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Live Shopping – Hintergründe und Tipps zum E-Commerce Trend

Bei Live Shopping handelt es sich in der heutigen Zeit um eine „moderne Form“ von Teleshopping. Immerhin basiert das Verkaufen hier auf demselben Prinzip, das viele Kinder der 90er noch von einschlägigen TV Sendern kennen dürften.

Im Gegensatz zum Fernseher spielen heute jedoch die sozialen Netzwerke eine wichtige Rolle. Denn: Live Shopping findet vor allem auf Instagram, YouTube und anderen einschlägigen Plattformen statt. Doch was ist eigentlich das Besondere an dieser Art von Werbung? Und worauf sollte beim Erstellen der entsprechenden Kampagnen geachtet werden? Die folgenden Abschnitte geben Klarheit.

An wen richten sich Live Shopping Kampagnen?

Live Shopping Kampagnen richten sich vor allem an diejenigen, die sich oft in den Sozialen Netzwerken aufhalten und hier entsprechend aktiv sind. Die Zielgruppe ist – im Vergleich zu TV-Werbespots – etwas jünger und internetaffin.

Daher erklärt es sich von selbst, weshalb sich dies unter anderem auch in der Produktpalette, für die im Rahmen von Live Shopping Kampagnen geworben wird, widerspiegelt. Vor allem Werbung für Kleidung und Kosmetik eignet sich hervorragend dazu, um im Rahmen von Live Shopping präsentiert zu werden.

Live Shopping als internationaler Trend

Bevor das moderne Live Shopping hierzulande bekannt (und beliebt) wurde, erfreute es sich bereits in anderen Ländern einer besonderen Beliebtheit. Vor allem in den USA lassen es sich viele Unternehmen schon lange nicht nehmen, ihre Produkte auf diese Weise an den Mann (oder an die Frau) zu bringen.

Der Erfolg gibt der Strategie Recht. Immerhin ist es auf diese Art möglich, individuell und persönlich zu werben und auf die Kommentare der virtuellen Besucher einzugehen. Denn: im Gegensatz zum Teleshopping besteht beim Shopping über die Sozialen Netzwerke für Chance, die Chatfunktion zu aktivieren und sich so aktiv mit den Interessenten auszutauschen.

Sicherlich auch aufgrund des großen Erfolges, der in den USA mit dieser Art von Marketing verbunden ist, hat es das Live Shopping auch hier geschafft, seinen Siegeszug anzutreten.

Ihnen fehlt das nötige Know-how?

Dass Unternehmen ohne Online-Präsenz im Jahr 2021 kein modernes Marketing betreiben können, ist bei den meisten Marketing-Verantwortlichen mittlerweile angekommen. Das neue Feld sind nun seit geraumer Zeit die sozialen Medien. Kundinnen und Kunden können in den Netzwerken persönlicher angesprochen werden und durch Kommentar- und Chatfunktionen rückt das Unternehmen näher an seine Zielgruppe heran. Um professionelles Marketing mit Erfolg auch im Social Media Bereich umsetzen zu können, braucht es eine strategische Umsetzung und messbaren Erfolg. Unser Seminar Social Media Marketing vermittelt Ihnen praktisches Werkzeug zur erfolgreichen Planung einer Social Media Strategie. Sichern Sie sich Ihren Platz!

Wie funktioniert Live Shopping genau?

Wie bereits erwähnt, erinnert das moderne Live Shopping in gewisser Weise an das Teleshopping der 1990er Jahre. Ein Moderator oder eine Moderatorin bewirbt ein bestimmtes Produkt live und vor laufender Kamera – eben nur nicht im TV, sondern auf einer Social Media Plattform. Im Idealfall sollte die Verkaufskampagne ein paar Tage vorher angekündigt worden sein, damit diejenigen, die sich für das Unternehmen und/oder das Produkt interessieren, auch rechtzeitig einschalten.

Wie lange das Event dauert und wie detailreich sich das Live Shopping gestaltet, ist natürlich vom Unternehmen bzw. vom Vertrag mit dem Influencer, der als Testimonial oder Moderator auftritt, abhängig. Von vergleichsweise kurzen Spots bis hin zu längeren Auftritten ist hier alles möglich.

Ein Aspekt, der dazu führt, dass sich das Live Shopping deutlich von klassischem Teleshopping unterscheidet, ist die Interaktion. Während das Produkt vorgestellt wird, haben die Zuschauer (sofern die entsprechende Funktion freigeschaltet ist) die Möglichkeit, Feedback zu geben und Fragen zu stellen.

Dies bietet dem Moderator die Chance, direkt auf die entsprechenden Details einzugehen und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. „Ganz nebenbei“ lässt sich auf diese Weise auch die persönliche Verbindung zu einer Marke stärken.

Während des Live Shoppings (und selbstverständlich auch noch danach) hat die Zielgruppe die Möglichkeit, das betreffende Produkt zu kaufen. Aufgrund der zahlreichen Vorteile (s. u.), die diese Art des Shoppings mit sich bringt, haben sich schon jetzt viele Unternehmen dazu entschlossen, ihre Produkte auf diese Art zu verkaufen – nicht ausschließlich, aber als ein Bestandteil eines umfassenden Marketingkonzepts.

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Welche Vorteile bietet Live Shopping genau?

Live Shopping hat – gerade in der Corona Pandemie – dafür gesorgt, dass der Kontakt zwischen Kunden und ihren Lieblingsunternehmen bzw. -marken nicht komplett zum Erliegen kam. Doch auch nach der Pandemie ist es natürlich möglich, von den umfassenden Vorteilen, die das Live Shopping bietet, zu profitieren.

Die folgenden Punkte zeigen, wie vielseitig die positiven Einflüsse sein können, die sich aus dieser Art des Verkaufens ergeben.

Live Shopping

Ein hohes Maß an Flexibilität

Live Shopping Events in den Sozialen Netzwerken lassen sich weitestgehend unabhängig von Öffnungszeiten und wahlweise auch recht spontan planen. Immerhin müssen die Verkaufsräume nicht aufwendig auf Kundenbesuch vorbereitet werden. Wer möchte, kann – beispielsweise als Influencer – Kleidung, Make Up und Co. aus dem eigenen Wohnzimmer heraus präsentieren.

Eine vergleichsweise günstige Form von Marketing

Live Shopping Veranstaltungen lassen sich vergleichsweise günstig umsetzen. Klar: wird ein erfolgreicher Influencer engagiert, kann dies dafür sorgen, dass das zur Verfügung stehende Budget stark belastet wird. Selbstverständlich ist es jedoch auch möglich, weitaus standardisierter zu starten und auf eigene Mitarbeiter zu setzen. Viele freuen sich darüber, dass ihr Arbeitsbereich auf derart kreative Weise erweitert wird. Zudem erweist sich Live Shopping auch meist als günstigere Alternative zu aufwendigen Produktpräsentationen und Modenschauen vor Ort.

Live Shopping Events wirken authentisch

… und zwar vor allem deswegen, weil das Publikum den Inhalt des Streams maßgeblich mitbestimmen kann. Fragen, Kommentare und Co. können nicht abgesprochen werden. Um möglichst zeitnah antworten bzw. reagieren zu können, empfiehlt es sich immer, ein solches Live Shopping Event mindestens mit zwei Moderatoren zu veranstalten. Während einer spricht, kümmert sich der andere um die eingehenden Fragen, sortiert gegebenenfalls aus und leitet diese an den „Haupt-Moderator“ weiter. Diejenigen, die sich auf die Freundlichkeit ihrer Community verlassen können, sind hier klar im Vorteil. Sie wissen meist genau, dass auf sie (und ihre Zuschauer) ein spannendes Event wartet, das nicht durch unhöfliche Kommentare u. ä. gestört wird.

Die betreffenden Marken werden „persönlicher“

Viele Verbraucher kaufen seit Jahren beim selben Unternehmen. Erhält dieses plötzlich ein Gesicht, wirkt der komplette Verkaufsprozess oft noch persönlicher. Genau dieser Aspekt kann sich positiv auf die Kundenbindung auswirken. Denn: fühlen sich die Zuschauer während einer Live Shopping Veranstaltung wohl, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie beim nächsten Mal wieder einschalten, hoch. Die Folge: Sie werden mit noch mehr Produkten einer Marke, für die sie sich ohnehin interessieren, konfrontiert. Eine ausbaufähige Win-Win-Situation!

Ein Einstieg in das Live Shopping lohnt sich auch für Unternehmen mit einer langen Firmengeschichte

Live Shopping lohnt sich doch ohnehin nur für moderne Start-Ups!“ – Wirklich? Hierbei handelt es sich um einen klassischen Trugschluss. Denn: selbstverständlich haben auch Marken, die schon lange am Markt aktiv sind, die Möglichkeit, ihre Umsätze – je nach Zielgruppe – mit Hilfe von Live Shopping zu steigern.

Genau hierin liegt vermutlich auch das „Geheimnis“ dieser Art von Marketing: sie lässt sich im Zusammenhang mit den unterschiedlichsten Branchen, weitgehend ortsunabhängig und individuell nutzen – und kann dafür sorgen, dass auf einmal noch mehr Menschen auf die eigenen Produkte aufmerksam werden.

Damit möglichst umfassend von den oben genannten Vorteilen profitiert werden kann, lohnt es sich – sowohl für alteingesessene Unternehmen als auch für Start Ups – die folgenden Tipps zu berücksichtigen:

  • Eine stabile Internetverbindung stellt die Basis für ein erfolgreiches Live Shopping. Wer möchte sich schon beim Einkaufen über ruckelnde Bilder ärgern müssen?
  • Wer als Moderator beim Live Shopping auftritt, sollte sich auf viele Rückfragen vorbereiten, um kompetent zu wirken (Influencer und andere Personen, die nicht allzu tief im Thema sind, sollten entsprechend geschult bzw. in die Materie eingeführt werden).
  • Selbstverständlich sollte die Atmosphäre, in der verkauft wird, anschaulich gestaltet sein. Ein aufgeräumter Hintergrund ist das A und O.
  • Eine positive Grundstimmung wirkt sich meist auch positiv auf das Shoppingerlebnis aus. „Störenfriede“, die andere beschimpfen oder anderweitig negativ auffallen, sollten blockiert werden.
  • Hin und wieder ein „Call to Action“ kann helfen, den Zuschauer an seinen etwaigen Einkauf „zu erinnern“.
  • Wer verkaufen möchte, sollte auf Augenhöhe bleiben. Ein sympathisches Auftreten hilft nicht nur im „echten“ Laden, sondern auch beim Live Shopping.
  • Um den Stressfaktor beim Live Shopping ein wenig herunterzuschrauben, ist es von Vorteil, mindestens zu zweit an den Start zu gehen. Während Person Nr. 1 spricht und mit den Zuschauern interagiert, kümmert sich Person Nr. 2 um alles, was hinter der Kamera wichtig wird.

Zu guter Letzt gilt das altbekannte Motto „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!“. Klar: jeder wünscht sich sicherlich das „perfekte“ Live Shopping Erlebnis für sich und seine Zuschauer. Sollte etwas nicht glattgehen, bedeutet dies jedoch nicht zwangsläufig, dass dem betreffenden Unternehmen geschadet worden wäre. Hier gilt: durchatmen und die Nerven nicht verlieren. Je öfter Events dieser Art veranstaltet werden, desto mehr Routine schleicht sich meist auch ein und desto höher wird der Spaßfaktor und Erfolg für alle Beteiligten.

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Influencer Marketing – Der Einfluss von Meinungsmachern

Mit dem Wandel auf den Märkten und der Gesellschaft durch die Digitalisierung verändern sich auch die Maßnahmen im Marketing. Influencer Marketing ist eine neue Werbeform, die durch ihre hohe Effizienz sehr lukrativ für viele Unternehmen ist. Mithilfe des Einflusses und der Reichweite von Influencern, zu deutsch "Beeinflussern" oder "Meinungsmacher", soll die Marketing-Strategie ausgebaut und mehr Aufmerksamkeit generiert werden. Da zwischen den Influencern und ihren Followern eine hohe Vertrauensbasis besteht, gilt diese Marketingmaßnahme als eine mit hohem Potenzial.

1. Definition – Influencer Marketing

Influencer sind Meinungsmacher, die in sozialen Netzwerken aktiv sind und eine gewisse Anzahl an loyalen Followern haben. Sie sind gerade für Unternehmen interessant, da ihre Empfehlungen und Meinung von den eigenen Fans geschätzt und beachtet werden. Sie können ihre Follower beeinflussen. Glaubwürdigkeit wird vielen Influencern zugesprochen, wodurch sich ihr Einfluss auf Marken verstärkt. Wenn die Zielgruppe mit der des Unternehmens übereinstimmt, kann eine Zusammenarbeit erfolgreich werden. Gearbeitet wird anhand von Beurteilungen und Bewertungen gegenüber der Leistung der Unternehmen. Studien zum Influencer Marketing haben gezeigt, dass gerade bei Jugendlichen im Alter von 14 - 17 Jahren Produktpräsentationen durch Influencer eine hohe Glaubwürdigkeit haben. Noch wirksamer sind jedoch Empfehlungen von Freunden und Bekannten bzw. Kundenbewertungen auf Produktseiten.

Artverwandte Begriffe von Influencern sind zum einen Testimonials und zum anderen Markenbotschafter. Bei Ersteren handelt es sich um bekannte Persönlichkeiten, die sich für ein Produkt oder eine Marke gegen Bezahlung aussprechen und sie entsprechend vermarkten. Die entsprechenden Persönlichkeiten gelten dabei für einen festgelegten Zeitraum als „Gesicht der Marke“, sodass das auftragsgebende Unternehmen bzw. dessen Produkte mit der Werbe-Persönlichkeit assoziiert werden. Demzufolge ist es von besonderer Bedeutung, dass das Image des Unternehmens mit dem des Testimonials korrespondiert. Beispiele für Testimonials sind der Formel 1-Rennfahrer Nico Rosberg und der Sänger Iggy Pop, die in diversen Werbe-Kampagnen der Deutschen Bahn zu sehen sind.

Der Begriff Markenbotschafter hingegen bezieht sich auf (bekannte) Persönlichkeiten, die sich aus eigener Überzeugung und dabei ohne Bezahlung für ein Produkt oder eine Marke aussprechen. Somit können selbst Kunden oder Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens Markenbotschafter sein. Beispielsweise erhielt vor wenigen Jahren jeder Kunde, der ein Apple-Produkt kaufte, einen kostenfreien Sticker mit dem Apfel-Logo des Unternehmens dazu. Diesen klebten sich viele der damaligen Kunden an verschiedene Geräte und Gegenstände. Dadurch verbreiteten sie das Logo von Apple aus eigener Überzeugung, wodurch das Unternehmen weiter an Bekanntheit erlangte. Auch hier sollte das Image des Unternehmens mit dem des Markenbotschafters zusammenpassen, um eine begünstigende Wirkung für die Marke oder das vermarktete Produkt zu erzielen.

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2. Was ist ein Influencer? - Arten von Influencern

Ein Influencer ist im allgemeinen eine Person, die mit ihren Inhalten (Text, Bild, Audio oder Video) über Social Media Kanäle ihre Zielgruppe erreicht und damit eine eigene soziale Reichweite erzeugt.

Influencer lassen sich zum einen hinsichtlich ihrer Reichweite und zum anderen nach den drei „Digital Influence“-Dimensionen von Brian Solis in vier übergeordnete Klassen einteilen. Spricht man von Brian Solis „Digital Influence“-Dimensionen handelt es sich dabei um Reach, Relevance und Resonance.

Reach bezieht sich auf die qualitative und quantitative Reichweite eines Influencers. Anhänger, Follower  der Abonnenten dienen hierbei als qualitative Messgröße. Auf der anderen Seite dienen die  Glaubwürdigkeit und das Image des Influencers als quantitative Messgröße.

Geht es darum, inwieweit ein Fan / Follower den Aussagen eines Influencers Vertrauen schenkt und dem Grad der Autorität eines Influencers, spricht man von der Relevance.

Die dritte Dimension, die sogenannte Resonance, zeigt das Engagement eines Influencers. Das bedeutet, wie intensiv und häufig der Influencer mit seinen Followern interagiert und beispielsweise Kommentare entgegenbringt.

Üblicherweise werden Influencer über die Anzahl ihrer Follower in Nano, Micro, Macro, und Mega Influencer eingeteilt. Dazu mehr weiter unten im Beitrag.

Eine weitere Einteilung bezieht sich auf die bespielten Kanäle wie zum Beispiel YouTuber, Instagrammer, TIK-TOK Stars oder Streamer (Twitch). Nach der Stellung außerhalb bzw. innerhalb einer Organisation spricht man gelegentlich von Corporate Influencern und Markenbotschafter.

3. Warum Influencer Marketing wirkt

Eine Studie von G&J hat einige interessante Inisghts zum Influencer Marketing geliefert:

Influencer Marketing erzeugt Reichweite und Aufmerksamkeit:

Den Followern fällt auf, wenn ein Influencer eine Marke erwähnt, wobei sie die konkrete Botschaft der Influencer auch eindeutig der werbenden Marke zuordnen. Mit einem Zuwachs von 34,8 Prozent schaffen Influencer-Kampagnen damit in hohem Maße Aufmerksamkeit für eine Marke.

Influencer Marketing hilft scheinbar bei der Steigerung der Markenbekanntheit:

In der Folge wird die Brand Awareness um durchschnittlich 17,3 Prozent gesteigert, bei vorher eher unbekannten Marken kann die Bekanntheit sogar mehr als verdoppelt werden.

Influencer Marketing emotionalisiert und bietet Interaktionen:

Die Influencer-Kooperationen bauen eine starke Nähe zwischen Marke und Follower auf, sichtbar in deutlich gesteigerten Werten für Sympathie, Vertrauen und Glaubwürdigkeit der Marke.

Influencer Marketing kann Impulse für den Vertrieb liefern:

Die Kaufbereitschaft für eine Marke wird durch Influencer-Kooperationen im Schnitt um 29 Prozent gesteigert, die Weiterempfehlungsbereitschaft sogar um 37 Prozent.

Der Einfluss von Influencern auf die Kaufentscheidung variiert je nach Alter sowie auch Kanal. So zeigt sich in einer Studie von Faktenkontor aus dem Jahr 2020, dass YouTuber einen etwas höheren Einfluss auf das Kaufverhalten haben als andere Social-Media-Influencer. Weiterhin zeigt sich, dass besonders 16-19 Jährige der Meinung von Influencern vertrauen.

Einfluss Influencer auf Kaufentscheidung Kanal

Quelle: Social-Media-Atlas 2020: Erhebung durch Toluna; IMWF, Veröffentlicht durch Faktenkontor, Juni 2020

Einfluss Influencer Kaufentscheidungen nach Altersgruppen

Quelle: Social-Media-Atlas 2020: Erhebung durch Toluna; IMWF, Veröffentlicht durch Faktenkontor, Juni 2020

Influencer können die eigene Kommunikation effizienter gestalten

Üblicherweise nutzen Unternehmen Influencer, um an deren Reichweite und Zielgruppe heranzukommen. Ein weiterer Schritt kann sein, Influencer für die eigene Kommunikation einzusetzen. So haben Studien gezeigt, dass sich die Öffnungsraten von Newslettern durch die Erwähnung von Influencern und Klickraten bei Owned Social Media (Posts) steigern lassen.

4. Aktuelle Influencer Marketing-Studien

Da es sich bei Influencer Marketing um ein recht neues Konzept handelt, gibt es dazu bisher kaum Studien. Im Folgenden sind einige der wenigen Studienergebnisse prägnant zusammengefasst.

Studie Influencer Marketing in Unternehmen durch den BVDW 2021

Eine nicht repräsentative Befragung von 107 Agenturen aus dem BVDW hat folgende Ergebnisse zu Tage gefördert:

  • Influencer Marketing wird auch 2021 eine wichtige Rolle spielen
  • Die Budgets für die Influencer-Marketing-Kampagnen steigen deutlich.
  • Im Vergleich zum klassischen Marketing sehen die Befragten klare Vorteile beim Influencer Marketing.
  • Durch die Corona-Pandemie ist die Bedeutung von Influencer Marketing ebenfalls gewachsen.
  • Es werden pro Jahr wesentlich mehr Kampagnen mit Influencern geplant.
  • Die Qualität von Influencer Marketing hat sich in den letzten Jahren verbessert.
  • Die Bedeutung von Micro und Macro Influencern sowie Gamern wächst bei der Buchung von Influencern.
  • Es gibt mehr Verantwortliche für Influencer Marketing in den Unternehmen.
  • Die Engagement-Rate ist mit 81 % der wichtigste Aspekt bei der Messung von Influencer-Marketing-Kampagnen. Conversions sind sogar für über 61 % ein wichtiges bis sehr wichtiges Kriterium.

Zu den ausführlichen Ergebnissen der Studie geht es hier Studie Influencer Marketing.

Econsultancy Studie 2019/2020

Eine Befragung von 1.173 Marketeers  und 500 Endkunden  hat gezeigt, dass Authentizität und Transparenz die beiden wichtigsten Schlüsselfaktoren für den Erfolg eines Influenzers sind.

  • 90% der befragten Marketingexperten sagen, dass der Nachweis der Authentizität für die Zukunft des Influencer-Marketings entscheidend ist
  • 85% der Befragten sagen, dass die Engagement-Daten die wichtigste Erfolgsmetrik für das Influencer-Marketing
  • Fake-Follower sind das das größte Problem im Influencer Marketing
  • 61% der befragten Endkunden im Alter von 18 bis 34 bestätigten, dass Sie beim Kauf von Produkten schon von Influencern beeinflusst wurden.

Studie „Bedeutung von Influencer Marketing in Deutschland 2017“

Die Studie, die im Auftrag vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und INFLURY GmbH im Jahre 2017 entstand, umfasst die Bedeutung, Nutzung und Wirkung von Influencer Marketing in Deutschland. Ziel dieser Studie war es, aus der Sicht des Online-Nutzers sowohl eine Übersicht zur Situation des Influencer Marketings in Deutschland zu erhalten, sowie die Werbewirkung, Akzeptanz und die Einschätzungen von Trends zu ermitteln. Bei der online-repräsentativen Primärdatenerhebung wurden insgesamt 1.604 Online-Nutzer über 14 Jahren befragt. Die Stichprobe wurde zudem in Social Media-affine Shopper und Influencer-affine Shopper unterteilt. Unter Social Media-affinen Shopper werden jene Nutzer verstanden, die angegeben haben, durch Social Media auf ein Produkt oder einen Service aufmerksam geworden zu sein. Die Influencer-affinen Shopper sind dagegen jene Nutzer, die angegeben haben, Produktempfehlungen von Influencern bewusst wahrzunehmen.

Ein wesentliches Ergebnis dieser Studie war, dass 68% der Befragten schon mal auf ein Produkt über Social Media aufmerksam geworden sind. Die wichtigsten Social-Media-Kanäle sind dabei Facebook (52%) und YouTube (37%). Instagram (15%) liegt hinter WhatsApp (22%) auf Platz 4.

Grundsätzlich wird laut der Studie deutlich, dass Influencer einen hohen Einfluss auf die Produktwahrnehmung der Nutzer haben. So gaben 38 Prozent der Social Media-affinen Nutzer (n = 1.103) an, dass sie das Produkt, welches sie online sahen, über einen Influencer präsentiert bekommen haben. 15% der Social Media-affinen suchen sogar aktiv bei Influencern nach Produktinformationen. Die Gründe, sich bei Influencern direkt zu informieren, sehen die Nutzer hauptsächlich in dem Gefühl der persönlichen Ansprache (29%) sowie in der guten Erklärung der Vor- und Nachteile des Produktes (28%). In Bezug auf die befragten Influencer-affinen Shopper (n = 422) ergab sich zudem, dass jeder sechste 14- bis 29-jährige Online-Nutzer später bewusst ein Produkt kauft, das von Influencern präsentiert wurde.

Den größten Einfluss haben Influencer allgemein auf die Bereiche Ernährung, Mode, Beauty sowie Technik. Die Ernährung ist dabei ein altersübergreifendes Thema.

Auch die Glaubwürdigkeit der Influencer wurde in der Studie erhoben. Fast ein Drittel der befragten Online-Nutzer gab an, dass Produktvorstellungen von Influencern und Experten im Internet besonders glaubwürdig sind. Noch glaubwürdiger sind laut den Usern nur Empfehlungen von Freunden und Bekannten (63%) sowie Bewertungen von Kunden auf Produktseiten (48%).

Studie „The Impact of Influencer Marketing on Perception and Experience of Unknown, Weak and Strong Brands”

Ziel dieser Studie vom Institut für Marken- und Kommunikationsforschung (IMK) der EBS Universität für Wirtschaft und Recht war es, den Einfluss von Influencer Marketing auf die Wahrnehmung starker, schwacher und unbekannter Marken zu ermitteln. Im Rahmen dessen wurde Caro Daur repräsentativ als Influencer ausgewählt, Nivea als starke und Rival de Loop als schwache Marke. Durch die Befragung von insgesamt 127 Menschen wurde die Wahrnehmung der entsprechenden Marken sowohl vor als auch nach dem Sichten des Instagram Posts von Caro Daur mit dem Produkt ermittelt.

Die Studie hat ergeben, dass Influencer Marketing einen nachweisbaren Effekt auf die Wahrnehmung von sowohl starken als auch schwachen Marken hat. Im Vergleich zu ersteren ist der Effekt auf schwache Marken allerdings auffällig größer. Diese unterschiedliche Effektstärke resultiert daraus, dass das Wahrnehmungsbild von starken Marken bereits verfestigt und somit konsistent ist. Das bedeutet, dass die Konsumenten Produkte dieser starken Marke ohnehin kaufen würden, ganz gleich, ob sie über einen Influencer beworben wird oder nicht. Auf die Wahrnehmung einer schwachen Marke, von der Konsumenten noch nicht ganz überzeugt sind, hat das Influencer Marketing hingegen einen nachweislich stärkeren Effekt. Resultierend daraus nehmen die Konsumenten entsprechend beeinflusst wahr und verfestigen ihre Einstellung zur jeweiligen Marke bzw. dem Produkt. Ist die Marke unbekannt, hat dessen Vermarktung durch einen Influencer nur insofern einen Effekt, als dass dieser Marke die am stärksten wahrgenommenen Charakteristika des Influencers zugeschrieben werden. Demnach sollten die Aktivitäten des Influencers mit den Produkten der jeweiligen Marke vereinbar sein, um ein entsprechendes Wahrnehmungsbild in den Köpfen der Menschen zu (ver-)festigen.

Daten & Fakten zum Influencer Marketing von der American Marketing Association und dem Influencer Marketing Hub

  • 84% der Unternehmen, die Influencer Marketing betreiben, messen die Wirkung und somit den Erfolg der Produkt- oder Markenvermarktung durch den Influencer mithilfe der Engagement Rate (Erfassung von Likes, Shares und Comments, um Interaktion der Nutzer mit dem Influencer vor dem Hintergrund der Produktvermarktung nachzuvollziehen)
  • Für jeden Dollar, den die Unternehmen in Influencer Marketing investieren, erhalten sie im Durchschnitt $7.65 an Earned Media Value (Wert, der für das Unternehmen durch eine Werbeform erzielt und von den Nutzern der Medien über Transaktionen generiert wird. Dieser errechnet sich losgelöst von der offiziellen Kommunikation, wie z.B. via Influencer Marketing)
  • 2/3 der Marketingfachmänner von verschiedenen Unternehmen sagen, dass sie ihre Investition in Influencer Marketing in den nächsten 12 Monaten (Stand Anfang 2018) steigern werden
  • In 2015 gab es 3.6 Millionen gesponsorte Influencer Posts; Ende 2018 waren es bereits 24.2 Millionen Influencer Posts
  • 84% der Marketingexperten sagen, dass Influencer Marketing gewinnbringend für das Unternehmen ist
  • 55% sagen zudem, dass Influencer Marketing „bessere“ Kunden im Sinne von potenziell loyaleren und langfristig überzeugten Konsumenten bringt
  • In 2016 eröffneten 335 neue Influencer Marketing Plattformen und Agenturen; in 2017 öffneten 420 neue solcher Agenturen und Plattformen

Studie über die Glaubwürdigkeit von Influencern

Den meisten Social Media Nutzern sollte mittlerweile geläufig sein, dass Influencer mit Werbung Geld verdienen. Trotzdem genießen diese eine erstaunlich hohe Glaubwürdigkeit. Vor allem im Vergleich zu anderen Werbekanälen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Followerzahl künstlich gepusht wird und Instagram-Folllower gekauft werden. Dies kann zu einem extremen Imageverlust führen.

In einer 2020 veröffentlichten Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), in der 1.068 Deutsche befragt wurden, geben 67 % an, dass sie Influencer nicht als glaubwürdiger empfinden als klassische Kanäle. 26,5% bewerten Influencer jedoch glaubwürdiger als klassische Kanäle. 21,6 % haben schon einmal ein Produkt aufgrund der Sichtung bei einem Influencer gekauft.

Influencer Glaubwuerdigkeit

Influencer Kaufbeeinfussung

 

Wichtig beim Influencer Marketing ist allerdings, dass das angeworbene Produkt zu dem Influencer und seinen Themen passt. Ist dies nicht der Fall – so haben verschiedene Untersuchungen ergeben – verliert dieser an Glaubwürdigkeit.

5. Influencer Marketing 2020 - Prof. Dr. Michael Bernecker im Interview mit Mohamad Chouchi

Influencer Marketing entwickelt sich dynamisch weiter. Handelte es sich zunächst um eine Nische (Blogger-Relations) hat es sich mit der Verbreitung der Social Media Kanäle zu einem Mainstream Thema und einer ernstzunehmenden Vermarktungsart entwickelt. Prof. Dr. Michael Bernecker, Geschäftsführer des Deutschen Institut für Marketing, stand Mohamad Chouchi Rede und Antwort!

Hier geht es zum Beitrag auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/pulse/influencer-marketing-2020-interview-mit-dem-prof-dr-michael-chouchi 

6. Themenfelder und Plattformen im Influencer Marketing

Influencer Marketing findet in vielen verschiedenen Themenbereichen statt. Es gibt einige große Gebiete, jedoch können auch Nischenbranchen interessant sein, da dort die Gefahr von Mitläufern und inaktiven Fans geringer ist. In folgenden Bereichen gibt es eine Vielzahl von Influencern:

  • Mode
  • Gaming
  • Ernährung
  • Beauty
  • Spaß
  • Musik
  • Fitness
  • Fußball

Die meistgenutzten Plattformen sind Instagram, Facebook und YouTube. Doch auch Twitter, Snapchat, Pinterest und eigene Blogs können Fans auf sich ziehen. Fast jeder Influencer nutzt mehrere Kanäle, um insgesamt mehr Reichweite zu erzielen.

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten und den Einsatz von Influencern erfahren? In unserem Social Media Seminar finden Sie den notwendigen Input!

7. Influencer Marketing: Einteilung der Influencer nach Anzahl an Followern

Die Unterscheidung der Influencer anhand ihrer Reichweite ist vor allem für Influencer-Kampagnen (das heißt, sowohl für Influencer Relations als auch für Influencer Marketing) wichtig. Je nachdem, welche relevante Zielgruppe angesprochen werden soll, ist es nötig, die passenden Influencer auszusuchen. Nur dann kann eine Influencer-Marketing-Kampagne erfolgversprechend werden. Die Influencer lassen sich daher aufgrund ihrer Follower-Zahl in Gruppen unterteilen. Jede dieser Gruppen hat zudem einen unterschiedlichen „digitalen Einfluss“. Die Unterteilung sieht wie folgt aus:

Nano-Influencer:

Alle Influencer mit einer Follower-Zahl von 50 bis 10.000 gehören zu den Nano-Influencern. Ihnen wird von einer relativ kleinen sozialen Gruppe eine bedeutende Erfahrung in Bezug auf spezielle Themen zugeschrieben. Obwohl die Nano-Influencer eine eher geringe Reichweite besitzen, können sie einen hohen Einfluss auf ihre Follower haben. Die Glaubwürdigkeit der Nano-Influencer ist besonders hoch, da sie zum Teil viele ihrer Follower noch persönlich kennen. Für Unternehmen sind Nano-Influencer daher ziemlich interessant. Gerade in Bezug auf die Bezahlbarkeit, sind diese Influencer bedeutend rentabler, denn sie sind deutlich günstiger für Unternehmen, als Macro- oder Mega-Influencer. Auch die Interaktionsrate, die Posts von Nano-Influencern mit sich ziehen, ist meist größer, als die der Influencer mit höherer Follower-Zahl. Mit Hilfe dieser kleinen, aber feinen Influencer-Gruppe wird zwar ein vergleichsweise geringes, dafür allerdings besonders interessiertes Publikum angesprochen.

Micro-Influencer:

Micro-Influencer besitzen eine Follower-Zahl von 10.001 bis 25.000. Auch sie haben eine relativ große Nähe zu und dementsprechende Glaubwürdigkeit bei ihren Followern. Sie sind meist Experten auf ihrem Gebiet und verbreiten somit eine gewisse Authentizität. Die Interaktionsrate ist auch bei den Mirco-Influencern relativ groß. Sie beeinflussen, wie die Nano-Influencer, nicht global, sondern regional. Für Unternehmen ist es somit schwer, eine riesige Reichweite zu erreichen, wie es mit den Mega-Influencern möglich wäre. Doch ein sinnvoller Einsatz von Micro-Influencern kann Unternehmen helfen, den ROI zu steigern.

Mid-Level-Influencer:

Unter Mid-Level werden all jene Influencer verstanden, die eine Follower-Zahl von 25.001 bis 100.000 haben. Diese Kategorie von Influencern hat eine noch größere Reichweite und ist meist auf mehreren Social-Media-Kanälen bekannt. Mid-Level Influencer sind so gut wie immer Fachmänner in den Branchen, mit den Sie sich beschäftigen. Viele Unternehmen wie L`Oreal oder Daniel Wellington arbeiten mit solchen Influencern zusammen und nutzen diese als Werbeträger für ihre neuesten Produkte. Aufgrund des recht hohen Bekanntheitsgrades und der Reichweite in Sozialen Medien ist diese Methode sehr effizient.

Macro-Influencer:

Bei einem Influencer mit über 100.000 Followern redet man von sogenannten „Macro-Influencern“. Diese sind meist Länder- und auch Kontinent-übergreifend bekannt. Influencer aus diesem Bereich posten häufig mehrere Beiträge wöchentlich. Das Vertrauen der Zuhörer ist hoch und das spiegelt sich auch in den Likes und Kommentaren wider. Macro-Influencer beschäftigen sich im Gegensatz zu Micro-Influencern, die sich nur auf bestimmte kleinere Themen beziehen, mit breiten Themenfeldern wie Mode, Musik, Kosmetik oder ähnlichem. Neben der großen Reichweite ist für Unternehmen bei Macro-Influencern die hohe Professionalität von Vorteil.

Mega-Influencer:

Die Spitze des Eisbergs bilden die Mega-Influencer mit über 1 Millionen Followern. Diese begegnen uns täglich im Internet, in Zeitungen, auf Plakaten und jeglichen anderen Werbearten. Meist besitzen diese Mega-Influencer schon einen Prominenten- oder VIP-Status und sind weltweit bekannt. In den häufigsten Fällen sind es Sportler, wie ein Thomas Müller, oder Youtuber, wie zum Beispiel Bianca Heinicke mit ihrem Kanal „BibisBeautyPalace“, welche in ihren Gebieten Profis sind. Mega-Influencer posten fast täglich etwas auf Ihrem Account und machen dabei oft Werbung, die dadurch natürlich von einem großen Publikum gesehen wird. Wenn Sie mit einem Mega-Influencer eine Kooperation beabsichtigen, planen Sie ein großes Budget mit ein.

Influencer Marketing Einteilung

8. Vergütungen und Werbeformen beim Influencer Marketing

Der Verdienst eines Influencers je Post hängt im Wesentlich von zwei verschiedenen Faktoren ab: der Reichweite sowie der Zielgruppe des jeweiligen Influencers. So lässt sich sagen, dass je höher die Reichweite ist, desto mehr verdient ein Influencer an einem Post. Lässt sich der Großteil der Follower dabei der Zielgruppe des Unternehmens zuordnen, hat dies ebenfalls einen begünstigenden Effekt auf die Bezahlung des Influencers. Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die Authentizität sowie Kompetenz des Influencers und seines/ ihres Posts. Schließlich sollen diese mithilfe des Influencer Marketings nicht wie eine vom Unternehmen gesteuerte Werbung wirken, sondern eher wie eine persönliche Empfehlung bzw. eine Darstellung der eigenen Vorlieben sowie Überzeugen des Influencers. Gelingt dies, schlägt sich das Posting in einer entsprechenden Bezahlung nieder. Die folgende Darstellung zeigt, wie hoch die Bezahlung eines Influencers, bei gegebenen Bedingungen, je Anzahl der Follower ausfallen kann.

Quelle: thoughtcatalog

Es gibt nicht nur eine Methode, wie Influencer ihr Geld verdienen. Folgende Möglichkeiten bieten sich einem Influencer bzw. einem Unternehmen an:

  • Produktvorstellungen
  • Produktempfehlungen
  • Unboxing
  • Hashtag-Setzung
  • Produkte (Kleidung) "tragen"
  • Direktvertrieb (Affiliate Marketing)

9. Rechtlicher Rahmen

Generell gilt, dass eine kommerzielle Kommunikation stets als solche gekennzeichnet werden muss, um keine rechtswidrige Schleichwerbung darzustellen. Indizien für Schleichwerbung können beispielsweise sein, dass der Influencer Kaufempfehlungen ausspricht oder das Produkt ausschließlich positiv bewirbt. Wurde tatsächlich eine Schleichwerbung veröffentlicht, so drohen hohe Geldstrafen bis zu mehreren Tausend Euro und Abmahnungen. Um eine Vertragsstrafe zu verhindern, empfiehlt es sich als werbendes Unternehmen eine Kennzeichnungspflicht mit den jeweiligen Influencern vertraglich abzuregeln.

Die Werbekennzeichnung wird dann notwendig, wenn ein bestimmter Beitrag von Dritten wirtschaftlich motiviert wurde und dementsprechend keine Neutralität gegeben ist. Außerdem muss Content dann als Werbung gekennzeichnet werden, wenn eine Einflussnahme vorliegt oder ein Produkt zu kommerziellen Zwecken in den Fokus gerückt wird. Auch der Geldwert eines gestellten Produktes ist entscheidend. So muss ein Content, der ein gestelltes Produkt mit einem Wert von über Eintausend Euro beinhaltet, als Werbung gekennzeichnet werden.

10. Die erfolgreichsten Influencer in Deutschland (Stand: 04.12.2020)

Der Einfluss an sozialen Medien nimmt immer weiter zu und so auch die Influencer. Einige Influencer knacken locker die Millionen Marke. Wir stellen Ihnen hier jeweils die Top 3 der deutschen Influencer in den Kategorien Mode, Gaming, Beauty, Fußball, Musik, Fitness und Lifestyle/Comedy vor.

Modeblogger (Instagram)

  1. Pia Wurtzbach

Pia Wurtzbach Instagram

2. Pamela Reif

Pamela Reif Instagram

3. Stefanie Giesinger

Stefanie Giesinger Instagram

 

Gaming (YouTube)

1. Gronkh

Gronkh YouTube

2. Paluten

Paluten YouTube

3. GermanLetsPlay

GermanLetsPlay YouTube

 

Beauty (Instagram)

1. Bibis Beauty Palace

Bibis Beauty Palace

2. Dagi Bee

Dagi Bee Instagram

3. Paola Maria

Paola Maria Instagram

 

Fußball (Instagram)

1. Toni Kroos

Toni Kroos Instagram

2. Mesut Özil

Mesut Özil Instagram

3. Marc-André ter Stegen Marc-André ter Stegen Instagram

 

Musik (Instagram)

1. Capital Bra

Capital Bra Instagram

2. Shirin David

Shirin David Instagram

3. Loredana

Loredana Instagram

 

Fitness (Instagram)

1. Pamela Reif

Pamela Reif Instagram

2. Jo Lindner

Jo Lindner Instagram

3. Mirjam Hornetz

Mirjam Hornetz Instagram

 

Comedy/Lifestyle (Instagram)

1. Lisa and Lena

Lisa und Lena Instagram

2. Julian Claßen

Julian Claßen Instagram3. Julien Bam

Julien Bam Instagram

 

11. Case: Influencer-Marketing-Kampagne "Kwitt"

Wie erfolgreich Influencer-Marketing-Kampagnen sein können, zeigt ein Projekt der Volksbanken Raiffeisenbanken in Zusammenarbeit mit geno kom, Kontor Digital Media, Heimat und Lucky Shareman. Bei der im Jahr 2018 durchgeführten Kampagne war das vorrangige Ziel die Steigerung der Bekanntheit der Smartphone-Bezahllösung „Kwitt“. Zudem sollten die Kunden durch gezielte Maßnahmen dazu bewegt werden, Kwitt aktiv selbst zu nutzen. Für die Kampagne wurden Micro-, Mid-, Macro- und Mega-Influencer ausgewählt, die Reichweiten von bis zu 2,5 Millionen Followern besitzen. Die Maßnahmen der Influencer sahen wie folgt aus: Zuerst erklärten die Influencer auf ihrem Kanal die Kwitt-Funktionen und kündigten eine Challenge an. Um die Follower zu kleinen Geldspenden per Kwitt zu aktivieren, durfte die Community den Influencern Herausforderungen stellen. Umso höher die Spende ausfiel, desto schwieriger die Challenge. Die Challenges kamen bei der Community gut an, denn die Influencer wagten sich an die großen Herausforderungen und bewiesen dabei Mut und Humor (siehe z.B. rewinstagram, kobexmone oder auch 2Bough). Die Spenden gingen dafür zur Gänze an eine von insgesamt 80 Stiftungen und Organisationen, wie beispielsweise an die Kindernothilfe.

Insgesamt erreichten auf Instagram 110 Beiträge der Influencer über 11,2 Millionen Kontakte und um die 523.000 Interaktionen. Mit insgesamt 207 Instagram-Stories wurden sogar 27,4 Millionen Follower erreicht. Auf YouTube generierten die insgesamt 39 hochgeladenen Videos rund 22 Millionen Views und 289.000 Interaktionen. Durch die Emotionalität der Kampagne ergab sich ein positiver Effekt auf die Markenwahrnehmung des Dienstleistungsangebots „Kwitt“. Die gesamte Kampagne wurde somit zu einem viralen Hit. Tageszeitungen und Radiosender wurden auf die Influencer-Marketing-Kampagne mit dem Hashtag #daskannstdukwitten aufmerksam und trugen zu dem weitreichenden Erfolg maßgeblich bei. Aufgrund dieses Erfolgs konnte nach der Kampagne ein Anstieg der Neuregistrierungen für Kwitt im Vergleich zum Vorquartal von 21% registriert werden. Sechsmal so viele Nutzer ordneten nach der Kampagne die Kwitt-Funktionen den Volksbanken und Raiffeisenbanken zu.

Social Media Manager

12. Sechs Tipps für erfolgreiches Influencer Marketing

Tipp #1 für Ihr Influencer Marketing: Nicht übereilt ins Influencer Marketing starten

Unternehmen, die Influencer Marketing "einfach drauf los" betreiben, gehen ein großes Risiko ein. Unüberlegte Maßnahmen führen schnell zu einem Misserfolg und oft geht damit auch der Spott der Community einher.

Tipp #2 für Ihr Influencer Marketing: Eine Strategie ausarbeiten

Überlegen Sie genau, welche Influencer zu Ihrem Unternehmen und Ihren Marketingkampagnen passen. Wichtig ist auch zu prüfen, welche Themen die Influencer bedienen und welche Zielgruppe sie ansprechen.

Tipp #3 für Ihr Influencer Marketing: Den Effekt des Influencer Marketing abwägen

Prominente YouTuber und Blogger sind als Influencer begehrt, da sie viel Reichweite mitbringen und großen Einfluss auf das Markenbewusstsein ihrer Community haben. Der erzielte Effekt ist aber meist nur von kurzer Dauer. Überlegen Sie daher im Vorfeld, wie Sie das Meiste aus der Influencer Kampagne herausholen und die Effekte gezielt für nachfolgende Marketingmaßnahmen nutzen können.

Tipp #4 für Ihr Influencer Marketing: Micro-Influencer identifizieren

Einen nachhaltigeren Effekt kann die Zusammenarbeit mit Mikro-Influencern bringen. Diese haben im Vergleich zu den Stars zwar eine kleine, dafür aber klar umrissene Community, die sich oft intensiv mit den Beiträgen der Influencer auseinandersetzt. Die Chance, sie langfristig zu Kunden zu machen, ist dadurch größer.

Tipp #5 für Ihr Influencer Marketing: Influencer und Content Marketing verknüpfen

Influencer sollten fest in die Content Strategie Ihres Unternehmens integriert werden. Setzen Sie Influencer mittelfristig auf verschiedenen Kanälen ein, damit sie als Gesicht und Stimme Ihres Unternehmens wahrgenommen werden.

Tipp #6 für Ihr Influencer Marketing: Keine Schleichwerbung machen

Die Sorge, die Kennzeichnung gesponserter Beiträge könnte deren Wirkung verringern, ist unbegründet. Im Gegenteil: Ungekennzeichnete Influencer Beiträge kommen bei der Community nicht gut an. Schleichwerbung ist also nicht erfolgsversprechend.

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Twitch Marketing – Tipps für ein erfolgreiches Marketing

Twitch Marketing gewinnt für Unternehmen aus verschiedensten Branchen zunehmend an Bedeutung. Seit der Übernahme durch Amazon im Jahr 2014 hat sich Twitch als DIE Plattform für Gaming-Livestreams etabliert. Eine starke Beziehung zwischen Streamern und ihren Zuschauern ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Wie Sie Twitch Marketing effektiv nutzen, erfahren Sie im Folgenden.

Immer aktuell: Wir ergänzen Ihnen regelmäßig neue Fakten und Tipps rund um Twitch Marketing!

Was ist Twitch?

Twitch ist ein beliebtes Livestreaming-Portal, das sich auf einem starken Wachstumskurs befindet. Allein 2019 wurde über 1 Milliarde Stunden Videomaterial auf der Plattform angesehen, Tendenz steigend. Weltweit besuchen mehr als 30 Millionen Menschen täglich Twitch, um die Live-Streams zu verfolgen. Bekannte große Streamer wie „MontanaBlack88“, „Knossi“ oder „Trymacs“ erreichen Millionen von Follower und mehrere zehntausend Zuschauer verfolgen regelmäßig deren Livestreams. Die schnelle Interaktion und der Live-Aspekt scheinen für viele junge Menschen attraktiv zu sein. User von Twitch schätzen an der Live-Kommunikation in Verbindung mit der emotionalen Komponente der Interaktion die Sicherheit, dass Erfahrungen mit einer Marke, einem Produkt oder einer Dienstleistung echt sind.

Twitch besitzt eine große Themenvielfalt, die Community wächst stetig. Die Hauptdarsteller in der Twitch-Matrix sind die Streamer als Content-Creator. Sie teilen hauptsächlich ihre Live-Videospielereignisse, aber nehmen Zuschauer auch mithilfe sogenannter IRL („In Real Life“)-Broadcast-Formate mit in ihren Alltag. Twitch bildet so eine solide Grundlage für ungeschöntes, auf eine jüngere Zielgruppe fokussiertes Marketing.

Fakten zu Twitch

Twitch ging am 06.06.2011 online und wurde in den Anfangsjahren überwiegend als Livestreaming-Portal für Videospiel- und E-Sport-Übertragungen auf der mittlerweile eingestellten Streaming-Seite justin.tv genutzt. Twitch entpuppte sich schnell als Branchenführer. Das blieb nicht unbemerkt und so entschloss sich Amazon im Jahr 2014 Twitch zu übernehmen.

Mittlerweile hat Twitch mehr als 15 Millionen Nutzer, die täglich aktiv auf der Plattform sind, und knapp 7,7 Millionen aktive Kanäle. Der durchschnittliche Benutzer verbringt rund 95 Minuten pro Tag damit, Livestreams anzuschauen.

Laut crosswertise hat Twitch 11,9 Mio. aktive Nutzer pro Monat in Deutschland. In Österreich sind es 1,0 Mio. und in der Schweiz 946.000 aktive Nutzer. Auch wenn Twitch eine große Userzahl vorweisen kann, scheint es, dass diese Plattform noch nicht sonderlich bekannt ist. Eine zugegebenermaßen nicht repräsentative Befragung auf LinkedIn führte zu den folgenden Ergebnissen:

Twitch Kommunikation

Bis vor einiger Zeit war Twitch dabei meist als Gaming-Plattform bekannt, doch Twitch entwickelt sich zunehmend zu einem Broadcasting-Medium für vielfältige Themengebiete. Unterteilt sind diese Themengebiete in Kategorien, unter denen der Zuschauer auswählen kann. Die meisten Kategorien beinhalten Spiele wie FIFA oder Call of Duty, aber vermehrt finden sich auch Kategorien wie Essen & Trinken, Sport Politik oder Herstellen & Basteln - also längst nicht nur noch Gaming. So wird Twitch auch für Marken außerhalb des Gaming-Kosmos interessant.

Twitch Beispiele
Twitch.com

Mit Hollister, Burberry, Gillette oder MAC Cosmetics sind inzwischen auch Mode- und Pflegemarken auf Twitch präsent. Der Mode-Händler Snipes veranstaltete dort bereits das weltweit erste Fashion Unboxing. Auch die Automobilbranche entdeckte die Plattform für sich: Porsche präsentierte dort zuletzt seinen neuen Rennwagen.

Porsche 99X Electric auf Twitch
Premiere des Porsche 99X Electric auf Twitch. Twtch.com

Twitch hat sich aber auch schon als Plattform für ernste Themen etabliert: Zum Welt-Multiple-Sklerose-Tag hat das Pharmaunternehmen Merck einen achtstündigen Livestream durchgeführt und damit über 1,2 Millionen Menschen erreicht. In Spitzenzeiten haben fast 30.000 Menschen gleichzeitig zugeschaut.

Neben reinen Livestreams wird auf Twitch die Interaktion mit den Zuschauern gefördert. So wurde mit dem Format „Just Chatting“ eine Kategorie implementiert, die wie eine Art Talkshow für Zuschauer aufgebaut ist. Gesprochen wird über beliebige Themen von YouTube-Videos bis hin zu persönlichen Erfahrungen.

Twitch just chatting
Twitch.com

Das besondere an Twitch ist hierbei, dass alles in Echtzeit stattfindet. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, über ein Chat-System mit dem Streamer sowie mit- und untereinander zu interagieren. Mit Twitch-Pulse bietet Twitch zusätzlich die Möglichkeit, einen Status zu posten und auf die der anderen zu reagieren. Es ist somit vergleichbar zu der Timeline anderer sozialer Netzwerke, z.B. Facebook.

Streamer – Die Content-Creator auf Twitch

Grundsätzlich kann jeder User auf der Plattform Twitch auch selbst Streamen. Die Statistiken zeigen, dass ca. 65% der User männlich und eher jung sind (41% der User sind zwischen 16 und 24 Jahre alt). In der heutigen Zeit kann diese Zielgruppe kaum noch über klassische Medien erreicht werden, weshalb sich Twitch Marketing als erfolgversprechende Möglichkeit zeigt.

Im Sommer 2020 waren fast 6,5 Mio User parallel auf Twitch. Im Schnitt sind es ca. 2,8 Mio User. Die Twitch User sortiert nach ihrem Alter (Quelle: Statista):

Twitch Streamer
Statista.com

Als sogenannte „Streamer“ werden Nutzer der Plattform bezeichnet, die auf ihrem eigenen Kanal Livestreams starten. Im Peak gab es 233.935 Kanäle, die parallel live waren. Viele der Streamer auf Twitch spielen die neuesten Videospiele und teilen dies mit ihrer Community.

Die größten Twitch Streamer

Montanablack88 (Platz 2) ist DIE Ikone unter den Twitch-Streamern. Seine Fans unterhält er hauptsächlich mit Streams zu Videospielen wie FIFA, Call of Duty oder Fortnite. Er wirkt dabei mit seiner direkten Art sehr authentisch und setzt auf einen intensiven Austausch mit seiner Community.

Auch EliasN97 (Platz 7) setzt in seinen Streams auf das Spiel FIFA, aber unterhält seine Fans vor allem mit Just Chatting, indem er dort u.a. mit seinem Twitch-Kollegen und Fußballprofi Sidney Friede über das Leben als Fußballprofi spricht.

Twitch streamer Ranking
Quelle: nindo.de

Wie Streamer auf Twitch Geld verdienen können

Für Streamer, die ihr Hobby zu Geld machen wollen, gibt es von Twitch zwei grundlegende Programme: Das Affiliate- und das Partnerprogramm.

 

Partnerprogramm

Das Partnerprogramm, seit 2011 aktiv, ähnelt dem von YouTube und bietet den Streamern folgende Möglichkeiten:

  • Bezahlte Abonnements

Die verschiedenen Kanäle des Streamers sind als User für 4,99 $, 9,99 $ oder 24,99 $ (inklusive dem kostenlosen Prime Abonnement) abonnierbar. Die daraus resultierenden Einnahmen verteilen sich 50/50 zwischen Streamer und Twitch. Die Ausnahme bilden besonders populäre Streamer, die sich mit exklusiven Verträgen höhere Anteile sichern.

  • Spenden durch Bits bzw. Cheering

Bei Bits handelt es sich um eine virtuelle Währung, mit der User in der Chatfunktion ihre eigenen Nachrichten (die Cheers) mithilfe animierter Emotes hervorheben können. Darüber hinaus können Zuschauer Spenden an ihre Streamer senden. Bei Twitch wird das „Cheering“ genannt.

  • Werbeeinnahmen

Darüber mehr Infos im Kapitel wie Unternehmen bei Twitch einsteigen können

Die Bedingung an die Streamer:

  • Für insgesamt 35 Stunden oder mehr live auf Twitch sein
  • An mindestens 12 unterschiedlichen Tagen einen Stream starten
  • Durchschnittlich 75 Zuschauer haben

Dies ist allerdings keine Garantie für eine Partnerschaft. Twitch wirft auch einen Blick auf die Followerzahlen verschiedener Social Media-Kanäle und entscheidet dann über eine Partnerschaft. Als Zuschauer ist es dann möglich, die verschiedenen Kanäle des Streamers für 4,99€ im Monat zu abonnieren. Die daraus resultierenden Einnahmen verteilen sich 50/50 zwischen Streamer und Twitch. Die Ausnahme bilden besonders populäre Streamer, die sich mit exklusiven Verträgen höhere Anteile zusichern.

Mittlerweile wurden knapp 50.000 Streamer in das Twitch-Partnerprogramm aufgenommen und arbeiten auch mit Marken zusammen.

 

Affiliate Programm

Das Affiliate Programm ist als Light-Version des Partnerprogramms anzusehen. Die Anforderungen, um einen Affiliate Status zu erlangen, sind deutlich niedriger als bei dem Partnerprogramm. Dennoch liegt der Vorteil für Streamer darin, in sehr abgespeckter Variante, alle Vorteile eines Partners zu nutzen und so erstes Geld mit dem Streamen zu verdienen.

 

Merchandising

Insbesondere große Influencer verdienen zusätzlich mit Merchandising Produkten oftmals nicht ganz unbedeutende Einnahmen. Das Produktportfolio bewegt sich je nach Ausrichtung des Streamers von Shirts, Kappen, Beenies oder Hoodies hin zu Gewürzen, Energiedrinks, Kochzubehör oder Gaming Hardware.

Twitch merchandise
Quelle: Twitter

Wie Unternehmen von Twitch Marketing profitieren können

 Twitch hat sich von einer Videospielstreaming-Plattform zu einem mittlerweile vollwertigen sozialen Netzwerk entwickelt. Unter anderem durch die enge Beziehung zwischen Streamern und ihren Zuschauern ergeben sich für Unternehmen verschiedene Möglichkeiten für zielgerichtete Marketingmaßnahmen.

Influencer Marketing

Viele Streamer haben sich auf Twitch einen treuen Stamm an Zuschauern aufgebaut, mit dem sie während ihrer Streams direkt interagieren. Produktempfehlungen können bei den richtigen Streamern einen enormen Effekt bei ihrer Community und der Zielgruppe des Unternehmens erzielen. Authentizität ist daher gefragt. Wirkt der Content zu kommerziell, verlieren Streamer schnell das Vertrauen ihrer Fanbase. Die Wahl des richtigen Streamers für das Produkt ist entscheidend.

Wichtige Kriterien für die Auswahl des geeigneten Influencers sind:

  • Genre
  • Alter
  • Zielgruppe
  • Aktivität auf sozialen Netzwerken
  • Erscheinungsbild
  • Reichweite

Bei Twitch Marketing ist es von Vorteil, den Influencer in die Kampagnenplanung miteinzubeziehen, da dieser seine Community am besten kennt und weiß, wie er bestimmte Produkte in seinen Stream einbinden kann. Diverse, jugendorientierte Unternehmen wie beispielsweise Coca-Cola, Monster und Pizza Hut sind schon auf diesem Markt aktiv.

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Influencer Agenturen

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Agenturen, die Unternehmen dabei unterstützen den richtigen Streamer als künftigen Influencer ausfindig zu machen. Der Markt ist geprägt von viel Bewegung. Neue Anbieter kommen auf den Markt, Influencer wechseln häufig die Agentur.

Die Top 12 Twitch Influencer Marketing Agenturen (Quelle: affde.com, 2021):

  1. Einfluss
  2. Virale Nation
  3. Ader Influencer Network und Agentur
  4. Werden
  5. Cloutboost
  6. Flood Interactive
  7. Vorausgesehen
  8. Spielset
  9. Heaven Media
  10. Rodgers Townsend
  11. Sozial starke Medien
  12. Spartanische Elite-Werbung

Diese Agenturen bieten mithilfe von speziellen Softwares eine professionelle Suche nach geeigneten Streamern bzw. Influencern. Die Relevanz, geeignete Influencer zu finden, die auf das Image des Unternehmens zutreffen, ist dabei nicht zu unterschätzen. Twitch hat mit über 670 Millionen Zuschauern ein größeres potenzielles Publikum, soviel wie Netflix, HBO, ESPN und Hulu zusammen.

Product Placement

Sehr verbreitet ist die Strategie, Streamer mit Produkten auszustatten und so für die eigenen Produkte werben zu lassen. Gerade für Anbieter von Streaming Hardware oder Gamersesseln ist dies ein übliche Strategie. Beliebt sind auf Twitch auch Unboxing Videos. Dort packen Streamer dann Produkte, die Sie erhalten haben, aus und kommentieren diese. Je nach Größe des Kanals variiert dann die entsprechende Vergütung durch die Hersteller.

Sponsored Streams

Bei bekannten Influencern, die eine hohe Zuschauerzahl garantieren, können Zusammenarbeiten in Form von Sponsored Streams entstehen. So wird der Livestream mit einem Rahmen ummantelt, in dem die Werbung integriert wird. So ist die Ad den ganzen Livestream bei jedem Zuschauer präsent. Es können alternativ auch Banner direkt unterhalb des Streams für gesponserten Inhalt geblockt werden.

Eine weitere Möglichkeit bietet der Wartebereich eines Livestreams. Ist ein Streamer offline, sehen User dort, wo normalerweise sein Stream erscheint, einen Platzhalterbildschirm Dieser Bereich zeigt in der Regel den Streaming-Zeitplan inklusive einiger Stream-Informationen. Ein Markenlogo kann dort auffallen und in der Offline-Zeit dafür sorgen, dass neugierige User die Webseite des Unternehmens besuchen.

Chat Bots

Twitch-Chats sind so lebhaft wie kaum andere. Die Plattform sah sich bereits gezwungen, Chat-Tools zu entwickeln, um die Gesprächsqualität aufrechtzuerhalten. Hinzu kommen sogenannte „Superfan-Moderatoren“, die unnötige Nachrichten löschen und Inhalte gezielt hinzufügen können, um den Chat mit produktivem Content zu füllen. Am Ende bleibt eine übersichtliche Chatbox, in der sich Influencer, während sie streamen, mit ihrem Publikum austauschen können. Mit anderen Worten: Eine Möglichkeit, um über Produkte zu sprechen und sie so zu bewerben. Die Chat-Bots sind somit ein geeignetes Tool, um kurze, prägnante Nachrichten mit einer Call-to-Action zu versehen und in dem Chat zu passender Stelle unterzubringen.

Ein Beispiel dafür könnte folgendermaßen aussehen:

„Nur Sauger rasieren sich mit einem rostigen Schwert. ⚔️ Holen Sie sich noch heute eine Dollar Shave Club-Klinge und sparen Sie 50% mit dem Code #Streamer.“

Allerdings muss der Chat-Bot regelmäßig angepasst werden. Sobald das Publikum mehrmals dieselben Nachrichten liest, fängt es an diese bewusst zu ignorieren und empfindet diese vielleicht sogar als störend.

Hosts und Raids als Teil des Twitch Influencer Marketing

Es gibt bei Twitch die Möglichkeit auch Offline-Content zu produzieren. So können Streamer mit einem Host einen Livestream eines anderen Streamers hosten, um diesem zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Ein ähnliches Ziel wird mit sogenannten „Raids“ verfolgt: Wenn ein Streamer seinen Livestream beendet, kann er direkt auf einen anderen Stream „raiden“. Dies erscheint häufig bei bekannten Streamern, die einen weniger bekannten Streamer etwas von ihrem Erfolg zurückgeben wollen.

Für Twitch Marketing sind die Hosts und Raids ein interessanter Weg, die Reichweite einer Kampagne zu erhöhen und möglichst viele Zuschauer zu erhalten.

Ein Beispiel dafür könnte folgendermaßen aussehen:

  1. Ein Unternehmen schließt sich mit vier Influencern zusammen
  2. Alle Streams der vier Influencer folgen aufeinander
  3. Der Influencer, der live streamt, wird von den anderen drei Offline-Influencern gehostet
  4. Sobald der Stream offline geht, raidet der Influencer den Stream des darauffolgenden Influencers
  5. Das Vorgehen wird bis zum Ende des letzten Stream wiederholt
Online Marketing Manager (DIM)

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Twitch Marketing: Die Werbeformate

Für Unternehmen, deren Zielgruppe auf Twitch zu finden ist, lohnt es sich, Werbevideos ihrer Produkte über Twitch im Hauptmenü oder den Streams zu integrieren. Dabei kommt es auf die Kategorie der Streams an, die in den letzten Jahren auf Twitch immer vielfältiger geworden sind. Waren vor 5 bis 6 Jahren hauptsächlich Gaming-Produkte wie Mousepads, Headsets oder Controller im Fokus, ist es heute z.B. bei der Kategorie Sport von Vorteil, Fitnessprodukte zu bewerben und so die gewünschte Zielgruppe zu treffen.

Twitch bietet als reine Bewegtbild-Plattform die Möglichkeit, auf verschiedene Arten und Weisen Werbung zu schalten. Der Klassiker der Werbevideos für Unternehmen ist das Video-Ad. Der Pool an diesen Werbeformaten reicht bei Twitch von dem 30-sekündigen, nicht überspringbaren Video-Ad über den Homepage Headliner bis hin zum Bounty Board.

Cross Screen Video

Die Video-Ad wird als Vollbild auf Smartphone, Tablet und Desktop integriert und als Pre-, Mid- und Postroll zur Verfügung gestellt. Mit dem Cross Screen Video ist eine hohe Erreichbarkeit garantiert und ist durch die folgenden Eigenschaften gekennzeichnet:

  • Die Länge darf 30 Sekunden nicht überschreiten
  • Gegen einen Aufpreis ist für den Midroll auch eine Länge von 60 Sekunden verfügbar
  • Nicht überspringbar

Desktop Video

Hierbei wird die Video Ad nur auf dem Vollbild des PC-Desktops abgespielt und steht als Pre-, Mid- und Postroll zur Verfügung. Die Eigenschaften sind identlisch mit denen des Cross Screen Videos.

Desktop Video Twitch
Quelle: Twitch.com

Mobile Video

Hierbei handelt es sich um Video-Anzeigen auf IOS- oder Androidgeräten mit denselben Eigenschaften wie im Falle der Cross Screen und Desktop Videos.

Sure Stream

Der Sure-Stream stellt eine Besonderheit in der Werbetechnologie dar. Durch ihn ist es möglich, Video-Ads in den laufenden Stream zu integrieren. Adblocker werden diese nicht erkennen. Der Sure Stream ist auf allen Endgeräten wirksam, also auch auf Smart-TVs und Spielekonsolen. So ist eine hohe Erreichbarkeit garantiert.

Homepage Carousel

Mithilfe des Homepage Carousel werden zentral auf der Startseite beliebte Livestreams in den Fokus gestellt. Unternehmen können in dem Carousel diverse Platzierungen käuflich erwerben und für die Präsentation von Ads nutzen. Durch die Einbettung in die Startseite wirkt es angenehmer und erzielt so eine bessere Performance. Der beigefügte Copy Text darf nicht länger als 250 Zeichen sein.

Twitch Homepage Coursel
Quelle: Twitch.com

Homepage Headliner

Mit Homepage-Headliner-Anzeigen lassen sich große und relevante Werbeanzeigen im direkten Blickfeld des Zuschauers anzeigen. Dazu sind sie in unterschiedlichen Bildschirmauflösungen darstellbar. Auch hier wirkt sich die Einbettung in die Startseite positiv auf das Erlebnis des Users aus.

Twitch Homepage Headliner

Medium Rectangle

Der Medium Rectangle erscheint beim Scrollen und Durchsuchen der Kategorien oder Streams. Die Animation dürfen dabei maximal drei Loops enthalten und 15 Sekunden nicht überschreiten. Sie erscheinen direkt neben den Streams und Kategorien und fallen so direkt in das Blickfeld des Users.

Twitch medium Rectangle
Quelle: Twitch.com

Bounty Board

Bounty Boards sind eine Möglichkeit für Streamer, bezahlte Sponsoring-Möglichkeiten („Bounties“) direkt von ihrem Twitch-Dashboard auszuwählen und zu aktivieren. Mit Bounty Boards kümmert sich Twitch um die Beziehung mit interessierten Unternehmen und findet Sponsoring-Möglichkeiten. Twitch verwaltet auch die Zahlungen, sodass Streamer sich auf das Streaming und das Wachstum Ihrer Community konzentrieren können. Dieser Service ist bisher aber nur in den USA verfügbar.

Tipps für ein erfolgreiches Twitch Marketing

Twitch Marketing

1. Marketingziele setzen

Halten sie ihre Ziele mit der SMART-Formel fest und setzen sie auf eine gezielte Messbarkeit. Beispielsweise könnte ein Ziel eine Zahl an Followern bis zu einem bestimmten Datum sein. Oder eine bestimmte Click-Through-Rate im Zuge einer Produktbewerbung.

2. Unterhaltung in den Vordergrund

Der effektivste Weg, ein Produkt zu bewerben ist über einen Influencer. Dort macht die Bewerbung eines Energy-Drinks oder Gaming-Mousepads einen geringeren kommerziellen Eindruck als über ein stumpfes Video, welches vor, während oder nach einem Stream abläuft.

3. Den richtigen Influencer finden

Für die erfolgreiche Implementierung eines Produkts ist die Wahl des Influencers entscheidend. Kriterien wie Genre, Sprache und Aktivität des Influencers sollten da berücksichtigt werden. Beispielsweise ist kürzlich die Fitnessstudiokette McFit eine Partnerschaft mit dem Twitch-Influencer und Hertha BSC E-Sportler Elias Nerlich (EliasN97) eingegangen, der seit knapp vier Jahren das Studio besucht und regelmäßig über seinen Instagram-Account von seinen Studiobesuchen berichtet.

4. Interaktion mit dem Publikum

Sorgen Sie dafür, dass der Influencer eine rege Interaktion mit seiner Followerschaft führt. Das verhilft nicht nur zu mehr Wachstum und Reichweite, sondern lässt es authentischer wirken, wenn Ihr Influencer sein Publikum kennt. Letzten Endes ist dies essenziell, um die Bedürfnisse der Zuschauer zu identifizieren und so gezielt Produkte zu bewerben.

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Micro-Influencer: Das sollten Sie wissen

Micro-Influencer gehören zu dem seit einigen Jahren vorherrschenden Trend des Influencer-Marketing. Mittlerweile hat sich das Marketing in Zusammenarbeit mit Influencern fest etabliert und wird sowohl von großen als auch kleineren Unternehmen genutzt. Kein Wunder, denn einige Influencer erreichen mehrere Millionen Menschen. Unternehmen, die ihre Reichweite steigern wollen, sind hier also genau richtig. Mittlerweile fokussieren sich viele Konzerne aber auch auf die sogenannten Micro-Influencer. Und das oftmals mit noch größerem Erfolg. Was aber genau sind die Micro-Influencer? Und wie gelingt es, dass diese trotz geringerer Anhängerzahlen oftmals höhere Conversion-Raten liefern? Genau das erfahren Sie im Folgenden.

Definition: Was sind Micro-Influencer?

Micro-Influencer sind in gewisser Weise die neuen Stars im Influencer-Marketing. Wie der Name bereits vermuten lässt, geht es hier nicht um Influencer mit beeindruckend hohen Follower-Zahlen. Berühmte Personen wie Toni Kroos, Dagi Bee oder Pamela Reif sind also gewiss keine Micro-Influencer. Stattdessen handelt es sich dabei um Influencer, die über eine eher kleine Anzahl an Abonnenten verfügen. Als Faustregel gilt der Bereich zwischen 5.000 und 50.000 Anhängern.

In der Praxis hat sich rund um die Micro-Influencer ein interessantes Bild gezeichnet. In der Regel haben diese eine deutlich höhere Engagement-Rate als Influencer mit wesentlich höheren Follower-Zahlen. Und das spürbar. Schätzungen zufolge soll sich die Engagement-Rate der Micro-Influencer rund 60 Prozent über der Engagement-Rate der Macro-Influencer befinden.

Warum sich die Zusammenarbeit mit Micro-Influencern lohnt

Aufgrund der sehr hohen Engagement-Rate ist die Zusammenarbeit mit den Micro-Influencern für Unternehmen besonders interessant. Speziell dann, wenn diese einen ganz bestimmten Kundenkreis ansprechen wollen. Aus der Zusammenarbeit mit den Micro-Influencern ergeben sich insgesamt aber mehrere Vorteile:

  • Wesentlich höhere Engagement-Rate als bei Macro-Influencern
  • Kosten für Kooperationen in der Regel deutlich geringer als bei Macro-Influencern
  • Micro-Influencer gelten oftmals als Experten in ihren Nischen
  • Nähe zu den Followern und Expertenwissen als gute Kombination für Werbepartner
  • Abonnenten und Konsumenten vertrauen Micro-Influencern eher als Macro-Influencern
  • Leidenschaft der Micro-Influencer oftmals höher
  • Micro-Influencer haben meist ein Interesse an langfristigen Partnerschaften
Micro-Influencer

Wie spricht man Influencer richtig an?

Vor der Ansprache der Influencer ist es für Sie wichtig, diese erst einmal ausfindig zu machen. Dafür haben Sie ganz unterschiedliche Möglichkeiten. In den sozialen Netzwerken können Sie sich zum Beispiel erst einmal unter den Followern Ihrer Marke umsehen. Möglicherweise findet sich hier bereits der eine oder andere Micro-Influencer mit einem Interesse für Ihr Unternehmen. Das wäre natürlich der Optimalfall. Hilfreich können bei der Suche nach den Influencern aber auch passende Hashtags sein. Sie sollten also identifizieren, welche Hashtags besonders oft im Zusammenhang mit Ihrer Branche oder Ihren Produkten genutzt werden. Eine dritte Möglichkeit ist die einfache Suche im Internet. So stoßen Sie auf die Webseiten der Influencer, die oftmals mit deren Profilen in den sozialen Netzwerken verknüpft sind. Sie können also einfach prüfen, wie viele Follower der Influencer besitzt und welche Inhalte dieser postet. So bekommen Sie ein erstes Gefühl dafür, ob eine Kooperation passend wäre.

Die Kontaktaufnahme gestaltet sich mit den Micro-Influencern oftmals ebenfalls unkompliziert. In der Regel stehen keine größeren Agenturen oder Ähnliches hinter den Personen. Somit können Sie sich direkt an den Influencer wenden. Micro-Influencer geben sich oftmals bereits mit kleineren Vergütungen, Testprodukten oder Gratisprodukten zufrieden. Die Kosten für eine Kooperation sind dadurch in der Regel geringer als bei der Zusammenarbeit mit prominenten Influencern. Aufbauen können Sie den Kontakt per E-Mail oder direkt über die Nachrichten-Funktion im sozialen Netzwerk und kontaktieren den Influencer dort. Wichtig ist dabei: Schreiben Sie eine individuelle, persönliche Nachricht, keine langweilige, unpersönliche Standard-Anfrage.

Content Marketing Manager (DIM)

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Der Online-Zertifikatslehrgang Content Marketing Manager (DIM) vermittelt Ihnen verständlich und umfassend die wichtigsten Ansätze, Strategien und Ziele des Content Marketing. Steigen Sie jederzeit ein und bilden Sie sich flexibel, berufsbegleitend oder von zu Hause aus weiter! Informieren Sie sich jetzt über den Zertifikatslehrgang.

Was macht ein gutes Briefing aus?

Ist der passende Micro-Influencer gefunden und die Kooperation komm zustande, müssen Sie diesen natürlich noch briefen. Das ist ein ungemein wichtiger Schritt in der Zusammenarbeit und legt den Grundstein für den Erfolg. Lassen Sie dem Influencer zu freie Hand, kann dies möglicherweise zu einem negativen Effekt führen. Sie sollten dem Influencer deshalb alle relevanten Informationen zur Verfügung stellen, die er benötigt. Besprechen Sie zudem im Detail, was Ihre Erwartungen und Vorstellungen sind. Hilfreich ist es auch, den Influencer über die Ziele aufzuklären, die Sie gemeinsam mit ihm erreichen wollen. Das Briefing selbst sollte vor allem persönlich verfasst sein und somit auch individuell auf jeden Micro-Influencer zugeschnitten werden.

Inhaltlich sollten Sie im Briefing alle Informationen zur jeweiligen Kampagne liefern. Auf welchen sozialen Netzwerken soll diese ausgerollt werden? Wann fordern Sie erste Entwürfe vom Influencer? Und von wann bis wann soll die Kampagne überhaupt laufen? Ebenso sollten Sie eine kleine Übersicht mit den Punkten zusammenstellen, die unbedingt umgesetzt oder vermieden werden sollen. Da es durchaus denkbar ist, dass der Micro-Influencer Ihr Produkt noch nicht kennt, sollten Sie ihm dieses natürlich genau vorstellen. Nur so können Sie letztendlich auch das Interesse an einer Zusammenarbeit erhöhen. Ebenfalls wichtig: Sie sollten die Micro-Influencer mit Ihrem Briefing zwar unterstützen, nicht aber zu sehr einschränken. Oftmals ist es die Authentizität der Influencer, die bei den Abonnenten gut ankommt. Schränken Sie diese durch ein zu umfangreiches Briefing ein, könnte sich dies negativ auf die Kampagne auswirken. Zudem kommt es bei den Influencern nicht gut an, wenn ihnen die eigene Kreativität komplett untersagt wird. Wenn Sie an einer langfristigen, erfolgreichen Zusammenarbeit interessiert sind, sollten Sie daher vor allem auf einen ehrlichen Austausch setzen und gemeinsam mit dem Micro-Influencer die Kampagne gestalten.

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Fazit

Micro-Influencer sind für viele Unternehmen deutlich bessere Partner als Macro-Influencer. Dies hat gleich mehrere Gründe. Einer davon ist die meist authentische und vor allem fachlich basierte Arbeit der Micro-Influencer. Hinzu kommen eine meist deutlich leichtere Kontaktaufnahme und geringere Kosten im Vergleich zur Zusammenarbeit mit Macro-Influencern. Die Suche nach passenden Kooperationspartnern können Sie sich auf verschiedenen Wegen einfach machen. Anschließend sollten Sie in einem Briefing genau formulieren, was Sie vom Micro-Influencer erwarten und was nicht. Es empfiehlt sich zudem, im Anschluss an die Kampagne eine genau Auswertung vorzunehmen. So können Sie Ihre Ergebnisse als Lernprozess nutzen und künftige Kampagnen von Beginn an optimiert aufsetzen.

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#MicroInfluencer #InfluencerMarketing #SocialMediaMarketing

Markenbotschafter als Teil einer Influencer-Marketing-Strategie

Markenbotschafter können einen wichtigen Teil Ihrer Influencer-Marketing-Strategie ausmachen. Doch zuerst einmal, was unterscheidet Markenbotschafter von dem bekannten Begriff des Influencers? Influencer sind auf Social Media aktiv. Durch eine gewisse Anzahl an loyalen Followern, die ihre/seine Empfehlungen und Meinungen schätzen, werden sie für Unternehmen interessant. Wenn die Follower des Influencers nämlich mit der Zielgruppe des Unternehmens übereinstimmen, kann dadurch eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen und dem jeweiligen Influencer entstehen. Laut Einer Studie des Bundesverbands der Digitalen Wirtschaft (BVDW), folgt jeder Fünfte einer Influencer-Empfehlung beim Shoppen.

Markenbotschafter sind ebenfalls Persönlichkeiten, die sich auf Social Media öffentlich für eine Marke, deren Produkte oder Dienstleistungen aussprechen. Dabei handeln sie aber aus eigener Überzeugung und erhalten dafür keine Bezahlung. Wenn die Kunden wissen, dass die Markenbotschafter keine Bezahlung für ihre Fürsprache erhalten, werden sie den Empfehlungen noch eher vertrauen. 

Markenbotschafter

Arten von Markenbotschaftern

Es gibt drei verschiedene Arten von Markenbotschaftern: 

  1. Berühmte und bekannte Persönlichkeiten. Diese Art von Markenbotschafter ist für viele Unternehmen in der Regel schwer zu finden. Sie haben aber die größte Reichweite und somit Wirkung für ein Unternehmen, eine Marke oder einzelne Produkte und Dienstleistungen.
  2. Externe Personen, welche die Marke erwähnen und befürworten. Dies bedeutet auch, dass der eigene Kunde zum Markenbotschafter werden kann. Beispielsweise führte Apple Aktionen durch, bei denen jeder Kunde, der ein Apple-Produkt kaufte, einen kostenfreien Sticker mit dem Apfel-Logo des Unternehmens dazu erhielt. Viele der damaligen Kunden klebten sich die Sticker an verschiedene Geräte und Gegenstände. Dadurch verbreiteten sie das Logo von Apple und die Marke steigerte ihre Bekanntheit. Auch wenn Kunden Ihre Follower auf Social Media dazu ermutigen, ein Produkt auszuprobieren, profitiert das Unternehmen immens von dieser außenstehenden Meinung, die Objektivität ausstrahlt.
  3. Interne Personen aus dem eigenen Unternehmen, die auf ihren persönlichen Social Media Accounts oder denen des Unternehmens, die Bekanntheit des Unternehmens oder der Marke steigern. Dazu gehören also Mitarbeiter, Shareholder oder Schlüsselpersonen aus dem Management. Da diese das Unternehmen und ihr Produktsortiment am besten kennen, können sie auch am besten das Unternehmen nach außen hin präsentieren.

Das Image des Unternehmens sollte in allen Fällen stets mit dem Image des Markenbotschafters zusammenpassen, um eine begünstigende Wirkung für die Marke oder das Produkt zu erzielen.

Influencer Marketing Seminar

In unserem Influencer Marketing Seminar zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Hilfe von Personen mit hoher Reichweite auch Ihre eigene Reichweite ausbauen und Ihr Image fördern können. Sie lernen, wie Sie das Thema strategisch angehen und in Ihre Online-Strategie integrieren. Darüber hinaus zeigen wir, wie Sie die richtigen Influencer finden und identifizieren, Influencer-Marketing-Kampagnen planen und umsetzen und wie Sie die Erfolge messen. Informieren Sie sich jetzt über genaue Inhalte und aktuelle Termine:

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Authentizität als Erfolgsfaktor

Markenbotschafter treten als Meinungsmacher natürlich und authentisch in Social Media auf, was Ihre Glaubwürdigkeit unterstreicht. Dies bildet auch den Gegensatz zur expliziten Werbung, die für Kunden vorhersehbar und unpersönlich wirkt. Zum Beispiel präsentieren Markenbotschafter die Marke, indem sie ein bestimmtes Getränk trinken, ein T-Shirt der Marke tragen oder auf Social Media erwähnen, wie sie das Produkt oder den Service nutzen. Um ein glaubwürdiges Bild abzugeben, ist es auch wichtig, dass nicht nur eine einseitige positive Meinung abgegeben wird. Durch das Teilen der positiven und negativen Aspekte erscheint die Empfehlung viel mehr wie die Empfehlung eines vertrauten Bekannten und nicht wie eine umgesetzte Marketingstrategie. Dennoch sollten Unternehmen natürlich strategisch beim Umgang mit Markenbotschaftern vorgehen. Dies fängt schon bei der Wahl der Markenbotschafter an. Man kann auf der Suche nach geeigneten Markenbotschaftern unter der Kundschaft manuell verschiedene Foren und Social-Media-Kanäle durchforsten. Es existieren auch verschiedene Tools, die Erwähnungen Ihrer Marke in Social Media automatisch zusammenfassen. Darauf sollte man schnell reagieren und den Kunden für die Erwähnung danken. Dies zeigt nämlich eine öffentliche Wertschätzung für die Meinung der Kundschaft und kann Kunden auch zu weiteren Erwähnungen ermutigen. Besonders engagierten Nutzern sollten auch kleine Aufmerksamkeiten oder Vorteile zugesichert werden. Dazu gehören typische Werbegeschenke wie Tassen und Büroutensilien oder Rabatte. Wichtig ist es, die Beziehung zur jeweiligen Community zu pflegen und Vorgänge zu beobachten.

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Mitarbeiter als optimale Markenbotschafter

Damit auch Mitarbeiter ein positives Bild des Unternehmens vermitteln, müssen die Unternehmen eine Unternehmenskultur etabliert haben, die ein Gefühl von Identifikation und Zugehörigkeitsgefühl vermittelt. Unzufriedene Mitarbeiter können nämlich ungewollt auch zu Markenbotschaftern werden. Dadurch zeigt sich auch, dass eine Markenbotschafter-Strategie kein gesondertes Projekt ist, sondern eng mit dem Branding und der gesamten Kommunikationsstrategie des Unternehmens verbunden ist. Die Unternehmen müssen den Mitarbeitern auch zutrauen, sich auf eigene Weise öffentlich für das Unternehmen stark zu machen. Kontrollmaßnahmen nehmen nämlich den Mitarbeitern häufog die Lust an positiven Aussagen über das Unternhemen auf deren persönlichen Social Media Accounts. Unternehmen können Mitarbeiter auch zu positiven Äußerungen ermutigen, indem sie den Accounts ihrer Mitarbeiter folgen und besonders kreative oder positive Kommentare zum Unternehmen retweeten. Auch die öffentliche Würdigung von engagierten Mitarbeitern kann sich positiv auswirken.

Wenn der Mitarbeiter als Corporate Influencer ein wiedererkennbares Gesicht für das Unternehmen auf den betriebseigenen Social Media Accounts werden soll, ist für die Content-Planung auch ein gewisser Spielraum für die Mitarbeiter empfohlen. Postings, die Mitarbeiter bei der Ausführung involvieren, aber bei der Planung nicht berücksichtigen, können schnell unauthentisch wirken. Die vertragliche Regelung für das Engangement des Mitarbeiters auf den betriebseigenen Social Media Accounts sollte in dem Fall aber auch vertraglich geregelt sein. Dabei sollte zusätzlich vereinbart werden, dass die Nutzung von vorhandenem Content über das Arbeitsverhältnis hinausläuft. Sonst müsste nämlich im Nachhinein der Content mit der entsprechenden Person gelöscht oder unkenntlich gemacht werden. Für Content-Strategien finden sich zahlreiche Beispiele. Mitarbeiter können hinter die Kulissen blicken lassen und bei einem "FMA" (Follow Me Around) den Followern einen Arbeitstag zeigen. Dies eignet sich auch gut für das Employer Branding, da potenzielle Mitarbeiter sich dadurch schon vorab mit dem Unternehmen verbunden fühlen und zukünftige Arbeitskollegen "kennenlernen". Auch die Präsentation von Produkten durch Mitarbeiter mit viel Hintergrundwissen bietet authentische Darstellungen. Nicht jeder Mitarbeiter ist als Markenbotschafter geeignet und auch nicht jeder Mitarbeiter möchte sich auf Social Media Kanälen öffentlich darstellen. Dennoch findet sich meinstens mindestens eine offene Persönlichkeit, die sich engagiert vor die Kamera stellt. Dabei muss auch nicht alles perfekt inszeniert sein. Im Gegenteil: Dies wirkt sympatisch und bietet noch mehr Authentizität!

Markenbotschafter - Fazit

Markenbotschafter sind ein effektives und kostengünstiges Mittel für die Influencer-Marketing-Strategien von Unternehmen. Sie garantieren Glaubwürdigkeit und lassen Unternehmen nicht wie gesichtslose Identitäten dastehen. Dennoch verlangt der Einsatz von Markenbotschaftern die Initiative von Unternehmen, da Beziehungen zur eigenen Community stets gepflegt und aufemerksam beoabachtet werden müssen. Geeignete Mitarbeiter müssen gefunden werden und und das Betriebsklima muss stimmen, um ein authentisches und positives Bild zu vermitteln. Auch wenn die Reichweite von Markenbotschaftern öfters nicht mit denen von herkömmlichen Influencern übereinstimmt, sind Markenbotschafter dennoch gewinnbringend für die Markenwahrnehmung eines Unternehmens.

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Unsere Marketingexperten wissen, wie das gelingt! Lassen Sie sich von unseren erfahrenen Beratern helfen und kontaktieren Sie uns für ein persönliches Beratungsgespräch:

Bastian FoersterBastian Foerster

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Content-Seeding: Eine Kampagne erfolgreich verbreiten

Beim Aufbau einer Seeding-Strategie ist es wichtig, dass die Inhalte einen Mehrwert bieten und dass das Präsentationsmedium passend ist. Im Fokus stehen bei allen Maßnahmen die Zielgruppe und der Nutzer. Viel wesentlicher ist es allerdings, die Inhalte an vielversprechende Linkgeber zu streuen.

Ein Kampagnenthema finden

Das Thema der Kampagne trägt maßgeblich zum Erfolg bei. Für das Sammeln von Ideen eignet sich vor allem die Kreativmethode Brainstorming. Dabei ist es essenziell, die Regeln des kreativen Denkens zu beachten:

  • Jeder Gedanke zählt.
  • Keine Kritik äußern.
  • Gesammelte Ideen nicht bewerten.
  • Tabus außer Acht lassen.
  • Ideen kurz und knapp formulieren.

Erst nach dem Brainstorming erfolgt die Bewertung der Ideen. Mögliche Kriterien dafür sind:

  • Bietet das Thema genügend Inhalte?
  • Ergibt sich ein Mehrwert für den Nutzer?
  • Ist das Thema neu oder bereits vorhanden?
  • Ist zudem eine interessante und informative Aufbereitung möglich?

Anhand dieser und auf Wunsch weiterer Punkte wird ein Thema ausgewählt.

Kooperationspartner für eine Linkmarketingkampagne finden und diese begeistern

Wurde ein Kampagnenthema festgelegt, steht die Recherche möglicher Kooperationspartner für die Content-Erstellung an. Diese erhöhen die Glaubwürdigkeit und bringen sowohl Fachwissen als auch eine neue Perspektive ein. Partner sind zum Beispiel Unternehmen, Organisationen, Vereine oder Einzelpersonen. Voraussetzung ist, dass sie zum gewählten Thema folgende Eigenschaften besitzen:

  • Jahrelange Erfahrung haben.
  • Gute Qualifikationen vorweisen.
  • Nach außen sympathisch wirken.
  • Themenautorität aufweisen.
  • Hohe Bekanntheit besitzen.
  • Ein positives Image innehaben.

Beispielsweise sind ein Tierarzt, die PETA oder ein Hundetrainer mögliche Experten für einen Giftköder-Ratgeber.

Ist der geeignete Experte identifiziert, gilt es, diesen von der Kooperation zu überzeugen. Im Vorfeld steht eine detaillierte Überlegung von Argumenten. Mögliche Gründe können sein:

Content Seeding
Abbildung 1: Argumente, um potenzielle Partner zu überzeugen; Quelle: eology

Sobald die Argumentation vorbereitet wurde, folgt die Ermittlung des passenden Zuständigen für das Anliegen. Ohne den richtigen Ansprechpartner wird vor allem bei großen Organisationen der Erfolg ausbleiben. Ist die richtige Person bekannt, muss diese mit den vorbereiteten Gründen für die Kooperation begeistert werden. Ist dies passiert, wird im Anschluss daran der Content in Abstimmung mit dem Partner erstellt.

Mit einem Pre-Outreach erste Linkgeber sammeln

Beim Pre-Outreach geht es darum, die Kampagne schon vor der Fertigstellung in Stichpunkten bei redaktionellen Entscheidern vorzustellen. Das erleichtert die spätere Verbreitung des Contents und steigert schon im Vorfeld die Bekanntheit. Der Pre-Outreach beginnt mit der Recherche von geeigneten Linkgebern. Das können Magazine, Zeitungen, Blogs, Zeitschriften oder themenspezifische Portale sein. Darauf folgt die Kampagnenvorstellung mittels einer E-Mail. Diese sollte folgende Punkte beinhalten:

  • Kampagnenthema
  • Publikationsformat (bspw. E-Book, Online-Tool, Grafik)
  • Mehrwert der Kampagne
  • Argumente für das Unterstützen der Kampagne
  • Kampagnenstart
  • Angebot: Nach Veröffentlichung der Kampagne erneute Zusendung des Contents

Nach Erhalt der E-Mail ist der Ansprechpartner einer Website über das Kampagnenthema informiert. Er kann bereits im Vorfeld Überlegungen zu einer möglichen Kampagneneinbindung anstellen und gegebenenfalls Rückfragen stellen. Ein Pre-Outreach ist aber nur dann sinnvoll, wenn vor dem Kampagnenstart genügend Zeit vorhanden ist.

Potentielle Linkgeber kontaktieren

Findet kein Pre-Ourtreach statt, entfällt die E-Mail mit den Vorabinformationen. Dennoch ist es sinnvoll, sich Gründe zu überlegen, warum Kooperationspartner die Kampagne unterstützen sollten. Eine durchdachte Argumentationsgrundlage erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine Kooperation mit dem potentiellen Linkgeber zustande kommt. Im nächsten Schritt gilt: Persönlicher Kontakt bricht das Eis schneller. Die telefonische Kontaktaufnahme zum Linkgeber ist vor allem bei großen Verlagen, Portalen und Zeitschriften sinnvoll. Denn eine E-Mail an eine allgemeine Adresse geht meistens unter. Auch bei Artikelergänzungen ist ein Telefonat zielführend, da die Relevanz der Kampagne für den Artikel genau erläutert werden kann.

Artikelergänzung:
Bei einer Artikelergänzung wird ein Link zur Kampagne in einem bereits bestehenden, aktuellen und thematisch passenden Artikel untergebracht. Angelehnt an oben genanntes Beispiel berichtet und warnt eine Tageszeitung über ausgelegte Giftköder. Hier kann ein ergänzender Link zu einem Giftköder-Ratgeber gesetzt werden.

Freundlichkeit ist am Telefon zentral, egal wie der Gegenüber reagiert. Bei einem „Nein“ hilft es nachzufragen, was die Gründe für eine Absage sind. Im Gespräch können Unklarheiten beseitigt und eventuell doch eine Zusammenarbeit vereinbart werden. Eine E-Mail im Nachgang des Telefonats fasst das Besprochene zusammen.

Mit Influencer-Marketing die Reichweite erhöhen

Mittlerweile sind nicht nur Links auf eine Webseite wichtig, auch der Traffic über soziale Medien gewinnt an Bedeutung. Indikatoren hierfür sind die Social Signals - also Likes, Shares und Kommentare. Offiziell hat Google diese noch nicht als Rankingfaktor bestätigt. Allerdings zeigen Studien, dass gut rankende Seiten überdurchschnittlich hohe Social Signals aufweisen. Interessante Inhalte über Soziale Netzwerke zu verbreiten, erhöht die Reichweite einer Linkmarketing-Kampagne. Hier hilft das Influencer-Marketing, denn Influencer erreichen viele Menschen. Außerdem sind deren Follower durch das bestehende Vertrauensverhältnis eher bereit, Inhalte weiter zu verbreiten. Auch ohne eigene Profile pusht das Influencer-Marketing die Reichweite in Sozialen Netzwerken.

Den passenden Influencer auswählen

Die Auswahl des passenden Influencers ist essenziell für den Erfolg einer Influencer-Kooperation. Er muss eine Persönlichkeit haben, authentisch kommunizieren sowie zum Unternehmen, zur Kampagne und zur Zielgruppe passen. Die Facebookseite „Perlen des Influencer Marketings“ zeigt Beispiele, die genau das nicht beachten. Beliebte Branchen für das Influencer-Marketing sind:

  • Mode
  • Beauty & Make-up
  • Food
  • Computerspiele & Konsolen
  • Gesundheit & Fitness
  • Reisen

Die Reichweite des Influencers ist kein ausschlaggebendes Kriterium. Followerzahlen, -verhalten sowie die Engagement-Rate lassen sich leicht fälschen. Außerdem geht bei steigender Followerzahl oft die Authentizität des Influencer verloren. Sogenannte Micro-Influencer mit etwa 1.000 - 25.000 hingegen genießen hohes Vertrauen bei den Followern. Die Kontaktaufnahme zum Influencer läuft ähnlich ab wie bei anderen Linkgebern. Wichtig ist eine individuelle Ansprache, also kein Massenbrief. Ob dies über Telefon, E-Mail oder die Sozialen Netzwerke geschieht, ist zweitrangig, solange der Influencer selbst keine Präferenzen angibt.

Fazit

Mit einer im Vorfeld festgelegten Seeding-Strategie stellen sich nachhaltig Erfolge ein. Die Zusammenarbeit bei der Content-Erstellung mit Experten erhöht die Glaubwürdigkeit und die Reichweite. Außerdem helfen sie, die Inhalte von einer anderen Seite zu beleuchten. Bei einem aktuellen Thema bietet es sich an, noch während der Erstellungsphase einen Pre-Outreach zu machen. Eine Liste mit den Kontaktdaten der Ansprechpartner und dem aktuellen Stand der Kontaktaufnahme hilft, den Überblick zu bewahren. Alternativ dazu gibt es Tools wie Contentbird, die den Linkmarketing-Workflow vereinfachen. Bei der Kontaktaufnahme zu möglichen Linkgebern gilt: Wer den persönlichen Kontakt nicht scheut, wird erfolgreicher sein. Weiterhin lohnt es sich, mit Influencern zu kooperieren. Hier ist jedoch die Auswahl des passenden Influencers wesentlich.

Tiefergehende Informationen zum Thema Linkmarketing bietet das Whitepaper „Modernes Linkmarketing für Ihren SEO-Erfolg“ der eology GmbH. Es zeigt anschaulich den Aufbau einer Linkmarketing-Kampagne, gibt Einblick in Praxisbeispiele sowie in die Grundzüge des klassischen Linkmarketings.

Ann-Kathrin Grottke

Autorin

Ann-Kathrin Grottke hat Medienmanagement studiert und ist Teil des eology Marketing Teams. Sie kümmert sich um die Verbreitung des gesammelten eology Wissens und teilt ihr Knowhow in Magazinen und Blogs.

Online Marketing Trends

Online Marketing ist ein sehr dynamischer und schnelllebiger Bereich. Fortlaufend gibt es aktuelle News, Entwicklungen und neue Online Marketing Trends. Marketeer müssen immer am Ball bleiben, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, aktuelle Entwicklungen abzubilden und erfolgreiches Online Marketing zu betreiben. Damit Sie immer auf dem aktuellsten Stand sind, haben wir Ihnen im Folgenden eine Übersicht über alle Online Marketing Trends erstellt, die wir kontinuierlich für Sie ergänzen und aktualisieren. So verpassen Sie keinen wichtigen Trend mehr und bleiben immer auf dem Laufenden! Jetzt die Online Marketing Trends für 2019 prüfen und für Ihr Unternehmen nutzen.

Online Marketing Trends 2019 – Das kommt auf uns zu

Das Rad der Zeit dreht sich und mal wieder ist ein Jahr vorbei. Als Online Marketer sollte man sich täglich auf die Liste der guten Vorsätze schreiben, dass man mit aktuellen Trends gehen möchte – sofern Sie für das eigene Unternehmen erfolgversprechend sind. Instagram, Snapchat & Co haben gezeigt, dass sich regelmäßig neue Märkte öffnen. Wer sich mit ihnen gut auskennt, kann ein riesiges Publikum erreichen. Die Überholspur ist für jene reserviert, die stets Up-to-Date sind.

Auch 2019 wird uns mit einigen interessanten und lukrativen Trends überraschen. Mal wieder wagen wir eine Prognose und versuchen in die Zukunft zu blicken. Dabei hilft es zu beobachten, was in der Online Marketing Landschaft anderer Länder geschieht und wie Werbetreibende und Nutzer ihr Verhalten an die aktuellen Gegebenheiten anpassen.

1. Online Marketing Trend 2019 – Artificial Intelligence auf dem Vormarsch

Künstliche Intelligenz (engl. artificial intelligence) gehörte bereits im letzten Jahr zu den wichtigsten Trends. Im Laufe der Zeit haben sich immer mehr Einsatzgebiete im Online Marketing gezeigt und erleichtern den Marketern ihre Arbeit. Darum setzt sich der Trend fort.

Das Jahr 2019 wird zeigen, dass auch kleine und mittelständige Unternehmen künstliche Intelligenz für sich nutzen können. Ein ausgezeichnetes Beispiel dafür sind Chatbots, die eine Vielzahl von Kundenfragen in Echtzeit beantworten können.
Bei komplexen Fragestellungen helfen sie dem Kundendienst dabei, die Anfrage bereits einer Kategorie zuzuordnen, sodass diese an einen dafür zuständigen Mitarbeiter geleitet werden kann. Auf diese Weise wird der Kundendienst entlastet, was Kosten einspart und bei der Skalierung des Geschäfts hilft.

Künstliche Intelligenz wird außerdem zunehmend bei der Analyse des Kundenverhaltens eingesetzt. Via Facebook & Co sind Werbetreibende so in der Lage, ihre Zielgruppe genauer einzugrenzen und fortwährend zu optimieren, ohne selbst Hand anlegen zu müssen. Bereits im Einsatz sind solche intelligenten Algorithmen bei Native Advertising Plattformen wie Taboola und Outbrain. Hier muss keine Zielgruppe mehr ausgewählt werden. Die künstliche Intelligenz kümmert sich darum, dass die Inhalte an interessierte Besucher ausgespielt werden.

2. Online Marketing Trend 2019 – Werbung in der Sprachsuche

Immer mehr Haushalte nutzen smarte Sprachassistenten, wie beispielsweise Alexa. Sie erleichtern den Alltag und sind eine interessante, neue Technologie. Selbst trotz verschiedener Skandale sind Sprachassistenten von Amazon, Google und Co sehr beliebt und erfreuen sich eines riesigen Absatzes.

Online Marketer sollten sie vor allem unter die Lupe nehmen, da über diese Systeme Suchanfragen ausgeführt werden können. Das macht sie zu einer Trafficquelle. Während es im Jahre 2018 vornehmlich darum ging, in Google #0 zu erreichen und somit den eigenen Content dem Sprachsuchenden zu präsentieren, werden sich 2019 neue Möglichkeiten ergeben.

Wir rechnen damit, dass sich der Markt bald für Werbetreibende öffnen wird.

„Man wird also dafür bezahlen können, dass Sprachsuchende die eigenen Inhalte ausgespielt bekommen.“

Alexa und Konsorten werden somit zu monetarisierten Werbeplattformen. Besonders interessant ist das für Werbetreibende, da hier aktuell nur ein einziges Suchergebnis präsentiert wird.  Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass Nutzer die Werbung zunächst nicht als solche erkennen. Dieser Effekt tritt immer dann auf, wenn werbefreie Plattformen geöffnet werden.

3. Online Marketing Trend 2019 – Werbung in Whatsapp

Auf Whatsapp entfällt ein Großteil der geschriebenen, persönlichen Kommunikation. Schon jetzt nutzen findige Online Marketer die Chat-App für die Kundenkommunikation, da die Öffnungsraten annährend 100% betragen. Derzeit muss der Empfänger dazu jedoch sein Einverständnis geben.

WhatsApp für Unternehmen

Es ist damit zu rechnen, dass Whatsapp im Jahre 2019 monetarisiert wird. In einem ersten Schritt sollen in den Stories, ähnlich wie bei Instagram, Werbeinhalte präsentiert werden können. Auch hier wird es sich lohnen als Erster am Ball zu sein und die überraschten Nutzer zu bewerben. Wahrscheinlich wird es im Anschluss nicht lange dauern, bis Werbung auch per Direktnachricht versendet werden kann.

4. Online Marketing Trend 2019 – Influencer werden zur Kasse gebeten

Influencer Marketing war das Thema 2018. Ganze Marken haben auf diese Weise ihren Absatz generiert. Auch die Influencer haben gutes Geschäft gemacht und von der riesigen Reichweite auf Instagram profitiert.

Im Jahr 2019 wird die Plattform daran arbeiten, endlich ein Stück des Kuchens abzubekommen und die Reichweite nicht länger zu verschenken. In Zukunft werden Influencer einen Teil ihrer Einnahmen an Instagram abtreten müssen. Wahrscheinlich ist, dass sie in ihrer Reichweite beschnitten werden und diese anschließend entgeltlich verlängern müssen. Eine ähnliche Veränderung wurde auf Facebook beobachtet.

Bereits angekündigt wurde zudem, dass an einem hauseigenen Tool gearbeitet wird, über welches Werbetreibende Ads bei verschiedenen Influencern buchen können. Die generierten Einnahmen werden anschließend zu einem noch ungewissen Prozentsatz zwischen der Plattform und dem Influencer aufgeteilt.

5. Online Marketing Trends 2019 – Hochauflösende Ads

Die Internetabdeckung in Deutschland wird nahezu täglich in den Medien thematisiert. In den USA wird damit gerechnet, dass 2019 flächendeckend 5G ausgerollt wird. Das wird dazu führen, dass mehr Ads besonders hochauflösend aufgenommen und ausgestrahlt werden.

Viele Tablets und Smartphones sind schon jetzt in der Lage 4K-Videos aufzunehmen und abzuspielen. Durch schnelles mobiles Internet werden diese Funktionen häufiger genutzt werden. Auf einem 4K-Display ist der Unterschied schnell zu erkennen und die optisch hochwertigen sts werden mehr Aufmerksamkeit generieren.

6. Online Marketing Trends 2019 – Voice Search

Nachdem die bereits zuvor erwähnten Sprachassistenten, wie z.B. Alexa (Amazon) oder Cortana (Microsoft), im letzten Jahr einen regelrechten Hype erlebt haben, sind nun Unternehmen gefragt, die Möglichkeiten der Voice Search für sich zu nutzen. Einige Unternehmen haben damit begonnen, Voice Search in ihre Digitale Marketingstrategie mit einzubeziehen. So ermöglicht beispielsweise die internationale Restaurantkette Domino’s Pizza ihren Kunden, Bestellungen über Alexa zu tätigen.

Alexa-Skills-Büro

Zudem setzt Google auf neue Technologien, die dem Nutzer das Lesen abnehmen, indem die Sprachassistenten einfache Textpassagen aus Artikeln vorlesen und somit mehr Zeit für andere Dinge übrig bleibt. Diese Innovationen bieten große Chancen, jedoch muss sich das Marketing bereithalten, um das veränderte Zusammenspiel zwischen Voice Search und Marken nicht zu versäumen.

7. Online Marketing Trends 2019 – Personalisierung

Jeder Internetnutzer hinterlässt heutzutage beim Stöbern, Arbeiten oder alltäglichen Surfen im Netz einen digitalen Fußabdruck. Große Unternehmen, wie beispielsweise Netflix oder Amazon, machen sich die Webaktivitäten zunutze, indem sie personalisierte Werbung oder Empfehlungen einbauen, die individuell auf die Person bzw. ihre Vorlieben und Aktivitäten zugeschnitten sind.

Dies geschieht meist durch Algorithmen oder mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Beispiele dafür sind die persönliche Anrede in E-Mails und Newslettern oder Kaufvorschläge und Empfehlungen an den Kunden. Eine persönliche und individuelle Ansprache weckt das Interesse der Nutzer und suggeriert Wertschätzung. Darüber hinaus hebt man sich als Unternehmen durch Personalisierung von der Masse an Werbung und Informationen ab. Personalisierte Kaufvorschläge aus Online Shops oder Serienempfehlungen erlauben es den Unternehmen außerdem, den Nutzer besser zu verstehen und maßgeschneiderte Werbung gezielter einzubringen.

Online Marketing Trends 2018

Reichweiteneinschränkung Facebook-Marketing

Mark Zuckerberg teilte am 12. Januar 2018 über seinen eigenen Facebook-Account mit, dass er die Menschen auf Facebook näher zusammenbringen möchte und öffentliche Posts, beispielsweise Nachrichtenseiten und Unternehmensposts, in letzter Zeit überhandgenommen hätten.

Diese Aussage lässt tief blicken: Facebook wird die Reichweite von Unternehmensbeiträgen weiter einschränken, sodass Beiträge von Freunden und Familien präsenter im Newsfeed sind. Reichweiteneinschränkung

 

 

 

 

 

 

 

Für das Facebook-Marketing bedeutet das, dass Unternehmen vermehrt auf kostenpflichtige Facebook-Werbung setzen müssen, um weiterhin eine akzeptable Reichweite zu erzielen. In manchen Ländern wie Guatemala, Bolivien oder der Slowakei spielt Facebook nicht beworbene Unternehmensinhalte sogar überhaupt nicht mehr im regulären News-Feed aus. Der sogenannte Entdecker-Feed von Facebook, welcher in die Desktop-Version implementiert wurde, zeigt „verpasste“ Beiträge, die nicht im Hauptnews-Feed angezeigt wurden. Laut Facebook handelt es sich in diesen Ländern um einen bloßen Test, es ist aber nicht auszuschließen, dass die Reichweite von Unternehmenspost in dieser Weise in Zukunft grundsätzlich verändert wird.

Sollte Facebook im regulären News-Feed tatsächlich nur noch Posts von Freunden enthalten, muss das Budget für Social Media Marketing signifikant erhöht werden, da nur noch kostenpflichtige Werbeanzeigen in den News-Feed durchdringen würden. Der Entdeckerfeed wird wahrscheinlich nur geringfügig genutzt werden und auch hier würde ein Unternehmenspost unter den Milliarden von anderen ausgeblendeten Beiträgen untergehen.

Die neue Datenschutzverordnung (DSGVO)

Ab dem 25.05.2018 wird die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in den EU-Mitgliedsstaaten die nationale Datenschutzverordnung ablösen. Das Gesetz trat vor zwei Jahren bereits in Kraft, den Institutionen wurde zur Umstellung eine zweijährige Übergangsphase eingeräumt, sodass das DGSVO dieses Jahr in der EU wirksam wird.

Das neue Gesetz gilt zum Beispiel für die Datenerhebung, -verarbeitung und -speicherung, erhöht Bußgelder und passt Meldepflichten des Unternehmens an. Konkret bedeutet dies beispielsweise, dass Kunden Ihres Unternehmens auf die Möglichkeit hingewiesen werden müssen, ihre Einwilligung zur Speicherung und Verarbeitung von Daten widerrufen zu können. Außerdem dürfen ab Ende Mai nur noch jene Daten in Eingabemasken erfragt werden, für die ein gerechtfertigtes Interesse besteht. Beispielsweise dürfen Unternehmen nicht nach der Telefonnummer des Users fragen, um den Zugang zu beschränktem Content zu erlangen.

Bei Verstößen gegen die neuen Regelungen droht ein saftiges Bußgeld von bis zu 20 Millionen Euro oder 4% des Jahresumsatzes.

Bis zum 25.05.2018 haben Unternehmen noch Zeit, ihren Umgang mit dem Datenschutz anzupassen, um einem hohen Bußgeld aus dem Weg zu gehen. Insbesondere das Online Marketing, für welches Daten für Leadgenerierung und Erfolgsmessung Gold wert ist, wird durch das DSGVO beeinflusst.

Mobile First – Google

Ende 2016 kündigte Gooogle an, eine Anpassung seines Suchalgorithmus vorzunehmen, der zu Beginn des Jahres 2018 langsam ausgerollt wird. Die Änderung betrifft die Priorisierung von Webseiten, die eine gute mobile Seite besitzen, d.h. Google rankt diese höher als Webseiten mit ausschließlicher Desktop-Version. Diese Anpassung ist grundsätzlich nicht neu, weil Google schon häufiger darüber informiert hat, dass für Mobilgeräte angepasste Seiten höhere Rankings erzielen.

Die kürzliche Änderung bezieht sich auf das grundsätzliche Vorgehen des Google-Bots beim Crawlen des Internets nach zum Suchbegriff passenden Inhalten. Google wird zuallererst prüfen, inwiefern die mobile Seite wichtige Rankingfaktoren erfüllt. Ein zusätzlicher positiver Faktor ist dann die Verfügbarkeit einer Desktop-Version. Aktuell besitzt Google noch die Desktop-Sicht, aus welcher eine optimierte Desktop-Seite auch das Ranking der mobilen Seite beeinflusst.

„Mobile First“ führt dazu, dass eine übersichtliche und informative mobile Webseite Pflicht wird und genauso hochwertige Inhalte liefern muss wie die Desktop-Version. Webseitenbetreiber müssen zwingend Rankingfaktoren wie Ladezeit, Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit der mobilen Seite optimieren, um nach dem Update weiterhin gut zu ranken.

Künstliche Intelligenz: Voicesearch und Socialbots

Künstliche Intelligenz bezeichnet das selbstständige Lernen einer Software, die mit zunehmender Benutzungsdauer auf Basis von Eingabemustern und Interaktionen mit der Software „intelligenter“ wird. Künstliche Intelligenz wird zum Beispiel in digitalen Sprachassistenten eingesetzt, die durch die verbale Interaktion dem Benutzer individuell passendere Informationen zur Verfügung stellt. Künstliche Intelligenz soll in Zukunft außerdem die Servicequalität von Socialbots verbessern.

Voice Search und Socialbots sind nicht nur ernstzunehmende Trends, sie werden in Zukunft sogar Standard im Online Marketing werden.

Voice Search

Sprachassistenten sind vielleicht DER Trend 2018. Mit der zunehmenden Verbreitung und Akzeptanz stehen virtuelle Assistenten kurz vor dem Durchbruch als massentaugliches Produkt. Mithilfe eines Sprachassistenten, wie beispielsweise Amazons Echo oder Google Home, kann der Benutzer mithilfe einfacher Sprachkommandos sein vernetztes Haus (Smart Home) steuern, Informationen aus dem Internet abrufen oder über das Internet Produktbestellungen aufgeben. Die Fähigkeiten der Sprachassistenten hängen unter anderem von installierten Applikationen ab (im Falle von Amazons Geräten heißen sie Alexa-Skills).

Die Art und Weise wie Benutzer von digitalen Assistenten heute und in Zukunft Informationen suchen, ändert sich grundlegend. Die Spracheingabe ist komfortabler als die mechanische Eingabe per Tastatur, sodass viele die Google-Suche in derselben Art befragen, wie sie einen Freund fragen würden: nämlich in ganzen Sätzen! Die Suchmaschinenoptimierung wird dadurch maßgeblich beeinflusst. Sie müssen darauf achten, mitunter ganze Fragen der Suchenden in Ihrem Content zu beantworten.

Socialbots

Chat- und Socialbots haben in der jüngsten Vergangenheit stark an Bedeutung und Nutzungshäufigkeit zugenommen. Dieses Jahr werden weitere Unternehmen den Nutzen von Socialbots für sich entdecken.

Kein Wunder: Triviale Auskünfte, beispielsweise zu Öffnungszeiten oder zum Lieferstatus der Bestellung können Socialbots über Facebook und Website-Live-Chat bereits jetzt zuverlässig und in zufrieden stellender Qualität geben, wodurch Personalkosten für Unternehmen sinken. Ein Chatbot antwortet umgehend, sodass der Fragensteller sofort die relevanten Informationen erhält. Außerdem kann der Chat zu Terminkalendern verlinkt werden. Der Chatbot prüft freie Termine, storniert bestehende oder kümmert sich um Terminverschiebungen, sodass die Reservierung eines Tisches im Restaurant oder das Buchen eines Friseurtermins vollautomatisch und einfach vonstattengeht und Personalressourcen freigesetzt werden.

Bei Zalando wird der Kunde zum Beispiel bereits zu einem Beraterbot weitergeleitet, wenn alle menschlichen Kundenberater im Gespräch sind.

Die Herausforderung für die Chatbot-Technologie besteht darin, auch in Detailfragen den Kunden zufriedenstellend zu betreuen. Durch die rasante Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz kann der Chatbot der Zukunft auf Basis von Kundeninteraktionen selbstständig dazulernen und seinen Service verbessern. In Zukunft werden Socialbots auch detaillierte Beratungsleistungen übernehmen können. Gegenwärtig sind menschliche Kundenberater aber den Socialbots überlegen - insbesondere für selten auftretende und komplexe Probleme.

Microinfluencer

Einer der großen Marketing Trends 2017 war das Influencer Marketing, das mittlerweile zum Buzz-Word erwachsen ist. Influencer Marketing beschreibt eine Art von Werbeform, bei der Influencer, zu deutsch Meinungsmacher, dazu genutzt werden, die Produkte eines Unternehmens vorzustellen oder aktiv zu bewerben. Solche Meinungsmacher sind auf den relevanten Social Media Kanälen wie Instagram, Snapchat und Blogs aktiv und besitzen eine hohe Anzahl an Fans und Followern, welche der Meinung und Produktempfehlungen der von ihnen abonnierten Influencern vertrauen.

Durch das Vertrauen der Follower in die Social Media Stars wirkt das Produktversprechen der beworbenen Marke glaubwürdiger. Außerdem erfährt die Marke positive Ausstrahlungseffekte, wie beispielsweise eine positivere Beurteilung und eine höhere Markenbekanntheit.

Viele Unternehmen haben den Nutzen von Influencer Marketing für sich erkannt und dieses auch erfolgreich betrieben.

Der neueste Trend in diesem Jahr heißt jetzt Microinfluencer Marketing. Dieser ist schnell erklärt: Anstatt die Social Media Stars mit Millionen von Followern anzusprechen, werden Influencer mit weniger Reichweite (etwa 1.000 – 40.000 Fans) angesprochen. Microinfluencer zeichnen sich dadurch aus, dass sie trotz geringerer Reichweite als die Stars der Szene häufig treuere Fans besitzen, die intensiv durch Shares, Likes und Kommentaren intensiv mit ihm interagieren.

Dies wird durch eine Studie von Makerly verdeutlicht, die herausgefunden hat, dass Microinfluencer, relativ zu ihrer Anzahl an Followern gesehen, die meisten Interaktionen generieren.

Microinfluencer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Voraussetzung, um als Microinfluencer zu gelten, ist also nicht allein die relativ geringe Anzahl an Followern, sondern die Intensität mit der die Fans sich mit dem Content des Microinfluencers auseinandersetzen.

Insbesondere Nischenthemen mit kleinerer Zielgruppe profitieren von einer intensiven Beziehung zwischen Influencer und Fan, weil das Influencer Marketing zielgruppengenau ausgerichtet werden kann, wodurch Streuverluste verringert werden. Zuletzt ist die Zusammenarbeit mit Microinfluencern schlichtweg günstiger als mit den Top-Stars der Social Media.

Kurzlebiger Content

Neben Microinfluencer Marketing ist kurzlebiger Content eine weitere Möglichkeit, die Authentizität von Marken und Unternehmen und das Engagement mit der Zielgruppe zu erhöhen. Kurzlebige Inhalte sind beispielsweise Facebook-Livestreams oder sogenannte Stories auf Instagram, Snapchat und Facebook, deren Inhalte nach 24-Stunden unwiderruflich verschwinden und besonders bei Millenialls sehr beliebt sind.

Livestreams in dem Sinne, dass sie nur zeitlich begrenzt live mitverfolgt werden und die zeitlich limitierte Verfügbarkeit von Instagram- / Snapchat-Stories lösen die sogenannte Fear Of Missing Out (FOMO) aus. Die Idee dahinter: Die Angst, etwas verpassen zu können, soll eine bestimmte Handlung schneller auslösen, im besten Fall sofort. Die Kaufhandlung kann beispielsweise durch in Stories eingebettete und exklusive Angebote, die nach 24 Stunden verschwinden, beschleunigt werden.

Kurzlebiger Content ist ein gutes Mittel, um in Zeiten von Informationsüberfluss an Werbebotschaften und Angeboten der rückläufigen Aufmerksamkeitsspanne entgegen zu kommen. Zeitlich begrenzte Inhalte sind authentisch, transparent und interessant. Passt der Inhalt zur Zielgruppe und ist er auf deren Interessen und Erwartungen ausgerichtet, erzeugen kurzlebige Inhalte mehr Interaktionen als herkömmliche Inhalte.

Online Marketing Trends 2017

Chatbots

Wer sich heute nicht mit dem Thema Chatbots und der KI (künstliche Intelligenz) befasst, hat den Kampf um den Kunden verloren. Immer mehr Onlineshops experimentieren mit Chatbots, die verinnerlichen, was dem Kunden gefällt. Ist von Chatbots die Rede, lassen sich verschiedene Varianten unterscheiden: Chatbots, die per Text interagieren und Assistenten, die per Sprache interagieren. Dabei leitet sich das Wort Chatbot Folgendermaßen ab:

  • to chat: plaudern, sich unterhalten
  • bot: Roboter
  • Chatbot: Programm, mit dem man sich in natürlicher Sprache unterhalten kann

Chatten per Messenger

Das Chatten per Messenger funktioniert als Telefon-  oder Online-Variante. In beiden Fällen sind Bots dazu da, bestimmte Vorgänge zu vereinfachen. Häufig stößt die Bot-Technologie aber noch an ihre Grenzen, bspw. bei der Erkennung des Sinns hinter einer menschlichen Aussage. Verwendet man Aussagen, die der Bot nicht kennt oder aufgrund seiner Programmierung nicht korrekt einordnen kann, wird nicht das gewünschte Ergebnis ausgegeben.

Siri, Alexa, Cortana

Sprachassistenten werden über kurz oder lang das Suchverhalten von Nutzern ändern. Bislang gibt es allerdings nur wenige Möglichkeiten sich zu engagieren. Anstatt einer Liste von Suchergebnissen geben die Assistenten die Antwort. Amazon will allerdings bezahlte Suchanzeigen anbieten. Die Herausforderung besteht darin, Werbung und Nutzererlebnis zusammenbringen.

Online Marketing Trends

Virtual Reality

Virtual Reality, kurz VR, ist die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung. Unter Augmented Reality (deutsch: erweiterte Realität), kurz AR, wird die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung verstanden. Mit AR lassen sich alle menschlichen Sinnesmodalitäten ansprechen, aber häufig wird unter erweiterter Realität nur die visuelle Darstellung von Informationen verstanden, also die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung / Überlagerung.

In der Praxis findet Virtual Reality Anwendung in folgenden Bereichen:

  • Mit Virtual Reality können aufregend neue Markenerlebnisse entstehen
  • Werbung wird spielerischer werden
  • Virtuelle Events (NBA Spiele via VR ansehen)
  • Virtuelle Rundgänge (A380-Führung von Ethiad)
  • Virtuelles Shopping (Vorstufe dafür: IKEA App „VR Experience“)
  • Virtuelle Meetings (zum Beispiel Facebook VR mit eigenem Avatar, der sogar Mimik und Gestik nachahmt)
  • Gaming
  • ...

Livestreaming

Immer mehr Plattformen haben die Live-Funktion eingeführt oder sind dabei sie einzuführen. Livestreaming auf Facebook dürfte mittlerweile bereits allen einen Begriff sein, spätestens seitdem viele Prominente ihren Alltag mit den Usern auf Facebook teilen oder Fragestunden einberufen. Twitter hat mit Periscope ein Pendant und Instagram ist erst vor kurzem ebenfalls auf diesen Zug aufgesprungen. Allerdings ist der Rollout noch nicht abgeschlossen – die Funktion ist noch nicht für jeden verfügbar und es dauert noch ein wenig, bis sich dies an die breite Masse verteilt hat.

Für Unternehmen bietet das Livestreaming eine gute Möglichkeit, kostenlose „Werbung“ an die Zielgruppe zu bringen. So wird die schon bestehende Fanbase erreicht, jedoch gibt es zusätzlich die Möglichkeit, neue User anzusprechen (Beispiel: 300 Millionen Nutzer täglich auf Instagram). Zu beachten ist die Wahl des richtigen Contents. Ist der Content interessant, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Viewer erneut zuschaltet.

Social Media Buy Buttons

Nutzer verbringen täglich mehrere Stunden in sozialen Medien, wodurch sich große Potenziale für Unternehmen ergeben. Kein Wunder also, dass Buy Buttons auf Social Media Plattformen immer häufiger vorkommen und auf dem Weg sind, alltäglich zu werden. Webseiten, wie Facebook und Tumblr verwenden detailliertere Formate, um Produkte zur Verfügung zu stellen, während Instagram und Pinterest eine visuellere Bereitstellung der beworbenen Produkte ermöglichen. Durch Buy Buttons und Lead Ads kann ein erhöhter Traffic auf Webseiten und Online-Shops generiert werden.

Online Marketing Trends

Lean Marketing

Das Lean Marketing ist ein Managementkonzept, das durch das Überdenken von Marketingstrukturen Stoßrichtungen für die Entwicklung von Unternehmenskonzepten aufzeigen will. Wie beim klassischen Marketing geht es im Lean Marketing darum, den möglichst perfekten „Fit“ zwischen Zielgruppe, Anzeige und Placement zu generieren. Dabei wird jedoch auf eine lange Vorabplanung verzichtet. Dieses Vorgehen wird häufig von Start-Ups verwendet, um Zeit und Kosten zu sparen. Das vorrangige Ziel ist es, schneller, besser und effizienter zu werden.

Das Vorgehen in Kürze:

  • Ziel definieren
  • Hypothese aufstellen
  • Test-Szenario anlegen
  • Test durchführen
  • So schnell wie möglich auswerten und Strategie anpassen

Lead Generierung

Lead Generierung ist ein Begriff aus dem Marketing und beschreibt die Erzeugung von zukünftiger Kunden- und Nutzernachfrage nach einem bestimmten Produkt oder einer bestimmten Dienstleitung. Leads können z.B. über die Anmeldung zu einem Newsletter, die Teilnahme an einem Gewinnspiel oder eine Neukundenregistrierung generiert werden. Dabei lassen sich unterschiedliche Arten der Lead Generierung ausmachen:

  • Telefon: Callcenter können Inbound Calls (deutsch: eingehende Anrufe) entgegennehmen und Interessenten für ein bestimmtes Thema gewinnen. Auch Outbound Calls (deutsch: ausgehende Anrufe) sind möglich. Zu beachten sind jedoch die gesetzlichen Regelungen zur Kaltakquise.
  • Outdoor: Messen, Promotionsstände, Verlosungen oder Kooperationen bei Events
  • Print: Anzeigen in Zeitschriften mit Rabattcoupons oder direkte Werbebriefe
  • Online: Webseiten, Emails, Newsletter, Whitepaper, Webinare, Landing Pages, Social Media, Blogs oder Online-Magazine können Leads erzeugen. Auch Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing sind zu erwähnen.

Mit der Entwicklung des E-Commerce verändern sich die Möglichkeiten der Lead Generierung. Der potenzielle Kunde kann zwar immer noch direkt angesprochen werden, aber vermehrt wird versucht, ihn durch indirekte Methoden als Interessenten zu gewinnen. Gerade im Bereich Social Media gibt es immer mehr Plattformen, die eine ausreichende Größe haben, um separat bespielt zu werden. Plattformen wie Facebook, Instagram, Snapchat etc., aber auch die vielen anderen Plattform sollten getestet und strategisch bespielt werden.

Online Marketing Trends

Online Marketing Trends 2016

 

 

Mobile Marketing - SoLoMo

SoLoMo steht für eine aktuelle Bewegung im Online Marketing hinter der sich die drei Dimensionen Social, Local und Mobile verbergen. Social steht für den Social Media Trend, d.h. die Nutzung von sozialen Netzwerken (Facebook, XING etc.), Blogs, Microblogging-Dienste (z.B. Twitter) sowie Foto- und Video-Sharing-Portale (z.B. Instagram oder YouTube). Ausschlaggebende Faktoren für diese Bewegung stellen die zunehmende Popularität und Technik des mobilen Internets dar. Der mobile Internetzugang ist alltäglich geworden und die Nutzer sind nahezu überall und jederzeit online. Dies zeigt sich auch an der wachsenden Zahl mobiler Internetnutzer. Mittlerweile nutzen weltweit 2,5 Milliarden Menschen das mobile Internet, und das fast täglich.

Online Marketing Trends

Durch die Zunahme der mobilen Internetnutzung steigt die Nachfrage an mobil nutzbaren Inhalten. Des Weiteren steigt das Angebot an Internetseiten, die speziell auf mobile Internetnutzer ausgerichtet wurden. Durch die neuen lokalen Funktionen mobiler Endgeräte rückt auch die geografische Umgebung der User immer mehr in den Fokus. Dafür wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Dienste entwickelt. Mit den Smartphones und dem mobilen Internet können sich User problemlos in unbekannter Umgebung orientieren, Freunde über ihren aktuellen Standort informieren oder sich einen Überblick über das gastronomische Angebot in ihrer unmittelbaren Umgebung verschaffen. Grund für diesen Fortschritt ist auch das veränderte Suchverhalten der User, die immer häufiger lokale Suchanfragen senden. Bei SoLoMo an sich handelt es sich jedoch nicht um eine Neuheit, denn es hat bereits in der Offlinewelt immer existiert. Die neuen technischen Entwicklungen ermöglichen jedoch eine Verschmelzung dieser drei Komponenten und bilden das soziale, lokale und mobile Leben der User online ab. Auf der Unternehmensseite eröffnen sich durch die Kombination von Social Media, Location-based Services und dem mobilen Internet vielfältige neue Marketing-Möglichkeiten.

App-Indexierung

Durch den Anstieg mobiler Suchanfragen, die die Anzahl der Anfragen über Desktop-Geräte mittlerweile übersteigen, beginnt ein neuer Abschnitt im Mobile Marketing. Daher gehört die App-Indexierung für uns zu den Online Marketing Trends 2016. Google hat im April 2015 offiziell die Mobilfreundlichkeit einer Webseite als Rankingfaktor bekannt gegeben. Dies hat zufolge, dass mobile Webseiten und Apps bei der Optimierung der eigenen Webseite eine entscheidende Rolle spielen. Bei den Suchergebnissen werden nun häufig Apps angezeigt, da Google die Inhalte der Apps liest und diese in das Ranking einbezieht. Unternehmen können also Apps in ihre Google AdWords-Anzeigen einbinden und bewerben.

Online Marketing Trends

Die Veränderung bei Google eröffnet Unternehmen völlig neue Möglichkeiten. Zum einen kann die Sichtbarkeit auf mobilen Endgeräten erhöht werden und Unternehmen können sich auf eigene Apps konzentrieren. Google unterscheidet App Packs und App-Deep-Links als zwei unterschiedliche Kategorien beim App-Ranking. App-Packs sind sozusagen die eigenen Suchergebnisse nur für Apps. Klickt der User auf die App, wird er direkt zum jeweiligen App-Store weitergeleitet. Rankingfaktoren sind dabei die App-Description und die Bewertungen (Sternchen-Bewertungen und Kommentare). Ob dem User jedoch das App-Packs ausgespielt wird, hängt stark von der Intention der Suchanfrage ab. Dem User werden also nur dann Apps angezeigt, wenn Google in der Suchanfrage eine Interaktion mit einer App impliziert. Im Vergleich dazu wird der User beim Klicken auf einen App-Deep-Link direkt in eine bereits auf dem Gerät installierte App weitergeleitet. Der Nutzer kann hier zwischen der mobilen Webseite und der App entscheiden. Aktuell gibt es verschiedene grafische Varianten der Deep-Links. Die am häufigsten eingesetzte Anzeigemöglichkeit unterscheidet sich jedoch kaum von den normalen Suchergebnissen. Es wird lediglich ein kleines Icon der App angezeigt. Die Indexierung von App-Inhalten beeinflusst die SEO-Strategie daher immer deutlicher. Der Wettbewerbskampf um die Top-Plätze im Ranking hat sich durch den Einbezug von Apps erhöht und Unternehmen müssen einen weiteren Faktor bei ihrer SEO-Strategie berücksichtigen.

 

Digitale Customer Journey

Die Customer Journey ist auch im Online Marketing ein bekannter Begriff und beschreibt den Weg des Users vom Erstkontakt bis hin zum Kauf in einem Onlineshop. Marketeer müssen sich zunehmend auf alle Kontaktpunkte des Users im Web konzentrieren. Dabei gilt es alle Touchpoints, Social-Media-Plattformen und traditionelle Marketing-Maßnahmen inbegriffen, zu optimieren und bisher ungenutzte Potenziale aufzudecken. Da die Customer Journey sehr individuell ist, muss der Weg des Users im Internet genau analysiert werden, damit zielgerichtet die optimalen Marketingmaßnahmen eingesetzt werden können.

 

Content Marketing

Einen weiteren Trend für das Jahr 2016 bildet die Kommunikationsstrategie Content Marketing zur Gewinnung von Neukunden. Entscheidend beim Content Marketing ist, dass diese Art von Werbung nicht wie Werbung aussieht, sondern viel mehr informierend, inspirierend und unterhaltend sein soll. Das Ziel des Content Marketing ist das Verbessern der Reichweite, das Erstellen von Interaktionen zwischen Verkäufern und potenziellen Neukunden und die anschließende Transaktion der Ware. Die Frage, die sich hieraus ableitet, lautet: Welcher Content passt zum Unternehmen und den dazugehörigen Produkten bzw. Dienstleistungen?

Online Marketing Trends

Beim Verfassen eines geeigneten Contents gilt es, unterschiedliche Aspekte zu beachten. Dazu gehören unter anderem die Customer Journey (Woher stammt der Kunde?) und das Buying Center (Welche Personen sind an der Kaufentscheidung beteiligt?). Darüber hinaus gelten Webinare als eine innovative Lösung im Content Marketing. Sie verbessern vor allem die Reichweite und stillen das Informationsbedürfnis durch Interaktionen zu unterschiedlichen Fachthemen. Zudem eignen sie sich zur Lead-Generierung.

 

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Real-Time-Content

Bedingt durch die sozialen Medien hat sich in den Köpfen der User die Einstellung entwickelt, zu jeder Zeit aktuelle Informationen online zu erhalten. Aus diesem Grund bieten sich genau hier neue Möglichkeiten für das Content Marketing. Das Real-Time-Content im Social Media Bereich beschreibt die Verwertung von Echtzeitinformationen für eine marketingorientierte, digitale Aktivität. „Trending Topics“ können genutzt werden, um eine Interaktion mit der Community auszulösen. Durch kreative Inhalte, die sich auf ein aktuelles Thema beziehen, kann das Interesse der Follower geweckt und ein Überraschungseffekt ausgelöst werden. Der Einsatz von Real-Time-Content wirkt bei den Usern nicht wie eine klassische Marketingmaßnahme, sondern wird meist als eine Bereicherung im Newsfeed wahrgenommen. Auch die Bereitschaft zum Teilen solcher Inhalte ist höher. Um passende aktuelle Themen für die eigene Marke / das eigene Unternehmen zu identifizieren, können Social Media Monitoring Tools wie Brandwatch helfen.
Es gibt aber auch einige Punkte, die Sie beim Real-Time-Content beachtet sollten:

  • Der geplante Real-Time-Content sollte sich mit Ihrer Unternehmensstrategie vereinen lassen.
  • Sie sollten unbedingt im Voraus ein Kommunikationsziel definieren (Soll der Content humorvoll oder seriös wirken? Soll durch diese Maßnahme kurzfristig eine Awareness erreicht oder nachhaltig das Unternehmensimage gesteigert werden?).
  • Sie sollten sich zuvor die Frage stellen, ob die Message des Contents eine Relevanz für Ihre Follower hat. Aus diesem Grund sollte es im Fokus stehen, dem User einen Mehrwert durch den bereitgestellten Content zu liefern.

 

Digitales Employer Branding

Employer Branding wächst durch die Nutzung sozialer Medien auch im Web zu einem immer wichtigeren Thema heran. Wie auch schon 2015 gehört das digitale Employer Branding auch im Jahr 2016 zu den Online Marketing Trends. Hinter dem Begriff „Digitales Employer Branding“ verbirgt sich die Darstellung einer attraktiven Arbeitgebermarke durch den Einbezug von sozialen Medien, um neue Mitarbeiter zu finden und bestehende an das Unternehmen zu binden. Das Unternehmen kann durch diese Maßnahmen einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Ein besonderer Vorteil der Nutzung sozialer Medien ist, dass die Zielgruppe heutzutage am besten über diesen Kanal erreichbar ist und somit eine hohe Reichweite erzielt werden kann. Aber wie wird das digitale Bild der Arbeitgebermarke überhaupt richtig in den neuen Medien kommuniziert? Hiermit sollte sich jedes Unternehmen vorab ausführlich auseinandersetzen und eine entsprechende HR-Strategie für die sozialen Kanäle entwickeln. Die wohl wichtigste und vor allem am besten steuerbare Plattform zur Präsentation der Arbeitgebermarke ist die eigene Karriere-Webseite. Die am häufigsten für das Employer Branding eingesetzten Social Media Kanäle sind Facebook, XING, Linked-In, Twitter und YouTube. Dort haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Vorteile als Arbeitgeber der Zielgruppe zu präsentieren. Bei der Suche nach dem richtigen Arbeitgeber werden als Informationsquelle auch häufig Arbeitgeber-Bewertungsplattformen genutzt. Diese kann das Unternehmen jedoch nicht direkt steuern. Durch den gezielten Einsatz von digitalen Medien kann das Erleben die Employer Brand der Zielgruppe vermittelt und ein langfristiger Erfolg angestrebt werden.

 

Chatbot

In und außerhalb von Chatrooms finden sich vermehrt sogenannte Chatbots. Ein Chatbot besteht aus zwei Masken, der Texteingabe und der -ausgabe. Das System reagiert bzw. antwortet zum Beispiel auf Fragen, die der Nutzer in die Maske eintippt. Ein Chatbot verarbeitet also Texte und lässt sich mit einer Volltextsuche vergleichen. Einige Chatbots sind so programmiert, dass der Eindruck entsteht, man kommuniziere mit einer natürlichen Person. Andere Chatbots können nur eine bestimmte, begrenzte Anzahl von Befehlen bearbeiten. Üblicherweise basieren die Antworten eines Chatbots auf speziellen Datenbanken. Um die Fragestellung zu erkennen, betrachtet der Chatbot die einzelnen Wörter des Textes und entschlüsselt die Frage nach dem programmierten Erkennungsmuster.

Chatbot

Quelle: http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/facebook-f8-chatbots-als-interface-der-zukunft-a-1086765.html

Conversational Commerce

Conversational Commerce beschreibt den Dialog zwischen Unternehmen und Kunden. Vielfach wird dazu ein Chatbot verwendet. Unternehmen können intelligente Chatbots einsetzten, die für einen festgelegten Bereich autonom handeln und reagieren. Chatbots sind eine günstige Alternative zu Servicetelefonen, sind leicht zu bedienen und antworten schnell und kompetent. Allerdings möchten Nutzer insbesondere bei Problemen einen konkreten Ansprechpartner haben, der ihnen weiterhilft. Deshalb schätzen Nutzer das persönliche Gespräch mit Unternehmensvertretern über Messenger wie Facebook oder WhatsApp. Denn im Gespräch können sie nicht nur Fragen stellen sondern erhalten auch Empfehlungen.

 

Artificial Intelligence

Nicht nur in Filmen, spielt Artificial Intelligence eine Rolle. Auch das Online Marketing bedient sich selbstlernender Systeme, vor allem für die Analyse von Big Data. Das System lernt durch gesammelte Erfahrungswerte, auf deren Basis es Prognosen erstellt und Muster entwickelt. Marketingmaßnahmen, zum Beispiel in Form von Werbung, richten sich mithilfe von Künstlicher Intelligenz zielgenauer an Kunden. Sie sind individuell auf seine Person abgestimmt. Im Rahmen des Display Advertising liefert sogenanntes Programmatic Buying eine einfache und schnelle Lösung, um in kürzester Zeit zu ermitteln, welche Werbefläche für welche Anzeige die profitabelste ist. Des Weiteren setzt unter anderem Google selbstlernende Programme ein, die den Such-Algorithmus stetig weiterentwickeln. Daneben gibt es Systeme der Bild- sowie Spracherkennung oder Recommendation Engines.

 

Programmatic

Im Online Marketing erleichtert Programmtic Advertising die Zuteilung von freien Werbeflächen auf Websites. Auf Grundlage von Themengebieten und Nutzerdaten entscheidet das System in jedem Einzelfall und in Echtzeit, welcher Banner der effizienteste ist und den größten Nutzen stiftet, sowohl für den Nutzer als auch für die Werbetreibenden. Auf diese Weise sind Banner individuell auf den Nutzer abgestimmt. Im Rahmen der Auktion, die auch „Real Time Bidding“ genannt wird, wird das höchste Gebot ermittelt. Programmatische Werbung geht über reines Real Time Bidding hinaus. Es beschreibt auch Automated Guaranteed Modelle oder private Geschäfte zwischen dem Werbenden und dem Veröffentlicher des Banners. Im Vergleich zu direkten Verhandlungen reduziert Programmatic Advertising menschliche Fehler, die Zeit bis zur Entscheidung sowie die anfallenden Kosten. Insgesamt wird die Kampagne erfolgreicher sein, weil nahezu ausschließlich die Zielgruppe angesprochen wird und somit wenige Streuverluste entstehen.

 

Internet of Things

Intelligente Systeme verdrängen immer mehr den klassischen Computer. Das Internet der Dinge oder Internet of Things (IoT) umfasst die Themengebiete „Wearables“ über „connected Cars“ bis hin zu „Smart Homes/ Cities“. Beispielsweise unterstützen kleine, mit dem Internet vernetzte Gegenstände (Wearables) den Träger im alltäglichen Leben. Teilweise sind diese Geräte und Sensoren unmittelbar in Kleidung eingenäht und fallen somit nicht ins Auge. Die Funktionen von Wearables sind vielfältig, entweder messen und erheben sie Daten, geben Warnzeichen und Notfallsignale oder sind für eine automatische Bestellung zuständig. Bestes Beispiel hierfür ist der Amazon Dashbutton.
Amazon Dash Button

 

Wearables

Sogenannte Wearables sind kleine Geräte mit Sensoren, die oftmals körpernah getragen werden und mit dem Internet verbunden sind. Zu den bekanntesten Wearables zählt die Apple Watch. Die Anzahl der Nutzer von Wearables nimmt stetig zu. Wearables sollen unser Leben erleichtern und lassen sich bislang in folgende Kategorien einteilen: bargeldloses Bezahlen, Sport sowie Gesundheit. In Deutschland steht man intelligenten Zahlungssystemen noch kritisch gegenüber, Datenschutz ist in diesem Zusammenhang ein umstrittenes Thema. Währenddessen sind Wearables in den USA längst im Alltag angekommen. Nutzer von Wearables legen vor allem Wert auf Selbst-Erkenntnis und Selbst-Optimierung durch Werte, die die Geräte während des Tragens messen. Sie möchten von intelligenten Systemen profitieren, die bestimmte Aufgaben für sie wahrnehmen. In der Medizin werden Wearables in den Körper implantiert, um durchgehend Daten zu erheben, die wertvolle Informationen zur Früherkennung von Krankheiten liefern.

Wearables

Quelle: http://www.wareable.com/

 

Virtual Reality

VR-Brillen erzeugen eine künstliche Realität, die Virtual Reality. Es gibt von mehreren Anbietern verschiedene Ausführungen der VR-Brille, einige benötigen ein Smartphone, andere sind über einen Computer oder Laptop mit dem Internet verbunden. Auf Messen wie der Gamescom oder der CeBIT, sind VR-Brillen das neue Spielzeug, das getestet werden will. Auch wenn gegenwärtig Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Bildqualität besteht ist die Faszination der VR-Brille und der Wunsch, eine VR-Brille zu besitzen, ungebrochen. Der Preis der VR-Brillen, die derzeit am Markt erhältlich sind, lässt Verbraucher zögern, diese lediglich für den privaten Bedarf zu erwerben. Die Funktionalität von Virtual Reality geht weit über reines Gaming hinaus. Virtual Reality ist ein zusätzlicher Kanal, den das Marketing verwendet, um Kunden zu erreichen - ihr Vorteil ist das Eintauchen in eine künstlich erzeugte, virtuelle Welt - das Eintauchen in ein 360 Grad Erlebnis. Vorstellbar ist, dass im Zuge des Marketing beispielsweise Wohnungsmakler virtuelle Rundgänge anbieten, die die Wohnungssuche wesentlich vereinfachen, effizienter und weniger zeitintensiv machen. Analog kann die Hotelbranche VR-Brillen einsetzen. Denkbar sind ebenfalls virtuelle Simulationen, wie Testfahrten mit einem neuen Auto, und Animationen, die die Kunden begeistern. Es geht dabei vor allem um das Erlebnis.

Virtual Reality

Quelle: http://img.welt.de/img/videos/mobile145696968/7480714993-ci16x9-w1050/title.jpg

 

Bewegtbild

Was haben YouTube, Facebook, Instagram und Twitter gemeinsam? Sie alle bieten eine Plattform, um Bewegtbilder zu verbreiten. Doch wieso sind Videos in den Sozialen Netzwerken so viel beliebter als schlichte Fotos? Es gibt einige Vorteile, die nur Bewegtbilder bieten. Sie kombinieren Bild, Text bzw. Ton mit Inhalten, teils sogar Geschichten. Auf diese Weise lösen sie beim Zuschauer Gefühle aus und übermitteln eine Botschaft, zum Beispiel eine Werbebotschaft eines Unternehmens. Sie wecken bestimmte Emotionen, die den Nutzer sehr stark in ihren Bann ziehen. Diese Gefühle und Assoziationen werden dann beim Nutzer wieder hervorgerufen, sobald er erneut in Kontakt mit dem Unternehmen oder der Marke kommt. Nutzer können sich an Bewegtbilder im Allgemeinen besser erinnern, da mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen werden. Deshalb ist der Effekt des Werbens mit Bewegtbildern sehr nachhaltig. Insbesondere werden Tutorials, Image- sowie Produktvideos oder auch Unboxings geteilt. Sie ersparen dem Nutzer zum Beispiel das Lesen und Verstehen langer, unter Umständen schwieriger Anleitungen. Die Videos veranschaulichen direkt und eingängig, wie etwas funktioniert. Zudem besteht die Möglichkeit, Video-Advertising und Banner zeitgleich zum Bewegtbild im Video oder daneben einzublenden.

 

Cross-Channel

Cross-Channel beschreibt den Trend mehrere Kanäle mit harmonisierten Werbebotschaften zu bespielen und Kaufvorgänge über jeden der Kanäle abschließen zu können. Der Nutzer kann sogar problemlos von einem zum anderen Kanal wechseln, um sich weiterführende Informationen einzuholen oder den Kauf fortzusetzen. Es besteht eine Konsistenz der Inhalte, die über die verschiedenen Kanäle vermittelt werden. Zu den Vorteilen des Cross-Channels zählen der Aufbau des Kundenstamms, vor allem durch Generierung von Neukunden sowie eine höhere Konvertierungsrate. Letzere erklärt sich daraus, dass der Nutzer genau dort und dann abgeholt wird, wo er Informationen sucht und zwar auf die Weise, die er präferiert.

Cross Channel

 

Mobile Marketing Trend - Mobile First

Der Mobile Marketing Trend scheint sich auch im Jahr 2016 fortzusetzen. Googel hat angekündigt in Zukunft in den Suchergebnissen Mobile Ergebnisse und Desktop Ergebnisse zu trennen. Das Google Mobile Update wurde im April 2015 ausgerollt und hat sich mitterweile etabliert. Damit ist klar, dass sich jedes Unternehmen Gedanken machen muss, wie die eigene Webseite in den verschiedenen Kanälen und Verwendungsrichtungen aussieht und dargestellt wird. Google misst dem Mobilen Trend eine hohe Bedeutung zu, da man davon ausgehen kann, dass der Internet Traffic sich zugunsten der Mobilgeräte verschoben hat. Gerade im Konsumgüterbereich kann man davon ausgehen, dass mehr Traffic durch Mobile Endgeräte anfällt als durch Desktop Geräte.

 

Mobiler Traffic

 

Influencer Marketing

Kaum ein Marketingbegriff wird im Jahr 2016 so oft strapaziert wie der Begriff Influencer Marketing. Alternativ wird das Thema auch als Blogger Relations bezeichnet. Für viele Marketingabteilungen sind die Kontakte zu Bloggern und Youtube Stars mittlerwiele an der Tagesordnung. Social Media Stars haben oftmals eine hohe Reichweite und eine gute Reputation bei der Zielgruppe. Damit sind sie interessant, Passgenauigkeit vorausgesetzt, um die eigenen Produkte und Dienstleistungen vorzustellen oder zu präsentieren. Influencer Marketing steht zwar unter dem Verdacht der Schleichwerbung, aber dieser Trend ist nicht zu unterschätzen. Auch viele Amazon Händler arbeiten mit der Ansatz, Produkttestern ihre Produkte zu senden, um damit Bewertungen zu generieren. Für viele Blogger ist dieser Trend die Möglichkeit, ihre Arbeit zu kommerzialisieren. Für Unternehmen bieten diese Kanäle glaubwürdige und reichweitenstarke Kommunikation.

 

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Online Marketing Trends 2015

  1. Mobile Marketing
  2. Statische und bewegte Bilder
  3. Technisches SEO
  4. Enterprise Social Networks & Enterprise Marketing Suits
  5. Digitales Employer Branding

 

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Mobile Marketing

Der Begriff Mobile Marketing sollte den meisten Unternehmen bereits bekannt sein. Da bereits 20 – 40 % aller Zugriffe auf Webseiten mobil erfolgen, liegt der Trend im Jahr 2015 ganz klar bei der Optimierung von Webseiten für mobile Endgeräte (responsive Design). Wichtig hierbei ist, dass eine „mobile friendly“ Gestaltung der Webseite nicht nur einen Teil der Umsatzgenerierung darstellt, sondern viel mehr ein bedeutsamer Rankingsfaktor innerhalb mobiler Suchergebnisseiten ist. Zudem bietet es eine große Chance zur Verbesserung der Konversionsrate. Im Jahr 2015 wurde bereits ein Umsatz von 7,9 Mrd. Euro allein durch das mobile Internet generiert; die Tendenz für die kommenden Jahre ist steigend.

Online Marketing Trends

Mithilfe unterschiedlicher Tools, wie z.B. Google Analytics, lassen sich Daten überprüfen und anschließend verbessern. Unternehmen sollten bei der Optimierung insbesondere darauf achten, dass sich die ausgewählte Webseite ohne Probleme öffnen und anzeigen lässt. Alle Bestandteile sollten in einer anschaulichen Art und Weise dargestellt werden. Ein weiterer Anhaltspunkt im Bereich Mobile Marketing bietet die mobile Display-Werbung. Hierbei ist z.B. an Facebook als Reichweitenkanal zu denken. Auch E-Mail Newsletter, die immer häufiger mobil geöffnet werden, sollten bei dem Thema Mobile Marketing nicht vergessen werden. Hier spielt vor allem ein responsives E-Mail Template eine entscheidende Rolle.

 

Statische und bewegte Bilder

Plattformen wie YouTube und Instagram sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Doch was macht sie eigentlich zu einem der Online Marketing Trends? Die Antwort auf diese Frage liefern die Bilder und Videos, die täglich auf die unterschiedlichen Kanäle online gestellt werden. Für viele Menschen sind Bilder leichter zu verstehen als lange anspruchsvolle Texte. Das liegt vor allem daran, dass Bilder meist auf den ersten Blick zu erschließen sind. Darüber hinaus bieten Bilder (statisch und bewegt) auf Instagram oder YouTube häufig Einblicke in das Privatleben der Blogger und Youtuber, mit denen sich viele User identifizieren können. Einige Unternehmen haben bereits reagiert und arbeiten mit den YouTubern oder Instagrammern zusammen, um die gewünschte Zielgruppe direkter zu erreichen. Die YouTuber und Blogger fungieren in diesen Fällen als Leader einer Community und Werbegesicht.

 

Sie haben Fragen rundum das Thema Online Marketing? Dann nehmen Sie Kontakt auf!

Technisches SEO

Das technische SEO bildet einen weiteren Aspekt der Online Marketing Trends 2015. Zwar ist es schon seit mehreren Jahren aus dem Online Marketing nicht mehr wegzudenken, sollte aber nunmehr noch intensiver und vor allem fokussierter bearbeitet werden. Es ist mittlerweile eine eigenständige Disziplin geworden und sollte in den Marketing-Mix integriert werden, d.h. SEO muss wie Marketing denken und Marketing, PR & Vertrieb müssen wie SEO denken. Zudem gibt es unterschiedliche Faktoren, die bei der Ausarbeitung eine Rolle spielen:

Online Marketing Trends

 

Enterprise Social Networks & Enterprise Marketing Suits

Fast jedes Unternehmen sowie fast jeder Mitarbeiter verfügt mittlerweile über ein eigenes Profil in diversen sozialen Netzwerken wie Facebook, XING usw. Damit die unterschiedlichen Komponenten sich gegenseitig integrieren und ergänzen können ist es wichtig, dass ein regelmäßiger Informationsaustausch innerhalb des Unternehmens erfolgt. Enterprise Social Networks & Enterprise Marketing Suits ermöglichen Unternehmen und Kunden sich an Echtzeit-Marketing-Kampagnen zu beteiligen sowie Prozesse zu verwalten. Das Enterprise Marketing Management (EMM) besteht unter anderem aus Marketing-Software-Kategorien, wie Web Analytics, Kampagnenmanagement, Digital Asset Management, Web Content Management, Marketing Resource Management, Marketing Dashboards, Lead Management, Event-Driven Marketing, Predictive Modeling etc. Das Ziel besteht darin, Marketing effizienter zu gestalten und durch Automatisierungen die dazugehörigen Kosten zu reduzieren.

Online Marketing Trends

 

Digitales Employer Branding

Den letzten Aspekt der Online Marketing Trends (2015) bildet das digitale Employer Branding. Beim digitalen Employer Branding geht es hauptsächlich um das Finden und Binden neuer Mitarbeiter über das Medium Internet. Karriereportale sind dabei keine Seltenheit mehr. Sie bieten Unternehmen und Arbeitsuchenden die Möglichkeit, diverse Hintergrundinformationen abzurufen, zielgruppenorientiert zu suchen und spezifische Bewerbungstipps zu erhalten. Zudem steigern sie die Auffindbarkeit (SEO). Innerhalb des digitalen Employer Brandings gibt es drei Optionen für das Online Marketing, die über den weiteren Bewerbungsprozess entscheiden:

  1. Minimalstrategie: Kein SEO, kein Text, kein Formular = keine Bewerber
  2. Online: Zielgruppenorientiertes Portal mit Texten, Videobotschaften und Interaktionsmöglichkeiten
  3. Social: Nutzung der sozialen Plattformen, um neue Ziele zu erreichen (Facebook, Whatsapp…)

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