Die größten Social Media Mythen

Vor über 15 Jahren wurde die Social Media Plattform Facebook gegründet und der Erfolg von sozialen Netzwerken reißt seit dem nicht ab. Auch im Marketing sind soziale Medien aus dem Schatten von Online Marketing getreten und bilden seit geraumer Zeit einen eigenen Schwerpunkt im Expertenwissen von Marketeers. Und obgleich Social Media in aller Munde ist (und sein sollte) halten sich einige Vorurteile hartnäckig. Diese Social Media Mythen können dazu führen, dass Social Media Marketing falsch angegangen wird und Strategien fehlschlagen. Wir haben 20 Social Media Mythen, Vorurteile und Halbwahrheiten für Sie gesammelt und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie sich Schwierigkeiten im Umgang mit Social Media umschiffen lassen.

Social Media Mythos #1 - Facebook ist tot

Glaubt man dem Internet stirbt Facebook seit dem es existiert. Bereits drei Jahren nach der Gründung des weltweit größten sozialen Netzwerkes finden sich Kommentare im Internet, die sich dafür aussprechen, Facebook würde sterben und nicht weiter wachsen. Doch ganz im Gegenteil: Facebook wächst stetig und die Zahl der aktiven Nutzer*innen bleibt konstant. Zur Klärung: aktive Nutzer*innen bezeichnet Facebook jene Personen, die innerhalb von 28 Tagen mindesteins einmal auf Facebook aktiv waren, sprich einen Post geliked, kommentiert oder einer Gruppe beigetreten sind. Nutzende, die diesen „Soll“ nicht erfüllen, tauchen in Facebooks Statistiken nicht auf und zeigen, dass Facebook alles andere als tot ist. Was stimmt ist die Aussage, dass sich Facebook verändert, und zwar demografisch betrachtet. Nutzende, die sich kurz nach der Gründung von Facebook angemeldet haben, sind mit Facebook gealtert und ja – man kann es nicht verleugnen – es melden sich heute weniger junge Menschen an als noch vor 10 Jahren. Gleichwohl sollten Sie beachten, dass die Nutzer*innen, die aktuell aktiv auf Facebook sind, auch die kaufkräftigste Zielgruppe ist! Hier liegt Potenzial, dass Sie nutzen sollten. Facebook ist nicht tot!

Die Social Media Mythen auf dem Prüfstand! Felix Beilharz und Prof. Dr. Michael Bernecker diskutieren über die größten Social Media Mythen und klären auf!

Social Media Mythos #2 - Social Media Marketing eignet sich nicht für das B2B-Marketing

In der Werbebranche ist Social Media Marketing im B2B-Marketing heutzutage kaum wegzudenken. Wenn es darum geht neue Produkte und Dienstleistungen zu bewerben, werden mittlerweile neben den klassischen Werbemitteln zunehmend mehr Influencer herangezogen und erfolgreich eingesetzt.
Im Gegensatz zum B2C-Bereich ist die potenziellen Kundschaft im B2B-Bereich tendenziell kritischer. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass in diesem Sektor meist kostspieligere Produkte und Dienstleistungen beworben werden. Daher sollte die entsprechende Werbekampagne und deren Ziele gut durchdacht und perfekt auf die Zielgruppe abgestimmt sein. Zudem sollte rational und nicht emotional geworben werden, um sachlich mit Fakten zu überzeugen, denn so lässt sich auf lange Sicht Vertrauen der Kundschaft aufbauen. Die Wahl eines passenden Werbekanals und gegebenenfalls eines Influencers spielt natürlich auch eine sehr große Rolle. Dieser sollte glaubhaft sein und zum Unternehmen und dem Produkt bzw. der Dienstleistung passen, damit die Werbebotschaft authentisch übermittelt werden kann.
Social Media Marketing kann also auch im B2B-Bereich erfolgreich eingesetzt werden. Es setzt jedoch voraus, dass die entsprechende Kampagne akribisch durchgeplant sein muss, denn im Gegensatz zum B2C-Bereich wird hier auf engerem Raum an zielgerichtetere Kunden geworben.

Social Media Mythos #3 - Webseiten sind überflüssig, wenn man Social Media Marketing betreibt

In einigen Branchen und vor allem in der Startup-Szene zeigt sich eine Tendenz weg von einer eigenen Webseite und einem auf dieser eingebunden Webshops hin zu einem reinen Social Media-Auftritt. Es ist jedoch unumstritten, dass die meisten Kundinnen und Kunden Suchmaschinen – und dabei vor allem Google – nutzen, um sich über Produkte zu informieren und diese zu erwerben. Unternehmen, die auf Webseiten gänzlich verzichten erreichen diese Kundinnen und Kunden nicht. Es lässt sich natürlich argumentieren, dass diese Unternehmen eben jene Kundinnen und Kunden nicht erreichen wollen bzw. in ihnen nicht die richtige Zielgruppe sehen, allerdings geht diese Strategie wohl nur für eine kleine Branche. Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass man sich vom jeweiligen Social Media-Kanal abhängig macht. Eine Änderung der Nutzungsbedingungen oder Einstellungen kann dann dazu führen, dass die Social Media-Unternehmen an Reichweite einbüßen, ihren Shop neu aufstellen müssen oder mehr Ressourcen in ihr Social Media Marketing investieren müssen.

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Social Media Mythos #4 - Social Media Marketing ist kostenlos

Weit gefehlt! Diesem Mythos verfallen besonders viele Unwissende und müssen schnell feststellen, dass Social Media Marketing leider nicht kostenlos ist. Denn selbst wenn das eigentliche Veröffentlichen von Werbung auf sozialen Medien kein Geld kostet, so kostet es Zeit. Sind Sie als Marketingleitung nicht bereit Zeit zu investieren, ist Ihr Social Media Marketing möglicherweise kostenlos, allerdings wird es Ihnen keine Erfolge einspielen oder Leads generieren und dann ist auch die wenig investierte Zeit verschwendet. Führen Sie sich daher unbedingt vor Augen, dass sich Social Media Marketing nur dann auszahlt, wenn Sie einzahlen – sei dies in Form von Geld, Zeit oder anderen Ressourcen.

Social Media Mythos #5 - Mit einem Social Media Funnel kann jeder erfolgreich sein

Mit Social Media quasi über Nacht erfolgreich werden. Dass das geht, suggerieren uns täglich diverse Menschen in den sozialen Netzwerken. Mit einer Produktreihe, die Zielgruppe über Social Media ansprechen, für das Produkt gewinnen und anschließend einen Kauf abwickeln, ist die Strategie hinter diesem Vorgehen. Von einem Social Media Funnel sprechen Marketeers dann, wenn sämtliche Touchpoints der Customer Journey innerhalb sozialer Netzwerke liegen. Der Funnel wird stets als Trichterform abgebildet, wodurch dargestellt werden soll, dass nicht alle Menschen, die in der ersten Phase angesprochen werden, auch am Ende einen Kauf abschließen. Wie bereits erläutert kann es fatal sein, sich nur auf Social Media zu verlassen und seinen Marketing Funnel nicht noch durch andere Kanäle, wie offline Marketing oder um die eigene Webseite zu ergänzen. Gerade im B2B-Marketing empfehlen unsere Expertinnen und Experten einen weiterreichenden Funnel, der über Social Media hinaus geht. Gleichzeitig kann der Social Media Funnel durchaus aus hier angewendet werden, wenn es darum geht bei Ihrer Kundschaft nachzufassen, Bekanntheit aufzubauen oder sich als Person/Unternehmen mit Expertise zu positionieren.

Social Media Mythos #6 - Ohne Influencer bleibt Social Media Marketing nutzlos

Influencer-Marketing ist ein spezifischer Bereich von Social Media Marketing. Influencer sind Personen, die soziale Netzwerke nutzen, um über ihre Reichweite und Präsenz im Internet Produkte zu bewerben. Sie können jedoch auch ganze Lebensstile (z.B.: Vegan-Leben) vermarkten, in dem sie diese öffentlich vorleben. Unternehmen nutzen die Reichweite von Influencern, um ihre Produkte durch sogenannte native Ads vermarkten zu lassen. Dabei wird nicht direkt deutlich, dass es sich um werblichen Inhalt handelt, und die Influencer berichten ihre eigenen Erfahrungen mit dem Produkt. Wobei es mittlerweile verpflichtend ist, im Video die Information einzublenden, dass es sich um Werbung handelt. Influencer erreichen darüber hinaus auch „nur“ ihre eigene Zielgruppe. Deckt sich diese nicht mit Ihrer, lohnt sich die Kooperation mit (Micro-) Influencern eher nicht. Gleichzeitig sollten Sie abschätzen, wie viel Zeit Sie bereit sind zu investieren, um einen passenden Influencer mit Ihrer Zielgruppe zu finden. Natürlich gilt, wie bei jeder guten Marketing Strategie: auf den Mix kommt es an. Nur mit Influencern zu werden, wäre sicherlich der falsche weg und Sie machen sich abhängig. Eine Kombination aus unterschiedlichen Social Media Marketing-Strategien kann Sie allerdings direkt zu Ihrem Ziel führen.

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Einen kompakten Überblick bekommen Sie im Grundlagen Seminar. Im Facebook Marketing und Instagram Marketing Seminar vermitteln wir Ihnen Insights und strategische Ansätze spziell zu den einzelnen Kanälen. Im B2B Marketing Seminar erhalten Sie hilfreiche Ansätze und Methoden, um Ihre B2B Zielgruppe erfolgreich zu erreichen. Informieren Sie sich jetzt uns sichern Sie sich einen Platz:

Social Media Mythos #7 - In sozialen Medien kann kein Vertrieb getätigt werden

Nein, wieso nicht? Social Selling hat die ursprünglichen Vertriebsarten im Direkt Marketing, wie der Kaltakquise im digitalen Raum gänzlich ersetzt. Wichtig ist, den Status des Kunden zu kennen und daraufhin passenden Inhalte und Angebote zu machen. Dabei unterstützt Sie das DIM Marketing Canvas:
In der ersten Phase, der Aktivierungsphase ist es Ihre Aufgabe in das Blickfeld Ihrer potenziellen Kundschaft zu kommen. Sorgen Sie dafür, dass Sie bei zukünftigen Problemen (Kaufabsichten) ins Gedächtnis kommen. In dieser Phase zählt ein starker USP und eine hohe Reichweite. In der zweiten Phase müssen Sie Ihren Kundinnen und Kunden mit Kaufabsicht ein passendes Angebot unterbreiten. Die Informationsphase ist Ihre Möglichkeit Ihre Kundschaft von sich und Ihrem Angebot zu überzeugen. Interaktion ist hier das Stichwort, auf das Sie Ihren Fokus legen sollten. In der dritten Phase, der Aktionsphase schaltet sich der Vertrieb aktiv ein und ist dafür zuständig einen Reibungslosen Kaufabschluss zu ermöglichen. Machen Sie es Ihren Kundinnen und Kunden einfach, sich mit Ihnen in Kontakt zu setzen – auch auf Social Media. Stellen Sie den Kundennutzen klar heraus.

Marketing Canvas

Social Media Mythos #8 - XING ist tot

Auch wenn Xing, anders als LinkedIn, eher in der DACH-Region vertreten ist, hat Xing derzeit eine internationale Nutzerschaft von etwa 20 Millionen monatlichen Nutzerinnen und Nutzer (Stand: Juli 2021) und ist damit weit davon entfernt als „tot“ bezeichnet werden zu können. Auf der Plattform sind etwa 16 Millionen deutschsprachige Mitglieder angemeldet. Etwa die Hälfte der Nutzerschaft hat ein relativ hohes monatliches Haushaltsnettoeinkommen von über 3.000 Euro. Die andere Hälfte hat mit der Nutzung der Plattform zumindest das Potential ebenfalls ein hohes Einkommen zu erwirtschaften. Im Gegensatz zu Social Media Plattformen wie Instagram oder TikTok, sind auf XING verhältnismäßig zahlungsfähigere und -willigere Nutzerinnen und Nutzer unterwegs. Diese können auch mithilfe von XINGs diversen Werbetools zielgerichtet erreicht werden.

Social Media Mythos #9 - Zu viele Plattformen zu bespielen ist besser als zu wenige

Dieser Mythos ist trügerisch. Ja, es kann effizient sein mehrere Kanäle zu bespielen, allerdings gilt dies nicht ausnahmslos. Stellen Sie im Social Media Marketing Qualität nicht unter Quantität! Es ist absolut relevant qualitative Beiträge zu verfassen und diese überlegt in passenden Kanälen zu posten. Posten Sie Ihre Beiträge eher achtlos und ungeplant auf vielen Kanälen, kann dies dazu führen, dass dieser Post keine Reichweite erzieht und das Interesse der Zielgruppe nicht weckt. Tun Sie dies zu oft, merkt das der Algorithmus (Edge-Rank bei Facebook) und wird Ihre Beiträge tendenziell weniger Leuten ausspielen. Sie erkennen – achtloses Posten hat für Sie nur Nachteile. Konzentrieren Sie sich gerade am Anfang auf einen oder zwei Kanäle, die Sie bespielen wollen und nutzen Sie Redaktionspläne für eine übersichtliche Planung.

Social Media Mythos #10 - Seriöse Unternehmen brauchen kein Social Media Marketing

Je nachdem wo man die Grenze zu seriös zieht, ist dieser Mythos vielleicht wahr - zugegeben. Allerdings sind diesem Verständnis zufolge Banken, große Automobilkonzerne und sämtliche DAX-Unternehmen unseriös. Lassen Sie sich vom lockeren Charakter der Social Media Plattformen nicht abschrecken. Social Media Marketing gehört 2021 in Ihren Marketing Mix und dessen Bedeutung wird zukünftig nicht ab sondern weiterhin zunehmen. Gehen Sie mit Planung und einer systematischen Strategie an Social Media Marketing heran, um sich und Ihre Mitarbeitenden nicht zu überfordern. Starten Sie mit einem Unternehmensprofil in einem sozialen Netzwerk, in dem Ihre Zielgruppe aktiv ist und testen Sie, welche Beiträge für Ihre Kundinnen und Kunden am interessantesten sind. Lassen Sie sich nicht vom Erfolg anderer viel größerer Firmen blenden, sondern ziehen Sie Ihre Strategie durch – dann werden auch Sie mit Social Media Marketing Erfolge einfachen.

Das ist die Meinung von Marketing Experten: Fakt oder Fiktion? Im zweiten Teil befassen sich Felix Beilharz und Prof. Dr. Michael Bernecker mit weiteren Social Media Mythen, die im Internet kursieren und räumen gleich damit auf.

Social Media Mythos #11 - Social Media Marketing sind einfach zu bedienen

Bitte streichen Sie diesen Mythos aus Ihrem Gedächtnis – denn er entspricht nicht der Wahrheit! Social Media Marketing, das ohne systematische Planung, ausgeklügelte Strategie und strukturelles Controlling durchgeführt wird, ist nichts wert! Wer im Social Media strategische ziele erreichen will, braucht eine zukunftsfähige Strategie sowie effiziente Tools und Maßnahmen. Zu dieser Social Media Strategie gehört als erster Schritt eine klare Festlegung der Ziele. Anschließend müssen Sie Ihre Zielgruppe analysieren und klar umreißen sowie sich Ihrer Ressourcen vor Augen führen. In einem nächsten Schritt legen Sie Ihren kontextualen Rahmen fest und bestimmten Kernthemen, die Sie zum Inhalt Ihres Contents machen wollen. Auch das Format Ihres Contents sollten Sie vorab festlegen. Planen Sie nur Veröffentlichungen auf Text-Basis oder wollen Sie Bilder und Videos posten? Diese Entscheidung hängt dabei auch von dem Kanal ab, in welchem Sie aktiv sein wollen. Mit der Wahl des Kanals fällt auch eine Entscheidung im Bereich der Tonalität bzw. der Ansprache, mit welcher Sie auf Ihre Kunden zugehen. Auf LinkedIn oder XING setzen die meisten Unternehmen auf das höfliche Sie, auf Facebook oder Instagram verwendet man im Marketing immer häufiger das persönliche Du. Um Ihre Social Media Aktivitäten stets zu optimieren und anzupassen, braucht es ein kontinuierliches Controlling bzw. einer genauen Erfolgsmessung. Hierbei spielen KIPs eine entscheidende Rolle. Sie sehen, es bedarf einer sorgfältigen Planung für die Umsetzung von Marketing-Aktivitäten im Social Media Bereich, um wirklich erfolgreich zu sein. Social Media nebenbei zu betreiben oder die Aufgabe Personen ohne spezifische Qualifikationen zu übertragen, würde der gesamten Marketing-Strategie. Denn – bedenken Sie – im Gesamtkontext des Marketing Mix ist auch das Social Media Marketing nur ein Teil des Ganzen.

Social Media Strategie Canvas

Social Media Mythos #12 - Reichweitenaufbau geht schnell und bringt direkt neue Kunden

Unternehmen, die unbedacht an Social Media Marketing herantreten, versprechen sich von bereits minimalem Aufwand einen großen bahnbrechenden Erfolg und einen enormen Kundenzuwachs. Allerdings lässt dieser Erfolg häufig erstmal auf sich warten. Das Erstellen einer Facebook-Seite oder einem Instagram-Profil reicht nicht aus, um mehr Reichweite zu generieren. Es braucht Zeit, damit Ihre Zielgruppe auf Sie aufmerksam wird und Sie müssen dieser regelmäßig spannenden Content bieten, damit Ihre Kundinnen und Kunden das Interesse an Ihrem Unternehmen und Ihren Produkten gewinnen. Reichweitenaufbau braucht also Zeit und ein bisschen Geduld!

Social Media Mythos #13 - Es zählen nur generierte Leads

Social Media ist nur dann erfolgreich, wenn es Leads, also gezielte Kaufabsichten erzielt – dass sagt der Mythos. Doch diese Sicht auf soziale Medien schränkt Sie ein. Im Social Media Marketing geht es (natürlich) auch darum die Gewinnmargen höher zutreiben, mehr Kunden zugewinnen oder mehr Produkte zu vermarkten.
Doch die beiden Hauptziele sind Neukundengewinnung und vor allem Kundenbindung. Es geht also weniger, um konkreten Gewinn als viel mehr darum Kundinnen und Kunden an das Unternehmen zu binden und Vertrauen aufzubauen. Am Ende sind es nämlich zufriedene Kunden, die Ihre Produkte oder Dienstleistungen kaufen. Zielen Sie daher nicht nur auf Leads ab, sondern bauen Sie eine Verbindung zu Ihren Zielgruppe auf und treten Sie mit dieser in Kontakt. Die häufigsten Ziele, die mittels Social Media Marketing erreicht werden sollen, sehen Sie in der anstehenden Grafik:

Ziele Social Media Marketing

Social Media Mythos #14 - Follower sind Follower

Schon mal was vom Facebook Edge-Rank gehört? Nein – dann lassen Sie uns Ihnen den Unterschied zwischen Followern und Followern erklären. Der Edge-Rank sorgt dafür, dass nicht allen Ihrer Follower und Fans in den sozialen Medien alle Ihre Postings ausgespielt werden. Der Edge-Rank ist ein Facebook-Algorithmus, der erkennt, welche Themen die Follower interessieren und setzt auf deren Newsfeed (die Startseite von Facebook) vermehrt jene Themen, die die Nutzenden sehen wollen. Für Sie bedeutet das, dass Ihre Postings nicht automatisch bei allen Ihren Fans angezeigt werden. Ein Follower ist also nicht direkt eine Person, die Ihren Post sieht. Follower ist daher nicht gleich Follower. Daher sollten Sie Ihren Content nicht immer gleich halten, sondern auch mal thematische „Ausflüge“ machen und auch mal leichten Content posten.

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Social Media Mythos #15 - Social Media Marketing funktioniert wie Offline-Marketing

Umgehen Sie den Fehler und erstellen Sie eigens für Social Media Beiträge. Pressemitteilungen gehören nicht auf Facebook und Co! Nutzen Sie Wettbewerbsanalysen, um zu überprüfen, auf welchen Kanälen Wettbewerber vertreten sind und welchen Content Sie produzieren. Bei guten Content geht es vor allem um das Ansprechen der richtigen Zielgruppe – Ihrer Zielgruppe. Veröffentlichen Sie Beiträge nicht nach dem Motto „Viel hilft viel“, sondern über legen Sie ich, welche Inhalte für Ihre Zielgruppe interessant sind oder diese generell ansprechen.

Social Media Mythos #16 - Social Media Marketing ist nutzlos, wenn es keinen Umsatz erzielt

Der große Nutzen in Social Media Marketing liegt in gewisser Maße im Verborgenen. Es geht weniger um direkt erzielten Umsatz, der in den sozialen Medien erwirtschaftet wird, sondern auch um andere Aspekte, wie zum Beispiel: Marken-Image oder Employer-Branding.
Um seiner Marke ein Image zu verleihen, muss festgehalten werden, welcher Lebensstile und welche Gefühle mit der Marke in Verbindung gebracht werden. Anschließend gilt es diese durch Branding im Marketing zu vermitteln. Ein wesentlicher Kernaspekt des Brandings ist ein klar definierter USP – ein Unique Selling Point. Hier hinter steht die Frage. Was macht unser Unternehmen/ unsere Dienstleistung/ unser Produkt einzigartig und hebt uns von der Konkurrenz ab. Um dabei die Beziehung zu Kundinnen und Kunden nicht aus den Augen zu verlieren, sollte der Kundennutzen innerhalb des USP verankert sein. Es muss auf den ersten Blick erkennbar sein, warum Ihr Produkt das richtige für die Zielgruppe ist.

Social Media Mythos #17 - Ein Social Media Post ist schnell erstellt

Ja, es ist möglich einen Beitrag innerhalb von fünf Minuten zu erstellen, jedoch ist dies ein sehr unrealistischer Plan. Um diesen Zeitrahmen einzuhalten, müssten Sie sofort wissen, was Sie posten wollen und bereits Material (in Text-, Bild- oder Video-Format) vorliegen haben. Aus Erfahrung können wir Ihnen sagen: ein guter Post braucht, wie jedes andere Produkt, Zeit und Planung. Um nicht unter Druck arbeiten zu müssen und um zu vermeiden Beiträge auf die Schneller kreieren zu müssen hilft ein simples Tool: der Redaktionsplan. Diesen erstellen Sie bereits zwei bis vier Wochen im Voraus und legen fest, wann Sie welche Beiträge veröffentlichen wollen. Der Redaktionsplan hilft Ihnen Ihren Content zu strukturieren und zu planen. Er ermöglicht es Ihnen Bilder, Videos und Texte vorab vorzubereiten und zum geplanten Zeitpunkt einen fertigen Post vorliegen zu haben.

Social Media Mythos #18 - "Unsere Zielgruppe gibt es in den sozialen Medien nicht

Wer diese Aussage trifft, steht mit Social Media Marketing noch ganz Anfang. Denn zu behaupten die eigene Zielgruppe sei nicht in den sozialen Medien aufzufinden, ist eine glatte Fehleinschätzung. Vielleicht ist die Zielgruppe nicht auf TikTok oder Instagram zu finden, da Sie tendenziell älter ist – dann findet man Sie garantiert auf Facebook. Vertreibt man eher im B2B-Bereich, dann sind Facebook und Co nicht unbedingt die ertragreichsten Plattformen, da diese eher für den B2C-Sektor nützlich sind. Dies bedeutet aber nicht, dass Sie für den B2B-Bereich gänzlich uninteressant sind. Andere Unternehmen finden Sie allerdings auf Social Media Plattformen, wie LinkedIn oder XING. Und sollten Ihre Kunden auch dort nicht aktiv sein, dann bleibt Ihnen immer noch WhatsApp. Dieser Messenger-Dienst hat in gewissem Maßen die SMS abgelöst und ist in Deutschland der weitverbreitetste Anbieter im Verschicken von Nachrichten. WhatsApp gehört zum Facebook-Konzern und seine Funktionen wachsen immer weiter. Relativ neu sind die, die Facebook- oder Instagram-Stories angelehnt sind. Unternehmen können zwar (noch) keine Werbung auf WhatsApp schalten, allerdings können Sie den Messenger-Dienst nutzen, um Ihren Kunden Nachrichten zukommen zu lassen. Dies funktioniert ähnlich wie ein Newsletter. Kunden melden sich mit Ihrer Telefonnummer für die Rundschreiben an und werden anschließend mit in den Verteiler aufgenommen. Hierüber können Kunden dann mit Infos versorgt werden oder über aktuelle Meldungen informiert werden. Weitere Möglichkeiten, wie Unternehmen WhatsApp nutzen sind:

  • Terminvereinbarungen machen / bestätigen
  • Beschwerdemanagement
  • Rückgabemanagement
  • Buchungen annehmen / bestätigen

Lassen Sie in Bezug auf Social Media nichts unversucht. Auch Ihre Zielgruppe ist in den sozialen Medien aktiv!

Social Media Mythos #19 - Soziale Medien sind geschützte Räume

In sozialen Medien geben Sie die Kontrolle ab. Sobald Ihr Beitrag öffentlich wird, kann er von allen Menschen gesehen, geteilt und kommentiert werden. Natürlich hofft man im Marketing stets auf das Beste – sprich viele Likes, positive Kommentare und Neukunden, die auf einen Aufmerksam werden. Die Realität ist jedoch nicht immer so einfach. Viele im Social Media aktive Unternehmen haben schon mal einen so genannten Shitstorm erlebt. Dabei handelt es sich um ein massenhaftes Auftreten von negativen Kommentaren und öffentlicher Kritik im Internet, meistens in Social Media. Tritt eine solche Situation ein, heißt es mit Fingerspitzengefühl arbeiten. Lassen Sie negative Kritik Ihrerseits nicht unkommentiert, sondern treten Sie mit den Kunden in Kontakt. Rechtfertigungen sind im Rahmen eines Shitstorms auch völlig unangebracht und potenzieren den Konflikt meistens nur. Eine offene Entschuldigung ist meistens der richte Weg raus aus einer Lawine an Negativ-Kommentaren.

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Social Media Mythen #20 - In sozialen Medien wird Werbung gepostet

Soziale Medien sind Netzwerke, in denen Menschen anderen Menschen folgen wollen, Interessen teilen möchten und in Kontakt treten wollen. Was Sie dort nicht sehen wollen ist Werbung! Niemand öffnet Facebook, Instagram oder TikTok, um plumpe Werbebotschaften zu sehen, für die er sich nicht interessiert. Als Unternehmen, das Social Media Marketing betreiben will, sollten Sie diese Botschaft stets im Hinterkopf habe: Kreieren Sie Content, der nicht wie Werbung aussieht! Posten Sie leichte, witzige Beiträge, die keinen werblichen Inhalt haben oder nicht auf Ihr Produkt abzielen. Posts dieser Art erlangen viel häufiger hohe Interaktionszahlen – sprich viele Kommentare und Likes, was zur Folge hat, dass Ihre Seite beliebt wird und mehr Menschen Ihrem Unternehmen folgen. Best Practice Beispiele dieser Art kommen zum Beispiel von der schwedischen Möbelhauskette IKEA. Werden Sie kreativ!

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