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Collaboration-Tools — gemeinsam Großes erreichen

Collaboration-Tools — gemeinsam Großes erreichen
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Collaboration-Tools verändern die heutige Arbeitswelt: Sie ermöglichen eine effizientere Kommunikation, eine bessere Absprache im Team sowie eine koordinierte Bearbeitung von anfallenden Aufgaben und Projekten. Diese Form der computergestützten Zusammenarbeit hat die Art und Weise, wie Teams miteinander arbeiten, nachhaltig beeinflusst. Grundprinzip aller Tools, die sich diesem Segment zuordnen lassen, ist der Informationsaustausch und die Kommunikation von Personen.

Was sind Collaboration-Tools?

Der Begriff „Collaboration-Tools“ bezeichnet übergreifend jede Form der digitalen oder technisch unterstützten Zusammenarbeit. Hierbei handelt es sich häufig um Apps oder andere Formen von Software, die es Personen ermöglichen, zeitgleich auf dieselben Dateien zuzugreifen. Häufig werden diese Tools zwecks Präsentationen, Meetings oder für Konferenzen parallel mit anderen Medien genutzt, um Sachverhalte für Gesprächspartner verständlicher machen zu können. Einige Tools bieten weitere interne Funktionen, die dies unterstützen und es beispielsweise ermöglichen, Notizen für die weitere Bearbeitung zu hinterlassen. Somit bieten diese Tools eine Plattform, um auf digitaler Ebene miteinander zu interagieren und so effizienter an gemeinsamen Projekten zu arbeiten.

Collaboration-Tools
Collaboration-Tool Microsoft Office 365
Digital Brand Manager (DIM)

Welche Vorteile bieten Collaboration-Tools?

Die Modernisierung der interaktiven Arbeit bringt einige wichtige Vorteile mit sich. So können räumlich getrennte Teams weiterhin effizient an denselben Aufgaben arbeiten. Zudem bieten sie die Möglichkeit, Kompetenzen und Kenntnisse durch die gemeinsame Bearbeitung zu vermitteln und erweitern daher ebenfalls das Bildungsangebot. Aus diesem Grund erfreuen sich diese Tools nicht nur bei Berufstätigen, sondern auch bei Studenten und Schülern zunehmender Beliebtheit. Letztere profitieren ebenfalls von den genannten Vorteilen, wenn sie zum Beispiel gemeinsame Arbeiten verfassen müssen oder sich von Kommilitonen dabei unterstützen lassen, sich neues Wissen anzueignen. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der durch die zahlreichen Vorteile der Collaboration-Tools ermöglicht wird, ist das sogenannte „Home Office“. Kann der Arbeitsplatz aufgrund von Krankheit oder anderer Faktoren nicht aufgesucht werden, bieten diese Tools die Möglichkeit, Büro-, Verwaltungs- und Planungstätigkeiten interaktiv mit anderen Angestellten auch von zu Hause aus wahrzunehmen.

Collaboration-Tools
Microsoft Office 365 Anwendungen

Die Nachteile der Collaboration-Tools

Wie in vielen anderen Lebensbereichen, die aufgrund der Digitalisierung stärker verknüpft und zugänglicher geworden sind, bieten auch Collaboration-Tools Grund zur Diskussion, wenn es um die Privatsphäre und den Datenschutz geht. Die allgegenwärtige Zugänglichkeit von Projekten und Teils streng vertraulichen Informationen bedarf eines verstärkten Schutzes und diverser Sicherheitsmaßnahmen, um vor unrechtmäßiger Vervielfältigung, Sabotage oder anderen Formen des Informationsmissbrauchs geschützt zu sein. Trotz diverser interner Schutzmaßnahmen, die diese Programme bieten, ist ein ausnahmsloser Schutz jedoch keineswegs gewährleistet. Ein weiterer Kritikpunkt, der im Kontext mit Collaboration-Tools diskutiert wird, ist die zunehmende Überwachung und Kontrolle (der Arbeitsleistung). Neben dem Vorteil möglicher Effizienzsteigerungen können sie auch zur Folge haben kann, dass Mitarbeiter verstärkt unter psychischem Druck stehen.

Fazit

Collaboration-Tools haben den Arbeitsmarkt nachhaltig verändert und revolutioniert. Es handelt sich demnach nicht nur um eine Phrase mit Collaborations tools, wenn die Vorteile der digitalen Zusammenarbeit hervorgehoben werden. In vielen Bereichen profitieren sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber von ihren Vorzügen. Aus diesem Grund ist Software dieser Art bereits zum festen Bestandteil der Arbeitswelt geworden. Die Vorzüge sind jedoch unter Vorbehalt berechtigter Risiken zu genießen, da diese Tools nicht uneingeschränkt vor Missbrauch zu schützen sind und eine unverhältnismäßige Überwachung begünstigen. Schlussendlich sind Collaboration-Tools daher differenziert zu betrachten und keineswegs rein positiv oder völlig negativ zu werten. Die Vor- und Nachteile sollten stets abgewogen werden und möglichen Risiken im Vorfeld vorgebeugt werden.

Mitarbeitertraining – Weiterbildungen für Ihr Unternehmen

Mitarbeitertraining – Weiterbildungen für Ihr Unternehmen
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Was steckt eigentlich hinter dem Begriff Mitarbeitertraining? Unternehmen können sich grundsätzlich nur weiterentwickeln, wenn sie auch ihre Mitarbeiter weiterentwickeln. Vor diesem Hintergrund haben Mitarbeitertrainings im Rahmen der Personalentwicklung eine herausragende Bedeutung für den langfristigen Unternehmenserfolg. Doch wie bilden Sie Ihre Mitarbeiter optimal weiter? Wir zeigen Ihnen wie!

Formen von Mitarbeitertrainings

Wie kann ein Mitarbeitertraining gestaltet sein? Es stehen Ihnen eine Vielzahl von Optionen zur Verfügung. Die meisten Unternehmen setzen auf externe oder interne Dienstleister, um ihre Weiterbildungen durchzuführen. Dabei gilt es, die grundsätzliche Unterscheidung zwischen offenen und Inhouse-Mitarbeitertrainings zu beachten.

Offene Mitarbeitertrainings zu allen relevanten Themen bieten diverse Anbieter zu festen Zeiten an vorher definierten Veranstaltungsorten an (hier geht es zu unseren offenen Seminaren). Die Teilnehmerzahl ist in den meisten Fällen auf 10 bis 15 Personen begrenzt. Ihre Mitarbeiter können sich somit im kleinen Kreis mit Teilnehmern aus anderen Branchen austauschen und sie haben direkt die Möglichkeit mit dem referierenden Fachexperten zu interagieren. Im Normalfall senden Unternehmen nur 1-2 Personen gleichzeitig zu offenen Mitarbeitertrainings.

Doch was ist die optimale Lösung, wenn Sie etwa eine ganze Abteilung mit 5-15 Teilnehmern weiterbilden wollen? In diesem Fall wäre beispielsweise ein Inhouse-Mitarbeitertraining die Variante Ihrer Wahl. Wir, beim Deutschen Institut für Marketing, bieten z.B. alle unsere offenen Seminare auch als Inhouse-Variante an. D.h. unser Fachexperte bereitet sich in Absprache mit Ihrer Fachabteilung explizit auf die Situation in Ihrem Unternehmen vor und schult dann Ihre komplette Abteilung bei Ihnen vor Ort. Preislich lohnt sich diese Variante bereits, wenn Sie mindestens 4 Mitarbeiter weiterbilden wollen.

Immer populärer ist ferner der Blended Learning Ansatz für Mitarbeitertrainings. Viele Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, eine ganze Abteilung für 1-2 Tage „stillzulegen“. Aus diesem Grund gewinnen Online-Lösungen immer mehr an Bedeutung. Im Extremfall entstehen daraus reine Online-Lehrgänge, die flexibel genutzt werden können (hier geht es zu unseren Online-Zertifikatslehrgängen). Eine gewisse Selbstdisziplin vorausgesetzt halten wir Online-Mitarbeitertrainings mittlerweile für ein sehr wichtiges Instrument, um nachhaltigen Weiterbildungserfolg zu ermöglichen.

Mitarbeitertraining - DIM Online-Campus

Ziele und Vorteile von Mitarbeitertrainings

Die wichtigsten Ziele für ein Mitarbeitertraining in Ihrem Unternehmen lauten wie folgt:

  • Konkurrenzfähigkeit steigern
  • Innovationsfähigkeit im Unternehmen vorantreiben
  • Produktivität steigern
  • Arbeitgeberattraktivität erhöhen (Employer Branding)
  • Mitarbeiterbindung verbessern
  • Risiken minimieren (Unfallgefahr, Ethik der Mitarbeiter)

Diese Ziele sind überwiegend selbsterklärend. Gerade im Rahmen der weiteren Digitalisierung ist es unerlässlich, die eigenen Mitarbeiter regelmäßig weiterzubilden, um nicht den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Auch das Thema Employer Branding ist insbesondere im B2B-Bereich ein Dauerbrenner – Stichwort Fachkräftemangel. Die Bewerbung der internen Weiterbildungen im Recruiting-Prozess hilft dabei, talentierte Arbeitnehmer für das eigene Unternehmen zu gewinnen und die Reputation als Top-Arbeitgeber zu steigern.
Für die bereits vorhandenen Mitarbeiter sind die Trainings ein Zeichen der Wertschätzung und ein Angebot, die eigene Karriere selbstbewusst und positiv zu gestalten. Zudem erhöhen regelmäßige Mitarbeitertrainings die Motivation, Loyalität und Leistungsbereitschaft der Belegschaft.

Bedarfserfassung für Mitarbeitertrainings

Bevor Sie sich entscheiden, ein Mitarbeitertraining durchzuführen oder eventuell ein komplettes Schulungsprogramm aufzusetzen, sollten Sie den internen Bedarf sauber evaluieren. Dafür empfiehlt es sich, nicht nur die Unternehmensbrille aufzusetzen, sondern auch die einzelnen Mitarbeiter bezüglich ihrer Präferenzen zu befragen.

Die Ergebnisse einer solchen Befragung müssen nun mit den kommenden Herausforderungen des Unternehmens nach dem folgenden Motto abgeglichen werden: „Welche Kompetenzen benötigen wir und wer kann intern diese Kompetenzen aufbauen?“.

Der Praxistransfer einiger Weiterbildungen scheitert z.B. daran, dass die Mitarbeiter in bestimmte Seminare „hineinbefohlen“ werden. Vermeiden Sie diesen Kardinalfehler und planen Sie Ihre Mitarbeitertrainings gemeinschaftlich mit den zu schulenden Fachkräften, um den bestmöglichen Lernerfolg zu garantieren.

Sie möchten ein Mitarbeitertraining durchführen? Nehmen Sie Kontakt mit unserem Weiterbildungsexperten auf!

Jonas Gran

Herr Jonas Gran

Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 17
Fax: +49 (0)221 - 99 555 10 77
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Moderne Mitarbeitertrainings

Wann ist ein Mitarbeitertraining modern bzw. welche Mitarbeitertrainings passen am besten zu den Ansprüchen der heutigen Arbeitswelt? In diesem Zusammenhang fallen immer wieder die Anforderungen Flexibilität und standortübergreifendes Lernen. Arbeitnehmer arbeiten vermehrt flexibel und ortsunabhängig und unter diesen Voraussetzungen haben die schon erwähnten Online-Lösungen eine hohe Priorität in den Unternehmen (hier geht es zum E-Learning Angebot des DIM).

Viele Verantwortliche wissen dabei nicht, dass es auch mit einem kleinen Personalentwicklungsteam möglich ist, eine interne Online-Lernplattform auf die Beine zu stellen. Zwar erfordert dieser Schritt ein gewisses Maß an Erstinvestitionen und 1-2 Mitarbeiter mit Technikaffinität, doch langfristig hilft eine solche Plattform, die Weiterbildungskosten pro Person enorm zu senken – bei mindestens gleichbleibender Qualität.
Wichtig ist uns hierbei, zu betonen, dass ein Methoden-Mix für die meisten Unternehmen die optimale Lösung ist. Dies liegt daran, dass in jedem Unternehmen unterschiedliche Lerntypen arbeiten. Während vor allem die jüngere Generation auch z.B. eine Weiterbildungsmöglichkeit über das Smartphone während der täglichen Pendelei zur Arbeit wertschätzt, präferieren ältere Generationen und auch Führungskräfte in den meisten Fällen immer noch ein Präsenztraining und ein „Sparring auf Augenhöhe“ mit dem jeweiligen Referenten.

Festzuhalten bleibt, dass sich der Weiterbildungsbereich im Wandel befindet und für ein Mitarbeitertraining immer hochwertigere Online-Lösungen zur Verfügung stehen. Noch nicht ganz ausgereifte Techniken wie Schulungen unter Hinzunahme von Augmented Reality Elementen, werden weiter Einzug in den Arbeitsalltag erhalten. Die „klassischen“ Präsenzschulungen werden zwar auch noch Ihre Berechtigung haben, die Zukunft der Weiterbildungen liegt aber online!

Gerne beraten wir Sie jederzeit, wie Sie die für Sie perfekte Weiterbildungslösung entwickeln und umsetzen können. Rufen Sie uns an (0221 – 99 555 10-0) oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Influencer Marketing – Der Einfluss von Meinungsmachern

Influencer Marketing – Der Einfluss von Meinungsmachern
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Mit dem Wandel auf den Märkten und der Gesellschaft durch die Digitalisierung verändern sich auch die Maßnahmen im Marketing. Influencer Marketing ist eine neue Werbeform, die durch ihre hohe Effizienz sehr lukrativ für viele Unternehmen ist. Mithilfe des Einflusses und der Reichweite von Influencern, zu deutsch "Beeinflussern" oder "Meinungsmacher", soll die Marketing-Strategie ausgebaut und mehr Aufmerksamkeit generiert werden. Da zwischen den Influencern und ihren Followern eine hohe Vertrauensbasis besteht, gilt diese Marketingmaßnahme als eine mit hohem Potenzial.

1. Definition – Influencer Marketing

Influencer sind Meinungsmacher, die in sozialen Netzwerken aktiv sind und eine gewisse Anzahl an loyalen Followern haben. Sie sind gerade für Unternehmen interessant, da ihre Empfehlungen und Meinung von den eigenen Fans geschätzt und beachtet werden. Sie können ihre Follower beeinflussen. Glaubwürdigkeit wird vielen Influencern zugesprochen, wodurch sich ihr Einfluss auf Marken verstärkt. Wenn die Zielgruppe mit der des Unternehmens übereinstimmt, kann eine Zusammenarbeit erfolgreich werden. Gearbeitet wird anhand von Beurteilungen und Bewertungen gegenüber der Leistung der Unternehmen. Eine aktuelle Studie zum Influencer Marketing von Influry (siehe Kapitel 3) hat gezeigt, dass gerade bei Jugendlichen im Alter von 14 - 17 Jahren Produktpräsentationen durch Influencer eine hohe Glaubwürdigkeit haben. Noch wirksamer sind jedoch Empfehlungen von Freunden und Bekannten bzw. Kundenbewertungen auf Produktseiten.

Artverwandte Begriffe von Influencern sind zum einen Testimonials und zum anderen Markenbotschafter. Bei Ersteren handelt es sich um bekannte Persönlichkeiten, die sich für ein Produkt oder eine Marke gegen Bezahlung aussprechen und sie entsprechend vermarkten. Die entsprechenden Persönlichkeiten gelten dabei für einen festgelegten Zeitraum als „Gesicht der Marke“, sodass das auftragsgebende Unternehmen bzw. dessen Produkte mit der Werbe-Persönlichkeit assoziiert werden. Demzufolge ist es von besonderer Bedeutung, dass das Image des Unternehmens mit dem des Testimonials korrespondiert. Beispiele für Testimonials sind der Formel 1-Rennfahrer Nico Rosberg und der Sänger Iggy Pop, die in diversen Werbe-Kampagnen der Deutschen Bahn zu sehen sind.

Der Begriff Markenbotschafter hingegen bezieht sich auf (bekannte) Persönlichkeiten, die sich aus eigener Überzeugung und dabei ohne Bezahlung für ein Produkt oder eine Marke aussprechen. Somit können selbst Kunden oder Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens Markenbotschafter sein. Beispielsweise erhielt vor wenigen Jahren jeder Kunde, der ein Apple-Produkt kaufte, einen kostenfreien Sticker mit dem Apfel-Logo des Unternehmens dazu. Diesen klebten sich viele der damaligen Kunden an verschiedene Geräte und Gegenstände. Dadurch verbreiteten sie das Logo von Apple aus eigener Überzeugung, wodurch das Unternehmen weiter an Bekanntheit erlangte. Auch hier sollte das Image des Unternehmens mit dem des Markenbotschafters zusammenpassen, um eine begünstigende Wirkung für die Marke oder das vermarktete Produkt zu erzielen.

2. Arten von Influencern

Influencer lassen sich zum einen hinsichtlich ihrer Reichweite und zum anderen nach den drei „Digital Influence“-Dimensionen von Brian Solis in vier übergeordnete Klassen einteilen. Spricht man von Brian Solis „Digital Influence“-Dimensionen handelt es sich dabei um Reach, Relevance und Resonance.

Reach bezieht sich auf die qualitative und quantitative Reichweite eines Influencers. Anhänger, Follower  der Abonnenten dienen hierbei als qualitative Messgröße. Auf der anderen Seite dienen die  Glaubwürdigkeit und das Image des Influencers als quantitative Messgröße.

Geht es darum, inwieweit ein Fan / Follower den Aussagen eines Influencers Vertrauen schenkt und dem Grad der Autorität eines Influencers, spricht man von der Relevance.

Die dritte Dimension, die sogenannte Resonance, zeigt das Engagement eines Influencers. Das bedeutet, wie intensiv und häufig der Influencer mit seinen Followern interagiert und beispielsweise Kommentare entgegenbringt.

Nano-Influencer:

Nano-Influencer verfügen über eine eher geringe Reichweite, aber ein hohes Maß an Erfahrung  in Bezug auf das auserwählte Themengebiet. Mit 50 bis 10.000 Followern gehören sie zu jener Art von Influencern, die nur über eine kleine soziale Gruppe verfügen. Sie zeichnen sich besonders durch ihre hohe Glaubwürdigkeit und Autorität aus und haben damit in einer engen Zielgruppe eine hohe Resonanz.

Micro-Influencer:

Micro-Influencer verfügen im Schnitt über 10.001 bis 25.000 Follower. Innerhalb dieser sozialen Gruppe befinden sich überwiegend sehr treue und themenaffine Anhänger. Es handelt sich hierbei um Experten einer speziellen Branche, Fragestellung oder Themengebiets, die oft als Blogger oder ‚Special Interest‘-Youtubern agieren. Ein Micro-Influencer weist einen hohen Grad an Interaktionen mit seinen Followern auf und versucht somit eine langfristige Beziehung aufzubauen.

Macro-Influencer:

Macro-Influencer verfügen über eine länder- und kontinentübergreifende Reichweite und dementsprechend über einen hohen Bekanntheitsgrad. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die hohe Frequenz an Postings, welche den Followern ein Gefühl von Aktualität vermitteln soll. Verfügt der Influencer über mehr als 100.000 Follower, handelt es sich hierbei um die Kategorie Macro-Influencer.

Mega-Influencer:

Mega-Influencer sind das Nonplusultra unter den Influencern, die eine Gefolgschaft von Followern im höheren siebenstelligen Bereich vermelden können. Meist handelt es sich hierbei um Stars, Schauspieler, Prominente oder Sportler, die durch ihre täglichen Medienauftritte auch in den sozialen Medien eine hohe Bekanntheit und viele Fans verbuchen können. Meist zeigen Mega-Influencer aber ein vergleichsweise gereinges Engagement im Vergleich zu den anderen  Arten der Influencer.

3. Warum Influencer Marketing wirkt

Eine Studie von G&J hat einige interessante Inisghts zum Influencer Marketing geliefert:

Influencer Marketing erzeugt Reichweite und Aufmerksamkeit:

Den Followern fällt auf, wenn ein Influencer eine Marke erwähnt, wobei sie die konkrete Botschaft der Influencer auch eindeutig der werbenden Marke zuordnen. Mit einem Zuwachs von 34,8 Prozent schaffen Influencer-Kampagnen damit in hohem Maße Aufmerksamkeit für eine Marke.

Influencer Marketing hilft scheinbar bei der Steigerung der Markenbekanntheit:

In der Folge wird die Brand Awareness um durchschnittlich 17,3 Prozent gesteigert, bei vorher eher unbekannten Marken kann die Bekanntheit sogar mehr als verdoppelt werden.

Influencer Marketing emotionalisiert und bietet Interaktionen:

Die Influencer-Kooperationen bauen eine starke Nähe zwischen Marke und Follower auf, sichtbar in deutlich gesteigerten Werten für Sympathie, Vertrauen und Glaubwürdigkeit der Marke.

Influencer Marketing kann Impulse für den Vertrieb liefern:

Die Kaufbereitschaft für eine Marke wird durch Influencer-Kooperationen im Schnitt um 29 Prozent gesteigert, die Weiterempfehlungsbereitschaft sogar um 37 Prozent.

 

Einfluss von Influencern

4. Aktuelle Influencer Marketing-Studien

Da es sich bei Influencer Marketing um ein recht neues Konzept handelt, gibt es dazu bisher kaum Studien. Im Folgenden sind einige der wenigen Studienergebnisse prägnant zusammengefasst.

Studie „Bedeutung von Influencer Marketing in Deutschland 2017“

Die Studie, die im Auftrag vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und INFLURY GmbH im Jahre 2017 entstand, umfasst die Bedeutung, Nutzung und Wirkung von Influencer Marketing in Deutschland. Ziel dieser Studie war es, aus der Sicht des Online-Nutzers sowohl eine Übersicht zur Situation des Influencer Marketings in Deutschland zu erhalten, sowie die Werbewirkung, Akzeptanz und die Einschätzungen von Trends zu ermitteln. Bei der online-repräsentativen Primärdatenerhebung wurden insgesamt 1.604 Online-Nutzer über 14 Jahren befragt. Die Stichprobe wurde zudem in Social Media-affine Shopper und Influencer-affine Shopper unterteilt. Unter Social Media-affinen Shopper werden jene Nutzer verstanden, die angegeben haben, durch Social Media auf ein Produkt oder einen Service aufmerksam geworden zu sein. Die Influencer-affinen Shopper sind dagegen jene Nutzer, die angegeben haben, Produktempfehlungen von Influencern bewusst wahrzunehmen.

Ein wesentliches Ergebnis dieser Studie war, dass 68% der Befragten schon mal auf ein Produkt über Social Media aufmerksam geworden sind. Die wichtigsten Social-Media-Kanäle sind dabei Facebook (52%) und YouTube (37%). Instagram (15%) liegt hinter WhatsApp (22%) auf Platz 4.

Grundsätzlich wird laut der Studie deutlich, dass Influencer einen hohen Einfluss auf die Produktwahrnehmung der Nutzer haben. So gaben 38 Prozent der Social Media-affinen Nutzer (n = 1.103) an, dass sie das Produkt, welches sie online sahen, über einen Influencer präsentiert bekommen haben. 15% der Social Media-affinen suchen sogar aktiv bei Influencern nach Produktinformationen. Die Gründe, sich bei Influencern direkt zu informieren, sehen die Nutzer hauptsächlich in dem Gefühl der persönlichen Ansprache (29%) sowie in der guten Erklärung der Vor- und Nachteile des Produktes (28%). In Bezug auf die befragten Influencer-affinen Shopper (n = 422) ergab sich zudem, dass jeder sechste 14- bis 29-jährige Online-Nutzer später bewusst ein Produkt kauft, das von Influencern präsentiert wurde.

Den größten Einfluss haben Influencer allgemein auf die Bereiche Ernährung, Mode, Beauty sowie Technik. Die Ernährung ist dabei ein altersübergreifendes Thema.

Auch die Glaubwürdigkeit der Influencer wurde in der Studie erhoben. Fast ein Drittel der befragten Online-Nutzer gab an, dass Produktvorstellungen von Influencern und Experten im Internet besonders glaubwürdig sind. Noch glaubwürdiger sind laut den Usern nur Empfehlungen von Freunden und Bekannten (63%) sowie Bewertungen von Kunden auf Produktseiten (48%).

Studie „The Impact of Influencer Marketing on Perception and Experience of Unknown, Weak and Strong Brands”

Ziel dieser Studie vom Institut für Marken- und Kommunikationsforschung (IMK) der EBS Universität für Wirtschaft und Recht war es, den Einfluss von Influencer Marketing auf die Wahrnehmung starker, schwacher und unbekannter Marken zu ermitteln. Im Rahmen dessen wurde Caro Daur repräsentativ als Influencer ausgewählt, Nivea als starke und Rival de Loop als schwache Marke. Durch die Befragung von insgesamt 127 Menschen wurde die Wahrnehmung der entsprechenden Marken sowohl vor als auch nach dem Sichten des Instagram Posts von Caro Daur mit dem Produkt ermittelt.

Die Studie hat ergeben, dass Influencer Marketing einen nachweisbaren Effekt auf die Wahrnehmung von sowohl starken als auch schwachen Marken hat. Im Vergleich zu ersteren ist der Effekt auf schwache Marken allerdings auffällig größer. Diese unterschiedliche Effektstärke resultiert daraus, dass das Wahrnehmungsbild von starken Marken bereits verfestigt und somit konsistent ist. Das bedeutet, dass die Konsumenten Produkte dieser starken Marke ohnehin kaufen würden, ganz gleich, ob sie über einen Influencer beworben wird oder nicht. Auf die Wahrnehmung einer schwachen Marke, von der Konsumenten noch nicht ganz überzeugt sind, hat das Influencer Marketing hingegen einen nachweislich stärkeren Effekt. Resultierend daraus nehmen die Konsumenten entsprechend beeinflusst wahr und verfestigen ihre Einstellung zur jeweiligen Marke bzw. dem Produkt. Ist die Marke unbekannt, hat dessen Vermarktung durch einen Influencer nur insofern einen Effekt, als dass dieser Marke die am stärksten wahrgenommenen Charakteristika des Influencers zugeschrieben werden. Demnach sollten die Aktivitäten des Influencers mit den Produkten der jeweiligen Marke vereinbar sein, um ein entsprechendes Wahrnehmungsbild in den Köpfen der Menschen zu (ver-)festigen.

Daten & Fakten zum Influencer Marketing von der American Marketing Association und dem Influencer Marketing Hub

  • 84% der Unternehmen, die Influencer Marketing betreiben, messen die Wirkung und somit den Erfolg der Produkt- oder Markenvermarktung durch den Influencer mithilfe der Engagement Rate (Erfassung von Likes, Shares und Comments, um Interaktion der Nutzer mit dem Influencer vor dem Hintergrund der Produktvermarktung nachzuvollziehen)
  • Für jeden Dollar, den die Unternehmen in Influencer Marketing investieren, erhalten sie im Durchschnitt $7.65 an Earned Media Value (Wert, der für das Unternehmen durch eine Werbeform erzielt und von den Nutzern der Medien über Transaktionen generiert wird. Dieser errechnet sich losgelöst von der offiziellen Kommunikation, wie z.B. via Influencer Marketing)
  • 2/3 der Marketingfachmänner von verschiedenen Unternehmen sagen, dass sie ihre Investition in Influencer Marketing in den nächsten 12 Monaten (Stand Anfang 2018) steigern werden
  • In 2015 gab es 3.6 Millionen gesponsorte Influencer Posts; Ende 2018 waren es bereits 24.2 Millionen Influencer Posts
  • 84% der Marketingexperten sagen, dass Influencer Marketing gewinnbringend für das Unternehmen ist
  • 55% sagen zudem, dass Influencer Marketing „bessere“ Kunden im Sinne von potenziell loyaleren und langfristig überzeugten Konsumenten bringt
  • In 2016 eröffneten 335 neue Influencer Marketing Plattformen und Agenturen; in 2017 öffneten 420 neue solcher Agenturen und Plattformen

Studie über die Glaubwürdigkeit von Influencern

Den meisten Social Media Nutzern sollte mittlerweile geläufig sein, dass Influencer mit Werbung Geld verdienen. Trotzdem genießen diese eine erstaunlich hohe Glaubwürdigkeit. Vor allem im Vergleich zu anderen Werbekanälen.

Grafik Influry Influencer Marketing

Studie Influry Influencer Marketing 2017. Welche Quellen sind für Internetnutzer, die Produktinfos suchen, besonders glaubwürdig, © Influry 2017

Laut einer Studie von Influry Influencer Marketing 2017 vertrauen Menschen am meisten den Produktempfehlungen von Freunden und Bekannten (63%), als zweitglaubwürdigste Quellen werden Kundenbewertungen auf Produktseiten eingeschätzt (48%), gefolgt von Produktempfehlungen von Influencern (29%). Damit wird Influencer Marketing als deutlich glaubwürdiger eingeschätzt, als Anzeigen in Zeitschriften (12%) oder Spots im TV (7%).

Wichtig beim Influencer Marketing ist allerdings, dass das angeworbene Produkt zu dem Influencer und seinen Themen passt. Ist dies nicht der Fall – so haben verschiedene Untersuchungen ergeben – verliert dieser an Glaubwürdigkeit.

5. Themenfelder und Plattformen im Influencer Marketing

Influencer Marketing findet in vielen verschiedenen Themenbereichen statt. Es gibt einige große Gebiete, jedoch können auch Nischenbranchen interessant sein, da dort die Gefahr von Mitläufern und inaktiven Fans geringer ist. In folgenden Bereichen gibt es eine Vielzahl von Influencern:

  • Mode
  • Gaming
  • Ernährung
  • Beauty
  • Spaß
  • Musik
  • Fitness
  • Fußball

Die meistgenutzten Plattformen sind Instagram, Facebook und YouTube. Doch auch Twitter, Snapchat, Pinterest und eigene Blogs können Fans auf sich ziehen. Fast jeder Influencer nutzt mehrere Kanäle, um insgesamt mehr Reichweite zu erzielen.

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten und den Einsatz von Influencern erfahren? In unserem Social Media Seminar finden Sie den notwendigen Input!

Social Media Seminar
Mi, 08.01.2020
Köln
Mo, 27.04.2020
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Do, 05.11.2020
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Legende:
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Nur noch wenige Plätze frei!
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6. Influencer Marketing: Einteilung der Influencer nach Anzahl an Followern

Die Unterscheidung der Influencer anhand ihrer Reichweite ist vor allem für Influencer-Kampagnen (das heißt, sowohl für Influencer Relations als auch für Influencer Marketing) wichtig. Je nachdem, welche relevante Zielgruppe angesprochen werden soll, ist es nötig, die passenden Influencer auszusuchen. Nur dann kann eine Influencer-Marketing-Kampagne erfolgversprechend werden. Die Influencer lassen sich daher aufgrund ihrer Follower-Zahl in Gruppen unterteilen. Jede dieser Gruppen hat zudem einen unterschiedlichen „digitalen Einfluss“. Die Unterteilung sieht wie folgt aus:

Nano-Influencer:

Alle Influencer mit einer Follower-Zahl von 50 bis 10.000 gehören zu den Nano-Influencern. Ihnen wird von einer relativ kleinen sozialen Gruppe eine bedeutende Erfahrung in Bezug auf spezielle Themen zugeschrieben. Obwohl die Nano-Influencer eine eher geringe Reichweite besitzen, können sie einen hohen Einfluss auf ihre Follower haben. Die Glaubwürdigkeit der Nano-Influencer ist besonders hoch, da sie zum Teil viele ihrer Follower noch persönlich kennen. Für Unternehmen sind Nano-Influencer daher ziemlich interessant. Gerade in Bezug auf die Bezahlbarkeit, sind diese Influencer bedeutend rentabler, denn sie sind deutlich günstiger für Unternehmen, als Macro- oder Mega-Influencer. Auch die Interaktionsrate, die Posts von Nano-Influencern mit sich ziehen, ist meist größer, als die der Influencer mit höherer Follower-Zahl. Mit Hilfe dieser kleinen, aber feinen Influencer-Gruppe wird zwar ein vergleichsweise geringes, dafür allerdings besonders interessiertes Publikum angesprochen.

Micro-Influencer:

Micro-Influencer besitzen eine Follower-Zahl von 10.001 bis 25.000. Auch sie haben eine relativ große Nähe zu und dementsprechende Glaubwürdigkeit bei ihren Followern. Sie sind meist Experten auf ihrem Gebiet und verbreiten somit eine gewisse Authentizität. Die Interaktionsrate ist auch bei den Mirco-Influencern relativ groß. Sie beeinflussen, wie die Nano-Influencer, nicht global, sondern regional. Für Unternehmen ist es somit schwer, eine riesige Reichweite zu erreichen, wie es mit den Mega-Influencern möglich wäre. Doch ein sinnvoller Einsatz von Micro-Influencern kann Unternehmen helfen, den ROI zu steigern.

Mid-Level-Influencer:

Unter Mid-Level werden all jene Influencer verstanden, die eine Follower-Zahl von 25.001 bis 100.000 haben. Diese Kategorie von Influencern hat eine noch größere Reichweite und ist meist auf mehreren Social-Media-Kanälen bekannt. Mid-Level Influencer sind so gut wie immer Fachmänner in den Branchen, mit den Sie sich beschäftigen. Viele Unternehmen wie L`Oreal oder Daniel Wellington arbeiten mit solchen Influencern zusammen und nutzen diese als Werbeträger für ihre neuesten Produkte. Aufgrund des recht hohen Bekanntheitsgrades und der Reichweite in Sozialen Medien ist diese Methode sehr effizient.

Macro-Influencer:

Bei einem Influencer mit über 100.000 Followern redet man von sogenannten „Macro-Influencern“. Diese sind meist Länder- und auch Kontinent-übergreifend bekannt. Influencer aus diesem Bereich posten häufig mehrere Beiträge wöchentlich. Das Vertrauen der Zuhörer ist hoch und das spiegelt sich auch in den Likes und Kommentaren wider. Macro-Influencer beschäftigen sich im Gegensatz zu Micro-Influencern, die sich nur auf bestimmte kleinere Themen beziehen, mit breiten Themenfeldern wie Mode, Musik, Kosmetik oder ähnlichem. Neben der großen Reichweite ist für Unternehmen bei Macro-Influencern die hohe Professionalität von Vorteil.

Mega-Influencer:

Die Spitze des Eisbergs bilden die Mega-Influencer mit über 1 Millionen Followern. Diese begegnen uns täglich im Internet, in Zeitungen, auf Plakaten und jeglichen anderen Werbearten. Meist besitzen diese Mega-Influencer schon einen Prominenten- oder VIP-Status und sind weltweit bekannt. In den häufigsten Fällen sind es Sportler, wie ein Thomas Müller, oder Youtuber, wie zum Beispiel Bianca Heinicke mit ihrem Kanal „BibisBeautyPalace“, welche in ihren Gebieten Profis sind. Mega-Influencer posten fast täglich etwas auf Ihrem Account und machen dabei oft Werbung, die dadurch natürlich von einem großen Publikum gesehen wird. Wenn Sie mit einem Mega-Influencer eine Kooperation beabsichtigen, planen Sie ein großes Budget mit ein.

Influencer Marketing

7. Vergütungen und Werbeformen beim Influencer Marketing

Der Verdienst eines Influencers je Post hängt im Wesentlich von zwei verschiedenen Faktoren ab: der Reichweite sowie der Zielgruppe des jeweiligen Influencers. So lässt sich sagen, dass je höher die Reichweite ist, desto mehr verdient ein Influencer an einem Post. Lässt sich der Großteil der Follower dabei der Zielgruppe des Unternehmens zuordnen, hat dies ebenfalls einen begünstigenden Effekt auf die Bezahlung des Influencers. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Authentizität sowie Kompetenz des Influencers und seines/ ihres Posts. Schließlich sollen diese mithilfe des Influencer Marketings nicht wie eine vom Unternehmen gesteuerte Werbung wirken, sondern eher wie eine persönliche Empfehlung bzw. eine Darstellung der eigenen Vorlieben sowie Überzeugen des Influencers. Gelingt dies, schlägt sich das Posting in einer entsprechenden Bezahlung nieder. Die folgende Darstellung zeigt, wie hoch die Bezahlung eines Influencers, bei gegebenen Bedingungen, je Anzahl der Follower ausfallen kann.

Quelle: thoughtcatalog

Es gibt nicht nur eine Methode, wie Influencer ihr Geld verdienen. Folgende Möglichkeiten bieten sich einem Influencer bzw. einem Unternehmen an:

  • Produktvorstellungen
  • Produktempfehlungen
  • Unboxing
  • Hashtag-Setzung
  • Produkte (Kleidung) "tragen"
  • Direktvertrieb (Affiliate Marketing)

8. Rechtlicher Rahmen

Generell gilt, dass eine kommerzielle Kommunikation stets als solche gekennzeichnet werden muss, um keine rechtswidrige Schleichwerbung darzustellen. Indizien für Schleichwerbung können beispielsweise sein, dass der Influencer Kaufempfehlungen ausspricht oder das Produkt ausschließlich positiv bewirbt. Wurde tatsächlich eine Schleichwerbung veröffentlicht, so drohen hohe Geldstrafen bis zu mehreren Tausend Euro und Abmahnungen. Um eine Vertragsstrafe zu verhindern, empfiehlt es sich als werbendes Unternehmen eine Kennzeichnungspflicht mit den jeweiligen Influencern vertraglich abzuregeln.

Die Werbekennzeichnung wird dann notwendig, wenn ein bestimmter Beitrag von Dritten wirtschaftlich motiviert wurde und dementsprechend keine Neutralität gegeben ist. Außerdem muss Content dann als Werbung gekennzeichnet werden, wenn eine Einflussnahme vorliegt oder ein Produkt zu kommerziellen Zwecken in den Fokus gerückt wird. Auch der Geldwert eines gestellten Produktes ist entscheidend. So muss ein Content, der ein gestelltes Produkt mit einem Wert von über Eintausend Euro beinhaltet, als Werbung gekennzeichnet werden.

9. Die erfolgreichsten Influencer in Deutschland (Stand: 12.06.2019)

Modeblogger: Pia Wurtzbach (Instagram: 8.569.067)

Pia Wurtzbach

Gaming: Gronkh (YouTube: 4.861.044)

Beauty: Bibis Beauty Palace (Instagram: 6.561.001)

bibisbeautypalace

Spaß: Lisa and Lena (Instagram: 14.706.748)

Lisa und Lena

Musik: Kontor.TV (YouTube: 5.089.333)

Fitness: Pamela Reif (Instagram: 4.247.008)

Pamela Reif

Fußball: Toni Kroos (Instagram: 20.948.015)

Sonstiges: Faktastisch (Instagram: 7.114.511)

10. Case: Influencer-Marketing-Kampagne "Kwitt"

Wie erfolgreich Influencer-Marketing-Kampagnen sein können, zeigt ein Projekt der Volksbanken Raiffeisenbanken in Zusammenarbeit mit geno kom, Kontor Digital Media, Heimat und Lucky Shareman. Bei der im Jahr 2018 durchgeführten Kampagne war das vorrangige Ziel die Steigerung der Bekanntheit der Smartphone-Bezahllösung „Kwitt“. Zudem sollten die Kunden durch gezielte Maßnahmen dazu bewegt werden, Kwitt aktiv selbst zu nutzen. Für die Kampagne wurden Micro-, Mid-, Macro- und Mega-Influencer ausgewählt, die Reichweiten von bis zu 2,5 Millionen Followern besitzen. Die Maßnahmen der Influencer sahen wie folgt aus: Zuerst erklärten die Influencer auf ihrem Kanal die Kwitt-Funktionen und kündigten eine Challenge an. Um die Follower zu kleinen Geldspenden per Kwitt zu aktivieren, durfte die Community den Influencern Herausforderungen stellen. Umso höher die Spende ausfiel, desto schwieriger die Challenge. Die Challenges kamen bei der Community gut an, denn die Influencer wagten sich an die großen Herausforderungen und bewiesen dabei Mut und Humor (siehe z.B. rewinstagram, kobexmone oder auch 2Bough). Die Spenden gingen dafür zur Gänze an eine von insgesamt 80 Stiftungen und Organisationen, wie beispielsweise an die Kindernothilfe.

Insgesamt erreichten auf Instagram 110 Beiträge der Influencer über 11,2 Millionen Kontakte und um die 523.000 Interaktionen. Mit insgesamt 207 Instagram-Stories wurden sogar 27,4 Millionen Follower erreicht. Auf YouTube generierten die insgesamt 39 hochgeladenen Videos rund 22 Millionen Views und 289.000 Interaktionen. Durch die Emotionalität der Kampagne ergab sich ein positiver Effekt auf die Markenwahrnehmung des Dienstleistungsangebots „Kwitt“. Die gesamte Kampagne wurde somit zu einem viralen Hit. Tageszeitungen und Radiosender wurden auf die Influencer-Marketing-Kampagne mit dem Hashtag #daskannstdukwitten aufmerksam und trugen zu dem weitreichenden Erfolg maßgeblich bei. Aufgrund dieses Erfolgs konnte nach der Kampagne ein Anstieg der Neuregistrierungen für Kwitt im Vergleich zum Vorquartal von 21% registriert werden. Sechsmal so viele Nutzer ordneten nach der Kampagne die Kwitt-Funktionen den Volksbanken und Raiffeisenbanken zu.

11. Sechs Tipps für erfolgreiches Influencer Marketing

Tipp #1 für Ihr Influencer Marketing: Nicht übereilt ins Influencer Marketing starten

Unternehmen, die Influencer Marketing "einfach drauf los" betreiben, gehen ein großes Risiko ein. Unüberlegte Maßnahmen führen schnell zu einem Misserfolg und oft geht damit auch der Spott der Community einher.

Tipp #2 für Ihr Influencer Marketing: Eine Strategie ausarbeiten

Überlegen Sie genau, welche Influencer zu Ihrem Unternehmen und Ihren Marketingkampagnen passen. Wichtig ist auch zu prüfen, welche Themen die Influencer bedienen und welche Zielgruppe sie ansprechen.

Tipp #3 für Ihr Influencer Marketing: Den Effekt des Influencer Marketing abwägen

Prominente YouTuber und Blogger sind als Influencer begehrt, da sie viel Reichweite mitbringen und großen Einfluss auf das Markenbewusstsein ihrer Community haben. Der erzielte Effekt ist aber meist nur von kurzer Dauer. Überlegen Sie daher im Vorfeld, wie Sie das Meiste aus der Influencer Kampagne herausholen und die Effekte gezielt für nachfolgende Marketingmaßnahmen nutzen können.

Tipp #4 für Ihr Influencer Marketing: Micro-Influencer identifizieren

Einen nachhaltigeren Effekt kann die Zusammenarbeit mit Mikro-Influencern bringen. Diese haben im Vergleich zu den Stars zwar eine kleine, dafür aber klar umrissene Community, die sich oft intensiv mit den Beiträgen der Influencer auseinandersetzt. Die Chance, sie langfristig zu Kunden zu machen, ist dadurch größer.

Tipp #5 für Ihr Influencer Marketing: Influencer und Content Marketing verknüpfen

Influencer sollten fest in die Content Strategie Ihres Unternehmens integriert werden. Setzen Sie Influencer mittelfristig auf verschiedenen Kanälen ein, damit sie als Gesicht und Stimme Ihres Unternehmens wahrgenommen werden.

Tipp #6 für Ihr Influencer Marketing: Keine Schleichwerbung machen

Die Sorge, die Kennzeichnung gesponserter Beiträge könnte deren Wirkung verringern, ist unbegründet. Im Gegenteil: Ungekennzeichnete Influencer Beiträge kommen bei der Community nicht gut an. Schleichwerbung ist also nicht erfolgsversprechend.

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Digital Signage – Innovative Kundenerlebnisse schaffen

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In Zeiten des Information Overload ist der Konsument ständigen Reizüberflutungen ausgesetzt. Aus diesem Grund müssen Unternehmen durch externe Kommunikation auffallen und das Interesse der Konsumenten wecken. Die Digital Signage Methodik ist in diesem Rahmen besonders erfolgsversprechend. Doch was genau wird unter dem Begriff Digital Signage verstanden? Und wie wird Digital Signage am besten eingesetzt?

 

1. Digital Signage - Erklärung

Digital Signage – im Deutschen digitale Beschilderung – umfasst die Digitalisierung klassischer Werbemittel. Ein entscheidendes Merkmal digitaler Beschilderungen ist die Möglichkeit, individuelle Botschaften und Werbeinhalte über die digitalen Displays darzustellen. Sie werden im Marketing für Werbeinhalte oder zur Verkaufsförderung im stationären Handel eingesetzt. Zudem können die digitalen Displays zur Informationsvermittlung oder zur Unterhaltung dienen. Klassischerweise werden Digital Signage Lösungen an Flughäfen und Bahnhöfen eingesetzt, um Passagiere zeitpunktrelevant mit Fahr- und Flugplaninformationen zu informieren. Zur Überbrückung von Wartezeiten können auch unterhaltsame Inhalte abgespielt werden, denn dadurch können Wartezeiten mit der bewussten Wahrnehmung verkürzt werden. Infotainment und Digital Signage Lösungen können also auch an U-Bahnhöfen oder an der Kasse im Supermarkt nützlich sein. Werbebotschaften, die auf digitalen Displays zum richtigen Zeitpunkt am Point of Sale angezeigt werden, können das Konsumentenverhalten beeinflussen und einen erhöhten Verkauf erzielen.

Bei Digital Signage wird zwischen dem Innen- und Außenbereich, sowie zwischen kommerziellen und nicht-kommerziellen Lösungen unterschieden. Bei der kommerziellen Form steht die Vermarktung eines Produktes oder einer Dienstleistung im Vordergrund. Weiterhin ist die Kommunikationsform eine Eigenschaft von Digital Signage. Man unterscheidet zwischen dem Eye-Catcher, dem Informationsmedium und dem Dialogmedium. Um die Aufmerksamkeit der Kunden zu gewinnen, werden Eye-Catcher eingesetzt. Eye-Catcher im Rahmen von Digital Signage sollen möglichst viele Personen ansprechen, sodass ein Produkt möglichst häufig wahrgenommen wird und so die Produktbekanntheit steigt. Da es am Point of Sale vor allem um die Kenntnis eines Produktes geht, werden Eye-Catcher dort vermehrt eingesetzt. Bei den Informationsmedien werden vor allem kleine Personengruppen angesprochen, indem Emotionen transportiert und Sympathien geweckt werden. Dieses Medium wird vor allem im Abverkauf und in öffentlichen Bereichen zur Informationsvermittlung eingesetzt. Die dritte Kommunikationsform, Dialogmedien, ist eine Interaktion zwischen dem Medium und dem Rezipienten. Diese Kommunikationsform wird im folgenden Kapitel detaillierter erläutert.

2. Interaktivität bei Digital Signage

Beim interaktiven Digital Signage geht es um die Einbindung der Nutzer. Die Kunden sollen auf die Inhalte reagieren können und so Teil des Digital Signage werden. Dadurch bleibt der Inhalt bzw. der Prozess im Gedächtnis der Nutzer. Häufig werden Touch-Displays angewendet, um die Interaktion einzubinden. Dabei können Kunden über die berührungsempfindliche Oberfläche Einfluss auf die dargestellten Inhalte nehmen. Digital Signage mit Touch-Display werden bereits häufig in Hotels oder Banken eingesetzt. In Hotels dienen sie zum Beispiel der Informationsvermittlung, wobei der Nutzer mithilfe des Touch-Displays die benötigten Informationen abrufen kann. Neben den Touch-Displays kann auch das Smartphone als Interaktionsmedium dienen. Mithilfe des Smartphones können Nutzer an weitere Informationen gelangen, oder die Inhalte auf einem Präsentationsgerät sogar steuern. Zur methodischen Vorgehensweise werden QR-Codes, iBeacons (eine Art kleiner Netzwerksender, mit dem Smartphones identifiziert und verfolgt werden können) und NFC (eine drahtlose Nahbereichstechnologie, die eine einfache und sichere Kommunikation zwischen elektronischen Geräten ermöglicht) verwendet, damit Nutzer beim Digital Signage reagieren und interagieren können. Mithilfe des QR-Codes können dem Rezipienten weitere, bestimmte Inhalte schnell präsentiert werden. Der QR-Code kann auf Internetadressen führen, sodass der Interessent zum Beispiel direkt auf die Online Webseite des Unternehmens gelangt. Durch die Kombination von iBeacons oder NFC mit Digital Signage Lösungen können Daten von Smartphone Nutzern übertragen werden. Somit können dem Rezipienten individuell angepasste Botschaften übermittelt werden. Dabei nehmen Informationen zu Kauf- und Suchhistorien oder die Besuchsfrequenz im Geschäft Einfluss.

Interaktive Digital Signage Lösungen, also Dialogmedien, zielen darauf ab, das Interesse der Nutzer am Produkt zu wecken, Orientierungshilfe zu geben oder Daten der Nutzer aufzunehmen. Interaktive Digital Signage werden oft auf Messen, Flughäfen oder in Einkaufszentren eingesetzt, und dienen dort der Orientierungshilfe.

3. Erfolgversprechendes Digital Signage

Die Anwendung von Digital Signage Technologien ist ein entscheidender Schritt, um Kundenerlebnisse innovativ zu gestalten und eine erfolgreiche Kundenkommunikation aufzubauen. Jedoch müssen einige Aspekte beachtet werden, damit das maximale Erfolgspotential mit Digital Signage ausgeschöpft wird und Enttäuschungen vermieden werden können. Zudem zeigen die Vorteile dieser Methodik warum sich der Aufwand lohnt, Digital Signage überhaupt zu implementieren. 

3.1 Tipps für die Anwendung

Für erfolgreiches Digital Signage sollen die folgenden Schritte bei der Implementierung und der Durchführung einer Kampagne über digitale Beschilderung unterstützen. Zunächst sollten drei allgemeine Aspekte beachtet werden: die Platzierung, das Branding und die Botschaft. Eine optimale Platzierung des Digital Signage führt zu einer Gewinnmaximierung. Dabei ist die Art der Nutzung der digitalen Beschilderung zu beachten. Denn bei der Implementierung von Sensoren oder QR-Codes ist eine andere Platzierung erfolgreicher, als bei einer nicht interaktiven digitalen Beschilderung. Digital Signage Maßnahmen sollten das Markenimage stärken. Dazu ist es wichtig, die eigene Marke zu kennen, um entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Im Rahmen des Branding ist die Botschaft der Digital Signage Maßnahme wichtig. Die besten Inhalte wecken nicht nur das Interesse des Publikums, sondern bringen es zudem zum Handeln. Die folgenden Schritte zeigen konkret, welche Fragen zur Erstellung, Umsetzung und Untersuchung der bereits genannten Aspekte – die richtige Platzierung, das geeignete Branding und die passende Botschaft – beachtet werden sollen:

Ziele definieren: Was ist das Ziel der Digital Signage Maßnahme? Was soll  erreicht werden? Wieso soll dieses Ziel erreicht werden?

Zielgruppe kennen: Wer ist meine Zielgruppe? Was sind die demographischen, psychographischen und kaufverhaltensbezogenen Merkmale der Zielgruppe? Was sind die Bedürfnisse der Zielgruppe? Welche Erwartungen hat meine Zielgruppe an das Unternehmen / die Marke?

Inhalt bestimmen: Was ist die zentrale Botschaft? Wie kann diese kreativ, zielgruppengerecht und markenorientiert gestaltet werden? Welche Kommunikationsform soll dazu verwendet werden (Dialogorientiert oder Interaktiv)?

Call-to-action: Zu welcher Handlung soll das Publikum aufgefordert werden (z.B.  „Folge uns auf Facebook“)?  Welche Handlungsaufforderung passt zur Botschaft?

Standorte wählen: Welche Kommunikationsform soll das Digital Signage bieten? Soll die digitale Beschilderung das Interesse wecken? Soll das Publikum reagieren und interagieren? Wo halten sich die Kunden am längsten auf? Welcher Standort ist zur Zielerreichung am sinnvollsten?

Feedback annehmen: Haben Kollegen Verbesserungsvorschläge? Können andere Wege die Botschaft effektiver vermarkten? Was sind die Rückmeldungen des Publikums? Werden die Handlungsaufforderungen umgesetzt?

Erfolg messen: Welche Methoden können zur Messung des zu Beginn festgelegten Ziels verwendet werden? Wie können alle drei KPI-Dimensionen Reichweite, Interaktion und Transaktion – gemessen werden?

3.2 Vorteile zur Verwendung von Digital Signage

Neben Digital Signage Lösungen gibt es zahlreiche andere Methoden, um Werbebotschaften zu vermitteln. Im Folgenden werden jedoch aussagekräftige Gründe aufgeführt, die für die Verwendung von digitaler Beschilderung sprechen.

Anpassung in Echtzeit

Die digitale Übertragung ermöglicht einen schnellen Wechsel des Inhalts und damit auch die Anpassung an aktuelle Ereignisse. Mit Digital Signage können also Reaktionen oder Botschaften an aktuelle Informationen angepasst und geschaltet werden.

Zielgruppenorientierte Kundenansprache

Mit der Option, die Kunden zielgruppengerecht anzusprechen, können unterschiedliche Kundenwünsche erfüllt werden. Zudem präsentieren sich Unternehmen, die Digital Signage nutzen, modern und kundenfreundlich. Digital Signage schafft außerdem eine angenehme Atmosphäre.

Neukundengewinnung

Durch eine kundengerechte Erklärung komplizierter Geräte oder Dienstleistungen werden neue Kunden angelockt. Diesbezüglich schafft auch die Kombination aus Informationsvermittlung und Werbung bzw. Unterhaltung eine hohe Akzeptanz beim Kunden.

Günstige Methode

Digital Signage ist, abgesehen von relativ hohen Anschaffungskosten, im Gegensatz zu anderen Marketingmaßnahmen, günstig. Trotz hoher Zielgruppengenauigkeit werden vergleichsweise geringe Kosten verursacht. Zudem fallen keine Druckkosten an und Digital Signage bietet mehr Werbefläche.

Nutzung der Schaufensterflächen

Mit Anwendung von Digital Signage bietet sich zum Beispiel die Möglichkeit, Schaufenster-flächen auch außerhalb der Öffnungszeiten zu nutzen.

 

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4. Digital Signage Trends 2019

Das klassische Digital Signage ist mittlerweile eine oft eingesetzte und weit verbreitete Marketingmaßnahme. Doch nun wird das klassische bzw. auch das interaktive Digital Signage immer stärker mit innovativen Technologien kombiniert, sodass sich auch für die digitale Beschilderung immer wieder neue Nutzungs- und Einsatzmöglichkeiten ergeben. So gibt es nun „intelligente“ Digital Signage – sie werden mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet. Im Folgenden werden vier Trends für 2019 beleuchtet, die neben der innovativen Technik auch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei Digital Signage zeigen.

4.1 Touchscreens

Digital Signage, die mit Multitouch-Technologie ausgestattet sind, ermöglichen eine professionelle Kundenkommunikation. Durch bekannte Gesten können interaktive Anwendungen bedient werden. Der Trend zeigt im nächsten Schritt interaktive Self-Service Lösungen. Diese können zur Produktpräsentation oder zur Kundenberatung am Point of Sale umgesetzt werden. Virtuelle Regale können das Sortiment vor Ort erweitern, und es zudem auch außerhalb der Öffnungszeiten, als interaktive Schaufenster, verfügbar machen.

4.2 Deep Analytics

Vor allem bei der Außenwerbung mit Digital Signage ist die Erfolgsmessung schwierig. Dabei soll zumeist ein grober Schätzwert die Wahrnehmung der Werbung beim Publikum darstellen. Mit dem Einsatz von innovativer Technologie ist es nun jedoch möglich, genau zu messen, wie viele Personen ihre Aufmerksamkeit auf die Werbung der digitalen Beschilderung lenken. Näherungs-Sensoren, wie zum Beispiel Kameras mit Gesichtserkennung, ermöglichen eine detaillierte Erfolgsmessung. Mithilfe dieser Methodik kann genau gemessen werden, ob eine Person sich in Reichweite befindet und ob sie auf das Zielmedium schaut. Zudem kann anhand der Mimik das Geschlecht, das Alter und die Stimmung der Person mithilfe von Algorithmen gemessen werden.

Zusätzlich zur Reichweiten-Messung können bei interaktivem Digital Signage, genauer bei Digital Signage mit Touchdisplay, die Berührungen der Personen gemessen werden. Dadurch lässt sich genau messen, welche Inhalte wie lange angesehen wurden. Durch die Kombination aus der Technologie des Touchdisplays und der Gesichtserkennung kann außerdem gemessen werden, wie viele Personen auf welche Inhalte reagieren. Somit lässt sich basierend auf konkreten Messungen eine zielgerichtete Kampagne erstellen, die dauerhaft optimiert werden kann.

4.3 Produkterkennung

Ein weiterer Trend für 2019 ist die interaktive Produkterkennung im stationären Handel durch Digital Signage. Dabei kann der Kunde selbst ein beliebiges Produkt scannen. Ihm werden dann die Produktinformationen auf dem Display angezeigt. Das Display kann damit die genaue Position des Produktes direkt auf dem Bildschirm angeben und der Kunde kann durch ein Touchdisplay weiter mit dem Digital Signage interagieren und sich relevante Informationen anzeigen lassen. Verschiedene Technologien, wie zum Beispiel QR-Codes oder RFID-Chips, können zur Erkennung des Produktes angewendet werden.

5. Praxisbeispiele

Die folgenden drei Unternehmensbeispiele stellen die erfolgreiche Anwendung von Digital Signage im B2C Kontext dar.

5.1 Sephora

Die Kosmetikkette Sephora zeigt, wie man Digital Signage in Kombination mit innovativer Technologie im Innenbereich effektiv anwendet. Mithilfe eines virtuellen Simulators können Kunden die Kosmetik digital testen. Die Kunden können zum Beispiel eine Lidschattenfarbe auf dem Touchscreen auswählen und sehen dann die Farbe auf den Augenlidern im Display. Das Display fungiert somit als Spiegel. Das Bild bewegt sich perfekt mit den Bewegungen des Kunden und passt sich dem Licht an. Dadurch erhöht sich die Kundenzufriedenheit und die Wahrscheinlichkeit von Produktrückgaben verringert sich.

5.2 British Airways

Mit der Verwendung von Digital Signage schaltete British Airways eine erfolgreiche Kampagne: Die digitale Beschilderung wurde mit den Fluginformationen des Unternehmens verknüpft, sodass das abgebildete Kind zu den Flugzeugen hoch zeigte, als sie vorbeiflogen. Zudem zeigte das Digital Signage die Flugnummer und die Destination des Fluges an. Diese Maßnahme verdeutlicht die perfekte Kombination von Unterhaltung (Entertainment) und Informationsvermittlung – Infotainment.

5.3 Hjärtat

Auch die schwedische Apotheke Hjärtat erstellte ein Digital Signage im Außenbereich. Die digitale Beschilderung wurde mit einem eingebauten Rauchmelder in Einkaufsstraßen aufgestellt. Bei vorbeilaufenden Rauchern löste der Rauchmelder das Husten der auf der Werbetafel abgebildeten Person aus. Danach wurden einige Produkte, die helfen sollen mit dem Rauchen aufzuhören, auf der Werbetafel dargestellt.

6. Empfehlung zur Nutzung von Digital Signage

Die optimale Nutzung von Digital Signage gelingt durch das nahtlose Einfügen der Digital Signage Methodik in die Content- und Marketingstrategie. Dabei soll für den Einsatz von Digital Signage keine neue Strategie erstellt werden, sondern der Erweiterung dieser Strategie dienen. Aufgrund vermehrter Touchpoints mit dem Kunden ermöglicht die Digital Signage Lösung innovative Kundenkommunikation und -erlebnisse. Hierzu tragen vor allem technologische Innovationen bei. Der Einsatz von interaktiven Digital Signage Lösungen ist eine Art, Kundenerlebnisse zu schaffen und Kunden letztendlich zu binden. Zudem bietet die Kombination aus KI-Technologie und Digital Signage vielfältige Möglichkeiten zur Schaffung von unvergesslichen Kundenerlebnissen.

Zusammenfassend lassen sich mit der Nutzung von Digital Signage mehr Kunden gewinnen, indem ein effektives und unterhaltsames Medium bereitgestellt wird. Außerdem begeistert Digital Signage das Publikum, indem es relevante und aktuelle Informationen sendet, die Zeit sparen und Fehler minimieren. Aus diesem Grund gilt Digital Signage, gerade in Zeiten der ständigen Reizüberflutung der Konsumenten, als zielführende Lösung.

Digitalisierung goes Bürokratie – die perfekte Behördenwebseite

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Ämter und Behörden verschlafen die Digitalisierung. Ein Vorwurf, der sehr häufig erhoben wird. Die öffentliche Verwaltung gilt nach wie vor vielen als einfach zu umständlich und sperrig. Bevor Verfahren beschieden werden, vergehen Wochen. Selbst das Einreichen von Dokumenten kann zur Geduldsprobe werden.

Dabei unternimmt die Verwaltung durchaus Anstrengungen, ihr staubiges Image loszuwerden. Zu den Herausforderungen gehört der Umgang mit vielen sensiblen Daten. Und diese will niemand – aufgrund einer überstürzten Digitalisierungsoffensive – im Netz finden. Auf der anderen Seite geht es darum, Schnittstellen zu schaffen. Denn jedes Formular, das von Bürgern digital eingereicht wird, muss zum richtigen Sachbearbeiter. Und dieser hat es wiederum in einen Bescheid „zu gießen“, der rechtskräftig verschickt werden kann. Rahmenbedingungen, welche die Herausforderungen verdeutlichen, denen sich die öffentliche Verwaltung gegenübersieht. Wie sehen Lösungen aus, die praxistauglich sind – und auch der Usability gerecht werden?

Behördenwebseite
Quelle: fotolia.com; REDPIXEL

Technische Aspekte Digitaler Behörden

Um Behörden fit für die Digitalisierung zu machen, braucht es eines – gut erreichbare Webseiten, welche Bürger ohne Barrieren bedienen können. Und jede Webseite muss durch Behördenmitarbeiter einfach zu warten sein. Auf der anderen Seite stehen die öffentlichen Institutionen bei der Beachtung von Rahmenbedingungen zum Datenschutz und zur Datensicherheit im Fokus.

Für die technische Umsetzung sind diese Anforderungen eine echte Herausforderung. Allein schon bei der Erreichbarkeit ist eine gemeinsame Schnittmenge zwischen allen Nutzergruppen zu finden:

  • Digital Natives
  • Gelegenheitsnutzern
  • Einsteigern

Wer sich täglich im Netz bewegt, wird Infos und die betreffenden Seiten von Behörden schnell finden. Best-Ager, die bisher einen Bogen darum gemacht haben, werden sehr viel mehr Mühe damit haben.

Schnelle Ladezeiten und eine gute technische Skalierbarkeit sind unumgänglich

Technisch muss eine Webseite außerdem eine gewisse Skalierbarkeit mitbringen. Einfaches Beispiel: Steuererklärungen werden heute elektronisch eingereicht. Besonders Ende Juli, wenn die Abgabefrist für die Einkommenssteuererklärung naht, steigen die Zugriffszahlen. Seitens der Webseite von Finanzämtern und der elektronischen Dienstleistungen muss die gesamte Infrastruktur so aufgebaut sein, dass dieser Anstieg der Zugriffe reibungslos aufgefangen werden kann. Deshalb ist in diesem Zusammenhang auch immer von Hochverfügbarkeit die Rede, die in diesem Glossar zusammen mit anderen wichtigen begriffen der digitalen Verwaltung näher erklärt wird.

Der reibungslose Betrieb einer Behördenwebseite ist nicht nur aufgrund der Bedeutung vieler Sachverhalte wichtig. Alles, was Bürgern über Bescheide mitgeteilt wird, ist an Fristen gebunden. Funktioniert eine Webseite nicht richtig, sondern nur mit Verbindungsabbrüchen, stellt dies ein echtes Problem dar – etwa, wenn es um die Wahrung der Fristen geht. Und noch ein Problem taucht bei der technischen Realisierung auf: Ladezeiten. Dauert es gefühlt eine Ewigkeit, bis sich Webseiten aufbauen oder der Bürger einen elektronischen Service nutzen kann, wird das Ganze schnell zu einem frustrierenden Erlebnis.

Benutzerfreundlichkeit: Klar, verständlich & einfach zu bedienen

Usability – sprich die Nutzerfreundlichkeit – ist einer der wesentlichen Aspekte für den Bürger, sich mit der Digitalisierung von Behörden auseinanderzusetzen. Schließlich wird das Ziel verfolgt, Verwaltung einfacher zugänglich zu machen und Abläufe zu vereinfachen. Funktionieren kann so etwas aber nur, wenn die Webseite bzw. der Bürgerservice:

  • leicht erreichbar ist
  • klar strukturiert wird
  • zugänglich ist.

Was heißt dies für die Praxis? Die Erreichbarkeit setzt voraus, dass Bürger als Nutzer nicht lange nach dem digitalen Serviceportfolio suchen müssen. Beispiel Anmeldung nach einem Umzug: Ist das Formular erst nach fünf oder sechs Mausklicks zu finden, hat die Hälfte der Nutzer meist schon aufgegeben.

Usability heißt aber auch, dass die Bedienung intuitiv erfolgt – ohne Verwirrung zu stiften. Wichtige Elemente müssen gut auffindbar und klar gekennzeichnet sein. Andernfalls wird die Digitalisierung zu einem reinen Papiertiger, den niemand wird nutzen wollen. Und dessen Potenzial schlicht und einfach zu verpuffen droht.

Mobile Nutzung: Smartphones sind wichtiger geworden

Online präsent sein – viele Kommunen und Behörden geben sich damit zufrieden. Allerdings zeigen Marktbeobachtungen wie von BITKOM, dass mobile Endgeräte in den letzten Jahren sehr stark an Bedeutung gewonnen haben.

Deren Einbindung in digitale Behörden ist zukunftsweisend – aber noch nicht überall darstellbar. Gerade, wenn es um die volldigitale Nutzung der öffentlichen Verwaltung geht, sind andere Länder Deutschland voraus. Aber: Behörden und Gemeinden können zumindest bei der Verfügbarkeit von Informationen an die mobile Nutzung denken. Soll heißen: Die Optimierung der Webseite für mobile Endgeräte – Responsivität – darf nicht aus den Augen verloren werden.

Gerade die Generation der Heranwachsenden, welche mit dem mobilen Internet und Smartphones aufgewachsen ist, reagiert auf eine fehlende Optimierung mit Unverständnis.

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Nur volldigitale Lösungen sind sinnvoll

Behörden und Ämter sind schon lange digital unterwegs. Seit Jahren gibt es für:

  • Bürgerbüros
  •  Zulassungsstellen
  •  Finanzämter

Webseiten. Informationen zur Anfahrt oder den Öffnungszeiten – ein nettes Feature. Behörden volldigital zugänglich zu machen, geht darüber allerdings weit hinaus. Volldigital bedeutet, dass Nutzer – sprich der Bürger – sich nicht einfach Formulare herunterladen kann.

Vielmehr geht es hier darum, komplette Verwaltungsvorgänge zu digitalisieren – vom Ausfüllen eines Formulars bis zum Einreichen und der Authentifizierung. Letzteres ist die eigentliche Hürde. Hintergrund: Über Jahrzehnte galt nur die Unterschrift als Möglichkeit sich gegenüber Behörden zu legitimieren.

Inzwischen sieht die Situation anders aus. Ein Beispiel ist die bereits genannte Steuererklärung. Letztere kann volldigital eingereicht werden. Bedeutet: Steuerpflichtige installieren das nötige Dienstprogramm – welches sich über Finanzämter herunterladen lässt – und füllen die erforderlichen Steuerformulare aus.

Anschließend kann das Dokument auf eventuelle Fehler überprüft werden – und wird ans Finanzamt geschickt. Hierfür ist eine Authentifizierung, zum Beispiel über eine Zertifikatdatei, erforderlich. Letztere müssen Steuerpflichtige im Vorfeld beantragen, können damit aber immer wieder Dokumente ans FA verschicken.

Herausforderungen Behördenwebseite
Quelle: fotolia.com; reichdernatur

Ausfüllen und ausdrucken – reicht nicht

Beim Versand der Steuererklärung zeigen die Steuerbehörden, dass Volldigitalisierung durchaus auch seitens der öffentlichen Hand realisierbar ist. Aber: Nicht jedes Amt und jede Behörde hat diesen Status erreicht. Gerade im kommunalen Sektor passiert es immer wieder, dass Bürger zwar ein Formular aufrufen und ausfüllen (oder herunterladen) können. Da es eine Unterschrift braucht, muss trotzdem der Gang zur Gemeinde angetreten werden.

Ein solcher Ablauf ist natürlich alles andere als volldigital. Im Gegenteil: Dieses Vorgehen führt wieder zu langen Wegen, die Zeit und Energie rauben. Sofern es reicht, Formular zu unterzeichnen und in den Briefkasten zu stecken, haben Bürger Glück.

Problematisch ist der Ablauf allerdings, wenn sich Sachbearbeiter und Bürger noch einmal persönlich gegenübersitzen müssen. In diesem Fall löst sich der Vorteil, den das Internet für einen elektronischen Bürgerservice hat, komplett in Luft auf. Es geht wieder um:

  • Behördensprechzeiten
  • Wartezeiten
  • Parkplatzsuche usw.

Eine frustrierende Situation, an welcher die Behördenwebseite nichts geändert hat. Dabei ließe sich gerade im Hinblick auf die Authentifizierung heute noch das eine oder andere Register ziehen. Basierend auf dem elektronischen Personalausweis lassen sich viele Verfahren deutlich beschleunigen. Hilfreich ist hier unter anderem die Verknüpfung des „Persos“ mit Apps und NFC-fähigen Smartphones. Hierrüber kann sich der Bürger direkt online authentifizieren. Als Lesegerät fungiert das Smartphone, welches mit dem Chip im Ausweis kommunizieren kann. Diese Lösung ersetzt – zumindest in der Theorie – die Unterschrift und macht Behördengänge sehr viel einfacher.

Fazit: Digitaler Bürgerservice – es braucht mehr als eine Webseite

Digitalisierung macht vor Unternehmen nicht halt – und ist in den letzten Jahren auch für Behörden zunehmend wichtiger geworden. Gerade Ämter und Kommunen stehen in diesem Zusammenhang vor besonderen Herausforderungen. Auf der einen Seite geht es darum, im Netz „Flagge“ zu zeigen. Auf der anderen Seite sind viele Abläufe und Prozesse an Gesetze und Verordnungen sowie Durchführungsvereinbarungen gebunden. Rahmenbedingungen, die sich mit der Digitalisierung nicht einfach aushebeln lassen. Trotzdem reicht es nicht, einfach nur eine Webseite ins Netz zu stellen.

Behörden, welche volldigital auftreten wollen, müssen einen leichten Zugang zu Onlineangeboten ermöglichen und das Einreichen von Dokumenten realisieren. Besonders letztgenannter Aspekt ist eine echte Herausforderung. Für viele Vorgänge ist es erforderlich, dass sich Bürger authentifizieren – etwa mit Signatur oder den neuen Personalausweis.

Marketing Jobs der Zukunft

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Durch die Digitalisierung entstehen immer wieder neue Marketing Jobs, die spannende Tätigkeitsfelder eröffnen. Bereits seit Anbeginn der Industrialisierung im 18. Jahrhundert befindet sich die Arbeitswelt in einem stetigen Wandel. In der heutigen Zeit hat vor allem die Digitalisierung großen Einfluss auf die Berufswelt und ist in allen Lebensbereichen fest verankert. Die Industrialisierung 4.0 steht für die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie und bestimmt unser alltägliches Berufsleben. Auch Konsum und Produktion sind diesen neuen Strukturen ausgesetzt. Alte, traditionelle Berufsfelder verschwinden dadurch, während gleichzeitig neue, spannende Berufe entstehen. Doch welche Auswirkungen hat die Digitalisierung vor allem in Verbindung mit der aufkommenden Künstlichen Intelligenz auf das Marketing der Zukunft? Suchmaschinen, personalisierte Werbung, Onlineshopping, Sprachassistenten und Social Media sind heutzutage omnipräsent.  Im Folgenden präsentieren wir 15 zukunftsträchtige Marketing Jobs und zeigen, welche Aufgaben mit diesen Berufen einhergehen.

Marketing Akademie

Marketing Jobs der Zukunft #1: Produktmanager (Internet of Things)

Der Produktmanager ist zuständig für die Entwicklung von Produktstrategien, wie z.B. Internet-of-Things-Anwendungen. Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen bilden hierbei die Grundlage seiner Arbeit. Zudem begleitet er den Weg eines Produkts, dies reicht von der Planung über die Erstellung von Marketingkonzepten bis zur Markteinführung von neuen Produkten. Die Koordination und Organisation der verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens, die an einem Produkt arbeiten und die Betreuung rund um den Produktzyklus obliegen ebenso seinem Tätigkeitsfeld.

Sind Sie am Beruf des Produktmanagers interessiert? Dann besuchen Sie jetzt unseren Lehrgang "Zertifizierter Produktmanager".

Marketing Jobs der Zukunft #2: SEO-Manager

Als Marktführer ist Google weltweit bekannt und liefert uns täglich Antworten auf unsere Fragen. Doch welche Jobmöglichkeiten offeriert eine Suchmaschine? SEO steht für Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierer) und umfasst alle Maßnahmen, die dazu beitragen einem Unternehmen mehr Präsenz in den Ergebnislisten der Suchmaschinen zu verschaffen. SEO-Manager sorgen dafür, dass Webseiten bzw. Suchergebnisse im Ranking oben landen und besser gefunden werden. Eine bessere Platzierung hat mehr Aufmerksamkeit zur Folge.

Marketing Jobs der Zukunft #3: Artificial Intelligence Engineer

Künstliche Intelligenz wird das Marketing der Zukunft prägen. Der Artificial Intelligence Engineer entwickelt Algorithmen, die es den Maschinen erlauben, Vorhersagen (zum Kundenverhalten o.ä.) zu treffen oder Prozesse zu automatisieren. Er stellt das Bindeglied zwischen Technik und Mensch dar. Beispielsweise programmiert er Chatbots, die den täglichen Kundendialog übernehmen und erstellt Smarter Ads, um noch präzisere Werbung schalten zu können. Ein spannender Marketing Job, der in der Zukunft von enormer Bedeutung sein wird.

Marketing Jobs

Marketing Jobs der Zukunft #4: Voice Search Optimizer

Sprachassistenten, wie beispielsweise Alexa, Siri oder Cortana sind derzeit in aller Munde und gewinnen stark an Popularität. Die Suche per Sprachassistent verläuft heutzutage noch parallel zu der gewöhnlichen Textsuche, jedoch müssen in Zukunft die vorhandenen Daten auf die Suchanfragen der Nutzer angepasst werden. Eine interessante Tätigkeit, welche dem Voice Search Optimizer vorbehalten ist. Er löst die Probleme mit dem Gerät und sorgt für eine mühlelose Suche via Sprachbefehl.

Alexa-Skills-Büro

Marketing Jobs der Zukunft #5: Display Marketing Manager

Der Display Marketing Manager kreiert und betreut PR-Kampagnen im Internet. Er ist verantwortlich für die Buchung von Werbeplätzen im Internet und entscheidet welche Bilder, Videos, und Animationen eingesetzt werden. Zudem legt er die Werbeform fest, wie z.B. Banner, Skyscraper, Pop-ups oder Layer Ads, die auf den Internetseiten angezeigt wird.

Marketing Jobs der Zukunft #6: SEA-Experte

Eine weitere Tätigkeit, die sich um die Welt der Suchmaschinen dreht. Im Gegensatz zur SEO ist SEA eine kostenpflichtige Maßnahme. Search Engine Advertising bzw. Suchmaschinenwerbung beschreibt alle Maßnahmen, die der Optimierung von Werbeanzeigen dienen und eine verbesserte Platzierung durch Bezahlung erreichen. Das Budget spielt hierbei eine große Rolle, da der SEA-Manager für Keywords bezahlt. Zudem erstellt er Reports, betreut Kampagnen rund um das Keyword Advertising und überwacht die Webseite. Dies bedeutet, dass der SEA-Manager Keywords Trends beobachtet oder Cost-per-Click der Internetseite anpasst. Die Durchführung erfolgt beispielsweise mithilfe von Google Adwords. Google ermöglicht es Unternehmen dadurch ihre gewünschte Seite mit einem Keyword zu verlinken.

Google Ads Seminar

Werden Sie mit unserem Google Ads Seminar zum Experten für Suchmaschinenwerbung. In diesem Seminar erlernen Sie alle Grundlagen der Google AdWords-Anzeigen und zahlreiche Funktionen, die Sie künftig einsetzen können, um ganz oben mitzuspielen.

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Mo, 06.04.2020
Köln
Mi, 07.10.2020
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Marketing Jobs der Zukunft #7: Affiliate Marketing Manager

Die Aufgabe des Affiliate Marketing Managers ist es Produkte reichweitenstark zu bewerben. Er verhandelt beispielsweise mit Vertriebspartnern wie Amazon, um online Partnerschaften aufzubauen und sich somit gegenseitig bei der Steigerung der Bekanntheit zu unterstützen. Da sich das Onlineshopping zunehmend großer Beliebtheit erfreut, wird auch dieser Marketing Job in Zukunft im Trend liegen.

Marketing Jobs der Zukunft #8: Social Media Manager

Der Social Media Manager befasst sich mit allen verfügbaren sozialen Medien und Kanälen, wie z.B. Facebook, Instagram und Twitter. Er analysiert die potenzielle Zielgruppe und entwickelt Kommunikationspläne für ein Unternehmen. Darüber hinaus ist er für die Kampagnenplanung eines Unternehmens, sowie für Reaktionen und Anfragen in sozialen Medien verantwortlich. Er begleitet und moderiert Diskussionen in Foren und anderen sozialen Netzwerken. Außerdem fällt die Erfolgsmessung von Kampagnen und des Kommunikationsmanagements in seinen Aufgabenbereich. Ein Mix aus Kommunikationsprofi und Datenverständnis stellt die ideale Grundlage für diese Tätigkeit.

Marketing Jobs der Zukunft #9: Conversion Manager

Nicht immer werden aus interessierten Webseiten-Besuchern sofort Kunden. Die Konversionsrate in Onlineshops gibt den Anteil der Website-Besucher an, die ein Produkt tatsächlich kaufen. Falls die Rate nicht der Vorstellung des Unternehmens entspricht, ist es demnach die Aufgabe des Conversion Managers diese Rate zu steigern. Um dies zu bewerkstelligen, operiert er mit Kennzahlen der Webseite. Mithilfe derer identifiziert er Schwachstellen in der Darstellung und Menüführung und leitet zugleich Optimierungsmaßnahmen ein. Da der Onlinehandel verstärkten Zulauf verzeichnen kann, ist es nicht unerheblich einen Conversion Manager zu beschäftigen.

Marketing Jobs der Zukunft #10: E-Commerce Manager

Das Internet hat sich bekanntlich als geeignete und populäre Verkaufsplattform bewährt. Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) stieg der Brutto-Umsatz im vergangenen Jahr mit Waren im Onlinehandel auf 65,10 Milliarden Euro. Der Onlinehandel boomt, daher sind E-Commerce Manager gefragt. Sie sind die Experten für den gesamten Onlinehandel eines Unternehmens und sorgen für einen reibungslosen Ablauf zwischen den beteiligten Abteilungen. Zudem entwickeln E-Commerce Manager Strategien, legen das Sortiment fest und überwachen den Verkaufsprozess. Um im Onlinehandel erfolgreich zu sein, bedarf es einen E-Commerce Manager, der die Prozesse steuert.

Onlineshop SEO

Marketing Jobs der Zukunft #11: Category Manager

Der Category Manager ist eng mit dem E-Commerce Manager verbunden, da er die wirtschaftliche Strategie entwickelt. Dieser Strategieentwicklung geht eine Marktanalyse voraus, welche mit der dauerhaften Suche nach neuen Trends und Entwicklungen fortgeführt wird. Die Arbeit mit Online-Shopsystemen ist hierbei der Schwerpunkt. Innerhalb eines Unternehmens ist der Category Manager mit der Sortimentsauswahl vertraut und erstellt damit verkaufsfähige Konzepte.

Marketing Jobs der Zukunft #12: Content Marketing Manager

Die Konzeption und Entwicklung von Strategien, sowie die Erstellung und Verbreitung von Inhalten zählen zu den Aufgaben des Content Marketing Managers. Durch interessante und attraktive Inhalte versucht er die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu gewinnen oder bereits bestehende Kunden für neue Inhalte zu begeistern. Die Verbreitung über relevante Kommunikationskanäle und die Planung von Kampagnen für ein bestimmtes Produkt tragen dazu bei, das Interesse für ein neues Produkt zu wecken. Die Beobachtung von Märkten und Trends, sowie die Analyse und Auswertung der vorgenommenen Maßnahmen ist ebenfalls Teil der Arbeit.

Sie wollen mehr über das Content Marketing erfahren? Dann besuchen Sie unser Seminar.

Marketing Jobs der Zukunft #13: Web-Designer/ Web-Analytics-Manager und Web-Controller

Die Gestaltung von Internetauftritten und Inhalten einer Webseite stellt die zentrale Tätigkeit eines Web-Designers da. Anhand verschiedener Kennzahlen, wie z.B. Traffic oder Nutzerverhalten, kann der Web-Analytics Manager Rückschlüsse über die Erfahrung der Webseite ziehen. Der Web-Controller hingegen befasst sich mit Verbesserungen und Kontrolle der Internetseite.

Marketing Jobs der Zukunft #14: User-Experience-Designer

Der User-Experience-Designer verknüpft Mensch und Anwendungen miteinander und kreiert ein positives Nutzererlebnis. Dies beinhaltet die Berücksichtigung aller Erfahrungen eines Nutzers in Bezug auf ein Produkt oder eines Dienstes. Die Ausarbeitung und Gestaltung von Webseiten und Anwendungen des Internets der Dinge (IoT) ist ein weiterer Bestandteil seiner Arbeit.

Marketing Jobs der Zukunft #15: Influencer Marketing Manager

Influencer gewinnen in der Marketingwelt zunehmend an Bedeutung. Ob in sozialen Netzwerken ­wie z.B. Instagram oder Videoplattformen wie YouTube. Viele Jugendliche vertrauen auf die Meinung und Empfehlungen von Influencern. Als Manager betreut er die Influencer und überwacht und analysiert ihre Aktivitäten. Er fungiert ebenso als Berater und sorgt für das Zusammenspiel zwischen Marke und Botschafter in den sozialen Netzwerken.

Marketing Jobs der Zukunft – Fazit

Viele dieser Marketing Jobs machen bereits heute einen beträchtlichen Teil der Arbeitswelt im Marketing aus. Durch den bevorstehenden Einfluss Künstlicher Intelligenz wird sich die Digitalisierung weiter stark ausbreiten und die Arbeit der Menschen erleichtern. Moderne Algorithmen werden Arbeitsprozesse vereinfachen und übernehmen. Um den Anschluss an den immer weiterwachsenden Onlinehandel nicht zu verlieren, wird eine professionellere Ausarbeitung und Pflege vonnöten sein, welche mithilfe von entsprechenden Berufsbildern, wie beispielsweise dem Affiliate Marketing Manager oder dem E-Commerce Manager abgedeckt sind. Die Arbeit mit Suchmaschinen und Sprachassistenten – als deren Pendant – wird ebenso neue Berufsmöglichkeiten eröffnen, da sich die Art der Suche verändern wird. Die bekannten sozialen Netzwerke spielen im Marketing ferner eine wichtige Rolle und damit einhergehend auch Influencer Marketing, welches über die sozialen Medien betrieben wird. Neue Berufsbilder wie der Influencer Marketing Manager oder der Conversion Manager werden in Zukunft davon profitieren.