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Voice Search – Warum die Stimme die Tastatur schlägt

Viele Menschen nutzen die Vorzüge von Voice Search im Alltag, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Bezeichnung steht für eine Suchfunktion, die auf Sprache und eben nicht auf der Tastatur beruht. Genau das wird von den Fans der entsprechenden Technik als komfortabel und alltagstauglich empfunden. Immerhin haben sie so die Hände frei, um sich um andere Dinge zu kümmern, während sie nach wichtigen Infos stöbern.

Definition

Voice Search bezeichnet, wie der Name schon sagt, die Möglichkeit, per Sprache nach bestimmten Infos zu suchen. Die Technik wurde unter anderem bereits in Smartphones, aber auch in Smartspeakern verbaut und bietet den Nutzern ein hohes Maß an Flexibilität. Hierbei handelt es sich um eine Suchmaschine, die auf Worten basiert.
Es gibt jedoch auch Gemeinsamkeiten zum Klassiker auf dem Computer: Wurde die Frage gestellt, sucht das Gerät nach den passenden Antworten im Netz. Diese werden dann oft – je nach Gerät - auch nicht angezeigt, sondern ebenfalls per Sprache ausgegeben.

Damit genau das klappen kann, ist es natürlich wichtig, dass die betreffenden Geräte die technischen Voraussetzungen erfüllen. Das „Herzstück“ bildet in diesem Zusammenhang das NLP. Dieses ist dazu in der Lage, die Sprache zu verstehen, umzuwandeln und wieder auszugeben. Die betreffenden Geräte sind dazu in der Lage, durch ein „Auseinandernehmen“ der einzelnen Textteile zu verstehen, was der jeweilige Nutzer von ihnen möchte.

Die Informationen, die dann ausgegeben werden, stammen aus dem Internet – wie bei einer klassischen Suchmaschine auch. Der hohe Nutzerkomfort, der sich im Zusammenhang mit Voice Search bietet, wird unter anderem auch durch eine einfache Ansprache der jeweiligen Endgeräte sichergestellt. Entweder ein „Knopfdruck“ oder ein aktives Ansprechen reichen aus, um die Voice Search Aktion zu aktivieren… vollkommen unabhängig vom Standort, solange eine stabile Internetverbindung besteht.

Anbieter 

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Anbieter, die sich auf Voice Search und seine Vorteile fokussiert haben. Einer der absoluten Vorreiter ist in diesem Bereich Apple. Im Jahr 2010 erblickte die Sprachassistentin Siri das Licht der Welt. Ein paar Jahre später folgten dann auch andere Riesen der Szene… allen voran Amazon mit seiner Alexa und Microsoft mit Cortana. Es dauerte noch bis 2017 bis Samsung schlussendlich Bixby ins Rennen schickte. Auch der Google Assistant sollte in der Liste der beliebtesten Sprachassistenten natürlich nicht vergessen werden. Er basiert auf seiner eigenen Suchmaschine und kann sowohl mobil als auch am Desktop PC genutzt werden.  

All diese Sprachassistenten lassen sich per Wort aktivieren und um Antworten auf Fragen bitten. Im Hintergrund greifen sie jedoch teilweise auf andere Suchmaschinen zurück. Hier obliegt es dem persönlichen Geschmack des Nutzers, welche Variante er als die praktischste bzw. die komfortabelste empfindet.  

Aber wie unterscheiden sich die verschiedenen Voice Search Geräte voneinander?  

  • Siri gilt für viele als die „Mutter“ der Sprachassistenten. Damals war die Skepsis gegenüber den neuen Möglichkeiten noch weitaus größer als sie es heute ist. Klar: Die Voice Search war noch nicht perfekt. Und genau das veranlasste viele Kritiker dazu, sich über den Sprachassistenten lustig zu machen. Nach und nach wurde das System jedoch verbessert. Mittlerweile wurde die Sprachsteuerung in die unterschiedlichsten Apple Geräte integriert.  
  • Der Google Assistent richtet sich vor allem an die Freunde des Smarthomes. Er kann mit verschiedenen Überwachungskameras, aber auch mit Heimkino-Anlagen und Co. gekoppelt werden. „Ganz nebenbei“ beantwortet er natürlich auch – wie die anderen Sprachassistenten – Fragen… und schaut dafür bei Google nach.  
  • Amazons Alexa hat es vielleicht sogar noch ein wenig schneller geschafft, die Herzen der Smarthome Fans zu erobern. Ein Skill nach dem anderen sorgt dafür, dass mit ihr unter anderem eingekauft, gequizzt und Radio gehört werden kann.  
  • Microsoft Cortana geht in diesem Zusammenhang fast schon ein wenig unter. Auch wenn der Sprachassistent in Windows enthalten ist, führt er die Rangliste der beliebtesten Voice Search Lösungen definitiv nicht an.  

Fest steht: Auch die Tatsache, dass immer wieder Kritik an den Lösungen der einzelnen Anbieter aufkommt, weil beispielsweise Sicherheitslücken befürchtet werden, ist der Siegeszug der modernen Voice Search ungebrochen. Viele Fans befinden sich immer wieder auf der Suche nach neuen Skills, mit denen sie ihren Nutzerkomfort optimieren können. Und exakt an dieser Stelle sollten auch Unternehmen, die planen, im Internet erfolgreich zu sein, hellhörig werden. Denn: Wer sich in Erinnerung ruft, dass Voice Search letztendlich auf Recherchen im Internet beruht, sollte schnell erkennen, dass hier auch der Bereich SEO eine wichtige Rolle spielt.  

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Einfluss auf SEO 

Bei der Ansicht, dass die User von Sprachassistenten ausschließlich über einschlägige Skills erreicht werden können, handelt es sich um ein klassisches Vorurteil. Denn: Auch in diesem Bereich spielt die Suchmaschinenoptimierung, SEO, eine wichtige Rolle. Praktischerweise ist es hier nicht nötig, das Rad vollkommen neu zu erfinden. Auch im Zusammenhang mit SEO und Sprachassistenten bzw. Voice Search ist es wichtig, den Nutzern die Inhalte zu bieten, die sie suchen. Hierbei ist es vollkommen unerheblich, ob die betreffende Anfrage eingetippt oder eingesprochen wurde.  

Einen Unterschied zum SEO der klassischen Suchmaschine gibt es dennoch: Während sich der Nutzer, wenn er seine Anfrage eintippt, im Anschluss zwischen etlichen Suchergebnissen entscheiden kann, wird ihm bei Voice Search nur ein Ergebnis angeboten. Dementsprechend kann sich niemand die Seite aussuchen, von der er seinen betreffenden Inhalt gern beziehen möchte. Der Sprachassistent trifft stattdessen eine Vorauswahl. 

Die gute Nachricht ist jedoch, dass es einige Tricks gibt, die dabei helfen können, die Suchposition zu verbessern und den Nutzern dementsprechend vorgelesen zu werden.  

Tipp Nr. 1: Die Mobile User Experience optimieren

Die meisten User nutzen Voice Search auf einem mobilen Endgerät. Dementsprechend sollte die betreffende Seite auch auf die mobile Nutzung optimiert sein. Auch eine schnelle Ladezeit der Seite kann dafür sorgen, dass sich die Position innerhalb der Suchergebnisse verbessert.  

Tipp Nr. 2: Hochwertiger Content auf der Basis natürlicher Sprache

Hochwertiger Content spielt natürlich auch mit Hinblick auf das Thema Voice Search eine wichtige Rolle. Gleichzeitig gilt es, immer im Hinterkopf zu behalten, dass die Inhalte eben nicht gelesen, sondern VORgelesen werden. Daher ist es umso wichtiger, auf eine natürliche Sprache zu achten. Kurze Sätze, die mit Fragen durchzogen werden, eignen sich erfahrungsgemäß besonders gut.  

Tipp Nr. 3: Auf Markups setzen

Markups sorgen dafür, dass eine Webseite einheitlich strukturiert ist und einen gewissen Standard einhält. Genau das wirkt nicht nur klar, sondern hilft auch dabei, dass die Suchmaschine dazu in der Lage ist, die betreffenden Infos gut zu verarbeiten. Oder anders: Es geht darum, der Suchmaschine zu vermitteln, welche Inhalte sich auf der betreffenden Seite befinden. Je besser sie genau das versteht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Seite innerhalb der Suchergebnisse gut rankt.  

Tipp Nr. 4: Die Longtail Keyword Optimierung

Um zu verstehen, weshalb es sich lohnt, sich mit der Optimierung der Longtail Keywords auseinanderzusetzen, ist es wichtig, sich im ersten Schritt mit dem Suchverhalten von Usern zu befassen. Hierbei wird schnell deutlich: Wer am PC und mit der Tastatur sucht, gibt weitaus weniger Wörter ein, als wenn er mit einem Sprachassistenten spricht und die Voice Search bemüht. Hier wird meist in ganzen Sätzen bzw. Fragen gesprochen. Und exakt an dieser Stelle setzt die Longtail-Keyword Optimierung an. Daher lohnt es sich, auch gerade mit Hinblick auf das Ziel eines gesteigerten Erfolgs, im Zusammenhang mit Voice Search eine Keyword Recherche durchzuführen.

Kurz: Es wäre definitiv falsch, sich mit Hinblick auf die Vorzüge, die Voice Search bietet, mit zu wenig zufrieden zu geben. Im Gegenteil! Wer sich hier ein wenig Mühe macht, um zu verstehen, dass hinter den einzelnen Sprachassistenten auch nur eine Suchmaschine steckt, kann oft noch mehr aus seinen Möglichkeiten herausholen.  

Selbstverständlich ist es jedoch auch nötig, dabei ein wenig Zeit zu investieren. Diejenigen, die diese nicht zur Verfügung oder schlicht keine Lust haben, sich mit dem Thema Voice Search auseinanderzusetzen, können auch eine Marketing Agentur engagieren und den betreffenden Bereich outsourcen.  

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Voice Search für sich nutzen – so geht’s!

Wer im Bereich der Sprachassistenten unterwegs sein möchte, sollte das Potenzial, das Voice Search bietet, definitiv nicht unterschätzen. Immerhin bietet sich hier eine wunderbare Möglichkeit, um beispielsweise Produkte bekannt zu machen und Aktionen zu pushen. Hinzu kommt, dass die entsprechenden Botschaften, allein schon deswegen, weil sie gesprochen werden, die Zielgruppe meist auf einer noch persönlicheren Ebene erreichen. Da vor allem Videos und Bilder jedoch in der Regel wegfallen, ist es wichtig, gerade im Audiobereich umso mehr zu überzeugen.  

Details, die in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen, sind unter anderem die folgenden Punkte.  

1) Marke und Audiobotschaft müssen zusammenpassen

Hierbei handelt es sich um ein Detail, dessen Tragweite nicht unterschätzt werden sollte. Wenn Botschaft, Audio und Marke nicht zusammenpassen, wird dies von der jeweiligen Zielgruppe oft unterschwellig wahrgenommen. Umso wichtiger ist es, sich mit Fragen wie „Welche Stimme passt zu meiner Botschaft?“ oder „Will ich das Ganze mit Musik unterlegen?“ usw. zu befassen. Es geht somit darum, nicht nur zu sprechen, sondern sich vom Rest der Mitbewerber abzuheben.  

2) Wünsche der potenziellen Kunden berücksichtigen

Auch im Zusammenhang mit Voice Search ist es natürlich wichtig, der jeweiligen Zielgruppe das zu bieten, was sie erwartet. Hier kann es sich lohnen, Marktforschung zu betreiben, aber auch ein wenig in die Glaskugel zu blicken und sich zu fragen, welche Infos die Kunden interessieren. Auf diese Weise kann das Konzept noch besser ausgearbeitet werden.  

3) Das Potenzial von Voice Search auch im E-Commerce Bereich nutzen

Voice Search kann nicht nur zum Übermitteln von grundlegenden Informationen, sondern auch im Zusammenhang mit E-Commerce genutzt werden. Unter anderem zeigen Sprachassistenten, wie zum Beispiel Amazon Alexa, wie einfach es stattdessen ist, die Sprachsuche und Einkaufen miteinander zu verbinden. Wer diesen Effekt noch ein wenig unterstützen möchte, sollte sich unter anderem über das Platzieren von Werbung in diesem Bereich informieren. Auf diese Weise ist es oft möglich, neue Produkte noch bekannter zu machen. Oder anders: Voice Search stellt oft eine gute Ergänzung dar, um die Customer Journey – auch im Internet – noch ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten.  

Eine Frage, die sich in diesem Zusammenhang natürlich auch immer wieder stellt, ist, wie die Suchmaschinenoptimierung im Hinblick auf Voice Search noch weiter unterstützt werden kann. Besonders praktisch ist es natürlich, dass hier „altbekannte SEO Tools, wie zu Beispiel SISTRIX, genutzt werden können. Wie bereits weiter oben erwähnt, sollte der Fokus hier jedoch eher auf dem Longtail Keyword Bereich liegen.  

Fazit 

Voice Search gehört für viele Nutzer von Sprachassistenten mittlerweile zum Standard. Die Suche per Sprache ist bequem und (meist) zielführend. Unter anderem deswegen, weil hinter den einzelnen Suchanfragend die klassische Recherche im Internet steht. Damit genau diese Möglichkeiten jedoch genutzt werden können, ist es wichtig, auf ein entsprechendes Marketing Wert zu legen.  

Gleichzeitig sollte sich natürlich jeder in Erinnerung rufen, dass es sich – gerade bei der Suchmaschinenoptimierung im Zusammenhang mit Voice Search – um einen Bereich handelt, der einem kontinuierlichen Wandel unterliegt. Dementsprechend ist es auch wichtig, bisherige Ergebnisse zu analysieren und Longtail Keywords und Co. immer wieder zu hinterfragen. Vor allem dann, wenn sich die Inhalte einer Seite verändern, weil beispielsweise ein neues Produkt ins Sortiment aufgenommen wird, ist es wichtig, hier nachzuarbeiten. Auf diese Weise bleibt das Voice Search Marketing immer aktuell.  

 

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Studie „Stationärer Handel 2020“: Sickel und Team führt Studie in Kooperation mit DIM durch

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„Der stationäre Handel ist in Not!“ – so oder so ähnlich lauten heutzutage die Schlagzeilen, wenn es um die Verkaufszahlen im stationären Handel geht. Während die E-Commerce-Umsätze in den meisten Warengruppen noch immer steigende Tendenzen aufweisen, beklagen sich immer mehr stationäre Händler über rückläufige Verkaufszahlen. Es tut sich hierbei jedoch der Verdacht auf, dass sich die stationären Händler häufig „ergeben“, jedoch nicht die Vorteile des Kaufs vor Ort entsprechend umsetzen, um so neue Kunden zu gewinnen bzw. bestehende Kunden zu binden. Sehr wohl kaufen die Kunden auch noch vor Ort, jedoch erwarten diese auch mehr als beim Online-Shopping, insbesondere eine kompetente Beratung.

Studie Stationärer Handel 2020

Die Verkaufsprofis von Sickel und Team aus Köln führen in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Marketing derzeit eine Studie "Stationärer Handel 2020" durch, um den Status quo im stationären Handel aus Anbietersicht zu beleuchten. Dabei soll identifiziert werden, wie sich der stationäre Handel strukturiert, welche Leistungen dem Kunden geboten werden und wo eventuell noch Handlungsbedarf besteht, um die Kundenwünsche noch besser zu erfüllen und somit das Umsatzpotenzial auszuschöpfen. Neben Entscheidern aus stationären Handelsunternehmen werden parallel auch Endkunden am Point of Sale befragt. Hierdurch soll identifiziert werden, welche Erwartungen die Kunden haben und welche Erfahrungen Sie beim Kauf am Point of Sale gemacht haben. Die Studie soll vor diesem Hintergrund hervorbringen, welche Maßnahmen der stationäre Handel realisieren muss, um die Kunden zu überzeugen und somit den Umsatz zu vergrößern.

Legende:
Freie Plätze vorhanden.
Nur noch wenige Plätze frei!
Leider ausgebucht.

Christian Sickel

„Wir haben in den letzten Jahren häufig die Erfahrung gemacht, dass stationäre Händler nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen und viele Maßnahmen entweder gar nicht erst angestoßen oder nicht zu Ende gedacht werden. Wir gehen fest davon aus, dass mit der richtigen Lösung und Kompetenz ein Kundenerlebnis geschaffen werden kann, das mehr Erfolg hervorbringt. Die Vorteile des stationären Handels gegenüber dem E-Commerce müssen nur sinnvoll und ausschöpfend genutzt werden.“

– Christian Sickel, Geschäftsführer Sickel und Team

Die ersten Ergebnisse der Studie "Stationärer Handel 2020" werden voraussichtlich Anfang 2020 über Sickel und Team veröffentlicht.

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Der Amazon Dash Button – Ein innovatives Instrument zur Kundenbindung

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Der Amazon Dash Button ist nun auch in Deutschland verfügbar. Seit 2015 ist er schon in Amerika im Einsatz und seit dem 01.09.2016 nun auch in Deutschland verfügbar. Doch was macht Amazon da? Wofür ist der Dash Button gut?Dash Button von Amazon

Nachdem sich in den ersten Tagen diverse Verbraucherschützer mal wieder mit schwarzmalerischen Verschwörungstheorien gemeldet haben, macht es Sinn, sich einmal faktisch und rational mit diesem innovativen Tool von Amazon auseinander zu setzen.

Der Amazon Dash Button ist eine physische Verlängerung der Amazon Welt in den Haushalt bzw. das Büro der Kunden. Gerade bei low involvement Produkten und Produkten des täglichen und insbesondere wiederholten Bedarfs ein interessantes Instrument zur Kundenbindung.

Was ist der Button genau?

Der Dash Button ist 4,5 x 2 cm groß und lässt sich einfach im Haushalt zum Beispiel im Küchenschrank, an der Waschmaschine oder im Büro im Vorratsschrank mit einem Haken oder Klebeband anbringen. Der Button wird auf einen Hersteller bzw. eine Marke ausgerichtet und ermöglicht so die Bestellung von diesem einen Markenartikel. Im Zweifelsfall hat man 160 Dash Buttons im Haushalt.

So funktioniert der Button

Der Button muss nach Lieferung zunächst initialisiert werden. Dies gelingt nur mit einem WLAN Zugang und der Amazon App. Ganz einfach den Button 5 Sekunden drücken, die Amazon App öffnen und den WLAN Code parat halten. Nach einigen Minuten ist der Button im WLAN registriert und kann für die notwendigen Produkte eingerichtet werden. Drückt man nun auf den Button, erscheint ein grünes Licht, wenn der Button die Bestellung ausgelöst hat und ein rotes wenn dies nicht der Fall ist. Also relativ einfach zu handhaben.

Dies sind die Marken, für die es den Button gibt

Der Dash Button wird für einzelne Produkte initialisiert. In Amerika gibt es mittlerweile 160 verschiedene Varianten. In Deutschland sind aktuell 30 angekündigt, gestartet sind bisher

nur vier und lieferbar ist aktuell (09.09.2016) nur noch einer. Der Dash Button ist auch nur für Amazon Prime Kunden verfügbar. Der Dash Button existiert für verschiedene Produktkategorien: Haushalt und Büro, Lebensmittel und Getränke, Drogerie und Körperpflege, Beauty, Haustiere und Kinder.

 

Ein gutes Instrument zur Kundenbindung!

Der Dash Button ist ein innovatives Produkt zur Kundenbindung der Prime Kunden. Grundsätzlich ist es so, dass Prime Kunden mehr Umsatz mit Amazon tätigen als ein Durchschnittskunde.

Man spricht von 17 Millionen Prime Kunden in Deutschland. 9% dieser Kunden bestellen mehrfach die Woche, 67% mehrfach im Monat und 26% mehrfach im Jahr. Das heißt, diese Kunden sind stark gebundene Kunden von Amazon.

Durch den Dash Button kann Amazon gerade bei Gütern des täglichen Bedarfs bzw. low involvment den Lieferanteil in der jeweiligen Produktgattung erhöhen. Wer kennt das nicht: Man hat morgens gesehen, dass das Katzenfutter oder die Zahnpasta-Tube leer ist. Man muss dann noch am gleichen Tag im Supermarkt vorbei und diese Produkte nachkaufen. Mit dem Dash Button drückt man einfach auf den Knopf und die Lieferung wird direkt ausgelöst. Und das vielleicht nicht erst wenn die letzte Packung leer ist, sondern wenn man die letzte Packung anbricht.

Amazon schafft mit dem Dash Button eine engere Bindung zum Kunden und erhöht insbesondere im Segment der Heave User bzw. Fans und Stammkunden einen höheren Lieferanteil und noch bessere Kundenbindung. Die Flexibilisierung des Abomodells entspricht damit dem wesentlichen Erfolgsfaktor des Buttons. Für die auf dem Dash Button registrierte Marke entsteht nun noch ein neuer POS. Der POS "Haushalt". Das eigene Markenprodukt ist im Haushalt präsent und kann direkt gekauft werden. Der stationäre Einzelhandel wird damit langfristig unter noch mehr Druck geraten.

Datenschutzproblem beim Dash Button?

In den letzten Tagen wurde von Datenschützern bemängelt, dass man sich in eine Abhängigkeit zu Amazon und einzelnen Produkten bringen würde. Dies ist natürlich bei allen Abomodellen der Fall und Amazon sammelt weiter Daten über das Konsumverhalten der Kunden. Bei Amazon Prime Kunden ist das jedoch bereits jetzt der Fall. Nicht umsonst erhält man die diversen E-Mails von Amazon: "Wollen Sie dies nicht kaufen?", "Sie haben dies gekauft, dann kaufen Sie auch das.", oder "Diese Artikel werden gerne zusammen gekauft". Amazon Prime Kunden sollten das eigentlich wissen und wenn nicht, dann scheint es sie auch nicht zu interessieren.

Der große Wurf? Die Zukunft des Dash Buttons

Die ersten Erfahrungen aus Amerika zeigen, dass beim Dash Button scheinbar noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist und man kann sich sicherlich noch mehr vorstellen.

So gibt es zum Beispiel schon GPS Module in Getränkeautomaten, die sich selber melden, wenn sie leer sind oder der Füllstand unter eine kritische Menge sinkt. Man muss also noch nicht einmal mehr drücken. Zudem wären eine größere Auswahl und mehr Optionen bei einer Bestellung ganz interessant.

Der Dash Button ist also ein erster Wurf und zeigt, wo die Reise hingeht. Wir sind mal gespannt was noch folgt. Auf jeden Fall hat Amazon gezeigt, dass sie nicht umsonst der Benchmark für den digitalen und auch für den stationären Handel sind.

 

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E-Commerce Trends: Wie Sie diese für sich nutzen können

Pünktlich zum Ende des Sommers haben viele Verbände ihre Verbraucherbefragungen veröffentlicht, unter anderem hat der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) seine Befragung bezüglich „Einkaufspräferenzen im Online und Versandhandel sowie klassischen Einzelhandel“ veröffentlicht, die er zusammen mit der Creditform Boniversum durchführte.

Das Ergebnis zeigt deutlich, dass 37,3 Prozent aller Bürger den Einkauf im Online- und Versandhandel gegenüber dem Kauf im stationären Handel vorziehen, was einem Anstieg von über 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei stachen besonders die technik- und unterhaltungsaffinen Warengruppen hervor.

Doch auch der Online Modemarkt zeigt einen Anstieg, denn laut dem Institut für Handelsforschung Köln (IFH) stieg dieser um rund 17 Prozent, das entspricht einem Umsatzanstieg von über 8 Milliarden Euro. Der gesamte Anteil des Mode Einzelhandels stieg damit auf gute 16,8 Prozent.

 

Die Frage die sich nun stellt lautet: Wie können E-Commercer diesen Anstieg für sich nutzen und weiter voran treiben?

Bitkom veröffentlichte ebenfalls seine Studie über „Trends im E-Commerce - Konsumverhalten beim Online-Shopping“ und zeigt damit, welche Trends bei den Konsumenten beliebt sind und welche nicht.

Als Bezahlmöglichkeit ist PayPal immer noch sehr beliebt (52%), trotzdem kaufen etwa die Hälfte der Deutschen lieber auf Rechnung ein, dies geht aus dieser Studie deutlich hervor. Nur ein Drittel tätigt Kreditkartenkäufe, welches mit der Sorge um den Missbrauch der persönlichen Daten von 59 Prozent der Befragten begründet wurde. Deshalb sollten Sie neben Ihren angebotenen Bezahlmöglichkeiten auch „auf Rechnung kaufen“ in Betracht ziehen, denn ganze 23 Prozent der befragten User bestätigten, dass sie, wenn ihre bevorzugte Bezahlmöglichkeit nicht vorhanden ist, den Online Händler wechseln.

Wichtig ist auch die mobile Anpassung Ihres Shops, denn ganze 62 Prozent der Tablet Nutzer kaufen mit ihren Geräten online ein, bei Smartphone Nutzern sind es ganze 51 Prozent. Hier dominiert besonders die jüngere Zielgruppe. Doch nicht nur bei dem Kauf über mobile Geräte dominieren die 14-29 jährigen, sondern auch bei der Teilnahme an Rabattaktionen mit genau 30 Prozent, wogegen die 30-49 jährigen mit nur 15 Prozent von den Aktionen Gebrauch machen. Deshalb sollten Sie eventuelle Anbieter, welche solche Aktionen anbieten, ebenfalls in Betracht ziehen.

 

Auch die Bewertungsfunktionen bei Online Shops erfreuen sich an Beliebtheit, denn die Studie von Bitkom zeigt auch hier deutlich, dass fast drei Viertel aller Internetnutzer die Bewertungen anderer Kunden zu einem Produkt vor dem Kauf lesen und gut ein Drittel dieser gibt selber Bewertungen ab. Deshalb sollten Sie unbedingt darauf achten, dass auch in Ihrem Online Shop eine Bewertungsfunktion existiert. Wichtig ist hierbei auch die Reaktion auf negative Bewertungen, deshalb zögern Sie nicht Kontakt zu den Kunden aufzunehmen und öffentlich auf eine schlechte Bewertung zu reagieren. Eine einfache Frage, warum genau die Bewertung schlecht ausfiel oder eine Entschuldigung zeigt anderen Kunden auch Ihr Bemühen um die Kundenzufriedenheit. Löschen Sie jedoch nicht einfach schlechte Bewertungen, dies schürt nur die Unzufriedenheit und erregt das Misstrauen potentieller Kunden, wenn diese nur positive Bewertungen lesen.

Quelle: Bitkom.de