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15 Post-Corona-Thesen – was 488 Marketeers berichten

Die weltweite Corona-Pandemie hat für jeden von uns eine Veränderung bedeutet – für die einen mehr und die anderen weniger. Auch im Bereich des Marketings haben wir diese Veränderungen deutlich gespürt. Doch wie wird es aussehen, wenn wir Covid-19 überstanden haben? Wird alles zum Alten zurückkehren, bleibt vieles so bestehen oder verstärkt sich manches umso mehr? Im folgenden Beitrag stellen wir 15 Post-Corona-Thesen vor.

Befragung zu 15 Post-Corona-Thesen

Beim Digital Marketing Day 0720 des Deutschen Instituts für Marketing wurden die Besucher zu 15 Post-Corona-Thesen befragt. In diesem Beitrag werden die Thesen sowie die Ergebnisse der Befragung dargestellt. Erfahren Sie, was andere von der Post-Corona-Zeit in Bezug auf die Marketingwelt erwarten!

An dieser Stelle sagen wir zudem allen, die an der Umfrage teilgenommen haben:
Danke!

Die Teilnehmer des Digital Marketing Day 0720 sollten über 15 Post-Corona-Thesen abstimmen. Dabei konnten sie wählen zwischen „Stimme zu“, „Stimme nicht zu“ und „Bin unschlüssig“

1. These: Digitalisierung wird weiterhin nur ein Trend bleiben!

77,7 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage nicht zu. Es scheint unwahrscheinlich, dass die Digitalisierung nur ein Trend bleiben wird. Mit der Zeit erweitern sich die Möglichkeiten der digitalen Welt immer mehr. Gerade zu aktuellen Zeiten in der Corona-Pandemie sind viele Unternehmen gezwungen, sich weiterzentwickeln. Für viele scheint es deshalb wahrscheinlich unsinnig, dass die Nutzung der verschiedenen digitalen Möglichkeiten und Tools nach Corona wieder abnehmen sollte.

2. These: Intensivierung des digitalen Wettbewerbs!

Ganze 92,6 Prozent der befragten Teilnehmer des Digital Marketing Day 0720 stimmen dieser Aussage zu und erwarten einen stärkeren Wettbewerb in der digitalen Welt! Wenn die Digitalisierung zunimmt, dann wird sich mit ihr ganz sicher auch der digitale Wettbewerb intensivieren.

3. These: Mehr Innovationen und neue Geschäftsmodelle!

Auch hier waren die Marketeers sich einig: 92,6 Prozent gehen davon aus, dass es in der kommenden Zeit mehr Innovationen und neue Geschäftsideen geben wird. Niemand stimmte mit „Stimme nicht zu“ ab. Geht man davon aus, dass der Wettbewerb zunimmt, dann müssen sich Unternehmen mehr denn je durch neue Innovationen und Geschäftsmodelle Wettbewerbsvorteile verschaffen.

4. These: Social Media wird bleiben!

93,8 Prozent der Befragten stimmen dieser These zu. Aktuell boomt die Welt der Social Media. Instagram, Facebook und Co. sind inzwischen zu zentralen Plattformen geworden, auf denen sich Unternehmen vermarkten können. Die Mehrheit ist sich sicher, dass das auch weiterhin so bleiben wird. Wahrscheinlich nimmt gerade jetzt der Trubel um die bekannten Social Media Plattformen nochmals zu.

5. These: "Purpose" wird ein wichtiger Treiber in Premium-Segmenten!

Die Mehrheit der Digital Marketing Day 0720 Teilnehmer stimmt dieser These mit 62,6 Prozent zu! 34,4 Prozent der Befragten sind sich jedoch unschlüssig. Wird Purpose-Marketing wirklich zu einem zentraler Erfolgsfaktor in Premium-Segmenten?

6. These: Marken und Unternehmen müssen achtsamer werden!

92,1 Prozent der befragten Marketeers des DMD gehen davon aus, dass Marken und Unternehmen auch in Zukunft achtsamer werden müssen. Auf die Corona-Krise waren nur die wenigsten Unternehmen vorbereitet und mussten deshalb teilweise starke Rückschläge einstecken. In Zukunft werden sich wahrscheinlich einige Unternehmen auf unerwartete Situationen besser vorbereiten und vorsichtiger sein.

7. These: Marketingbudgets werden digitaler!

84,2 Prozent sagen ja! Das scheint auch im Hinblick auf die, von der Mehrheit erwartete, Intensivierung des digitalen Wettbewerbs schlüssig. Schon vor der Corona-Krise zeigte sich ein größer werdendes Marketingbudget für digitale Maßnahmen. Die Mehrheit der Befragten ist davon überzeugt, dass sich dies durch die aktuelle Situation noch verstärken wird.

8. These: Remote First – Homeoffice wird zum neuen #Normal!

52,1 Prozent der Besucher denkt, dass das Arbeiten im Homeoffice auch nach der Corona-Krise ein normales Arbeitsumfeld darstellen wird. Hier stimmen 16,2 Prozent nicht zu und 31,7 Prozent sind sich unschlüssig. Schwer einschätzbar! Da kommt es natürlich auch auf die Branche an. Wir werden sehen, was in Zukunft #Normal ist.

9. These: Menschen und Unternehmen werden weniger mobil sein!

Wird die Corona-Pandemie auch nach ihrem Abklingen die Mobilität einschränken? 53,2 Prozent stimmen dieser These nicht zu. Ein Viertel der Befragten (25,9 Prozent) sieht das anders und denkt, dass die Mobilität sinken wird.

10. These: Der Zugang zu Kunden im B2B-Bereich wird noch schwieriger!

Bei dieser These scheiden sich die Geister. Die Mehrheit, 38,2 Prozent, denkt nicht, dass sich der Kontakt mit den B2B-Kunden verschlechtern wird. Fast ein Drittel (29 Prozent) kann sich das jedoch vorstellen – das andere Drittel ist sich unsicher. Im Zuge der verstärkten Digitalisierung durch die Corona-Krise scheint es für die meisten noch unklar zu sein, inwiefern sich das auf Geschäfte mit B2B-Kunden auswirken kann.

11. These: Anforderungen an Arbeits-, Entscheidungs- und Informationsgeschwindigkeit sowie -flexibilität steigen!

94,7 Prozent der befragten Teilnehmer des Digital Marketing Day 0720 erwarten genau das! Durch die veränderten Situationsbedingungen mussten und müssen sich immer noch viele Unternehmen anpassen und neu erfinden. Aus diesem Grund werden wahrscheinlich auch die Anforderungen an Geschwindigkeit und Flexibilität verschiedener Arbeitsprozesse steigen.

12. These: Führung wird wichtiger!

Das denken zumindest 76,3 Prozent der Teilnehmer. Aber wird dies eine Auswirkung der Covid-19-Pandemie sein oder eine generelle Entwicklung von Unternehmensstrukturen? So oder so erwartet die Mehrheit, dass Führung eine immer wichtiger werdende Rolle darstellt.

13. These: Agile Prinzipien werden normal!

Jeder musste sich in dieser seltsamen Zeit anpassen. Genau das musste auch der Bereich des Marketings! 83,6 Prozent der befragten Marketeers sind sich einig, dass agile Prinzipien bald zum ganz normalen Alltag dazugehören werden.

14. These: Mehr staatliche Steuerung!

Knapp über die Hälfte, 51,9 Prozent, denkt nicht, dass es dazu kommen wird. Im Zuge der Pandemie sind viele Branchen vom Staat abhängig. Große Fluglinien, wie Lufthansa und Condor, könnten sich ohne staatliche Hilfe nicht weiter halten. Aber werden deshalb in Zukunft deutlich mehr Maßnahmen und Aktivitäten durch die Hand des Staates gesteuert? 35,7 Prozent können nicht einschätzen, wie sich die staatliche Steuerung letztendlich entwickeln wird.

15. These: German Angst – Datenschutz "Made in Germany" wird Standard!

German Angst – wird der Stereotyp der angstbehafteten Deutschen zum Standard für den Bereich Datenschutz? Die befragten Marketeers sind sich uneinig, 37,4 Prozent stimmen der These zu, 26 Prozent jedoch nicht – und der Rest ist sich unschlüssig. Aufgrund der Krise mussten Unternehmen sowie Privatpersonen in diversen Bereichen auf digitale Möglichkeiten zurückgreifen. Dadurch wurde auch das Thema Datenschutz wiederbelebt. Inwiefern das Angststereotyp der Deutschen für den Datenschutz zum Standard wird, wird sich zeigen.

Das DIM als Ihr Partner

Die Anforderungen steigen, das zeigt auch die Umfrage. Wir sind Experten im Bereich Marketing und unsere erfahrenen Marketingberater unterstützen Sie gerne bei Ihren Projekten. So schöpfen Sie das ganze Potenzial Ihrer Marke aus. Das DIM bietet Ihnen viele Vorteile:

  • Unsere Fachexperten spiegeln professionell Ihre Marketingarbeit
  • Feedback von erfahrenen Markenberatern
  • Unsere Marketingberater haben Erfahrungen in den notwendigen Prozessschritten und Umsetzungskonzepten
  • Durch neutrale Moderatoren sind wir auf die Moderationsprozesse und zu erreichenden Ziele fokussiert

Die erfahrenen Senior-Berater des Deutschen Instituts für Marketings begleiten Ihr Projekt von der Planung über die Entwicklung bis hin zur Implementierung. In den letzten Jahren haben wir zahlreiche Marketingprojekte realisiert.

Prof. Dr. Michael Bernecker

Prof. Dr. Michael Bernecker ist Geschäftsführer des Deutschen Institut für Marketing in Köln. Der Marketingprofi forscht, berät und trainiert im Kompetenzfeld Marketing & Online Marketing. Seine Kernkompetenz wird geprägt durch sein umfangreiches Fachwissen gepaart mit einer konsequenten unternehmerischen Sichtweise und der Fähigkeit, auch komplexe Sachverhalte zielgruppenadäquat zu kommunizieren.

Bastian Foerster

Bastian Foerster ist Projektleiter am Deutschen Institut für Marketing in Köln. Als Experte für Datenerhebungen und statistische Analysen zu Studienzwecken liefert er fundierte Informationen, die als Basis für marketing- und unternehmensrelevante Entscheidungen dienen. Er hat bereits eine Vielzahl an Projekten auf den Gebieten Imageanalyse, Erfolgs- und Wirkungskontrolle sowie Kundenzufriedenheitsmessung realisiert.

Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 16, E-Mail senden

Prof. Dr. Nikola Ziehe

Frau Prof. Dr. Nikola Ziehe trainiert als Fachreferentin und Trainerin am Deutschen Institut für Marketing in Köln. Als Expertin für Strategisches Management, Change Management, Strategisches Marketing, Pricing, Werbung und Efficient Consumer Response, bietet sie handlungsorientierte und praxiserprobte Lösungen.

Dipl.-Kffr. Claudia Harich

Diplom-Kauffrau Claudia Harich trainiert am Deutschen Institut für Marketing als Expertin die Bereiche Vertrieb, Marketing und Präsentation. Ihre fachliche Qualifikation basiert auf Ihrer langjährigen Tätigkeit als Führungskraft in internationalen Konzernen sowie ihrer Praxis als Geschäftsführerin eines Trainings- und Coachingunternehmens.

Torsten Pyzalski

Torsten Pyzalski ist Honorardozent und Mitarbeiter am Deutschen Institut für Marketing in Köln. Nach langjähriger Praxis in internationalen Industrieunternehmen mit Führungspositionen in Marketing und Werbung diverser Branchen ist er für das Deutsche Institut für Marketing primär als Trainer mit den Themen Marketing und Führung sowie DiSG®-Persönlichkeitsprofil tätig.

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Corona: Marketing in Krisenzeiten

Das Cornavirus hat Deutschland fest im Griff. Auch wenn erste Lockerungen des Shutdowns anstehen und die ersten Einzelhändler wieder öffnen dürfen, so ist diese Situation doch für alle sehr ungewohnt und bedeutend.

Wie soll man in einer Marketingabteilung oder als Marketingverantwortlicher mit der Corona-Krise eigentlich umgehen? Wir haben einige Aspekte und aktuelle Fragen zusammengefasst. Ein einleitendes Video finden Sie hier:

Führung in der Corona-Krise

Ein Marketingleiter ist immer auch Führungskraft und steht mit dem Team und den Kollegen in der Diskussion, wie man den Alltag nun managen soll. In vielen Marketingabteilungen wurde relativ schnell auf Homeoffice oder Kurzarbeit umgestellt. Doch diese Umstellung ist für eine Führungskraft auch kommunikativ zu begleiten. In unserem Beitrag Mitarbeiterführung in Krisenzeiten finden Sie weitere Infos.

Corona Marketing: Kundenverhalten in der Krise

Daneben stellt sich natürlich auch die Frage, wie man in der Krisenzeit mit seinen Marketingaktivitäten umgehen sollte. Einige erste Studien haben gute Feedbacks von Kunden geliefert.

Einige Statements und Thesen zum Kundenverhalten in der Corona-Krise:

Der Medienkonsum steigt

Mit der zunehmenden Ausbreitung der Corona-Pandemie steigt der Medienkonsum über alle Kanäle (Fernsehnutzung, Social Media und Internetnutzung) hinweg. In späteren Phasen der Pandemie steigt das Web-Browsing um 70 Prozent, gefolgt von einem Anstieg der (traditionellen) Fernsehzuschauer um 63 Prozent und einem Anstieg des Engagements in sozialen Medien um 61 Prozent gegenüber dem normalen Nutzungslevel. Whatsapp berichtet eine Steigerung um 40%. In China haben WeChat und Weibo einen Anstieg in der Nutzung um 58% verzeichnet.

Marketing Coronavirus

Wer aufhört zu werben, um Geld zu sparen, der kann auch seine Uhr anhalten, um Zeit zu sparen. Henry Ford

Seminar Erfolgreiches Markenmanagement

In unserem zweitägigen Seminar Erfolgreiches Markenmanagement lernen Sie strategische Marketingaktivitäten zu strukturieren und zu entwickeln, um so Ihre Marke voranzubringen. Sie bekommen Insights in wirksame Markenkonzepte, einen Überblick zu modernen agilen Tools in der Markenführung und können Ihre eigene Markenarbeit interaktiv mit dem Markentrainer reflektieren. Informieren Sie sich jetzt über die genauen Termine und die Inhalte!

Erwartungshaltung an Marken

Sollen Markenverantwortliche weiter Werbung schalten und ihre Marketingaktiväten wie gewohnt weiter betreiben? Einige aktuelle Studien lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Kunden erwarten von Marken, dass Sie Verantwortung für Ihre eigenen Mitarbeiter übernehmen und diese schützen.
  • Kunden haben nicht die Erwartung, dass Unternehmen und Marken ihre Werbung einstellen, sie sollte aber nicht mehr so viel Humor beinhalten und die Marken sollten die Coronavirus-Situation nicht ausnutzen.
  • Die Markenkommunikation sollte sachlich und hilfreich sein. Kunden erwarten, dass die Markenkommunikation aufzeigt,wie die Marke im Alltag hilfreich ist und wie sich die Marke in der Pandemie-Situation engagiert.

Sie benötigen Unterstützung bei der Gestaltung Ihrer Marketingaktivitäten in Krisenzeiten?

Sprechen Sie mit uns. Wir begleiten Sie und Ihre Marke durch die Corona-Krise.

Bastian FoersterBastian Foerster

Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 16
Fax: +49 (0)221 - 99 555 10 77
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Einkaufsverhalten von Konsumenten während der Corona-Krise

Wie verändert sich das Einkaufsverhalten während der Corona-Krise:

  • Größere Anschaffungen (Auto, Möbel) werden von den Konsumenten eher auf die Zeit nach der Krise verschoben. Der Ansatz "Ich gönne mir etwas in der Krise" scheint nicht zu stimmen!
  • Die Kategorien DIY, Garten und Essen scheinen europaweit im Trend zu liegen. Die Konsumenten sind mehr zu Hause und beschäftigen sich mit den Dingen, für die sie normalerweise wenig Zeit haben.
  • Die Bevorratung hat weltweit in den Haushalten zugenommen. Insbesondere bei Lebensmitteln und Medizin ist hier eine deutliche Aufstockung vorgenommen worden, während in den Kategorien Tierfutter, Fertiggemüse und Fleisch Rückgänge zu verzeichnen sind.
  • Aktuell sind die Kauffaktoren Qualität, Warenverfügbarkeit in bevorzugten Einkaufsstätten sowie Angebote die Topkriterien.
Online Marketing Manager

Die aktuelle Situation zeigt, dass die Corona-Krise sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die Online Marketing Welt hat.

Das Marktforschungsunternehmen Kantar hat zu guter Letzt noch eine interessante Zahl über die Auswirkungen eines going dark bei Fernsehwerbung: 6 Wochen keine Fernsehwerbung sollen fast 40% an Verlust des Bekanntheitsgrades bewirken! Werbung wirkt!

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Corona-Krise & Influencer-Marketing: Pandemie sorgt für Kapitalentzug

Wie viele Wirtschaftssektoren hat auch die Influencer-Branche mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen. Die Entschlackung der Märkte sorgt für einen Rückgang der Werbebuchungen und zieht Content Creatorn und Influencern finanzielle Standbeine weg. Im gleichen Atemzug entsteht aufgrund der Präventiv- und Quarantänemaßnahmen deutlich mehr Traffic im Netz, was zu einer erhöhten Reichweite in Social Media führt. Die Situation ist dennoch angespannt.

Symbolbild für Influencer

Das Coronavirus sorgt aktuell für eine nie dagewesene Krise globalen Ausmaßes. Sowohl das gesellschaftliche Leben als wirtschaftliche Strukturen sind von tiefgreifenden Einschnitten geprägt. Im Zuge der Entwicklungen sieht sich die Mehrheit der Unternehmen gezwungen, ihr Budget neu zu justieren, um sich für die Krise zu rüsten. Dabei können viele deutsche Betriebe die Last nicht allein schultern und brauchen dringend Geld. Der Blick in die Zukunft erfüllt viele Menschen mit Sorge.

Auswirkungen für die Influencer-Branche

Von der Corona-Krise ist auch die Influencer-Branche betroffen. Die Stagnierung der Wirtschaft sorgt für eine flächendeckende Unsicherheit bei den Unternehmen und Marken, die nun ihre Ausgaben in vielen Bereichen stark limitieren. So werden unter anderem die Werbemaßnahmen und -kampagnen auf ein Minimum heruntergefahren. In der Konsequenz wird deutlich weniger Kapital auf den Markt gespült. Die Auswirkungen dieser Entwicklung bekommen allmählich Influencer und Content Creators zu spüren.
Eine Untersuchung einer auf Influencer-Marketing spezialisierten Agentur zeigt die ersten Auftragsrückgänge im Monat März. So wurden in der Woche vom 9. bis zum 15. März noch rund 3.886 Werbebeiträge geteilt. Eine Woche darauf fiel die Zahl um 39 Prozent auf 2.727 werbende Influencer-Beiträge. Die weiteren Entwicklungen der Corona-Krise werden Aufschluss darüber geben, wie es um die Situation des Influencer-Marketings bestellt sein wird.
Parallel zur schrumpfenden Auftragslage der Influencer und Content Creators ist die Minimalisierung der sozialen Kontakte dafür verantwortlich, dass die Menschen vermehrt im Netz unterwegs sind. In der Folge sorgt die erhöhte Frequenz für einen Reichweitenanstieg auf den entsprechenden Kanälen.

Reichweite bringt Verantwortung

Das Schaffen der Influencer war schon immer darauf ausgelegt, Authentizität und Vermarktung in der Waage zu halten. Nur so konnte die Anhängerschaft das nötige Vertrauen aufbauen. Die Corona-Krise verleiht diesem ohnehin schon wichtigen Aspekt der Branche noch mehr Bedeutung und schiebt diesen in den Mittelpunkt.
Da die Kooperationsanfragen in der Branche zurückgehen, können Influencer zuweilen nicht wählerisch bei den Werbepartnern sein. Das gilt besonders für kleinere Content Creators. Dieser Umstand kann für einen Authentizitätsverlust sorgen und zu Unmut bei den Followern führen. Influencer sehen sich daher in der derzeitigen Situation damit konfrontiert, ihre Inhalte passend zu konzipieren und dabei den wirtschaftlichen Aspekt nicht zu vernachlässigen.

Corona-Krise: Leidende Branchen

Neben dem Influencer-Marketing sind zahlreiche andere Branchen von den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einschnitten im Zuge der Pandemie betroffen. Einige Bereiche kommen derzeit sogar vollkommen zum Erliegen, und sie steuern geradewegs in einen Wirtschaftskollaps. Auch wenn die Bundesregierung ein umfassendes Hilfspaket bereitgestellt hat, dürften diese Branchen nicht ohne Kollateralschäden auskommen.
Allen voran leidet aktuell die Luftfahrt sehr stark. Der internationale Luftfahrtverband IATA geht in seinen aufgestellten Prognosen davon aus, dass ein Verlust von rund 63 Milliarden Dollar auf die Branche zukommen wird. Die Menschen fliegen aus Angst vor dem Coronavirus nicht mehr in den Urlaub oder können wegen Einreiseverboten und Ausgangssperren nicht auf den Flugverkehr zurückgreifen. Zudem streichen immer mehr Unternehmen die Dienstreisen ihrer Mitarbeiter. Da die Luftfahrt eng mit der Tourismusbranche verzahnt ist, werden auch hier extreme Einbußen die Folge sein.
Der Verband der Deutschen Messewirtschaft (Auma) sieht auf Grundlage der bisherigen Annullierungen und Verschiebungen hohe Verluste auf die Messebetreiber und Messebaufirmen zukommen. Nach aktuellen Prognosen werden die finanziellen Einbußen rund drei Milliarden Euro betragen. Auf globaler Ebene sollen es laut dem Weltverband Messewirtschaft sogar mehr als 14 Milliarden Euro sein.