Markenbotschafter als Teil einer Influencer-Marketing-Strategie

Markenbotschafter können einen wichtigen Teil Ihrer Influencer-Marketing-Strategie ausmachen. Doch zuerst einmal, was unterscheidet Markenbotschafter von dem bekannten Begriff des Influencers? Influencer sind auf Social Media aktiv. Durch eine gewisse Anzahl an loyalen Followern, die ihre/seine Empfehlungen und Meinungen schätzen, werden sie für Unternehmen interessant. Wenn die Follower des Influencers nämlich mit der Zielgruppe des Unternehmens übereinstimmen, kann dadurch eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und dem jeweiligen Influencer entstehen. Laut Einer Studie des Bundesverbands der Digitalen Wirtschaft (BVDW), folgt jeder Fünfte einer Influencer-Empfehlung beim Shoppen.

Markenbotschafter sind ebenfalls Persönlichkeiten, die sich auf Social Media öffentlich für eine Marke, deren Produkte oder Dienstleistungen aussprechen. Dabei handeln sie aber aus eigener Überzeugung und erhalten dafür keine Bezahlung. Wenn die Kunden wissen, dass die Markenbotschafter keine Bezahlung für ihre Fürsprache erhalten, werden sie den Empfehlungen noch eher vertrauen. 

Markenbotschafter

Arten von Markenbotschaftern

Es gibt drei verschiedene Arten von Markenbotschaftern: 

  1. Berühmte und bekannte Persönlichkeiten. Diese Art von Markenbotschafter ist für viele Unternehmen in der Regel schwer zu finden. Sie haben aber die größte Reichweite und somit Wirkung für ein Unternehmen, eine Marke oder einzelne Produkte und Dienstleistungen.
  2. Externe Personen, welche die Marke erwähnen und befürworten. Dies bedeutet auch, dass der eigene Kunde zum Markenbotschafter werden kann. Beispielsweise führte Apple Aktionen durch, bei denen jeder Kunde, der ein Apple-Produkt kaufte, einen kostenfreien Sticker mit dem Apfel-Logo des Unternehmens dazu erhielt. Viele der damaligen Kunden klebten sich die Sticker an verschiedene Geräte und Gegenstände. Dadurch verbreiteten sie das Logo von Apple und die Marke steigerte ihre Bekanntheit. Auch wenn Kunden Ihre Follower auf Social Media dazu ermutigen, ein Produkt auszuprobieren, profitiert das Unternehmen immens von dieser außenstehenden Meinung, die Objektivität ausstrahlt.
  3. Interne Personen aus dem eigenen Unternehmen, die auf ihren persönlichen Social Media Accounts oder denen des Unternehmens, die Bekanntheit des Unternehmens oder der Marke steigern. Dazu gehören also Mitarbeiter, Shareholder oder Schlüsselpersonen aus dem Management. Da diese das Unternehmen und ihr Produktsortiment am besten kennen, können sie auch am besten das Unternehmen nach außen hin präsentieren.

Das Image des Unternehmens sollte in allen Fällen stets mit dem Image des Markenbotschafters zusammenpassen, um eine begünstigende Wirkung für die Marke oder das Produkt zu erzielen.

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Authentizität als Erfolgsfaktor

Markenbotschafter treten als Meinungsmacher natürlich und authentisch in Social Media auf, was Ihre Glaubwürdigkeit unterstreicht. Dies bildet auch den Gegensatz zur expliziten Werbung, die für Kunden vorhersehbar und unpersönlich wirkt. Zum Beispiel präsentieren Markenbotschafter die Marke, indem sie ein bestimmtes Getränk trinken, ein T-Shirt der Marke tragen oder auf Social Media erwähnen, wie sie das Produkt oder den Service nutzen. Um ein glaubwürdiges Bild abzugeben, ist es auch wichtig, dass nicht nur eine einseitige positive Meinung abgegeben wird. Durch das Teilen der positiven und negativen Aspekte erscheint die Empfehlung viel mehr wie die Empfehlung eines vertrauten Bekannten und nicht wie eine umgesetzte Marketingstrategie. Dennoch sollten Unternehmen natürlich strategisch beim Umgang mit Markenbotschaftern vorgehen. Dies fängt schon bei der Wahl der Markenbotschafter an. Man kann auf der Suche nach geeigneten Markenbotschaftern unter der Kundschaft manuell verschiedene Foren und Social-Media-Kanäle durchforsten. Es existieren auch verschiedene Tools, die Erwähnungen Ihrer Marke in Social Media automatisch zusammenfassen. Darauf sollte man schnell reagieren und den Kunden für die Erwähnung danken. Dies zeigt nämlich eine öffentliche Wertschätzung für die Meinung der Kundschaft und kann Kunden auch zu weiteren Erwähnungen ermutigen. Besonders engagierten Nutzern sollten auch kleine Aufmerksamkeiten oder Vorteile zugesichert werden. Dazu gehören typische Werbegeschenke wie Tassen und Büroutensilien oder Rabatte. Wichtig ist es, die Beziehung zur jeweiligen Community zu pflegen und Vorgänge zu beobachten.

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Mitarbeiter als optimale Markenbotschafter

Damit auch Mitarbeiter ein positives Bild des Unternehmens vermitteln, müssen die Unternehmen eine Unternehmenskultur etabliert haben, die ein Gefühl von Identifikation und Zugehörigkeitsgefühl vermittelt. Unzufriedene Mitarbeiter können nämlich ungewollt auch zu Markenbotschaftern werden. Dadurch zeigt sich auch, dass eine Markenbotschafter-Strategie kein gesondertes Projekt ist, sondern eng mit dem Branding und der gesamten Kommunikationsstrategie des Unternehmens verbunden ist. Die Unternehmen müssen den Mitarbeitern auch zutrauen, sich auf eigene Weise öffentlich für das Unternehmen stark zu machen. Kontrollmaßnahmen nehmen nämlich den Mitarbeitern häufog die Lust an positiven Aussagen über das Unternhemen auf deren persönlichen Social Media Accounts. Unternehmen können Mitarbeiter auch zu positiven Äußerungen ermutigen, indem sie den Accounts ihrer Mitarbeiter folgen und besonders kreative oder positive Kommentare zum Unternehmen retweeten. Auch die öffentliche Würdigung von engagierten Mitarbeitern kann sich positiv auswirken.

Wenn der Mitarbeiter als Corporate Influencer ein wiedererkennbares Gesicht für das Unternehmen auf den betriebseigenen Social Media Accounts werden soll, ist für die Content-Planung auch ein gewisser Spielraum für die Mitarbeiter empfohlen. Postings, die Mitarbeiter bei der Ausführung involvieren, aber bei der Planung nicht berücksichtigen, können schnell unauthentisch wirken. Die vertragliche Regelung für das Engangement des Mitarbeiters auf den betriebseigenen Social Media Accounts sollte in dem Fall aber auch vertraglich geregelt sein. Dabei sollte zusätzlich vereinbart werden, dass die Nutzung von vorhandenem Content über das Arbeitsverhältnis hinausläuft. Sonst müsste nämlich im Nachhinein der Content mit der entsprechenden Person gelöscht oder unkenntlich gemacht werden. Für Content-Strategien finden sich zahlreiche Beispiele. Mitarbeiter können hinter die Kulissen blicken lassen und bei einem "FMA" (Follow Me Around) den Followern einen Arbeitstag zeigen. Dies eignet sich auch gut für das Employer Branding, da potenzielle Mitarbeiter sich dadurch schon vorab mit dem Unternehmen verbunden fühlen und zukünftige Arbeitskollegen "kennenlernen". Auch die Präsentation von Produkten durch Mitarbeiter mit viel Hintergrundwissen bietet authentische Darstellungen. Nicht jeder Mitarbeiter ist als Markenbotschafter geeignet und auch nicht jeder Mitarbeiter möchte sich auf Social Media Kanälen öffentlich darstellen. Dennoch findet sich meinstens mindestens eine offene Persönlichkeit, die sich engagiert vor die Kamera stellt. Dabei muss auch nicht alles perfekt inszeniert sein. Im Gegenteil: Dies wirkt sympatisch und bietet noch mehr Authentizität!

Markenbotschafter - Fazit

Markenbotschafter sind ein effektives und kostengünstiges Mittel für die Influencer-Marketing-Strategien von Unternehmen. Sie garantieren Glaubwürdigkeit und lassen Unternehmen nicht wie gesichtslose Identitäten dastehen. Dennoch verlangt der Einsatz von Markenbotschaftern die Initiative von Unternehmen, da Beziehungen zur eigenen Community stets gepflegt und aufemerksam beoabachtet werden müssen. Geeignete Mitarbeiter müssen gefunden werden und und das Betriebsklima muss stimmen, um ein authentisches und positives Bild zu vermitteln. Auch wenn die Reichweite von Markenbotschaftern öfters nicht mit denen von herkömmlichen Influencern übereinstimmt, sind Markenbotschafter dennoch gewinnbringend für die Markenwahrnehmung eines Unternehmens.

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