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Choice Based Conjoint Analyse

Die Choice Based Conjoint Analyse (CBC) hilft im Marketing dabei, bestimmte Präferenzen von Kunden aufzudecken und deren Zahlungsbereitschaft für gewisse Produkte und Dienstleistungen nachvollziehen zu können. Dabei wird in der Regel aus der Gesamtbewertung der Produkte ein Rückschluss auf die bedeutsamen Eigenschaften gezogen. Wie eine solche Choice Based Conjoint Analyse abläuft und welche Aspekte dabei zu beachten sind, erklären wir im Folgenden.

Was ist eine Choice Based Conjoint Analyse?

Um den Ansatz der Choice Based Conjoint Analyse genau zu verstehen, ist erst einmal ein Blick auf die generellen Conjoint Analysen empfehlenswert. Bei dieser Art der Analysen werden verschiedene Präferenzen von Personen bezogen auf Merkmale und Varianten eines bestimmten Gegenstandes untersucht. Die verschiedenen Varianten werden dabei miteinander verglichen. Vergleichbar mit dem Kauf eines bestimmten Getränkes im Supermarkt, welches von gleich mehreren Herstellern angeboten wird. Das Grundprinzip dieser Conjoint Analyse liegt darin, auf Basis der Gesamtnutzungsbewertung das Konsumentenverhalten genau einschätzen zu können und so mögliche Alternativen oder Anpassungen ins Leben zu rufen.

Bei einer solchen Analyse entscheidet man wiederum zwischen zwei Varianten. Zum einen gibt es das klassische Verfahren. Hier werden die Produkte zum Beispiel von den Befragten in eine bestimmte Reihenfolge gesetzt oder es werden mit Hilfe von Skalen Bewertungen vorgenommen. Die Choice Based Conjoint Analyse verfolgt wiederum einen etwas anderen Ansatz. Hier wählt der Befragte aus den verschiedenen Varianten die Version aus, die ihm am besten gefällt. Anschließend wird der Auswahlprozess für alle Produktvarianten wiederholt und so eine Analyse der Entscheidungsmerkmale möglich.

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Vorteile und Nutzen der Choice Based Conjoint Analyse

Aus der Choice Based Conjoint Analyse ergibt sich ein großer Nutzen. Mit Hilfe der Analyse wird eine Marktsimulation ins Leben gerufen, die Konsumenten vor die Auswahl verschiedener Produkte stellt. Unterschiedliche Konfigurationen einzelner Produkte oder auch ganzer Wettbewerbsszenarien können auf diesem Wege realistisch nachgestellt und getestet werden. Untersucht werden diese zum Beispiel hinsichtlich ihrer Marktakzeptanz und Wettbewerbsfähigkeit. Eine wichtige Rolle spielen jedoch auch die Preissensibilität der Kunden oder die mögliche Kannibalisierung mit anderen Produkten.

Generell bringt die Choice Based Conjoint Analyse im Vergleich zur traditionellen Ausführung einige spürbare Vorteile mit sich. So können die verschiedenen Präferenzen ohne eine Inflation der Kundenansprüche ermittelt werden. Diese Gefahr ist immer dann gegeben, wenn die einzelnen Eigenschaften auf einer Skala bewertet werden sollen. Plötzlich ist den Kunden dann meist jeder Aspekt sehr wichtig. Die Choice Based Conjoint Analyse verfolgt einen etwas realitätsnäheren Ansatz. Hier wird eine Kosten Trade-Off-Entscheidung vom Kunden durchgeführt, die auf Basis unterschiedlicher Komponenten getroffen wird. Diese Entscheidungen bilden wiederum die Basis dafür, welche Ausprägungen und Eigenschaften des Produkts für den Kunden von Bedeutung sind.

CBC Analyse: Darauf ist zu achten

Um eine Choice Based Conjoint Analyse möglichst effektiv in die Praxis umzusetzen, sollten Sie auf ein paar Dinge achten. Empfehlenswert ist es, ausschließlich relevante Produktmerkmale für die Analyse zu nutzen. Andernfalls erhalten Sie zwar viele weitere Informationen, diese sind für Sie aber möglicherweise gar nicht interessant. Zusätzlich ist es möglich, dass eine zu große Vielfalt an Merkmalen die Konsumenten schlichtweg überfordert.

Darüber hinaus sollten die Produktmerkmale anpassbar und realisierbar sein. Das jeweilige Merkmal kann schließlich von den Kunden als sehr schlecht oder schwach bewertet werden. In einem solchen Fall sollten Anpassungen vorgenommen werden. Ebenso sollte das jeweilige Merkmal realistisch sein, um so auch später tatsächlich auf dem Markt angeboten werden zu können. Ergänzend ist es wichtig, auf die Unabhängigkeit der einzelnen Merkmale voneinander zu achten. Diese sollten sich also nicht gegenseitig beeinflussen, da sonst bereits kleine Änderungen möglicherweise einen ganzen Service oder ein komplettes Produkt verändern.

  • Nur relevante Produktmerkmale für die Analyse nutzen
  • Merkmale sollten anpassbar und realistisch sein
  • Gegenseitige Beeinflussung vermeiden

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Planung und Durchführung einer Choice Based Conjoint Analyse

Wenig überraschend geht auch bei der Choice Based Conjoint Analyse nichts ohne die richtige Planung. Bevor es deshalb mit der eigentlichen Analyse losgeht, müssen die einzelnen Produktmerkmale und ihre Ausprägungen erst einmal definiert werden.

Definition von Produktmerkmalen und Ausprägungen

Im ersten Schritt steht bei der Choice Based Conjoint Analyse die Festlegung der Produktmerkmale und ihrer Ausprägungen. Nehmen wir erneut das Beispiel mit einem Getränk im Supermarkt, kommen haufenweise unterschiedliche Merkmale in Frage. Um den Kreis etwas zu verringern, begrenzen wir die Auswahl auf Apfelschorle. Auch hier ist die Vielfalt an Produktmerkmalen jedoch noch immer gigantisch. Kunden stehen vor der Entscheidung zwischen verschiedenen Verpackungsformen und Verpackungsmaterialien. Zudem besitzen die Apfelschorlen unterschiedliche Zuckeranteile, verschiedene Kohlensäureanteile und nutzen Zutaten aus unterschiedlichen Regionen der Erde. Nicht zuletzt fällt natürlich auch der Preis in die Kategorie der möglichen Produktmerkmale.

Alle diese Merkmale können möglicherweise eine Auswirkung auf die Kaufentscheidung der Konsumenten haben. Dennoch sollten Sie sich auf die Merkmale beschränken, die vermutlich von größtem Interesse sein dürften.

Durchführung der Conjoint Analyse

In der heutigen Zeit erfolgt die Durchführung einer Choice Based Conjoint Analyse in der Regel in Form einer Online-Umfrage oder Umfragen in der Öffentlichkeit. Der Hintergrund ist klar: Hier können vergleichsweise einfach viele Menschen erreicht und angesprochen werden. Den Konsumenten werden die verschiedenen Produkte und Produktvarianten vorgelegt. Diese können sich dann für ihren Favoriten entscheiden und die Wahl treffen, welches Produkt sie erwerben würden.

Choice Based Conjoint Analyse

Anwendungsbereiche

Die Anwendungsbereiche der Choice Based Conjoint Analyse erstrecken sich vor allem dort, wo die Kaufentscheidungen in einem möglichst realitätsnahen Wettbewerbsumfeld ermittelt werden sollen. Zutreffen dürfte dies auf einen Großteil von Branchen und Industrien. Der Einsatz ist dabei aber nicht allein auf die Simulation von Marktszenarien zu begrenzen. Stattdessen liefert eine Choice Based Conjoint Analyse auch interessante Ergebnisse für die Preis- oder Produktgestaltung oder verschiedene Szenarien im Vertrieb.

Fazit: Hören Sie auf Ihre Kunden

Bei der Choice Based Conjoint Analyse handelt es sich um einen interessanten Ansatz, um mehr über das Kaufverhalten der Konsumenten zu erfahren. Diese treffen ihre Entscheidungen basierend auf verschiedenen Produktmerkmalen und ihrer Ausprägung. Die genaue Gewichtung dieser Einstufungen lässt sich mit dieser Analyse ermitteln. So können mögliche Schwachstellen der Produkte ausgemerzt und diese vor dem Marktstart optimiert werden. Wichtig ist jedoch, dass Sie dabei auf verschiedene Punkte achten. So sollten die vorgestellten Lösungen immer realisierbar sein, zudem sollten sich die Merkmale der einzelnen Produkte nicht gegenseitig behindern oder beeinflussen. Unbedingt erforderlich ist im Rahmen einer Choice Based Conjoint Analyse deshalb zunächst die genaue Definition der zu untersuchenden Merkmale und Ausprägungen.

Sie möchten die Wünsche und das Verhalten Ihrer Kunden analysieren? Wir helfen Ihnen gerne dabei.

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Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 16
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Konkurrenzanalyse: Wie finde ich meine Wettbewerber und was kann ich von ihnen lernen?

Jedes Unternehmen tut gut daran, seine Wettbewerber bzw. Konkurrenten durch eine Konkurrenzanalyse zu identifizieren. Für Start-ups ist es wichtig zu wissen, gegen welche Marken und Produkte es sich zu behaupten gilt, aber auch etablierte Unternehmen sollten stets im Blick haben, was sich auf dem Markt tut. Außerdem bewegen sich Unternehmen auch im Rahmen des Business Development oft in neue Produktgattungen oder sogar Branchen, in denen die Wettbewerber und Konkurrenten (noch) nicht bekannt sind. Um die Konkurrenten ausfindig zu machen und sinnvolle Schlüsse für die eigene Markenstrategie zu ziehen, ist die Konkurrenzanalyse ideal.

Wofür benötigt man die Konkurrenzanalyse?

Um Kunden überzeugen zu können, ist ein Alleinstellungsmerkmal wichtig. Ohne die Wettbewerber und ihre Argumente zu kennen, ist die Formulierung eines Alleinstellungsmerkmals jedoch nicht möglich. Daher ist eine Konkurrenzanalyse immer Pflicht, wenn ein Unternehmen seinen USP definieren und seine Markenstrategie erarbeiten will. Dabei ist es egal, ob eine Marke gerade neu aufgebaut wird, oder schon lange besteht: die Konkurrenzanalye ist eine essenzielle Basis für die strategische Ausrichtung und das eigene Marketing. Wenn Sie wissen, welche Kanäle Wettbewerber bespielen, wie diese kommunizieren, welche Produkte sie anbieten etc. können Sie viel besser einordnen, in welchen Punkten Sie "mitziehen" sollten und wo Sie sich abgrenzen wollen.

Konkurrenzanalyse – was ist zu beachten?

Im Rahmen einer Konkurrenzanalyse identifiziert man die relevanten Wettbewerber und analysiert sie beispielsweise im Bezug auf das Produktsortiment, die Preispolitik oder die Marketingstrategie. In manchen Märkten existieren gute Marktdaten von Marktforschungsanbietern, Verbänden oder staatlichen Institutionen. In neuen oder eher unregulierten Segmenten ist dies oft nicht der Fall. Zudem entsteht regelmäßig das Problem, das man zwar global und etablierte Wettbewerber wahrnimmt, Kunden diese in ihrer Vorstellungswelt jedoch nicht verankert haben und insbesondere bei spezifischen Produktsituation vielleicht Äpfel mit Birnen vergleichen. So screenen sie auch nicht immer den Markt, wie ein Anbieter dies vielleicht unterstellt.  Zudem vergleichen sich viele Unternehmen auch mit den falschen Unternehmen, denen man vielleicht nacheifert bzw. die ein Benchmark darstellen, aber für den Kunden und das relevante Segment keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen. Es ist daher wichtig, bei der Wahl der zu analysierenden Wettbewerber immer auch die Zielgruppe im Blick zu haben.

So läuft eine Konkurrenzanalyse ab

Die relevanten Wettbewerber für den Kommunikations- und Leistungswettbewerb beim Kunden zu finden, ist ein wichtiger Schritt in der Konkurrenzanalyse.

Mit den folgenden Tools kann man Wettbewerber finden und analysieren:

Konkurrenzanalyse

1. Kunden-Insights – Sprechen Sie mit Kunden
Ein naheliegender Ansatz ist der Austausch mit relevanten Kunden. Wen kennt ihr? Was ist euch wichtig? Wo würdet ihr kaufen? Das sind einige einfache, aber äußerst relevante Fragen mit denen man schnell zum Ziel kommt. Dies kann man sogar mit der Google Marketingplattform machen. Das Deutsche Institut für Marketing hat damit zum Beispiel die Studie FIT für Digitalisierung realisieren können.

Google bietet mit „Google Survey“ ein Tool an, um schnell und einfach Probanden zu befragen. Mit Unterstützung eines Dienstleisters kann man dies in wenigen Tagen realisieren. Natürlich können Sie auch Ihre eigene Befragung aufsetzen (lassen). Diese Methode dauert in der Regel aber länger und Erfahrungen im Umgang mit Befragungen sind hilfreich. Professionelle Unterstützung ist hier empfehlenswert!

2. Analyse mit dem „LinkedIn Sales Navigator“
Der „LinkedIn Sales Navigator“ bietet einen sehr guten Einblick in viele Unternehmen. Man erhält Wettbewerber, kann Führungskräfte identifizieren und sieht, ob Unternehmen personell wachsen oder eher schrumpfen.

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Sie möchten LinkedIn in die Online Marketing Strategie Ihres Unternehmens integrieren? In unserem LinkedIn Marketing Seminar zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr LinkedIn Unternehmensprofil aufbauen und optimieren können und geben Ihnen einen umfassenden Einblick in alle relevanten Tools, um Ihre Inhalte zielgerichtet zu bewerben.

3. Keywordrecherche mit einem Keywordtool
Welche Anbieter werden angezeigt, wenn eine Firmenbezeichnung gegoogelt wird? So liefert zum Beispiel das Keyword „SEO Agentur“ zahlreiche Anbieter. Mit dem SEO-Tool „Sistrix“ lassen sich solche Informationen herausfinden und weitere Daten über die Wettbewerber sammeln. Analysieren Sie beispielsweise die Sichtbarkeit der Konkurrenz, prüfen Sie, welche Keywords sich für Ihre Webseite und die der Wettbewerber überschneiden, oder finden Sie Keywords, zu denen die Wettbewerber besser ranken. Das hilft Ihnen, die Strategie für Ihre SEO-Arbeit zu formulieren.

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4. Welche Webseite ist meiner ähnlich?
Das Tool „Similarweb“ wird in der Konkurrenzanalyse verwendet, um Webseiten zu identifizieren, die Ihrer sehr ähnlich sind und für ähnliche oder gleiche Keywords ranken. Sie erhalten Einblicke, welche Zielgruppen Ihre Wettbewerber erreichen, woher sie den Traffic bekommen und welche Marketingkanäle funktionieren.

similarweb

5. Entwicklungen von Wettbewerbern
Womit beschäftigen sich Ihre Wettbewerber, was posten diese? Welche neuen Produkte tauchen auf der Webseite auf? Mit dem Tool „Visualping“ lassen sich diese Fragen einfach beantworten. Dieses Konkurrenzanalyse-Tool trackt nämlich die Webseiten, die Sie angegeben haben und gibt Ihnen täglich oder wöchentlich eine Rückmeldung, was es Neues bei Ihren Wettbewerbern gibt.

visualping

6. Technologie Ihrer Wettbewerber
Mit welchen Tools und welcher Softwareplattform arbeiten Ihre Wettbewerber? Mit dem Browserplugin „WhatRuns“ können Sie bei jeder Webseite direkt analysieren, welche Webseitentechnologie eingesetzt wird und welche Trackingtools zum Einsatz kommen.

whatruns

Fazit: Analysieren Sie Ihre Konkurrenz!

Die Konkurrenzanalyse ist sowohl für etablierte Unternehmen als auch für neue Marken essenziell. Ihnen stehen verschiedenste Tools zur Verfügung, die dabei helfen, Konkurrenten und Wettbewerber ausfindig zu machen und deren Stärken sowie Schwächen zu identifizieren. Das ist wichtig, um sich von der Konkurrenz loszulösen und ein Alleinstellungsmerkmal aufzubauen. Nutzen Sie die Analyse Ihrer Wettbewerber, um Ihre eigene Marketingstrategie erfolgreich umzusetzen.

Sie möchten Ihre Konkurrenten analysieren? Wir helfen Ihnen gerne dabei.

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#Konkurrenzanalyse #Wettbewerbsanalyse #Marktforschung

Preisanalyse mit der Van-Westendorp-Methode

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Wie bestimmen Sie die akzeptable Preisspanne für ein Produkt und und wo liegt der optimale Preispunkt mit dem geringsten Kaufwiderstand? Mit diesen und weiteren Fragen zu passenden Preisstrategien beschäftigt sich die Van-Westendorp-Methode, auch bekannt unter dem Begriff „Price Sensitivity Meter“ (PMS).

Was genau ist die Van-Westendorp-Methode?

Mit der Van-Westendorp-Methode wird die Zahlungsbereitschaft und die Preissensitivität einer Zielgruppe untersucht. Häufig findet diese Art der Pricing-Analyse Anwendung in der operativen Marktforschung, da die Umsetzung besonders unkompliziert und kostengünstig ist. Eingeführt wurde diese Methodik der Preisgestaltung 1976 von dem niederländischen Wissenschaftler Peter van Westendorp.

Warum ist eine Preisanalyse so wichtig?

Die Ermittlung der Zahlungsbereitschaften anhand der Van-Westendorp-Methode hilft dabei, die Preisspanne für ein Produkt oder eine Dienstleistung einzugrenzen. Ist der Preis zu hoch angesetzt, werden Verbraucher:innen das Produkt nicht kaufen. Gleichzeitig darf der Preis auch nicht zu niedrig sein, da sonst die Qualität in Frage gestellt wird. Um Absatzzahlen und Gewinn zu steigern, ist daher die Suche nach nach dem optimalen Preispunkt zwingend erforderlich.

Wie funktioniert die Van-Westendorp-Methode?

Zur Durchführung der Van-Westendorp-Preisanalyse benötigen Sie nicht viel. Im Wesentlichen basiert die Methode auf vier Fragen zur Preiswahrnehmung, die in einen Marktforschungsfragebogen eingebunden werden können:

  • Zu welchem Preis wäre das Produkt oder die Dienstleistung zu teuer, sodass Sie es auf keinen Fall kaufen würden?
  • Zu welchem Preis würden Sie das Produkt zwar als teuer bezeichnen, würden es aber vielleicht trotzdem kaufen?
  • Zu welchem Preis wäre das Produkt günstig, also ein gutes Angebot?
  • Zu welchem Preis wäre das Produkt zu günstig, sodass Sie die Qualität anzweifeln und es nicht kaufen?

Bei einer Erhebung nach Van Westendorp wird also nicht nur die Zahlungsbereitschaft ermittelt, sondern auch ab welchem Preis Zweifel an der Seriosität des Angebots bestehen. Ein besonders niedriger Preis kann nämlich minderwertige Qualität suggerieren und somit abschreckend wirken.

Auswertung und Darstellung

Auch die Auswertung gestaltet sich mit der Van-Westendorp-Methode recht unkompliziert. Die Ergebnisse der Befragung werden in einem Schaubild dargestellt:

Preisanalyse mit der Van-Westendorp-Methode

Auf der X-Achse liegen die unterschiedlichen Preisniveaus für das Produkt, während die Y-Achse den Prozentsatz der Verbraucher angibt, die sich für den jeweiligen Preis entschieden haben. Auf diese Weise entstehen vier verschiedene Graphen, die sich viermal kreuzen. Die Schnittpunkte sind wie folgt zu interpretieren:

Optimal Price Point (OPP): Im Schnittpunkt zwischen den Kurven "zu teuer" und "zu günstig" liegt der optimale Preis. Hier ist der Preiswiderstand am geringsten, da genau gleich viele Personen den Preis entweder als "zu teuer" oder "zu günstig" empfinden.

Indifference Point (IDP): Im Indifferenzpunkt ist das Preis-Image-Verhältnis am ausgeglichensten. Genau gleich viele Befragte sehen das Produkt oder die Dienstleistung als "teuer" beziehungsweise "günstig" an.

Zudem kann mit der Van-Westendorp-Methode anhand von zwei weiteren Preispunkten die akzeptable Preisspanne ermittelt werden. Innerhalb dieser Spanne sollte sich der Preis eines Produkts oder einer Dienstleistung befinden, damit er von Kund:innen akzeptiert wird. Die Schwelle zur relativen Teure ("Point of Marginal Expensiveness") bildet die obere Preisgrenze ab und liegt genau im Schnittpunkt der Kurven "nicht teuer" und "zu teuer".  Die Stelle, an der sich die Kurven "nicht günstig" und "zu günstig" schneiden, markiert die untere Preisgrenze und wird auch Schwelle relativer Preiswürdigkeit ("Point of Marginal Cheapness") genannt. Günstiger als dieser Preis sollte ein Produkt nicht sein, da sonst Imageschäden befürchtet werden müssen.

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Vorteile der Van-Westendorp-Methode

Ein klarer Vorteil liegt in der vergleichsweise simplen Durchführung der Van-Westendorp-Preisanalyse. Anhand von vier Fragen können viele relevante Informationen abgeleitet werden. Den Befragten wird zudem kein konkreter Preis vorgegeben, weshalb sie sich differenzierte Gedanken über ihre individuelle Preisvorstellung machen müssen.

Auch Auswertung und Darstellung gestalten sich verhältnismäßig unkompliziert. Die Ergebnispräsentation im Diagramm ist übersichtlich und leicht verständlich, was sich positiv auf die Ergebniskommunikation der Preisanalyse auswirkt.

Die Van-Westendorp-Methode bietet außerdem eine gute Ausgangslage für zusätzliche Auswertungen. Mit einer Conjoint-Analyse können beispielsweise Marktanteile und Preisabsatzfunktionen geschätzt werden.

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Sie möchten eine weitere Analysemethode in der Marktforschung kennenlernen, mit der Preis- und Produkteigenschaften abgeleitet werden können? Dann besuchen Sie unser Conjoint-Analyse Seminar. Hier erhalten Sie einen umfassenden Einblick in die Thematik der Conjoint-Analyse und lernen, diese für Ihre Marketingaktivitäten und Produktentwicklungen zu nutzen. Ebenso spannend gestaltet sich unser Seminar Produktmanagement: hier lernen Sie alles über Produktstrategien, Markt- und Wettbewerbsanalysen und Produktinnovationen. Wenn Sie außerdem Ihre Kompetenzen hinsichtlich des Vertriebs ausbauen möchten und Praxistipps benötigen, dann ist unser Vertriebsseminar genau das Richtige für Sie. Innerhalb von zwei Tagen erlernen Sie, wie ein Verkaufsprozess strukturiert und effektiv gestaltet wird.

Wann ist die Van-Westendorp-Methode besonders zu empfehlen?

Besonders eignet sich die Van-Westendorp-Methode für die Analyse von innovativen Produkten und Dienstleistungen, da hier kein vergleichbares Produkt auf dem Markt existiert. Auch eine große Anzahl an Konkurrenzprodukten erfordert konkrete Informationen über die optimale Preisgestaltung, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Insgesamt bietet sich die Van-Westendorp-Methode als nützliches Messinstrument an, wenn schnelle, richtungsweisende Ergebnisse benötigt werden.

Fazit

Um Absatzzahlen und Gewinn zu steigern, ist eine Preisanalyse in der Marktforschung unabdingbar. Zu diesem Zwecke liefert die Van-Westendorp-Methode ein einfach anwendbares Messinstrument, um Preisbereitschaft und Preissensitivität von Zielgruppen zu untersuchen. Vier einfache Fragen reichen aus, um den optimalen Preispunkt, den Indifferenzpunkt und die Preisspanne in einer leicht verständlichen Grafik abzubilden und aussagekräftige Ergebnisse für die Preisforschung abzuleiten.

Möchten Sie mehr zum Thema Preisforschung erfahren? Kontaktieren Sie uns gerne!

Bastian Foerster

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Online-Gruppendiskussion – So funktioniert moderne Marktforschung

Eine Online-Gruppendiskussion stellt eine qualitative Erhebungsmethode in der Marktforschung dar. In unserem Beitrag zum Thema Gruppendiskussion werden bereits wichtige Aspekte einer klassischen Gruppendiskussion erläutert. Durch die fortschreitende Digitalisierung und einem damit verbundenen Online-Fokus haben sich in der jüngeren Vergangenheit Online-Gruppendiskussionen durchgesetzt. Im Folgenden möchten wir die Besonderheiten dieser Marktforschungsmethode thematisieren und insbesondere die wesentlichen Unterschiede zu einer Offline-Gruppendiskussion beleuchten.

Was ist eine Online-Gruppendiskussion?

Das Prinzip einer Online-Gruppendiskussion gleicht dem Verfahren einer moderierten Gruppendiskussion vor Ort. Daher erfolgt auch bei einer Online-Gruppendiskussion eine qualitative Datenerhebung zu einem bestimmten Thema, indem der/die Moderator:in den Teilnehmern offene Fragen stellt und die Leitung übernimmt. Dabei orientiert sich der/die Moderator:in an einen vorher aufgestellten Leitfaden. Der Standardisierungsgrad ist dadurch also eher gering.

Allerdings findet das Gespräch – anders als bei einer Offline-Fokusgruppe – in einem virtuellen Raum statt, üblicherweise in Form einer Videokonferenz z.B. über Zoom. Die Diskussionen werden durch eine weitere Person neben dem/der Moderator:in dokumentiert und anschließend erfolgt eine qualitative Auswertung der Daten, um relevante Erkenntnisse zum Forschungsthema zu generieren und somit Entscheidungen vorzubereiten.

Vorgehensweise bei einer Online-Gruppendiskussion

Die Schritte der Durchführung einer Online-Gruppendiskussion lassen sich in drei Phasen unterteilen.

1. Schritt: Definition der Forschungsfrage, des Ziels und der Methode
Im ersten Schritt erfolgt eine Problem- und Zieldefinition. Ebenfalls sollte klar definiert sein, wo und wie die Gruppendiskussion stattfinden soll.  Da im Falle einer Online-Gruppendiskussion eine reine Online-Durchführung stattfindet, , sollte daran gedacht werden, dass Tools mit bestimmten Funktionen (z.B. Video-, Audio-, oder Chat-Features) notwendig sind. Zudem sollte die Barriere für die Teilnehmenden geringgehalten werden. So bietet es sich weniger an, wenn die Teilnehmenden noch Software herunterladen und installieren müssen.

2. Schritt: Konkrete Fragestellungen formulieren
An diesem Punkt werden Fragen für die Teilnehmenden gesammelt und offen formuliert. Diese Fragen sollten sich unmittelbar an der problem- bzw. Zieldefinition orientieren. Hierbei ist es empfehlenswert, die  Fragen so einfach wie möglich aufzunehmen. Die Fragen sollten dazu geeignet sein, eine Diskussion zwischen den Teilnehmenden auszulösen.

3. Schritt: Auswahl und Kontaktaufnahme der Teilnehmer
Der dritte Schritt umfasst die Auswahl der Teilnehmenden für die Online-Fokusgruppe. Wie die Fokusgruppe zusammengesetzt sein sollte, hängt unmittelbar von der Fragestellung ab. Entscheidend ist hier, dass bei den ausgewählten Personen eine hohe Affinität zur Thematik besteht. Hinsichtlich der Gruppengröße gibt es grundsätzlich keine genaue Empfehlung, allerdings sollten in der Regel nicht mehr als 10 Personen an einer Gruppendiskussion beteiligt sein, da sonst der Redeanteil einzelner Teilnehmender zu gering ausfallen könnte.
Es gibt dabei verschiedene Wege, um die Teilnehmer zu kontaktieren. Online könnte der Kontakt z.B. über Facebook-Gruppen, Foren oder durch bestimmte Softwareprogramme wie QuestionPro hergestellt werden.

Unsere Seminare zum Thema moderne Marktforschung

Sie möchten noch weitere moderne Marktforschungsmethoden kennenlernen? Dann ist unser Customer Insights Seminar genau das Richtige für Sie! In diesem Seminar wird Ihnen dabei ein kompakter Überblick über die Grundlagen, Methoden und Arbeitstechniken der modernen Marktforschung gegeben.
Mehr zu den genauen Inhalten und Terminen erfahren Sie hier:

4. Schritt: Zeitplan erstellen
Die Durchführung der Online-Gruppendiskussion sollte genau geplant werden. Dies umfasst zum einen die übergreifende Uhrzeit und die Dauer der eigentlichen Durchführung, u.a. zur Information der Teilnehmenden,  zum anderen aber auch ein genauer Zeitplan für die einzelnen zu durchlaufenden Fragen / Themen innerhalb der Online-Fokusgruppe. Letzteres dient als Orientierungshilfe für den/die Moderator:in. Für das Gesamtprojekt empfiehlt es sich natürlich, jegliche aufgeführte Schritte ebenfalls in eine zeitliche Planung zu überführen, um eine effiziente und pünktliche Durchführung zu gewährleisten

5. Schritt: Durchführung und Dokumentation der Gruppendiskussion
Der/die Moderator:in orientiert sich bei der eigentlichen Durchführung an dem abgestimmten Leitfaden. Allerdings ist hierbei wichtig, dass das Gespräch nicht dem typischen „Interview-Muster“ ähnelt, sondern der/die Moderator:in die Teilnehmenden zur Diskussion anregt und motiviert. Gleichzeitig sollte die Konversation dokumentiert und aufgezeichnet werden. Hierfür empfiehlt sich eine zweite Person, da die moderierende Rolle hierfür in der Regel keine ausreichende Zeit lässt.  Wichtig: Auch wenn es einen Leitfaden mit groben Zeitfenstern gibt, kann der/die Moderator:in flexibel auf Diskussionen eingehen und hier mehr Zeit einräumen, wenn es zur Beantwortung der Forschungsfrage dient.

6. Schritt: Datenauswertung
Damit ein Nutzen aus gewonnen Informationen der Fokusgruppe gezogen werden kann, ist eine anschließende Auswertung erforderlich. Da hier keine standardisierten Daten vorliegen, läuft die Auswertung anders ab. Für die Datenauswertung werden dabei die Aufzeichnungen und ggf. die Transkrippte genau analysiert, woraufhin Rückschlüsse auf Kaufmotive oder Einstellungen der Personen gezogen werden können. Weitere Informationen können aus den Diskussionsschwerpunkten oder – im Fall einer Video-Gruppendiskussion – auch aus den nonverbalen Reaktionen wie Mimik und Körpersprache der Teilnehmer gewonnen werden. Damit die Datenauswertung erfolgt, werden diese Informationen sortiert und in bestimmte Kategorien eingeordnet.

Vor- und Nachteile einer Online-Gruppendiskussion

Eine Online-Gruppendiskussion bietet gegenüber der Offline-Gruppendiskussion folgende Vorteile:

  • Eine Online-Gruppendiskussion ist ortsunabhängig, da die Personen aus verschiedenen Standorten über das Internet teilnehmen können.
  • Durch die sich ergebende Flexibilität besteht somit Chance, dass Zielgruppen zusammengeführt werden können, die offline nur schwer rekrutierbar wären.
  • Darüber hinaus bieten sich unbegrenzte Möglichkeiten an, um verschiedene digitale Medien einzusetzen. Beispielsweise könnten problemlos quantitative Erhebungsmethoden (z.B. Abstimmungen) eingebaut werden. Dies gestaltet sich bei Offline-Gruppendiskussionen in der Regel schwieriger.
  • Online-Gruppendiskussionen sorgen im Vergleich zu einer klassischen Gruppendiskussion vor Ort auch für eine gewisse Anonymität. Dies kann vor allem bei heiklen Themen besonders vorteilhaft sein.
  • Ein weiterer Vorteil sind die vergleichsweise geringen Kosten, da diese bei der Rekrutierung, Durchführung und Auswertung eingespart werden. Es fallen u.a. Kosten für die Anreise, die Raummiete sowie für Verpflegung weg.
  • Zudem stellt auch der geringere Zeitaufwand einen Vorteil dar, da die An- und Abreise wegfällt.
Online-Gruppendiskussion

Auch wenn eine Online-Gruppendiskussion eine Vielzahl an Vorteilen liefert, sollten auch die negativen Aspekte berücksichtigt werden.

  • Ein wesentlicher Nachteil einer Online-Fokusgruppe ist, dass auf die direkte Face-to-Face-Interaktion verzichtet wird. Bei einer Online-Gruppendiskussion kann dies höchstens durch eine Simulation in Form eines Videochats erreicht werden. Jedoch ersetzt dies eine direkte Face-to-Face-Kommunikation nur in Teilen.
  • Aufgrund dessen kommt es dazu, dass die nonverbalen Kommunikationselemente fehlen.
  • Je nachdem in welchem Rahmen die Gruppendiskussion durchgeführt wird, kann es sein, dass die Gesprächsbeteiligung der Teilnehmenden von deren Kenntnisse mit Online-Kommunikation beeinflusst wird. Gleichzeitig müssen die Teilnehmer über das nötige technische Equipment verfügen.
  • Bei der Nutzung von Online-Diensten ist bekannt, dass technische Probleme sowohl bei den Befragten als beim Moderator auftreten können.
  • Des Weiteren besteht die Gefahr, dass die Beteiligten nach und nach aus dem Gespräch ausscheiden, da es einfacher ist eine Online-Gruppendiskussion zu beenden (z.B. durch den „Meeting verlassen“-Button). Daneben ist – im Gegensatz zu einer persönlichen Durchführung – bei einer Online-Gruppendiskussion weniger Gruppendynamik vorhanden. Somit bleiben beispielsweise Interaktionen in Pausen weg.
  • Da der/die Moderator:in nur schwer direkten Blickkontakt herstellen kann, fühlen sich die Teilnehmenden möglicherweise weniger angesprochen und müssen namentlich aufgefordert werden, um etwas zu sagen. Eine geringere Beteiligung am Gespräch könnte dabei die Folge sein.
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Fazit

Die Online-Gruppendiskussion stellt eine vergleichsweise flexible Datenerhebungsmethode dar, um nicht nur Daten und Fakten, sondern auch die Hintergründe und Zusammenhänge hinter bestimmten Sachverhalten genauer zu durchleuchten.

Im Gegensatz zu einer klassischen Offline-Gruppendiskussion findet die Online-Gruppendiskussion nicht persönlich vor Ort statt, sondern wird in einem virtuellen Raum (z.B. per Chat, Audio oder Video) durchgeführt. Daher ist es bei einer Online-Durchführung besonders wichtig, dass sich die Teilnehmenden ausreichend mit Online-Kommunikation auskennen. Eine virtuelle Durchführung erlaubt dabei eine gewisse Flexibilität im Hinblick auf Ort und Zeit.

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Was versteht man unter Marktforschung?

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Die Analyse von Kunden, Märkten und Wettbewerbskonstellationen findet in nahezu jedem Unternehmen und jeder Organisation statt. Nicht immer als strukturierte und systematische Marktforschung, aber trotzdem mit einem oftmals nicht zu unterschätzenden Zeit- und Budgeteinsatz.  Daher macht es Sinn sich dem Begriff der Marktforschung zu nähern!

Was ist Marktforschung?

Es existieren für den Begriff der Marktforschung sehr unterschiedliche Definitionen, Ansätze oder Betrachtungsweisen. Eine eher strukturierte Definition und in der Literatur der Marktforschung häufig verbreitete ist die folgende:

Marktforschung ist die systematische Sammlung, Aufbereitung, Analyse und Interpretation von Daten über Marktgegebenheiten, die in bestimmten Marktsituationen vom Unternehmen
benötigt werden.

Vom Begriff der Marktforschung ist die Marketingforschung zu unterscheiden, die sich nicht nur auf die Märkte beschränkt, sondern ein Hauptaugenmerk auf innerbetriebliche Sachverhalte hat.

Grafik Marktforschung und Marketingforschung

Die Marktforschung hat zahlreiche Aufgaben zu erfüllen:

1. Sie sorgt dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und berechenbar gemacht werden (Frühwarn-Funktion).

2. Sie trägt dazu bei, dass Chancen und Entwicklungen aufgedeckt und antizipiert werden können (Innovations-Funktion).

3. Sie trägt im willensbildenden Prozess zur Unterstützung der Arbeit der Unternehmensführung bei (Intelligenzverstärker-Funktion).

4. Sie trägt in der Phase der Entscheidungsfindung zur Präzisierung und Objektivierung der Sachverhalte bei (Unsicherheitsreduktions-Funktion).

5. Sie fördert das Verständnis bei der Zielvorgabe und die Lernprozesse in der Unternehmung (Strukturierungs-Funktion).

6. Sie sorgt dafür, dass aus der umweltbedingten Informationsflut die für die unternehmerischen Ziel- und Maßnahmenentscheidungen relevante Informationen selektiert und aufbereitet werden (Selektions-Funktion).

Weiterbildung Marktforschung Differenzierungsstrategie

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Marktforschung nimmt in Unternehmen und einzelnen Bereichen einen immer wichtigeren Stellenwert ein. So auch im Business Development. Lernen Sie im Lehrgang, wie Marktforschung im Kontext des Business Developments aufgefasst und umgesetzt wird: von der Markt- & Kundenanalyse, Marktsegmentierung, Personas und Five Forces als Wettbewerbsansatz hin zu den Möglichkeiten und Grenzen der Marktforschung im Business Development. Starten Sie noch heute!

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Arten der Marktforschung

Die Marktforschung kann nach Art des Untersuchungsobjektes unterteilt werden in eine demoskopische und eine ökoskopische Marktforschung. Die demoskopische Marktforschung ermittelt die mit den Marktteilnehmern untrennbar verbundenen Tatbestände objektiver Art wie Alter, Geschlecht und Beruf und die Tatbestände subjektiver Art wie Einstellungen, Meinungen und Bedürfnisse. Die ökoskopische Marktforschung erfasst dagegen die objektiven, von den Marktteilnehmern losgelösten Marktgrößen wie Umsätze und Distributionsquoten. Diese Größen stellen das Resultat der Handlungen bzw. der Verhaltensweisen dar.

Die Unterteilung nach der Art der Informationsgewinnung fährt zur Primär- und zur Sekundärforschung. Die Sekundärforschung hat die Beschaffung, die Zusammenstellung und die Analyse von bereits vorhandenem Datenmaterial zur Aufgabe (Quellenforschung). Bei der Primärforschung wird der Informationsbedarf durch eigene Untersuchungen gedeckt. Als Methoden sind Befragungen, Beobachtungen und Tests zu unterscheiden.

Die Befragung ist die am weitesten verbreitete und wichtigste Informationsgewinnungsmethode im Marketing. Die Ziele und Aufgaben bestehen darin, ausgewählte Personen zu bestimmten vorgegebenen Sachverhalten Auskunft geben bzw. Stellung nehmen zu lassen. An Befragungsformen stehen in der Marktforschung die persönli­che, schriftliche und telefonische Befragung zur Auswahl. Befragungen können einmalig oder wiederholt durchgeführt werden. Im zweiten Fall spricht man von Panels. Ein Panel ist eine Gruppe von Personen, Haushalten, Betrieben usw., die sich laufend befragen lässt und auch selbst Aufzeichnungen über das eigene Verhalten vor­nimmt. Die wichtigsten Formen sind das Einzelhandels- und Verbraucherpanel.

Im Gegensatz zur Befragung kennt die Beobachtung keine Auskunftspersonen, d.h. sie ist unabhängig von der Auskunftsbereitschaft der Probanden. Es handelt sich um systematische, planmäßige Verhaltensstudien.

Unter einem Experiment wird eine wiederholbare, unter kontrollierten, vorher festgelegten Umweltbedingungen durchgeführte Versuchsanordnung verstanden, die es gestattet, Marktreaktionen auf die Variation einzelner Marketinginstrumente zu messen.

Ablauf der Marktforschung

Der Ablauf der Marktforschung lässt sich als Prozess darstellen und in mehrere Phasen unterteilen. Aus dem eigentlichen Entscheidungsproblem wird der Informations­bedarf abgeleitet. Diese Informationen werden dann nachgefragt, verarbeitet, aufbereitet und verwendet. Prof. Dr. Michael Bernecker, Geschäftsführer des Deutschen Institut für Marketing, erklärt die fünf D's der Marktforschung. Diese stehen für Definition, Design, Datenerhebung, Datenauswertung und Dokumentation.

BIG DATA und Marktforschung: Experteninterview mit Sebastian Syperek

Wie verändert Big Data die Marktforschung? Resultieren aus Big Data automatisch qualitativ hochwertige und wertvolle Informationen? Welche Tools können genutzt werden, um diese zu strukturieren? Darüber spricht Prof. Dr. Michael Bernecker im Interview mit Sebastian Syperek, Head of Customer Insights bei der Deutschen Bahn AG.

Seminar Customer Insights - Moderne Marktforschung

Möchten Sie mehr über moderne Marktforschung erfahren? Möchten Sie ihr Wissen auffrischen? Unser Kompaktseminar Customer Insights bietet Ihnen hier einen strukturierten und kompetenten Überblick. Alle Termine und weitere Informationen zu den Inhalten finden Sie hier:

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Google Marketing Platform – Ein Überblick zu Funktionen, Möglichkeiten und Vorteilen

Unter anderem mit dem Ziel, Marketingkampagnen für die Nutzer zu vereinfachen, wurde vor einiger Zeit die Google Marketing Platform eingeführt. In ihr treffen alle Marketing Dienste aus dem Hause Google aufeinander. Egal, ob es darum geht, Kampagnen zu erstellen, Analysen abzurufen oder personalisierte Strategien zu entwerfen: hierbei handelt es sich um eine praktische Anlaufstelle für alle, die ihre Webseite voranbringen möchten.

Doch welche Vorteile bringt die Plattform eigentlich sonst noch mit sich? Und worauf sollte bei der Nutzung der verschiedenen Optionen geachtet werden?

Die Google Marketing Platform im Detail

Um die Google Marketing Platform entstehen zu lassen, wurden die ehemalige Google 360 Suite und DoubleClick zusammengefügt. Auf diese Art entstand eine Komplettlösung, die das Kreieren von Werbung für die eigene Internetpräsenz noch individueller (und einfacher) werden lassen sollte. Das Prinzip scheint aufzugehen, denn: Die einzelnen Kampagnen und Analysen lassen sich nun „aus einer Hand“ steuern bzw. abrufen.

In diesem Zusammenhang kam es weiterhin zu einer Vereinfachung der einzelnen Produktbeschreibungen. Aus dem ursprünglichen „Google AdWords“ wurde beispielsweise nur noch „Google Ads“.

Es wäre jedoch auch falsch, die Google Marketing Platform ausschließlich mit einer Summe aus Kampagnenoptionen gleichzusetzen. Das Endprodukt kann mehr. Es bietet vielseitige Möglichkeiten im Bereich der Analysen, der Werbung und der Übersichten. In ihm kommen mehrere Module zusammen und formen so die bereits oben erwähnte Komplettlösung.

Unter anderem sind die folgenden Tools zu Bestandteilen der Platform geworden:

  • Display & Video 360 (Auf der Basis dieses Moduls ist es möglich, Werbekampagnen unter der Nutzung spezifischer Audience Daten zu erstellen bzw. zu verwalten).
  • Search Ads 360 (Über Search Ads 360 lassen sich die erstellten Kampagnen bis ins Detail verwalten. Im direkten Vergleich mit Google Ads zeigt sich, dass dieses Tool noch etwas umfassender daherkommt). 
  • Analytics 360 (Analytics 360 kann in gewisser Weise als „Ausbau“ des klassischen Google Analytics bezeichnet werden. Gerade dann, wenn die Anforderungen seitens der Nutzer besonders hoch sind, handelt es sich hierbei um eine praktische Alternative zur Basisversion. Vor allem der Ausbau der Analyseoptionen und die verschiedenen Schnittstellen mit anderen Tools sorgen dafür, dass viele sich im Laufe der Zeit für Analytics 360 entscheiden).
  • Data Studio (Im Data Studio dreht sich alles um die Analyse von Daten. Diese werden auf der Basis einer übersichtlichen Darstellung angezeigt. Eine wichtige Quelle, um beispielsweise den Erfolg einer erstellten Kampagne zu bewerten).
  • Surveys 360 (Wer die Ansprüche seiner Kunden erfüllen möchte, sollte diese auch kennen. Exakt an dieser Stelle setzt Surveys 360 an. Mit Hilfe des Tools lassen sich Marktforschungen betreiben und schlussendlich auch auswerten. Wer möchte, kann – aufgrund der individuellen Einstellungsoptionen – spezifische Schwerpunkte setzen.)
  • Tag Manager 360 (Mit dem Tag Manager können – wie die Bezeichnung schon sagt – Marketing Tags unterstützt werden. Auch die Zusammenarbeit mehrerer User stellt hier kein Problem dar. Wer Fragen zum Produkt hat, kann diese an den Support stellen).
  • Optimize 360 (Dieses Tool hat es sich zum Ziel gesetzt, die Conversion zu verbessern. Das Prinzip: der Vergleich zwischen verschiedenen Webseitendarstellungen. Auf diese Weise lässt sich die Frage „Was kommt besser an?“ schnell beantworten. Wie verschiedene andere Produkte auch, kann auch Optimize 360 mit unterschiedlichen Programmen verknüpft werden. Weiterhin ist es auch möglich, individuelle Einstellungen festzulegen.

Allein anhand dieser Auflistung wird ersichtlich, wie vielseitig die Google Marketing Platform geworden ist. Daher braucht es ein wenig Zeit, um auch wirklich alle Funktionen optimal nutzen zu können.

Unternehmen, die keine Lust (oder keine Zeit) haben, um sich mit allen Details auseinanderzusetzen, können gut beraten sein, sich an eine professionelle Marketingagentur zu wenden. Die betreffenden Mitarbeiter sind in Bezug auf die neuesten Lösungen immer up to date und beraten individuell und nach dem aktuellen Status Quo.

Online Marketing Manager

Online-Zertifikatslehrgang: Online Marketing Manager/in (DIM)
Google Kampagnen sind ein wesentlicher Bestandteil des Maßnahmenbündels im Online Marketing. Allerdings bedarf es einer systematisch angegangenen Strategie, messbaren Werten und einem effizienten Controlling, um Online Kampagnen und weitere Marketing-Maßnahmen im digitalen Raum strukturell und effektiv zu gestalten. In unserem Online-Zertifikatslehrgang „Online Marketing Manager/in (DIM)“ bilden Sie sich in 23 Modulen zum Experten im Online Marketing weiter. Neben relevanten Tools und modernen Methoden, erweitern Sie Ihre Kompetenzen auch um Wissen des Social Media Bereichs und der Umgang mit entsprechenden Kanälen. Darüber hinaus erfahren Sie, wie Sie Ihre Zielgruppe online ansprechen und Touchpoint in Social Media Kanälen oder auf Ihrer Webseite so gestalten, dass diese Leads generieren. Beginnen Sie noch heute mit Ihrer Weiterbildung im Lehrgang „Online Marketing Manager/in (DIM)“. Aller Module und Materialen liegen Ihnen jederzeit online zur Verfügung, sodass Sie entscheiden, wann und wo Sie lernen.

Welche Vorteile bieten die Optionen der Google Marketing Platform?

Auch wenn es auf den ersten Blick ein wenig „verworren“ aussehen mag: wer es einmal geschafft hat, sich mit den Details rund um die einzelnen Tools und deren Zusammenlegung zu einer „Allround-Lösung“ auseinanderzusetzen, stellt schnell fest, wie praktisch die Plattform ist.

Die folgenden Vorteile wirken oft besonders überzeugend:

Vorteil Nr. 1: Individuelle Verknüpfungen

Die einzelnen Details rund um die Lösungen, die in die Google Marketing Platform integriert wurden, wurden ideal aufeinander abgestimmt. Das bedeutet, dass sie allesamt miteinander kombiniert werden können. Gleichzeitig obliegt es natürlich dem Nutzer, ob er ein bestimmtes Tool beispielsweise per se nicht nutzen möchte.

Vorteil Nr. 2: Mehr Transparenz

Aufgrund der übersichtlichen Darstellung stellt es sich – gerade dann, wenn viele verschiedene Accounts betreut werden sollen – als vergleichsweise leicht heraus, den Überblick zu bewahren. Bestehende Verbindungen und Co. lassen sich so schnell ausfindig machen und verwalten. Dasselbe gilt auch mit Hinblick auf die Berechtigungen für die einzelnen Nutzer. Diese lassen sich auf Wunsch mit wenigen Klicks anpassen.

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Vorteil Nr. 3: Eine Lösung für vielseitige Marketingbereiche

Aufgrund der Tatsache, dass auf der Google Marketing Platform zahlreiche Lösungen rund um Kampagnen, Analysen und Co. zusammenkommen, braucht es so gut wie keine anderen „Verwaltungsquellen“ mehr. Alle wichtigen Daten und Veränderungen können über besagte Plattform abgerufen werden. Dank der Verbindung der einzelnen Module untereinander lassen sich Entscheidungen im Bereich Marketing und Kampagnen oft noch besser treffen.

Vorteil Nr. 4: Eine unkomplizierte Zusammenarbeit

Die Vorzüge der Google Marketing Platform können selbstverständlich auch von mehreren Usern gleichzeitig genutzt werden. So haben alle die Möglichkeit, schnell Einsicht in relevante Daten zu erhalten, Analysen abzurufen usw.. Kurz: die Zusammenarbeit im Bereich Marketing wird – unabhängig vom Standort – oft deutlich erleichtert.

Vorteil Nr. 5: Eine DSGVO konforme Plattform

Die (immer noch vergleichsweise neue) Plattform und ihre Module entsprechen selbstverständlich auch den Vorgaben der DSGVO.

Google Marketing Platform

Wann ist die Nutzung der Google Marketing Platform sinnvoll?

Die Google Marketing Platform vereint zahlreiche Marketing Module in sich und schafft „ganz nebenbei“ hilfreiche Verbindungen, so dass die einzelnen Tools noch besser und individueller genutzt werden können.

Eine Frage, die sich in diesem Zusammenhang jedoch stellt, ist: Wann ist die Nutzung dieser Plattform sinnvoll? Immerhin besteht alternativ ja auch die Option, viele der Tools einzeln und (kostenlos) in der Basisversion zu nutzen?

Hierbei gilt: wer die Basis Variante kennt und zu schätzen weiß und bei der Nutzung bemerkt, dass er ab und zu an seine Grenzen stößt, wird von der Google Marketing Platform als „Gesamtlösung“ wahrscheinlich begeistert sein. Wo früher noch zwischen verschiedenen Programmen hin und her geswitcht werden musste, besteht nun die Option, auf eine „Allround-Lösung“ zu setzen.

Besonders lohnenswert ist es vor allem dann über einen Wechsel nachzudenken, wenn vergleichsweise viele Konten verwaltet werden sollen. Mit Hilfe der Plattform-Option fällt es nicht schwer, den Überblick zu bewahren.

Kleinere Unternehmen, die bisher super mit Analytics, Data Studio usw. zurechtgekommen sind und deren Kampagnenausmaße sich in Grenzen halten, können jedoch gut beraten sein, weiterhin wie gewohnt zu verfahren.

Kurz: wer auf Schnittstellen mit unterschiedlichen Anwendungen setzen möchte und besonders viele einzelne Konten verwaltet, hat in der Google Marketing Platform sicherlich eine attraktive Lösung für die Optimierung seiner Marketingaktivitäten gefunden. Immerhin ist es so möglich, auf das Wechseln zwischen einzelnen Tools zu verzichten und stattdessen von einem hohen Nutzerkomfort zu profitieren. Wer jedoch generell wenige Tools nutzt, dürfte an dieser Form der Erleichterung eher wenig Interesse haben.

Um herauszufinden, ob sich ein Wechsel lohnt, ist es daher im ersten Schritt wichtig, sich mit den Details seiner Kampagnen, den Analysen und den eigenen Erwartungen auseinanderzusetzen. Wer sich unsicher ist, kann sich selbstverständlich auch von einer professionellen Marketingagentur beraten lassen. Auf diese Weise zeigt sich schnell, inwieweit von der praktischen Google Marketing Platform profitiert werden kann.

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Bei Fragen rund um Google Analytics, Google Ads, SEO oder SEA stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite und entwickeln mit Ihnen ein individuellen Konzept.

Katharina Silberbach – Geschäftsführerin milaTEC

Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 50

Fax: +49 (0)221 - 99 555 10 77

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Marktuntersuchung – Ihre Basis für unternehmerischen Erfolg

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Sie möchten ein Startup gründen? Ein neues Produkt launchen? Oder einen neuen Markt erobern? Mit einer Marktuntersuchung legen Sie die Basis für Ihren unternehmerischen Erfolg. Wozu sie nützt, welche Methoden es gibt und wie sich die Marktuntersuchung begrifflich von der Marktforschung abgrenzt, das erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Marktbezogene Informationen sammeln

Auf Märkten treffen vorrangig Angebot und Nachfrage aufeinander. Wollen Sie ein Produkt auf den Markt bringen und dort verkaufen, müssen Sie Entscheidungen treffen, teils mit großer Tragweite. Ob als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen oder als Konsument – Sie sollten Ihren Markt kennen. In diesem Kontext versteht man unter einer Marktuntersuchung, die allgemeine Beschaffung von marktbezogenen Informationen.

Warum Marktuntersuchung?

Aus Konsumentensicht erschließt sich der Sinn einer Marktuntersuchung sofort. Wenn Sie einen Beamer für Ihr Heimkino kaufen möchten, werden Sie mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zunächst Google bemühen. Sie wollen wissen, welche Beamer es gibt, von welchen Herstellern, mit welchen Produkteigenschaften, zu welchem Preis. Vielleicht möchten Sie das Gerät nicht direkt im Internet bestellen, sondern vorher anschauen und testen. Dazu müssen Sie Händleradressen möglichst in Ihrer Wohnumgebung recherchieren. Es wird klar: Sie brauchen und beschaffen sich Informationen, um am Ende Ihre Kaufentscheidung treffen zu können.

Geschäftsmodelle gestalten – Business Model Canva

Im Seminar Geschäftsmodelle gestalten – Business Model Canvas lernen Sie Methoden und Techniken kennen, um innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und Ihre bestehenden Geschäftsmodelle zu optimieren. Informieren Sie sich über die Termine und genauen Inhalte:

Legende:
Freie Plätze vorhanden.
Nur noch wenige Plätze frei!
Leider ausgebucht.

Marktuntersuchung als Basis Ihrer unternehmerischen Entscheidungen

Als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen stehen Sie vor einer ungleich komplexeren Aufgabe. Da Sie von Ihrer Geschäftstätigkeit leben, müssen Sie Chancen und Risiken abwägen. Sie planen, wie viel Absatz und wie viel Umsatz Sie mit Ihrem Angebot erzielen können. Auf diesen Annahmen beruht ihr Geschäftsmodell. Dies quantifizieren und qualifizieren Sie in Ihrem Businessplan, der nicht zuletzt auch die Basis für die etwaige Finanzierung durch Fremdkapital darstellt. Zudem benötigen Sie Informationen, wenn Sie Entscheidungen zu Produkt, Preis, Distribution und Kommunikation treffen wollen. Formulieren Sie Ihre Unternehmens- und Marketingstrategie, können Sie das nicht, ohne Ihre eigene Marktposition zu kennen. Kurzum: Die Ergebnisse Ihrer Marktuntersuchung sollen Ihnen eine möglichst valide Grundlage für Ihre unternehmerischen Entscheidungen liefern.

  • Eine Marktuntersuchung sowie die Analyse Ihres Marktumfeldes sind die Wissensgrundlage für Ihre strategische Unternehmensplanung.
  • Sie erkennen anhand einer Marktuntersuchung rechtzeitig Chancen und Risiken für Ihr Unternehmen. So können Sie agieren statt reagieren.
  • Märkte sind dynamisch und verändern sich. Führen Sie Ihre Marktuntersuchung kontinuierlich und systematisch durch. So lernen Sie sukzessiv die größten Einflussfaktoren auf Ihr Unternehmen und mögliche Auswirkungen kennen.

Marktuntersuchung – so gehen Sie vor

Marktuntersuchung

Grundsätzlich können Sie bei einer Marktuntersuchung unsystematisch (Markterkundung) oder systematisch (Marktforschung) vorgehen. Sie erkennen hieran die Abgrenzung zwischen Marktuntersuchung und Marktforschung: Die Marktforschung ist die systematische Form einer Marktuntersuchung.

  • Markterkundung
    Bei dieser eher unsystematischen Vorgehensweise einer Marktuntersuchung werten Sie bspw. Kundengespräche, Besuchsberichte des Außendienstes oder auch Marktberichte aus der Fachpresse aus. Selbst wenn Sie diese Daten kontinuierlich in Ihrem CRM-System pflegen, so grenzt sich diese Vorgehensweise von der der Marktforschung klar ab.
  • Marktforschung
    Hierbei untersuchen Sie Ihren Markt systematisch, meist mit wissenschaftlichen Methoden. Das kann bezogen auf einen Zeitpunkt erfolgen, zum Beispiel mit einer einmaligen Kundenbefragung. Dann spricht man von einer Marktanalyse. Sie können Ihren Markt auch zeitraumbezogen untersuchen. Beispielsweise mit einem Panel, Diese Vorgehensweise nennt man Marktbeobachtung.

Systematische Markterkundung - Primärforschung und Sekundärforschung

Methodisch differenzieren Sie bei der systematischen Marktuntersuchung nach dem primären und dem sekundären Forschungsansatz. Im Kern lässt sich der Unterschied auf die herangezogenen Quellen zurückführen. Bei der Primärforschung erheben Sie die Daten selbst, ggf. auch mit Unterstützung eines Marktforschungsinstituts. Bei der Sekundärforschung ziehen Sie Daten zur Analyse heran, die bereits in anderem Zusammenhang erhoben wurden.

Primärforschung

Damit verfolgen Sie in erster Linie das Ziel, möglichst aktuelle und auf Ihre individuell-spezifischen Fragestellungen bezogene Ergebnisse zu erhalten. Mit Primärforschung betreiben Sie per se mehr Aufwand. Sowohl hinsichtlich des exakt ausformulierten Untersuchungsgegenstands als auch bezogen auf die Erhebung und Auswertung der Daten. Es existieren vielfältige Möglichkeiten der systematischen Marktuntersuchung. Grundsätzlich können Sie in dem Zusammenhang zwischen drei Arten von Studien differenzieren:

      • Explorative Studien verschaffen Ihnen einen Überblick bezüglich der Fragestellung zu einem neuen Thema. Nicht selten werden diese Ergebnisse als Vorlage für Folgestudien verwendet. Sie entwickeln zum Beispiel ein neues Produkt. Dann führen Sie zu einem entwickelten Prototyp als explorative Marktuntersuchung Kundeninterviews durch.
      • Explanative Studien stellen einen kausalen Zusammenhang zwischen zwei zu untersuchenden Variablen her. Es geht hier um die Offenlegung von Wirkungs-zusammenhängen. Möchten Sie beispielsweise herausfinden, ob sich das Verpackungsdesign positiv auf den Absatz auswirkt? Dann analysieren Sie dies innerhalb Ihrer explanativen Marktuntersuchung in Form eines A/B Tests.
      • Deskriptive Studien unterstützen Sie bei der Untersuchung von Einstellungen und Meinungen. Aus den Ergebnissen können Sie statistisch fundierte Rückschlüsse, bezogen auf einen Untersuchungsgegenstand, ziehen. Oftmals werden sie in den Umfeldern von Marketing, Produktentwicklung und Vertrieb verwendet. Ein Beispiel: Fragen Sie bei Ihrer deskriptiven Marktuntersuchung Ihre männlichen Kunden, ob sie lieber schwarze oder bunte Socken tragen. Unterscheiden Sie die Antworten nach Alter, Status und vielleicht nach generellem Kleidungsstil. Daraus können Sie Rückschlüsse ziehen, ob in Ihrem Kundenklientel bunte Socken gute Absatzchancen besitzen.

Sekundärforschung

Bei diesem Forschungsansatz verlassen Sie sich bei Ihrer Marktuntersuchung darauf, dass Ihnen bereits erhobene Daten bei Ihrer Entscheidungsfindung helfen. Sie müssen die Daten zwar nicht mehr selbst erheben. Die Herausforderung besteht jedoch darin, die passend relevanten Daten für Ihre Fragestellung zu finden. Zwei Quellen können Sie unterscheiden:

          • Daten aus innerbetrieblichen Informationsquellen. Zum Beispiel den Bereichen Controlling, Marketing oder Vertrieb. Diese Daten sind sicher verlässlich und relevant, beziehen sich aber meist auf den IST-Zustand bzw. auf zurückliegende Zeiträume. Für zukunftsorientierte Fragestellungen dient diese Form der Marktuntersuchung nur bedingt.
          • Bei außerbetrieblichen Quellen beziehen Sie Daten bspw. aus externen Wirtschaftsberichten oder bedienen sich Statistiken von Verbänden wie der IHK. Bezogen auf spezifische Fragestellungen werden Ihnen solchen Informationen für Ihre Marktuntersuchung ggf. nur ergänzende oder vergleichende Hinweise geben können.
Zertifikatslehrgang Business Development Manager (DIM)

Fazit

Mit einer Marktuntersuchung verschaffen Sie sich eine informationsbasierte Grundlage für Ihre weitreichenden Unternehmensentscheidungen. Relevante Daten können Sie einerseits selbst erheben und verarbeiten (Primärforschung). Hierbei unterstützen Marktforschungsinstitute bei Methoden und der Auswertung explorativer, explanativer oder deskriptiver Studien. Andererseits können Sie auf bestehende, auch innerbetriebliche Daten zurückgreifen (Sekundärforschung). Wirtschaftsverbände wie die IHK, das statistische Bundesamt oder branchenspezifische Institutionen stellen Ergebnisse ihrer regelmäßigen Marktuntersuchungen zur Verfügung.

Abhängig von Fragestellung und Anforderungen müssen Sie entscheiden, welche Art der Erhebung und welche Quellen Sie zum Ziel führen. Denn auf dieser Datenbasis erstellen Sie Ihre Marktprognose und treffen strategische Entscheidungen wie z.B. die Gestaltung Ihres absatzpolitischen Instrumentariums. Systematische Primärforschung (Marktforschung) bietet den Vorteil, dass Sie aktuelle Daten erhalten, die spezifisch auf Ihre individuellen Zielsetzungen ausgerichtet sind. Der Aufwand ist vergleichsweise höher, als wenn Sie lediglich auf bestehende Informationen zurückgreifen. Entscheidend ist, wie sehr diese Daten Ihre aktuellen Herausforderungen und Absichten tatsächlich abbilden. Ergebnisse der eher unsystematischen Markterkundung, wie sie bspw. im CRM erfasst werden, dienen meist der Abbildung, Steuerung und Optimierung operativer Geschäftsprozesse. Auch diese Informationen können Sie selbstverständlich zur Entscheidungsfindung heranziehen.

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