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Open Badges – Digitale Abzeichen für Ihre Kompetenzen

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Was steckt eigentlich hinter dem Begriff Open Badge?

Es handelt sich dabei um digitale Abzeichen einer Leistung, die ein Lernender erbracht hat. Dieses Abzeichen bestätigt seinem Empfänger nachvollziehbar dessen Lernerfolge, erworbene Fertigkeiten sowie Kompetenzen und sonstige erlangte persönliche Qualifikationen. Grundgedanke dahinter ist, eine sichtbare Bestätigung von Erlerntem zu ermöglichen, denn herkömmliche Zertifikate und dergleichen landen nur allzu oft in irgendwelchen Ordnern und kommen nie wieder zum Vorschein. Genau diesem Problem sollen die Open Badges entgegenwirken.

Sie unterstützen bei der Anerkennung von Erlerntem und sind dabei in vielen Bereichen umsetzbar, sei es nun für Arbeit, Schule oder Freizeit. Dabei ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass Open Badges keine herkömmlichen Zertifikate ersetzen, sondern lediglich als Ergänzung dienen sollen. Ursprüngliche Urkunden und Zertifikate bleiben in ihren bisherigen Formen nach wie vor bestehen.

Open Badges – Metadaten

Open Badges beinhalten integrierte Metadaten. Diese werden mittels der JavaScript Objektnotation JSON in die Open Badges integriert. Auf diese Weise verifizieren sich Open Badges als Gütesiegel und dienen als qualifizierbarer Nachweis über bestimmte Lernerfolge. Elementar für die Metadaten sind die Informationen über den Herausgeber der Badges und die Angaben über den Empfänger des Badges. Daneben müssen die Vergabekriterien für die Badges dargelegt werden, der Aussteller des Badges muss also darlegen, welche konkreten Leistungen erbracht oder Ziele erreicht wurden, die die Vergabe des Badges rechtfertigen. Ein Ausstelldatum rundet die Hintergrundinformationen ab.

 

Open Badges Prozessablauf

Open Badges – Was steckt genau dahinter?

Open Badges stellen einen Teilbereich der Open Education dar. Die Open Education zeichnet sich durch das bildungspolitische Anliegen aus, Bildung frei verfügbar zu machen und somit allen Menschen die Möglichkeit zu verschaffen, sich bilden und weiterbilden zu können. Die Mozilla Foundation sowie die MacArthur Foundation zeichnen sich verantwortlich für die Entwicklung der Open Badges. Am 15. September 2011 kamen sie offiziell auf den Markt und befinden sich mittlerweile im Eigentum der Mozilla Foundation. Da über die Metadaten Informationen über die erworbenen Kompetenzen sowie Informationen über den Herausgeber und Empfänger der Badges übermittelt werden, ist eine Sicherheit der Daten unabdingbar. Hierfür ist die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, eine Verordnung der Europäischen Union) verantwortlich. Die Datensicherung unterliegt der europäischen Rechtsprechung und ist somit DSGVO-konform.

Der Mehrwert für Bildungseinrichtungen

Open Badges bieten zum einen eine innovative und kreative Möglichkeit, die erbrachten Leistungen von Lernenden auszuzeichnen. Weiterbildungseinrichtungen können zudem  Badges für Unterkategorien verteilen, sowie obergeordnete Badges, die mehrere kleinere Badges in sich vereinen. Mit dem Verdienen von Badges und dem Sammeln mehrerer Auszeichnungen geht auch ein spielerischer Ansatz einher. Somit schneiden Open Badges auch das Thema Gamification an. Das Erwerben und Sammeln aussagekräftiger und optisch ansprechender Abzeichen fördert die Motivation der Lernenden und trägt dazu bei, dass diese ihre Ziele tatsächlich erreichen und abschließen. Bedingt wird dies auch dadurch, dass der Lernende seinen Lernfortschritt verfolgen kann und einzelne Badges als Meilensteine zu einem größeren Ziel ansehen kann, welches schrittweise erreicht werden soll. Optimalerweise teilen Empfänger ihre erworbenen Badges in den sozialen Netzwerken. Dadurch erlangt das Unternehmen, welches die Badges vergeben hat, eine größere Reichweite bei den relevanten Zielgruppen.

Open Badges Musterbeispiel Grafik
Persona-Entwicklung Zielgruppen beschreiben und bearbeiten
Do, 07.05.2020
Köln
Di, 10.11.2020
Köln
Legende:
Ausreichend freie Plätze vorhanden.
Nur noch wenige Plätze frei!
Leider ausgebucht.

Open Badges – Der Nutzen für Lernende

Die Hervorhebung der Fähigkeiten und Qualitäten stärkt das Vertrauen in die eigenen Fertigkeiten. Die Kompetenzentwicklung ist klar nachvollziehbar und motiviert, sich immer weitere Abzeichen zu verdienen. Nach erfolgreicher Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme sind Open Badges sofort als Download verfügbar und dabei sowohl online als auch offline nutzbar. Die Badges sind einerseits in allen sozialen Netzwerken teilbar, andererseits aber auch auf Visitenkarten und Anschreiben druckbar. Lernenden sind bei der Anzahl der erwerbbaren Badges keine Grenzen gesetzt, jedoch unterliegen Open Badges einem Ablaufdatum von zehn Jahren. Nach dem Ablauf dieser Dekade ist aufgrund der DSGVO eine Löschung von Badges mitsamt der hinterlegten Daten vorgesehen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dieser Löschung ausdrücklich zu widersprechen, sodass die Badges auch über die zehn Jahre hinaus aktiv bleiben können. Lernende haben über kostenlose Plattformen wie etwa badgr Backpack die Möglichkeit, ihre gesammelten Badges dort hochzuladen und an einem zentralen Ort zu hinterlegen. Von dort aus können die Badges ganz einfach auf sozialen Plattformen geteilt werden.

Open Badges erstellen

Bei der Erstellung von Open Badges sind der Kreativität im Grunde keine Grenzen gesetzt. Es sollte jedoch das Unternehmen kennzeichnen, welches das Badge vergeben hat. Ein Oberbegriff für die erworbene Lernkompetenz sollte ebenfalls Platz auf dem Open Badge finden, um auf den ersten Blick transparent aufzuzeigen, für welche Leistung das Badge vergeben worden ist.

 

Digital Brand Manager (DIM)

Open Badges gestalten

Für die Gestaltung der Open Badges bieten sich eine Reihe kostenloser Plattformen an, wie etwa Canva, Accredible oder Openbadges.me. Bei der Gestaltung sollte eine hohe Priorität auf die Designerstellung gelegt werden, weil das Badge als Kommunikationsmittel zur Außenwelt fungiert und das Unternehmen repräsentiert. Aus diesem Grund sollten die Badges auch einen hohen Wiedererkennungswert zur ausstellenden Bildungsorganisation aufweisen. Optisch ansprechende Badges motivieren den Lernenden, sich das Abzeichen auch wirklich verdienen zu wollen. Des Weiteren ist ein adäquates Design äußerst relevant dafür, wenn es auf sozialen Plattformen oder auf gedruckten Materialien Verwendung finden soll. Denn Lernende, die ihren Lernerfolg mit anderen teilen oder ihn bspw. auf Anschreiben platzieren möchten, erwarten auch eine optisch gelungene Umsetzung ihrer Abzeichen.

Fazit

In Zeiten der Digitalisierung und den ständig wachsenden Anforderungen in der Berufswelt erachten wir vom DIM die Idee der Open Badges als einen Mehrwert für unsere Bildungsteilnehmer. Aus diesem Grund arbeiten wir momentan an der Umsetzung und Eingliederung eigener Badges für unsere angebotenen Zertifikatslehrgänge und Seminare. Wir freuen uns, wenn wir unseren Weiterbildungsteilnehmern demnächst die ersten Badges zu unseren Leistungen präsentieren und vergeben dürfen.

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Bastian FoersterBastian Foerster

Tel.: +49 (0)221 - 99 555 10 16
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Lebenslanges Lernen: Warum dieses Motto so wichtig ist

Lebenslanges Lernen: Warum dieses Motto so wichtig ist
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Ein Grundsatz, den Experten schon lange predigen, wird aktuell in Wirtschaft und Gesellschaft immer offenbarer: Ohne lebenslanges Lernen geht es an vielen Punkten einer Arbeitslaufbahn nicht mehr weiter. Doch was macht das Dazulernen so wichtig und was bedeutet diese Anforderung für Berufstätige?

Ausbildung, Job und Rente – ein Auslaufmodell

Weiterbildung Lebenslanges Lernen

In der Nachkriegsgeneration gehörten Lebensläufe wie dieser zur Normalität: Man machte eine Ausbildung, stieg in die dazugehörige Branche ein und arbeitete dort bis zur Rente. In der Regel fanden diese „Kaminkarrieren“ sogar in ein und demselben Unternehmen statt, in dem der Arbeitnehmer klein anfing und die Gehaltsstufen sukzessive hinaufkletterte.

Doch derartige Berufsbiografien bilden zunehmend exotische Ausnahmen – nicht, weil Arbeitnehmer nicht mehr Willens wären, sich langfristig zu binden, sondern in erster Linie, weil sich das wirtschaftliche Umfeld der Unternehmen verändert. Es fordert ständig neue Fähigkeiten und Kompetenzen vom einzelnen Berufstätigen – nur wer durch Weiterbildungen laufend „am Ball bleibt“ erklimmt die nächste Karrierestufe und ist vor einem Jobverlust geschützt.

Selbstständige sind hier noch mehr gefordert als Angestellte, da sie sich in Eigenregie in einem wechselhaften Markt positionieren müssen.

Beispiele für rasante Entwicklungen

Als maßgeblicher Faktor hat die Entwicklung des Internets in den vergangenen Jahrzehnten die Strukturen vieler Branchen nachhaltig verändert und tut es fortlaufend. Zwei der größten Veränderungsprozesse durchliefen dabei die folgenden Felder:

1. Online-Handel

Während der Umsatz im E-Commerce im Jahre 2000 in Deutschland nur 1,3 Milliarden Euro betrug, erreicht er 19 Jahre später beeindruckende 57,8 Milliarden. Konsequenterweise sind Online-Shops, die zu Jahrtausendwende für viele Unternehmen kaum eine Bedeutung besaßen, aktuell entscheidend für den Umsatz vieler Firmen. Derzeit gehören Bekleidung, Telekommunikation und Elektronikartikel zu den umsatzstärksten Produktgruppen im deutschen Online-Handel. Die Modebranche, die vor 20 Jahren beinahe ausschließlich auf den lokalen Handel als Vertriebsweg setzte, macht heute 25 Prozent der über das Internet gehandelten Waren hierzulande aus.

Eine derartige Veränderung in relativ kurzer Zeit fordert auch von den Beschäftigten höchste Flexibilität. Doch das Potenzial für den Wandel ist noch lange nicht erschöpft: Nur zehn Prozent des Gesamthandels findet aktuell online statt, damit ist das Steigerungspotenzial sehr groß.

2. Marketing

TV, Radio und Plakate – diese Medien galten lange Zeit als Hauptkanäle für ein effektives Marketing. Doch die Digitalisierung und das Internet etablierten innerhalb kürzester Zeit völlig neue Strukturen, die große Möglichkeiten für die Messbarkeit von Werbung mitbringen. Hier regieren Suchmaschinenmarketing und Social Media Marketing – Felder, die altgediente Marketeer völlig neu erlernen mussten. Wo früher kreative Konzepte im Fokus standen, kommt es aktuell auf Technik und Analyse an.

Und der Erfolg wird honoriert: In der absolit Studie „Digital Marketing Trends 2018“ gaben 44 Prozent der Marketingverantwortlich in deutschen Unternehmen an, ihr Budget für Social Media Werbung deutlich steigern zu wollen. Auch Suchmaschinen-Marketing wollten 43 Prozent der Umfrageteilnehmer mit einem größeren Budget ankurbeln. Print-Mailings setzen hingegen fast 50 Prozent der Befragten nicht ein oder kürzen deutlich die Ausgaben dafür. Auch das Event-Marketing wird von einem Drittel der Firmen entweder nicht genutzt oder im Budget beschränkt.

Online Marketing Seminar

Damit Sie der rasanten Entwicklung des Internets folgen können, bieten wir Ihnen das Online Marketing Seminar an. Damit werden Sie zum Online Marketing Experten!

Online Marketing kompakt
Mo, 20.01. - Di, 21.01.2020
Köln
Di, 19.05. - Mi, 20.05.2020
Köln
Di, 01.09. - Mi, 02.09.2020
Köln
Mo, 02.11. - Di, 03.11.2020
Köln
Legende:
Ausreichend freie Plätze vorhanden.
Nur noch wenige Plätze frei!
Leider ausgebucht.

Kein Status quo ist in Stein gemeißelt

So wirkungsvoll die aktuellen Lösungen in E-Commerce und Online-Marketing auch sind – mit hoher Wahrscheinlichkeit gelten sie in fünf bis zehn Jahren bereits als überholt. Dieses rasante Tempo fordert auch von Unternehmen und ihren Mitarbeitern eine fortlaufende Anpassung an die wechselnden Bedingungen des Marktes. Wer hier ausgetretene Pfade nicht verlassen will, verliert zwangsläufig den Anschluss und kann seine Karriere nicht vorantreiben. Gute Beispiele in diesem Zusammenhang sind:

  • Weiterentwicklung von Suchmaschinen: Die Algorithmen der Suchmaschinen werden immer intelligenter und zielgerichteter. Dementsprechend muss die Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet sein. Auch die rasante Entwicklung des Marktplatzes Amazon sollte dabei eine wichtige Rolle spielen.
  • Messenger-Werbung: Die Messenger aus sozialen Netzwerken oder auch für das Smartphone sind mittlerweile ebenfalls Kanäle für Werbung. Diese neue Entwicklung ist für Unternehmen durchaus wichtig und sollte im eigenen Marketing-Mix je nach persönlichen Anforderungen ebenfalls eine Rolle spielen.

Lebenslanges Lernen: Strategien für Aufsteiger

Weiterbildung Strategie

Survival of the fittest“ – nach diesem evolutionären Prinzip funktioniert auch die Arbeitswelt. Dabei meint „fit“ nicht „ausdauernd“, sondern die optimale Anpassung an eine Umwelt durch entsprechende Eigenschaften und Fähigkeiten. Wichtige Hard- und Soft Skills erlangen Arbeitnehmer idealerweise durch das lebenslange Lernen. Doch welche Möglichkeiten bestehen dafür?

Weiterbildung und Fortbildung – sind die Konzepte identisch?

Obwohl die Begriffe häufig austauschbar benutzt werden, bezeichnen sie unterschiedliche Programme. Denn eine Fortbildung hat das Ziel, den Arbeitnehmer für seine bestehende Anstellung weiter zu qualifizieren, damit er neue Aufgaben übernehmen kann und die nächste Stufe auf der Karriereleiter erringt.

Eine Weiterbildung wiederum setzt Prioritäten im Erlangen neuer Wissensinhalte und Fähigkeiten, ohne dass sie einem konkreten Zweck für den Betrieb dienen muss. Hier steht das persönliche Qualifikationsprofil des Einzelnen im Mittelpunkt.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen?

Über öffentliche Bildungseinrichtungen, durch private Seminare oder online – die Wege, auf denen Berufstätige neue Schlüsselqualifikationen erreichen können, sind vielfältig. Die gängigsten sind hierzulande diese:

1. Online-Training: Von E-books und Kursen

Digitales Lernen bzw. das sogenannte e-Learning revolutionierte die klassische Didaktik – immerhin können hier aktuelle Fachinhalte orts- und zeitunabhängig abgerufen werden. Der Lernende profitiert davon, dass er seine Weiterbildung selbst koordinieren und den individuellen Belangen von Arbeits- und Privatleben anpassen kann. Auf den Austausch mit anderen muss man beim Online-Lernen nicht verzichten: Chats oder Mail-Kontakt mit Mentoren und anderen Kursteilnehmern bieten ausreichend Gelegenheit dazu.

Auch Universitäten bieten Lerninhalte online an; häufig als MOOC (massive open online course). Dabei bestehen keine Zugangsvoraussetzungen und es fallen keine Kosten an. Die Privatwirtschaft fördert ebenfalls Fachleute mit speziellen E-Learning-Programmen: Mit eigenen Online-Trainings zu Technik und Produkten, etwa im Bereich Elektrotechnik, fördern Unternehmen gezielt den Wissenserwerb und sprechen Azubis oder Fachleute an. Sie ermöglichen, auch bei Neuerungen und Innovationen der Branche, stets auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

2. Weiterbildung per Fernstudium

Ein Fernstudium bringt ähnliche Vorteile mit wie ein Online-Kurs: Der Lernende ist zeitlich flexibel und kann die Inhalte in seinem eigenen Tempo abarbeiten. Das größte Argument für ein Fernstudium ist natürlich die offizielle Qualifikation als Bachelor oder Master, die leicht weitere Türen in der Berufswelt öffnet. Die beliebtesten Fernstudiengänge beziehen sich daher einerseits auf Zukunftsbranchen und andererseits auf Evergreens wie BWL und Informatik. Doch auch Studiengänge im Bereich des sich umgestaltenden Gesundheitswesens wie Gesundheitsmanagement sind besonders gut frequentiert. Wer nicht gleich ein komplettes Studium absolvieren will, hat an Universitäten und Fernhochschulen die Möglichkeit, einen akademischen Zertifikatskurs zu besuchen.

3. Betriebliche Weiterbildung über Seminare

Eine Weiterbildung, die durch den eigenen Betrieb organisiert wird, sehen viele Arbeitgeber besonders gern: Schließlich beschäftigen sich die Inhouse-Seminare zumeist mit Qualifikationen, die auf die Abläufe des jeweiligen Unternehmens ausgerichtet sind und sich direkt für den Arbeitsalltag auszahlen. Insbesondere für Arbeitnehmer, die eine lange Karriere im Unternehmen planen, stellen diese Weiterbildungen eine gute Investition dar. Steht jedoch ein Jobwechsel bevor, sollten Arbeitnehmer den Nutzen betrieblicher Weiterbildungen gut abwägen, da andere Unternehmen die errungenen Zertifikate eventuell nicht honorieren.

Neben Inhouse-Seminaren wird in vielen Betrieben auch das „Training on the job“ durchgeführt, bei dem der Lernende kein Seminar besucht, sondern von einem erfahrenen Kollegen oder einem Coach am Arbeitsplatz angeleitet wird. So findet der Wissenstransfer beim Arbeiten statt, ohne dass der Lernende die Ergebnisse als Weiterbildung nachweisen oder seinen Lebenslauf damit bereichern kann.

4. Weiterbildung durch Seminare der IHK

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) bieten zahlreiche Weiterbildungen an, die deutschlandweit Akzeptanz und Anerkennung in Unternehmen erfahren. Speziell technische und handwerkliche Branchen würdigen die Lerninhalte, da sie sich auf die konkrete Praxis beziehen und erlauben, dass Absolventen das neue Wissen direkt anwenden können. Dabei passen sich die Themen den konkret entstehenden Bedürfnissen an, wie z.B. Seminare zu Solartechnik, energieeffizienter Dämmung und Smart Home Technik. Welche Weiterbildung sich für den Einzelnen anbietet, können Interessenten persönlich in einer IHK-Beratungsstelle vor Ort klären.

5. Weiterbildungs-Seminare der Berufsverbände

Wer sich für eine branchenspezifische Weiterbildung interessiert, kann sich auf der Website des jeweiligen Berufsverbandes über aktuelle Angebote informieren. Branchen wie Pflege, Erziehungswissenschaften, Ökotrophologie und Orthoptik bieten dort Einsicht in die laufenden Programme und bieten bereits Einsicht in die konkrete Modulstruktur der Veranstaltungen.

6. Angebote der Agentur für Arbeit

Auch Menschen, die bereits berufstätig sind, erhalten vom Arbeitsamt Unterstützung, wenn es um eine Weiterbildung geht. Hier stehen unterschiedliche Förderprogramme zur Auswahl, über die sich Arbeitnehmer und Selbstständige in der zuständigen Arbeitsagentur am Wohnort oder am Firmensitz informieren können. Schnellen Einblick in das Angebot erhalten Interessierte im Portal KURSNET, in dem sich per Suchbegriff Angebote zum jeweiligen Beruf oder Ort finden lassen.

7. Autodidaktische Weiterbildung

Mithilfe von Fachliteratur, Foren und persönlichen Kontakten lassen sich viele Gebiete heutzutage auch autodidaktisch erschließen. Der Nachteil daran: Ein derartiger Lernzugewinn lässt sich kaum belegen und für einen Karrieresprung nutzen. Eine Ausnahme bildet die gute Beziehung zu renommierten Mentoren. Falls Lernwillige über Vorträge, Messen und schriftliche Kanäle einen engen Kontakt zu einem Experten aufbauen können und mit seiner Hilfe ihr Wissen erweitern, wird der Mentor höchstwahrscheinlich gern eine Empfehlung aussprechen. Diese wiegt innerhalb einer Bewerbung umso schwerer, je größer das Ansehen des jeweiligen Experten auf seinem Gebiet ist.

Gute Weiterbildungsangebote erkennen

In der Flut von Angeboten fällt es Weiterbildungs-Anwärtern häufig schwer, qualitätvolle Angebote zu erkennen. In der Regel zeichnen sich diese durch die folgenden Merkmale aus:

  • Adäquate Preise: Zweifelsohne gibt es kostenlose MOOCs auf dem Markt, die brauchbares Wissen vermitteln. In der Regel haben qualitätvolle Weiterbildungsprogramme jedoch ihren Preis – schließlich werden sie aufwändig erarbeitet und lassen teilweise renommierte Dozenten zu Wort kommen.
  • Referenzen: In der Regel verweisen Weiterbildungsanbieter gern auf die Beurteilungen durch ehemalige Teilnehmer und Absolventen.
  • Seriöse Unterlagen: Kostenpflichte Weiterbildungsprogramme sollten mit didaktisch gut aufbereiteten Materialien arbeiten. Rechtschreibfehler und Lehrvideos von schlechter Bildqualität kennzeichnen dagegen kostenlose und unseriöse Angebote.
  • Gute Vorabinformation: Lehrpläne und einen Teil der Lernunterlagen sollten Interessierte bei seriösen Weiterbildungsanbietern bereits vor Buchung des Programmes zur Entscheidungshilfe einsehen dürfen. Hier wird auch deutlich, welchem Konzept das Programm folgt und wieviel vermittelter Inhalt der erhobenen Gebühr gegenübersteht.
  • Keine Erfolgsgarantie: Vertrauenswürdige Programme stellen vorab heraus, dass der Teilnehmer zum Erreichen der definierten Ziele aktiv mitwirken muss. Von Angeboten, die eine Erfolgsgarantie geben und suggerieren, dass dafür keine Initiative nötig sein, sollten Weiterbildungsinteressenten absehen.

Wie wirkt sich eine Weiterbildung auf die Karriere aus?

Fragt man Personaler nach ihrer Einschätzung zum Effekt einer Weiterbildung, fällt das Urteil klar aus: 90 Prozent sind der Meinung, dass sie den beruflichen Aufstieg fördere und 80 Prozent sehen in einer Weiterbildung die Basis für eine Gehaltserhöhung bei Angestellten. Dass dies im konkreten Fall tatsächlich mehr Geld bringt, konstatierten Forscher des ZEW (Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung).

Laut Studienergebnis erhalten Arbeitnehmer für eine Weiterbildung, die ihre allgemeinen beruflichen Fähigkeiten erweitert, im Mittel sechs Prozent mehr Gehalt. Im Wesentlichen bezieht sich der Gehaltssprung dabei auf ein höheres Gehalt bei anschließendem Jobwechsel. Auch zwei Drittel aller Absolventen der IHK-Weiterbildungskurse erklärten, im Anschluss eine höhere Position zu bekleiden und mehr zu verdienen.

Entscheidend ist die Eigeninitiative

Weiterbildung

Ordnet der Vorgesetzte eine Weiterbildungsmaßnahme an, bildet diese nicht unbedingt den zündenden Funken für einen Karriere-Boost. Wesentlich besser kommt es im Unternehmen an, wenn Mitarbeiter auf ihren Arbeitgeber zugehen und initiativ eine Weiterbildung vorschlagen. Dabei sollten sie nicht ausschließlich ihre Perspektiven im jeweiligen Unternehmen im Auge behalten, sondern darauf achten, dass die Inhalte auch der Förderung persönlicher Kompetenzen dienen, die nicht unternehmensspezifisch sind. In diesem Fall kann eine Weiterbildung den Absolventen über kurzfristige berufliche Chancen hinaus weiterbringen und die Grundlage für einen Job- oder Branchenwechsel bieten.

Die persönlichen Lernziele definieren

Fakt ist: Weiterbildungen, die über den Horizont der aktuellen Stellung hinausgehen, bringen bei Jobwechsel bares Geld – Trainings für den bestehenden Arbeitsplatz werden zumeist nicht honoriert. Da liegt die Verantwortung für die Wahl der passenden Lerninhalte völlig beim Einzelnen. Doch wie können Weiterbildungsinteressierte bestimmen, welche Programme ihnen langfristig einen Vorteil verschaffen?

1. Berufliche Ziele definieren

Hier sollten Interessierte für sich klären, wo sie am Ende eines 3-, 5- oder 10-Jahres-Zeitplans im Beruf stehen wollen. Definiert werden soll ein optimaler Verantwortungsbereich, auf den man sich hinbewegen will. Formulierungen, nach denen eine Weiterbildung ermöglichen soll, die aktuelle Stellung schnell zu verlassen, sind hingegen wenig nützlich. Das Lernen sollte ein konkretes Ziel anstreben und nicht nur dazu dienen, aus einer ungeliebten Stellung zu fliehen.

2. Bestehende Qualifikationen bewusstmachen

Innerhalb einer Bestandsaufnahme sollte der Betreffende seine schulischen, akademischen und beruflichen Qualifikationen auflisten. Doch damit ist die Inventur nicht abgeschlossen: Auch Fähigkeiten außerhalb des aktuellen Berufs und individuelle Talente gehören zum persönlichen Portfolio. Dabei geht es nicht allein um technische und fachspezifische Kompetenzen, sondern auch um psychologische und soziale Stärken.

3. Kompetenz-Lücken erkennen

Anschließend lässt sich das definierte Ziel mit der Qualifikations-Aufstellung abgleichen. Hier liegt die entscheidende Erkenntnis: Welche Fähigkeiten fehlen, um als Anwärter für die angestrebte Zielposition in Betracht zu kommen? Oder, im Falle einer selbstständigen Tätigkeit: Welche Qualifikationsmängel verhindern, die Unternehmung in geplanter Weise zum Zukunfts-Ziel zu führen?

Auf exakt diese Punkte sollten sich die Weiterbildungsbestrebungen des Betreffenden konzentrieren. Wählt man seine Lerninhalte hingegen nach Lust und Laune, lassen die errungenen Zertifikate anschließend einen potenziellen Arbeitgeber keinen roten Faden erkennen. Falls mehrere Kompetenz-Mängel behoben werden müssen, sollte zunächst die Priorität auf den gelegt werden, der am wahrscheinlichsten den nächsten beruflichen Schritt ermöglicht.

4. Das konkrete Programm wählen und den Zeitplan organisieren

Welches Weiterbildungsangebot passt, bestimmen Interessierte anhand ihrer persönlichen Lebensumstände. Manche Menschen sind aufgrund eines unplanbaren beruflichen Alltags auf höchste Flexibilität angewiesen, die sie nur in Online-Kursen oder Fernstudiengängen erhalten. Andere brauchen, um ihre Disziplin aufrecht zu erhalten, feste Termine, Anwesenheitspflicht und Fristen. Hier besteht unter Umständen die Möglichkeit eines Bildungsurlaubes, in dem der Arbeitgeber den Betreffenden für den Zeitraum der Weiterbildung bezahlt freistellt.

5. Finanzierung sichern

Schließlich stellt sich die Frage nach Kostenaufwand und Finanzierung. Hier beteiligen sich manche Arbeitgeber, wenn ihnen der direkte Nutzen für ihr Unternehmen vorab schlüssig dargelegt wird. Aus öffentlicher Hand erhalten Weiterbildungswillige diverse Förderungen wie den Bildungsgutschein oder das Aufstiegs-BAFÖG. Muss der Betreffende dennoch sämtliche Kosten oder einen Teil davon selbst tragen, wirkt sich die Weiterbildung immerhin steuermindernd aus. Denn alle berufsbezogenen Bildungsprogramme können Teilnehmer vor dem Finanzamt als Werbungskosten geltend machen.

Weiterbildung lebenslanges Lernen

Hinweis: Wer aus dem diffusen Wunsch nach Weiterbildung keinen konkreten Plan ableiten kann, kann sich für einen ersten Überblick an die Weiterbildungsberatung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wenden. Am Infotelefon unterstützen Berater den Anrufer beim Finden einer passenden Weiterbildung. Darüber hinaus werden persönliche Ansprechpartner vor Ort vermittelt und Fragen zu Finanzierung und öffentlichen Förderungen beantwortet.

Fazit: Lebenslanges Lernen wird heute immer wichtiger

Dass die Berufswelt aktuell einem schnell getakteten Wandel unterliegt, macht das lebenslange Lernen unerlässlich. Doch nie zuvor waren auch die Weiterbildungsangebote derart vielfältig und flexibel. Mit Übung darin, die geeigneten Inhalte zu definieren, erwächst das Lernen in jedem Lebensalter zur Bereicherung und Erweiterung der eigenen Persönlichkeit. So bleiben Weiterbildungsinteressierte stets up-to-date und können entsprechende Karrierechancen auch langfristig wahrnehmen.

Betriebliche Marktforschung – Organisation, Abgrenzung, Weiterbildung

Betriebliche Marktforschung – Organisation, Abgrenzung, Weiterbildung
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Betriebliche Marktforschung ist und bleibt im Fokus erfolgreich agierender Unternehmen! Nur wer seinen Markt, seine Kunden und seine Konkurrenz kennt, kann langfristig erfolgreich sein. In einem immer stärker werdenden Verdrängungswettbewerb wird Marktforschung zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Die besondere Relevanz, die der Marktforschung als Marketing- und Managementaufgabe zukommt, ist in den meisten Unternehmen längst bekannt. Trotzdem nutzen die Mitarbeiter viel zu selten Markt- und Kundeninformationen in ihren strategischen sowie taktischen Entscheidungen und Maßnahmen. Die Gründe liegen vielfach darin, dass Marktforschung als „Wissenschaft“ angesehen wird und häufig die Kenntnisse für eine praktische Umsetzung von Marktforschungsprojekten fehlen. Dabei ist Marktforschung für strategische und operative Entscheidungen fast unabdingbar geworden: Die Effizienz des unternehmerischen Handelns kann durch Marktforschung und den damit gewonnenen Daten und Informationen deutlich erhöht werden. Die Entscheidungen auf strategischer und operativer Ebene sind zwar zumeist sehr komplex, so dass die Marktforschung nicht in der Lage ist, diese Entscheidungen in ihrer Komplexität gänzlich zu ersetzen, jedoch reduziert Marktforschung die Komplexität und Teile der Entscheidung werden auf wissenschaftlicher Basis validiert.

 

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Bastian Foerster

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Der betriebliche Marktforscher bearbeitet vor diesem Hintergrund alle Aufgaben im eigenen Unternehmen, die in den Bereich Marktforschung fallen. Er führt, je nach Größe der Abteilung und des Projekts, eigenständige Marktforschungsprojekte durch oder übernimmt die Kommunikation bzw. Zusammenarbeit mit externen Marktforschungsinstituten und dient so als Bindeglied.

Unterschied betriebliche Marktforschung vs. Institutsmarktforschung

Im Vergleich zur Institutsmarktforschung und Hochschulforschung ist die betriebliche Marktforschung durch weitere Aufgabenfelder und Besonderheiten gekennzeichnet. Der betriebliche Marktforscher muss einerseits die Wünsche und Bedürfnisse des Unternehmens, insbesondere des Marketing, verstehen und dem externen Marktforschungsinstitut diese verständlich vermitteln. Andererseits muss die betriebliche Marktforschung aber auch die Institutsseite genau kennen und verstehen. Der betriebliche Marktforscher muss die Rolle des Vermittlers dabei optimal ausfüllen. Hierzu zählt eine „Übersetzung“ in beide Richtungen, unternehmensspezifische Interpretationen und Erläuterungen.

Insgesamt ist der Begriff „betriebliche Marktforschung“ denselben Regeln wie die klassische (Instituts-)Marktforschung unterworfen. Besonders ist hingegen die Einbindung in ein Unternehmen. Die Definition von Tscheulin und Helmig für die betriebliche Marktforschung ist vor diesem Hintergrund wohl am passendsten:

„Die betriebliche Marktforschung grenzt sich von der Institutsmarktforschung durch die örtliche und personelle Verankerung im Betrieb ab. Sie verfolgt grundsätzlich dieselben Ziele wie die externe Marktforschung und unterliegt den gleichen theoretischen Rahmenbedingungen“ (Tscheulin, Helmig 2007, S. 327).

Hier finden Sie das Stellenprofil eines betrieblichen Marktforschers!

Die Einrichtung einer eigenen betrieblichen Marktforschung lohnt sich natürlich nicht für alle Unternehmen. Zumeist sind es große, international tätige Unternehmen, die eine eigene (größere) Marktforschungsabteilung besitzen. Grundsätzlich muss ein Unternehmen den Nutzen mit den Kosten, die eine solche Abteilung mit sich bringt, abwägen. Zumindest die Einstellung eines betrieblichen Marktforschers bietet sich an, wenn regelmäßig umfangreiche Marktforschungsprojekte anstehen. Notwendig wird die Inbetriebnahme einer solchen Abteilung, wenn ein hohes Sicherheitsbedürfnis besteht, weshalb die Marktforschung nur hausintern durchgeführt werden soll. Führt die betriebliche Marktforschungsabteilung die Projekte und Studien selbst durch, liegt eine entscheidende Besonderheit darin, dass keine räumliche und organisatorische Entfernung vorhanden ist. Dadurch werden die Wege im Rahmen von Marktforschungsprojekten minimal gehalten und der organisatorische Aufwand fällt deutlich geringer aus. Sollte ein Marktforschungsprojekt die Kompetenzen oder Kapazitäten der betrieblichen Marktforschungsabteilung überschreiten und das Projekt wird trotz der eigenen Abteilung ausgelagert, so ist die Kommunikation zwischen dem Unternehmen und dem durchführenden Institut durch die fachlichen Kenntnisse und Kompetenzen der betrieblichen Marktforschungsabteilung einfacher. Der betriebliche Marktforscher kann so Gespräche auf Augenhöhe führen und das Interesse des Unternehmens optimal vermitteln. Dies ist insbesondere für die Anfangsphase von Projekten entscheidend und beeinflusst den Erfolg des Marktforschungsprojekts deutlich. Als wichtige Rahmenbedingung der betrieblichen Marktforschung ist die Neutralität zu nennen. Sollten die Marktforschungsergebnisse nicht den Vorstellungen der unternehmensinternen Auftraggeber entsprechen, so kann es dazu kommen, dass am Nutzen der Abteilung gezweifelt wird. Das Risiko muss die betriebliche Marktforschung jedoch eingehen, um dem Unternehmen die tatsächlichen, wenn auch negativen Ergebnisse zu liefern. Neben der Neutralität wird der betrieblichen Marktforschung immer der Nutzen vorgehalten, den sie erbringen muss, um die anfallenden Kosten zu decken. Betriebliche Marktforscher sind im Vergleich zu Institutsmarktforschern auch die teurere Variante. Die Gehälter der betrieblichen Marktforscher sind im Durchschnitt höher als die der Institutsmarktforscher. Dies liegt vor allem an den zusätzlichen Aufgaben und Voraussetzungen, denen der betriebliche Marktforscher innerhalb des Unternehmens begegnet.

Buch Marktforschung

Betriebliche Marktforschung: Organisation im Unternehmen

Die meisten Unternehmen, die betriebliche Marktforscher angestellt haben, haben keine eigene Marktforschungsabteilung im eigentlichen Sinne. Für eine selbstständige Abteilung ist die Anzahl der betrieblichen Marktforscher selbst bei großen Unternehmen normalerweise zu gering. Verfügt das Unternehmen hingegen über ausreichend viele betriebliche Marktforscher, so dass sich eine eigene Abteilung lohnt, dann sind verschiedene Organisationsformen möglich. Die eigene Abteilung sollte dabei immer langfristig ausgelegt sein, da sich eine Abteilung für temporäre Aktivitäten nicht rechnen würde. Ottawa und Rietz (2014) benennen einige Faktoren, die bei der Entscheidung über das Aufgabenportfolio der Abteilung zu beachten sind:

  • Primär- und/oder Sekundärforschung?
  • Eigenmarktforschung und/oder Fremdmarktforschung?
  • Aktivitäten rund um Big Data als Teil der betrieblichen Marktforschung?
  • Inwieweit wird die betriebliche Marktforschung in andere Unternehmensprozesse mit eingebunden?
  • Welche Schnittstellen gibt es zu anderen Abteilungen?

Lehrgang Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)

Diesen Fragen muss sich das Unternehmen stellen und dementsprechend die Abteilung organisieren und aufbauen. Die Größe der Abteilung erschließt sich ebenfalls aus diesen Fragen und dem zur Verfügung stehenden Budget, den das Unternehmen bereit ist für die Marktforschungsabteilung auszugeben. Eine einheitliche Lösung für die optimale Integration der Marktforschungsabteilung gibt es nicht, da die Unternehmen einmalig sind und so auch individuelle Anforderungen an die Marktforschung haben (vgl. Ottawa, Rietz 2014, S. 30-33).

Die Prozessorganisation einer betrieblichen Marktforschungsabteilung richtet sich nach den relevanten Schnittstellen, welche auch vom Aufbau der Abteilung abhängig sind. Die Abteilung kann sowohl externe als auch interne Schnittstellen umfassen. Zu den internen Schnittstellen gehören beispielsweise interne Kunden, Controlling oder Buchhaltung und zu den externen Schnittstellen Institute oder Verbände. Ziel dieser Prozessorganisation ist die Erleichterung und Verkürzung von Arbeitschritten. Gerade bei größeren Abteilungen ist es notwendig, dass jedem betrieblichen Marktforscher die notwendigen Informationen zur Verfügung stehen. Zudem sind Projektpläne von entscheidender Bedeutung, die jedem Mitarbeiter als Leitfaden dienen. Aktuelle Arbeiten und Ergebnisse sollten einheitlich aufgebaut sein und ebenfalls jedem Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Neben dem abteilungsinternen Austausch sollte auch ein regelmäßiger Austausch mit anderen Abteilungen stattfinden (vgl. Ottawa, Rietz 2014, S. 39-40).

Ist der Entschluss gefallen, eine Abteilung für die betriebliche Marktforschung zu eröffnen, so stellt sich der Geschäftsführung die Frage, wie diese Abteilung in das Unternehmen zu integrieren ist.

Ein einheitliches Modell, wie die betriebliche Marktforschung in das Unternehmen integriert wird, gibt es nicht. Jedes Unternehmen ist individuell und hat ebenso individuelle Ansprüche an die Marktforschung. Demnach lässt sich keine Musterlösung vorlegen, jedoch gibt es Organisationsformen, welche Stärken und Schwächen mit sich bringen. Nach diesen Stärken und Schwächen kann das Unternehmen nach seinen individuellen Bedürfnissen eine Organisationsform wählen.

Zertifikatslehrgang "Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)"

Das Deutsche Institut für Marketing startet einen weiteren rein online-basierten Zertifikatslehrgang. Ab sofort können sich Angestellte aus dem Bereich Marketing und/oder Marktforschung, Studienabsolventen sowie Berufs- und Quereinsteiger, die sich langfristig in der (betrieblichen) Marktforschung etablieren möchten, für den Lehrgang Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM) anmelden. Wie bei anderen Zertifikatslehrgängen des Deutschen Instituts für Marketing ist auch die Fortbildung Marktforschung „Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)“ durch eine hohe Flexibilität gekennzeichnet: Die Teilnehmer können die Lernphasen selbst bestimmen. Daneben gibt es keine Präsenzveranstaltungen, so dass auch eine räumliche Flexibilität des Lernens vollumfänglich gewährleistet ist.

Betriebliche Marktforschung

Beschreibung der Fortbildung Marktforschung „Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)“

Heutzutage kommt kein größeres Unternehmen mehr ohne eine fundierte Marktforschung aus. Zu unsicher wären die strategischen und taktischen Entscheidungen, wenn diese nicht auf relevanten Informationen fußen. Insbesondere durch einen immer stärkeren Wettbewerb und hohe Marktdynamiken wird Marktforschung zum entscheidenden Erfolgfaktor. Denn nur wer seinen Markt, die Kunden sowie die Wettbewerber kennt, kann langfristig Erfolge verbuchen.

Der betriebliche Marktforscher übernimmt in diesem Zusammenhang alle Aufgaben der Datengewinnung und -auswertung, die zur Vorbereitung von Managemententscheidungen relevant sind. Dieses benötigte breite Fachwissen wird um umfangreiche Kenntnisse des eigenen Unternehmens ergänzt, um Gesamtzusammenhänge und darauf basierende Maßnahmen richtig einschätzen und bewerten zu können. Unsere Fortbildung Marktforschung „Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)“ setzt hier an und wappnet Angestellte sowie Berufs- und Quereinsteiger für alle Aufgaben, die mit der (betrieblichen) Marktforschung einhergehen.

 

Weitere Informationen und Buchung

Ablauf der Fortbildung Marktforschung „Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)“

Die Regelstudienzeit des online-basierten Zertifikatslehrgangs beträgt drei Monate. Sie nehmen an 10 Webinaren teil, die das gesamte Spektrum der (betrieblichen) Marktforschung abdecken. Weiterhin erhalten Sie zwei Lehrbriefe, die die relevanten Themen noch einmal ausführlich und strukturiert aufbereiten. In diesen Lehrbriefen sind zudem Praxisbeispiele sowie Selbstlernaufgaben und Selbsteinschätzungen in Form von Multiple-Choice-Fragen, damit ein Transfer in den Arbeitsalltag gewährleistet wird. Im Anschluss an die 10 Webinare legen Sie eine Online-Prüfung ab, mit der der Lehrgang abschließt. Bei dieser Online-Prüfung handelt es sich um einen automatisierten Multiple-Choice-test, der etwa eine Stunde in Anspruch nimmt. Wenn Sie die Prüfung bestanden haben, erhalten Sie von uns Ihr Zertifikat: „Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)“.

Inhalte der Fortbildung Marktforschung „Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)“

Insgesamt umfasst der Zertifikatslehrgang „Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)“ 10 Module, die alle relevanten Themen der (betrieblichen) Marktforschung abdecken. Die Themen im Überblick:

  1. Grundlagen der (betrieblichen) Marktforschung
  2. Rahmenbedingungen der betrieblichen Marktforschung
  3. Definition des Marktforschungsproblems
  4. Design von Marktforschungsprojekten (Teil 1)
  5. Design von Marktforschungsprojekten (Teil 2)
  6. Datengewinnung in der Marktforschung
  7. Datenanalyse
  8. Dokumentation und Ergebnisverwertung
  9. Spezialfälle der betrieblichen Marktforschung
  10. Trends und Ausblick

Weitere Informationen zur Fortbildung Marktforschung „Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM) finden Sie auch auf unserer Landingpage zum Lehrgang:

 

Weitere Informationen finden Sie hier!

Weitere Informationen zur Fortbildung Marktforschung „Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)“

Sie können sich ab sofort zum Zertifikatslehrgang „Gepr. betrieblicher Marktforscher (DIM)“ anmelden. Das erste Live-Webinar zum Thema „Grundlagen der (betrieblichen) Marktforschung wird am Freitag, den 09. September 2016 um 15:00 Uhr stattfinden. Die einzelnen Webinare werden aufgezeichnet und sind dann für 12 Monate im DIM Online-Campus abrufbar. So wird sichergestellt, dass Sie jederzeit Zugriff auf alle Inhalte haben, auch wenn Sie einmal nicht an einem Live-Webinar teilnehmen können.

Wir freuen uns auf Sie! Sollten Sie noch weitere Fragen haben, können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren.

Sie möchten sich im Bereich Marktforschung im Rahmen eines klassichen Seminars weiterbilden? Dann besuchen Sie unser Seminar „Customer Insights - Moderne Marktforschung“.

 

Hier geht es zum Marktforschungs-Seminar

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Erfolg durch Weiterbildung – Seminarprogramm 2016

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Was bringt uns eigentlich berufliche Weiterbildung?

  • Weiterbildung ermöglicht uns, mit den rasanten Veränderungen in Beruf und Gesellschaft Schritt zu halten.
  • Unternehmen bleiben durch Weiterbildung ihrer Mitarbeiter wettbewerbs- und zukunftsfähig.
  • Durch Weiterbildung erreichen wir unsere Ziele.
  • Durch Weiterbildung sind wir in der Arbeitswelt und dadurch auch in der Gesellschaft integriert.
  • Durch kontinuierliche Weiterbildung qualifizieren wir uns langfristig für unseren beruflichen Erfolg und sichern unseren Arbeitsplatz.
  • Durch Weiterbildung entstehen fachliche Netzwerke, durch die wir Unterstützung und Erfahrungswissen erhalten.
  • Weiterbildung ist die Zukunft. Sie ist notwendig und schafft Ressourcen, die in Krisenzeiten helfen können, das Blatt zu wenden.

 

Seminarprogramm 2016

Forum Distance Learning – Wir sind dabei!

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Forum Distance Learning - Wir sind dabei!

Forum Distance Learning - Wir sind dabei!

Wir, das Deutsche Institut für Marketing, sind nun Mitglied im Forum Distance Learning. Zu finden sind wir in der Fachgruppe DistancE-Learning-Anbieter.

Das Forum Distance Learning ist ein Fachverband für Fernlernen und Lernmedien. Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt die Etablierung einer lernenden Gesellschaft zu unterstützen. Als zentrales Forum zum Thema Distance  E-Learning ist der Verband der erste Ansprechpartner für Politik, Forschung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Weiterlesen