehrgang Employer Branding Manager (DIM) sensibilisieren wir Sie für die Wichtigkeit der Stärkung Ihrer Arbeitgebermarke.  In sieben anregenden und direkt umsetzbaren Online-Modulen führen wir Sie in das Thema ein, erklären Ihnen die Einflussfaktoren des Employer Brandings und zeigen Ihnen Möglichkeiten und Tools für Ihre tägliche Arbeit. Hier erfahren Sie mehr:

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Gebremstes Employer Branding: Kleines Budget, fehlende Kapazitäten & falsche Maßnahmen

Die grundlegenden Probleme bei der Positionierung als attraktiver Arbeitgeber im Mittelstand dürften dabei den meisten Verantwortlichen nur zu gut bekannt sein. Mittelständische Unternehmen sind außerhalb ihres Standortes bei potentiellen Bewerbern meist unbekannt. Im internationalen Kontext schrumpft die Bekanntheit noch weiter als in der unmittelbaren Umgebung. Ursachen hierfür sind vor allem in der Herangehensweise mittelständischer Unternehmen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. Zum einen stehen vielen Verantwortlichen keine oder nur sehr kleine zusätzliche Budgets für das Employer Branding zur Verfügung. Zum anderen scheitern gerade potentielle Maßnahmen im E-Recruiting an fehlenden Zeit- und Personalkapazitäten. Auf Grund dieser geringen Priorität enden Maßnahmen viel zu oft in Schnellschusslösungen, die jedoch nicht helfen, effektiv personalbedingte Wettbewerbs- und Wachstumsdefizite zu beheben und sich damit attraktiv bei Bewerbern zu positionieren.

Employer Branding – Recruiting neu verpackt?

Befragt man Personalverantwortliche mittelständischer Unternehmen, welche Maßnahmen sie unter dem Bereich Employer Branding zusammenfassen, so wird schnell deutlich, dass Employer Branding im Mittelstand primär zumeist als externes Werkzeug zur Rekrutierung stark umworbener Fach- und Führungskräfte verstanden wird. Doch entspricht das tatsächlich dem Gedanken einer glaubwürdigen Positionierung, mit dem Ziel, das Arbeitgeberimage nachhaltig zu stärken? Was, wenn die potentiellen Mitarbeiter gewonnen aber nicht integriert und gebunden werden können?

Viel zu oft werden nicht die logischen Parallelen zwischen Vertriebsmarketing und Personalmarketing gezogen, um zu verstehen, was Employer Branding grundlegend leisten muss. Ist das iPhone auf dem Markt wirklich so erfolgreich weil es funktional so überragend ist? Die klare Antwort hierauf heißt: Nein! Wer ein iPhone kauft, der schließt sich einem Kult, einer Lebenseinstellung, einer Philosophie an, die ganz klare Werte vertritt. Entscheidende Grundlage für eine derartige Polarisierung ist eine klare Positionierung! Würden man einen Blick hinter die Kulissen von Apple in Cupertino werfen, so würde man vor allem eines sehen: Mitarbeiter die sich voll und ganz dem Leitgedanken der immer noch anhaltenden „Steve Jobs Kultur“ im Unternehmen verschreiben und dies mit jedem Atemzug in ihre tägliche Arbeit tragen. Ein polarisierendes Produkt trägt also dann ein glaubwürdiges Bild nach außen, wenn es aus dem Identitätskern eines Unternehmens entstanden ist.

Übertragen wir diesen Gedanken doch mal auf das Employer Branding. Richtig verstanden ist Employer Branding weit mehr als nur eine neue Palette von Werkzeugen des Personalrecruitings. Dabei versteht man unter Employer Branding nämlich in erster Linie die identitätsbasierte und strategische Positionierung als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber auf Grundlage des treibenden Leitgedanken des Unternehmens. Viele mittelständische Unternehmen kennen jedoch ihre Identität nicht. Maßnahmen des Employer Brandings wirken dann häufig so, als würde man einen Skifahrer mit dem neuesten Material auf eine flache grüne Wiese stellen. Sieht professionell aus, ist aber zumeist wenig erfolgreich. Die Identitätsfindung ist also maßgebliche Grundlage für die strategische Positionierung als Arbeitgeber und damit für den zielgerichteten und effektiven Einsatz von Maßnahmen. Stellen Sie sich also die Fragen: Wofür stehen wir als Arbeitgeber? Welche Werte leben wir?

Eine klar definierte Arbeitgebermarke muss her!

Studien machen weiterhin deutlich, dass die Maßnahmen zum Aufbau und der Pflege der Arbeitgebermarke in mittelständischen Unternehmen zunehmend an Fahrt aufnehmen. Die Mehrheit der Verantwortlichen in mittelständischen Unternehmen ist sich einig, dass das Thema Employer Branding in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird. Dies belegt, dass Employer Branding im Mittelstand bei weitem nicht mehr als „Nice to have“ zu sehen ist, sondern viel mehr eine unternehmensübergreifende und damit elementare strategische Ausrichtung ist. Doch was sind denn nun speziell für den Mittelstand die wichtigsten Maßnahmen, um sich zukünftig als sichtbare Marke bei potentiellen Bewerbern zu positionieren?

Zunächst muss bisher verpasste Grundlagenarbeit nachgeholt werden. Hierzu zählt insbesondere die Entwicklung einer klar identitätsbasierten Arbeitgebermarke, ebenso wie die konsequente Identifizierung von Optimierungsmöglichkeiten auf Basis von Mitarbeiterbefragungen. Die größte Chance liegt also in den kommenden Jahren folglich in der grundlegenden strategischen Positionierung.

Employer Branding mithilfe von LinkedIn und XING

Soziale Netzwerke, wie zum Beispiel LinkedIn und XING, eignen sich wunderbar, um auch im Bereich Employer Branding aktiv zu werden. Denn die beiden Plattformen dienen ohnehin vor allem dem beruflichen Austausch und der Präsentation von Unternehmen und offenen Stellen. Wer sich über potenzielle, neue Arbeitgeber informieren möchte, schaut hier oft als erstes nach.

Doch wie können LinkedIn und XING eigentlich dabei helfen, das eigene Employer Branding zu unterstützen? Grundsätzlich gilt, dass es heutzutage nicht mehr schwer ist, einem Profil eine individuelle und aussagekräftige Note zu verleihen. Wer sein Employer Brandung mit Hilfe der einschlägigen Plattformen optimieren möchte, sollte unter anderem auf folgende Aspekte achten:

  • möglichst nur aktuelle Stellenausschreibungen veröffentlichen
  • auf Fragen von Bewerbern und Bewerberinnen zeitnah antworten
  • auf die jeweilige Corporate Identity achten und das Unternehmen so einheitlich nach außen präsentieren
  • freundlich und kompetent wirken.

Gleichzeitig handelt es sich gerade bei XING und LinkedIn natürlich um ideale Plattformen, um die besonderen Vorzüge und Alleinstellungsmerkmale eines Unternehmens als Arbeitgeber zu betonen oder/ und den Bewerbern einen „Blick hinter die Kulissen“ zu bieten. Mitarbeiter*innen in spe erhalten so – gerade dann, wenn sie dem betreffenden Unternehmen über einen etwas längeren Zeitraum hinweg folgen – einen tollen Einblick in bestehende Prozesse und haben oft den Eindruck, als würden sie ihren möglichen Arbeitgeber schon vor dem ersten Bewerbungsgespräch kennenlernen.

Der positive Nebeneffekt: es entsteht nicht selten eine Bindung, die mit Hinblick auf mehrere Arbeitsvertragsangebote dann am Ende entscheidend sein kann und die letztendlich dafür sorgt, dass sich beispielsweise eine begehrte Fachkraft für das eigene Unternehmen und nicht für die Konkurrenz entscheidet.

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Lernen Sie in unserem LinkedIn Seminar alle Möglichkeiten des Business-Netzwerkes kennen und wie Sie diese für Ihre Marketing- und Recruiting-Aktivitäten nutzen. Informieren Sie sich über alle Termine und genauen Inhalte:

Welche Faktoren spielen im Employer Branding eine Rolle?

Damit ein Unternehmen überhaupt Employer Branding betreiben kann, ist es im ersten Schritt natürlich wichtig, selbst zu wissen, welche Werte hierbei vermittelt werden sollen. Hier spielen Fragen beispielsweise folgende Fragen eine Rolle

  • Auf welchen Bereich der Mitarbeiterführung legen wir besonders viel Wert?
  • Wie können / wollen wir junge Arbeitskräfte fördern?
  • Wie können wir Arbeitnehmern den Einstieg in unser Unternehmen erleichtern?

Nur wer weiß, für welche Werte er als Arbeitgeber stehen möchte, kann diese auch verfolgen und kommunizieren. Wurden die entsprechenden „Randdaten“ festgelegt, ist es im zweiten Schritt wichtig, zu überlegen, wie das entsprechende Image erreicht werden kann. Hier kann es unter anderem helfen:

  • Messeauftritte zu planen
  • Stellenausschreibungskampagnen zu starten, die sich von den Ausschreibungen der Konkurrenz abheben
  • auf mehreren Ebenen – sowohl online als auch offline – zu arbeiten und so die potenziellen Bewerber noch effektiver abzuholen.

Auch das zur Verfügung stehende Budget sollte in diesem Zusammenhang natürlich nicht vernachlässigt werden. Es lohnt sich jedoch definitiv, gerade auch in einer Zeit des so oft zitierten Fachkräftemangels, in den Bereich Employer Branding zu investieren, um so das Unternehmen auf lange Sicht voranzutreiben.

Wer hier nachhaltig und langfristig vorgehen möchte, sollte auch immer im Hinterkopf behalten, dass es bei einem erfolgreichen Employer Branding nicht nur darum geht, extern, sondern auch intern zu arbeiten. Unternehmen, die im Zusammenhang mit Stellenausschreibungen und Bewerbungsgesprächen immer wieder betonen, in ihre Mitarbeiter zu investieren, sollten diese nicht enttäuschen.

Zudem bedeutet Employer Branding auch, die entsprechende Firmenphilosophie zu leben und an seine Mitarbeiter weiterzugeben. Diese tragen das positive Betriebsklima und die Vorteile, die sich mit einer Anstellung im betreffenden Unternehmen verbinden lassen, dann unweigerlich nach außen und werben so für ihren eigenen Arbeitgeber. Umgekehrt können unzufriedene Arbeitnehmer natürlich auch dafür sorgen, dass das Employer Branding leidet. Denn: sie sind offensichtlich der beste Beweis dafür, dass die Aussagen, die im Zusammenhang mit Kampagnen und Co. getroffen werden, nicht der Wahrheit entsprechen. Daher gilt eine einfache „Schritt für Schritt-Anleitung“:

  1. Werte als Arbeitgeber festlegen
  2. Ziele genau fixieren (hier gegebenenfalls mehrere Abteilungen einbinden)
  3. Gesamtheitliches Unternehmensbild schaffen
  4. Online und offline arbeiten

So können Sie es schlussendlich schaffen, sich als Arbeitgeber einen guten Ruf zu erarbeiten. Employer Branding ist mehr als „zufriedene Mitarbeiter“ und „Marketing“. Vielmehr handelt es sich bei den entsprechenden Maßnahmen um umfangreiche Konzepte, von denen letztendlich Arbeitnehmer UND Arbeitgeber profitieren können.

Employer Branding Vorgehen

Investitionen im E-Recruiting: Zielgruppengerechtes Employer Branding

Neben diesen elementaren Maßnahmen bedarf es zunehmend zielgruppengerechter Kommunikationswege, um gerade bei der stark umworbenen Generation Y sichtbar zu werden. Das setzt vor allem stärkere Investitionen im Bereich des E-Recruiting voraus. Neben der Optimierung der Karriereseite setzten mittelständische Unternehmen zukünftig auf die Entwicklung und Umsetzung gezielter Social Media Aktivitäten. Insbesondere XING und LinkedIn stehen hierbei als wichtigste Kanäle im Fokus der Verantwortlichen, um Maßnahmen des Recruiting vorantreiben zu können.

Was lässt sich also resümierend für das Employer Branding im Mittelstand festhalten?

  1. Stellen Sie sich die essentiellen Fragen: Wofür stehen wir als Arbeitgeber? Welche Werte leben wir?
  2. Führen Sie Ihr Unternehmen zu der strategischen Ausarbeitung einer klar definierten Arbeitgebermarke, um sich maßgeblich im Wettbewerb positionieren zu können!
  3. Maßnahmen im Employer Branding sollten zusammen mit Ihren Mitarbeitern erarbeitet werden. Führen Sie Mitarbeiterbefragungen durch und identifizieren Sie Optimierungsmöglichkeiten.
  4. Kommunikationskanäle im Rahmen des E-Recruiting müssen ausgebaut werden! Dazu zählt die Optimierung der Karriere-Page und der zunehmende Fokus auf Social Media Aktivitäten.
  5. … und vor allem: Employer Branding ist die Chance als Arbeitgeber bei Bewerbern sichtbar zu werden! Daher müssen den Verantwortlichen Zeit- und Personalkapazitäten eingeräumt werden.

Sie wollen mehr Informationen zu den Instrumenten des Employer Branding und brauchen Hilfe bei der Umsetzung? Rufen Sie uns an oder informieren Sie sich hier.

Sie möchten eine attraktive Arbeitgebermarke aufbauen?

Unsere Marketing- und Marktforschungsexperten helfen Ihnen gerne! Kontaktieren Sie uns für ein persönliches Beratungsgespräch:

Bastian FörsterBastian Foerster

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#Arbeitgebermarke #EmployerBranding #Recruiting #SocialMediaRecruiting

Arbeitgebermarke erfolgreich gestalten – so werden Unternehmen attraktiv

Arbeitgebermarke erfolgreich gestalten – so werden Unternehmen attraktiv
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Eine Arbeitgebermarke ist heute elementar. Viele Unternehmen kennen das Problem: sie befinden sich auf der Suche nach neuen Mitarbeitern und bemerken, dass sich der Arbeitsmarkt im Laufe der Zeit verändert hat. Wo sich früher noch potenzielle Arbeitnehmer beim Unternehmen bewarben, erscheint es heute fast umgekehrt. Unter anderem hat auch der so oft zitierte Fachkräftemangel dafür gesorgt, dass Arbeitgeber sich heute attraktiv präsentieren müssen, um ihre Chancen auf verlässliche, kompetente und loyale Mitarbeiter zu erhöhen. Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang immer wieder fällt ist die Arbeitgebermarke. Doch was hat es damit eigentlich auf sich? Und wie kann eine überzeugende Arbeitgebermarke dabei helfen, das eigene Unternehmen voranzubringen?

Definition: Was ist eine Arbeitgebermarke?

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei einer Arbeitgebermarke um die Art, wie potenzielle Bewerber ein Unternehmen, das Stellen ausschreibt, wahrnehmen. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff „Employer Branding“ verwendet.

Anders ausgedrückt: eine überzeugende Arbeitgebermarke kann dafür sorgen, dass sich viele kompetente Bewerber auf eine Stellenausschreibung melden, da sie wissen, dass das betreffende Unternehmen beispielsweise für Modernität, eine geringe Fluktuation und ein positives Miteinander steht. Welche Faktoren den betreffenden Bewerbern im Einzelnen wichtig sind, entscheiden natürlich die individuellen Schwerpunkte.

Gibt es einen Unterschied zwischen Arbeitgebermarke und Arbeitgeberimage?

Die Antwort lautet: Ja. Beim Arbeitgeberimage handelt es sich um einen Bereich, der vom Arbeitgeber weit weniger aktiv beeinflusst wird als die Arbeitgebermarke. Das Image entwickelt sich meist ohne das direkte Zutun des betreffenden Unternehmens. Ein Beispiel: wer sich als Unternehmen auf höherpreisige Produkte, elegante Verkaufsräume und Co. spezialisiert hat, wird oft mit einem wohlhabenden Kundenklientel und weiteren charakteristischen Attributen verbunden.

Die Arbeitgebermarke wird – unter anderem durch die Aktionen der beauftragten Marketingabteilung – aktiv beeinflusst. Oft werden besondere „Pluspunkte“, wie zum Beispiel Weiterbildungen, ein positives Betriebsklima, Gratifikationen und Co. im Rahmen von Berufsmessen, Karriere-Webseiten und Stellenausschreibungen nach außen getragen.

Employer Branding Manager

Welche Ziele werden mit einer attraktiven Arbeitgebermarke verbunden?

Bei dem Wunsch, eine attraktive Arbeitgebermarke zu schaffen, handelt es sich heutzutage um weitaus mehr als einen kurzlebigen Trend. Im Gegenteil! Vor allem in großen Unternehmen kümmern sich mittlerweile sogar separate Marketingabteilungen darum, den betreffenden Arbeitgeber besonders ansprechend wirken zu lassen und die Kommunikation dahingehend zu verbessern.

Das oberste Ziel ist es, auf diese Weise mehr Bewerber am mittlerweile hart umkämpften Arbeitsmarkt auf das Unternehmen aufmerksam zu machen und Bewerbungen zu generieren. Es kommt zudem darauf an, möglichst qualifizierte Arbeitskräfte anzusprechen, die zu den Werten des Unternehmens passen und sich ideal für die ausgeschriebenen Positionen eignen.

Eine Arbeitgebermarke dient neben der Gewinnung neuer Arbeitskräfte aber auch der Bindung der vorhandenen Belegschaft. Indem eine Arbeitgebermarke geschaffen wird, mit der sich die Arbeitnehmer identifizieren, steigt die Loyalität zum Arbeitgeber und die Fluktuation kann gesenkt werden.

Ziele einer Arbeitgebermarke

Wieso ist eine Arbeitgebermarke wichtig?

In einer Zeit der wachsenden Konkurrenz hat es sich als besonders hilfreich herausgestellt, wenn Arbeitgeber auf unterschiedlichen Ebenen von sich überzeugen können. Denn: je attraktiver ein Arbeitgeber wirkt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei ihm unter anderem auch Fachkräfte bewerben werden, die das Unternehmen weiterbringen. Oder anders: wer auf seine Bewerbungen Zusagen von mehreren Firmen erhalten hat, wird sich zu einer hohen Wahrscheinlichkeit das Unternehmen aussuchen, das am attraktivsten wirkt.

Die Zeiten, in denen ausschließlich die Arbeitgeber mit den besten Gehaltsangeboten hier punkten konnten, sind vorbei. Heute geht der Trend in eine vollkommen andere Richtung. Vielen Arbeitnehmern, auch in leitenden Positionen, ist es wichtig, von einer gesunden Work Life Balance und einem positiven Betriebsklima zu profitieren. Nur wenige suchen sich ihren Arbeitgeber noch ausschließlich nach dem Monatsgehalt aus.

Daher ist es wichtig, hier ein wenig die Perspektive zu wechseln und sich zu fragen, was ein Bewerber von seinem „Traumjob“ erwartet und inwieweit diese Erwartungen möglicherweise erfüllt (oder sogar übertroffen) werden können.

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Wie erarbeitet man eine Marke als Arbeitgeber?

Der Aufbau einer Arbeitgebermarke kann Zeit in Anspruch nehmen. Zudem ist es unter anderem wichtig, sich diesem Thema mit einer gesunden Selbstreflektion zu widmen und gegebenenfalls nachzubessern, wenn sich im Laufe der Zeit etwaiges Optimierungspotenzial zeigt.

In der Regel werden Marketingmitarbeiter mit dieser Aufgabe betraut. Das Festlegen bzw. das Ziel einer bestimmten Arbeitgebermarke geschieht jedoch auf mehreren Ebenen. Oft handelt es sich bei der angestrebten Arbeitgebermarke um das Produkt etlicher Beratungsgespräche, unter anderem natürlich auch mit der Geschäftsführung.

Arbeitgebermarke reflektieren

Folgende Fragen sind beispielsweise von entscheidender Bedeutung:

  • Welche Vorteile bietet unser Unternehmen einem Arbeitnehmer bzw. welche Vorteile könnten wir in Zukunft bieten?
  • Wo liegen unsere Stärken?
  • Wie stehen wir im Vergleich zur Arbeitgeber-Konkurrenz da?
  • Weshalb sollte sich ein Bewerber für uns entscheiden?

Wurde die „perfekte“ Arbeitgebermarke abgesteckt, ist es an der Zeit, sich mit den weiteren Details, und vor allem mit der Frage „Wie können wir dieses Ziel erreichen?“ auseinanderzusetzen.

Hier werden unter anderem auch oft die Mitarbeiter in den Personalabteilungen mit ins Boot geholt. Immerhin sind sie es, die das betreffende Unternehmen auf Messen und in Bewerbungsgesprächen vertreten. Wer es hier schafft, ein ganzheitliches Vorgehen zu entwickeln und dieses noch dazu umzusetzen, baut nach und nach eine Arbeitgebermarke auf, deren Erfolg natürlich auch in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden sollte.

Vor allem eine – im Vergleich zu den Vormonaten – geringere Anzahl an Bewerbern kann ein Hinweis darauf sein, dass andere Unternehmen in diesem Bereich attraktiver wirken.

Wo kann die Marke kommuniziert werden?

Wie bereits erwähnt, kann eine bestehende Arbeitgebermarke – im persönlichen Gespräch – vor allem auf Karriere-Veranstaltungen und im Bewerbungsgespräch kommuniziert werden. Die Möglichkeiten, die das Online Marketing jedoch heutzutage bietet, sollten auch im Zusammenhang mit einer erfolgreichen Arbeitgebermarke nicht unterschätzt werden. Immerhin handelt es sich bei Homepages, Social Media Auftritten, XING- und LinkedIn-Profilen oft um die ersten Berührungspunkte – wenn auch „nur“ virtuell.

Hier ist es wichtig, einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen. Im Gegenzug sorgen veraltete Webseiten, ein Ignorieren von Kontaktaufnahmen (in Form von Rückfragen zur Stellenausschreibung) und weitere „Störfaktoren“ dafür, dass die besagte Attraktivität eher zu wünschen übriglässt. Die Möglichkeiten, die eine Webseite sowie das Social Media Recruiting gerade mit Hinblick auf eine optimale Präsentation eines Unternehmens bieten, sind vielseitig, sollten jedoch auch genutzt werden.

Einige Details, die auf potenzielle Bewerber besonders attraktiv wirken, sind unter anderem:

  • aussagekräftige Social Media Kanäle
  • eine gute Erreichbarkeit und vergleichsweise rasche Antworten auf Rückfragen
  • regelmäßige Postings
  • positive Bewertungen in einschlägigen Portalen
  • eine moderne Homepage
  • ein Blick „hinter die Kulissen“ (zum Beispiel in Form von Mitarbeiterinterviews und Vorstellungen).

Oft hilft es in diesem Zusammenhang übrigens auch, andere Abteilungen – außer der bereits erwähnten Marketingabteilung zu involvieren. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Umfrage, in der unter anderem Fragen wie „Was finden Sie an unserem Unternehmen attraktiv?“ oder „Wie unterscheiden wir uns als Arbeitgeber von anderen?“ in den Fokus gerückt werden? Derartige Vorgehensweisen sind manchmal aussagekräftiger als allgemeine Studien und Statistiken.

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Fazit

Grundsätzlich ist es, gerade mit Hilfe der modernen Möglichkeiten, eigentlich nicht schwer, eine attraktive Arbeitgebermarke aufzubauen und zu pflegen. Wer es schafft, ein ganzheitliches Konzept zu verfolgen, die ihm zur Verfügung stehenden Kanäle zu nutzen und Rücksicht auf aktuelle Trends rund um den Arbeitgebermarkt zu nehmen, kann in vielseitiger Hinsicht punkten und unter anderem viele kompetente Mitarbeiter anziehen.

Doch Vorsicht! Auch die „perfekteste“ Arbeitgebermarke sollte im Laufe der Zeit hinterfragt und gegebenenfalls überarbeitet werden. Immerhin verändert sich gleichzeitig der Markt kontinuierlich. Neue Unternehmen werden zu Konkurrenten und sorgen für mehr Auswahl für potenzielle Bewerber. Und auch die Erwartungen der potenziellen Bewerber sind nicht in Stein gemeißelt. Daher ist es an der Zeit, spätestens jetzt zu reagieren und so die Weichen für zufriedene, kompetente und loyale Mitarbeiter in der Zukunft zu stellen.

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Interview: Employer Branding – Arbeitgeber auf dem Weg zur attraktiven Marke?

Interview: Employer Branding – Arbeitgeber auf dem Weg zur attraktiven Marke?
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Employer BrandingModerne Markenführung, Employer Branding, Arbeitgebermarke – Begriffe, die immer häufiger fallen und für Unternehmen zunehmend relevanter werden. In unserem heutigen Interview befragen wir unseren Experten Prof. Dr. Marcus Stumpf nach seiner fachlichen Meinung zum Thema. Herr Stumpf trainiert die Themen "Employer Branding" und "Neuromarketing" am Deutschen Institut für Marketing.

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Stumpf: Die moderne Markenführung ist mittlerweile auch in den Personalabteilungen angekommen. „Arbeitgebermarke“ ist hier das Stichwort. Wie wird das Thema „Employer Branding“ aus Ihrer Sicht aktuell in den meisten Unternehmen verstanden?

Zum einen stelle ich fest, dass – wenn Unternehmen Employer Branding thematisieren – viele Unternehmen darunter noch die klassischen Personalmarketing-Maßnahmen verstehen. Zum anderen – und dies ist das größere Problem – mache ich die Erfahrung, dass die Notwendigkeit, sich mit der Arbeitgebermarke zu beschäftigen, bei vielen, vor allem bei KMUs (kleinen und mittleren Unternehmen), noch nicht angekommen ist. Hier werden die Herausforderungen, die sich mittel- bis langfristig, zum Beispiel aus dem demographischen Wandel oder aus zurückgehenden Schülerzahlen ergeben, noch nicht gesehen.

Häufig hat man das Gefühl, dass das Wort „Marke“ gerne verwendet wird, ohne es mit Substanz zu füllen. Den meisten Unternehmen fehlt es an einer klaren Positionierung. Fragt man nach konkreten Strategien, werden meist „nette Anzeigen“ und „Incentive-Maßnahmen“ als Positionierungsstrategien genannt. Was ist da Ihre Erfahrung?

Wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Eine konkrete Studie unseres Employer Branding Institute und der Fachhochschule Salzburg hat beispielsweise gezeigt, dass in ca. 80 % der Stellenanzeigen nicht der Arbeitsplatz beworben und über dessen Attraktivität informiert wird, sondern allein das Unternehmen und dessen Produkte / Leistungen in den Vordergrund gestellt werden. Aber einem Arbeitnehmer, der sich zum Beispiel bei Red Bull bewirbt, geht es ja nicht um den Energiedrink, sondern beispielsweise um die Arbeitsbedingungen, die herrschende Kultur im Unternehmen oder erbrachte Sozialleistungen.

Welche Schritte sind aus Ihrer Sicht elementar für den Aufbau moderner Arbeitgebermarken?

Ich unterscheide bei einem Employer Branding-Projekt drei Phasen. Erstens: Zunächst erfolgt in einer Analysephase eine Bewertung der eigenen Stärken und Schwächen als Arbeitgeber. Zudem sind die Wettbewerber, nicht im Absatz-, sondern im Arbeitsmarkt zu betrachten. Und schließlich sind natürlich die potenziellen Bewerber und deren Bedürfnisse zu analysieren. Zweitens: In der Planungsphase ist die Erarbeitung einer Unique Employment Proposition (UEP – Was macht uns einzigartig?) zentral, bevor es drittens, in der Umsetzungsphase vor allem um die Kommunikation der Arbeitgebermarke an allen Kontaktpunkten mit dem Unternehmen geht.

Viele Unternehmen werden durch ihre Personalabteilungen auf das Thema „Markenführung der Arbeitgebermarke“ aufmerksam gemacht. Unternehmensführung, Personalabteilung und Marketing zählen zu den notwendigen Akteuren. Doch wo gehört das Thema Employer Branding aus Ihrer Sicht maßgeblich hin?

Genau dies ist das Problem, dass in vielen Unternehmen die Zuständigkeit für Employer Branding immer in der jeweils anderen Abteilung gesehen wird. Employer Branding ist jedoch ein interdisziplinäres Thema, bei dem die genannten Bereiche gleichberechtigt zu beteiligen sind. Dabei ist die Verantwortung für die strategischen Festlegungen (Wofür steht die Arbeitgebermarke?) eher bei der Unternehmensleitung zu sehen ist, während die Umsetzung eher in den Fachabteilungen Marketing (Kommunikation) und Personal (Personalmarketing) erfolgt.

Gerade mittelständische Unternehmen scheinen außerhalb ihres näheren Umfeldes das Problem zu haben, für potenzielle Fach- und Führungskräfte nicht sichtbar zu sein. Besonders im Wettkampf um Arbeitskräfte gehen diese häufig gegen große Unternehmen unter. Welche grundlegenden Tipps würden Sie mittelständischen Unternehmen mit auf den Weg geben? Worauf sollte man beim Employer Branding im Mittelstand achten?

Zunächst haben sich mittelständische Unternehmen ihre Stärken als Arbeitgeber bewusst zu machen. Viele stellen sich hier unter den „Scheffel“. Dabei haben zum Beispiel KMUs mit flachen Hierarchien und breitem Verantwortungsbereich durchaus Faktoren zu bieten, die für potenzielle Bewerber attraktiv sind. Zudem vergessen viele KMUs das Thema Employer Branding strategisch anzugehen. Das bedeutet, man muss heute die Arbeitgebermarke planen und umsetzen, um morgen als attraktiver Arbeitgeber erfolgreich zu sein.

 

Weitere Informationen zu unserem Employer Branding-Seminar mit Prof. Dr. Marcus Stumpf

 

Employer Branding – Done Right!

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Employer Branding ist die Kunst eine Arbeitgebermarke aufzubauen, die die Werte des Unternehmens widerspiegelt, authentisch und so gut positioniert ist, dass bei Talenten und Young Professionals der Wunsch geweckt wird, bei diesem Unternehmen arbeiten zu wollen.

Die Wechselwirkung von Employer Branding und Unternehmensmarke

Dass es dabei zu Wechselwirkungen mit der Unternehmens- oder Produktmarke kommt, ist durchaus gegeben. Kein Wunder also, dass BMW, Porsche und Adidas die Listen anführen, wenn Schüler und Studenten den attraktivsten Arbeitgeber bewerten sollen. Aber wissen sie wirklich, was diese Unternehmen als Arbeitgeber auszeichnet? Vermutlicht nicht.

Unternehmen mit weniger attraktiven Produkten und Marken haben es also von Beginn an schwerer, die Experten von morgen für sich zu gewinnen. Wie hervorragend umgesetztes Employer Branding funktioniert, zeigt uns nun das Unternehmen Reckitt Benckiser (oder RB).

Das Unternehmen wird einer Vielzahl von Leuten nichts sagen, die Produktmarken des Unternehmens hingegen schon: Clearasil, Cillit BANG, Sagrotan und Calgon gehören zu dem Hygiene- und Pharmaunternehmen. Mit der aktuellen Employer Branding Kampagne zeigt das Unternehmen jedoch eindrucksvoll, wie man sich auch als eher unbekanntes Unternehmen spannend und witzig in Szene setzen kann.

Der YouTube-Clip zur Employer Brading Kampagne von RB

Der YouTube-Spot zur Kampagne, der mit den Worten beginnt: „Stellen Sie sicher, dass Ihr Chef Sie nicht sieht, wenn Sie das anschauen.“, stellt nicht nur die verschiedenen Abteilungen vor, sondern spiegelt auch das Image wieder, das das Unternehmen aufzeigen will. Jung, dynamisch, innovativ und aktionsfreudig will RB wahrgenommen werden und ist auf der Suche nach jungen Talenten, die eben diese Eigenschaften mitbringen. Der Hashtag #Gamechangers wurde passend dazu ausgewählt, denn RB versucht mit dieser Kampagne nicht einfach nur Bewerber zu generieren, sondern die Young Professionals für sich zu gewinnen.

Das oberste Gebot beim Employer Branding, Authentizität, wurde ebenfalls sehr schön umgesetzt. Echte Mitarbeiter sind in dem YouTube-Clip anzutreffen, die sich und Ihren Job in weiteren kurzen Filmen vorstellen. Diese durchdachte Umsetzung lässt auch über kleinere technische Mängel hinwegsehen wie, dass die Unternehmensseite nicht in jedem Video verlinkt und der Hashtag nicht einzigartig auf das Unternehmen zugeschnitten wurde.

Unter dem besagten Hashtag findet man jedoch eine ganze Menge spannender und zur Interaktion anregende Beiträge. Hier werden die Social Media Kanäle professionell und auf die Zielgruppe angepasst bespielt. Ein Beispiel von dem so manches Unternehmen lernen kann. Auch der Blog von RB stellt da keine Ausnahme dar. Die Inhalte sind perfekt auf die Zielgruppe „Bewerber“ zugeschnitten. So berichten Praktikanten und Trainees über Ihren Arbeitsalltag oder was Sie in der Zeit bei RB gelernt haben.

Vorsicht! Employer Branding ist mehr als nur Werbung!

Wer sich intensiv mit dem Thema Employer Branding auseinander gesetzt hat, weiß, dass zu einer ausgereiften Employer Branding Strategie mehr gehört, als nur ein witziger Werbespot oder eine informierende Print-Kampagne. Wird Employer Branding richtig umgesetzt, heißt das für Unternehmen sich über die eigenen (Arbeitgeber)-Werte klar zu werden sowie die internen Prozesse, die Arbeitsatmosphäre und viele weitere Faktoren rund um die Ressource Personal zu optimieren. Ob RB auch tatsächliche der junge, dynamische und spannende Arbeitgeber ist, wie in der Kampagne dargestellt, bleibt offen. Dennoch handelt es sich hier um eine wirklich hervorragend umgesetzte Kampagne zur Stärkung der Arbeitgebermarke. Definitv ein Best Practise Beispiel!

Sie haben Fragen zum Thema Employer Branding oder möchten sich selbst vielleicht noch stärker als attraktiver Arbeitgeber positionieren? Sprechen Sie uns an!

Hier finden Sie zum Thema "Employer Branding"  weitere Informationen!

Personalgewinnung mal anders

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Im Rahmen der Personalgewinnung laufen Auswahlgespräche normalerweise nach dem folgenden Schema ab: Auf eine kurze Begrüßung folgt eine ausführliche Selbstvorstellung des Bewerbers. Der Interviewer hakt daraufhin nach und lässt sich z.B. Lücken im Lebenslauf erklären. Anschließend wird das Anforderungsprofil der offenen Stelle thematisiert und der Interviewer versucht durch gezielte Fragen abzugleichen, ob der Kandidat zu diesem passt. Zum Abschluss bekommt der Bewerber noch einmal die Möglichkeit Fragen zu stellen.

So weit, so gut. Dass es auch anders geht, zeigt momentan Heineken mit einem Video auf YouTube. Ein perfektes Kommunikationsmittel, um die eigene Arbeitgebermarke vor allem bei jungen Berufseinsteigern zu stärken.